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Sinnlos Maßnahme bekämpft!

Survival

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#1
Hi @ all,

da bin ich wieder! :D Wo soll ich anfangen? ALso das Spielchen
hat gerade mal ne Stunde gedauert! Es wurde zu allererst
von der Dozentin über die Maßnahme gequatscht.

ZITAT
2 Wochen lang Vollzeit Unterricht (1 PHASE)
4 Wochen lang Teilzeit Unterricht (2 PHASE)
4 Wochen lang Praktikum (3 PHASE)
ENDE DES ZITATES

Mein Beistand saß neben mir, dann kam die Dozentin angedackelt und fragte:
Haben Sie auch eine Einladung? Der Beistand: Nö, habe ich nicht!
Dozentin: Dann dürfen Sie auch nicht hier sein
Beistand: Wieso nicht? Ich möchte hier bleiben.
Dozentin: Hat förmlich mit den Zähnen geknirscht :D
Beistand: Hockt locker, unbeeindruckt da! :D

Dann kam ein LE nach dem anderen reingelaufen und haben sich alle
schön einen Sitzplatz rausgesucht.

Dann bekamen wir 1 "Datenblatt zur Anmeldung" (siehe Anhang)

Danach ist meine alte SB in Begleitung von
anderen 2 Personen (1 Mädchen und 1 Junge) zu dritt erschienen.
Mir schien, als ob das Mädchen vielleicht Ihre Tochter und Ihr
Sohn (oder Praktikant) gewesen sein.

Wie auch immer, die sind da angedackelt und dann hat Sie vor allen
Nochmal die Axt rausgeholt :D und allen mit Sanktionen gedroht, wenn
sie dieser Maßnahme nicht folgeleisten!

Echt der Hammer :D Mit vollem Elan und die armen LE nicken schön brav,
lehnen schon fast förmlich ihren Kopf zur Seite damit die SB alle
nach der Reihe... na ihr wisst schon was :D:D hahaha..

Danach haben sich die 3 Kandidaten verabschiedet und sind anscheinend
gegangen! :D Aber ich wusste, dies kann es noch nicht gewesen sein! :D

Dann ist die Dozentin wieder etwas durch den Raum gedackelt und hat
über jeden sein Datenblatt gespickelt ob auch alle schön artig, alles
ausfüllen und unterzeichen. Dann kam Sie bei mir vorbei und hat gesehen,
dass ich nicht unterzeichnet habe, daraufhin ist Sie (Dozentin) kurz
aus dem Raum gegangen (sicherlich um sich Rat zu holen) und sehe da,

Wen schicken se zu mir? Das kleine Mädchen, was am Anfang mit den Triple
Pack angedackelt kam :D und hat uns beide in den Besprechungsraum geholt.
Jetzt ahnte ich schon was kommen würde:

"Lets geet ready too rumblee!! :D"

5 (SB, Mädchen, junger Mann, Sozialpädagoge und Dozentin) gegen 2 (mich und mein Beistand) :D

Mein Beistand wurde von meinem SB gefragt:
Sind Sie nur heute anwesend oder kommen sie jeden Tag?

Beistand: Jeden Tag!

SB: Dies geht aber nicht!

Beistand: Wieso nicht?

SB: Sie sind hierfür nicht angemeldet.

Beistand: Tja, der LE hier kann hier auch nicht mitmachen!

SB: Wieso nicht?

Beistand: Weil Sie hier nichts unterschreiben wird!

Dozentin: Dann kann der LE hier aber nicht mitmachen!

Beistand: Geben Sie uns das bitte schriftlich!

Dozentin: Ich werde gleich ein Schreiben anfertigen!

Beistand: Ne, lassen se mal, ich habe bereits ein Schreiben angefertigt!
Unterschreiben Sie einfach hier.

Dozentin, hat mein Schreiben mitgenommen hat aber unten noch eine Anmerkung
dazugetextet!

ZITAT

Verweigerung der Unterschrift + Aufnahme

ENDE DES ZITATES

Verweigerung der Untschrift ist ja klar, aber die Aufnahme habe ich nicht verweigert.
Die haben mir doch klipp und klar gesagt, dass ich nicht mitmachen kann und in meinem
Text steht es ja auch noch explizit drin.

Man kann aber darunter auch verstehen, bzw. es so intepretieren, dass die Aufnahme
in diesem Fall durch die verweigerte Unterschrift nicht zustande gekommen ist.
So ist es nämlich auch der Fall, ich weiss nicht was Sie sich dabei gedacht hat, aber naja.


Und danach hat Sie sich 2 Kopien davon gemacht 1 für Ihre Unterlagen und
1 für den SB.

Soooo, das ganze hat ca. ne Stunde gedauert und wir haben uns danach aus
dem Staub gemacht.

Ich lade wie schon erwähnt, die ANWESENHEITSBESTÄTIGUNG und das DATENBLATT
mal hoch!

Was haltet ihr von dem ganzen?
War das soweit ok?

P.s. Vom Sozialgericht ist heute ein Brief mit der Bestätigung angekommen,
Dass mein Verfahren gegen die EGV bearbeitet wird und der Antragsgegner
zur Abgabe einer Stellungnahme und Vorlage der Verwaltungsaktes
aufgefordert wird.



Euer Survival!
 

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#HIV#

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#2
DU hast bereits ein Schreiben dabei gehabt, in dem Stand dass du nicht teilnehmen kannst, weil du die Sachen nicht unterschreiben möchtest? Die Idee an sich ist gut, jedoch kann der Schuss noch gewaltig nach hinten los gehen. Das Jobcenter wird dir damit unterstellen, dass du schon VOR Maßnahmeantritt der Meinung warst da nicht teilnehmen zu müssen. So was muss spontan kommen und nicht nach wie schon 3 Wochen vorher geplant aussehen. Da du das mit dem PC geschrieben hast und der MT sogar eine Kopie davon hat, würde ich mal schauen was da noch auf dich zukommt.

Dein Beistand dürfte rechtlich gesehen an der Maßnahme auch nicht teilnehmen. Vll. am ersten Tag aber doch nicht jeden Tag? Der Maßnahmeträger bekommt ja Geld für seine "Ausbildung". Am ersten Tag ok, aber jeden Tag?
 

