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@ silvia Probleme mit Schulden

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Antihartzler

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#1
Hallo Silvia und natürlich auch alle anderen,

ich schreibe heute zum ersten Mal, obwohl ich schon seit einiger Zeit hier mitlese. Meine gesammte Geschichte hier auf zu zeigen wäre zu lange, deshalb versuche ich es in Kurzform.

Als erstes gehöre ich auch zu den Hartz IV Empfängern was jedoch im Moment nur sekundär eine Rolle spielt.
Ich war 13 Jahre lang Selbständig auf dem Bausektor musste aber vor ca 5 Jahren aus liquiditätsgründen dies aufgeben. Mir wurde mein Gewerbeschein entzogen weil ich nicht in der Lage war ein Paar hundert Euro an die Berufsgenossenschaft zu zahlen. Ich hatte des öfteren Auftraggeber die nicht oder nur sehr sporadisch gezahlt haben und es mir nicht möglich war meine Forderungen einzutreiben da viele dieser Auftraggeber nicht mehr existieren. Aus dieser Zeit ist natürlich auch ein Batzen an Steuerschuld aufgelaufen. Ob und in wieweit diese gerechtfertigt sind müsste eventuell wenn möglich erst noch geklärt werden.
Dann war es so das vor ca. 2 Jahren 2 Herren der Vollstreckungstelle vom Finnanzamt bei mir erschienen um zu pfänden. Ich habe diesen Herren alle meine noch vorhandenen Unterlagen vorgelegt sowie denn letzten Verwaltungsakt beim Finnanzamt. Desgleichen habe ich ihnen den Ablehnungsbescheid vom Sozialamt gezeigt. Mir wurde nämlich auch keine Sozialhilfe genehmigt. Erst seit der Einführung von Hartz IV bekomme ich Unterstützung. Die Herren sagten nach sichtung dieser Unterlagen Wort wörtlich zu mir: Es wäre doch am besten für mich wenn ich meine selbständige Tätigkeit wieder aufnehmen würde und dann meine im prinzip "geringen" Schulden abstottere. Dieses ist mir aber nicht möglich gewesen weil mir der Gewerbeschein verweigert wird. Damit war für die Herren die Angelegenheit erledigt da sie sahen bei mir ist nix zu holen. Sie sagten auch ich müsse mir keine Sorgen machen da würde nichts mehr kommen bis ich wieder in der Lage bin zu zahlen.

Nun fand ich gestern ein schreiben im Briefkasten, persönlich eingeworfen, das man wieder da war und ich nun bis zum 21.03.06 Zeit habe meine Steuerschuld zu begleichen. Meine reine Steuerschuld belief sich auf ca. 20000.- Euro. Inzwischen haben die jedoch auch noch 10000.- Euro an Säumnisszuschlägen drauf gehauen.

Mein Leben mit Hartz4 ist so schon nicht einfach und ich habe zur Zeit noch einige andere Probleme die sehr belastend sind. Nun kommt das wieder dazu. Ich weiß nicht mehr wo mir der Kopf steht und mit was ich wie anfangen soll.

Gerne wäre ich nach Waiblingen auf das Treffen gekommen, wohne ja eigendlich nicht allzuweit entfernt( in der Nähe von Pforzheim), aber ohne Auto und Führerschein ist selbst das mir nicht möglich.
So versuche ich nun über das Internet fachliche Hilfe zu bekommen. Ich war vor Jahren schon einmal bei einer Schuldnerberatung der Stadt Pforzheim, damals wurde mir jedoch gesagt sie werden nur bei Privatschulden tätig und nicht bei Selbständigen. Daher war für mich das Thema Hilfe erledigt und ich muss sehen wie ich da alleine rauskomme. Wie man sieht bin ich nicht rausgekommen, im gegenteil seit diesem Zeitpunkt haben sich noch mehr schulden angesammelt. Ich weiß das ich daran selber Schuld habe, ob nun aus Leichtgläubigkeit,Unwissenheit oder einfach auch nur weil ich einfach nichts oder zu wenig getan habe. Irgendwann habe ich angefangen nach der Vogel Strauß Methode zu Leben. Kopf in den Sand und dann belastet mich das alles nicht. Aber so kann es nicht weitergehen. Ich will mit allen Mitteln aus dieser Situation raus und mir ein neues Leben aufbauen. Ich bin jetzt 41 Jahre alt und habe Anfang des Jahres meine Traumfrau kennen gelernt, mit der ich das neue Leben aufbauen will. Aber wie soll das eine Zukunft haben mit meinen ganzen Problemen.

