Selbstständig gewesen und nun in der gesetzlichen Krankenversicherung. Wie läuft das mit der Pflege, vor allem wenn womöglich nie in die Pflegeversicherung eingezahlt wurde?

sherman2020

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Hi Leute,
ich bitte um Rat für Bekannte.

Der Mann war früher selbstständig (Unternehmer mit eigener Firma) und privat versichert.
Aktuell bezieht er Sozialhilfe und ist in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Soweit ich weiß hat er angeblich jedoch NIE in die Pflegeversicherung eingezahlt, auch damals nicht, als er noch selbstständig war.
Nun ist er dement und die Frau steht vor einem Scherbenhaufen weil sie keine Pflege für ihn bewilligt bekommt.

Hier müßte vermutlich nun erstmal der Pflegegrad festgestellt werden, aber welche Versicherung ist dafür zuständig? Ich vermute die aktuelle (gesetzliche).
Jetzt ist aber die Konstellation, das die Versicherung ja in die gesetzliche gewechselt hat. Angenommen er hat damals in die Pflegeversicherung eingezahlt, müßte die jetzige (gesetzliche) Krankenkasse dann (sofern vorhanden) die Leistung aus der damaligen privaten Pflegeversicherung übernehmen, oder müßte die Pflege bei der alten (privaten) Krankenkasse beantragt werden (sofern dort überhaupt in die Pflege einzahlt wurde).

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Quasi kurz gefragt: Gehen Ansprüche aus eingezahlten Beiträgen in die private Kranken/Pflegeversicherung beim Wechsel in die gesetzliche über? Es geht sich hier rein um Hilfen für die Pflege, bei der gesetzlichen ist das ja eine untrennbare Kombination, bei der privaten anscheinend eine optionale Geschichte.

Ich muss irgendwie Infos für einen Anfang zusammenkriegen, das ist ein großer Scherbenhaufen dort.
 
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Stauer

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Hier müßte vermutlich nun erstmal der Pflegegrad festgestellt werden, aber welche Versicherung ist dafür zuständig?
Dafür ist die Pflegeversicherung zuständig (SGB XI). Wenn jedoch noch nie eingezahlt wurde, erhält man keine Leistungen.
Soweit ich weiß hat er angeblich jedoch NIE in die Pflegeversicherung eingezahlt, auch damals nicht, als er noch selbstständig war.
Angenommen er hat damals in die Pflegeversicherung eingezahlt,
Wonach soll man denn suchen? Nach angeblich noch nie eingezahlt oder mal angenommen, er hat eingezahlt?
 

aldi110

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Dafür ist die Pflegeversicherung zuständig (SGB XI). Wenn jedoch noch nie eingezahlt wurde, erhält man keine Leistungen.
Bist du dir da sicher?

Pflegeversicherung 2020: Leistungen, Beitragssatz und Pflegegeld - Finanztip

Wenn er in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert ist, dann ist die zuständige Pflegekasse der Krankenkasse zuständig. So zumindest mein wissen und meine Erfahrung aus der Vergangenheit als meine Frau die Pflegestufe 2 für die Pflege meines Sohnes erhielt. Mir ist nicht bekannt das man irgendwas hätte "ansparen" müssen. Vielleicht wissen andere mehr?
 

ela1953

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Der Gockel verrät mir:

Es muss mindestens 2 Jahre während der letzten 10 Jahre in die Pflegekasse eingezahlt worden sein, um Leistungen aus der Pflegekasse zu beziehen.
 

HermineL

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Der Gockel verrät mir:

Es muss mindestens 2 Jahre während der letzten 10 Jahre in die Pflegekasse eingezahlt worden sein, um Leistungen aus der Pflegekasse zu beziehen.
Wenn dir das der Gockel verrät dann verrät er dir sicher auch eine Quelle für die Aussage denn ohne ist das nicht viel wert.

Daher hole ich das hier einmal nach damit es auch nachvollziehbar ist:
2 Vorversicherungszeit

Ein Anspruch auf Pflegeleistungen besteht, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

- Erfüllung der Vorversicherungszeit von 2 Jahren innerhalb der letzten 10 Jahre vor der Antragstellung.
- Vorliegen von Pflegebedürftigkeit und Einstufung in einen Pflegegrad.