Survival

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#3
DU hast bereits ein Schreiben dabei gehabt, in dem Stand dass du nicht teilnehmen kannst, weil du die Sachen nicht unterschreiben möchtest? Die Idee an sich ist gut, jedoch kann der Schuss noch gewaltig nach hinten los gehen. Das Jobcenter wird dir damit unterstellen, dass du schon VOR Maßnahmeantritt der Meinung warst da nicht teilnehmen zu müssen.
Hmmm.. sh*t hast Recht. Aber was solls, fakt ist doch, dass dir mir bestätigt haben, dass ich mit meiner Vermutung, ohne Unterschrift nicht teilnehmen darf und die mich versucht haben zur Unterschrift zu nötigen bestätigt hat! Und wenn ich die Dozentin gelassen hätte etwas für mich anzufertigen, also ein Schreiben, dann hätten die nur so ähnliche Sachen wie dieses gekritzel getextet.

Von wegen : Verweigerung der Unterschrift + Aufnahme

Dies mit der Unterschrift stimmt, aber die Aufnahmen haben die mir verweigert, nicht ich mir selber.
Da glaube ich auch, dass dies von denen ander intepretiert wird. Aber mein Text darüber bügelt das wieder aus, indem glasklar dargestellt wird...

ZITAT
hiermit bestätigen wir MT die Anwesenheit des LE, jedoch kann Le nicht OHNE die Verträge und Datenfreigabe zu unterzeichnen
nicht an dieser Maßnahme teilnehmen.
ENDE DES ZITATES



So was muss spontan kommen und nicht nach wie schon 3 Wochen vorher Geplant aussehen. Da du das mit dem PC geschrieben hast und der MT sogar eine Kopie davon hat, würde ich mal schauen was da noch auf dich zukommt.
Da hast du im Prinzip auch Recht, aber ich bin bei diesem Träger nicht das erste sondern schon das dritte mal vor Ort gewesen und weiss dementsprechend auch wie der Ablauf ist.

Die Planen ja auch alles vorher gut ein, dass die SB mit 2 Beiständen bzw. Zeugen da aufgekreuzt ist, war auch kein Zufall.
Die Planen genau so alles.

Dein Beistand dürfte rechtlich gesehen an der Maßnahme auch nicht teilnehmen. Vll. am ersten Tag aber doch nicht jeden Tag? Der Maßnahmeträger bekommt ja Geld für seine "Ausbildung". Am ersten Tag ok, aber jeden Tag?
Ja diese MT sind Privatunternehmen und können Gebrauch vom Hausrecht machen, müssen es aber nicht. Der Beistand war ziemlich offensiv und hat denen auch geboten die Polizei zu holen wenn die mich nicht ohne Unterschrift teilnehmen lassen.

Dies haben die jedoch abgelehnt.
 

#HIV#

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#4
Da hast du im Prinzip auch Recht, aber ich bin bei diesem Träger nicht das erste sondern schon das dritte mal vor Ort gewesen und weiss dementsprechend auch wie der Ablauf ist.

Die Planen ja auch alles vorher gut ein, dass die SB mit 2 Beiständen bzw. Zeugen da aufgekreuzt ist, war auch kein Zufall.
Die Planen genau so alles.
Ok, diese Information war mir nicht bekannt und ändert dann natürlich auch alles. Wenn du dort schon einmal warst, war dir der Ablauf sehr wohl bekannt. Würde dann auch dein Bereits vorgefertigtes Schreiben erklären. Wenn dein SB auf Sanktionen aus ist, dürftest du dann die Tage ein Anhörungsbogen bekommen, in dem du den Verlauf dann ja noch einmal mitteilen kannst.

Wenn du allerdings Pech hast, wirst du gegen die mögliche Sanktion vor dem Sozialgericht vorgehen müssen. Da bist du hier im Forum für weitere Hilfe aber richtig.
 

Survival

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#5
Ok, diese Information war mir nicht bekannt und ändert dann natürlich auch alles. Wenn du dort schon einmal warst, war dir der Ablauf sehr wohl bekannt. Würde dann auch dein Bereits vorgefertigtes Schreiben erklären. Wenn dein SB auf Sanktionen aus ist, dürftest du dann die Tage ein Anhörungsbogen bekommen, in dem du den Verlauf dann ja noch einmal mitteilen kannst.

Wenn du allerdings Pech hast, wirst du gegen die mögliche Sanktion vor dem Sozialgericht vorgehen müssen. Da bist du hier im Forum für weitere Hilfe aber richtig.

Ich habe bereits eine Klage beim SG am Laufen und habe heute eine Bestätigung bekommen, dass dieser Fall unter dem Aktenzeichen Xy bearbeitet wird und die vom JC nun einen Stellungnahme abgeben müssen.

Ich liebe dieses Forum und alle ELO die der Sanktionspraxis die Stirn bieten. :)

Ich hoffe auf einen erfolgreichen Widerspruch, aber ich fühle mich schon wie ein Gewinner, weil ich denen gezeigt habe, dass die mit mir so etwas nicht machen können und dies gibt mir Kraft.

Selbst wenn die mit der Sanktion durchkommen sollten.

Die meisten LE, die bei sowas noch mitmachen haben kein Wissen über Ihre Rechte oder haben viel zu große Angst vor Sanktionen und dem damit verbundenen Schikanen.

Aber ich beuge mich dieser Praxis nicht mehr! Mir können die damit keine Angst machen, mich mundtot bekommen und in geistige Ketten legen.


HABE NOCH WAS GANZ WICHTIGES VERGESSEN ! !

Die Sachbearbeiterin, welche diese EGV geschrieben hat -> http://www.elo-forum.org/eingliederungsvereinbarung/138297-brauche-hilfe-widerspruch-egv-per-va.html und heute auch anwesend war mit ihren 2 Beiständen hat wort-wörtlich zugegeben, dass sie für mich garnicht zuständig sei.

Wieso kommt nicht meine persönliche SB (die sei angeblich im Urlaub) !
Bringt es etwas, dies im weiteren Widerspruch gegen die eventuell kommende Sanktion zu erwähnen?

Euer Survival
 
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#6
Hallo Survival,

mach Dich nicht fertig wegen der Bescheinigung zum Maßnahmeausschluss!

So wie ich es aus Deiner Schilderung herausgelesen habe;
DEIN Beistand hat weil er sich mit der Materie auskennt diese Bescheinigung vorbereitet und vorgelegt!

