sinnlose Maßnahme, ab wie viel Stunden wird die Arbeitslosigkeitsquote geschönt?

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lttgd

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Hallo alle,

ich muss bald zu Jobcenter, und es geht wahrscheinlich wieder um eine sinnlose Maßnahme. Ehrlich sagen, eine 10h/Woche Maßnahme könnte mir vielleicht sogar gut tun und bis 20h kann ich in Kauf nehmen, aber nicht sowas wie 39h...

Der Sinn der Maßnahme ist natürlich hauptsächlich um die Arbeitslosigkeitsquote zu schönen. Ich möchte mit der Arbeitsvermittlerin verhandeln, denn schließlich muss auch sie ihre "Arbeit" machen, ich bin ja nett... Ich möchte gerne wissen: ab wie viel Wochenstunden wird der Sinn einer sinnlosen Maßnahme erfüllt?

15, vielleicht?

Danke
 
E

ExitUser

Gast
Hallo alle,

ich muss bald zu Jobcenter, und es geht wahrscheinlich wieder um eine sinnlose Maßnahme. Ehrlich sagen, eine 10h Maßnahme könnte mir vielleicht sogar gut tun und bis 20h kann ich in Kauf nehmen, aber nicht sowas wie 39h...

Der Sinn der Maßnahme ist natürlich hauptsächlich um die Arbeitslosigkeitsquote zu schönen. Ich möchte mit der Arbeitsvermittlerin handeln, denn schließlich muss auch sie ihre "Arbeit" machen, ich bin ja nett... Ich möchte gerne wissen: ab wie viel Wochenstunden wird der Sinn einer sinnlosen Maßnahme erfüllt?

15, vielleicht?

Danke

:icon_mad:
 

obi68

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ab wie viel Wochenstunden wird der Sinn einer sinnlosen Maßnahme erfüllt?

Hmmm... :icon_mrgreen:

Es gibt da einfach unterschiedliche Konzepte. Ich habe vor einigen Jahren an 2 Maßnahmen relativ schnell hintereinander teilgenommen. Die erste war Vollzeit - gruselige 39 Wochenstunden.
Die andere hatte nur 12 Wochenstunden - Dienstag bis Donnerstag jeweils 4 Stunden - war eher erträglich.

Dennoch ist die sinnvollste Maßnahme natürlich diejenige, die man abwendet und "nett sein" hat da eigentlich gar nix verloren. Die vergeudete Lebenszeit gibt einem keiner mehr zurück.
 

Texter50

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Der MT würde wahrscheinlich sogar darauf verzichten, dich da Vollzeit antanzen zu lassen....wenn da nicht die Gefahr bestünde, das dir etwas zustösst, während du hättest in der Massnahme sein müssen....
Das wäre die günstigste Lösung für den MT, da könnte er das Maßnahmenvolumen so richtig anheben und viel mehr Knete machen!
Ich war in einer Maßnahme mit 2 Stunden / Woche geforderte Anwesenheit. Aber: ausse Statistik. :tongue:
 

Nimschö

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Ich kann nicht für Richtigkeit garantieren, aber die Regel ist soweit mir bekannt "Biste in Maßnahme, biste nicht mehr arbeitslos.", ganz egal ob Du 12h/Tag oder 1h im Monat da bist.
 

obi68

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Der MT würde wahrscheinlich sogar darauf verzichten, dich da Vollzeit antanzen zu lassen....wenn da nicht die Gefahr bestünde, das dir etwas zustösst, während du hättest in der Massnahme sein müssen....

Bei der zweiten Maßnahme, die ich mir damals aufschwatzen ließ, war deutlich spürbar, daß es dem MT nur darum ging, daß die Unterschrift auf der Anwesenheitsliste stand.
Das war das Allerwichtigste.

Danach hätte man denke ich relativ zeitnah wieder gehen können, ohne daß es einen großen Aufstand gegeben hätte.

Man könnte den Spieß nämlich auch umdrehen: "Ich habe doch unterschrieben, also war ich auch da und jetzt beweisen sie mir mal, daß ich nicht die volle Zeit anwesend war!"

