selbstverschuldete Kündigung und Hartz IV

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
E

ExitUser

Gast
Hallo Leute,

ich habe grade mächtig Stress mit dem Amt, und konnte es heute mal wieder am eigenen Leib erleben, wie unterschiedlich man da behandelt wird.

Ich war in der Ausbildung, noch in der Probezeit, längere Zeit krankgeworden und erhielt letztendlich deswegen die fristlose Kündigung.
Das war Mitte Mai...heute gab ich meinen ALG2 Neuantrag ab, alles verlief höflich nett....es fehlten nur noch Unterlagen für 2 Kontoeröffnungen, die solllte ich bis Mittag noch einreichen, und sie wies mir eine Art Arbeitsvermittlung zu, wo ich einmal die Woche hinzugehn habe um mit denen über meine Bewerbung zu sprechen.

Ich also nach ca. eine Stunde mit den restlichen Unterlagen wieder da....die SB total unfreundlich,die Märchenstunde sei jetzt vorbei, sie hätte bei meinen alten Arbeitsgeber angerufen, und der hätte mich gekündigt weil ich AU´s nicht abgegeben hätte und mich nicht mehr gemeldet hätte ( was eine Lüge ist) und mein Hartz IV würde jetzt nur vorläufig als Darlehn genehmigt, und ich müsste jetzt mein Leben lang das Hartz Iv zurückzahlen, außerdem würde ich noch eine Sanktion bekommen....und sie würde mich auch nicht auf den ersten Arbeitsmarkt sehen, deswegen würde sie mir einen 1 Euro Job zuweisen...und das mit den Arbeitsvermittler hätte sich erledigt....auch dürfte ich da nicht krankfeiern, wenn dann würde ich sofort zum Amtsarzt geschickt, bei meiner Vorgeschichte....

Ich habe seitdem ich wieder zuhause bin, jetzt etwas recherchiert ich lese überall nur, das man bei eigenverschulden für drei Monate eine 30 % Sanktion bekommt...aber nicht das man sein leben lang jetzt Hartz iv zurückzahlen muss...die SB meinte, ich müsste auch die Krankenkassenbeiträge zurückzahlen...

Ist das so rechtens? Dürfen die den ehemaligen Arbeitsgeber einfach so kontaktieren?
Ich will jetzt erstmal den schriftlichen Bescheid abwarten, und dann ggf. zum Anwalt!
 
Mitglied seit
10 Mai 2008
Beiträge
385
Bewertungen
34
Wenn das alles bzw. das meiste so stimmt, fällt mir spontan nur eins ein:
Ab zu einem Anwalt Spezialrichtung Sozialrecht!

Wie man allerdings nachweisen soll, dass man Krankenscheine beim Arbeitgeber eingereicht hat, weiß ich auch nicht.

Aber auch dazu kann dir sicher der Anwalt den besten Ratschlag geben.
 

Adiiiiiiii

Elo-User*in
Mitglied seit
25 Februar 2013
Beiträge
92
Bewertungen
15
Der zweite Tipp, bitte gehe Nie wieder alleine zu einen Termin. Nie...............Immer ein Beistand mitnehmen der dann solche geistigen Ergüsse wie sie der SB hatte bezeugen kann........
 

Porks

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2008
Beiträge
595
Bewertungen
323
hi

ich hätte der nur gesagt was sie mir hier Erzählen ist ja Wunderschön aber Schicken sie mir das doch Bitte schriftlich mit den Entsprechenden § und Rechtsbelehrung.
Und wenn wein Anwalt dieses Schreiben auseinandergenommen hat können wir uns doch bestimmt wie Kunde und Sachbearbeiter Unterhalten .
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
24.941
Bewertungen
17.872
längere Zeit krankgeworden und erhielt letztendlich deswegen die fristlose Kündigung.

Und dagegen bist du per Klage beim Arbeitsgericht vorgegangen?

Das war Mitte Mai

Und so liest sich das bis heute/gestern hattest du einen Krankschreibung?

und der hätte mich gekündigt weil ich AU´s nicht abgegeben hätte

wie eingereicht belegbar per Einschreiben/Rückschein?

ich müsste jetzt mein Leben lang das Hartz Iv zurückzahlen,

Schwachsinn, dieser Satz entbehrt jeglicher sachlichen Grundlage.

einen 1 Euro Job zuweisen

abwarten was schriftlich kommt!

Für die Zukunft alles was man schriftlich hat.