DU BIST "UNSCHULDIG"!! :icon_twisted:

AnonNemo
 
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#7
habe mich auch gefragt, ob ein Begleiter permanent bei so einer Maßnahme mit bei sein darf. Im Gegensatz zum freien Markt mit privaten Anbietern kann eine Maßnahme existenzbedrohende Auswirkungen haben, schon allein wenn einem gesagt wird, man würde sich arbeitsverweigernd verhalten. Ab wann will ein MT das entsprechend beurteilen können?
Und schließlich werden auch Berichte vom TN an das JC über mich verfasst, welcher private Kursteilnehmer muss sowas über sich ergehen lassen?

Die Wochenberichtpraxis fürs JC wie bei Tertia ist mir sowieso nicht klar, ob das rechtens ist. Anwesenheitsliste unterschreiben müsste genügen, mMn, alles andere stellt für mich unprofessionellen Nonsens dar, weil von Nicht-Fachperson zu Nicht-Fachperson mit Ziel sanktionieren zu können. Man kann nie wissen welcher Betriebsblinde einen solchen Wochenbericht zu lesen bekommt.

Zum vorgefertigten Brief: finde ich gut :) Survival kann sagen, er habe schon vom Bekannten gehört, wie die Maßnahme-Praxis ist und er habe sich aus dem ihm beängstigend vorkommenden zu erwartenden Ereignissen und Zwangs-Unterschriften vorab vorbeugen wollen. Das müsste den Brief meiner Meinung nach rechtfertigen können.

Die SB brauch sich jetzt auch nicht rausreden, in Maßnahmen zuweisen kann die angeblich nicht-Zuständige auch, dann kann sie die Suppe jetzt auch auslöffeln, am besten den Arbeitsplatz wechseln.

@Survival: gut gemacht, weiter so und ich drücke dir die Daumen :)
 

Charlot

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#8
HABE NOCH WAS GANZ WICHTIGES VERGESSEN ! !

Die Sachbearbeiterin, welche diese EGV geschrieben hat -> http://www.elo-forum.org/eingliederungsvereinbarung/138297-brauche-hilfe-widerspruch-egv-per-va.html und heute auch anwesend war mit ihren 2 Beiständen hat wort-wörtlich zugegeben, dass sie für mich garnicht zuständig sei.

Wieso kommt nicht meine persönliche SB (die sei angeblich im Urlaub) !
Bringt es etwas, dies im weiteren Widerspruch gegen die eventuell kommende Sanktion zu erwähnen?

Euer Survival
Nein, das bringt nichts.
Der Leiter des JC hat einen (oder mehrere) Mitarbeiter geschickt.
Bei so einer Veranstaltung kommen ja viele Elo's aus den unterschiedlichsten Stadtteilen zusammen.
Und es genügt, wenn zumindest eine Person vom JC anwesend ist.
Ansonsten müssten ja 30 oder mehr Sb's da sein.

Aber ansonsten große Klasse :icon_daumen:
 

Survival

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#9
Hallo Survival,

mach Dich nicht fertig wegen der Bescheinigung zum Maßnahmeausschluss!

So wie ich es aus Deiner Schilderung herausgelesen habe;
DEIN Beistand hat weil er sich mit der Materie auskennt diese Bescheinigung vorbereitet und vorgelegt!

DU BIST "UNSCHULDIG"!! :icon_twisted:

AnonNemo
Hmmm... ja du hast Recht er hat mit denen da diskutiert, ich habe kein Wort dazu gesagt, weil ich eher zurückhaltend war.
 

swavolt

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#10
Einfach abwarten.
Der Ball ist jetzt beim JC.

Und das wichtigste - du hast die Maßnahme nicht mehr an der Backe. Nicht weil du nicht wolltest, sondern der Maßnahmeträger will dich nicht. Sanktion praktisch unmöglich.
 

Survival

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#11
.... Im Gegensatz zum freien Markt mit privaten Anbietern kann eine Maßnahme existenzbedrohende Auswirkungen haben, schon allein wenn einem gesagt wird, man würde sich arbeitsverweigernd verhalten.
Genau darum dreht sich das ganze auch: " Wie kann man einen LE am besten sanktionieren? Man nehme eine EGV würze es mit einer sinnlosen Maßnahme und werfe den LE mit in die Suppe und fertig ist das Gericht ala Sanktion :D

Ab wann will ein MT das entsprechend beurteilen können?
Und schließlich werden auch Berichte vom TN an das JC über mich verfasst, welcher private Kursteilnehmer muss sowas über sich ergehen lassen?
Hier wären wir wieder beim Thema Datenschutz angelangt.
Ich kann jedem nur empfehlen einen Antrag auf Datenlöschung beim JC zu stellen.

Zum vorgefertigten Brief: finde ich gut :) Survival kann sagen, er habe schon vom Bekannten gehört, wie die Maßnahme-Praxis ist und er habe sich aus dem ihm beängstigend vorkommenden zu erwartenden Ereignissen und Zwangs-Unterschriften vorab vorbeugen wollen. Das müsste den Brief meiner Meinung nach rechtfertigen können.
Nö, ist garnicht nötig, trotzdem Danke für den Tipp.
Die kenne mich da alle schon und ein anderer Dozent war Anfangs
durch die Tür gelatscht und hatte mich freundlich begrüßt und sagte sinngemäß: " Aaah Hr. xY Sie sind ja schon zum 3´ten mal hier! "

Also mehr braucht man eigentlich nicht dazu zu sagen :D

Die SB brauch sich jetzt auch nicht rausreden, in Maßnahmen zuweisen kann die angeblich nicht-Zuständige auch, dann kann sie die Suppe jetzt auch auslöffeln, am besten den Arbeitsplatz wechseln.
Ach, ich nehme beide SB nicht für voll, die kommen mir manchmal auch ziemlich überfordert vor und machen es sich ganz einfach, in dem se einen einfach wo reinstecken wollen.

Meine jetzige SB soll angeblich im Urlaub sein :D
Naja, die kann mal was erleben wenn die zurück ist, wird sich sicherlich freuen mich wiederzusehen.

@Survival: gut gemacht, weiter so und ich drücke dir die Daumen :)
Danke! :)
 
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#12
voll zu nehmen ist das alles auch nicht.