:icon_wink:
 

Texter50

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Ich kann nicht für Richtigkeit garantieren, aber die Regel ist soweit mir bekannt "Biste in Maßnahme, biste nicht mehr arbeitslos.", ganz egal ob Du 12h/Tag oder 1h im Monat da bist.
Richtig: rein inne Maßnahme - auch wie bei mir 2 Stunden/Woche und raus ausse Statistik.
Das brigt den MTs so richtich Knete und dem SB eine aufgehübschte Statistik. :icon_twisted:
 

SB Feind

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Diese Maßnahmen sind doch nutzlos.

Eigentlich müsste man für den Besuch der Maßnahme bezahlt werden,da man ja Zeit aufbringt und oft auch in deren Werkstätten arbeiten soll.

Ich kenne das so wenn man für etwas Zeit aufbringt das man auch dafür bezahlt wird. Ausgenommen ich tue das für mich selber oder Freund und Familie.

Sogesehen müsste der Maßnahmeträger die Elos bezahlen da er für uns Geld bekommt das wir da teilnehmen. Das heißt ohne Leute die an Maßnahmen teilnehmen gibt es auch kein Geld.

Arbeit ist zielgerichtet, sozial, geplant und bewusst.


Zielgerichtet ist Arbeit deshalb, weil der Arbeiter ein bestimmtes Ziel im Auge hat, ( im fall des Elo schnell wieder raus aus der Maßnahme und weg vom Amt zu kommen) sei es ein hergestelltes Produkt, ein geschriebener Text oder das Festdrehen einer Mutter an einem Werkstück.

Sozial ist Arbeit, weil sie in den meisten Fällen in einer Beziehung zur Gesellschaft steht, und planmäßig, weil man einen Plan entwickeln muss, um sein Ziel zu erreichen. Daher kann Arbeit eben nur bewusst stattfinden.
 
R

Rounddancer

Gast
Ich möchte gerne wissen: ab wie viel Wochenstunden wird der Sinn einer sinnlosen Maßnahme erfüllt?

15, vielleicht?

Die 15 Wochenstunden sind eine Hausnummer im Regelkreis des SGB III (Alg-I).

Im Regelbereich des SGB-II (Alg-II) zählt die 15 nix.

Dort fällt jeder aus der Arbeitslosenstatistik raus, der zu irgendeiner Maßnahme abkommandiert wurde, egal, ob die eine Stunde pro Woche, 40 Stunden/Woche oder irgendwas dazwischen ist.
Und auch, wer sanktioniert ist, u.v.a.m.
 

Theon Graufreud

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Bevor ich wieder sowas mache, fange ich gleich an zu :icon_kotz2::icon_kotz2:.ö...
Ich würd mir tausendmal überlegen, so eine EV zu unterschreiben.:icon_evil:
Dein Sachbearbeiter sollte dieses schleunigst begründen, was das bringen soll.
Aber der wierd Dich sowieso mit folgenden Sprüchen abkanzeln wie "Das müssen Sie machen. Bis kurz zur Rente. Steht so im Sozialgesetzbuch. Ist eben nun mal Politik..." usw. usw.
Trotzdem soll er Dir mal den Paragraphen zeigen, wo genau das steht.
Das weiß der wahrscheinlich aber eh nicht, dafür ist das SGB II zu kompliziert.
Und diese Maßnahme bringt Dich absolut (meistens! Leider...)überhaupt nich in Arbeit! Habe da so meine Erfahrungen gesammelt...

Der Sachbearbeiter ist nur daran interessiert, Dich aus der Statistik zu holen - egal wie.

Und nochmal zur Eingliedervereinbarung: Unterschreiben mußt Du die nicht!!
Hoffentlich hast Du das noch nicht getan...
 

lttgd

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Und nochmal zur Eingliedervereinbarung: Unterschreiben mußt Du die nicht!!
Hoffentlich hast Du das noch nicht getan...

Doch, habe ich unterschrieben für 6 Mon.

Eine bestimmte EV muss man nicht unterschreiben, aber das Dilemma ist: generell muss man irgendeine EV unterschreiben.

