Selbstkündigung - 2 Arbeitszeugnisse - Verständnisfrage [bitte nur 100%wissende]

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Jayson2

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Hallo zusammen,

ich habe lediglich eine Frage.

Wenn man via Personaldienstleister einem Unternehmen überlassen wurde,
dann beim Personaldienstleister SELBST kündigt, dann 2 Arbeitszeugnisse erhält,

- 1 vom Personaldienstleister
- 1 vom Unternehmen wo man fast 2 Jahre gearbeitet hat

muss dann der Fakt der Selbstkündigung bei beiden Zeugnissen enthalten sein
oder reicht es aus, wenn dies lediglich im Zeugnis des Personaldienstleisters steht ?

--------
In meinem Fall ist Letzteres aktuell und das Unternehmen weigert sich
den Fakt, der bei einem normalen Arbeitsverhältnis ein MUSS wäre, im Arbeitszeugnis
niederzuschreiben.

Das habe ich nun 1 Jahr nach meiner Selbstkündigung entdeckt und ich frage mich
ob das der Grund ist wieso ich keine Anstellung mehr finde, weil ich stets
beide Zeugnisse als Attachments versendete.

Ferner lässt dies Schlüsse über eine Mutwilligkeit zu etc pp. aber das ginge jetzt zu tief
ins Detail.

--

Vielen Dank für eure Hilfe
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Wenn man via Personaldienstleister einem Unternehmen überlassen wurde,
dann beim Personaldienstleister SELBST kündigt, dann 2 Arbeitszeugnisse erhält,

- 1 vom Personaldienstleister
- 1 vom Unternehmen wo man fast 2 Jahre gearbeitet hat

muss dann der Fakt der Selbstkündigung bei beiden Zeugnissen enthalten sein
oder reicht es aus, wenn dies lediglich im Zeugnis des Personaldienstleisters steht ?

--------
In meinem Fall ist Letzteres aktuell und das Unternehmen weigert sich
den Fakt, der bei einem normalen Arbeitsverhältnis ein MUSS wäre, im Arbeitszeugnis
niederzuschreiben.

Mit dem Entleiher hattest du keinen Arbeitsvertrag, demnach konnte dort auch kein Arbeitsvertrag gekündigt werden. Die Nichtangabe im Zeugnis des Entleihers ist somit korrekt.
Das Zeugnis vom Entleiher selbst ist übrigens auch freiwillig, einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis hast du nur gegenüber dem Arbeitgeber (= Leihfirma).
 

margotsch

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Derjenige AG (also das Unternehmen) der den Arbeitsvertrag geschlossen hat, der ist verpflichtet ein Zeugnis auszustellen. In deinem Fall sollte drin stehen AN verläßt uns auf eigenen Wunsch. Wir bedauern sein Ausscheiden und wünschen beruflich und privat alles Gute.
 

Jayson2

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hi,
vielen Dank für deinen Post.

Wenn ich mir das so durchlese und schlussfolgere, heißt das doch im Endeffekt,
dass ich mir das Arbeitszeugnis des Unternehmens "an die Backe schmieren kann",
weil es doch nur zu Missverständnissen führen würde, wenn ich beide zusammen versende oder seh ich das falsch ?

Kurzfassung - bei zukünftigen Bewerbungen brauch ich nur das Zeugnis des PDL mitschicken.
Das Arbeitszeugnis des Unternehmens kann ich vernichten, weil wertlos (es suggeriert ja, dass ich gegangen worden bin und nicht selbst gekündigt habe)

- richtig ? oder

würde ein ein zukünftiger Personaler schon unterscheiden und richtig einordnen können ?
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Das Arbeitszeugnis des Unternehmens kann ich vernichten, weil wertlos (es suggeriert ja, dass ich gegangen worden bin und nicht selbst gekündigt habe)
Ob das Zeugnis wertlos ist, weiß ich nicht. Kommt auf den Inhalt an (Arbeitsleistung etc.). Auch wenn der Entleiher das Zeugnis freiwillig geschrieben hat, kann da ja etwas für dich positives drinstehen.

würde ein ein zukünftiger Personaler schon unterscheiden und richtig einordnen können ?
In dem Zeugnis des Einsatzbetriebes müsste korrekterweise drinstehen, daß du über eine Leihfirma dort im Einsatz warst. In dem Fall sollte jeder Personaler imstande sein das richtig einzuordnen.

Die Frage ist m.M.n. eher, wie die Tatsache daß du selbst gekündigt hast von den Personalern eingeordnet wird. Selbst gekündigt kann zweierlei bedeuten:
1. positiv: anderen Job gefunden oder aus irgendwelchen privaten Gründen (z.B. Pflege eines Angehörigen) gekündigt
oder
2. negativ: mit der Eigenkündigung einer personenbedingten Kündigung durch den AG zuvor gekommen.

Was in deinem Fall zutrifft spielt hier jetzt keine Rolle. Aber ein Personaler, welcher von der 2 Möglichkeit ausgeht (oder das auch nur vermutet) wird die entsprechende Bewerbung i.d.R. sofort aussortieren. Vielleicht ist das der Grund weshalb du nichts mehr findest.
Evtl. solltest du im Anschreiben oder Lebenslauf auf den Grund für die Eigenkündigung hinweisen.
 

Jayson2

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hi,

vielen Dank für deinen Post.

Der Grund ist weder 1 noch 2, sondern 3 und der heißt:

absolute Unterforderung, fehlende Perspektive, keine Entwicklungschancen,
schlechte Bezahlung.

