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Sich beschweren im Jobcenter - Wissenswertes zum Kundenreaktionsmanagement

E

ExitUser

Gast
Warum dieser Thread?

Immer wieder, wenn jemand sich über seine Behandlung oder einen Vorgang im Jobcenter beschweren will, taucht hier im Forum die Fragen auf,
an wen man sich wenden kann und was nach erfolgter Beschwerde im Jobcenter passiert.
Da jeder Fall unterschiedlich ist, gibt es natürlich kein immer gültiges Universal-Antwort darauf.

Was es aber sehr wohl gibt, sind standardisierte Prozessvorgaben, die in fast allen Jobcenter
(zumindest in sogenannten gemeinsamen Einrichtungen von BA und Kommune) ähnlich sind.
Wie im Falle von Beschwerden vorgegangen werden soll, ist in Prozesshandbüchern zum Kundenreaktionsmanagement dargelegt.

Es ist nicht nötig, alle Einzelheiten dazu zu kennen. Hilfreich kann es aber sein, sich ein praktikables Überblickswissen dazu anzueignen,
was nach einer Beschwerde geschieht. So wird das Vorgehen in der Black-Box Jobcenter etwas transparenter.

Dieser Thread soll der Sammlung von Erfahrungsberichten und auch der Sammlung von Beschwerdetext-Vorlagen dienen,
damit Foristen von anderen Foristen lernen können. Ich mache mal den Anfang und lege dar,
was ich über Beschwerdemanagement im Jobcenter zu wissen meine.

Aber nochmal: Das soll keine One-Man-Show sein. Es macht nur Sinn, wenn weitere Erfahrungen, Ergänzungen
und falls nötig auch Korrekturen folgen. Hier als zum Anfang ein kurzer Abriss zum Kundenreaktionsmanagement in Form eines FAQ-Beantwortung.

Ich will mich beschweren. Wie mache ich das?

[/FONT] [FONT=&quot]Ganz einfach: Du schreibst einen Brief und gibst diesen gegen Empfangsbestätigung im JC ab.
Du kannst natürlich auch im Jobcenter anrufen oder dich direkt beim Termin mündlich beschweren.
Aber das ist allenfalls als Ergänzung zur Schriftform der Beschwerde abzuraten.

Letztlich hat, wenn es hart auf hart kommt und später mal eine Gerichtsverhandlung ansteht,
nur das schriftliche Wort, das nachweislich eingegangen ist, Relevanz. Mündliches kann so oder so wahrgenommen und gedeutet werden.
Eben weil das so ist, macht es gar keinen Sinn, ausführlich in Gesprächen den eigenen Standpunkt darzulegen.

Natürlich bietet es sich an, etwaige Klärungsgespräche im Jobcenter bei Konflikten wahrzunehmen.
Aber das ist immer nur in Ergänzung zur Schriftform zu sehen. Es reicht, wenn sich eine Meinungsverschiedenheit abzeichnet
oder ein JC-Mitarbeiter zu einem Klärungsgespräch einlädt, völlig, im Gespräch zu sagen: "Dazu werde ich mich zeitnah schriftlich äußern".
So hat man immer genug Zeit, die eigenen Gedanken zu sammeln und zu ordnen, was einer Überrumpelung vorbeugt.

Ich will einen Beschwerdebrief schreiben. Wie formuliere ich den?

Da gibt es kein Patentrezept. Ich persönlich rate zu sachlichen, nüchternen Formulierungen.
Viele Menschen, die sich über das Jobcenter beschweren, haben eine große Wut im Bauch.
Die kommen wutschnaubend nach Hause und hauen ihren Beschwerdebrief in die Tastatur, was es mit sich bringen kann,
dass schon mal Formulierungen darin vorkommen, die als höchst unsachlich oder gar als beleidigend gewertet werden können.

Um sich durch den Beschwerdebrief nicht selbst noch (mehr) Probleme einzuhandeln, ist ein guter Rat daher:
Nach dem Verfassen der Beschwerde immer mindestens eine Nacht drüber schlafen, bevor man den Brief abschickt bzw. persönlich zum JC bringt.
Am nächsten Tag liest man den Brief am besten nochmal und entschärft ggfs. zu heftige Formulierungen.
Auch bietet es sich an, die Beschwerde, die man abzuschicken plant, hier im Forum zur Kommentierung einzustellen.
So kann man vom Erfahrungswissen anderer User profitieren, die mal rüber schauen.

Als juristischer Laie sollte man es vermeiden, im Beschwerdeschreiben einen auf Jurist zu machen.
Man sollte es unterlassen, mit Gerichtsurteilen, Paragraphen etc. um sich zu werfen.
Das kann schnell nach hinten losgehen, weil juristischen Laien die feinen Nuancen und mitunter großen Bedeutungsunterschied kleiner Worte
(wie etwa sollen, können, müssen, in der Regel, üblicherweise, zumeist etc.)
in Verordnungen, Kommentaren und Gesetzestexten nicht immer richtig zu kontextualisieren wissen.

Es reicht völlig aus (und macht die Beschwerde zudem authentischer als abstraktes Juristen-Vokabular),
wenn man sachlich und neutral auf die den eigenen Fall bezugnehmend schildert…

1)…was passiert ist
2)…wann es passiert ist
3)…wer daran beteiligt war
4)…was man daran als falsch wertet
5)…was für eine Lösung man wünscht

Man darf dabei durchaus emotional sein und schildern, dass man das erlebte als schlimm und/oder verletzend empfindet.
Schließlich ist man kein Roboter und das Vorgehen im Jobcenter hat einen dazu bewogen, eine Beschwerde zu verfassen.

Das Schreiben muss nicht unbedingt freundlich formuliert sein (schließlich ist man wütend), sollte aber in keinem Fall vor Unfreundlichkeit triefen
und tunlichst auch nicht in anklagenden Jammer-Allüren ausarten. Sachlichkeit in der Darstellung sollte immer überwiegen.
Im Zweifelsfall wie gesagt: Das Beschwerdeschreiben vor dem Abschicken hier einmal zwecks Kommentierung einstellen.

An wen soll ich die Beschwerde schicken?

Dazu gibt es unterschiedliche Auffassungen. Ich denke, die erste Anlaufstation sollte immer der direkte Vorgesetzte desjenigen sein, über den man sich beschwert.
Wer mit seinem pAp/AV/SV/FM Probleme hat, der sollte sich zunächst direkt an dessen Teamleiter wenden.

Manche Leute meinen, es wäre sinnvoll, gleich diese hauseigene Hierarchie zu überspringen
und sich direkt ganz oben, d.h. bei der BA in Nürnberg, beim BMAS oder - bei Optionskommunen - beim Landrat zu beschweren.
Das Ansinnen, sich mit einer Beschwerde dorthin zu wenden, basiert auf der Überzeugung, dass so mehr Druck erzeugt werde auf denjenigen,
über den man sich beschwert, weil dieser ja mitbekomme, dass man sich ganz oben beschwert hat.
Wer das tun will, kann seine Beschwerde z.B. an diese Adresse senden.

Bundesagentur für Arbeit
BA-Service-Haus / Kundenreaktionsmanagement
Regensburger Str. 104
90478 Nürnberg
Tel.: 0911 / 179-0
Fax: 0911 / 179-2123
E-Mail: Service-Haus.Kundenreaktionsmanagement[at]arbeitsagentur.de

Ich persönlich sehe allerdings keinen Sinn darin, so vorzugehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Beschwerden, die an höhere Instanzen gehen,
von dort in der Regel ungelesen an die zuständige Instanz weitergeleitet werden. Schließlich ist „Zuständigkeit prüfen“ das oberste Mantra in Behörden.

Eine Nachhaltung seitens der oberen Instanz erfolgt üblicherweise auch nicht. Es gibt so gesehen also kein Mehr an Druck,
weil die oberste Instanz für das, was auf der Ebene des gemeinen JC-Fußvolkes passiert, schlichtweg in keiner Weise zuständig ist
(juristisch-formal liegt die Aufsicht zwar bei der übergeordneten Stelle, aber das spielt für Beschwerdebriefe keine Rolle).

Selbst wenn man von ganz oben eine Reaktion erhält, geschieht dazu zumeist nur deshalb,
weil die oberste Instanz die Beschwerde ohne inhaltliche Stellungnahme an die zuständige Instanz weiterleitete, die sie bearbeitet
und dann ggfs. wieder nach oben gibt. Die oberste Instanz meldet sich dann ggfs. bei demjenigen, der die Beschwerde eingereicht hat,
was auf diesen den Eindruck macht, dass die oberste Instanz involviert gewesen wäre und Druck gemacht hätte. Dem ist aber praktisch nie so.

Der Beschwerdeführer kann den Eindruck gewinnen, der Druck der obersten Instanz, die ihm nun antwortet, hätte etwas bewirkt.
Es gibt aber so gut wie nie irgendwelchen Druck, sondern ein ganz normales Weiterleiten. Was die Beschwerde ganz oben bewirkt hat,
ist oftmals nur eine Zeitverzögerung in deren Bearbeitung durch die Weiterleitung. Aber wie gesagt: Wenn es andere Erfahrungen gibt, immer her damit!

Ich habe mich beschwert. Was passiert jetzt?

