Sinnlos-Maßnahme trotz Teilzeit-Job?

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amd_user

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Hallo,

nun hab ich mal eine Frage, was meine Lebensgefährtin betrifft. Sie ist momentan in einer 6-monatigen Bewerbungstrainings-Maßnahme, die nun im Juni endet. Wie es ausschaut, beginnt sie ab Mai wohl einen Teilzeit-Job (vermutlich mind. 20 Stunden die Woche). Ihre derzeitige Dame von der Maßnahme meinte nun zu ihr, sie könne ja weiter die Maßnahme machen (also verlängern) trotz des Teilzeit jobs. Ist sie gezwungen trotz dieses Jobs, weiter an solchen Maßnahmen teilzunehmen? Weil es könnte ja den neuen Job gefährden.

Danke
 

Seepferdchen 2010

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Ist sie gezwungen trotz dieses Jobs, weiter an solchen Maßnahmen teilzunehmen? Weil es könnte ja den neuen Job gefährden.

Nein der Job geht vor und die Arbeitszeit legt immer noch der AG fest.
Die Aussage von dieser Dame hat kein "Hand und Fuß"......................

Weil es könnte ja den neuen Job gefährden.

Eben und somit ist klar der Job hat vorrang................

Die Hilfebedürftigkeit soll ja verringert werden und dazu kommt dann die Wahrscheinlichkeit ggf.
durch diese Tätigkeit ein Vollzeitjob zu werden, angenommen.............................

Ihre derzeitige Dame von der Maßnahme meinte nun zu ihr, sie könne ja weiter die Maßnahme machen (also verlängern) trotz des Teilzeit jobs.

Hier sollte mal deine Lebensgefährtin auch in den Maßnahmevertrag schauen, wann dieser
endet bei Arbeitsaufnahme, da steht bestimmt ein Absatz drin.
 

amd_user

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Sie arbeitet vermutlich von um 5 bis 9 morgens, die Maßnahme würde im falle einer verlängerung dann von 10 oder 11 bis 14 Uhr gehen. Aber hab eben in den Vertrag geschaut, es kann mit Aufnahme einer sv-pflichtigen Arbeit gekündigt werden. Kann dies dann auch so angewendet werden?
 

Doppeloma

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Hallo amd_user,

Sie arbeitet vermutlich von um 5 bis 9 morgens, die Maßnahme würde im falle einer verlängerung dann von 10 oder 11 bis 14 Uhr gehen.

Welchem Zweck dient denn diese Maßnahme, angeblich doch immer der Wiedereingliederung in Arbeit, dann ist der Zweck mit einer Aufnahme versicherungspflichtiger Tätigkeit doch bereits erfüllt und warum bitte soll sie bei einer Teilzeitbeschäftigung bis 9 Uhr anschließend noch weitere 3 - 4 Stunden in einer Maßnahme verbringen müssen ???

Aber hab eben in den Vertrag geschaut, es kann mit Aufnahme einer sv-pflichtigen Arbeit gekündigt werden. Kann dies dann auch so angewendet werden?

Es ist allgemein so üblich, dass Maßnahmen beendet werden können bei Aufnahme einer versicherungspflichtigen Arbeit, ich glaube auch nicht, dass die "Verlängerung" der MT zu entscheiden hat, das ist doch wohl Angelegenheit ihres Arbeitsvermittlers vom Amt.

Warum muss sie da überhaupt irgendwas "kündigen", hat sie einen Vertrag beim MT unterschrieben, diese Verträge bestehen üblicherweise zwischen MT und AfA / JC, da braucht man als Teilnehmer keine separaten Verträge unterschreiben und wenn man in Teilzeitarbeit ist sollte es Angelegenheit des SB sein den Teilnehmer dort wieder abzumelden.

Der MT kann doch nicht selbstherrlich eine Verlängerung beschließen, das kostet doch auch alles Geld was letztlich vom JC auch bezahlt werden muss ... ich sehe das als relevante Änderung an, die so eine Maßnahme überflüssig machen dürfte.

Deine Partnerin ist doch nicht auf der Welt um MT ihr Einkommen zu sichern, wenn sie eigenes Geld verdient und damit die Bedürftigkeit zumindest schon mal verringert, logisch hat das Vorrang und ihre Freizeit (nach der Arbeit) braucht sie um sich zu regenerieren (für den nächsten Tag im Job) und nicht um weitere Stunden sinnlos in einer Maßnahme abzusitzen ... :icon_evil:

Vielleicht fallen ja mal Überstunden an (in der neuen Tätigkeit), dann kann sie die ja wohl kaum ablehnen, weil sie um 10 bei einer Maßnahme antreten muss ... sie sollte das echt mit ihrem zuständigen SB klären (schriftlich und nachweislich bitte) und nicht mit irgendwelchen MT-Hampeln ...

MfG Doppeloma
 

amd_user

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Es nennt sich Vereinbarung. Ist aber gleich wie ein Vertrag, so denke ich. In der Maßnahme geht es hauptsächlich um Bewerbungen schreiben. Dies kann sie ja nun alleine. Es steht ja so in der Vereinbarung, dass gekündigt werden kann bei Aufnahme einer Tätigkeit. Die Dame von der Maßnahme will sie nur da behalten, da sie sonst angeblich keine Leute mehr hat. allein das widerstrebt mir schon. Ich kenns auch so, dass es das JC bzw. deren Vermittler entscheidet bzw. mit dem LE bespricht. Wir klären es dann einfach mit dem SB, wenn es zu dem Vertrag die Tage kommt.