So bevor ich jetzt vom Thema abweiche beende ich mal meinen erstpost und warte mal auf eure Antworten.
 

kalle

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#2
Aslo, Silvia wird Dir da am Besten die guten Antworten geben können.Aber ein paar Anmerkungen auch von mir:

Du bist jetzt eine Privatperson. Die Schulden hast Du ja auch immer noch an der Backe. Also kannst Du, da Du keinen Gewerbeschein mehr hast auch die Privatinsolvenz einreichen. Dieses kannst Du über die Schuldnerberatung oder einen Rechtsanwalt oder einem Schuldnerberater machen. Letztere kosten allerdings ein wenig.

Bei Finanzamt solltest Du einen Antrag auf Stundung oder Erlass stellen. Stundung bis Inso. Oder auf Erlass, da Du nicht in der Lage bist zu zahlen. Manchmal hats ja auch nette Leute beim Finanzamt.

Alles weitere kann Dir aber sicherlich Silvia sagen. Aber vielleicht kann das ein wenig dauern, da Silvia nicht so gesund ist im Moment.
 

vagabund

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#3
:daumen:
Hallo Antihartzler,
das ist die richtige Einstellung und so schwer ist eine Ínsolvenz nicht!
Stelle mal alle Gläubiger zusammen; hast du Schulden aus Arbeitsverhältnissen als Arbeitgeber bzw. mehr als 19 Gläubiger, kannst du Regelinsolvenz beantragen, ansonsten Verbraucherinsolvenz.
Dies geht auch bei einem Insolvenzanwalt.
Liste findest du hier: http://www.erwerbslosenforum.de/antrag/liste.pdf

weitere Fragen beantworten wir dir gern ;)

vg
vagabund
 

Silvia V

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#4
Hallo Antihartzler,


einiges wurde ja schon geschrieben.Stelle bei Deinem zuständigen FA umgehend einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung.
Dann kannst Du erstmal Luft holen und eine Insolvenz vorbereiten.
Ob es nun die Verbraucher-oder Regelinsolvenz sein wird,das hängt von einigen Faktoren ab,die schon benannt wurden.
Hast Du eine Schuldnerberatungsstelle in Deiner Nähe,dann konsultiere
diese ganz schnell.Denn die Auskunft,welche Dir vor einigen Jahren gegeben wurde,ist nicht ganz korrekt.
Ausserdem bist Du ja auch nicht mehr selbständig und es ist einiges an Zeit vergangen,vielleicht ist man da auch schon schlauer ;)
Ist das FA Dein einziger Gläubiger?

Melde Dich wieder,wenn Fragen kommen

Gruß

Silvia
 

Kämpfer

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#5
Das aus 20.000,- Steuernachzahlung, ein Säumniszuschlag von 10.000,-
errechnet wurde, ist so nicht nachvollziehbar, da müßten dann etwa fünf Jahre lang nach Mahnungen vergangen sein, ist das denn so.? Geht es denn um die Umsatzsteuer? Wenn ausgehende Rechnungen (sprich MWSt.) nicht bezahlt wurden, gab es dafür auch keine Einnahmen. Möglich ist ja auch, das die Steuer "festgesetzt" wurde, die in der Regel viel zu hoch ist. Auch ist nicht klar, ob es weitere Verbindlichkeiten gibt, z.B. über Lieferanten. Ein pers. Gespräch mit dem FA ist oft hilfreich, man muß nur die richtigen Leute ansprechen
 

