Senkung Mietkosten (Einmalige und kurzfristige Hilfen) (1 Betrachter)

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Sonne50

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Hallo,

bin selbstständig, aber es herrscht grad eine fette Auftragsflaute. Daher musste ich vorübergehend H4 beantragen. 2 Wochen später kam das Infoschreiben, dass ich über der gestatteten Miete für Einzelpersonen liege (137 EUR drüber) - mit den Vorschlägen, einen Untermieter zu suchen oder den Vermieter darum zu bitten, die Miete zu senken (da bin ich grad dran; Stichwort: Mitwirkungspflicht)

Hab dazu 2 Fragen:

1. Erste bezieht sich auf "längstens für 6 Monate" (siehe nachfolgenden Paragraphen). Ist es möglich, dass bereits vor Ablauf der 6 Monate Maßnahmen ergriffen, sprich die überwiesene Mietzahlung, gekürzt wird??? :-(

SGB II § 22 Leistungen für Unterkunft und Heizung
• Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft und Heizung den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf so lange anzuerkennen, wie es der oder dem alleinstehenden Leistungsberechtigten oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate.

2. In diesem Schreiben steht "Maßnahmen zur Senkung der Mietbelastung werden in der Regel nicht verlangt bei:

* Einmaligen und kurzfristigen Hilfen

Was genau ist darunter zu verstehen? Ich gehe davon aus, vor Ablauf der ersten 6 Monate mich wieder abmelden zu können, weil ich dann hoffentlich wieder genug verdiene. Kann ich mich auf diesen Punkt beziehen? Könnte als Nachweis Korrespondenz mit Kunden beifügen?! Lasse mich die Eumel dann in Frieden und bezahlen die gesamten Mietkosten?
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Sonne und willkommen,

wie so oft im Leben erstmal was zum lesen:

https://www.elo-forum.org/alg-ii/103288-gegenwehr-kostensenkungsaufforderung.html

https://www.elo-forum.org/kosten-unterkunft/72737-kostensenkungsaufforderung-gegenwehr.html

damit du erstmal einen Einblick hast was diese Aufforderung so mit sich bringt und
wie man am besten verfahren kannst.

Könnte als Nachweis Korrespondenz mit Kunden beifügen?!
Das würde ich lassen, das sind Kundendaten und haben beim Jobcenter nichts zu suchen!

Ist es möglich, dass bereits vor Ablauf der 6 Monate Maßnahmen ergriffen, sprich die überwiesene Mietzahlung, gekürzt wird??? :-(
lies dazu im Link, bestimmt hast du auch einen Termin bekommen!?

:icon_pause:
 

Sonne50

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Huhu Seepferdchen,

vielen Dank für deine schnelle Antwort.

Ja, die beiden Links hab ich mir schon durchgelesen :), beantworten aber nicht meine spezielle Frage nach "längstens für 6 Monate".

Ja, soll bis zum 11.11. mich dazu äußern, wie ich gedenke, die Mietkosten zu senken ... und ob einer der Punkte (Schwanger, über 60 etc.) auf mich zutrifft. Da fall ich aber durchs Raster :-(.

LG!
 

Seepferdchen 2010

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Ja, die beiden Links hab ich mir schon durchgelesen :), beantworten aber nicht meine spezielle Frage nach "längstens für 6 Monate".
In der Regel nicht, hierfür muß ein rechtsfähiger Bescheid kommen, da hast du die Möglichkeit schriftlich Widerspruch zu erheben/einlegen.

ist schon ein hoher Betrag!

Bist du sicher das du bis zum Termin eine bessere Auftragslage hast?

:icon_pause:
 

Sonne50

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Huhu Seepferdchen,

ich stehe zwar in Verhandlung mit einem Kunden, bin aber nicht sicher, wann genau die Auftragslage sich bessert :-(

Frage ist, ob ich unter die Kategorie "Einmalige und kurzfristige Hilfe" falle, denn länger als 6 Monate werde ich ALG II nicht in Anspruch nehmen müssen. Falls doch, was wir nicht hoffen wollen, müsste man die 137 Differenz dann x 6 Monate zurückzahlen, falls man wider Erwarten einen Antrag auf Weiterbewilligung stellen müsste? Fragen über Fragen ... aber man muss ja alle Möglichkeiten abklopfen.

Boah, ich hasse diesen Papierkram. Möchte mich unsicherbar machen :-((((

Lieben Dank nochmal für deine Antworten.
 

Seepferdchen 2010

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die 137 Differenz dann x 6 Monate zurückzahlen,
Nein, das mußt du nicht.

Nach der Kostensenkungsaufforderung bekommst du ggf. dann den Bescheid das die Kosten nur im angemessenen Bereich übernommen werden, das heisst du zahlst dann die 137€ selbst.

Boah, ich hasse diesen Papierkram. Möchte mich unsicherbar machen :-((((
Bleibt nun mal leider nicht aus.
 
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