Danke erstmal.
 

gelibeh

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Die Dame von der Maßnahme will sie nur da behalten, da sie sonst angeblich keine Leute mehr hat.
Dass die dann nicht mehr genügend Leute haben, mit denen die Gelder abgreifen können, kann aber nicht das Problem Deiner Lebensgefährtin sein.
 

amd_user

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So denke ich auch. Hab ihr schon "Redeverbot" gegeben, was solche Themen da angeht. Wenn der Arbeitsvertrag kommt, wird die in der Vereinbarung erwähnte Kündigung verfasst, damit hat sich das für uns hoffentlich erledigt. Weil wenn sie jeden Tag 10-12 Stunden unterwegs ist, durch diese zusätzliche Maßnahme erwähnt, kann es ja sein, dass sie dann den Teilzeitjob gefährdet.

Sie hat ja jetzt 6 Monate Bewerbungstraining gemacht, das sollte reichen. Die meiste Zeit sitzt sie da nur rum und langweilt sich. Dann gibts nur Mathe, Deutsch und Rätselaufgaben. Sowas kann sie auch zuhause.

Ich danke euch für die kurzen Ausführungen
 

amd_user

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Hallo, da bin ich doch noch mal. Der ganze Trott geht nun immer noch weiter. Ist es irgendwie möglich der Dame von der Maßnahme die Zähne zu ziehen, weil nun ist sie laut meiner LG im Hintergrund schon in Kontakt, dass die Maßnahme fortgeführt wird. Trotz des Teilzeit-Jobs. Meine LG wurde auch schon in ihrer Freizeit telefonisch genervt von ihr, nur weil die Dame wissen möchte, ob der Vertrag nun zustande kommt.

Wie kann man da am besten verfahren. Es ist echt nervend. Gibt es da irgendwie rechtliche Möglichkeiten oder Gesetzestexte, um dem, ganzen ein Ende zu setzen?
 

amd_user

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Die Nummer hat sie ihr wohl bei Abschluss gegeben. Aber meine andere frage ist, kann man dem nicht ein Ende setzen, dass die Dame von der Maßnahme nicht über unseren Kopf hinaus was mit der sB abmacht?
 

gelibeh

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Wenn die da mit der SB telefoniert, dagegen kannst Du nichts machen, aber lasst mal die Telefonnummer löschen. Dann hört das Generve schon mal auf. Wenn da irgendetwas verlängert werden soll, muss ja was von der SB kommen. Dann muss man eben dagegen an gehen.
 

amd_user

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OK dann warten wir, was sonst von der SB kommen sollte. Werden das eh kündigen, wenn Vertrag kommen sollte. Dann auch mit der Begründung, dass durch die Doppelbelastung der SV-pflichtige Job gefährdet wäre, bzw. erstmal auf den Paragraphen in der Vereinbarung berufen und dann evtl. so argumentieren.
 

amd_user

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Kann meinen letzten Post irgendwie nicht editieren. Habe die SB heute noch erreicht, sie klang am Telefon ziemlich verständnislos. Aber ich warte eh auf ein Gespräch unter "4 Augen", vorallem wenn der Vertrag mit dem AG kommen sollte. Habe mich auch noch mal schlau gemacht, weil diese Maßnahme ja sinnlos ist, sprich meine LG macht nur Sudoku, Rätsel und Sprichwörter erraten. Somit werden ja keine Kenntnisse vermittelt.

Habe dazu auch ein Gerichtsurteil gefunden, was dieses auch besagt, dass man sanktionsfrei die Maßnahme aufkündigen könnte: Bürgerservice Berlin - Brandenburg

Könnte ich im Härtefall mit diesem Urteil argumentieren? Also wenn JC und MT drauf pochen, dass trotz sv-pflichtigen Job (Teilzeit) die Maßnahme fortgeführt werden soll? Denn sofern wir den Vertrag haben, will ich ja auch die Kündigung fertig machen. Es kann ja sein, dass diese abgelehnt wird und Sanktion angedroht wird.
 

gelibeh

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Hat sich denn die Lebensgefährtin schon mal darüber beschwert? Das wäre das erste was ich machen würde, wenn ich da sinnlos herum sitzen würde. Das natürlich schriftlich und nachweislich an den SB.

Edit: Dann kann man besser mit einer sinnlosen Maßnahme argumentieren, wenn das in der Akte liegt. Vielleicht auch noch an andere Stellen schicken.
 

amd_user

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Nein, das hat sie noch nicht gemacht. Aber danke für den Tipp. Das werden wir morgen gleich in Angriff nehmen. Wollte ja nur erstmal Infos holen, ob man dann mit diesem Urteil dann so argumentieren könnte (wollen ja nur auf Nummer sicher gehen, wenn es hart auf hart kommt). Aber Recht hast du, wenns in der Akte steht, dass das mehr Wirkung hätte. Manchmal sind's die einfachen Dinge.

Edit: Die Maßnahme läuft über diesen Träger: Startseite - bfw - Unternehmen für Bildung
 
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