Ich will jetzt erstmal den schriftlichen Bescheid abwarten, und dann ggf. zum Anwalt!

Genauso!

:icon_pause:
 
Mitglied seit
10 Mai 2008
Beiträge
385
Bewertungen
34
Ich meine, wenn man wirklich gesundheitlich angeschlagen ist, ist man oft wie „gelähmt“ bzw. deprimiert und in manchen Sachen z.T.handlungsunfähig.

Da es in den Handlungsweisen der Jobcenter/“Argen“ dermaßen irrational zugeht,
ist meine Einstellung bei Anflügen von durch dort geistesentleertem Verhalten,
nicht zu lange mit einem Anwalt zu warten.

Aber es stimmt, wenn man was schriftlich hat, macht es erst richtig Sinn.
Bisher war es ja erst mal Einschüchterungs-Gequatsche (bei 40 Grad draußen).
 

Cha

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
27 Juni 2006
Beiträge
869
Bewertungen
547
Bitte nimm die Sache nicht auf die leichte Schulter.

Wer vorsätzlich oder grob fahrlässig die Voraussetzungen für die Gewährung von Leistungen herbeigeführt hat, ist zum Ersatz der deswegen gezahlten Leistungen verpflichtet.
Der Ersatzanspruch umfasst auch die geleisteten Beiträge zur Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung
§ 34 SGB II Ersatzansprüche bei sozialwidrigem Verhalten

Eine fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber setzt immer einen wichtigen Grund, ein vertragswidriges Verhalten voraus: Arbeitsverweigerung, Waren aus dem Betrieb klauen, eigenmächtig in Urlaub gehen, dauerhaftes unentschuldigtes Fehlen usw.

Wenn sich jemand so (sozialwidrig) verhält, ist ihm schon klar, dass er seine Arbeit (und damit sein Einkommen) verliert und hilfebedürftig wird.
Es kommt jetzt drauf an, wie es bei dir zu dieser fristlosen Kündigung gekommen ist.

Mein Rat:
Die Sachbearbeitung muss dazu beide Seiten hören, also nicht nur den Arbeitgeber.
Schreib deshalb zuallerest bei einer Anhörung eine ausführliche schriftliche Stellungnahme zu dem Sachverhalt.
Falls du eine Sanktion bekommst oder eine Anhörung zu dem Kostenersatz nach § 34 SGB II, ist es sinnvoll, einen Anwalt (Sozialrecht) zu nehmen.
Der springende Punkt ist dabei Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit.
Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit sind nicht so einfach nachzuweisen und ein Anwalt hat die Kenntnisse, dir dabei zu helfen.

Viele Grüße

Cha
 
E

ExitUser

Gast
Bitte nimm die Sache nicht auf die leichte Schulter.

Wer vorsätzlich oder grob fahrlässig die Voraussetzungen für die Gewährung von Leistungen herbeigeführt hat, ist zum Ersatz der deswegen gezahlten Leistungen verpflichtet.
Der Ersatzanspruch umfasst auch die geleisteten Beiträge zur Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung
§ 34 SGB II Ersatzansprüche bei sozialwidrigem Verhalten

Eine fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber setzt immer einen wichtigen Grund, ein vertragswidriges Verhalten voraus: Arbeitsverweigerung, Waren aus dem Betrieb klauen, eigenmächtig in Urlaub gehen, dauerhaftes unentschuldigtes Fehlen usw.

Wenn sich jemand so (sozialwidrig) verhält, ist ihm schon klar, dass er seine Arbeit (und damit sein Einkommen) verliert und hilfebedürftig wird.
Es kommt jetzt drauf an, wie es bei dir zu dieser fristlosen Kündigung gekommen ist.

Mein Rat:
Die Sachbearbeitung muss dazu beide Seiten hören, also nicht nur den Arbeitgeber.
Schreib deshalb zuallerest bei einer Anhörung eine ausführliche schriftliche Stellungnahme zu dem Sachverhalt.
Falls du eine Sanktion bekommst oder eine Anhörung zu dem Kostenersatz nach § 34 SGB II, ist es sinnvoll, einen Anwalt (Sozialrecht) zu nehmen.
Der springende Punkt ist dabei Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit.
Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit sind nicht so einfach nachzuweisen und ein Anwalt hat die Kenntnisse, dir dabei zu helfen.