Der Medizinische Dienst (MD) prüft im Auftrag der Pflegekassen, ob die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit erfüllt sind und welcher Pflegegrad vorliegt.
Quelle:
Leistungsvoraussetzungen Pflegeversicherung

Die Rechtsgrundlage dafür ist § 33 SGB XI
 
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Susanne42

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Wenn jemand, aus welchen Gründen auch immer, Pflegebedürftig ist und keine Versicherung oder keine ausreichende Versicherung dafür hat, dann zahlt das Sozialamt.
Das ist sogar ganz und Gebe. Immerhin kostet ein Heimplatz 4800 Euro in etwa und vielleicht 1700-2200 werden nur von der pflegekasse übernommen. Der durchschnittliche Rentner hat 600 Rente oder so, da zahlt auch das
Sozialamt
In die gesetzliche KK kann er nicht gewechselt haben, das geht nur bis 55.
Das Sozialamt wird die Privatversicherung zahlen, den basistarif
 

Antik 63

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Hallo @sherman2020 und :welcome:

Der Mann war früher selbstständig (Unternehmer mit eigener Firma) und privat versichert.
Soweit ich weiß hat er angeblich jedoch NIE in die Pflegeversicherung eingezahlt, auch damals nicht, als er
noch selbstständig war.
Doch, er muss in der privaten Pflegeversicherung einbezahlt haben,weil die Pflegeversicherung seit 1995 eine Pflichtversicherung ist,auch für Privatversicherte.

Siehe oben von @Mutant den Link,ich hatte diesen Link auch rausgesucht(ich habe den jetzt aber nicht mehr eingestellt.

Mein Mann ist seit über 40 Jahren Privat-Krankenversichert und er muss auch diese private Pflegeversicherung jeden Monat zahlen(seit dem sie Pflicht ist)und wir bekommen seit 12/2018 Pflegegeld.

Das könnt ihr auch in der Rechnung von der Privat KV sehen,der Betrag für die private Pflegeversicherung wird extra ausgewiesen.
Hier müßte vermutlich nun erstmal der Pflegegrad festgestellt werden, aber welche Versicherung ist dafür zuständig? Ich vermute die aktuelle (gesetzliche).
Dann solltet ihr bei der jetzigen Krankenkasse schriftlich nachfragen und die müssen euch auch Auskunft geben.

Wie sich das verhält weil er ja gewechselt hat,damit kenne ich mich nicht aus,aber @HermineL hat ja auch was dazu geschrieben und Link/Quelle eingestellt.
 

sherman2020

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Erstmal vielen Dank für die Antworten, ist ein Trümmerhaufen wie ich schon sagte, mit kaum Informationen, ich kennen noch nicht einmal die Details geschweige denn der groben Rahmenumstände. Gestern hatte er die Wohnung unter Wasser gestellt, es ist kaum ein vernünftiges Gespräch für eine Klärung möglich.

Es ist schwer Informationen zu finden für den Fall das nie etwas einbezahlt wurde, bzw. wer dann ggf. dafür einspringen könnte, das Sozialamt würde dann vermutlich die Heimkosten komplett übernehmen, aber eben keine anderen Leistungen, für z.B. die Pflege zuhause, diese Mittel kämen ja dann aus der Pflegeversicherung wie ich vermute.

Dafür ist die Pflegeversicherung zuständig (SGB XI). Wenn jedoch noch nie eingezahlt wurde, erhält man keine Leistungen.
Wonach soll man denn suchen? Nach angeblich noch nie eingezahlt oder mal angenommen, er hat eingezahlt?
Soweit ich mich erinnere wurde vorher nach SGB II und jetzt nach SGB XII bewilligt. Krankenversichert sollten sie seit mehr als 2 Jahren in der gesetzlichen sein. Wonach man suchen soll? Das ist ja mein Problem, den Abrechnungskram hatte damals jemand externe gemacht, der ist nicht mehr da und ich bezweifel das die Unterlagen noch vorhanden sind. Wie gesagt Trummerhaufen ..., nie selber um etwas gekümmert, das rächt sich jetzt und seine Frau darf es nun alleine ausbaden. Ich suche halt einen Möglichkeit irgendwo zu erfahren ob irgendwo einbezahlt wurde. Deshalb meine Frage, ob die Ansprüche aus damaligen (eventuellen) Einzahlungen in die Pflege an die nun gesetzliche KV übergegangen sind beim damaligen Wechsel. Wenn die neue Krankenkasse mit der alten kommuniziert hätte, müßte dann ja feststehen, ob jemals etwas eingezahlt wurde. Wenn die aber nicht kommunizieren, dann muß ich halt woanders nachfragen und das ist mein Gedanke, es sei denn ich finde noch irgendwelche Unterlagen ...

