Seltsame Mails vom "Arbeitsamt" mit dubiosen Jobangeboten

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Thani

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Hallo zusammen,

ich hab das ein Problem. Ich bekomme seit einer Weile Mails mit dubiosen Jobangeboten von noreply@arbeitsagentur.de

Hier mal der Inhalt im Wortlaut:

"Sehr geehrte/r TXXXXX

unsere Gesellschaft ist eine innovative und erfahrene Firma, die ein hohes Gehalt und eine Menge Vorteile für die Mitarbeiter bietet. Das Hauptanliegen unserer Tätigkeit ist die Optimierung der Geldflüsse und Trading mit Coins. Jeder kann bei uns ohne Vorkenntnisse sofort anfangen Geld zu verdienen.

Unsere Gesellschaft bietet Ihnen einen lohnenswerten Zusatzverdienst bis zu 3800 € monatlich an, bei nur einigen Stunden pro Woche. Ihre Arbeitszeit ist flexibel und kann Ihren Anforderungen angepasst werden. Der Mitarbeiter hat keine Ausgaben und muss keine technische Kenntnisse mitbringen.

Ihre Aufgabe ist es die Coins für unsere Kunden zu erwerben, das Geld dafür erhalten Sie im Voraus und die Provision von 20% behalten Sie gleich ein.

Wenn Sie Interesse haben, wollen wir Sie kennenlernen.
Hierzu mailen Sie uns eine Email an: xxxxxxx

In Erwartung Ihrer Antwort

Schulte Dienstleistungen

Adressiert an:

xxxxxx"



Ich habe schon dazu gegoogelt und offensichtlich ist das Betrug, die Mails werden wohl nicht von der Arbeitsagentur versendet. Warum komme ich damit also trotzdem zum ELO-Forum?

Nun, am Ende der Mail stehen sowohl meine Adresse, als auch meine Handynummer.
Üblicherweise benutze ich für alles, was im Internet auch nur ansatzweise dubios ist oder in Spam enden könnte eine gesonderte Spam-Adresse. Es ist also schon extrem selten, das jemand meine "richtige" E-Mail Adresse bekommt.

ABER besonders merkwürdig ist, dass auch meine Handynummer aufgeführt ist. Denn diese Nummer hatte ich tatsächlich nur wenige Monat, zu der Zeit als ich arbeitslos war. Aus monetären Gründen hatte ich damals meinen bisherigen Vertrag gekündigt und mir eine Prepaid-Karte geholt um Kosten zu sparen. Abgesehen von meiner Familie habe ich die Nummer soweit ich nachvollziehen konnte tatsächlich nur beim Jobcenter, bei der Maßnahme, die ich zu der Zeit absolvieren musste und auf einer Hand voll Bewerbungen verwendet. Die Bewerbungen gingen damals an, sagen wir mal, eher vertrauenswürdigere Firmen. Daimler, Microsoft, BMW etc. Hier kann ich mir eher schwer vorstellen, dass meine Daten da abhanden gekommen sind.

Auch wenn der Absender also offensichtlich nicht das Jobcenter ist, habe ich durch Ausschlussverfahren trotzdem den Verdacht, dass meine persönlichen Daten dort irgendwie vom Jobcenter oder aus der Maßnahme stammen.

Hat jemand hier schon mal erlebt, dass er mit Hilfe seiner beim Jobcenter gespeicherten Daten von dubiosen Stellen kontaktiert wurde?
 

noillusions

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Hast du dich echt ausschließlich bei so namhaften Firmen beworben?

Habe auch seit ich ALG2 bezog beobachtet, dass mir dubioser Jobmüll zuflog, also nicht VV's jetzt. Ich traue aber auch einer kleineren Klitsche zu dass sie die Daten verhökert.
 

Thani

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Hast du dich echt ausschließlich bei so namhaften Firmen beworben?

Habe auch seit ich ALG2 bezog beobachtet, dass mir dubioser Jobmüll zuflog, also nicht VV's jetzt. Ich traue aber auch einer kleineren Klitsche zu dass sie die Daten verhökert.

