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SGB12 Grundsicherung

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Bianca.Aachen

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Guten Tag,

Ein Bekannter Braucht Hilfe vielleich können wir helfen

Sein Name ist Norbert, er ist 66 Jahre alt,er bekomme ca 480 Euro Rente
wohnt in Aachen und bei ihm lebt seine Tochter 35 Jahre( eine Freundin von mir) die ALG2 bezieht. Sie wohnen in einer ca 83 m² großen Wohnung für 420 Euro kalt, 35 Euro Heizung, 80 Euro Nebenkosten.


Da er sowenig Rente bezieh hat er Grundsicherung beantragt nach SGB 12. Das Amt rechnet folgendermaßen:
Wohnung für 2 Person Maximal 365 Euro /2 = 182,50 mein Anspruch
Heizung 35 Euro/2 Person = 17,50

Somit bekomme ich:
345 Grundbetrag + 182,50 Miete + 17,50 Heizung = 545 Euro
./. Rente 480 Euro

Grundsicherungsbetrag 65 Euro

Ist das korrekt?
Werden die Nebenkosten nicht berücksichtig?
Wird die Tatsächliche Miete nicht berücksichtigt wie bei ALG2?

Danke für eure Hilfe
Bianca
 

kalle

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Natürlich werden die tatsächlicen Kosten übernommen. Aber für 2 Personen sind max. 60 qm vorgesehen. Zuersteinmal müssen sie aber die tatsächliche Miete übernehmen. Sie werden Euch dann aber eine Aufforderung zur Senkung der Kosten schicken. D.. dann Umziehen. Nun kommt es aber auch noch darauf an, ob Dein Vater Behindert ist, da siehts dann wieder ein wenig anders aus.
 

Bianca.Aachen

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Hallo Kalle,

dann rechnet nach deiner Aussage das Amt falsch?

Diese bedeutet bei seinen Zahlen:
420 Miete kalt / 2 Person = 210 Euro
nebenkosten 80 Euro / 2 Person = 40 Euro
heizung 35 Euro / 2 Person = 17,50 Euro
macht zusammen 267,50 Euro Kosten der Unterkunft

345 Euro Grundsicherungsbetrag + 267,50 KDU - 480 Rente = 132,50 Grundsicherung

Nach der Aufforderung zur Senkung der Miete dann:
380 Miete kalt / 2 Person = 170 Euro (Miete max 380 Euro für 2 Personen)
nebenkosten 80 Euro / 2 Person = 40 Euro
heizung 35 Euro / 2 Person = 17,50 Euro
macht zusammen 227,5 Euro Kosten der Unterkunft

345 Euro Grundsicherungsbetrag + 227,50 KDU - 480 Rente = 92,50 Grundsicherung

Weiter möchten wir wissen wo es steht das die Nebekosten übernommen werden dann im Mment werden Sie ja nicht übernommen.

Bianca
 

vagabund

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Dazu möchte ich anmerken, dass das SG Osnabrück entschied, dass

Bei der Feststellung der angemessenen Unterkunftskosten in WG's ist jeweils von den Höchstgrenzen für Aufwendungen für einen Einpersonenhaushalt auszugehen
siehe ---> klick

Der Vater mit 66 Jahren wird doch mit seiner Tochter von 37 sicher eine Wohngemeinschaft bilden?
 

heuschrecke

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>Der Vater mit 66 Jahren wird doch mit seiner Tochter von 37 sicher eine Wohngemeinschaft bilden?

Nein nein. Sie teilen bestimmt Tisch und Bett und stehen finanziell füreinander ein (bezahlen gegenseitig Rechnungen und leihen und schenken sich Geld und Sachen). Also ganz eindeutig eine LEBENSGEMEINSCHAFT....
Was denkst du denn??
:lol:

</Wer Ironie findet, der darf sie behalten.> 8)
 

heuschrecke

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vagabund schrieb:
Dazu möchte ich anmerken, dass das SG Osnabrück entschied, dass

Bei der Feststellung der angemessenen Unterkunftskosten in WG's ist jeweils von den Höchstgrenzen für Aufwendungen für einen Einpersonenhaushalt auszugehen
siehe ---> klick

Der Vater mit 66 Jahren wird doch mit seiner Tochter von 37 sicher eine Wohngemeinschaft bilden?
Das ist doch aber kein rechtsgültiges Urteil, sondern nur eine einstweilige Anordnung. Falls ich das richtig sehe....
 

Bianca.Aachen

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entschuldigt Leute,

kommen wir nicht vom Thema ab.
Es geht nicht um bedarfsgemeinschaft sondern um Grundsicherung hier expliziet fehlen der Nebenkosten.

Bianca
 

vagabund

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SGB XII § 29 Unterkunft und Heizung
(1) Leistungen für die Unterkunft werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht. Übersteigen die Aufwendungen für die Unterkunft den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang, sind sie insoweit als Bedarf der Personen, deren Einkommen und Vermögen nach § 19 Abs. 1 zu berücksichtigen sind, anzuerkennen. Satz 2 gilt solange, als es diesen Personen nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate. Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft haben Leistungsberechtigte den dort zuständigen Träger der Sozialhilfe über die nach den Sätzen 2 und 3 maßgeblichen Umstände in Kenntnis zu setzen. Sind die Aufwendungen für die neue Unterkunft unangemessen hoch, ist der Träger der Sozialhilfe nur zur Übernahme angemessener Aufwendungen verpflichtet, es sei denn, er hat den darüber hinausgehenden Aufwendungen vorher zugestimmt. Leistungen für die Unterkunft sollen an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte gezahlt werden, wenn die zweckentsprechende Verwendung durch die Leistungsberechtigten nicht sichergestellt ist; die Leistungsberechtigten sind hiervon schriftlich zu unterrichten. Wohnungsbeschaffungskosten, Mietkautionen und Umzugskosten können bei vorheriger Zustimmung übernommen werden. Eine Zustimmung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den Träger der Sozialhilfe veranlasst wird oder aus anderen Gründen notwendig ist und wenn ohne die Zustimmung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann.

(2) Der Träger der Sozialhilfe kann für seinen Bereich die Leistungen für die Unterkunft durch eine monatliche Pauschale abgelten, wenn auf dem örtlichen Wohnungsmarkt hinreichend angemessener freier Wohnraum verfügbar und in Einzelfällen die Pauschalierung nicht unzumutbar ist. Bei der Bemessung der Pauschale sind die tatsächlichen Gegebenheiten des örtlichen Wohnungsmarkts, der örtliche Mietspiegel sowie die familiären Verhältnisse der Leistungsberechtigten zu berücksichtigen. Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.

(3) Leistungen für Heizung werden in tatsächlicher Höhe erbracht, soweit sie angemessen sind. Die Leistungen können durch eine monatliche Pauschale abgegolten werden. Bei der Bemessung der Pauschale sind die persönlichen und familiären Verhältnisse, die Größe und Beschaffenheit der Wohnung, die vorhandenen Heizmöglichkeiten und die örtlichen Gegebenheiten zu berücksichtigen.
Quelle: klick

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gelibeh

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Die Nebenkosten sind in den
schon drin. Es wird wohl der Bruttokaltwert angegeben. In deb ALGII Bescheiden steht auch nur dieser Wert drin, kann mir nicht vorstellen, das das bei der Grusi anders ist.
Die Angemessenheit der Wohnung bezieht sich immer auf den Bruttokaltwert.(Kaltmiete+Nebenkosten) . Da liegt Ihr nach Auffassung des Amtes deutlich drüber. Ob das nun rechtens ist, ist eine andere Sache.
 
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