Bei mir war es so:

SB will mich für eine (von mir gewünschte) Umschulung unterstützen. Vorab "empfiehlt" sie mir eine Maßnahme. Ich will mich positiv präsentieren, stimme zu. Da ich vorab schon von einer anderen Maßnahme wusste, entschied ich mich für diese, obwohl sie noch eine andere Maßnahme im Petto hatte. Ich entschied mich schlichtweg für den am wenigsten aufwändigsten Hinfahrtsweg - über Inhalt und Zeit der unterschiedlichen Maßnahmeträger wusste ich nichts, der SB wird es auch egal gewesen war, sie sagte sofort ok, vermutlich froh, mich überhaupt in eine Maßnahme bekommen zu haben.

Erst hinterher stellte ich fest, dass die eine Maßnahme zwei bis drei Monate hätte gehen sollen und ich mich aus purem Zufall für eine achtwöchige Maßnahme entschied, beim Zufalls-Träger Tertia ;)

Trotz dieses Zufalls und der Entscheidung für die Maßnahme war mir wichtig, meine Grundrechte und Sozialdatenschutz gewahrt zu sehen, heißt: wenn "freiwillig" auf dem ersten Blatt der Maßnahme-Unterlagen steht, dann muss es doch auch freiwillig sein diese zu unterschreiben - diese Frage allein ließ mich beim Arbeitscoach von Tertia in die Schublade querulatorisch einstufen bzw. "unterschreiben oder Sanktion und raus!"

Schon allein dadurch wurde meine anfänglliche Motivation und erst einmal positive Haltung in den Keller gestoßen und im Weiteren Verlauf erhielt ich das Urteil "nicht kooperativ" als Wochenbericht der Tertia ans JC - woraufhin ich einen Termin beim SB erhielt und meine Umschulung ersteinmal als Möglichkeit zurückgestellt wurde! (Vielleicht war es sogar von vornherein eine Farce, nur damit ich gnädig gestimmt werde für die Maßnahme??)

Jedenfalls: als es zur Maßnahme kam ging es bei mir um sofortige Fahrgeld-Erstattung. Daraufhin rief die SB bei einer anderen SB an. Als sie dieser die Frage schilderte und dann meinte, sie hätte gerade "zugewiesen" kicherte sie sogar und fing sich aber gleich wieder als ihr bewusst wurde, dass ich ja noch anwesend bin.
Das Kichern kam mir auch so vor wie: mensch, bin zwar noch nicht lange hier, aber ich habe es geschafft jemand zuzuweisen oder: wo doch alle sich weigern habe ich es geschafft eine oder diese Kundin zuzuweisen.

Nun gut. Fahrgeldausstattung bei Tertia in bar hat jedenfalls super geklappt, also da hatte ich nichts, um mich zu beschweren :)

ach ja: mit der Umschulugn ist mir in der Zwischenzeit schnuppe. Die Art und Weise, wie die SB mit meiner Motivation umging ist echt unter aller Sau. Ich fing schon an, mich für das Umschulungsthema vorzubereiten, ist auch ein Maßnahmeträger - aber dann das Gezerre zwischen Jobcenter, Arbeitscoach / Tertia - und schließlich meldete sich auch noch die Umschulungseinrichtung; diese interessierte sich widerum nicht für die Zwickmühle in der ich mich gerade befinde, die wollten nur ihrerseits wissen, wo ich denn die Maßnahme gerade mache und wann sie Bescheid erhielten, ob ich denn nun dabei bin oder nicht :/
 
E

ExitUser

Gast
#13
nochmal ach ja: bei Tertia sind einige Mitarbeiter aus anderen Maßnahmeträger-Einrichtungen beschäftigt. Es wurde mir auf Rückfrage ;) mitgeteilt, dass diese ehemaligen M-Träger-"Filialen" geschlossen werden mussten, da die Kunden bzw. der Umsatz ausblieb!!!

Widerstand bei Maßnahmen bringt also doch etwas?? ;)

Ich fragte, worauf die Schließungen zurückzuführen sind: Antwort, das hinge von den Leistungsträgern ab, also Rentenstelle, Arbeitsamt, Jobcenter ....

Ich meinte: ja, vielleicht gibt es einfach nur mehr Widerstand seitens der Kunden des JC?

:)
 

#HIV#

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#14
@Universalgenie

Ich glaube die meisten haben bis heute nicht verstanden, dass es so genannte "Bewerbungstrainings" nicht für Luft und Liebe gibt, sondern dass dort gut und gerne auch mal bis zu 3.000€ pro Erwerbslosen gezahlt werden. Es ist absolut nicht nachvollziehbar, wieso die Erwerbslosen mit monatlich 391€ abgespeißt werden, für solche Absolut Verblödeten Maßnahmen aber gut und gerne mal 3.000€ locker gemacht werden.

So lange der Staat solche Unsummen für Firmen welche nur auf Ab zocken aus sind ausgeben kann, solange muss sich keiner Fragen ob die 391€ monatlich zu viel sind.
 

saurbier

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#15
Hallo #HIV#,

vielleicht sind dir manche Umstände nicht bekannt.

Bei der BA sitzen nun mal Gewerkschaftler in der Arbeitnehmervertretung (damals mal Engelen-Kefer) und die betreiben Mehrheitlich die Umschulungszentren ala DGB etc.. Die versorgen sich also selbst mit einer guten Einnahmequelle, weil eben selbst an der Quelle sitzend.

Dazu kommen dann auch noch ehemalige gewiefte Mitarbeiter der Agenturen, welche rechtzeitig erkannt haben wie man mit geringem Aufwand viel Geld aus dem System ziehen kann, eben dank unsinniger Massnahmen die eh keiner kontrolliert.

Bei all den Schulungsmassnahmen gibt es eben keine Qualitätskontrolle, nur deshalb funktioniert das Geschäft so gut.

Wenn ich einem Bankräuber die Bewachung einer Bank anvertraue, dann muss ich mich nicht wundern wenn die Bank ausgeraubt wird. Das selbe haben wir hier, wo Gewerkschaftsfunktionäre die Mittelvergabe überwachen sollen, welche gleichzeitig entsprechende Schulungscentren betreiben.

Die ganze Perversität war aber schon im Fernsehen zu verfolgen.

Und was interessiert sich Frau Nahles (Bundesarbeitsministerin) schon dafür, was die Parteifreunde so alles hinter ihrem Rücken treiben.