Nun nehme ich Teil an Projekt Oktopus von DAA München. Der Zeitaufwand in den ersten 4 Wochen soll 1h/Woche betragen, Profiling-Phase sozusagen(Die nennen das "Standortbestimmung und/oder Anamnese", lustige Worten...). Was danach kommt...mal schauen...sollte aber nicht 39h sein...Werde ich vielleicht irgendwann über DAA und Oktopus berichten.:cool:

Öffentliche Ausschreibung 2013 Oktopus - das Projekt für jede Zielgruppe - Projektausschreibung des Jobcenter München 2013 2013-06-12
 

lttgd

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Hartz IV: Was tun bei Eingliederungsvereinbarung

"Grundsätzlich darf die Sozialbehörde eine Unterschrift unter eine "korrekt" (siehe im folgenden) zustande gekommene EGV nur dann verlangen, wenn diese EGV für den Leistungsbezieher einen wirklichen Nutzen hat, wobei "Nutzen" nicht die zumeist inkompetente Auffassung irgendwelcher Sozialbehördler zur Grundlage haben kann, sondern einzig und allein nur nachweisliche Fakten, daß die EGV dem davon betroffenen Leistungsbezieher arbeitsmarktbezogen tatsächlich weiterhilft und ihn effektiv in eine existenzgesicherte Arbeitsstelle vermittelt. Fehlt dieser Grundsatz, muß eine EGV generell nicht unterzeichnet werden."

Naja, mir fehlt gerade gutes Argument, wieso diese EV mir NICHT helfen sollte...
 

karpfen

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... sondern einzig und allein nur nachweisliche Fakten, daß die EGV dem davon betroffenen Leistungsbezieher arbeitsmarktbezogen tatsächlich weiterhilft und ihn effektiv in eine existenzgesicherte Arbeitsstelle vermittelt.

und hilft dir deine egv nun weiter? seht da eine existenzsichernde arbeitsstelle drin?

ich habe bisher nur wenige egv's gesehen, in denen wirklich das drin stand, was diejenigen leistungsbeziehenden haben wollten ... (ich gehöre zu einer initiative in berlin, die zwei mal wöchentlich sozialberatung anbietet und bin des weiteren bei einem wöchentlich stattfindenden erwerbslosenfrühstück eingebunden. bekomme daher also genug egv's zu sehen ...)

es gibt in diesem lande noch immer soetwas wie eine vertragsfreiheit! es kann niemand dazu gezwungen werden, etwas zu unterschreiben, was er/sie nicht will bzw. nicht versteht.

die nichtunterschrift unter eine eingliederungsvereinbarnung ist schon seit april 2011 nicht mehr sanktionierbar! wer sich also freiwillig knebeln läßt ...
 
F

fünfvorzwölf

Gast
Sehe ich auch so und das mal weitergedacht .....

Überprüfungsanträge nach § 44 SGB X - www.arbeitsagentur.de

RücknahmezeitraumEin Überprüfungsantrag ist ohne Sach- und Rechtsprüfung abzulehnen, soweit er aufgrund der Jahresfrist nach § 40 Abs. 1 S. 2 SGB II i. V. m. § 44 Abs. 4 SGB X keine Auswirkungen mehr haben kann. Bei der Berechnung der Jahresfrist ist vom Beginn des Jahres auszugehen, in dem der Verwaltungsakt zurückgenommen bzw. der Antrag auf Überprüfung gestellt wird (§ 44 Abs. 4 S. 2, 3 SGB X).


Sozialrechtlicher Herstellungsanspruch


Der sozialrechtliche Herstellungsanspruch ist darauf gerichtet, Pflichtverletzungen eines sozialen Leistungsträgers insbesondere aus dessen Verpflichtung zur Aufklärung (§ 13 SGB I), zur Beratung (§ 14 SGB I) und zur Erteilung von Auskünften (§ 15 SGB I) auszugleichen. Erwächst dem Bürger ein Nachteil, weil er von einer Sozialbehörde falsch oder unvollständig beraten worden ist, so kann er unter den Voraussetzungen des sozialrechtlichen Herstellungsanspruchs verlangen, so gestellt zu werden, wie er stehen würde, wenn die Behörde sich rechtmäßig verhalten hätte. Die Sozialleistungsträger haben bei ihrer Tätigkeit sicherzustellen, dass die sozialen Rechte möglichst weitgehend verwirklicht werden (§ 2 Abs. 2 HS. 2 SGB I) .
 
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