Ich hab mir damals die Mühe gemacht in einer kleinen Datenbank genau festzuhalten, wann ich mich wo mit welchen Unterlagen beworben habe ;)

Mit der Version meines Lebenslaufes, auf der meine "Übergangsnummer" abgedruckt war, waren es genau 6, da ich zum Glück kurz darauf fündig" wurde in Sachen Job. Und das waren wie ich extra schon gesagt habe "eher vertrauenswürdige" Unternehmen.
 
E

ExitUser

Gast
Auch wenn der Absender also offensichtlich nicht das Jobcenter ist, habe ich durch Ausschlussverfahren trotzdem den Verdacht, dass meine persönlichen Daten dort irgendwie vom Jobcenter oder aus der Maßnahme stammen.

Hallo, kann ja durchaus sein, dass sich da ein Mitarbeiter ein Zubrot verdient. Ich weiß, dass E-Mail-Anbieter offensichtlich Daten verkaufen, weil ich mich bei einem mit gefälschten Angaben angemeldete hatte und nun bekomme ich, diverse Anfragen mit genau diesen Daten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Sobald du einen Internet-Anschluss benutzt, ist es wahrscheinlich das du selbst deine Daten herumschleuderst.
Überall wo du dich mit Daten anmeldest, einkäufst usw.
Nicht zu vergessen die Gefahr sich Trojaner usw. einzuhandeln, die einem gleich die ganze Identität klauen können.
 

iSlave

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Hast du dich damit bei paypal angemeldet und etwas bei china händlern bestellt?

Manche shops wurden gehackt und solche Daten landen dann im Netz
 

Thani

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Hast du dich damit bei paypal angemeldet und etwas bei china händlern bestellt?

Ja und Ja. Aber mein Paypal Konto habe ich schon länger und beim China Händler habe ich auch schon vor zwei Jahren das letzte mal bestellt. Beides hatte mit der in der Mail genannten Telefonnummer keinen Zusammenhang. Wie gesagt, da ich die Nummer nur wenige Monate hatte kann ich sehr genau sagen, was damit möglich ist und was nicht. Mit einer "normalen" Handynummer die ich ein Jahr oder länger hätte wäre das für mich auch nicht überschaubar.
 

Matt45

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Ich habe heute auch eine Fake-Mail bekommen. Finde ich persönlich sehr ärgerlich, weil meistens Bewerbungen "nur" über das Internet "laufen". So etwas darf doch nicht passieren!
Woher stammen diese Daten? > Die Daten passen auch bei mir!

Sollte man dies melden bei der Arbeitsagentur? Eigentlich sollte man sich nur noch schriftlich bewerben.

Beim nächsten "Besuch" im JC werde ich es persönlich auf jeden Fall ansprechen!

Nicht falsch verstehen, bin kein "Angsthase". Eigentlich ein Skandal bei "unseren" Daten!
 

Thani

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Danke, aber das war mir bekannt.
Mir ist wie gesagt bewusst, dass die Mail nicht vom Arbeitsamt kommt und es sich hier um Betrug handelt.
Es ging mir nur darum, dass ich den Verdacht habe, dass der Betrüger die persönlichen Daten, die er verwendet, tatsächlich vom Jobcenter hat, denn in der Konstellation mit meiner Übergangstelefonnummer habe ich sie nur in einem sehr kleinen Kreis angegeben. Und tatsächlich wäre es ja nicht dumm, sich als Arbeitsamt auszugeben, wenn die genutzten Daten tatsächlich vom Jobcenter stammen. Aber letzteres ist reine Spekulation.
 

Wurtzbichler

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Moin,

habe auch schon einige dieser dubiosen Jobangebote erhalten, ignoriere sie natürlich.
Verlockend ist der Verdienst der dort angeboten wird, doch leider kriminell.

Gut möglich das die JC Daten weiterreichen, am besten beim JC Email und Telefonnummer
löschen lassen.