Es muss mindestens 2 Jahre während der letzten 10 Jahre in die Pflegekasse eingezahlt worden sein, um Leistungen aus der Pflegekasse zu beziehen.
Das hatte ich so auch gelesen, also 2 Jahre SGB II oder SGB XII sollten ausreichen um Leistungen beziehen zu können. Das gilt dann vermutlich nur für Geldleistungen bzw Sachleistungen bei der Pflege zuhause.Für ein Heim müßte dann eh das Sozialamt aufstocken bzw. es bei 2 Einzuahlungsjahren fast komplett bezahlen.

Doch, er muss in der privaten Pflegeversicherung einbezahlt haben,weil die Pflegeversicherung seit 1995 eine Pflichtversicherung ist,auch für Privatversicherte.
Ok, das hatte ich so nicht rausfinden können, 1995 war er noch in Arbeit, die aktuelle KV hat jedoch bereits abgelehnt, den genauen Grund kenne ich nicht, die Dame hatte den Bescheid damals im Original beim Amt abgegeben, der ist weg. Wenn er eingezahlt hätte, hätten die aktuelle GKV ja etwas übernehmen müssen, von daher bin ich etwas irritiert. Wenn diese Pflicht besteht, dann müßte er Pflegeleistungen erhalten, das tut er aber anscheinend nicht. Und das ist nun die Stelle wo ich Informationen finden muss.

Wenn jemand, aus welchen Gründen auch immer, Pflegebedürftig ist und keine Versicherung oder keine ausreichende Versicherung dafür hat, dann zahlt das Sozialamt.
Das ist sogar ganz und Gebe. Immerhin kostet ein Heimplatz 4800 Euro in etwa und vielleicht 1700-2200 werden nur von der pflegekasse übernommen. Der durchschnittliche Rentner hat 600 Rente oder so, da zahlt auch das
Sozialamt
In die gesetzliche KK kann er nicht gewechselt haben, das geht nur bis 55.
Das Sozialamt wird die Privatversicherung zahlen, den basistarif
Beide sind aktuell in der AOK versichert wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Es könnte ja sein, das er dort dann freiwillig versichert ist, das dürfte ja gehen wenn ich das richtig recherchiert habe.

Es besteht auch für privat Krankenversicherte eine Pflicht zum Abschluss einer Pflegeversicherung. Verstehe nicht, wie man sich dem entziehen kann.
s. auch hier:
BMG - Die Pflegeversicherung | Faktencheck und Regelungen (bundesgesundheitsministerium.de)
Und da lese ich den Knackpunkt raus: Gesetzliche sind automatisch in der PV. Private jedoch "müssen" sich anmelden, also nicht automatisch. Was nun, wenn die Person die sich um diese Angelegenheit gekümmert hatte genau das eben nicht getan hat, also ihn einfach nicht angemeldet hat?

Das hier wird eine richtig lustige Angelegenheit werden ... :oops:
 
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Dentesdolor

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Hallo

ich war auch selbstaendig. Die Beitraege zur Pflegversicherung wurden automatisch mit der Krankenversicherung eingezogen. Meines Wissens nach sind sowohl Krankenversicherung und Pflegeversicherung bei Selbstaendigen seit Jahren Pflicht und sowohl privat als auch gesetzlich geht dies in einen Topf.
Die Ehefrau soll sich bei der Privaten Krank

enversicherung mal erkundigen oder bei ihem Steuerbrater. Ich habe auch immer Beitragsbescheinigungen bekommen, wo das plizit aufgefuehrt war, da man es ja steuerlich geltend machen kann. Die private Versicherung stellt das sicher auch nochmal aus. Ich habe auch auf meine Krankentageldversicherung und Zahnzusatzversichetung sogar Beiträge dafuer entrichten muessen. Da auch mal schauen, ob so etwas zusaetzlich abgeschlossen wurde.
 