]Das variiert von JC zu JC etwas. In der Regel passiert aber folgendes:
Die Beschwerde wird, egal bei wem sie eingeht, an den zuständigen Kundenreaktionsmanager (KRM) weitergeleitet.
Dieser protokolliert sie und leitet sie mit der Aufforderung zur Stellungnahme an den direkten Vorgesetzten desjenigen weiter, über den man sich beschwert hat.
Wenn man sich über einen pAp/AV/FM/SB beschwert, leitet der KRM die Beschwerde also an den Teamleiter weiter.

Wenn man sich über den Teamleiter beschwert, geht die Aufforderung des KRM zur Stellungnahme an den Bereichsleiter,
wenn man sich über den Bereichsleiter beschwert, geht sie an den Geschäftsführer usw..
Der jeweils Vorgesetzte desjenigen, über den man sich beschwert hat, setzt sich dann mit demjenigen in Verbindung, der die Beschwerde verursachte.

Der Vorgesetzte bittet diesen dann seinerseits um Stellungnahme. Wenn die vorliegt, erstellt der Vorgesetzte darauf basierend seine eigene Stellungnahme.
Dabei unterscheidet er zwischen: „Beschwerde ist gerechtfertigt“ und „Beschwerde ist nicht gerechtfertigt“.
Es wird im Forum gelegentlich behauptet, dass alle Beschwerden, die über einen Mitarbeiter ergingen, in den Personalakte landeten.
Das stimmt aber nicht. In der Personalakte werden nur jene Beschwerden protokolliert, die (a) als gerechtfertigt bewertet werden und die (b) von gewisser Erheblichkeit sind.

Meiner Erfahrung nach werden über 90% der Beschwerden seitens des Vorgesetzten als nicht gerechtfertigt bewertet.
Und von den 10%, die als gerechtfertigt gesehen werden, liegt die Anzahl jener, die von gewisser Erheblichkeit sind, bei unter 1%.
Jedenfalls nimmt der Vorgesetzte Kontakt (schriftlich oder telefonisch) mit dem „Kunden“ auf, um zu versuchen, das Anliegen des „Kunden“ zu lösen.

Gelöst heißt dabei nicht, dass der "Kunde" damit, was der vorgesetzte zur Beschwerde sagt, zufrieden sein muss.
Gelöst heißt einfach, dass der Kunde gefragt wurde, ob seine Beschwerde damit erledigt ist.
Wenn das Anliegen gelöst werden kann, wird der Vorgang es als erfolgreich abgeschlossen an den KRM gemeldet.

Wenn der „Kunden“ mit der Rückmeldung weiterhin unzufrieden ist und seine Beschwerde aufrechterhalten will
(diese aber als nicht gerechtfertigt gewertet wurde), wird der KRM die Beschwerde als nicht gelöst protokollieren.
Das bedeutet nicht, dass damit eine Weiterbearbeitung geschieht. Es heißt einfach: Zu keiner Lösung gekommen.
Das Ganze soll innerhalb von 10 Arbeitstagen abgeschlossen sein. Für die Vermittler selbst hat es arbeitsrechtlich
oder karrieretechnisch keine Relevanz, ob die Anliegen gelöst werden können oder nicht.

Ich bin mit der Reaktion auf meine Beschwerde nicht einverstanden. Was nun?

Tja, Pech gehabt. Jetzt kann man natürlich eine Instanz höher gehen, doch wird das in den seltensten Fällen was bringen.
Denn wie bei fast allen Dienstaufsichtsbeschwerden gilt hier ganz oft der Grundsatz: Formlos, fristlos, fruchtlos.
Die oberste Instanz hat in der Regel ein Interesse daran, den eigenen Untergebenen nicht in den Rücken zu fallen, da diese ja umsetzen, was man selbst vorgibt.

Daher sollte man sich verabschieden von der Vorstellung, dass das Kundenreaktionsmanagement den "Kunden" gegenüber
irgendwie parteiisch oder für deren Anliegen empathisch wäre. Das Kundenreaktionsmanagement ist ein Schutzwall.
Man kann es sich am ehesten als eine Public-Relations-Abteilung vorstellen, die dem Selbstmarketing des Jobcenters dient
und dafür Sorge trägt, dass Beschwerden von den Mitarbeitern ferngehalten werden, indem sie über das KRM prozessiert werden.
Das Vorhalten eines KRM macht sich gut in der Außendarstellung.

Den "Kunden" und der Öffentlichkeit soll suggeriert werden, dass es bei Missverständnissen und Kritik eine Stelle gibt,
die sich dieser Anliegen annimmt. Man will schließlich eine kundenfreundliche, offene Servicedienstleistungs-Agentur sein.
Das KRM nimmt sich Beschwerden zwar in der Tat auch an, nur tut es das nicht so, wie die "Kunden" sich das vielleicht denken.
Denn die Auflösung eines Konfliktes zu deren Gunsten ist nicht Ziel des KRM. Bei der Einrichtung des KRM geht es nicht darum, wirklich einen Dialog mit "Kunden" zu suchen.

Es geht um die positive Außendarstellung, um die Suggestion dessen, dass die Kundenmeinung zählt. Das tut sie aber kaum.
In Wirklichkeit dient das KRM gerade dazu, Beschwerden intern zu verlagern, damit die Abläufe im operativen Bereich möglichst wenig gestört werden.
Es geht primär darum, dass man verkünden kann, man nehme die Kundenanliegen ernst und arbeite stetig daran, die Kundenzufriedenheit zu steigern.

Beides spielt aber in der Realität keine wirkliche Rolle (auch wenn die Erhöhung der Kundenzufriedenheit offiziell eines der geschäftspolitischen Ziele der BA ist).
Die Rede vom Ernstnehmen der Kundenanliegen ist meist eine inhaltleere Phrase. Es geht oft gerade nicht um Kommunikation,
sondern um Abschirmung davon, eben damit man ungestört - weiter wie bisher - arbeiten kann.

Wenn das KRM nur der Beschwichtigung dient, sind Beschwerden dann also nutzlos?

Nein. Beschwerden können durchaus etwas bringen. Ganz fruchtlos sind sie insofern nicht, als deren Bearbeitung immer Arbeit macht.
Da Beschwerden im KRM registriert werden, haben die Teamleitungen natürlich ein Interesse daran, diese möglichst gering zu halten,
zumal die Teamleiter in den Führungskräfte-Dialogen u.a. auch danach bewertet werden, ob sie ihr Team im Griff haben und ob der Laden ruhig läuft.

Wenn eine Teamleitung also deutlich überdurchschnittlich viele KRM-Beschwerden sammelt, findet die das gar nicht lustig,
wie sie sich dafür vor der Bereichsleitung rechtfertigen muss, die sich vor der Geschäftsführung rechtfertigen muss, die sich vor der Regionaldirektion rechtfertigen muss,
die sich vor der Zentrale in Nürnberg rechtfertigen muss, die sich vor dem BMAS rechtfertigen muss.

Sich wegen jeder Lappalie beim KRM zu beschweren, um dem Sachbearbeiter "eins auszuwischen" oder ihm bewusst - aber eigentlich grundlos - Arbeit zu machen,
bringt übrigens aber auch nix, denn da interveniert zumeist recht schnell der Bereichsleiter,
der dem KRM und Teamleiter dann mitteilt, dass Beschwerden von "Kunde" XYZ grundsätzlich zu ignorieren seien.

Wo kann ich mir aus anderen Quellen Infos dazu holen?

Google und die Foren-Suche helfen. Infos zu den Ablaufprozessen im KRM findest du hier, hier und hier.
Zudem haben ja diverse User hier im Forum schon Erfahrungen mit dem KRM gemacht.
Einige solcher Berichte findest du hier, hier, hier und hier. Und nun bitte mit Erfahrungen, Fragen, Antworten und ggfs. Korrekturen ergänzen. :wink:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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ExitUser

Gast
Wie gesagt: Ich will hier nicht den Alleinunterhalter spielen. Aber da bisher keine Erfahrungsberichte kamen, will ich oben Gesagtes nochmal um ein paar lesenswerte Dokumente ergänzen.

In diesem Dokument wird der KRM-Prozess so, wie er sich in der Außenwirkung präsentieren soll, schön verständlich dagestellt. Dass das KRM noch andere als die darin skizzierten Ziele verfolgt, nämlich Beschwerden vom operativen Bereich fernzuhalten, wurde oben ja schon geschrieben.

Diesbezüglich spricht schon das Wort Kunden-Reaktions-Management Bände, zumal es ja bedeutungstechnisch bereits in sich trägt, dass es nicht um die Lösung von Problemen geht, sondern um das Managen, also das administrive (Weg)Steuern und Verwaltung, von fast immer negativen Reaktionen von "Kunden", die sich oftmals nichts lieber wünschen als keine "Kunden" mehr zu sein.