Man könnte auch fragen, wer von den Betroffenen sich für das System Interessiert und im Rahmen einer Klage das System Fordern und Fördern mal tiefgründig hinterfragt, z.B. wo das Qualitätsmanagment ist das die Erfolgsaussichten bei z.B. mehrmaligen VA´s für Bewerbungstrainings belegt. immerhin werden hier Steuergelder ausgegeben.


Gruss saurbier
 

Survival

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#17
Erst hinterher stellte ich fest, dass die eine Maßnahme zwei bis drei Monate hätte gehen sollen und ich mich aus purem Zufall für eine achtwöchige Maßnahme entschied, beim Zufalls-Träger Tertia ;)
Dies ging ja mal gut! :)

Trotz dieses Zufalls und der Entscheidung für die Maßnahme war mir wichtig, meine Grundrechte und Sozialdatenschutz gewahrt zu sehen, heißt: wenn "freiwillig" auf dem ersten Blatt der Maßnahme-Unterlagen steht, dann muss es doch auch freiwillig sein diese zu unterschreiben - diese Frage allein ließ mich beim Arbeitscoach von Tertia in die Schublade querulatorisch einstufen bzw. "unterschreiben oder Sanktion und raus!"
Ja, so versuchen die einen immer darzustellen, wenn man nicht nach deren Pfeife tanzt!

Schon allein dadurch wurde meine anfänglliche Motivation und erst einmal positive Haltung in den Keller gestoßen und im Weiteren Verlauf erhielt ich das Urteil "nicht kooperativ" als Wochenbericht der Tertia ans JC
Hmpf... ging mir genau so! So etwas raubt einem wirklich jegliche Motivation! URTEIL nicht koperativ? Und wie lautet das URTEIL derer die einen versuchen zur Unterschrift zu nötigen?
Uuuuh die berüchtigten Wochenberichte :D damit wollen die einen auch nur einschüchtern und Angst machen!

Über so etwas kann ich wirklich nur noch den Kopf schütteln!
Geht wirklich zu wie im Kindergarten, oder in der Schule. Wenn der Schüler frech war, gabs einen Eintrag ins "rote Klassenbuch" oder wie der Käse hies.

- woraufhin ich einen Termin beim SB erhielt und meine Umschulung ersteinmal als Möglichkeit zurückgestellt wurde! (Vielleicht war es sogar von vornherein eine Farce, nur damit ich gnädig gestimmt werde für die Maßnahme??)
Was meinst du mit gnädig gestimmt, so nach dem Motto:

Ne kurze Verschnaufspause? Oder haben die eingesehen, dass se dich nicht so einfach an die Kette bekommen und wollen sich ne neue Strategie überlegen?

Jedenfalls: als es zur Maßnahme kam ging es bei mir um sofortige Fahrgeld-Erstattung. Daraufhin rief die SB bei einer anderen SB an. Als sie dieser die Frage schilderte und dann meinte, sie hätte gerade "zugewiesen" kicherte sie sogar und fing sich aber gleich wieder als ihr bewusst wurde, dass ich ja noch anwesend bin.

Das Kichern kam mir auch so vor wie: mensch, bin zwar noch nicht lange hier, aber ich habe es geschafft jemand zuzuweisen oder: wo doch alle sich weigern habe ich es geschafft eine oder diese Kundin zuzuweisen.
Ouw Backe, was für ein Kindergarten, ja dies würde ich mir auch darunter vorstellen können. Die wurde sicherlich sehr gelobt:

"SB 1 : Suuuuuper gemacht SB 2, immer weiter so! Du wirst es noch sehr weit bringen! Du hast diesen LE endlich mal für ne kurze Zeit vom Hals, lehn dich zurück, nimm dir etwas Urlaub wenn du magst, duuuu hast es dir verdient!

SB 2 : Ja, ..... hihihhiihihh... ich bin kluch, .. ich habs geschafft!"


Nun gut. Fahrgeldausstattung bei Tertia in bar hat jedenfalls super geklappt, also da hatte ich nichts, um mich zu beschweren :)
Na ihmmerhin etwas! :D

ach ja: mit der Umschulugn ist mir in der Zwischenzeit schnuppe. Die Art und Weise, wie die SB mit meiner Motivation umging ist echt unter aller Sau. Ich fing schon an, mich für das Umschulungsthema vorzubereiten, ist auch ein Maßnahmeträger - aber dann das Gezerre zwischen Jobcenter, Arbeitscoach / Tertia - und schließlich meldete sich auch noch die Umschulungseinrichtung; diese interessierte sich widerum nicht für die Zwickmühle in der ich mich gerade befinde, die wollten nur ihrerseits wissen, wo ich denn die Maßnahme gerade mache und wann sie Bescheid erhielten, ob ich denn nun dabei bin oder nicht :/
Jaa dieses Gezerre ist wegen den heissbegehrten Prämien vorhanden, der LE ist für die ganzen Einrichtungen nichts weiter als ne Zahl bzw. Ware welche von wirtschaftlichem Nutzen sein soll, was im ersten Anbetracht auch gut klingt und ist, aber dabei verliert man ganz aus den Augen was der LE will und für ihn wichtig ist.
 

Survival

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#18
@Universalgenie

Ich glaube die meisten haben bis heute nicht verstanden, dass es so genannte "Bewerbungstrainings" nicht für Luft und Liebe gibt, sondern dass dort gut und gerne auch mal bis zu 3.000€ pro Erwerbslosen gezahlt werden. Es ist absolut nicht nachvollziehbar, wieso die Erwerbslosen mit monatlich 391€ abgespeißt werden, für solche Absolut Verblödeten Maßnahmen aber gut und gerne mal 3.000€ locker gemacht werden.
So etwas fasziniert mich auch immer wieder aufs neue!

So lange der Staat solche Unsummen für Firmen welche nur auf Ab zocken aus sind ausgeben kann, solange muss sich keiner Fragen ob die 391€ monatlich zu viel sind.
Jupp, so siehts aus!
 
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#19
@survival: mit gnädig gestimmt meinte ich, dass ich nicht gegen die Zuweisung für eine Maßnahme war, also Verwaltungsakt, Widerspruch usw.
 

Survival

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#20
SCHREIBEN vom SG erhalten, mit BITTE um STELLUNGNAHME!

SCHREIBEN vom SG erhalten, mit BITTE um STELLUNGNAHME!

