Sind die Arbeiter am Klimawandel schuld?

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OssyReynolds

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Hi
wie denkt ihr darüber? Es heißt ja immer Arbeitslose tun nichts für die Allgemeinheit, sondern verursachen nur Kosten. Nehmen wir mal 2 Menschen:

Der erste ist arbeitslos, bezieht seine Lebensmittel überwiegend bei der Tafel, für ein Auto fehlt das Geld, also nimmt er Bus und Fahrrad. Klamotten kauft er nur wenige und dann meist gebraucht. Auch sonst muss er viel gebraucht kaufen. In Urlaub fährt er natürlich nie. Er nimmt einen kostenlosen Stromspar-Check der Caritas in Anspruch, um seine Stromkosten zu minimieren. Damit ihm nicht langweilig wird führt er ein Ehrenamt aus.

Der zweite geht arbeiten. Dazu nimmt er das Auto wie die meisten Deutschen. Lebensmittel kauft er im Supermarkt. Wie die meisten Deutschen isst er zu viel Fleisch. Klamotten kauft er öfters mal und insgesamt nur wenig gebrauchte Sachen. 1x im Jahr fliegt er in Urlaub, nach Mallorca wie die meisten Deutschen. Auf den Stromverbrauch achtet er nicht so genau. Für ein Ehrenamt fehlt ihm die Zeit.

Ok der Arbeitslose erwirtschaftet 0 Euro. Der Arbeiter durchschnittlich 2500 Euro Brutto.

Aber: Trägt nicht der Arbeiter in wesentlich höherem Maße zu Klimawandel, Kinderarbeit und Massentierhaltung bei als der Arbeitslose? Was im Endeffekt viel mehr Kosten verursacht als Arbeitslosigkeit?

Wie seht ihr das? Oder sind meine Gedanken völliger Schwachsinn?

MFG
 

Kerstin_K

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Komischer Gedankenansatz.

Jeder kann verantwortungsvoll mit den Ressourcen der Erde umgehen, egal ob er eine Arbeitsstelle hat oder nicht. er muss es nur wollen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 46910

Gast
Das eine ist erzwungene Sparsamkeit, das andere ist das normale durchschnittliche Konsumverhalten.

Sparsames Verhalten, bewusster und nachhaltiger Konsum ist schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung. Aber da eine Verbindung zum ALG2 System aufzubauen? Nur weil die Menschen hier fast Mittellos sind? Und letztlich kann man die Umwelt auch mit wenigen Mitteln nachhaltig Schädigen...
Extrembeispiel: die Leute in Afrika verbrennen Elektroschrott um daraus Edelmetalle zu gewinnen. Ein Desaster für Mensch und Umwelt.
 

Kampfmops

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Um den Klimawandel auch nur ansatzweise zu stoppen, müssen alle Länder und vor allem Firmen mitmachen. Leider sehe ich da das Große Problem. Länder und Firmen halten an Kohle fest, da die Umstellung auf Wind oder Wasserkraft ja mit Anschaffungskosten verbunden ist. Wie @Negev erwähnte, die Zustände im Ausland. Hier sind dreckige Diesel z.B. verpöhnt und sollen weg. Allerdings landen unsere "alten" Autos später im Ausland und werden dort weiter gefahren. Das "Problem" wäre dann zwar nicht mehr in unserem Land, aber trotzdem auf unserer Welt. Solange also nicht alle (Weltweit) mitmachen, stellt euch auf weitere Hitzerekorde ein, auch wenn noch so viele Fahrverbote kommen.

Mit Hartz 4 oder so, hat es nichts zu tun, da keiner freiwillig, wegen Klimaschutz H4 beantragt.
Hierzulande ist es eher das Konsumverhalten (muss jeder für sich selbst ändern), oder die weiten Pendelwege zwischen Wohnung und Arbeit. Früher, als es noch (hauptsächlich) Festeinstellungen gab, war es normal, das die Menschen in der nähe der Arbeitsstelle lebten. Das ist Heutzutage leider nicht mehr so.
 
