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Sinn und Zweck von ZA-Veranstaltungen

franzi

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#1
Ihr Lieben,
ich möchte euch auf etwas aufmerksam machen, was mir heute passiert ist. (Viele werden es bestimmt schon wissen, aber ich sage es trotzdem nochmal):

Veranstaltungen, in die ZA-Firmen involviert sind (in welcher Form auch immer), dienen nicht der Akquirierung von Mitarbeiterin, sondern der Akquirierung von Sanktionsgründen.

Daher gilt: äußerste Vorsicht, wenn man zu so einer Veranstaltung hin muss oder sich bei solchen Stellen bewerben muss.

Alles, was man sagt oder tut, kann gegen einen verwendet werden und wird umgehend weiter geleitet bzw. gemeldet!

Die Gründe: angebliches Fehlverhalten (wenn man z. B. eine kritische Frage stellt), fehlerhafte oder ungenügende Bewerbungsunterlagen, unzureichend ausgefüllter Bewerbungsbogen etc.
Bei Bewerbungen unbedingt immer den Nachweis aufbewahren, dass man sich beworben hat! Ansonsten heißt es: "Wir haben nichts erhalten". Ergo: Sanktion.

Mit der Methode werden auch die "hartnäckig-resistenten Kunden" zu Fall gebracht.
 
E

ExitUser

Gast
#2
Mit der Methode werden auch die "hartnäckig-resistenten Kunden" zu Fall gebracht.
Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann lässt man sich eben einstellen, und zieht danach alle Register.
Damit meine ich, bei der kleinsten Unregelmäßigkeit sofort zum Arbeitsgericht.
 

PingPong

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#3
Ich hatte vor kurzem eine Einladung zu einer Informations-Veranstaltung/Job-Messe/ZA, und am gleichen Tag hat sich ein Termin für ein Vorstellungsgespräch ergeben.

Habe umgehend SB schriftlich mitgeteilt, das ich ein Vorstellungsgespräch habe, und nicht an der Informations-Veranstaltung teilnehmen kann.

Der SB hat meine Aussage vermutlich in Frage gestellt, und mich aufgefordert binnen 3 Werktagen eine Bescheinigung/Beglaubigung beim Unternehmen einzuholen, das das Gespräch stattgefunden hat.

Selbstverständlich hat das Unternehmen die Bescheinigung ausgestellt, allerdings kam es danach zu keinem ersten Arbeitstag mehr....
:icon_cry:

Ich musste wegen der knappen Frist persönlich in der Firma vorbeifahren, und fühlte mich wie ein Oberdepp.
Außerdem konnte ich spüren, das der zukünftige potentielle Arbeitgeber nicht erfreut war.

Obwohl ein erster Arbeitstag unter Vorbehalt ausgemacht war, wurde dieser nicht bestätigt, ich gehe davon aus, das die Erbringung der Bescheinigung
der Auslöser war.
:icon_motz:

Hier wurde maßgeblich nicht Gefördert, und das Geforderte war für die :icon_tonne:
 

franzi

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#4
Ich habe heute am eigenen Leib erleben dürfen, dass man mit aller Gewalt versucht, Menschen, die schon länger im Leistungsbezug stehen, mit dieser Methode zu eliminieren - koste es, was es wolle!

Das betrifft also jene, die in der Gruppe der Bestandskunden sind, die kaum noch vermittelbar sind (aus welchen Gründen auch immer).

Jede kleinste Verfehlung wird so aufgebauscht, dass es sanktionierfähig wird.

Wir dürfen uns auf noch härtere Zeiten einstellen.
 

Charlot

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#5
Den Eindruck habe ich auch gewonnen.
Es ist nicht entscheidend, ob man sich bewirbt.
Sondern es wird nach kleinsten Fehlern geschaut, die man sanktionieren könnte.
 

gelibeh

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#6
Die Gründe: angebliches Fehlverhalten (wenn man z. B. eine kritische Frage stellt), fehlerhafte oder ungenügende Bewerbungsunterlagen, unzureichend ausgefüllter Bewerbungsbogen etc.
Wo warst Du denn? Bist Du mit dem §59 und §309 irgendwohin eingeladen worden? Und dort waren ZAFs anwesend?
Erstens ist das fraglich, ob man mit den Paragrafen zu irgendwelchen ZA-Veranstaltungen einladen darf.

Unzureichende Bewerbungsunterlagen können nur bei eine ganz konkreten schriftlichen VV zum Tragen kommen.
Meiner Meinung nach wird da eine Drohkulisse aufgebaut, die rechtlich nicht haltbar ist. Aber so bekommt man Panik und lässt alles mit sich machen.
 

PingPong

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#7
Den Eindruck habe ich auch gewonnen.
Es ist nicht entscheidend, ob man sich bewirbt.
Sondern es wird nach kleinsten Fehlern geschaut, die man sanktionieren könnte.
Du meinst z.B. sehr knappe Fristen zum Erbringen der Bescheinigung wie in meinem Fall?
:icon_confused:
 

Charlot

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#8
Du meinst z.B. sehr knappe Fristen zum Erbringen der Bescheinigung wie in meinem Fall?
:icon_confused:
Die Bescheinigung kann nur der Arbeitgeber ausstellen und nicht Du.
Also sollte das JC dem Ag eine Frist setzen, nicht Dir.
 