Ich habe die Maßnahme soweit unbeschadet überwunden.


:icon_party::icon_party:! ! ! KEINE SANKTION ! ! ! :icon_party::icon_party:


Nun fordert das SG noch eine Stellungnahme, wie soll ich diese am besten formulieren?

Ich danke euch allen! :danke:

Hier die beiden Schreiben! Schaut se euch an.

Euer Survival! :icon_stern:
 

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swavolt

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#21
Ja gab es ausser der Maßnahme noch andere Kritikpunkte?
Oder kannst du so mit der EGV/VA leben.
 

Survival

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#23
Ja gab es ausser der Maßnahme noch andere Kritikpunkte?
Oder kannst du so mit der EGV/VA leben.

Ja, solange ich nicht sanktioniert werde kann ich sehr wohl damit leben ;)

Ich bin im Grunde nich so streitsüchtig im Umgang mit dem JC, aber wenn die mir mit Drohungen kommen, dann wehre ich mich.
 

Floppist

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#24
Hallo Survival.

Freut mich dass es für dich erstmal so gut ausgegangen ist :)

Bei mir steht demnächst auch ein Bewerbungstraining an. Dein Thread regt mich jetzt aber irgendwie dazu an, am Tag 1 auch nichts zu unterschreiben beim MT. Zumal ich auch ehrlich gesagt keinen Grund sehe bei einem Dritten etwas zu unterschreiben, da meine Teilnahme bereits in der EGV geregelt ist (Beginn, Ende, Inhalt der Maßnahme und Anzahl der Stunden) und ich ja sogesehen schon einen Vertrag habe mit dem JobCenter. Außerdem verweigere ich ja nicht die Teilnahme, sondern nur die Unterschrift. Meinem Termin bzw. der Teilnahme am "Beginn" der Maßnahme würde ich ja pflichtgemäß und pünktlich nachkommen.

Außerdem habe ich einen sehr guten und netten Anwalt, der mich schon mehrfach erfolgreich vertreten hat vor dem JobCenter (auch schon nach abgeschmetterten Widersprüchen).

Der Schlimmste Fall wäre halt eine Sanktion, womit ich aber zur Not auch noch leben könnte (aufgrund von Rücklagen, innerhalb der gesetzlich festgelegten Höhe).

Aber ich frage mich: was bringt dann die Zukunft? Das JobCenter kann doch so oft Maßnahmen "vorschlagen" wie es lustig ist, oder wie sieht das aus? Oder sehen die Teamleiter/Fallmanager dann davon ab mit der Befürchtung dass der "Kunde" wieder rechtlich Stress machen könnte? Hat damit hier schon jemand Erfahrungen?
 

Survival

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#25
@Floppist

Nimm dir auf jeden Fall zum 1. Tag des Bewerbungstrainings einen Beistand mit! Dieser soll erstmal so tun als wär er ein Teilnehmer, allein wegen dem Beistand holen die dich und deinen Beistand in ein extra Zimmer und dort kannste die Axt rausholen :biggrin:
Der Beistand sollte erwähnen, dass er die ganze Zeit mit beim Kurs sitzen will. Das passt dem MT nicht und deswegen wollen die dich auch nicht.

LG
 

Survival

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#26
Außerdem habe ich einen sehr guten und netten Anwalt, der mich schon mehrfach erfolgreich vertreten hat vor dem JobCenter (auch schon nach abgeschmetterten Widersprüchen).
Dies finde ich ja toll :) ich wünschte, dass ich auch so einen Anwalt finden würde.

Aber ich frage mich: was bringt dann die Zukunft? Das JobCenter kann doch so oft Maßnahmen "vorschlagen" wie es lustig ist, oder wie sieht das aus? Oder sehen die Teamleiter/Fallmanager dann davon ab mit der Befürchtung dass der "Kunde" wieder rechtlich Stress machen könnte? Hat damit hier schon jemand Erfahrungen?
Naja, kommt immer drauf an, mit einem LE der schon mindestens 1-2 mal bei so einem Kurs war, werden die es sich mehrmals überlegen ob die ihn da nochmals reinstecken.

Natürlich ist ein noch viel wichtigerer Punkt der, dass der wehrlose LE öfter attackiert wird. Dieser ist eine viel leichtere Beute welche sanktioniert werden kann.
 

Survival

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#27
@Floppist

Der Beistand sollte erwähnen, dass er die ganze Zeit mit beim Kurs sitzen will.
LG
Der Beistand sollte dies natürlich etwas geschickt anstellen, also sehr interessiert tun, als würde er drauf brennen da mitzumachen. Der Beistand unterschreibt natürlich auch nichts, von dem können die es weniger verlangen.

Der Beistand zählt zusätzlich noch als Zeuge, falls die dir aus der ganzen Sache einen Strick drehen wollen ;)
Und die passen zusätzlich viel mehr auf ihre Aussagen auf und können dich nicht mit leerem Gerede unter Druck setzen.

Vonwegen:
"Sie müssen... unterschreiben, Sie dürfen nicht.... dies das.. blablabla"
 

Floppist

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#28
Dies finde ich ja toll :) ich wünschte, dass ich auch so einen Anwalt finden würde.
So schwer ist das gar nicht. Anwälte die sich auf Sozialrecht bzw. auf das SGB II spezialisiert haben gibt es einige. Ist ja auch ein blühendes Geschäft...

Naja, kommt immer drauf an, mit einem LE der schon mindestens 1-2 mal bei so einem Kurs war, werden die es sich mehrmals überlegen ob die ihn da nochmals reinstecken.
Das witzige ist dass ich von meiner Qualifikation her solch eine Maßnahme eigentlich nicht brauche. Meine Unterlagen sind auch top. Die wurden erst bei meiner letzten Weiterbildung überarbeitet. Und das auch nur minimal, weil es halt nix dran auszusetzen gab. Mal davon abgesehen dass es "die richtige" oder "die perfekte" Bewerbungsmappe sowieso nicht gibt.

Natürlich ist ein noch viel wichtigerer Punkt der, dass der wehrlose LE öfter attackiert wird. Dieser ist eine viel leichtere Beute welche sanktioniert werden kann.
Ich muss sagen dass ich bislang keine großen Probleme hatte mit dem Jobcenter. Ich war zwar schon ein paar mal beim Anwalt wegen dem Jobcenter, aber das würde ich nicht als Ärger oder Schikanen bezeichnen. Das waren halt rein rechtliche Sachen (Fehler seitens des Jobcenters), ohne dass ich da mit Fallmanagern persönlich Probleme hatte. Bis jetzt hatte ich immer recht nette Fallmanager. Zum Glück.