sherman2020

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Vielen Dank für diese Informationen, das wird das nächste Gespräch mit ihr sein, ich hoffe sie weiß überhaupt wo sie vorher versichert waren ... die Dame ist halt komplett überfordert damit, mit dem betrieblichen Kram hatte sie nie etwas zu tun, hat sich auf ihren Mann verlassen und der .... :mad:
 

Dentesdolor

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Vielen Dank für diese Informationen, das wird das nächste Gespräch mit ihr sein, ich hoffe sie weiß überhaupt wo sie vorher versichert waren ... die Dame ist halt komplett überfordert damit, mit dem betrieblichen Kram hatte sie nie etwas zu tun, hat sich auf ihren Mann verlassen und der .... :mad:
Sie koennen auch mal im zustaendigen Finanzamt vorsprechen. Die Beitragsnachweise werden immer den Ämtern uebermittelt oder persoenlich vorsprechen aber mit Vollmacht.
 

Susanne42

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Die Pflicht für Krankenversicherung und Pflegeversicherung gibt es erst seit 2011.
Personen, die sich zu einen früheren Zeitpunkt selbstständig gemacht haben, konnten aus der gesetzlichen Krankenkasse austreten, ohne den Nachweis einer privaten.
Heute nicht mehr möglich, aber damals schon.
Kann es evtl. sein, dass er gar keine Krankenkasse hatte die ganze Zeit?
Ebenso kann es unmöglich sein, das er jetzt plötzlich wieder in der AOK ist.
Da er über 55 ist.
Ausnahme: für Leute die absolut ohne Krankenkasse waren, da zahlt das Sozialamt die gesetzliche.
Sonst geht es nicht.
Zweite Ausnahm: er kann unter bestimmten Umständen in die gesetzliche Familienversicherung, aber nur wenn er verheiratet ist.
Ich würde zunächst herausfinden, wie und seit wann er in die AOK gekommen ist.
Denn es ist absolut unmöglich von einer privaten KK im Alter über 55 noch in die Gesetliche zu kommen.
 

Mutant

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Und da lese ich den Knackpunkt raus: Gesetzliche sind automatisch in der PV. Private jedoch "müssen" sich anmelden, also nicht automatisch. Was nun, wenn die Person die sich um diese Angelegenheit gekümmert hatte genau das eben nicht getan hat, also ihn einfach nicht angemeldet hat?
Auch die private Pflegeversicherung ist eine Pflegepflichtversicherung. Wie man sich darum herummogeln kann, ist mir ein Rätsel. Zumal der monatliche Beitrag wirklich äusserst überschaubar ist und bei ca. 30 Euro im Monat liegt.

Daß die Pflicht auch für Privatpatienten erst seit 2011 gilt, mag ich kaum glauben. Ich bin selbst privat versichert, und der Versicherungsschein datiert bei mir auf das Jahr 1996. Auch da heißt es: Pflegepflichtversicherung.

Sicherlich ist es nicht einfach bei dementen Personen noch alte Unterlagen zu finden. Das ist wirklich Detektivarbeit.
 

Antik 63

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Hallo @sherman2020,

Erstmal vielen Dank für die Antworten,
Bitte,gerne doch.

Soweit ich mich erinnere wurde vorher nach SGB II und jetzt nach SGB XII bewilligt. Krankenversichert sollten sie seit mehr als 2 Jahren in der gesetzlichen sein.

Das hatte ich so auch gelesen, also 2 Jahre SGB II oder SGB XII sollten ausreichen um Leistungen beziehen zu können.
Hat er/sie den Antrag vielleicht vorher gestellt und da war er noch nicht 2 Jahre da Krankenversichert ?

Ich würde jetzt einfach nochmal einen Pflegegrad Antrag stellen und abwarten was passiert.Aber guck vorher nochmal genau seit wann er jetzt da KV ist.
die aktuelle KV hat jedoch bereits abgelehnt, den genauen Grund kenne ich nicht, die Dame hatte den Bescheid damals im Original beim Amt abgegeben, der ist weg.
Das ist sehr schlecht,Originale sollte man nie abgeben.Und der genaue Grund der Ablehnung wäre ja schon wichtig gewesen,zu erfahren. Wie lang ist das den jetzt,her das die KK das abgelehnt hat ?