Aber wie dem auch sei, Ausfüllhinweise zum "Sich richtig beschweren" (etwa bei der Überzeugung, diskriminiert worden zu sein) finden sich in diesem Dokumen, wobei der Link auf das Online-Formular der BA zur Eingabe von Beschwerden im Dokument nicht mehr aktuell ist. Das Online-Forumlar findet man, indem man diesen Link klickt und dann weiterklickt auf Kontakt zum Kundenreaktionsmanagement (eine Direkt-Verlinkung darauf ist nicht möglich).
!!! Wenn es um ein komplexes Problem geht, das der ausführlichen Schilderung bedarf und ggfs. mit Dokumenten belegt werden soll, würde ich aber davon abraten, das Online-Formular zu benutzen. Ein selbst verfasster, eigenhändig unterschriebener Brief ist in meinen Augen viel sinnvoll und persönlicher. Er zeigt eher, dass einem das Anliegen am Herzen liegt und man sich deswegen die Mühe gemacht hat, einen solchen Brief zu verfassen und persönlich abzugeben. Auch das kann ein kleiner Wirk-Baustein unter vielen sein. Überdies hat man von einem solchen Brief ja eine Kopie zuhause, von einem Online-Formular nur dann, wenn man selbst einen Screenshot gemacht hat. !!!
Eine Evaluation dazu, wie das KRM in Jobcentern umgesetzt wird, findet sich ab Seite 130 ff. in diesem Dokument. Was jetzt noch fehlt, sind aktuelle Erfahrungen und Tipps von Leuten, die selbst schon als sogenannte "Kunden" mit dem Kundenreaktionsmanagement in Kontakt traten. Wurdet Ihr abgeschmettert? Hattet Ihr Erfolg? Wie seid Ihr vorgegangen? Was seht Ihr anders?
 

Sandrin

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Ich finde das hier von dir geschriebene durchaus sinnvoll und verwendbar wenngleich man dies je nach Fall
entsprechend anpassen kann. Das muss jeder in seinem eigenen Fall entscheiden.

Auch deine Beschreibung der Abläufe innerhalb der BA beim KRM sind sehr interessant und es ist wissenswert
aufzuzeigen was eine Beschwerde nach sich zieht oder auch nicht zumal dies innerhalb der BA standarisiert sein sollte.

Allerdings haben wir nicht nur "Kunden" der BA. Es gibt reichlich Optionskommunen und die kehren sich in der Regel
einen feuchten Kehricht darum wie z.B. die BA Beschwerden handhabt. Auch die sogenannten "fachlichen Hinweise"
interessieren diese in der Regel nicht. Hat man ein Problem mit einer Optionskommune ist der Weg meist wesentlich
beschwerlicher und führt viel häufiger über die Sozialgerichte. Dies vor allem wenn bei einer Optionskommune der
absolute Sparzwang das Handeln bestimmt treibt dies mitunter seltsame Blüten. Auch die örtliche Politik nimmt
dann sehr großen Einfluss vor allem wenn da mitunter noch selbstherrliche Landräte oder ähnliche hinter stehen.

Aus diesem Grund würde es auch sehr viel Sinn machen denjenigen die dort Probleme haben einen Leitfaden oder
Hilfestellung an die Hand zu geben da es unverkennbar schwerer ist sich bei einer Optionskommune zu wehren.
 
E

ExitUser

Gast
Allerdings haben wir nicht nur "Kunden" der BA. Es gibt reichlich Optionskommunen und die kehren sich in der Regel einen feuchten Kehricht darum wie z.B. die BA Beschwerden handhabt. [...] Aus diesem Grund würde es auch sehr viel Sinn machen denjenigen die dort Probleme haben einen Leitfaden oder Hilfestellung an die Hand zu geben da es unverkennbar schwerer ist sich bei einer Optionskommune zu wehren.
Danke für deinen Input. Ich weiß um das Problem mit den Optionskommunen (vor allem durch die Darlegungen hier im Forum :wink:). Da aber - wie du auch schon sagtest - jede Optionskommune anders tickt und es dort entweder gar keine oder ganz verschiedene Prozess-Standards zum KRM gibt, dürfte das Erstellen eines OK-KRM-Leitfadens ein Ding der Unmöglichkeit sein.

Ich selbst kenne mich in Optionskommunen nicht gut genug aus, um hier irgendwelche Tipps zu geben oder Prozesse zu schildern, die ich nur (halb verstanden) vom Hörensagen kenne. Ich habe nur Einblicke in die Abläufe in gEs. Daher muss da wer anders ran. Wenn sich also OK'ler finden, die was zum Thema beitragen können, bitte!
 

arbeitslos in holland

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Was jetzt noch fehlt, sind aktuelle Erfahrungen und Tipps von Leuten, die selbst schon als sogenannte "Kunden" mit dem Kundenreaktionsmanagement in Kontakt traten. Wurdet Ihr abgeschmettert? Hattet Ihr Erfolg? Wie seid Ihr vorgegangen? Was seht Ihr anders?
nun gut. ich als betroffener kunde, habe dieses "placebo" nicht in anspruch genommen :icon_evil:

mein rat, aus meiner persönlichen erfahrung ist der, sich bei problemen mit dem SB, nachweissicher, sich an TL oder GF zu wenden.(max. eine halbe seite, eher noch ein paar dürre, sachbezogene sätze, keine § oder urteils"gedöns"!)
das schon aus dem grund, weil eben nie auszuschliessen ist, dass das verhalten eines einzelnen SB, dem TL oder GF überhaupt nicht bekannt ist

den grössten ärger machte mir übrigens der "empfangsdrachen" meines JC der mich mit "hau'n sie ab zum SG" abbürsten wollte.
der hat dann aber eine entsprechende "breitseite" von mir kassiert :wink:

als begleitender beistand war idr. schon beim SB schluss

in einem fall wurde rechtswidrig mit "gehen sie doch zur tafel" eine sofortauszahlung an den kunden verweigert
in einem anderen fall wurden unrichtige/fehlerhafte angaben schon in der antragsstellung begangen.

die JC in meinem kreis haben übrigens einen ziemlich schlechten ruf(warendorf lässt grüssen) :icon_hihi:
 

rechtspfleger

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Zu

Ich habe mich beschwert. Was passiert jetzt?
Wenn der Entscheider bezüglich der Beschwerde dem Sachbearbeiter mitteilt, dass ihm eine Beschwerde vorliegt und er in Kürze die Akte anfordern wird, kann das Problem noch schnell bereinigt werden. Bei Vorlage der Akte an den Entscheider für die Beschwerde ist dann alles im grünen Bereich. Der Beschwerdeführer wird dann die Mitteilung erhalten, dass nichts zu beanstanden war.
 

Fabiola

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nun gut. ich als betroffener kunde, habe dieses "placebo" nicht in anspruch genommen :icon_evil:
Von mir wurde dieses von Dir so betitelte "placebo" bereits in Anspruch genommen. Es hat 'Wunder' bewirkt!
Die Afa wurde 'zusammengefaltete' und es kam umgehend ein Entschuldigungsschreiben vom Teamleiter!
Hast Du denn schon Erfahrung mit dem KRM gemacht? Deinem Beitrag nach wohl eher nicht. Dann solltest Du Deinen Begriff "placebo" wohl noch mal überdenken!
 

Texter50

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Ich würde auch nicht generell von Placebo reden. :icon_mrgreen:

Der Vorteil des KRM: die werfen das den passenden Leuts auffen Tisch, die ich sonst nicht erreichen würde. Die andere Alternative is das BMAS, wobei auch die mehr verteilen. :icon_stop:

Was stimmt: es gibt (so bei uns hier) noch Geschäftsführer, die sich tatsächlich kümmern. Nachdem die sich bewegen, was bei uns echt fix geht, da läuft das dann inner Leiste und beim SB... :biggrin:

Ich nutze das KRM aber eher, um inner Jobbörse aufzuräumen und die Firmen anzusch**ssen, die des Steuerzahlers liebstes Datengrab falsch und so gegen meine Interessen nutzen.
Und da is so ne Weiterleitung, we ich feststellen konnte, doch recht nützlich. :icon_stop:
 

Roter Bock

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Die Beschwerde kann eine Ergänzung in der Auseinandersetzung sein, falls man zuviel Zeit hat. Die sollte man besser in die "Prozesslösung" stecken.

Die Lachen, Lochen, Abheften Nummer des KRM bindet nur Zeit die man besser mit Widersprüchen, gegebenfalls Untätigkeitsklagen (Verschleppen und Verschleifen als Taktik der behörde) und gut fundierten Klagen verbringen sollte.

Das unsäglich niedermachende und unverschämte Verhalten einzelner SB kontert man entsprechend gleich vor Ort.

Auf jeden Fall sollte man darauf achten in der Auseinandersetzung, z. B. über Bescheide keine Fristen zu vergessen. Auf KRM allein zu setzen ist sinnfrei.

Roter Bock
 

arbeitslos in holland

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Hast Du denn schon Erfahrung mit dem KRM gemacht?
wegen wem ?

dem empfangsdrachen habe ich das grosse maul gestopft und dem GF mit einem antrag auf akteneinsicht beine gemacht.
1 woche später war das geld auf dem kto.
selbst über das SG wäre es nicht schneller gegangen.
 

Doppeloma

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Hallo BurnsTorn,

denke schon, dass ich da etwas beitragen kann, schon weil ich häufiger auch auf das KRM verweise und gerade in dringenden Fällen (sowohl AfA als auch JC) eine Beschwerde dort anrege.

Zum JC ist allerdings anzumerken, dass viele User nicht mal genau wissen, ob sie von einem BA-JC oder von einer OP-Kommune "verwaltet" werden, ja es fällt mir schwer von "Betreuung oder gar Unterstützung" zu schreiben ... das ist aber immens wichtig, um nicht die falsche Stelle anzugehen.

