Selbstgenutztes Wohnhaus

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esox389

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Wieviel qm Wohnfläche darf eine Bedarfsgemeinschaft, ein Ehepaar, in einem selbstgenutzten Wohnhaus in Anspruch nehmen?

Es geht also darum, ob genutzte 80 qm noch als angemessen gelten dürfen, weil - zumindest der Logik des SGB II nach - natürlich, jetzt einfach mal fiktiv gesetzte 200 qm Wohnfläche, wirklich vielleicht nicht mehr angemessen wären.

Wohlgemerkt: Es geht um ein selbst genutztes Wohnhaus und NICHT um qm-Flächen in (Miet-)Wohnungen, weil diese Flächen sich meines Erachten nach unterscheiden.

Habe aber keinen Link etc. dafür zur Verfügung.
 

ela1953

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80 m² sind auf jeden Fall akzeptabel - ich glaube, es sind erlaubte 120 m²

Aber die Fachleute hier werden dir sicher näheres sagen können.
 

esox389

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80 m² sind auf jeden Fall akzeptabel - ich glaube, es sind erlaubte 120 m²

Aber die Fachleute hier werden dir sicher näheres sagen können.

Genau das hoffe ich doch, weil ich mich, bei meinen Ausführungen gegenüber dem JC, halt gerne auf ein Urteil o. ä. berufen möchte. Die Größenordnung selbst habe ich exakt gleich in Erinerung, aber leider hat meine *Suche* kein Ergebnis gebracht.
 

Arania

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ela1953

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Ich denke, dass die Heizkosten in voller Höhe gezahlt werden müssen, wenn man wirtschaftlich heizt.

Ich habe nicht ganz 70 m². Zunächst wurde nur 1 Euro pro m² bewilligt. Ich hatte aber mehr.
Nach meinem Widerspruch mit Aufzählung der Gründe (Altbau, keine Wärmedämmung, Folgeschäden bei Nichtheizen usw.) wurden mir die tatsächlichen Heizkosten gewährt.

Mittlerweile gibt es auch schon Gerichtsurteile, dass eine Pauschale nicht richtig ist und von den tatsächlichen Kosten ausgegangen werden muss.

Wirtschaftlich heizen bedeutet für mich z.B. dass ich nicht die Heizung auf volle Pulle stelle und weil mir dann warm ist, alle Fenster aufreiße.
 

esox389

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Ich denke, dass die Heizkosten in voller Höhe gezahlt werden müssen, wenn man wirtschaftlich heizt.

(...)

Mittlerweile gibt es auch schon Gerichtsurteile, dass eine Pauschale nicht richtig ist und von den tatsächlichen Kosten ausgegangen werden muss.

Wirtschaftlich heizen bedeutet für mich z.B. dass ich nicht die Heizung auf volle Pulle stelle und weil mir dann warm ist, alle Fenster aufreiße.

Zum ersten Satz: Das ist zweifellos, nach einer Heizungsrenovierung vor ein paar Jahren, gegeben.

Satz zwei: Eben solche Urteile suche ich. URL / Link(s)?

Wer so heizt, wie du es im letzten Satz beschreibst, schadet sich und seiner Gesundheit ohnehin am allermeisten.
 

ebsw

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Wohneigentum gilt in der Größe von 130m² (Haus) als geschützt, wenn darin mindestens 4 Personen wohnen. Bei 3 Personen sind es 110m², bei 2 Personen sind es 90m², desgleichen bei einer Person.
Das heißt, wenn die Personenzahl kleiner ist als die zugehörige Fläche, dann könnte die Aufgabe stehen, die überschüssige Fläche marktwirtschaftlich als Einnahmequelle zu gestalten und so einen Teil der Hauskosten selbst zu tragen. Sollte dies nicht möglich sein, wäre zu prüfen, inwieweit durch Stillegung der überzähligen Räume Kostenersparnis möglich ist.

Berechnung der KdU erfolgt aber anders: Zwei Personen würden zur Miete maximal 60m² bewohnen. Die Kosten einer solchen Mietwohnung sind auch die angemessenen einer 2-Personen -BG in einem x-beliebig großen Eigenheim. Für Zinszahlung würde das bedeuten, dass Zinsen nur in Höhe der Nettokaltmiete der 60m²- Mietwohnung übernommen werden.