PingPong

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#9
Die Bescheinigung kann nur der Arbeitgeber ausstellen und nicht Du.
Also sollte das JC dem Ag eine Frist setzen, nicht Dir.
:danke:


Das berücksichtige ich das nächste Mal, wenn SB wieder Druck machen sollte!
 

franzi

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#10
Wo warst Du denn? Bist Du mit dem §59 und §309 irgendwohin eingeladen worden? Und dort waren ZAFs anwesend?
Erstens ist das fraglich, ob man mit den Paragrafen zu irgendwelchen ZA-Veranstaltungen einladen darf.

Unzureichende Bewerbungsunterlagen können nur bei eine ganz konkreten schriftlichen VV zum Tragen kommen.
Meiner Meinung nach wird da eine Drohkulisse aufgebaut, die rechtlich nicht haltbar ist. Aber so bekommt man Panik und lässt alles mit sich machen.
Ich war bei einer (bzw. schon bei mehreren Jobbörsen), die innerhalb des Jobcenters stattfinden, wo immer auch eine oder mehrere ZA-Vertreter anwesend sind, wo man angewiesen wird, sich dort zu bewerben.

Das "Vorstellungsgespräch" hat dann direkt mit dem Mitarbeiter der ZA-abzulaufen. Das ist kein separater Raum, sondern direkt im gleichen Raum der Veranstaltung.

Es wird kontrolliert, wie man sich gibt, was man sagt etc.

Vorab weiß man nicht, dass man ein Vorstellungsgespräch haben wird, man kann sich also in keiner Weise darauf vorbereiten (auch äußerlich nicht). Man erscheint in Alltagskleidung und weiß auch vorher nicht, um welche Stelle es sich handelt. Man kann sich vorab nicht über das Unternehmen informieren oder über die Tätigkeit.
 

franzi

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#11
Den Eindruck habe ich auch gewonnen.
Es ist nicht entscheidend, ob man sich bewirbt.
Sondern es wird nach kleinsten Fehlern geschaut, die man sanktionieren könnte.
Richtig. Es ist auch fraglich, ob die genannten Stellen überhaupt existieren.
Das ist auch zweitrangig. Es wird einfach eine Bewerbungs-Situation inszeniert, um zu testen, ob man sich korrekt verhält.
 

franzi

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#12
Ich hatte vor kurzem eine Einladung zu einer Informations-Veranstaltung/Job-Messe/ZA, und am gleichen Tag hat sich ein Termin für ein Vorstellungsgespräch ergeben.

Habe umgehend SB schriftlich mitgeteilt, das ich ein Vorstellungsgespräch habe, und nicht an der Informations-Veranstaltung teilnehmen kann.

Der SB hat meine Aussage vermutlich in Frage gestellt, und mich aufgefordert binnen 3 Werktagen eine Bescheinigung/Beglaubigung beim Unternehmen einzuholen, das das Gespräch stattgefunden hat.

Selbstverständlich hat das Unternehmen die Bescheinigung ausgestellt, allerdings kam es danach zu keinem ersten Arbeitstag mehr....
:icon_cry:

Ich musste wegen der knappen Frist persönlich in der Firma vorbeifahren, und fühlte mich wie ein Oberdepp.
Außerdem konnte ich spüren, das der zukünftige potentielle Arbeitgeber nicht erfreut war.

Obwohl ein erster Arbeitstag unter Vorbehalt ausgemacht war, wurde dieser nicht bestätigt, ich gehe davon aus, das die Erbringung der Bescheinigung
der Auslöser war.
:icon_motz:

Hier wurde maßgeblich nicht Gefördert, und das Geforderte war für die :icon_tonne:
Das kenne ich auch.

Musste eine Zeitlang schriftliche Nachweise (mit Firmenstempel und Unterschrift) erbringen, wann ich wo beim Vorstellungsgespräch war.
Die meisten Arbeitgeber reagierten genervt oder unfreundlich.
 

Rotwolf

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#13
Keine Sanktionen bei ZAF-Messe

Wo warst Du denn? Bist Du mit dem § 59 SGB II und § 309 SGB III irgendwohin eingeladen worden? Und dort waren ZAFs anwesend?
Erstens ist das fraglich, ob man mit den Paragrafen zu irgendwelchen ZA-Veranstaltungen einladen darf.


Unzureichende Bewerbungsunterlagen können nur bei eine ganz konkreten schriftlichen VV zum Tragen kommen.
Meiner Meinung nach wird da eine Drohkulisse aufgebaut, die rechtlich nicht haltbar ist. Aber so bekommt man Panik und lässt alles mit sich machen.
Sehe ich auch so.

Für alle ZAF-Messefans: >http://www.elo-forum.org/news-disku...men-unzulaessiger-meldezweck.html#post1630174

Dazu gab es schon einen Gerichtsbeschluss.
Eine Einladung zu einer ZAF-Messe ist ein unzulässiger Meldezweck.
Selbst wenn in der "Einladung" eine Rechtsfolgenbelehrung mit 10 % nach § 32 SGB II drin ist. Das ist eine "Einladung" nach

Auch wenn diese "Veranstaltung" direkt im Jobcenter ist, greift keine Sanktion. So steht es im Gerichtsbeschluss.
 
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