Eine Evaluation dazu, wie das KRM in Jobcentern umgesetzt wird, findet sich ab
Seite 130 ff. in diesem Dokument. Was jetzt noch fehlt, sind aktuelle Erfahrungen und Tipps von Leuten, die selbst schon als sogenannte "Kunden" mit dem Kundenreaktionsmanagement in
Kontakt traten.
Ich habe bereits reichlich Erfahrungen damit gesammelt, sowohl für die Lösung eigener Probleme als auch als Hilfestellung für andere, es gibt sogar schon (irgendwo hier im Forum), das eine oder andere Anschreiben, das als Grundlage eingestellt wurde für die konkrete Situation des betroffenen Users.

Denn eine automatische Funktion habe ich dafür noch nie empfohlen oder genutzt, es lief immer über die Mail-Adresse mit eigenem Anschreiben (Fakten und nicht nur "meckern") und den vorhandenen Bescheiden / Anschreiben der AfA / des JC im Anhang, die für diese konkrete Situation relevant waren.

Wurdet Ihr abgeschmettert? Hattet Ihr Erfolg? Wie seid Ihr vorgegangen? Was seht Ihr anders?
Komplett abgeschmettert wurde das (in den eigenen und mir sonst bekannten Fällen) noch nie , allerdings gerne "abgewiegelt und / oder verharmlost", die Antworten (direkt aus Nürnberg) kamen immer recht zügig (oft sogar schon am gleichen Tag) und sind oft sehr "nichtssagend", davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen ... :icon_evil:

Denn diese "Lawine" rollt in jedem Falle durch bis zur zuständigen AfA oder dem betreffenden JC und da scheint es doch manchmal ziemlich zu "krachen", je nachdem wie daneben das bisher gelaufen ist ...
Man sollte sich auch immer die Mail des Bearbeiters vorhalten (bis die akute Angelegenheit abgeschlossen ist) und keine Scheu haben, dort noch mal direkt "nachzulegen", wenn es erneut ins Stocken gerät vor Ort.

Auf diese Weise habe ich jedenfalls (persönlich und auch für andere Betroffene) schon recht gute und auch sehr schnelle Erfolge erzielen können (einige sind auch schon länger her aber auch recht Aktuelle sind dabei), besonders wenn es darum ging, dass Leistungen nicht rechtzeitig bewilligt und gezahlt wurden.

Begonnen hat die Nutzung des KRM bei mir /uns privat, als man meinem Partner bei der AfA (nach der Aussteuerung wurde er bereits 2008 für wenigstens Teilzeit vermittelbar gehalten in Folge Ablehnung seines EM-Rentenantrages bei der DRV) trotz sehr wenig ALGI keine Bewerbungs- und Fahrtkosten für die Termine erstatten wollte.

Seine SB war wenig "verständnisvoll" und legte die "Bagatellgrenze" schon mal ohne Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit fest, zudem meinte sie auch ihn "jeden Tag" einzuladen wenn sie das für erforderlich halten würde ... obwohl das im Prinzip keinen wirklichen Sinn ergeben hat aber sie wollte unbedingt ihre (vermeintliche) Macht demonstrieren.

Nach mehreren Terminen (ohne Erstattung der Fahrtkosten und mit klarer aber mündlicher Ablehnung von ihr überhaupt den Antrag zu prüfen) hatte ich die Nase voll und habe eine Beschwerde dazu nach Nürnberg geschickt, zudem seine SB auch betonte er würde rückwirkend ohnehin NICHTS mehr bekommen können.

Es funktionierte sehr gut, obwohl es nicht mal was schriftlich dazu gegeben hatte (nur die Einladungen zu den Meldeterminen, die hatten wir natürlich noch), wenige Tage nach dieser Mail war das Geld für ALLE bisherigen Termine auf seinem Konto ... :icon_klatsch:

Seine SB hat von Stund an nicht mehr diskutiert wenn er das verlangt hat und die Termine fanden auch deutlich seltener statt als davor, wirkliche "Vermittlung" war auch in seinem Falle nicht zu erwarten, denn die Ablehnung der EM-Rente hatte ihn ja nicht gesünder gemacht.

Bei der AfA war das (für uns selbst) später nicht mehr erforderlich aber gerade im Bezug auf Ausgesteuerte gibt es bis aktuell immer größere Schwierigkeiten, dass die Zahlungen problemlos und pünktlich aufgenommen werden ...

Es wird gerne verzögert und von "Nahtlosigkeit" um Zahlungslücken nach Ende des Krankengeldes zu vermeiden kann da oft keine Rede mehr sein, dazu habe ich schon sehr oft das KRM angesprochen und angeraten, in der Regel wird dann zumindest ein "vorläufiger Bescheid" erstellt und die Zahlung endlich aufgenommen, die oft bereits "überfällig" war.

Was manchmal monatelang nicht möglich schien, ging plötzlich innerhalb weniger Tage ... schlimm genug, dass es überhaupt passiert aber da war das KRM oft die letzte Option, zumal sich viele nicht wirklich mit dieser Regelung auskennen (auch nicht Anwälte oder Sozialvereine) und immer nur "zu Geduld und Abwarten raten" ... genau DAS ist aber der falsche Weg ...

Mir ist durchaus klar, dass diese Vorgehensweisen auch "irgendwie von oben kommen", aber das geht eben nur so lange wie der Betroffene sich NICHT darüber beschwert (dass hier am Gesetz vorbei gehandelt wird) und das tun aus meiner persönlichen Sicht noch immer viel zu Wenige ... :icon_neutral:

Im Bereich des ALGI empfinde ich das als besonders frech und unverschämt, die "Kunden" wie Bittsteller zu behandeln und teilweise monatelang hinzuhalten (ohne Geld und Krankenversicherung), immerhin haben die mal jahrelang Beiträge dafür eingezahlt UND alle sollten auch wissen (bei den Behörden), dass eine Lohnersatzleistung IMMER Vorrangig zu zahlen ist.

Den ausgesteuerten Leuten dann auch noch anzuraten "lieber" gleich Hartz 4 zu beantragen, weil sie ja wegen Krankheit gar nicht vermittelbar sind, ist wohl die neueste Masche, um diese Kunden am besten direkt abschieben zu können ... und nach mehr als 30 Jahren hat auch meist noch Niemand von den SB bei der AfA was von "Aussteuerung oder Nahtlosigkeit" gehört ...

Ich denke da liegt noch viel Arbeit vor uns und dem KRM denn in diesem Bereich bin ich ja überwiegend unterwegs ...

Unsere Erfahrung mit einer Beschwerde zum örtlichen JC liegt zwar länger zurück, aber das könnte wohl täglich überall in D auch wieder genau so passieren ...

Nach absehbarem Ablauf aller anderen Leistungen zu Ende November, wollte mein Partner damals einen Antrag vom zuständigen JC holen (Anfang Oktober) weil wir genug Zeit haben wollten, alles ordentlich auszufüllen und die erforderlichen Nachweise vorzubereiten... :icon_kinn:

Er kam mit leeren Händen vom Amt zurück, man habe ihm erklärt, das sei "viel zu früh", es genüge wenn wir den Antrag zu Ende Oktober fertig machen und abgeben würden ... man "warnte" ihn auch direkt, dass wir NICHT die Formulare aus dem Internet nehmen dürfen, dann müssten wir alles noch mal neu ausfüllen (auf den Formularen unseres JC, die mit denen aus dem Netz völlig identisch waren), das fing ja schon gut an ... "aber wir waren alt und krank und pleite und brauchten dieses Geld" ... :icon_dampf:

So bekamen wir dann irgendwann Mitte Oktober endlich die Formular-Anträge und direkt einen Abgabetermin (mit schriftlicher Meldeaufforderung) zu Ende Oktober ... es war genau der Zeitdruck entstanden, den wir selbst lieber vermeiden wollten.

Natürlich haben wir uns "gefügt", wir würden ja zum 01.12. sonst völlig ohne Geld dastehen und so gingen wir dann brav zur vorgeschriebenen Antragsabgabe ins JC ... die SB die das alles kontrolliert hat war soweit OK, man meinte auch direkt, dass wir ja "auf die Renten warten mit Dauer-AU" und man uns da wohl nicht (mehr) vermitteln könne ...

Man schob uns (ohne weitere Erklärungen dazu) in einen anderen Raum, dort wäre noch was "zu besprechen" und mit dem Bescheid würde wohl alles pünktlich klappen.
In diesem anderen Raum stellte sich auch Niemand vor oder erklärte uns was wir da sollen, ich ahnte es als man uns hastig was ausgedruckt hatte und meinte: "Das unterschreiben Sie jetzt bitte, das ist hier so üblich" ... wir waren wohl bei einem Arbeitsvermittler und sollten eine EGV unterschreiben ...

Dazu hatte ich immerhin schon fleißig hier im ELO gelesen und war nicht bereit was zu unterschreiben, "nur weil es so üblich ist" ... mein Partner hat es unterschrieben, er hatte Angst, dass wir sonst kein Geld bekommen werden, obwohl wenigstens das noch Niemand "angedroht" hatte ...

Dann durften wir gehen und haben nur noch auf den pünktlich zugesagten Bescheid gewartet, Rückfragen kamen keine mehr aber ein Bescheid kam bis Ende November auch nicht.

Da hat es mir gereicht und ich habe diese ganze Geschichte aufgeschrieben und per Mail nach Nürnberg geschickt, zu ersten Mal im Leben bestand die Gefahr, dass unsere Miete nicht abgezogen werden kann, weil einfach KEIN Geld mehr dafür auf dem Konto war ...

