Selbstständigkeit und ALGLL? (1 Betrachter)

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Kalo

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Hallo,
da ich keine Antworten auf meine Frage finde, habe ich mich hier bei Euch registriert um hoffentlich Antworten zu finden.
Ich beziehe derzeit gering aufstockend ALGll.
Meine Beschäftigung endet bald da mein Vertrag ausläuft.
Ich habe die Möglichkeit einen An & Verkauf zu übernehmen.
Die Zahlen dazu sehen gut aus, allerdings fehlt mir etwas Mut dazu.
Was passiert, wenn mir mal "ein paar €" fehlen?
Kann ich, Mutter mit zwei Kindern, etwas dazu beantragen? ALGll oder Wohngeld oder sonstiges?
Ich möchte es gern wagen da es wirklich Perspektive hat, habe nur etwas Angst wegen der Anfangsphase.

Nur kurz zum Unternehmen.
Es ist ein Kleingewerbe Steuerfrei bis 17.500€ im Jahr.

Jede Antwort, Idee und Hilfe wird dankend angenommen.
Liebe grüße und besten Dank Eure Kalo
 

Dirk B.

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Hallo Kalo,

du kannst als Selbstständige Wohngeld erhalten. Allerdings hängt das von der Höhe deines Einkommens ab. ALGII wäre bei Bedürftigkeit aufstockend ebenfalls möglich. Dazu mußt du eine vorrausschauende EKS für das JC erstellen. Die Höhe des ALG II hängt in dem Fall von den prognostizierten Einnahmen ab. Von daher solltest du diese eher konservativ schätzen, also geringe Einahmen veranschlagen. Dir viel Mut und gutes Gelingen.

Beste Grüße, Dirk
 

Kalo

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Danke für die Antwort.
Ich denke das vielleicht der Anfang schwer wird, ist ja auch ein enormer Schritt. Man hat bis jetzt immer Gehalt gezahlt bekommen, ab dann ist man selber dafür verantwortlich.
Da ich aber Mutter bin möchte ich mich absichern können, sprich mich schlau machen ob es einem dann wenn die Zahlen es belegen auch wirklich zusteht.
Es war jetzt alles schon immer so kompliziert.
 

Dirk B.

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Wenn du aufstocken mußt, wird es wirklich kompliziert. Und das JC wird dir jeden nur möglichen Stein in den Weg legen, um die Ausübung des Gewerbes zu erschweren. Du solltest dir schon eine gewisse Dickhäutigkeit für den Fall zulegen und dich her mal einlesen, um dich über deine Rechte + Pflichten zu informieren. .

Sollte geschäftlich alles schief laufen sollte, besteht für dich und die Kinder immer die Grundsicherung in Form von ALG II.
 

Linuxfan

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Ich habe die Möglichkeit einen An & Verkauf zu übernehmen.
[...]
Nur kurz zum Unternehmen.
Es ist ein Kleingewerbe Steuerfrei bis 17.500€ im Jahr.
Hallo Kalo,

da würde ich folgende Fragestellungen in Betracht ziehen:

- Musst Du einen bestimmten Warenbestand übernehmen?
- Ist der An- und Verkauf eventuell mit einem Geschäftslokal verbunden für das Du ggf. Miete zahlen musst?
- Warum gibt der Vorbesitzer des An- und Verkaufs das Geschäft ab?
- Kannst Du eventuell eine sogenannte betriebswirtschaftliche Auswertung bekommen?

Allgemein halte ich es für ziemlich schwer mit ALG II einen großen Warenbestand zu kaufen, da man bei ALG II ja davon ausgehen muss, das die Empfänger bedürftig sind und demzufolge wenig Kapital für Betriebsinvestitionen haben. Dies ist nicht irgendwie böse gemeint.
 

Kalo

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Hallo,
ich danke bis hierher schon mal für die Antworten. Dazu habe ich noch eine weitere bezüglich der Veränderung. Mein Vertrag läuft Mitte Mai aus um zum 01.06.2017 möchte ich beginnen. Wie melde ich das denn am besten? Ich hätte es jetzt einfach vor vollendeten Tatsachen gestellt. Also nicht gefragt ob ich darf quasi. Die Antwort denke ich kenne ich. Durch meine Arbeit bin ich bis Ende des Jahres bewilligt und pauschal berechnet. Ich habe Papiere vorliegen vom Steuerbüro die das ganze Jahr geschätzt und kalkuliert haben. "Gute Zahlen". Das Unternehmen wird innerhalb der "Familie" übernommen und die Gründe und Zahlen sind bekannt.
Da möchte ich nicht so ins Detail gehen Bitte daher um Verständnis dafür.
Ich habe wie gesagt nur Sorge gehabt ob jemanden Stütze zusteht der Selbständig ist.
Das es nicht Jahre so läuft ist mir auch bewusst, dann wird es irgendwann diese besagte "Liebhaberei" .
 

Aufstockerseo

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Perspektive ist so eine Sache. Es hängt sicherlich auch noch von anderen Faktoren ab, aber als Selbständiger sollte man mindestens knapp 3500 EUR pro Monat verdienen, damit man ruhig schlafen kann. Als ich einmal beim BNW war lag der Betrag sogar eher bei 4500 EUR pro Monat. Ansonsten holt einen die Realität irgendwann später wieder ein. Man muss die Krankenversicherung selber bezahlen, die Rentenversicherung, etc. Zudem will man auch mal Urlaub machen, ist Krank, es gibt Schwankungen bei den Einnahmen, usw. Hört sich für mich so an als wenn es lange dauern wird, bis du das Jobcenter dann wieder los wärst. Ich hatte längere Zeit einen Bearbeiter bei dem alles relativ problemlos war ( seit vielen Jahren ), seit 1 Jahr hat sich das mit neuem SB geändert. Wenn es immer so wie jetzt gewesen wäre, dann würde ich niemandem empfehlen sich Selbständig zu machen sofern man aufstocken muss. Durch deren Willkür und Handeln hat man meist unverschuldet Schulden, kann viele Entscheidungen nicht dann treffen wenn sie notwendig sind und hat mit seinen Nerven zu kämpfen. Langfristig gesehen kann dieser "Druck" durchaus krank machen.
 
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