Selbstständig, fiktives Einkommen angesetzt und jetzt unter Existenzminimum (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

plogan65

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Hallo miteinander,

ich hatte mich 2013 selbstständig gemacht um aus dem ALG II Bezug zukommen,
da ich mit 48 und grauen Haaren keine so rechten Chancen auf dem Arbeitsmarkt hatte und das trotz guter Ausbildung als Industriekaufmann und Fachwirt FM.

Leider konnte ich trotz relativ guter Auftragslage keine entsprechenden Rück-
lagen bilden und musste im Januar ALG II beantragen. Nun zu meinem Problem,
laut Bescheid vom 02.02.2015 werden mir für Januar und Februar jeweils 600€
fiktives Einkommen angerechnet. Nach Abzug der Freibeträge bleiben noch 400€
die direkt vom ALG II abgezogen werden.

Somit verbleiben meiner Frau und mir noch 920€ für Miete, Lebenshaltung und Geschäftskosten!

Ich zahle 783,55 Miete und Nebenkosten, die Aufwendungen um zu meinem Auftraggeber in Kassel zu kommen mon. 515€ plus 60€ Parkkosten und tägliche An- uns Abfahrt zum/vom Bahnhof von 30km mit dem PKW.
Die erste Rechnung kann ich aber erst zum 01.03.2015 stellen und bis zur Zahlung vergehen in der Regel 10 Werktage.

Gibt es außer einem Widerspruch gegen den Bescheid rechtliche Möglichkeiten, oder auf was muss ich mich bei dem Widerspruch beziehen?

Gruß

Patrick
 

Koelschejong

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AW: Selbstständig, fiktives Eikommen angesetzt und jetzt unter Existenzminimum

Wie kommt das JC denn auf die Zahlen? Was hattest Du in der vorläufigen EKS angegeben?
 

plogan65

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In der EKS sind die Angaben aus den Umsätzen 2014 eingeflossen und die mit dem neuen Auftraggeber ausgehandelten Stundensätze und Einsatzzeiten. Wir reden hier von rund 1650€ pro Monat von Februar bis Mai 2015.

Abzüglich aller Kosten verbleibt dann ein anrechenbares Einkommen von ca.
320€.
 

Koelschejong

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Also rechnet das JC rund 80 Euro zu viel an. Begründung dafür gibt's vermutlich nicht. Da hilft dann nur Widerspruch und für den Hat JC 3 Monate Zeit.
 

plogan65

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War gestern bei meinem Vermieter um ihm die "freudige" Botschaft zu übermitteln,
dass ich für Januar und Februar nur eine Miete überwiesen habe. Glücklich war er nicht, aber er spielt erstmal mit.

@Koelschejong, danke für deine Antwort. Damit kann ich schonmal was anfangen und im Widerspruch verwerten. Wenn ich dann noch in der EÜR vom Jobcenter geforderte Rücklagen zur Vermeidung der zukünftigen Hilfsbedürftigkeit ausweise und die Freibeträge abziehe, wird voraussichtlich kein anrechenbares Einkommen übrigbleiben.

Bleibt die Frage ob die Rücklagen dann auch vom SB anerkannt werden!

Gruß

Patrick
 

hunter11

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War gestern bei meinem Vermieter um ihm die "freudige" Botschaft zu übermitteln,
dass ich für Januar und Februar nur eine Miete überwiesen habe. Glücklich war er nicht, aber er spielt erstmal mit.

@Koelschejong, danke für deine Antwort. Damit kann ich schonmal was anfangen und im Widerspruch verwerten. Wenn ich dann noch in der EÜR vom Jobcenter geforderte Rücklagen zur Vermeidung der zukünftigen Hilfsbedürftigkeit ausweise und die Freibeträge abziehe, wird voraussichtlich kein anrechenbares Einkommen übrigbleiben.

Bleibt die Frage ob die Rücklagen dann auch vom SB anerkannt werden!

Gruß

Patrick
Wo bitte gibt es das denn ? Höre ich zum ersten Mal.
 

Koelschejong

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Rücklagen gibt es im Bereich des SGB II nicht. Ich wüsste nicht, welche Rücklagen das JC fordern sollte.
 

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Elo-User*in - temp. eingeschränkt
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Plogan der weis bestimmt noch nicht einmal wo der Unterschied zwischen einer Rücklage und Rückstellung ist, und will dann was anerkennen

Ich würde Rückstellungen Bilden. Die mindern in aller Regel als Aufwand den Gewinn

Rücklagen gehören zum Eigenkapital. Umgangssprachlich sagt man auch Geld auf der Hohen Kante Legen.

Die Tanten auf dem Jobcentern haben fast alle keine Ahnung
 

geonic

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Guten Morgen,

stellen Sie einen schriftlichen Antrag auf einen Vorschuss nach § 42 SGB I, weisen Sie dabei nach, dass Sie noch keine Einnahmen haben und die laufenden Zahlungen ( zB Miete) auch nicht aus Angespartem geleistet werden können.

geonic
 
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