Sicherheitshalber habe ich dann mit unserem Vermieter eine Verschiebung zu Mitte des Monats vereinbaren können aber es gab ja noch weitere laufende Abgaben, die immer am Monatsanfang fällig sind und man hatte uns doch zugesagt, dass alles pünktlich laufen wird mit den Zahlungen des ALGII ...

Zunächst kam eine nichtssagende Antwort, man werde sich drum kümmern "Bla, bla, bla" ... und dann habe ich dort angerufen und gefragt ob das ALLES sein soll was man jetzt zu tun gedenkt, wir konnten am Freitag kein Essen mehr einkaufen gehen und unsere Abgaben nicht bezahlen.

Wir werden also am Montag (da war schon der 3. Dezember) zum Amt gehen (müssen) und unsere Leistung und den Bescheid vor Ort einfordern müssen, stehen ohne Geld da, obwohl wir uns rechtzeitig drum gekümmert haben ... zusätzliche Kosten die dadurch entstehen (weil das Konto leer ist) werden wir dem Amt in Rechnung stellen.

Was immer die angerufene Person (es war ein "Notdienst", ich weiß nicht ob es den noch gibt beim KRM in Nürnberg) noch am Wochenende unternommen hat, am Montag früh klingelte unser Telefon (ja man hatte damals unsere Nummer noch), ganz kleinlaut stellte sich eine SB von unserem JC vor und meinte "der Bescheid sei bereits unterwegs" und falls am nächsten Tag noch kein Geld auf dem Konto sein sollte können wir zum Amt kommen und bekommen ALLES sofort in Bar ausgezahlt ...

Zum Glück war das Geld dann am nächsten Tag (04.12.) endlich auf dem Konto und durch das Wochenende waren auch die Abbuchungen noch nicht angelaufen, das verdanken wir aber nicht dem JC und es gab später noch einige Male unnötige (und vor allem unbegründete) Verzögerungen bei WBA-Bewilligungen, die haben wir denen dann aber selber "ausgetrieben" ...

So ein Erinnerungs-Fax täglich auf den JC-Frühstückstisch wirkt auch manchmal Wunder, nach dem Motto "steter Tropfen höhlt den Stein" ... :biggrin:

Das waren nur die beiden krassesten Episoden, wo das KRM sehr hilfreich war, man muss aber auch dort hartnäckig genug sein wenn die nicht gründlich genug "durchgreifen" (wollen ?) ...

Auch zu einer "medizinischen EGV" gab es da schon ein interessantes Erlebnis für eine gute Bekannte, die seit Jahren AU gewesen ist und von ihrem behandelnden Arzt ein ausführliches "Gutachten" (Eigenkreation des betreffenden JC dafür) zu ihrer Erwerbsfähigkeit erbringen sollte, weil ihre SB das Geld für den ÄD sparen wollte ...

Auf die Anfrage in Nürnberg, ob es sich dabei um ein offizielles Formular der AfA handeln würde, gab es sehr "ausweichende" Antworten und die SB meinte als "Erklärung", das sei als Vorbereitung für den ÄD gedacht gewesen, dabei war gar nicht die Rede von ÄD gewesen ... vorher jedenfalls nicht ...

Der behandelnde Arzt hat das nie zu sehen bekommen, der hätte sowieso verweigert das für einen Arbeitsvermittler vom JC auszufüllen ... der Hintergrund war sicher die "gewünschte Abgabe" an das SGB XII ... hätte aber auch nicht funktioniert. weil der Sohn noch mit in der BG war und der war in der Ausbildung ...

Nachdenken ist nicht immer unbedingt die Stärke der SB bei den Ämtern, mit unserer OP-Kommune (wurde später "umgewandelt") war das alles deutlich schwieriger, ich glaube auch nicht, dass man dafür hier eine "Beschwerde-Richtschnur" entwickeln kann, dafür sind die übergeordneten Zuständigkeiten einfach zu unterschiedlich (und vermutlich auch schon zu verfilzt).

Eine wirklich "schnelle" Möglichkeit gibt es da (leider) sicher nicht, da kann man nur dem JC vor Ort auf die Pelle rücken (unbedingt MIT Beistand) und so lange dort bleiben, bis die dringenden Angelegenheiten tatsächlich geklärt wurden UND man das auch schriftloch bekommen hat.

MfG Doppeloma
 

ladydi12

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Hallo zusammen,

Von mir wurde dieses von Dir so betitelte "placebo" bereits in Anspruch genommen. Es hat 'Wunder' bewirkt!
Die Afa wurde 'zusammengefaltete' und es kam umgehend ein Entschuldigungsschreiben vom Teamleiter!
und bei mir führte das besagte Placebo dazu, daß ein bestimmter Sachbearbeiter nicht mehr im aktiven "Kundendienst", sondern im etwas ruhigeren Aus- und Weiterbildungsbereich seitdem weiterbeschäftigt wird und so mancher Sachbearbeiter mir etwas mehr Respekt entgegenbringt.:cool:

meint ladydi12
 

rechtspfleger

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Kommt dann sicher sehr stark auf die örtlichen Gegebenheiten an.

Es kann kesseln, Entschuldigungsschreiben kann aber auch bedeuten: es wird die Vorlage "Entschuldigungsschreiben_Beschwerde_allgemein.dotx" verschickt, Angelegenheit erledigt, vielleicht noch ein dezenter Hinweis an den SB.

Für eine Umsetzung als Folge einer Beschwerde muss ein SB meines Erachtens schon eine massive Entgleisung hingelegt haben.
 

Surfing

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Über den Thread kann ich nur lachen, weil das BA-KRM so ausführlich beschrieben wurde und der Eindruck entstehen könnte, das wäre eine sinnvolle Möglichkeit. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie es in "meinem" JC abläuft (bei Nutzung der Online-Kontaktmöglichkeit): Das KRM leitet die Beschwerde an die Auslöser der Beschwerde weiter, also an das JC das die Beschwerde betrifft. Von dort kommt dann ein Brief der Teamleitung die zur Beschwerde Stellung nimmt. Die Teamleitung stellt sich vor ihre Mitarbeiter/innen und wimmelt die Beschwerde mit Ausreden und Floskeln ab. Bei schriftlichen Beschwerden die direkt beim JC eingereicht werden (beim Kundentresen für Anliegen aller Art) ist der Ablauf identisch.

Dazu muss noch gesagt werden, dass nicht gleich an die JC-GF adressiert wurde sondern die mittlere Ebene erreicht werden sollte. Damit will ich aber nicht sagen dass das generell nutzlos ist. Auch habe ich das speziell auf die Erfahrungen mit "meinem" JC bezogen.
 

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Ich finde absolut nicht, dass das fruchtlos ist.


Ich persönlich schreibe alles und jeden an, der mir wichtig und interessant erscheint, und erzähle was mich beschwert und was ich erwarte.

Ich betone meine Menschlichkeit und meine Menschenwürde und meine Ehre und sehe die staatlichen Stellen mittlerweile als Diener der Gesellschaft die es zu erziehen gilt!

und ich sehe mich nciht als Bittsteller oder jemand der sich ncihts erlauben könnte oder gar sollte, sondern als eine Bürgerin die sich einmischen muß und zwar so wie ich meine das man vorgehen muß, um sich einzubringen und helfen die Zustände für Hilfeempfänger zu ändern.

Ich hab es satt was für ein Bild über solche Menschen herrscht und ich trage dieses Bild und diese GEfühle mit mir herum!

Das will ich nciht!
Man muß sich den REspekt holen! Einfordern!



Ich hab seit kurzem die Scheu und angst abgelegt, ich habe etwas gemacht was mich befreit hat und mir meine Kraft gezeigt hat.

Ich möchte alle ermuntern sich ihrer Würde bewußt zu werden und alles zu benennen was einen bewegt und vor allem immer wieder auf die Menschenwürde weisen!

Ihr müßt denen die mit uns zu tun haben bewußt machen, dass sie zwar ihre Vorschriften haben, aber es hier um Menschen geht und jeder einzelen hat seine eigene Geschichte.
Ihr müßt euch nciht verstecken und scheu Angst haben.
Verlangt was ihr erwartet!

Ich schreibe allen die mir wichtig erscheinen, morgen ist herr Weise dran.
Dem werde ich mich vorstellen und meine Geschichte erzählen und werde eine Antwort fordern.
Ich werde ein Danke und Anerkennung für meine Lebensleistung verlangen!

Ja! Das werde ich tun!

Ich mache die Regeln und ich sage mir wer ich bin und was man mit mir machen darf und was nicht!
Freilich in menschenwürdigen Regeln der Gesellschaft, aber nicht den Regeln des Hartz 4!

Wenn mir niemand antwortet vonall denen die ich anschreibe, dann sammel ich das und bringe das irgenddwann mal bei passender GElegenehti vor Gericht, das wird mein Plädoyer uns die Würde wieder zurückgeben soll, derer man uns beraubt mit solchen Gesetzen und von solchen Gruppen wie deiHartz Kommission und Schröder.

Man darf den Kampf nciht aufgeben.

Ich persönlich erwarte nicht, dass ich allein und jetzt irgendetwas erreiche, aber ich mach das trotzdem, wer weiß vielleicht kann ich solange betonen was für eine aufrechte Mutter ich bin, dass es irgendwann mal fruchtet.