Wenn er eingezahlt hätte, hätten die aktuelle GKV ja etwas übernehmen müssen, von daher bin ich etwas irritiert. Wenn diese Pflicht besteht, dann müßte er Pflegeleistungen erhalten, das tut er aber anscheinend nicht. Und das ist nun die Stelle wo ich Informationen finden muss.
Also,wie schon gesagt ich kenne mich damit nicht aus.Aber wie ich in dem Link unten lesen/verstehen konnte,bezahlt die Private KV da jetzt nichts mehr.

Guck hier Leistungsvoraussetzungen Pflegeversicherung das der Link von # 5
bei Punkt 3 Erlöschen der Leistungsansprüche
und Punkt 3.1
 

Antik 63

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Hallo @Mutant,

Auch die private Pflegeversicherung ist eine Pflegepflichtversicherung. Zumal der monatliche Beitrag wirklich äusserst überschaubar ist und bei ca. 30 Euro im Monat liegt.
Nah ja,das stimmt nicht so ganz mit den 30 € im Monat,das richtet sich wohl/vielleicht nach dem KK Beitrag(das weiß ich nicht genau)und bleibt auch nicht immer gleich(wird auch meistens jährlich noch erhöht)so war/ist das bei uns.

Also mein Mann zahlt seit diesem Jahr Monatlich 122,57 € für die Private Pflegepflichtversicherung die hat 2018 ca 75 € und 2019 hat die 97,77 € gekostet(nur mal so als Beispiel).

Daß die Pflicht auch für Privatpatienten erst seit 2011 gilt, mag ich kaum glauben. Ich bin selbst privat versichert, und der Versicherungsschein datiert bei mir auf das Jahr 1996. Auch da heißt es: Pflegepflichtversicherung.
Da müsste ich auch erstmal nachgucken,aber ich meine auch das ist nicht erst seit 2011 so.
 

Mutant

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Hallo @Mutant,

Nah ja,das stimmt nicht so ganz mit den 30 € im Monat,das richtet sich wohl/vielleicht nach dem KK Beitrag(das weiß ich nicht genau)und bleibt auch nicht immer gleich(wird auch meistens jährlich noch erhöht)so war/ist das bei uns.
Da habe ich aktuell nochmal nachgeschaut, und tatsächlich zahle ich für die private Pflegepflichtversicherung einen monatlichen Beitrag von 63,70 Euro. Was ich weiterhin für eine überschaubare Summe halte. Davor war es 47 Euro. Ich sehe natürlich auch, daß die Kosten in der Pflege mit solchen Beträgen nicht gedeckt werden können und daher die Beiträge steigen. Irgendwer muß es schließlich bezahlen.
 

Antik 63

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Da habe ich aktuell nochmal nachgeschaut, und tatsächlich zahle ich für die private Pflegepflichtversicherung einen monatlichen Beitrag von 63,70 Euro. Irgendwer muß es schließlich bezahlen.
Ok,das beruhigt mich jetzt aber doch,wenn du auch mehr zahlen musst. Ja das hast du wohl recht,
irgendwer muss es schließlich bezahlen.
 

Ozymandias1

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Bevor ein Antrag auf Pflegeleistungen gestellt wird, kann man sich auch noch überlegen den Pflege-Bahr abzuschließen.
Ob es sich lohnt, kommt drauf an welche Krankheiten vorliegen.
 

wheelie

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Moin,

3. Möglichkeit unter 55 aus der Privaten raus zu kommen, ist sich irgendwo anstellen zu lassen für ich glaube mindestens 3 Monate, mehr als Minijob.


Ansonsten kann es durchaus sein, dass gar keine Krankenversicherung vorlag, bis das Sozialamt zuständig war. Beim Eintreten von Grundsicherung meine ich auch, dass es dann eine Krankenversicherung geben muss, und die gesetzliche dann aufnehmen muss, und das Sozialamt bzw. Jobcenter den Beitrag für freiwillige Versicherung zahlen muss.