Antihartzler

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#6
Danke Euch für eure aufmunternden Worte. Bin zur Zeit gewaltig schlecht drauf, deshalb hat mich das mit dem FA so runtergezogen. Ich werde jetzt erstmal die von euch genannten sachen in die wege leiten, mal sehen was dann passiert. Bin mir auch sicher das bei mir die Verbraucherinsolvenz in Frage kommt. Bisher hatte ich mich davor eigendlich nur gedrückt, weil ich gehofft habe mal aus eigenen Stücken den Mist ab zu zahlen. Aber ich muss einsehen das wird nie möglich sein. Gestern bekam ich schon wieder so nen netten Brief von einem Inkassobüro. Echt toll, die bieten mir an mir 2500.- Euro von meiner Schuld zu erlassen.Ich müsse mich nur bei ihnen melden. Auf ein Inkassobüro habe ich aber noch nie reagiert. Besonders auf die nicht da ich von denen bisher noch nicht mal gesagt bekommen habe wieviel denn meine Gesammtschuld ist. Es handelt sich dabei um einen Kredit der streitig ist, da vor 23 Jahren aufgenommen, dann umgeschuldet auf den Bürgen, meinen Vater, der dann auch eine Zeitlang die raten bezahlt hat. Inzwischen ist er jedoch verstorben und die Restschuldversicherung der Bank will nicht zahlen. Das Erbe von ihm habe ich abgelehnt.
So kommt jetzt bestimmt wieder so ein ums andere schreiben in nächster Zeit bei mir an.

Ich werde das ganze jetzt für die Schuldnerberatung zusammen stellen, damit sich da mal ein Fachmann drum kümmert.

@Kämpfer
Mit Deinen Aussagen kommst Du schon richtig hin. Lieferantenverbindlichkeiten habe ich gott sei dank keine mehr. Aber das Ding mit dem FA läuft schon sehr lange und ich hatte dort auch schon mehrere Gespräche, wobei mir oft gesagt wurde man würde die sache prüfen und einfrieren sodaß keine weiteren Kosten auf mich zu kommen. Durch mehrere Umzüge musste ich dazwischen jedoch immer wieder mal mit einem anderen FA zusammenarbeiten. Und jedesmal wenn da ein Neuer die Akte auf den Tisch bekam ging der ganze Mist wieder von vorne los. Bei meinem letzten Gespräch habe ich Belege meines Auftraggebers vorgelegt über einzahlungen von Umsatzsteuer. Diese wurden aber bis heute niemals irgendwo aufgeführt und ich habe verlangt mir zu sagen was mit dem Geld geschehen ist. Auch dieser Aufforderung wurde bisher nicht gefolgt. Es wird immer nur versucht die Gesammtschuld einzutreiben. Möglich das die sogar strittig ist da der größte Teil davon Festgelegt wurde und ich Idiot dagegen keinen Einspruch erhoben habe.
Aber nun mache ich es so wie ihr es mir hier geraten habt und hoffe das sich dann endlich mal was tut.

Ach ja, die FA Vollstreckungsstelle hatte schon für fast ein Jahr alle meine Unterlagen zur Prüfung bei sich. Bei Rückgabe wurde mir gesagt das meine angaben ja richtig seien aber aufgrund der verspätung ich auf jedenfall eine Anzeige wegen Steuerverschleppung oder sowas bekommen werde. Man hat sich dahingehend geeinigt das ich die geringste Strafe die möglich ist bekomme ohne das mir dadurch weiterer Schaden entstehen würde. So zahlte ich die 1500 DM Strafe und war froh endlich den Dreck vom Tisch zu haben. Tja leider hatte ich mich da getäuscht. Nun ist es wieder so wie bei Monopoly- Zurück zum Anfang und alles von Vorne anfangen.

Ob man sich irgendwann mal daran gewöhnt, das die das regelmässig alle 2 Jahre mit einem machen???(sarkasmus)
 

Kämpfer

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#7
So ganz durchsichtig ist das immer noch nicht, ist auch verständlich, wenn die Birne nicht frei ist. Nur soviel vielleicht, auch wenn es nervt, Du mußt Dir Klarheit verschaffen, wie hoch die Schulden insges. sind, sprich eine Aufstellung machen und unbedingt ein klärendes Gespräch mit dem FA suchen. Eine Beratung bei einer seriösen Schuldnerberatung (Caritas, Kirche) ist kostenlos und sinnvoll. Möglich ist ja, daß der Kelch einer Inso an Dir vorbei huscht.
 

Kämpfer

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#8
Ach ja, da stand doch was von Inkasso von wegen Kontakt aufnehmen, da kann ich Dir nur empfehlen dieses nicht zu tun, sonst hängen sie Dir deswegen eine vertragliche Zusammenkunft an, was in deren Augen eine Art Zustimmung bedeutet. Inkasso ist eine überflüssige Branche!!!
 