Gruß
Wurtzbichler
 

jockel

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Ich habe heute auch eine Fake-Mail bekommen. Finde ich persönlich sehr ärgerlich, weil meistens Bewerbungen "nur" über das Internet "laufen". So etwas darf doch nicht passieren!
Woher stammen diese Daten? > Die Daten passen auch bei mir!

Sollte man dies melden bei der Arbeitsagentur? Eigentlich sollte man sich nur noch schriftlich bewerben.

Beim nächsten "Besuch" im JC werde ich es persönlich auf jeden Fall ansprechen!

Nicht falsch verstehen, bin kein "Angsthase". Eigentlich ein Skandal bei "unseren" Daten!
Ich habe eine Sachbearbeiterin beim Jobcenter, die hat Verständnis für gehackte Internetkunden und -konten und rät, wie ich schon selbst zum gleichen Schluß kam, die ominösen Jobangebotsmails nicht zu öffnen und auch nicht auf irgendwelche Links zu klicken. Da fängt man sich zusätzliche Schadsoftware ein.

Heutzutage werden Internetkonten und Kundendateien verschiedener Provider, verschiedener Jobbörsen, z.B. Monster, verschiedener Softwareanbieter geknackt und gehakt und die erbeuteten Kundendaten im Darknet gehandelt.

Vielleicht versteht der Gauck das echt als Dunkeldeutschland? Wenn ja, dann liegt dieser falsche, verlogerne Predigerpfuzziger ausnahmsweise mal richtig, sofern er was von Internet und Digitaltechnik versteht. Darknet = Dunkeldeutschland?

Wenn man sich auf diverse Mails und Newsletter abmeldet, dann identifiziert man sich und es gibt dich real. Also kommt dann noch mehr Spammails von dubiosen Anbietern.

Ich bekomme ab und zu Jobangebotsmails mit überzogenen, unrealistischen Arbeitsverdiensten jenseits der 200 Euro/Tag für Heim- und Telearbeiten. Die werden bei mir ungelesen entsorgt. Kommt mir vergleichsweise wie Marktschreier auf Märkten oder wie der Verkaufssenderdreck vor - alles nur von der Stückzahl und von der Zeit begrenzte, einmalige Angebote, die es angeblich nie mehr geben wird. Es ist der gleiche Lug und Betrug wie mit den Rabattverkäufen oder den Kundenbindungsmaschen wie Punktesammeleien.

Ich kann schon gar nicht mehr zählen wie oft mir auch per Mail zu vermeintlichen Glücksgewinnen gratuliert wird. Ich bekomme von Anbietern auch Nachricht, daß sie mich angeblich mehrmals telefonisch kontaktieren wollten, um mir Geld auf mein Girokonto zu überweisen. Ich soll mich bei Ihnen melden und Ihnen meine Kontendaten übermitteln. Nachtigall, ick hör der trapsen. Nigeria Connection und angeforderte Western-Union-Überweisungen lassen grüßen. Oder die Gauner- und Mafiabanden sitzen in der Türkei oder in den Nachwenderepubliken der Ex-Sowjetunion.

Strafanzeigen bei der Polizei bewirken nichts, weil deren Ermittlungen ins Ausland ins Leere gehen.

Wo man in diesem Gesellschaftssystem der blühenden Landschaften des Herrn Kohls hinsieht, kann es einem nur speiübel ergehen. Es ist unerträglich und wiederlich.

So was beißt sich als organisierte Kriminalität doch mit dem realen Unternehmerverhalten von Kostenlos-Firmenpraktikas, kostenloser Ehrenamtsarbeit, Ein-Euro-, Mini- und Aufstocker-Jobs und anderem neolioberalem Niedriglohnmüll.

Da wird sogar der SPD-Martin Schulz helle und sagt sich, daß sowas nicht gehen kann und gehen darf. Agenda 2010 ist politisch organisierte Kriminalität zum Wohle der Unternehmerverbände und Unternehmerparteien.
 

iSlave

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