Auch bei der jetzigen Maßnahme gab es keinen Ärger mit meinem Fallmanager. Der "Vorschlag" wurde mir freundlich unterbreitet, und ich habe mich da jetzt auch nicht groß gegen gesträubt. Das einzige was mich nervt an der Maßnahme sind die Schergen die für die Vermittlung in die Zeitarbeit sorgen werden. Wäre das nicht der Fall, und würde es sich nur um Abgammeln vor dem PC handeln, und darum handeln Bewerbungen zu schreiben und zu verschicken, würde ich das ganz locker absitzen. Aber von einer ZAF zur anderen geschickt zu werden - nein Danke. Ich habe mit ZAF nur schlechte Erfahrungen gemacht in meinem Leben. Und langfristig bringt ZA sowieso nichts. Weder im Geldbeutel, noch für die Rente später.

Also einen Rechtsbeistand habe ich nicht. Mein Bekanntenkreis ist auch relativ überschaubar (lebe gewollt ziemlich zurückgezogen). Aber ich denke dass ich das alleine auch gut hinbekomme. Wenn man deutlich macht dass man hier und jetzt nichts unterschreiben wird, ist die Sache dann für den MT doch sowieso erledigt. Gezwungen werden kann man dazu nicht, auch nicht unter Androhung einer Sanktion. Soweit ich weiß gibt es auch keine Rechtsgrundlage die mich verpflichtet außer beim Jobcenter noch was bei Dritten zu unterschreiben. Wobei ja nichtmal eine EGV unterschrieben werden "muss".

Mal sehen wie es ausgeht. Ich werde Euch darüber berichten...
 

Survival

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#29
So schwer ist das gar nicht. Anwälte die sich auf Sozialrecht bzw. auf das SGB II spezialisiert haben gibt es einige. Ist ja auch ein blühendes Geschäft...
Hmm... ich werde mich mal nach einem umsehen :)


Das witzige ist dass ich von meiner Qualifikation her solch eine Maßnahme eigentlich nicht brauche. Meine Unterlagen sind auch top. Die wurden erst bei meiner letzten Weiterbildung überarbeitet. Und das auch nur minimal, weil es halt nix dran auszusetzen gab. Mal davon abgesehen dass es "die richtige" oder "die perfekte" Bewerbungsmappe sowieso nicht gibt.
Meine wurden bei der letzten Weiterbildung ebenfalls nur minimal überarbeitet =) Und ja, "die perfekte" Bewerbungsmappe gibt es nicht! Hierbei geht es denen nur darum einen wie schon der Titel sagt:" In eine sinnlose Maßnahme zu stecken ! "

Wobei wohl angemerkt sei, dass es lediglich für den LE sinnlos erscheint und ist, aber jedoch für das JC und den MT schon ziemlich lukrativ ist.

Ich muss sagen dass ich bislang keine großen Probleme hatte mit dem Jobcenter. Ich war zwar schon ein paar mal beim Anwalt wegen dem Jobcenter, aber das würde ich nicht als Ärger oder Schikanen bezeichnen. Das waren halt rein rechtliche Sachen (Fehler seitens des Jobcenters), ohne dass ich da mit Fallmanagern persönlich Probleme hatte. Bis jetzt hatte ich immer recht nette Fallmanager. Zum Glück.
Da biste ja ein ziemlicher lockerer Typ, Hut ab! :)
Ich wünschte ich könnte das ganze auch so locker sehen ;)

.... Das einzige was mich nervt an der Maßnahme sind die Schergen die für die Vermittlung in die Zeitarbeit sorgen werden.... Aber von einer ZAF zur anderen geschickt zu werden - nein Danke.
Willkommen auf dem Sklavenmarkt :D

Ich habe mit ZAF nur schlechte Erfahrungen gemacht in meinem Leben. Und langfristig bringt ZA sowieso nichts. Weder im Geldbeutel, noch für die Rente später.
So iss es!

Also einen Rechtsbeistand habe ich nicht. Mein Bekanntenkreis ist auch relativ überschaubar (lebe gewollt ziemlich zurückgezogen). Aber ich denke dass ich das alleine auch gut hinbekomme.
Na dann drück ich dir mal die Daumen! Das packst du schon!

Wenn man deutlich macht dass man hier und jetzt nichts unterschreiben wird, ist die Sache dann für den MT doch sowieso erledigt. Gezwungen werden kann man dazu nicht, auch nicht unter Androhung einer Sanktion
Jaa so ist das und dieses Wissen haben viele Teilnehmer nicht und lassen das ganze über sich ergehen, was glaubste wieso die mich in einen seperaten Raum verschleppt haben um die Sache zu klären? :D Die anderen sollen ja schön weiter schlafen und nichts mitbekommen!

Soweit ich weiß gibt es auch keine Rechtsgrundlage die mich verpflichtet außer beim Jobcenter noch was bei Dritten zu unterschreiben. Wobei ja nichtmal eine EGV unterschrieben werden "muss".
Jupp und dies ist der Knackpunkt! Ich wundere mich sowieso, obwohl ich schon so lange keine EGV mehr unterschreibe bzw. unterschrieben habe, weshalb dies es trotzdem versucht haben von mir eine Unterschrift zu bekommen :D Vielleicht haben die gedacht, dass ich mit der Zeit weich geworden wäre :D

Mal sehen wie es ausgeht. Ich werde Euch darüber berichten...
Alles klar! Halt die Ohren steif! ;)
 

Floppist

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#30
Hmm... ich werde mich mal nach einem umsehen :)
Wenn du das nächste mal Ärger hast mit dem Jobcenter, einfach einen Beratungsschein beim Amtsgericht holen (kostet glaube ich 10 Euro wenn ich das richtig in Erinnerung habe), und dann hast du freie Wahl. Die Kosten trägt ja das Jobcenter. Einfach einen Fachanwalt für's SGB II raussuchen. Die wollen ja auch Geld verdienen :biggrin:

Wobei wohl angemerkt sei, dass es lediglich für den LE sinnlos erscheint und ist, aber jedoch für das JC und den MT schon ziemlich lukrativ ist.
Ja. Die Bundesagentur kann ihre Statistiken aufpolieren, und die MT und Vermittler ziehen sich die Prämien rein. Und das obwohl inzwischen jeder weiß wie es läuft und dass dieses betreute bewerben in den meisten Fällen in die hohle Hand ge*******n ist.