Antihartzler

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#9
Wegen dem FA habe ich jetzt ein Einschreiben mit Rückschein abgesendet mit a.) Antrag auf Verzicht der Schulden aufgrund meiner Situation oder stundung und stoppen weiterer Kosten, sowie b.) Widerruf der Gesammtschuld bis zur endgültigen Prüfung, da ich keine Ahnung habe wo denn die Gelder meiner damaligen Auftraggeber geblieben sind welche von diesen an das zuständige FA geleitet wurden.(MwST-Einbehalt)

Desweiteren bin ich jetzt dabei mal alle meine Schulden zusammen zu stellen, soweit ich diese überhaupt noch zusammen bekomme.
Wenn ich denn in die Inso gehe soll mir das auch recht sein, hauptsache ich habe wenigstens deshalb keine Schlaflosen Nächte mehr.

Post von Inkassos habe ich zu hauf, aber mich noch nie bei denen gemeldet. Jetzt beim zusammen suchen meiner Unterlagen ist mir erstmal aufgefallen wieviele Inkassos es den so gibt in D.

Würde ja gerne selbst mal so ein Inkassounternehmen in anspruch nehmen da ich auch aus früheren Arbeitsverhältnissen vollstreckbare Titel habe. Aber selbst ein Gerichtsvollzieher hat mir schon gesagt ich hätte wohl kaum Möglichkeiten an mein Geld zu kommen da ich vorab die Beitreibungskosten übernehmen muss, was ich ja aus bekannten Gründen nicht kann.
 

Antihartzler

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#10
@kämpfer

Wie ist das eigendlich wenn eine fremde aussenstehende Person bei den Inkassos anruft um wenigstens zu erfahren um was für eine schuld es hier geht und wie hoch die ist. Ist das dann auch schon ein anerkenntnis des von ihnen erworbenen Titels?
 

Kämpfer

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#11
Wer hat einen Titel? Inkasso kann keinen Titel erwirken, dafür müssen sie einen RA beauftragen, also den Weg über Mahnbescheid -Zwangsvollstreckung usw.., wie gesagt, Inkasso ist überflüssig. Jede selbständige Firma hat eine Buchhaltung und somit gleichzeitig automatisch eine Zahlungseingangskontrolle und somit auch eine Mahnabteilung
 

kalle

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#12
Grundsätzlich zur Wiederholung:
Die meisten Inkassobüros kaufen den Gläubigern Schuld ab.
Gegen eine geringe Gebühr. Der Gläubiger kann dann den (meist hohen) Rest als Verlust abschreiben. Der (ursprungs-)Gläubiger hat gegen Schuldner keine Forderung mehr.
Das Inkassobüro hat zwar alle Unterlagen, also auch den Titel. Der ist allerdings nutzlos.
Den Titel kann nur derjenige vollstrecken, der ihn beantragt hat. (Ursprungsgläubiger)
Inkassobüro schreibt Briefe ohne Ende. Meistens mit einem Anhang, worin man seine Verhältnisse angeben soll. In 90 % der Fälle steht dann klein drüber: Abzahlungvergleich oder Schuldanerkenntnis oder so ähnlich. Ist immer der Fantasie der Inkassofirma überlassen.

Wer das ausfüllt oder sich bei der Inkassofirma meldet, der hat verloren. Dann kann die Firma einen neuen Titel erwirken. Und dann auch vollstrecken. Dann hängt man drin.
Also sollte man, wenn die immer nur schreiben und nix folgen lassen, die Ablage RW nutzen.
Dieses betrifft Inkassoverfahren, die verkauft worden sind. Es gibt aber auch noch Inkassofirmen, die im Auftrage der Gläubiger arbeitet. Meistens Quelle oder andere Versandhäuser. Das sind Töchter von z.B. Quelle. Die können pfänden und ähnliches.
 