Ich würde mich ans Sozialamt wenden, wenn die Bescheide von dort auch nicht vollständig sind. Dort schriftlich nachweisbar die Übernahme der Kosten für Pflege beantragen, dann müssen die reagieren. Am besten die Kosten für Pflege beantragen, und hilfsweise für den Fall, dass sie nicht vollständig zuständig sind, die Kosten beantragen, für die es sonst keinen Träger gibt.

Es muss dann innerhalb von (ich meine) 14 Tagen von dem Amt geklärt werden, wer zuständig ist, und der Antrag dahin weiter geleitet werden, so ist das eigentlich bei allen Anträgen an Behörden aus dem Sozialen (auch Krankenkasse, Jobcenter, Rentenversicherung etc.). Wenn es nicht rechtzeitig weiter geleitet wird, ist automatisch das Amt zuständig, das den Antrag bekam. Das hat den Vorteil, dass der Antragsteller nicht genau wissen muss, wohin damit, es nur schriftlich nachweisbar irgendwo einreichen. (§16 SGB I)

Im Zweifel kann das Sozialamt dann nämlich sicher auch alte Bescheide nachreichen, wo zu sehen ist, wie lange das Ehepaar schon bei der AOK versichert ist. Damit kann das Ehepaar mit Deiner Hilfe dann weiter machen.

Ich denke, dass so etwas gar nicht so selten vorkommt, habe ähnliches auch schon 3 mal in meinem Leben begleitet, und bin froh, dass immerhin inzwischen eine allgemeine Krankenversicherungspflicht besteht, dass so ein ganz großes Ungemach nicht mehr möglich ist...

Lg wheelie
 

sherman2020

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Nochmals DANKE DANKE an alle helfenden, manche Infos findet man nur sehr schwer, ich danke Euch !

Tut mir leid das ich aktuell noch nicht mehr sagen kann, das muss ich noch rausfinden.
In die PKV wurde wohl eingezahlt, aber es mußte nachgezahlt werden. Somit fraglich wie das bei Schulden aussieht wenn die Beiträge nicht gezahlt wurden. PKV sollte somit halbwegs beglichen sein, das frage ich aber nach. Mir fehlt aktuell generell ein Überblick, ich hoffe das sie da halbwegs helfen kann.
Wie ich gerade erfahren habe existieren wohl noch einige Bücher von damals, wenigstens etwas, da werde ich dann auch mal reinschauen, auch wenn ich vermutlich nicht allzuviel davon verstehe. Die Bücher hatte damals übrigens seine eigene Tochter geführt.

Die Pflicht für Krankenversicherung und Pflegeversicherung gibt es erst seit 2011.
Personen, die sich zu einen früheren Zeitpunkt selbstständig gemacht haben, konnten aus der gesetzlichen Krankenkasse austreten, ohne den Nachweis einer privaten.
Heute nicht mehr möglich, aber damals schon.
Kann es evtl. sein, dass er gar keine Krankenkasse hatte die ganze Zeit?
Ebenso kann es unmöglich sein, das er jetzt plötzlich wieder in der AOK ist.
Da er über 55 ist.
Ausnahme: für Leute die absolut ohne Krankenkasse waren, da zahlt das Sozialamt die gesetzliche.
Sonst geht es nicht.
Zweite Ausnahm: er kann unter bestimmten Umständen in die gesetzliche Familienversicherung, aber nur wenn er verheiratet ist.
Ich würde zunächst herausfinden, wie und seit wann er in die AOK gekommen ist.
Denn es ist absolut unmöglich von einer privaten KK im Alter über 55 noch in die Gesetliche zu kommen.

Seit 1995 gibt es in Deutschland die Pflegeversicherung als eigenständigen Zweig der Sozialversicherung. Mit ihr soll das finanzielle Risiko der Pflegebedürftigkeit insbesondere im Alter abgefedert werden. Versicherungspflicht besteht dabei sowohl für gesetzlich wie privat Krankenversicherte.
Das ist auch das was ich finden konnte, frage ist halt wie sich das verhält wenn man die Beiträge dann nicht zahlt, es sind auch enorme Schulden und Zahlungsunfähigkeiten mit im Spiel ... ich sag ja, totaler Trümmerhaufen und nun totaler Albtraum für die arme Frau.