Nun sind aber die Angemessenheitsvorstellungen der Arge meist niedriger, als die Mietkosten verfügbarer Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt. Damit ist von den real zu erwartenden Mietkosten als angemessene auszugehen. Weiterhin sind die Fragen der Angemessenheit im Streitfall regelmäßig durch das Gericht zu klären.
 

g1949w

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Wenn das Wohnhaus geschütztes Wohneigentum ist, dann sind dafür auch die tatsächlichen Heizkosten zu übernehmen, soweit sie angemessen sind.
(§ 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II)
Das (geschützte) Objekt muss auch angemessen bewohnbar und damit auch beheizt sein. Der eingeräumte Schutz kann nicht durch Beschränkung bei der Übername der Heizkosten durch die ARGE eingeschränkt werden. Es würden durch Herausname einzelner Räume aus der Beheizung möglicherweise Schäden an den Räumen, der Heizungsanlage oder dem gesamten Objekt entstehen. Ebenso wäre die Funktionalität des Wohnraumes nicht mehr gegeben.
Siehe hierzu SG Aurich S 15 AS 3/05 ER.
 

esox389

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Wenn das Wohnhaus geschütztes Wohneigentum ist, dann sind dafür auch die tatsächlichen Heizkosten zu übernehmen, soweit sie angemessen sind.
(§ 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II)
Das (geschützte) Objekt muss auch angemessen bewohnbar und damit auch beheizt sein. Der eingeräumte Schutz kann nicht durch Beschränkung bei der Übername der Heizkosten durch die ARGE eingeschränkt werden. Es würden durch Herausname einzelner Räume aus der Beheizung möglicherweise Schäden an den Räumen, der Heizungsanlage oder dem gesamten Objekt entstehen. Ebenso wäre die Funktionalität des Wohnraumes nicht mehr gegeben.
Siehe hierzu SG Aurich S 15 AS 3/05 ER.

Hast du, abgesehen von dem mir bekannten Urteil des SG Aurich und dem § 22 weitere Quellen?
 

g1949w

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Weiter hatte ich damals nicht gesucht. Meine ARGE wollte mir für meine Eigengenutzten 90qm nur für 60 qm Heizkosten erstatten. Mein Widerspruch mit diesen zitierten Urteilen verhalf zum umdenken.
 

esox389

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Okay, dann sind wir ja schon zwei. Bei mir war es - nach sehr langem Kampf - nämlich ähnlich. Wir sollten aber am Ball bleiben, wenn es doch noch irgendwann mal eine andere Quelle gibt, zumal ich ja auch mal einem anderen User hier helfen will, wenn er ähnliche Probleme hat. Es wundert mich eigentlich, dass das Thema nicht mehr Leute anspricht.
 

Eierbecher

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Mich spricht das auch an.

Wir bewohnen ein 150m² großes Haus.

Einliegerwohnung 27m² vermietet für 200€ incl. aller Nebenkosten.
Liegt daran das das Bad noch nicht komplett fertig gestellt wurde.

Grundstück 900m².

Nun zu uns.
3 Personen, Kind 2 Jahre alt.
Meine Frau arbeitet vollzeit.
Ich bich krank, Rentenantrag läuft, natürlich abgelehnt.

Die Heizkosten sind sehr niedrig, das Haus ist sehr gut isoliert.

Was passiert wenn ich in H4 gerate?

Das Haus ist als Altersvorsorge gedacht gewesen, dann kamen meine Krankheiten.

I'ch weiß das die Zinsen getragen werden.
Meine Angst ist, die vom Amt sind der Meinung das das Haus zu groß ist.

Ich möchte aber das Haus nicht verlieren.

Zuviel haben wir schon investiert und wenn wir verkaufen müßten, dann nur mit Minus, bei der Wirtschaftslage.

Eierbecher
 

Drueckebergerin

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ela1953

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Weiter hatte ich damals nicht gesucht. Meine ARGE wollte mir für meine Eigengenutzten 90qm nur für 60 qm Heizkosten erstatten. Mein Widerspruch mit diesen zitierten Urteilen verhalf zum umdenken.


Mir sollte nur ein Euro pro m² an Heizkosten erstattet werden.

Ich brauchte kein Urteil,sondern habe Widerspruch eingelegt, u.a. mit diesen Gründen.

Altbau, ohne Wärmedämmung an der Fassade, Eckwohnung, Wohnzimmer und Bad nach Osten, freies Feld, Heizen erforderlich wegen Folgeschäden (Feuchtigkeit, Schimmel) und das das Beheben der Schäden dann vom Jobcenter getragen werden muss

Ich bekam dann die tatsächlichen Kosten.
 

esox389

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Mich spricht das auch an.

Wir bewohnen ein 150m² großes Haus.

(...)

Wie die Beiträge #8 und #15 schon aufzeigen solltest du auf der sicheren Seite sein. In der Eingangsfrage zu diesem Thread ging es v.a. um die Heizkosten, die eben in voller Höhe übernommen werden müssen. Was passiert, wenn du über den imaginären qm-Größen liegst, kann ich dir allerdings nicht sagen, scheint bei dir ja aber ohnehin nicht der Fall zu sein.
 

Eierbecher

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Danke für die schnellen Antworten.

Nun fühle ich mich viel wohler.

Die Heizkosten bei uns belaufen sich auf 80 € im Monat.
Bei 150m² sehr günstig.

MfG

Eierbecher
 
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