Weil es einfach nicht sein kann, dass man alle über einen Kamm schert und selbst Menschen die große Leistungen erbracht haben so ins Abseits abschiebt!

Ich werde gegnüber Herrn Weise verlangen, dass einer Frau wie mir eigentlcih die öffentliche Anerkennung zusteht für meine Lebensleistung, nämlich die Erzeiehung von 4 gesunden und hochgebildeten Kindern, und das alles ganz ohne Verwicklungen in Drogen und Alkohol, Kriminalität oder absolutem Asiverhalten.

Das hat einen Wert für alle und das will ich anerkannt haben!
In Form dessen, dass man mich nciht so behandelt, als wäre ich ein unnötiger Esser den man lieber heute als morgen endlich tod sehen will, damit ich nix koste!

Was soll das denn?

Ich bin eine Mustermutter und meine Kinder Musterkinder.

Einmal hat nahc einem Gerichtstermin der anwesende Behördentyp zu mir nach derVerhandlung gesagt es ssei ungewöhnlich was ich als alleinerziehnde Frau mit der Erziehung geleistet hätte.

Der hat meine Nähe gesucht, war mir nicht recht, aber war auch überrascht, zumal ich ja gegn das Jbcenter scharf geschossen habe und diese Verhandlung die zweite zum selben Thema war.......wobei mir der Anwat zunäächst ausreden wollte dass es nochmal vor Gericht gehen kann.

DAvon wollt ich nichts wissen und habe solange gemacht, bis es wieder zur Klärung vor GEricht ging.

Ich empfand das Unrecht der ersten Entschediung und das wollte ich ändern.
Und also! Es ging doch!



Lasst euch nicht einreden, dass ihr Bittsteller seid, die sich unterzuordnen haben, bleibt aufrecht und besteht auf Anerkennung eurer Leistung als Menschen dieses Staates und dass ohne Euch mal gar nix geht! Stellvertretend für alle Bürger!

Vorallem fordere ich die Mutter auf die Anerkennung ihrer Arbeit zu fordern und eine entsprechende Behandlung auch in Sachen Rente zu fordern!

Das ist nicht richtig was hier konstruiert ist, das ist falsch und das muß man austreiben.


Als erstes müßt ihr eure Sicht von Euch in der Gemeinschaft richtig rücken und euren Wert wieder sehen und hochhalten!

Egal was die Jobcenter wollen, ihr dürft das nicht zulassen, dass sie aus euch angstgeplagte arme Duckmäuse machen, die nur noch sich versecken wollen und sich wegducken.!

Macht das einfach immer klar wer ihr seid!!

Ich hab keine Angst vor dem Jobcenter, und wenn ich dort so nihct hin will, dann deshalb weil der Typ nciht recht hat oder mich entsprechend behandeln muß!

ich kann jeder Zeit denen entgegentreten und trage meine Stolz immer aufrecht, da kommt keiner ran und schlechtes Benehmen rüge ich auch sofort.

Ich verlange einfach REspekt!

Wehrt Euch! Ihr seid im REcht!

Kürzlich habe ich mich gegen alle Widerstände bei einer wichtigen Person zu einem wichtigen Thema durchgesetzt .
Bis dahin war ich eher die nachgiebige, die sich nicht so weit vortraue, aber es war für mich äußerst wichtig meine Interessen druchzubocksen anstatt den anderen sich durchzusetzen lassen.

Das hat mir ein solche Hochgefühl gegeben, dass es mir danch so gut ging, cih hatte mich plötzlich wieder gefunden.

Leider kippe ich noch um und verleire miene Kraft wieder, aber das leigt an meiner Krankheit, dieses Erlebnis aber ich vergesse es ncith und ichweiß was mir gut dabei getan hat, nämlich die Wichtigkeit die ichmir selber gegeben habe!


So, das war ein kostenloses Livekonzert von mir! :)) Ich hoffe das hilft jemandem.

Hört auf euch zu bekümmern, steht stolz und aufrecht Leute und verlangt Respekt!
 

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Wir können und müssen auchnciht Pargraphen kenner sein um unsere Interessen druchzusetzen.
Den meinsten sagt der gesunde Menschenverstand was richtg ist und das kannman auch in eigenen Worten einfordern.
eine Stellungnahme der anderen Seite zeigt einem dann schon worauf der sich stützen darf.

Das kann man dann für sich verarbeiten und die passende Antwort geben.

Kann man so tun und es ist richtig!

Es is gut wenn man dann sich mit dem Recht worauf sich dei Gegenseite tützt zu befassen und das zu versehen, aber dann kann man immer noch mit eigenen Worten sich dagegen aussprechen.

Der gesunde Menschenverstand und die Menschenwürde ist unser oberster Herr!


Dieses Hartz 4 trifft so viele Mütter und Kinder und auch schwache Menschen.

es ist wichtig wie die Sozialhilfe mit seinen Menschen umgeht!

Und deshalb muß man die erziehen und immer wieder denen in Erinnerung rufen, dass ie es mit Menschen zu tun haben die stark sind und sich nichts gefallen lassen.

Ich hab das Gefühl das geht gut und ist der richtige Weg!

Also ran!

Macht euch klar wer ihr seid und wo eure Verantwortung liegt, was ihr keisten könnt und wollt oder geleistet habt, lasst euch nichts ausreden!
 

Linsen87

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Ich möchte (bzw. sehe mich dazu gezwungen) mich bei der Regionaldirektion der BfA meines Bundeslandes über mein Jobcenter zu beschweren.
Muss ich den konkreten Namen der Personen/SB nennen? Denn ich weiß manchmal gar nicht, wer in der Leistungsabteilung jetzt für ein Schreiben verantwortlich war. Anfangs stand noch ein Name drunter, doch nach mehreren Meinungsverschiedenheiten steht im letzten Schreiben gar kein Name mehr, nur noch Jobcenter Xxxxxx. Und dann steht oben rechts ja immer auch noch "Mein Zeichen". Soll ich dieses in dem Beschwerdeschreiben angeben oder einfach allgemein halten und nur das Jobcenter nennen?

mfg
Linse
 

Seepferdchen

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"Mein Zeichen". Soll ich dieses in dem Beschwerdeschreiben angeben
Du gibst das "Mein Zeichen" plus das Jobcenter und beziehst dich auf den Schriftverkehr bzw. auf den
jeweiligen Bescheid den du ggf. hier als Beschwerde vorbringst.
 

susanne75

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Hallo, ich möchte ebenfalls eine Beschwerde beim KRM versuchen.
Im Thema schriftlich involviert sind SBs, deren Namen ich erwähnen würde und auch die Geschäftsführung.
Macht eine Beschwerde dann überhaupt Sinn, wenn die Geschäftsführung über den Umstand Bescheid weiß, aber sich nichts geändert hat in den letzten Monaten? Das KRM leitet es doch dann an die Teamleitung oder an die Geschäftsführung, über den ich mich ebenfalls beschweren möchte?

Die Geschäftsführung wurde darüber in Kenntnis gesetzt, dass in meiner Akte erheblich leistungsrelevante Unterlagen fehlen. Dadurch kam es zu nachteiligen Entscheidungen für mich. Mehrfach nachgewiesen, dass die Unterlagen abgegeben wurden und das Jobcenter die Abgabe jeder einzelnen Seite quittierte! Obwohl die GF Bescheid weiß, gibt es keine datenschutzrechtlichen Nachforschungen oder korrigierte Entscheidungen, nein im Gegenteil, das Jobcenter behauptet aktuell weiterhin, ich hätte nie etwas abgegeben. Wenn ich im Forum querlese, komme ich auch das Stichwort Verwahrungsbruch. Sollte ich einen evtl.Verdacht auf Verwahrungsbruch erwähnen?
 

Surfing

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@susanne75

Bei deiner Sachlage und den Umstand dass auch die JC-GF involviert ist und Bescheid weiß, würde ich zusätzlich zum KRM bei der BA auch die für dein Bundesland zuständige BA- Regionaldirektion anschreiben. Das geht auch Online. Das habe ich selber auch schon etliche male gemacht. Gemäß dem Motto "doppelt genäht hält besser".

Auch wenn man keine schriftliche Rückantwort bekommt, es kann nicht schaden. Wenn Du bei einer Optionskommune bist, also kein BA-Jobcenter, sinken die Chancen auf eine Reaktion erheblich.
 

Kerstin_K

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Bei dem Problem von Susanne muss der Datenschutz mit ins Boot.
 

JobcenterAffe

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Ich will einmal kurz meine Erfahrungen mit dem KRM schildern:

Ich hatte ca. Mitte Juni eine Beschwerde über die "Beschwerde-Internetseite" abgegeben, in der ich monierte bzw. fragte, wieso die Fahrtkostenerstattung bei privat genutztem Pkw nur bei 0,20 € pro gefahrendem Kilometer liegt, nachdem selbst ein Kleinwagen laut ADAC-Kostenstatistik schon 32 Cent an Kosten verursacht.

Ich forderte daher, daß die Kostenerstattung - wie auch in der restlichen Wirtschaft üblich - bei zumindest 30 Cent liegen müsse.

Ich kreuzte auf dem elektronischen "Beschwerdeformular" ausdrücklich an, daß ich eine schriftliche Antwort bzw. Stellungnahme (eMail bzw. schriftlich standen zur Auswahl).

