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Selbstständig - 20 % Pauschale für Ausgaben ?

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

spin

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#4
Hier die gültige Rechtsnorm:
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/algiiv_2008/gesamt.pdf

Zitat
§ 3 Berechnung des Einkommens aus selbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft
(1) Bei der Berechnung des Einkommens aus selbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft ist von den Betriebseinnahmen auszugehen. Betriebseinnahmen sind alle aus selbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft erzielten Einnahmen, die im Bewilligungszeitraum (§ 41 Abs. 1 Satz 4 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch) tatsächlich zufließen. Wird eine Erwerbstätigkeit nach Satz 1 nur
während eines Teils des Bewilligungszeitraums ausgeübt, ist das Einkommen nur für diesen Zeitraum zu berechnen.
(2) Zur Berechnung des Einkommens sind von den Betriebseinnahmen die im Bewilligungszeitraum tatsächlich geleisteten notwendigen Ausgaben mit Ausnahme der nach § 11 Abs. 2 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch abzusetzenden Beträge ohne Rücksicht auf steuerrechtliche Vorschriften abzusetzen.
 

silver

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#5
Danke spin.

Ich selber hab noch die 30 % Pauschale für Selbstständige mitgekriegt.
Das waren noch Zeiten ...

Dann ist der Eintrag doch ein alter:

Bei abzugsfähigen Beträgen handelt es sich zum Beispiel um:
notwendiger Aufwand zum Erwerb,
zur Sicherung und Erhaltung der Einnahmen (Werbungskosten;
Kosten für doppelte Haushaltsführung, Fahrkosten,
Aufwand für Arbeitsmaterialien etc.
und zwar in Höhe der festgesetzten Pauschbeträge
oder bei entsprechendem Nachweis ggf. auch höhere Beträge
und bei Selbständigkeit können ohne Nachweis
pauschal 20 Prozent der Betriebseinnahmen als Betriebsausgaben abgesetzt werden.

Hartz IV 4 Freibetrag Einkommen - Arbeitslosengeld II 2
 

Koelschejong

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#6
Diese Pauschale gehört in die Tonne und Deckel drauf - gibt's schon lange nicht mehr, mind. seit 1.1.08
 

silver

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#7
Danke koelschejong.

Ging an mir vorüber.
Wär ja doch mal ganz nett,
bekäme man diese Auskunft von der ARGE.
Wiederholt angeschrieben - null.
Ich fand die Pauschale gut ... :icon_daumen:
 

Erolena

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#8
5. Schlappe für Selbständige – LSG Chemnitz hält neue ALG-II-Verordnung für rechtmäßig

Seit dem 01.01.2008 gilt für die Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen beim Bezug von ALG II (Hartz IV) eine neue Verordnung, die gerade für Selbständige mit erheblichen Einschnitten verbunden gewesen ist....

Das Landessozialgericht (LSG) Chemnitz hat nun mit Beschluss vom 18.12.2009 (Az.: L 3 297/08 AS-ER) entschieden, dass die neue Verordnung ermächtigungskonform erlassen worden ist.
Der ganze Text hier: Anwalt | Fachanwalt | Rechtsanwalt in Dresden - Kucklick Wilhelm Börger Wolf & Söllner - Spezialisierte Rechtsanwälte | Anwälte in Dresden, DD-Neustadt und Gorbitz
 

silver

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#9
Ich begreifs eh nicht.
Einerseits werden Arbeitslose in die Selbstständigkeit gedrängt,
andererseits wird die so massiv behindert, daß Dir die Lust vergeht.
Nervenschonendste Variante:
Reine Dienstleistung anbieten,
monatlich fester Umsatz,
Ausgaben selbst tragen - nix geltend machen.
Dann funktioniert das.
 
E

ExitUser

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#10
Das größte Problem ist der Begriff "notwendige" Ausgaben. Was notwendig ist, entscheidet erst mal der Sachbearbeiter. Man glaubt gar nicht, wie dehnbar dieser Begriff ist.
 

silver

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#11
Das ist mir schon klar.
Daher: Dienstleistung, keine Ausgaben angeben und die selber tragen.
Rechnet sich für manch einen mehr, als der zeitaufwendige Zirkus.
 

Mike_B

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#12
Das größte Problem ist der Begriff "notwendige" Ausgaben. Was notwendig ist, entscheidet erst mal der Sachbearbeiter. Man glaubt gar nicht, wie dehnbar dieser Begriff ist.

Das schönste daran ist, das LSG bestätigt die Ausgaben als Notwendig im Rahmen eines Gutachtens für eine einstweilige Anordnung, und die ARGE diskutiert immer noch ;)
 
E

ExitUser

Gast
#13
Das schönste daran ist, das LSG bestätigt die Ausgaben als Notwendig im Rahmen eines Gutachtens für eine einstweilige Anordnung, und die ARGE diskutiert immer noch ;)
Jetzt machst du mir Angst. Ich bin im "Notwendigkeits"-Widerspruchsverfahren. Es geht um gut 1300 Euronen.
Da hab ich ja wohl noch was vor mir.
 
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