seltsamer Vertrag Bei Maßnahmeträger

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Agent007

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Ich habe jetzt meine erste Sinnlosmaßnahme in meiner ALG II Kariere abgebrumt. Nun ist sie endlich vorbei

Es handelte sich um ein Bewerbungstraining. In der Maßnahme wurde dort jeden ein seltsamer Vertrag vorgelegt,
siehe Anhang.

Besonders bei Punkt 2 heißt es,

Bei einem Arbeitsverhältnis innerhalb der Maßnahme, bin ich verpflichtet dem Maßnahmeträger entsprechende Bestätigungen
bei Beginn der Arbeit, nach 3 Monaten und nach 6 Monaten vom Arbeitgeber einzureichen.

Ich fragte dort, warum ich dies unterschreiben muß.

Antw.)
Wir haben eine Vereinbarung mit dem JC, dass wir mit jedem diesen Vertrag abschliesen.

Kann ich die mal sehen ?

Antw.)
Nein, sie ist hier grad nicht im Haus.

In Ordnung, dann kommen Sie nochmals auf mich zurück, wenn Sie
die Vereinbarung vom JC mir vorweisen können.

Das war vor 8 Wochen. In der Zwischenzeit ist mir niemand erschienen, der diese beschriebene Vereinbarung mir vorlegte und die Maßnahme ist wie gesagt vorbei.

Ich war dort der einzige, der nicht unterschrieben hat.

Und selbst wenn es eine Vereinbarung zwischen JC und dem Maßnahmeträger gibt, bleibt meine Unterschrift mein Eigentum.

Wahrscheinlich gibt es keine Vereinbarung mit dem JC und dem Maßnahmeträger.

Im Jetzt hinterher stelle ich mir die Frage, warum wollen die solche Infos. Welchen Vorteil hat diese Information für den Maßnahmeträger ?
 

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Roter Bock

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Es geht aohl um das Abgreifen einer Prämie durch den Vermittlungsgutschein - und um Kontaktaufnahme mit dem AG um zusätzliche Leeeeergäng als Weiterbildung verkaufen zu können.

Roter Bock
 

Agent007

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Ich glaub eine Antwort in § 45 Abs. 6 SGB III zu finden.
Dort geht es um Prämien.

2000 Euro bekommen die für eine Vermiitlung in sozVers Arbeit.
2500 Euro bekommen die für eine Vermiitlung in sozVers Arbeit bei Langzeitarbeitslosen oder behinderten Menschen.

Und jetzt versteh ich auch warum ich nach 3 Monaten das Arbeitsverhältnis dem Maßnahmeträger melden soll.

In § 45 Abs.6 Nr. 1 SGB III

Eine erfolgsbezogene Vergütung für die Arbeitsvermittlung in versicherungspflichtige Beschäftigung ist ausgeschlossen, wenn das Beschäftigungsverhältnis

von vornherein auf eine Dauer von weniger als drei Monaten begrenzt ist oder


Die meisten haben das dort nur unterschrieben, da sie ausgehen, dass sie sanktioniert werden, wenn sie nicht unterzeichnen. Aber eine Unterschrift ist jedem sein Eigentum
und deshalb habe ich das nicht unterschrieben.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Hast du etwas anderes unterschrieben? Teilnehmervertrag, Hausordnung usw.?
Ja damit wollen sie wie von dir geschrieben Prämien vom JC abgreifen.
 

Holger01

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Ich fragte dort, warum ich dies unterschreiben muß.

Antw.)
Wir haben eine Vereinbarung mit dem JC, dass wir mit jedem diesen Vertrag abschliesen.

Kann ich die mal sehen ?

Antw.)
Nein, sie ist hier grad nicht im Haus.

In Ordnung, dann kommen Sie nochmals auf mich zurück, wenn Sie
die Vereinbarung vom JC mir vorweisen können.

...

Ich war dort der einzige, der nicht unterschrieben hat.


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...
 

Agent007

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Dort habe ich nichts unterschrieben. Eine Hausordnung gab es dort nicht.