Wie nicht anders erwartet, verging Monat um Monat, an dem sich niemand rührte. Mittlerweile hatte ich die Eingabe schon fast vergessen, und dachte, man hätte sie einfach so unter den Tisch fallen lassen.

Dann Mitte August kam wie aus heiterem Himmel eine sogar sanktionsbewehrte Einladung vom hiesigen Jobcenter, mit ganz kurzfristiger Terminfestsetzung (2 Werktage nach Briefzugang). Diese war ohne den üblichen Text "Ich möchte mit Ihnen Ihre Bewerbungsaktivitäten besprechen... und bla bla".

Zu diesem Zeitpunkt dachte ich schon gar nicht mehr an meine Beschwerde, da ich die Antwort ja ausdrücklich schriftlich verlangt hatte.

Relativ beunruhigt fuhr ich also zu dem Termin.

Dort angekommen wurde ich von einer mir unbekannten Person, die sich als "Kundenreaktionsmanagerin" des JC's vorstellte, hereingerufen.

Sie sagte dann, daß ihr Amt solche Beschwerden "immer sehr ernst nähme" ... bla bla bla, und "ich wäre der erste", der das gemacht hätte (das JC ist zugegebenermaßen klein und an klaren Tagen kann man's an links oben auf dem Mond aufblitzen sehen :wink: ). Meine Meinung: Wenn's schon mehr als 2 Monate dauert, bis ich eine Reaktion erhalte, kann's wohl nicht sooooo ernst genommen worden sein.

Jedenfalls sagte sie, daß das Amt nach kurzer interner Diskussion meinen "Antrag" auf Erhöhung der Kilometerpauschale ablehnt, mit der Begründung daß im "Bundesreisekostengesetz" (gültig für Beamte) die Erstattungshöhe auch nur 20 Cent betrüge" (ich geb's jetzt nur ungefähr wieder), und sich daran eben anlehne.

Meinen Einwand, daß ich "leider" kein Beamter wäre, sondern in meinem vorherigen (verschwendeten) Leben immer in der freien Wirtschaft tätig war, wo schon anno dazumal (vor mehr als 20 Jahren) eine Fahrtkostenerstattung von 60 Pfennig gegolten hätte, wollte sie nicht gelten lassen.

Das wäre eben so, und damit "müsse ich mich abfinden". Auch sagte sie noch, daß die besagten 20 Cent nur als "Zuschuß" anzusehen wären, und somit auch nicht kostendeckend sein müssten. Außerdem "könne ich ja auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Terminen fahren" (auf dem platten Land - hoho).

Darauf entgegnete ich, daß hier in der Gegend bestenfalls nur in der Früh und am Abend überhaupt ein Bus führe, und natürlich auch nicht überall hin. Sie sagte dann, ich solle ihr nichts erzählen, sie lebt ja selbst auf dem Land (aber sicher mit Auto), und wisse, daß das alles möglich sei, wenn man nur wirklich wolle.

Zumindest die Aussage mit dem "Zuschuß" war natürlich falsch, weil dem SGB-II-Empfänger keine zusätzlichen Kosten für Fahrten zum Jobcenter entstehen dürfen.

Jedenfalls kann sie in der Angelegenheit nun nichts mehr für mich tun. Die Ansicht des Jobcenters wurde mir hiermit kundgetan.

Ich erwiderte daraufhin, daß es ein einfacher Brief als Antwort auch getan hätte.

Im nachhinein weiß ich schon, warum dies eben nicht so "einfach" gehandhabt wurde. - Nämlich, damit ich letztendlich nichts in der Hand habe.

Ich erwäge nun exakt dieselbe Anfrage nochmal zu machen. - Diesmal aber mit der ausdrücklichen Forderung, daß ich die Stellungnahme schriftlich (in Briefform) haben will.

Viele mögen jetzt sagen, "was regt der sich auf, ob das nun 20 oder 30 Cent Kilometerpauschale sind, ist doch egal". - Irrtum!!!!

Hochgerechnet auf die hunderttausenden Fahrtkostenerstattungen pro Jahr kommt da für die BA (geht schließlich auch um ALG 1-Bezieher!) bzw. das Jobcenter ein eingesparter bzw. vorenthaltener Betrag heraus, der jährlich die Höhe mehrerer Millionen Euro erreichen dürfte.

Sicherlich ein Klacks, wenn man den Milliaardenetat der BA ansieht, aber trotzdem: Es geht um Geld für die, die in ernste Nöte kommen, wenn sie's nicht bekommen.

So, das war meine Erfahrung mit dem KRM. - Sorry, für die ausufernde Schilderung!

P.S.:
Die Fahrtkostenerstattung für diese (unnötige) Einladung habe ich nach nun 3 Wochen immer noch nicht auf meinem Konto. - Rache des Amts?
 
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wolf77

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Du könntest dich zusätzlich über das Sanktionsbewehrte Einladungsschreiben beschweren.
 

BurnItDown

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Allerdings, der Meldeparagraph hat 5 Meldezwecke, fällt so etwas darunter? Wohl kaum.
Das heißt man hätte dich einladen können, aber nicht vorladen.
Unterschied? Einladungen kann man folge leisten, Vorladungen muss man folge leisten sonst wird man bestraft. Deshalb sind auch alle Meldeaufforderungen des JC Vorladungen egal wie diese Leute das bezeichnen.

Ich würde da einfach mal Feststellungsklage raus hauen, damit die es lernen die Leute nicht zu bestellen wie Gegenstände beim Onlineshopping sind.
Die Grundrechte der Bürger können aufgrund von Gesetzen aufgehoben werden, wenn aber kein Meldezweck vorgelegen hat(UND das schon bei Erlass der Meldeaufforderung), war das eine unbegründete Aufhebung der Grundrechte und damit eine Nötigung zum Erscheinen, also rechtswidrig und die Meldeaufforderung war schon nichtig bei Erlass.

Wenn man also das volle Programm fahren will, ist eine Anzeige wegen Nötigung auch noch einzulegen. Aber das ist vielleicht etwas viel, sie sollen ja halt nur lernen diese Mauschelei(nichts anderes war das) nicht die Gesetze zu missbrauchen und die Rechte der Bürger zu brechen.
 

wolf77

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...vermutlich wirst du daraufhin zur Klärung per Sanktionsbewehrtem Einladungsschreiben eingeladen :icon_mrgreen::peace::doh::icon_mad::icon_lol:

...wenns nicht so verdammt frustrierend und traurig wär, könnt man sich totlachen...
 

BurnItDown

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Klar was sonst?
Wenn sich so eine Verhalten erst mal eingeschliffen hat, dann braucht es eben Aufwand um denen das auszutreiben.
 
E

ExitUser

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du könntest hardcore fahren und wie Burnitdown in Beitrag 24 sofort Feststellungsklage erheben. Oder du gehst den genüszlicheren Weg und verpackst deine Frage erstmal in einen Antrag auf Auskunft und Beratung nach $$ 13-15 SGB I.

Innerhalb dieses Schreibens würde ich schlicht um eine Rechtsgrundlage für die mündliche Aussage von Frau xxxL ersuchen. Ein einfacher 1-2-Zeiler, sonst erstmal nichts. Als Schluzzsatz wäre der Satz wichtig "Rechtliche Schritte behalte ich mir vor.", damit die wissen, woher der Wind weht.

Eine Fristsetzung ala "für Ihre Beantwortung habe ich mir den (Datum in 2 Wochen) vorgemerkt." wäre hilfreich, aber nur dann, wenn du dann tatsächlich Konsequenzen ziehst. Nicht (nur) labern sondern (auch) tun:biggrin:

Vorteil: Anträge müssen binnen 6 Monaten begründet beschieden werden, egal ob positiv oder negativ und anschlieszend steht der Klageweg gegen den Bescheid frei. Ob sie sich an die Frist halten, steht in den Sternen, aber damit hättest du zusätzliche Munition, wenns dir zu lange dauert und du dann doch vielleicht irgendwann den Weg der Feststellungsklage gehen willst.
 
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BurnItDown

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Das kann man natürlich vorweg auch machen.
Kommt halt drauf an wie es läuft, ist das Verhältnis schon vergiftet ist so ein "Vorspiel" nicht nötig und nur Zeit Verschwendung, ist es noch OK dann sollte man durchaus erst mal in sanfterer aber bestimmter Art die Sache weiter verfolgen.
Wenn die einen dann dumm kommen oder meinen das irgendwie ignorieren zu können, dann sollte man seine Worten auch Taten folgen lassen.
 

Kerstin_K

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Ich denke, zu so einem unbegründeten Termin sollte man gar nicht erst hingehen und auf schriftliche Auskunft bestehen.

Ich glaube kaum, dass da eine Sanktion kommt und wenn, hätte die wohl nicht lange Bestand.
 

BurnItDown

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Früher hätte man sich darauf wohl verlassen können aber heutzutage muss man da anders ran, so manches Gericht arbeitet genauso "schluderig" wie die JCs, weshalb die auch nichts dran finden was das JC an Grundrechtsverletzungen abzieht. Ist halt alles "nicht so schlimm" meinen die, aber auch nur bis ihre Grundrecht mal gebrochen werden, dann ist das Geheule groß bei den Rolands.