G

Gelöschtes Mitglied 46910

Gast
oder die weiten Pendelwege zwischen Wohnung und Arbeit

Einerseits sind die Mieten absurd hoch weil der Staat verpennt hat, sozialen Wohnraum zu schaffen bzw. Neubauten durch Auflagen (angeblich, kenne mich hier nicht aus) zu teuer sind. Andererseits sorgt die 0 Zins Politik, das Anleger in Betongold Investieren... einige Anleger wollen aus verschiedensten Gründen nicht vermieten. So wird dem Markt Wohnungen entzogen. Auch hier müsste der Staat endlich mal handeln und mit Zwangsenteignung drohen und im letzten Schritt auch vollziehen. Natürlich muss man auch die Frage stellen, warum so viele nach Berlin, Hamburg oder München ziehen wollen und wie man andere Städte nicht attraktiver macht.

Dann ist der ÖPNV eine Vollkatastrophe. Unpünktlich, unkomfortabel, unflexibel, teuer und nicht flächendeckend. Auf dem Dorf ist man auf ein Auto schlicht angewiesen. Aber auch die größeren Dörfer/Städte im näheren Umland sind gar nicht oder nur schlecht angebunden.

Hierzulande ist es eher das Konsumverhalten

Lange Zeit wurde das Märchen erzählt, das jeder mit seinem Verhalten die Welt retten könne. Man muss wirklich einsehen das, dass so nicht funktioniert. Solange SUVs angeboten werden, kauft sich der geneigte Bioladen-Kunde eine solche Karre. Auch hier müsste der Staat die Unternehmen über Richtlinien dazu zwingen, Nachhaltiger zu handeln und Produkte auf den Markt zu bringen, die Klima verträglich sind.

Viele Aufgaben für so ein Politiker... aber dafür wählt man doch so einen Volksvertreter doch eigentlich?! Die sollen den Bürger in diesen belangen vertreten, weil er sich eben nicht mit solchen Dingen auseinandersetzen kann oder will.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Wie seht ihr das? Oder sind meine Gedanken völliger Schwachsinn?

Schwachsinn nicht, aber die Rechnung geht nicht auf. Alleine dadurch, dass wir in einem modernen Industrieland mit entsprechenden Lebensstandard wohnen, verbrauchen wir übermäßig Ressourcen. Selbst wenn wir unser persönliches Verhalten optimieren könnten, wäre durch die Nutzung von Infrastrukturen etc. der Ressourcenverbrauch immer noch viel zu hoch. Es gibt im Netz Rechner, wo man seinen persönlichen Fußabdruck ausrechnen lassen kann und wieviele Erden man bräuchte, wenn alle Menschen so leben würden. Letztlich hängt alles an der Entwicklung der Weltbevölkerung, aber unser Wirtschaftssystem setzt halt auf immer mehr Konsumenten und Absatzmärkte und ist nicht wirklich nachhaltig.
 
E

ExUser 1309

Gast
Naja, Schuld sind hauptsächlich diejenigen, die statt Resourcen zu schonen, immer mehr verbrauchen. Sämtliche Einsparungen hierzulande bringen nichts, wenn andere Länder uns auslachen und nicht mitmachen.
Allgemein ist die Masse der Menschen eine Misere. Eigentlich ist es in der Theorie ein Glücksfall, das die Menschen in Deutschland die Vermehrungsrate gesenkt haben. Weniger Menschen - weniger Resourcenverbrauch (Nahrung wie Fleisch, Gemüse, Obst dazu )und Geldbedarf auf der einen Seite - jetzt kommt ein dickes ABER auch gleichzeitig, weil halt weniger von allem benötigt würden, sinkende Einnahmen der Industrie und anderer Unternehmen, sinkende Staatsausgaben und weniger Staatseinnahmen, könnte dann sein, das man versucht das durch höhere Preise und Steuern auszugleichen, weil alles auf Wachstum ausgerichtet ist...
Wenn der Babyboomer ausgestorben ist, das ist nur noch eine Zeitfrage, kehrt sich z.b. hierzulande auch die Situation um. Weniger Menschen werden Rente beziehen, weniger Menschen werden Altersheime benötigen, Arbeitslosenrate sinkt.
Zum Ausgleich werden Menschen "Importiert", diese haben hier erstmal nichts eingezahlt und verursachen erstmal Kosten, für die die jeweilige Generation aufkommen muss, bis diese Einnahmen generieren, sofern sie arbeitsfähig sind und sofern sie lange genug im Lande bleiben. Das ist ein kleiner Teil der Probleme und nur sehr grob angeschnitten, und auch brutal gesagt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 46910

Gast
Sämtliche Einsparungen hierzulande bringen nichts, wenn andere Länder uns auslachen und nicht mitmachen.