Viele Grüße

Cha

Heißt das jetzt, das ich tatsächlich mein Leben lang Hartz IV zurückzahlen muss?
Die Sb hat sich meine Seite garnicht richtig angehört, sie meinte nur sie würden immer mehr den Arbeitsgebern glauben als den Arbeitslosen...

Ist das nicht rechtswidrig, sich beim alten Arbeitsgeber zu erkundigen? Immerhin weiss der jetzt das ich beim Jobcenter bin
 
E

ExitUser

Gast
das komische war auch, zum schluss sagte ich der sb auch noch, das ich widerspruch einreichen werden, sobald der Bescheid kommt.
Da guckte sie nur etwas doof und meinte , ja das das auch mein Recht wäre...eine Stunde später rief sie mich auf dem Handy an...und das um 12:04...eigentlich haben die Freitags nur bis 12 Uhr auf....

Jetzt habe ich noch ein anderen Problem, spontan habe ich vor einigen Stunden einen Mini Job bekommen und morgen sofort Einsatz....am Montag habe ich bereits die Zuweisung für den 1 Euro Job bekommen...

MUss ich da jetzt trotzdem hin?
 

DooNaBae

Elo-User*in
Mitglied seit
10 November 2011
Beiträge
123
Bewertungen
21
Heißt das jetzt, das ich tatsächlich mein Leben lang Hartz IV zurückzahlen muss?
Die Sb hat sich meine Seite garnicht richtig angehört, sie meinte nur sie würden immer mehr den Arbeitsgebern glauben als den Arbeitslosen...
Wir sind ja nicht in der Kirche, Glauben ist ja schön und gut, aber was man im Endeffekt beweisen kann, ist wichtig.
Für das nächste Mal, Krankmeldung noch vor Arbeitsantritt und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Einwurf-Einschreiben.
Den das Arbeitsamt versucht ja immer Geld zu sparen, am besten durch Sanktionen.
Ist das nicht rechtswidrig, sich beim alten Arbeitsgeber zu erkundigen? Immerhin weiss der jetzt das ich beim Jobcenter bin
Das weiß der Arbeitgeber auch so das du beim Jobcenter bist.
Wo sollte man sonst sein, wenn man gekündigt wird?
Es sei man hat soviel Geld, das man auf dem Jobcenter nicht angewiesen ist.
Aber das dürfte ja wohl auf die wenigsten zutreffen, die genug Geld haben, hätten auch dann selber gekündigt und nicht durch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Jetzt habe ich noch ein anderen Problem, spontan habe ich vor einigen Stunden einen Mini Job bekommen und morgen sofort Einsatz....am Montag habe ich bereits die Zuweisung für den 1 Euro Job bekommen...

MUss ich da jetzt trotzdem hin?

Abwarten, um welchen Minijob es sich handelt.
Jobcenter käme natürlich wesentlich billiger weg, wenn du den Minijob machst. Den für 1€ Jobs muss die Arge (Steuerzahler) nochmal extra zahlen.
 
E

ExitUser

Gast
Ich habe einen Mini Job in der Altenpflege, und morgen und übermorgen direkt Einsatz....

ja, beweisen kann ich leider nicht, das ich die au´s abgegeben habe, habe die immer einfahc nur ins Fach von der Personalabteilung getan....
Werde am Montag das direkt beim Jobcenter klären, wegen dem Ein Euro Job, Dienstag habe ich auch nochmal ein Vorstellungsgespräch...hoffentlich klappt es...ist zwar auch Zeitarbeitsfirma aber naja
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
Hast DU eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben? Denn um Dich in einen EEJ zuweisen zu können, muss eine EGV oder ein EGV-Verwaltungsakt vorhanden sein. Kannst Du bitte mal die EGV und die Zuweisung in den EEJ ohne persönliche Daten einscannen(abschreiben, abfotografieren). Und lass mal Deine Telefonnummer/Mail-Adresse beim Jobcenter löschen. Du musst nur schriftlich erreichbar sein. Bist Du noch U25?
Ich habe einen Mini Job in der Altenpflege, und morgen und übermorgen direkt Einsatz....
Minijob geht vor EEJ. Ich würde ich aber nicht mit der SB absabbeln, jedenfalls nicht ohne eine Begleitung dabei zu haben. Die wird nämlich behaupten, dass der EEJ vor geht, obwohl das nicht stimmt. Ein EEJ ist immer die letzte Wahl, erst müssen die alle anderen Maßnahmen ausschöpfen.
 