Hat er/sie den Antrag vielleicht vorher gestellt und da war er noch nicht 2 Jahre da Krankenversichert ?

Ich würde jetzt einfach nochmal einen Pflegegrad Antrag stellen und abwarten was passiert.Aber guck vorher nochmal genau seit wann er jetzt da KV ist.

Das ist sehr schlecht,Originale sollte man nie abgeben.Und der genaue Grund der Ablehnung wäre ja schon wichtig gewesen,zu erfahren. Wie lang ist das den jetzt,her das die KK das abgelehnt hat ?


Also,wie schon gesagt ich kenne mich damit nicht aus.Aber wie ich in dem Link unten lesen/verstehen konnte,bezahlt die Private KV da jetzt nichts mehr.

Guck hier Leistungsvoraussetzungen Pflegeversicherung das der Link von # 5
bei Punkt 3 Erlöschen der Leistungsansprüche
und Punkt 3.1
Das kann gut sein, die Ablehnung wurde vor ca. 1 Jahr im Original im Amt abgegeben, da sie damals aber auch in Arbeit vermittelt werden sollte vermute ich sogar, das sie (ggf. vorher) nach SGB II Leistungen bezogen. Im SGB XII sollte ja keine Arbeitsvermittlung erfolgen. Also liegt ggf. auch noch eine Mischgemeinschaft vor ... das überfordert dann langsam auch meine Person ... das scheinen alles Sonderfälle, durchweg.

Moin,

3. Möglichkeit unter 55 aus der Privaten raus zu kommen, ist sich irgendwo anstellen zu lassen für ich glaube mindestens 3 Monate, mehr als Minijob.


Ansonsten kann es durchaus sein, dass gar keine Krankenversicherung vorlag, bis das Sozialamt zuständig war. Beim Eintreten von Grundsicherung meine ich auch, dass es dann eine Krankenversicherung geben muss, und die gesetzliche dann aufnehmen muss, und das Sozialamt bzw. Jobcenter den Beitrag für freiwillige Versicherung zahlen muss.

Ich würde mich ans Sozialamt wenden, wenn die Bescheide von dort auch nicht vollständig sind. Dort schriftlich nachweisbar die Übernahme der Kosten für Pflege beantragen, dann müssen die reagieren. Am besten die Kosten für Pflege beantragen, und hilfsweise für den Fall, dass sie nicht vollständig zuständig sind, die Kosten beantragen, für die es sonst keinen Träger gibt.

Es muss dann innerhalb von (ich meine) 14 Tagen von dem Amt geklärt werden, wer zuständig ist, und der Antrag dahin weiter geleitet werden, so ist das eigentlich bei allen Anträgen an Behörden aus dem Sozialen (auch Krankenkasse, Jobcenter, Rentenversicherung etc.). Wenn es nicht rechtzeitig weiter geleitet wird, ist automatisch das Amt zuständig, das den Antrag bekam. Das hat den Vorteil, dass der Antragsteller nicht genau wissen muss, wohin damit, es nur schriftlich nachweisbar irgendwo einreichen. (§16 SGB I)

Im Zweifel kann das Sozialamt dann nämlich sicher auch alte Bescheide nachreichen, wo zu sehen ist, wie lange das Ehepaar schon bei der AOK versichert ist. Damit kann das Ehepaar mit Deiner Hilfe dann weiter machen.

Ich denke, dass so etwas gar nicht so selten vorkommt, habe ähnliches auch schon 3 mal in meinem Leben begleitet, und bin froh, dass immerhin inzwischen eine allgemeine Krankenversicherungspflicht besteht, dass so ein ganz großes Ungemach nicht mehr möglich ist...

Lg wheelie
Den Antrag werde ich auf jeden Fall nochmal verfassen und beim Termin stellen.

Bei (aktuellem) Pflegegrad 1 dürfte es jedoch kaum Leistungen geben. Aber wichtig ist erstmal irgendwo überhaupt Fuß zu fasen, ich hätte jetzt bei der AOK einen Antrag gestellt, mache das aber jetzt übers Amt, das ist eine sehr gute Idee, danke! Wie ich gelesen habe wollen die die Pflegestufe als Anlage haben, also muss man dann doch über die AOK gehen ...
 