Beim JC lasse ich seit ca. einem Jahr nur noch VAs erstellen.
Bei einem Termin im JC wollten die mir diese Maßnahme aufbrummen
ich hab dann außerhalb vom VA einen Teilnehmervertrag unterschrieben,
weil die SB meinte, dass die Maßnahme kein Bestandteil des VAs sein kann.

Ich habe dann unterschrieben, worüber ich mich später geärgert habe.:icon_neutral:

Ich wusste nicht, dass es sich um eine wirklich sinnlose Maßnahme handelt. Ich hatte mal 1999 eine ähnliche Maßnahme, die ganz ok gewesen ist.
Und wegen meiner Annahme, dass die voranstehende Maßnahme auch gut sein könnte habe ich ohne Bedenken diesen Vertrag unterschrieben. Dabei wollte ich mich nicht mehr zivilrechtlich den Sanktionen §§ 31 SGB II ff aussetzen.

Mitlerweile kommen mir die Gespräche bei der SB so vor, als währen die eine ZAF oder eine Versicherung, die ihre scheinheiligen Verträge dem Volke ''unterjubeln'' (andrehen) wollen. Die Maßnahme hat mir nicht das geringste gebracht. Das Gegenteil war der Fall. Ich musste mich im Dschungel der Leiharbeitsfirmen bewerben. Die Bewerbungen wurden immer bei jedem kontrolliert, wie im Kindergarten. Es waren dutzende Bewerbungen und alle nur ZAF. Dabei hatte ich mit ZAF negative Erfahrungen gemacht.

Mich hat dort jemand vorgewarnt.
Ich soll dort nichts Negatives über ZAF sagen.
Er kannte jemand, der auch in einer Sinnlosmaßname war.
In dieser Maßnahme wurde mit jedem ein Einzelgespräch geführt.
Dazu wurde gesagt, das was sie hier sagen geht nicht an das JC - alles vertraulich und nur unter vier Augen. Nennen Sie doch mal ihre Probleme,
warum Sie Schwierigkeiten haben einen Arbeitsplatz zu bekommen.

Und unwissend wie er war, hat er seine wirkliche Meinung preisgegeben.

Er wolle nicht unter 8 eur arbeiten. ZAF passt ihn nicht und noch weitere kritische Äußerungen dazu.
Die angeblich ''vertrauliche Person'' hat sich das alles notiert.

Beim nächsten JC-Termin kam das große Überraschungsei auf ihn zu.
Er wurde vom SB gerügt.
Also Herr X Sie wollen keine Arbeit unter 8 eur haben ? NEIN !
So geht das nicht. Sie sind verpflichtet Ihren Lebensunterhalt ....
Bla bla bla bla bla bal bla bla bla bla bla bla bla bla bla bal bla bla bla bla
Es soll eine richte Standpauke gewesen sein.

Zurück zu meiner Maßnahme.
Dort gab es auch dieses ''vertrauliche Gespräch'' und ich habe dort natürlich gelogen. Viele waren dort vorgewarnt zu lügen und nichts negatives über ZAF-Mafia zu sagen. Wir hatten dort Witze gerissen. Die Meinungsfreiheit ist hier so, wie bei Honecker im Staatsbürgerkundeuntericht.

Übbigens war ich dort der einzige, der gewusst hat, das man eine EGV nicht unterschreiben muß und es dadurch keine Sanktion gibt.

Dort haben viele geglaubt, dass sie verpflichtet sind die EGV zu unterschreiben. Da es sonst eine Sanktion hagelt. Alle außer ich haben dort diesen seltsamen Vertrag unterschrieben. Viele glaubten an eine mögliche Sanktion, wenn sie dort diesen Vertrag nicht unterschreiben.