Da biste ja ein ziemlicher lockerer Typ, Hut ab! :)
Ich wünschte ich könnte das ganze auch so locker sehen ;)
Naja, ich sehe das wie eine Art "Spiel". Beide Teilnehmer, Jobcenter und "Kunde", haben ihre Ziele, und können dabei das Recht nutzen. Jeder muss halt gucken dass er das für sich mögliche dabei rausholt solange eine Abhängigkeit zwischen Jobcenter und Arbeitslosem besteht.

Willkommen auf dem Sklavenmarkt :D
:icon_frown: Mit diesem Mist habe ich leider schon Ende der 90er Bekanntschaft gemacht :biggrin:

Na dann drück ich dir mal die Daumen! Das packst du schon!
Danke.

Jaa so ist das und dieses Wissen haben viele Teilnehmer nicht und lassen das ganze über sich ergehen, was glaubste wieso die mich in einen separaten Raum verschleppt haben um die Sache zu klären? :D Die anderen sollen ja schön weiter schlafen und nichts mitbekommen!
Mich werden sie bestimmt auch "abführen". Aber wie gesagt, für mich ist das eher ein Spiel. Ich bleibe immer ruhig und höflich. Das ist die beste "Waffe" wenn man so will. So bleibt die andere Person auch immer nett und es artet nicht aus :biggrin:

Jupp und dies ist der Knackpunkt! Ich wundere mich sowieso, obwohl ich schon so lange keine EGV mehr unterschreibe bzw. unterschrieben habe, weshalb dies es trotzdem versucht haben von mir eine Unterschrift zu bekommen :D Vielleicht haben die gedacht, dass ich mit der Zeit weich geworden wäre :D
Ich habe bislang alle EGVs unterschrieben. Lag aber daran, weil ich bislang nie was auszusetzen hatte. Eine bestimme Anzahl an Bewerbungen im Monat vorweisen ist ja noch nichts dramatisches. Dumm wird es erst bei einer dieser Sinnlosmaßnahmen oder irgendwelche Weiterbildungen die man sich nicht selbst ausgesucht hat...
 

teddybear

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#31
... zum Wohle der anderen Teilnehmer aus der Maßnahme entfernt....
Zum Wohle der Teilnehmer oder zum Wohle der Hartz IV Maffia?

Wohl Letzteres, denn ich kann mir kaum vorstellen, dass da auch nur ein Teilnehmer freiwillig zu solch einer Schwachfugsveranstalltung hingeht.

Ohne den sozialfaschistischen Sanktionsknüppel würde man doch nicht einmal im Alptraum darauf kommen, so einen sinnlosen Schwachfug auf Steuerzahlers Kosten mitzumachen.

Was bekommen eigentlich diese Sachbearbeiter, wenn sie ihre Opfer zu solchen Maßnahmen hin peitschen? Ein Messerset von Zwilling? Ne Bratpfanne von Skil? Oder gar einen kostenlosen Urlaub auf Malle inkl. Bunga Bunga!
 

Survival

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#32
Erneute Bitte um Stellungnahme!

http://www.elo-forum.org/weiterbild...-sinnlos-massnahme-bekaempft.html#post1750721

Ich habe heute ein neues Schreiben erhalten mit dem folgenden Inhalt:

ZITAT

Sehr geehrt.... blabla,

die Pflicht zur Teilnahme wurde am xx.xx.xxxx erlassen.
Von Sanktionen hat der Antragsgegner abgesehen.

Soweit Sie sich noch gegen die EGV richten, ist eine Eilbedürftigkeit nicht ersichtlich. Darüber hinaus ist diese - nach summerischer Überprüfung - nicht rechtswidrig.

Deshalb rege ich erneut die Rücknahme des Antrags auf einstweiligen Rechtsschutz an und bitte um Stellungnahme bis 14.10.2014.

Andernfalls bitte ich zum selben Zeitpunkt um Darlegung weiterer Gründe, weshalb am Antrag festgehalten wird.

MfG

Sozialgericht


ENDE DES ZITATES

1. Soll ich meinen Antrag zurücknehmen?
2. Können die vom JC mich dann immer noch sanktionieren?
 

swavolt

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#35
Gross sanktionwürdiges ist nicht mehr im EGV/VA.
5 Bewerbungen im Monat, vorzulegen bei den Gesprächsterminen.
Bewerbungskosten weiss ich nicht wie du das haben möchtest. Hier müßtest du Quittungen sammeln und mittels Vermittlungsbudgetförderungsantrag abrechnen.
Du schreibst aber noch dazu das die Geltungsdauer nur etwas mehr wie 3 Monate sind. Damit wär der zu kippen.
Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen urteilte im Beschluss L 7 AS 836/13 B vom 17.10.2013:
Es ist nicht zu erkennen, dass der Grundsicherungsträger die Geltungsdauer eines ersetzenden Verwaltungsaktes ohne Bindung an die Vorgabe des Satzes 3 nach freiem Ermessen festlegen können sollte (BSG, Urteil vom 14.02.2013, B 14 AS 195/11 R). Nach § 15 Abs. 1 Satz 3 SGB II soll die Eingliederungsvereinbarung für sechs Monate geschlossen werden. Aufgrund des Verhältnisses der Regelungen in Satz 1 und 2 des § 15 Abs. 1 SGB II zu Satz 6 dieser Vorschrift gilt dies auch für den die Eingliederungsvereinbarung ersetzenden Verwaltungsakt. Bei der Entscheidung über die Geltungsdauer in das Ermessen des Grundsicherungsträgers danach gebunden. Für den Regelfall sieht der Gesetzgeber sechs Monate als angemessen an. Dieser Zeitraum entspricht dem Bewilligungszeitraum für Leistungen nach dem SGB II gemäß § 41 Abs. 1 Satz 2 SGB II. Nach Satz 4 des § 15 Abs. 1 SGB II "soll" nach Ablauf von sechs Monaten eine neue Eingliederungsvereinbarung abgeschlossen werden.
Zitatende
 
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