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wheelie

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Eventuell kann auch beides parallel beantragt werden, insbesondere wenn ein Heimaufenthalt oder eine Betreuung durch einen Pflegedienst nötig ist.

Also einen Höherstufungsantrag (geht auch formlos) bei der Kasse, und die Übernahme der Pflegekosten beim Sozialamt. Dann sind beide Anträge gestellt und jeder muss reagieren. Das wäre jetzt so mein Gedanke dazu.

Wenn ein Pflegegrad 1 vorhanden ist, sollte das auf jeden Fall ein Hinweis darauf sein, dass irgendjemand grundsätzlich Zahlungspflicht anerkannt hat.

Bei dem, was zwischen den Zeilen hervorklingt, ist Grad 1 sehr sicher überhaupt nicht mehr angemessen, also definitiv ein neuer Antrag dafür. Dafür kann es sehr hilfreich sein, ein Pflegetagebuch zu führen, in das jeder, der pflegerische Leistungen erbringt, schreibt, was, wann, wie lange, wie oft, und wie sehr der Betroffene mithelfen kann.
Rechnet damit, dass der Grad zu niedrig ausfallen kann, wenn Ihr das gefühl habt, dass das so ist, dann sofort Widerspruch ohne Begründung einlegen, Akteneinsicht, insbesondere in das Gutachten vom MdK einfordern, danach dann eine Begründung schreiben. Das kommt leider sehr oft vor, so als Vorwarnung.

Wegen eventueller Schulden sollte die Ehefrau auch überlegen, sich einmal gut von einer Schuldnerberatung beraten zu lassen, inwieweit sie mit drin hängt, sich wehren kann, etwas unternehmen kann, damit es nicht noch schlimmer wird etc.

Lg wheelie
 

Antik 63

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Hallo @sherman2020,

Das kann gut sein, die Ablehnung wurde vor ca. 1 Jahr im Original im Amt abgegeben,
Bei (aktuellem) Pflegegrad 1 drürfte es jedoch kaum Lesitungen geben.
Wie jetzt,ich dachte der Pflegegrad Antrag wurde abgelehnt weil die KV noch nicht lange genug bestand? Und jetzt schreibst du (aktuellem) Pflegegrad 1 ?

Was genau wurde den jetzt abgelehnt ? :icon_kinn: Du solltest du dir die Ablehnung/Brief von der KK besorgen, damit du weist was da drin steht.

das überfordert dann langsam auch meine Person
Vielleicht solltest du da erstmal die Unterlagen richtig durchgucken und dann ein bisschen sortierter schreiben.So kann man schlecht helfen,das überfordert mich dann auch :unsure:
 

sherman2020

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Es wurde der Pflegegrad bei der aktuellen Krankenkasse festgestellt, aber die schreibt auch, das sie nicht für Leistungen zuständig ist. So mein jetziger Kenntnisstand. Deshalb ja eingangs meine Frage, ob die vorherige Pflegeversicherung (sofern vorhanden) dafür aufkommen müßte, bzw. ob die Ansprüche übergehen. Aber das ist ja jetzt wohl geklärt. Viele ihrer Aussagen ergeben oft keinen Sinn, sie ist halt total überfordert und hat zu lange gewartet sich damit unterstützen zu lassen.

Für den Anfang sind hier tolle Informationen, damit habe ich definitiv einen Anfang, du hast natürlich recht, das ich jetzt erstmal mehr konkretes benötige, das werde ich jetzt auch nachholen, da ich nun weiß wonach ich fragen / suchen muss. Da ich behördliches nicht selber machen kann, muß das immer kompliziert über seine Frau laufen, deshalb wollte ich nicht überall anfragen, weil ich es halt eben nicht selber tun kann, für sie ist das eine große zusätzliche Belastung, sie ist schon mit ihren Mann überfordert ... . Zeitgleich versuche ich jetzt bei der Caritas eine Beratung zu erhalten, die kostet aber anscheinend Geld, laut deren Webseite. Nächsten Samstag werde ich mehr wissen.

Aber länger zuschauen kann ich da auch nicht, auskennen tue ich mich mit der Materie aber auch nicht, von daher versuche ich, wenigstens irgendwie den ersten Schritt für sie hinzukriegen.
 
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