Das witzige ist, andere Länder lachen uns aus - weil wir es auch nicht hinbekommen. Dann verkaufen wir auch noch diese Dreckschleudern für die die Klima-Kanzlerin fleißig Schützenhilfe leistet. Als deutscher würd ich mich nicht sehr weit aus dem Fenster lehnen...
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Wenn der Babyboomer ausgestorben ist,

Hast du eine Glaskugel, dass du das weißt? Die Poltik reagiert mit verstärkter Förderung von Migration auf sinkende Geburtenraten, gleichzeitig sorgt, sie dafür, global gesehen möglichst viele Länder und Menschen arm zu halten, damit der Migrationsfluss nicht abreißt.

Als deutscher würd ich mich nicht sehr weit aus dem Fenster lehnen...

Richtig, denn wir gehören zu den Hauptverursachern globaler Ungerechtigkeiten und tun gleichzeitig nichts dagegen. Nun waschen wir unsere Industrie grün, verfeuern vielleicht weniger Kohle, aber nehmen dafür Produkte ab, die anderswo mit noch viel höherer Umweltbelastung hergestellt werden.

Man müsste halt mal anfangen, den wahren Preis der Ware zu kalkulieren mit allen Folgekosten. Das wäre nur marktwirtschaftlich konsequent.
 
E

ExUser 1309

Gast
Wenn der Babyboomer ausgestorben ist,
Hast du eine Glaskugel, dass du das weißt?
Ich hatte schon geschrieben: Zum Ausgleich werden Menschen "Importiert", Glaskugel brauchst bei meiner Generation nicht, nur etwas Ahnung: Babyboomer
ab 1972 lag die Geburtenrate unter der Sterberate. Langfristig setzt sich die abfallende Entwicklung der Geburtenzahlen bis heute fort; 2002 war die Zahl der Geburten nur noch halb so hoch wie 1964.
 

noillusions

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Am ressourcenschonendsten lebt immer noch ein Obdachloser. Wer ist bereit dazu um die Umwelt zu entlasten? Sicher gibt es ausklügelte Technologie um Wohlstand und ressourcenschonendes Leben zu vereinen. Aber wer kann sich diese Technologie leisten?
 

pinguin

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Wo soll denn bloß diese Denke noch hinführen?

Es hatte und hat zu allen Zeiten klimatische Schwankungen regionaler wie globaler Ausdehnung; übrigens auch wesentlich durch vulkanische Aktivitäten hervorgerufen.

Daß der Mensch darüberhinaus mit natürlichen Ressourcen schonender umgehen könnte, ist mal eine andere Realität.
 

Kerstin_K

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Das ist aber kein Grund, gar nicts zu tun. Kleinvieh macht auch Mist. Wenn jeder in seinem Umfeld auf ein paar Dinge achtet, und das kann man ohne dass das teuer wird oder man viel Comfort einbüssen muss, dann kann man vileicht nichts aufhalten, aber zumindest Entwicklungen bremsen.

Ich kenne zum Beispiel jemanden, der schmeisst alte Batterien immer in den Hausmüll, statt sie ordnungsgemäß zu entsorgen. Spreche ich diese Person darauf an, dann antwortet sie "Ach, meine 5 Batterien im Jahr, die machen doch nichts aus." Sicher nicht, aber wenn jeder so denkt, werden aus 5 Batterien schnell 50, 500, 5.000 und noch viel mehr, und dann macht das sicher was aus. Und für den einzelnen macht das wenig Mühe.
 
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