Kämpfer

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#13
Das mit dem Titel ist jetzt aber für "Undedarfte" verwirrend. Die Inkassobrüder gehen doch zunächst so vor, daß sie mit ungerechtfertigten Gebühren abzocken wollen, erst wenn sie dann keine "Erfolge" haben, wird ein Titel unter HInzunahme eines RA angestrebt, über Mahnbescheid, Vollstreckunsgauftrag usw. Dann wären zweimal Gebühren fällig, wobei dieses dann einmal zuviel ist
 

kalle

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#14
Das ist doch einfach, Kämpfer. Die Gläubiger verkaufen doch die Schuld erst, wenn sie schon alle Wege ausgeschöpft haben. Also: Mahnung, Mahnbescheid,vollstreckbarer Titel, Gerichtsvollzieher. Erst dann verkaufen die die Schuld ans Inkassounternehmen. Und die........ siehe oben.

Wenn die das ohne Titel verkaufen, umso besser. Mit dem Inkasso hatte man ja keine Geschäftsbeziehung und folglich haben die nix geliefert und auch keinen Rechtsanspruch.

Also: Nix zu holen :p :lol:
Ich hab das schon mal für jemanden unter zuhilfenahme eines befreundeten Gerichtsvollziehers durchgezogen. Der hatte mir die Tips gegeben.
 

Antihartzler

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#15
Hmm soweit habe ich das ja nun auch verstanden. Aber woher weiß ich welches Inkasso so ne Betrügerfirma ist oder welche tatsächlich das recht hat die Schulden ein zu treiben? Bei fast keiner der Inkassounternehmen steht dabei für wenn die welche Schuld eintreiben wollen und wieviel das denn überhaupt ist. Also soll ich nun alle als Gläubiger in meine Insoaufstellung mit rein nehmen oder doch lieber draussen lassen?
 

Silvia V

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#17
Antihartzler sagte :
Hmm soweit habe ich das ja nun auch verstanden. Aber woher weiß ich welches Inkasso so ne Betrügerfirma ist oder welche tatsächlich das recht hat die Schulden ein zu treiben? Bei fast keiner der Inkassounternehmen steht dabei für wenn die welche Schuld eintreiben wollen und wieviel das denn überhaupt ist. Also soll ich nun alle als Gläubiger in meine Insoaufstellung mit rein nehmen oder doch lieber draussen lassen?
In Deine Gläubigerliste für die Inso nimm alles was nur nach
Gläubiger riecht mit rein.So kann man Dir später nicht vorwerfen,Du hättest einen Gläubiger unterschlagen.Dein zukünftiger Treuhänder oder
Insolvenzverwalter prüft die Forderungen alle nochmals und wird sollte da etwas nicht klar sein,wird er dagegen angehen.
Das ist dann nicht mehr Deine Aufgabe.
Für Dich ist es ganz salopp gesagt dann egal,ob Du 20.000 oder 200.000
Euro Schulden hast.Das ist dann später nur eine Sache für die Quote der einzelnen Gläubiger.Und in Deinem Fall wird es ja erstmal nur einen flexiblen Nullplan geben.


Gruß

Silvia
 

Inkasso

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#18
Kämpfer sagte :
Wer hat einen Titel? Inkasso kann keinen Titel erwirken, dafür müssen sie einen RA beauftragen, also den Weg über Mahnbescheid -Zwangsvollstreckung usw.., wie gesagt, Inkasso ist überflüssig.
stimmt Kämpfer , und zwar vor allem auch für den Gläubiger weil ...
Inkassokosten UND Anwaltskosten (also beides zusammen) sind vor Gericht NICHT erstattungsfähig :p Auf den Inkassogebühren bleibt also der Gläubiger sitzen !

Dies ist m. M ein entscheidender Punkt !
Das Inkassobüro müsste im Auftrag des Gläubigers ( gegen € ) den RA einschalten und erhält , selbst wenn das Verfahren gewonnen wird Nur die RA Kosten erstattet !
z.b OLG Dresden 5 U 68/93 NJW RR 1994 heft 18 s 1139 ist ein bekanntes Urteil dazu !

Vom Inkassobüro erst mal die Abtretungsurkunde (bei Forderungs bzw Titel Verkauf ) verlangen § 410 BGB

oder bei Beauftragung des Forderungseinzuges die Vollmacht § 174,BGB

Wenn man sich nicht sicher ist :

Ich weise die Forderung Mangels Vorlage der Vollmacht bzw Abtretungurkunde gem §§ 174,410 BGB zurück

gruß
jürgen
 
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