sind Vermittlungsvorschläge " Pflicht " ?

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Hansiklein3

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Hallo,

ist das Jobcenter " verpflichtet " deren Kunden Vermittlungsvorschläge
per Post oder persönlich bei einem Termin zu geben, sofern dieser für den Kunden geeignet ist ?
Oder gibt es eine Möglichkeit, wenn man einen Internetanschluß hat bzw täglich Zugriff auf die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, mit dem Jobcenter zu vereinbaren, daß man sich auf die passenden Stellenangebote ohne Vermittlungsvorschlag selbst bewirbt ?

Gibt es darüber eventuell ein Gerichtsurteil ?

Im voraus danke für die Antworten
 

Trixi2011

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Laut EGV bezieht sich die Pflicht des JC schwammig darauf bei Vorhandensein geeigneter Stellen diese dem Kunden zu unterbreiten.

Eine beständige Pflicht zur Unterbreitung von Arbeitsvorschlägen gibt es nicht. Das wäre zu riskant für die, weil man sie sonst vielleicht rechtlich belangen kann, daher die schwammige Ausdrucksweise.

Im Grunde ist man ständig auf sich selber gestellt, wenn es um die Arbeitssuche geht. Sich auf das JC und deren Vermittlung verlassen kann man nicht und soll man nicht, darum auch die Eigenbemühungen.
 

Hansiklein3

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ich habe diese Fragen aus folgendem Grund gestellt.

Ich denke jeder Hartz 4 Bezieher hat vom Jobcenter schon etliche
Vermittlungsvorschläge erhalten, auf die man sich selbst ( also ohne Vermittlungsvorschlag ) aus welchen Gründen auch immer nicht beworben hätte.

Deswegen meine obigen Fragen.
 

Hansiklein3

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Paolo_Pinkel : ich habe die Seiten überflogen, aber nichts gefunden
was darauf hindeutet, daß man mit dem Jobcenter vereinbaren kann keine
Vermittlungsvorschläge zu erhalten.
 

Roter Bock

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Der Begriff "Vermittlungsvorschlag" ist faktisch falsch! Es ist ein als "Vorschlag" getarnter "Vermittlungsbefehl" oder eine "Vermittlungsanweisung".

Bei einer Kaffeefahrt kannst Du den Kauf einer Heizdecke zu 2.000 Euro ablehnen - beim JobCenter kannst Du aber keinen "Kleingeldjob" ablehnen.

Lerne was Merkelscher "Neusprech" im Klartext bedeutet.

Roter Bock
 

Sinuhe

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§ 2
Grundsatz des Forderns


(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen. Eine erwerbsfähige leistungsberechtigte Person muss aktiv an allen Maßnahmen zu ihrer Eingliederung in Arbeit mitwirken, insbesondere eine Eingliederungsvereinbarung abschließen. Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, hat die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person eine ihr angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit zu übernehmen.
(2) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen haben in eigener Verantwortung alle Möglichkeiten zu nutzen, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten. Erwerbsfähige Leistungsberechtigte müssen ihre Arbeitskraft zur Beschaffung des Lebensunterhalts für sich und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen einsetzen.
 

HajoDF

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Maßgeblich für die Inhalte und Schwerpunkte des Arbeitsmarktprogramms 2011 ist der sich
aus dem SGB II ergebende gesetzliche Auftrag des Jobcenters, durch Vermittlung in Arbeit
Hilfebedürftigkeit zu reduzieren bzw. zu vermeiden und Vermittlungshemmnisse durch geeigneten
Instrumenteneinsatz und Beratungstechniken abzubauen
.
Diese Zielvorgaben spiegeln sich im Zielsystem SGB II wider, das für 2011 um die besonders zu fördernde Zielgruppe
der Alleinerziehenden erweitert wurde.
Quelle

Hieraus ergibt sich natürlich auch die Pflicht zur Vermittlung in Arbeit.
 
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