So unwissend war ich auch noch vor einigen Jahren.
Bis ich hier auf dieses Forum gestoßen bin. Ich hab mir auch ein Buch besorgt, das heißt, Recht für Dammis, das Allgemeinwissen
für jedermann enthält und ich finds gut. Das ist was für Leute, die nichts über Rechte und sowas wissen. Eben was für den Anfänger. Das soll jetzt aber keine Werbung sein. Und da steht auch drin, das meine Unterschrift mein Eigentum ist oder wie hier schon erwähnt - Vertragsfreiheit. Den Leitfaden ALG II von 2012 hab ich mir auch schon besorgt.


Jetzt meine Frage.
Woher kommt der weitverbreitete Irrglaube, dass jeder Verträge, die er vom JC oder von der Maßnahme bekommt, unterschreiben muß ?
 

Maddrax

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Jetzt meine Frage.
Woher kommt der weitverbreitete Irrglaube, dass jeder Verträge, die er vom JC oder von der Maßnahme bekommt, unterschreiben muß ?

nun, ich kann jetzt nur für mich sprechen; nehme aber an dass viele Arbeitslose ähnliches berichten könnten.
Ich bin auch einer der Vielen, Vielen, die bislang glaubten, dass die EGV unterschrieben werden MUSS und dieses bislang auch immer brav getan hat.
Ich erinnere mich noch gut an meine erste EGV und den damaligen SB. Ich hatte damals lediglich Bedenken gegen die EGV geäussert (wenn ich recht erinnere, ging es auch um eine Massnahme) und nachgefragt , ob ich das jetzt unterschreiben muss oder ob es andere Möglichkeiten gäbe. Darauf mein SB (sinngemäss) wenn Sie die EGV NICHT unterschreiben, ist das fehlende Mitwirkung und Ihnen wird das ALG gestrichen !!!
In der Folgezeit habe ich immer alles brav unterschrieben.

Mittlerweile (durch dieses Forum) weiss ich, dass das damals eine glatte, unverschämte, freche Fehlauskunft/Lüge des SB war.

Wie gesagt, so oder so ähnlich werden wohl viele Arbeitslose zu dem weitverbreiteten Irrglaubenirgendwann gekommen sein.
 

romeo1222

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nun, ich kann jetzt nur für mich sprechen; nehme aber an dass viele Arbeitslose ähnliches berichten könnten.
Ich bin auch einer der Vielen, Vielen, die bislang glaubten, dass die EGV unterschrieben werden MUSS und dieses bislang auch immer brav getan hat.
Ich erinnere mich noch gut an meine erste EGV und den damaligen SB. Ich hatte damals lediglich Bedenken gegen die EGV geäussert (wenn ich recht erinnere, ging es auch um eine Massnahme) und nachgefragt , ob ich das jetzt unterschreiben muss oder ob es andere Möglichkeiten gäbe. Darauf mein SB (sinngemäss) wenn Sie die EGV NICHT unterschreiben, ist das fehlende Mitwirkung und Ihnen wird das ALG gestrichen !!!
In der Folgezeit habe ich immer alles brav unterschrieben.

Mittlerweile (durch dieses Forum) weiss ich, dass das damals eine glatte, unverschämte, freche Fehlauskunft/Lüge des SB war.

Wie gesagt, so oder so ähnlich werden wohl viele Arbeitslose zu dem weitverbreiteten Irrglaubenirgendwann gekommen sein.

Früher musste schon man schon EGV unterschreiben. Stand so im Gesetz oder in den Dienstanweisungen, eins von beiden, sonst gab es eine Sanktion. Dieses wurde aber zum Glück vor einigen Jahren gestrichen.
 

Hamburgeryn1

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:icon_eek: Glaub ich nicht.... Es ist nach wie vor ein Vertrag und da muss man gar nichts unterschreiben...:icon_evil:
romeo1222 hat recht. Bis zum 1.4.2011 war die Nichtunterzeichnung einer EGV sanktionionsfähig.

Doch schon einige Monate vor der Gesetzesänderung wurden das Gesetz per DA nicht mehr angewandt.
Der Gesetzgeber wollte so einem öffentlichen Rüffel des BVerfG entgehen.
 
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