Kittie

Elo-User*in
Mitglied seit
5 Februar 2011
Beiträge
212
Bewertungen
56
Also, du hast die Krankmeldungen immer persönlich beim Arbeitgeber abgegeben? Und direkt beim Fach der Personalabteilung abgegeben?
Hast du beim AG mal direkt in der Personalabteilung angerufen und nachgehakt was mit den Krankmeldungen geschehen ist? Wenn du sie abgegeben hast, müssen die ja irgendwo sein. Natürlich ist es jetzt unschön, weil du ja keinen Nachweis für das abgeben hast, außer, du hättest einen Zeugen. Es besteht ja die Möglichkeit dass die Krankmeldungen einfach nicht eingepflegt worden sind.

Die Zweitausfertigung hast du bei der Krankenkasse abgegeben? Oder wurde die vom Arzt direkt dahin gesendet?
Wie schaut es mit der 3-Tages-Regelung aus? Waren die Krankmeldungen immer pünktlich beim Arbeitgeber?

In deinem Falle würde ich mir aber auch einen Anwalt suchen. Es ist möglich dass die fristlose Kündigung vor der Arbeitsgericht in eine normale Kündigung umgewandelt wird. Fürs JC ist das aber erst einmal egal.

Bezüglich deines Minijobs müsste der eigentlich vorgehen, weil der dich ja eher von den Leistungen des JCs bringt als eine 1-Euro-Maßnahme. Das solltest du dem JC aber auf jeden Fall schriftlich mitteilen. Entweder per Einschreiben, oder aber durch Abgabe beim JC-Schalter und Empfangsbestätigung für dich. Du brauchst immer etwas für deine Unterlagen.

Die Vorschrift, auf die es in Ihrem Fall ankommt, ist § 2 Abs. 1 Satz 3 SGB II. Diese lautet:

„Wenn eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht möglich ist, hat der erwerbsfähige Hilfebedürftige eine ihm angebotene zumutbare Arbeitsgelegenheit zu übernehmen.“

Sie haben also nur dann die Pflicht, einen sogenannten 1-Euro-Job (= „Arbeitsgelegenheit“) anzunehmen, wenn diese Voraussetzungen vorliegen. Oder anders gesagt: wenn Ihnen in absehbarer Zeit eine Erwerbstätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt möglich ist, können Sie nicht dazu gezwungen werden und unterliegen im Falle einer Weigerung dann auch nicht den Sanktionen (= Kürzung des Alg2) aus § 31 SGB II.

Ein Minijob ist eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Es hängt jetzt davon ab, wieviel du dort verdienen würdest. Sollst du die 450€ voll auschöpfen, oder nur auf z.B. einer BAsis von 150€ angestellt werden? Bei letzterem könnte es passieren dass dir deine SB tatsächlich den Minijob untersagt, wenn du beim 1-Euro Job mehr verdienen würdest, weil du dort mehr Stunden leistest.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.664
Bewertungen
17.055
Bei letzterem könnte es passieren dass dir deine SB tatsächlich den Minijob untersagt, wenn du beim 1-Euro Job mehr verdienen würdest, weil du dort mehr Stunden leistest.
Da wüsste ich gerne mal die Rechtsgrundlage, wonach die SB einem einen Minijob untersagen kann. Dass man in einem EEJ mehr verdient, geht aber zu Lasten des Steuerzahlers, das Einkommen aus einem Minijob verringert die Kosten für den Steuerzahler. Dass man bei einer Tätigkeit unter 15 Stunden nicht aus der Statistik fliegt, ist kein Argument.
 

Kittie

Elo-User*in
Mitglied seit
5 Februar 2011
Beiträge
212
Bewertungen
56
@gelibeh

Bei letzterem könnte es passieren dass dir deine SB tatsächlich den Minijob untersagt, wenn du beim 1-Euro Job mehr verdienen würdest, weil du dort mehr Stunden leistest.

Ich habe nur geschrieben, dass es sein könnte, allein mit Hinweis auf die Verringerung der Bedürftigkeit. Ich habe nirgends geschrieben dass das rechtlich in Ordnung ist, aber es ist nicht unüblich dass der SB erstmal fordert der Bedürftige solle doch den 1-Euro-Job machen, weil der finanziell mehr bringt. Es gibt doch auch Fälle wo der SB versucht den Bedürftigen dahingehend zu drängen den 1-Euro-Job anzunehmen, obwohl der Minijob mit 450€ ausgeschöpft würde.