Man muss also seinen Kram durch alle Instanzen treiben, was sich hinzieht und da das JC in der Zwischenzeit eh nicht von seiner Handlungsweise abweicht und noch mehr Sanktionen raus haut, ist es nicht empfehlenswert sich irgendeiner Sanktion überhaupt auszusetzen, nur dem dem Glauben dass das SG es schon richten wird, da kann man sich nicht mehr drauf verlassen.

Ich empfehle daher hinzugehen, Fahrkosten gelten machen, und dann entweder gleich den Rechtsweg einzuschlagen oder wie Beretta1 vorschlug erst noch das Vorspiel zu erledigen.
 

JobcenterAffe

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Ich hab' mich damals irgendwie übertölpeln lassen:

Da ich das Einladungsschreiben mitbringen sollte (samt Ausweisdokument), tat ich dies natürlich.

Ich legte es vor, und die KR-Managerin nahm dann das Einladungsschreiben gleich zu Anfang an sich, und behielt es.

Somit habe ich nun keinen Nachweis darüber, was darin tatsächlich stand (mit der Rechtsfolgebelehrung).

Da mein Drucker zu der Zeit auch kaputt war, habe ich zuhause keine Kopie angefertigt (mache ich bei Einladungen normalerweise sowieso nicht).

Das einzige was ich gemacht habe, war, daß ich eine schriftliche Bestätigung über die Auszahlung der Fahrtkosten verlangt habe.

Dafür zerriß eine SBin (das fand in einem anderen Zimmer statt) das bereits ausgefüllte Formular, und füllte ein neues aus.

Dauerte dann nochmal 5 Minuten, bis es wieder unterschriftsreif war.

Lang lebe die Bürokratie! - Aber die Bürokraten werden ja wenigstens gut bezahlt!

Jedenfalls will ich dann diesem Fahrtkostenbescheid widersprechen.

Was mir etwas weh tut: Wenn ich damit durchkomme, sind die größten Profiteuere wohl die Speichellecker dieses Staates, wovon nicht einer dieser Million die Eier hat, gegen eine zu niedrige Fahrtkostenerstattung gegenüber ihrem "Dienstherrn" zu klagen.

Aber das ganze wird sowieso wohl nie passieren.
 
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Surfing

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Somit habe ich nun keinen Nachweis darüber, was darin tatsächlich stand (mit der Rechtsfolgebelehrung).

Da mein Drucker zu der Zeit auch kaputt war, habe ich zuhause keine Kopie angefertigt (mache ich bei Einladungen normalerweise sowieso nicht).
Das kann mal passieren. Es steht ja seit einiger Zeit in den Termin-Vorladungen, dass man diese zum Termin mitbringen soll. Ich mache mir deshalb von der Vorderseite eine Kopie und nehme die mit. Originale nehme ich grundsätzlich nicht mehr mit zum Termin. Wenn es um etwas anderes geht (z.B. EGV - Besprechung), schaue ich ob ich eine zweite EGV-Ausfertigung habe die bei mir bleibt. Oder ich nehme auch nur eine Kopie mit. Damit das nicht eintreten kann mit dem fehlenden Beweisstück.

Bei den Fahrtkosten, direkt im Termin Fahrkarten verlangen die man für Einzelfahrten nutzen kann. Die JC müssen das vorrätig haben und bekommen das im Einkauf viel günstiger als ein Privatkunde. Bei Fahrten mit Pkw schaut das anders aus, da ist eine Auszahlung oder Überweisung angebracht. Ohne schriftliche Bearbeitung geht beim JC gar nichts.
 

JobcenterAffe

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Es steht ja seit einiger Zeit in den Termin-Vorladungen, dass man diese zum Termin mitbringen soll. Ich mache mir deshalb von der Vorderseite eine Kopie und nehme die mit. Originale nehme ich grundsätzlich nicht mehr mit zum Termin.
Ja, mein Kopierer (Multifunktionsgerät) gab kurz vorher erst seinen Geist auf (scheiß Canon!). Deshalb konnte ich zu dem Zeitpunkt keine Kopien machen.

Mittlerweile habe ich mir ja wieder ein gebrauchtes "Multifunktionsgerät" für 20 € gekauft. Marke? - Natürlich.... CANON. :doh: - Aber nur, weil er so billig war! Die Patrone im Geschäft, die ich anschließend kaufte, kostete natürlich auch nochmal 16,50 € extra. :icon_hihi:

Bei den Fahrtkosten, direkt im Termin Fahrkarten verlangen die man für Einzelfahrten nutzen kann. Die JC müssen das vorrätig haben und bekommen das im Einkauf viel günstiger als ein Privatkunde. Bei Fahrten mit Pkw schaut das anders aus, da ist eine Auszahlung oder Überweisung angebracht. Ohne schriftliche Bearbeitung geht beim JC gar nichts.
Meine Fahrtkostenerstattung ist übrigens jetzt (nach 5 Wochen) immer noch nicht auf dem Konto. Und der Bescheid, der mir wichtiger ist, natürlich auch noch nicht eingetroffen. Denn gegen den will ich dann Widerspruch einlegen.

Vielleicht war mein Fehler, daß ich ankündigte, gegen den Bescheid vorgehen zu wollen. Nun wird's wohl deshalb absichtlich in die Länge gezogen.

Verschwörungstheorie? - Eher nicht! - Bisher hatte ich nämlich meine Fahrtkostenerstattung meist so nach 1 bis spätestens 2 Wochen auf dem Konto.

Mensch, man ist doch immer ziemlich blöd: Ich bekam (und verlangte) nicht einmal eine Kopie vom Antrag.

Ich bezweifle auch, daß es so etwas wie Bustickets vom JC bei uns auf dem Land überhaupt gibt. Meine SBin macht schon immer ein Theater, wenn ich wegen 1 Fahrt eine Fahrtkostenerstattung beantrage. "Also, normalerweise machen wir das immer erst ab zweien".

Und das, obwohl ich 15 km einfach zum JC mit dem Auto habe. Da macht eine Fahrt dann schon 6 € aus. - Das ist in deren Augen scheinbar ein "zu geringer Betrag zur Erstattung".

Naja, die leben finanziell eh in einer anderen Welt, und können (oder wollen) sich gar nicht in die Lage eines ELO's versetzen. - Und das, obwohl sie tagtäglich mit ihnen zu tun haben.

Wenn ich das schon immer höre: Bewerbungkostenerstattung bei einer eMail.... "Ja, eigentlich enstehen ihnen doch gar keine Kosten bei einer eMail-Bewerbung". - Und die Kosten für den Internetanschluß, der mit mindestens 35 € hier auf'm Land zu Buche schlägt (Telekom-Monopol!), der zählt nicht? "Ja, aber den benutzen Sie doch auch privat und den brauchen Sie sowieso!" - Hehe...

Das heißt man hätte dich einladen können, aber nicht vorladen.
Unterschied? Einladungen kann man folge leisten, Vorladungen muss man folge leisten sonst wird man bestraft. Deshalb sind auch alle Meldeaufforderungen des JC Vorladungen egal wie diese Leute das bezeichnen.
Also dazu kann ich nur folgendes sagen: Ich sagte zu der KRMin beim Platznehmen, ich hätte eine "Vorladung" bekommen. Darauf entgegnete sie sofort mit einem Lächeln: "Das ist keine VORladung, sondern nur eine EINladung! - Vorladungen gibt es nur vor Gericht!"
Darauf ich: "Ist doch egal, wie das Kind sich nennt. Ich soll jedenfalls hier erscheinen."
 
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BurnItDown

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Es gibt keine Einschränkungen für Kostenerstattungen solange sie vom Elo nicht unverhältnismäßig aufgebauscht wurden. Entstehen Kosten bei einer Sache zu der JC verpflichtet hat, hat das JC diese Kosten zu erstatten. Ansonsten Klagen.

Und Internet?
Habe den Regelsatz nicht vor Augen aber da ist für Telekommunikation doch nur 20-25 Euro veranlagt worden. Das heißt entweder werden auch Kosten für solche Bewerbungen übernommen oder man erklärt gegenüber dem JC das man, da der Regelsatz schon vorher nicht die Kosten gedeckt hat, den Anschluss kündigt und damit zukünftig nur noch postalisch erreichbar ist. Was man übrigens sowieso nur sein muss denn niemand kann einen zwingen Telefon/Internet oder anderweitige Kommunikationsmethoden bereit zu halten.

Einladung/Vorladung
Tja der Verein kann einen Kuhfladen auch Pizza nennen, aber solange ich keinen SB sehe der so eine solche "Pizza" futtert ist das auch keine Pizza für mich.
Und wenn in einer Einladung gedroht wird ist das eine Vorladung.
 

JobcenterAffe

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... und damit zukünftig nur noch postalisch erreichbar ist. Was man übrigens sowieso nur sein muss denn niemand kann einen zwingen Telefon/Internet oder anderweitige Kommunikationsmethoden bereit zu halten.
Naja, ganz blöd ist man ja auch nicht (zumindest nicht mehr nach ein paar Jahren). Für die bin ich natürlich nur noch postalisch erreichbar!

Aber beim letzten Termin kam dann trotzdem: "Ja, Herr T., sehen Sie, wenn Sie Ihre Telefonnummer bei uns hinterlassen hätten, hätten Sie heute gar nicht erscheinen müssen. Aber so konnte ich Ihnen ja nicht kurzfristig absagen."

Ich ließ diese Bemerkung dann unkommentiert. Und auch egal: Ich bekomme ja meine Fahrtkosten dafür (hoffentlich noch).
 
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