Wie soll ich das in einem Anschreiben formulieren.

Btw. meine Sachbearbeiterin hat mir davon abgeraten.

--- also wäre es für mich doch eher vorteilhaft, das Arbeitszeugnis wegzulassen,
da das vom Personaldienstleister ja positiv ist.?!?
 

Speedport

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hi,

vielen Dank für deinen Post.

Der Grund ist weder 1 noch 2, sondern 3 und der heißt:

absolute Unterforderung, fehlende Perspektive, keine Entwicklungschancen,
schlechte Bezahlung.

Wie soll ich das in einem Anschreiben formulieren.

Btw. meine Sachbearbeiterin hat mir davon abgeraten.

--- also wäre es für mich doch eher vorteilhaft, das Arbeitszeugnis wegzulassen,
da das vom Personaldienstleister ja positiv ist.?!?

Hattest Du nicht gekündigt, weil Dir ein sozialversicherter Arbeitsplatz angeboten wurde?

Den Du dann leider nicht antreten konntest, weil die Firma kurz vor Arbeitsantritt Insolvenz anmeldete?
 

Jayson2

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jetzt nur am rand - selbst wenn, wäre es nicht relevant.
--------




Und als Nachtrag würde ich gern mal wissen.

Wenn sich das Unternehmen für eine freiwillige Leistung entscheidet,
die Anfertigung des Arbeitszeugnisses, wird dann nicht die Freiwilligkeit zur Basis der Pflicht und müssen dann nicht alle Fakten, die das Arbeitszeugnis betreffen - also auch der Fakt der Selbstkündigung, enthalten sein?

Denn so ist das doch schon ein wenig wie "Gott"-spielen - auch wenn es von der Gesetzgebung gebilligt wird.
 

HajoDF

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jetzt nur am rand - selbst wenn, wäre es nicht relevant.
----
Und als Nachtrag würde ich gern mal wissen.

Wenn sich das Unternehmen für eine freiwillige Leistung entscheidet,
die Anfertigung des Arbeitszeugnisses, wird dann nicht die Freiwilligkeit zur Basis der Pflicht und müssen dann nicht alle Fakten, die das Arbeitszeugnis betreffen - also auch der Fakt der Selbstkündigung, enthalten sein?

Denn so ist das doch schon ein wenig wie "Gott"-spielen - auch wenn es von der Gesetzgebung gebilligt wird.

Hi Jayson2
was hast Du für ein Problem?
Es ist doch schon alles gesagt:
Nur der Personal-Dienstleister weiß theoretisch, dass Du selbst gekündigt hast. Diese Tatsache kann das Unternehmen, in dem Du gearbeitet hast nur nach "Hören sagen" bestätigen.
Hauptsache ist doch, dass das Unternehmen Dir eine gute Arbeitsleistung bestätigt.
Jeder Personaler wird die beiden Zeugnisse ja im Zusammenhang sehen.
 

Jayson2

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naja, da bin ich mir nicht so sicher. werd ich mal feedback geben,
wenn ich mich mal bewerben sollte.

weil es genauso umgedreht werden kann - sprich nach dem motto
"hr x.'s arbeitseinsatz wurde durch das unternehmen beendet, daraufhin hat
er bei dem pdl gekündigt

und ps. sei mal nich so aggro. ich bin auch freundlich.
ps. der fakt, dass ich selbst gekündigt hat ist in meinem fall fast jedem bekannt
 

ShowCenterFulda

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weil es genauso umgedreht werden kann - sprich nach dem motto "hr x.'s arbeitseinsatz wurde durch das unternehmen beendet, daraufhin hat er bei dem pdl gekündigt

Nein, das Erwähnen der Selbstkündigung ist im Grunde nicht negativ zu bewerten, sondern durchaus üblich. Allerdings sollte es im Zeugnis elegant formuliert sein, etwa in der Art "Herr/Frau XY verlässt auf eigenen Wunsch unser Unternehmen".

Im Idealfall verbindet man das mit dem Kontext, dass
-das Unternehmen Verständnis dafür hat
-dem Mitarbeiter für seine Arbeit dankt
-das Verlassen bedauert.
 

Roter Bock

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Was die Zeugnisse betrifft bist Du in einer "Schlangengrube" denn versteckte Formulierungen im Zeugnis (Zeugniscode, kannst danach googlen) sind üblich.

Es ist auch üblich das sich Personaler, die an Deiner Mitwirkung normal interessiert wären, sich mit der Firma bei der Du warst telefonisch kurzschließen. Das passiert "hintenrum".

Schickst Du beide Zeugnisse - vom Entleiher und der Zeitarbeit - hat ein Personaler sogar zwei Möglichkeiten über Diich noch mehr harauszubekommen. Zwei Telefonate genügen!

Du solltest das auf eine Möglichkeit, also auf ein Zeugnis beschränken. Falls Deine Absagen nach diesem Job von der Zeitarbeit kamen, würde ich das nicht überbewerten. Sei froh drum!

Auf der anderen Seite, geben Dir zwei Zeugnisse die Möglichkeit das mit den Jobs zu steuern - Du wirst ja wohl nicht überall anfangen wollen. Das schlechtere Zeugniss würde bei der Bewerbung der Arbeitgeber bekommen - bei dem Du eher nicht arbeiten willst.

Natürlich muss der Lebenslauf entsprechend formuliert sein - ergo gibt es zwei "Wahrheiten" die Du zielgerichtet einsetzen kannst.

Man nennt das "Gestaltung" der Bewerbung.

Roter Bock
 
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