Du hast Recht, das zahlt natürlich der Steuerzahler, aber meines Wissens zahlt das der Bund, und nicht die Stadt. Außerdem ist der Bedürftige dann erstmal aus der Statistik raus. Mir scheint es eher so zu sein dass die JC versuchen die Kosten auf andere Finanzierungsmethoden umzuwälzen.

Es gilt also jetzt im vorhinein bereits so viele wichtige Informationen zu sammeln wie es möglich ist, damit ela auch gezielt begründen kann, wenn das nötig wird.
 

Lilastern

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
21 Mai 2011
Beiträge
7.874
Bewertungen
2.317
Hallo Leute,

ich habe grade mächtig Stress mit dem Amt, und konnte es heute mal wieder am eigenen Leib erleben, wie unterschiedlich man da behandelt wird.

Ich war in der Ausbildung, noch in der Probezeit, längere Zeit krankgeworden und erhielt letztendlich deswegen die fristlose Kündigung.
Das war Mitte Mai...heute gab ich meinen ALG2 Neuantrag ab, alles verlief höflich nett....es fehlten nur noch Unterlagen für 2 Kontoeröffnungen, die solllte ich bis Mittag noch einreichen, und sie wies mir eine Art Arbeitsvermittlung zu, wo ich einmal die Woche hinzugehn habe um mit denen über meine Bewerbung zu sprechen.

Ich also nach ca. eine Stunde mit den restlichen Unterlagen wieder da....die SB total unfreundlich,die Märchenstunde sei jetzt vorbei, sie hätte bei meinen alten Arbeitsgeber angerufen, und der hätte mich gekündigt weil ich AU´s nicht abgegeben hätte und mich nicht mehr gemeldet hätte ( was eine Lüge ist) und mein Hartz IV würde jetzt nur vorläufig als Darlehn genehmigt, und ich müsste jetzt mein Leben lang das Hartz Iv zurückzahlen, außerdem würde ich noch eine Sanktion bekommen....und sie würde mich auch nicht auf den ersten Arbeitsmarkt sehen, deswegen würde sie mir einen 1 Euro Job zuweisen...und das mit den Arbeitsvermittler hätte sich erledigt....auch dürfte ich da nicht krankfeiern, wenn dann würde ich sofort zum Amtsarzt geschickt, bei meiner Vorgeschichte....

Ich habe seitdem ich wieder zuhause bin, jetzt etwas recherchiert ich lese überall nur, das man bei eigenverschulden für drei Monate eine 30 % Sanktion bekommt...aber nicht das man sein leben lang jetzt Hartz iv zurückzahlen muss...die SB meinte, ich müsste auch die Krankenkassenbeiträge zurückzahlen...

Ist das so rechtens? Dürfen die den ehemaligen Arbeitsgeber einfach so kontaktieren?
Ich will jetzt erstmal den schriftlichen Bescheid abwarten, und dann ggf. zum Anwalt!


Wie lange hast du in diesem Ausbildungsbetrieb gearbeitet? Wegen Krankheit kann man nicht fristlos kündigen, es sei denn es ist wahr, dass du keine AU-Bescheinigungen beim Arbeitgeber fristgerecht abgegeben hast.

Zu welchem Termin wurde dir gekündigt? Wann wurde dir die Kündigung ausgehändigt?

Fristlose Kündigung während der Ausbildung ist nur wegen einem schwerwiegenden Grund möglich, Diebstahl etc.

Oder warst du noch in der Probezeit?

Erkundige dich doch einmal bei der Industrie-und Handwerkskammer.


Hast du keinen Fachanwalt für Arbeitsrecht eingeschaltet. Die 3 Wochen Frist Klage beim Arbeitsgericht?

Hast du etwa gar nichts unternommen?
 

Bert800

Elo-User*in
Mitglied seit
21 März 2012
Beiträge
47
Bewertungen
1
"Wer vorsätzlich oder grob fahrlässig die Voraussetzungen für die Gewährung von Leistungen herbeigeführt hat, ist zum Ersatz der deswegen gezahlten Leistungen verpflichtet."


Darunter würden dann ja grundsätzlich auch eine Kündigung von Seiten des Arbeitnehmers fallen, sofert kein wichtiger Grund vorliegt.

Diese Regelung kannte ich gar nicht. Ist es nicht eigentlich üblich, dass bei verschuldeter Arbeitsaufgabe eine Sanktion 30% für 3 Monate eintritt?
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten