Selbsteinschätzungsbogen DRV besteht auf Mitwirkungspflicht (4 Betrachter)

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NewKidney

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Hallo bin neu hier :bigsmile:

Habe im Forum schon einige Kommentare zum Selbsteinschätzungsbogen R0215 gelesen. Den Antrag R0120 habe ich schon eingereicht, der Befundbericht des Arztes ist unterwegs. Habe heute ein Schreiben von der DRV bekommen, in der ich quasi gezwungen werden, unter Bezug auf meine Mitwirkungspflicht, den 0215er auszufüllen. Im Forum habe ich aber immer wieder gelesen, daß man dazu nicht gezwungen werden kann und ehrlich gesagt, möchte ich dieses Formular nicht ausfüllen.

Die Frage ist, ob ich zum Befundbericht des Arztes doch zusätzlich einen Selbsteinschätzungsbogen abgeben muß, da sich meine gesundheitliche Situation gebessert hat. Das habe ich auch im Antrag angegeben. Hierzu kurz dazu meine Vorgeschichte:

Es ist allerdings so, daß ich nach einer Doppeltransplantation, die noch kein Jahr her ist, nicht mehr Dialysepflichtig bin und auch keinen Diabetes mehr habe. Gesundheitlich geht es mir zum Glück wesentlich besser und dafür bin ich auch sehr dankbar. Vor der Transplantation war ich kaum mehr lebensfähig und hätte auch nicht mehr lange durchgehalten. Allerdings ist die Liste der Diagnosen über die Folgeschäden (hatte über 30 Jahre lang Diabetes Typ1) sehr lang. Hinzu kommen auch leider psychische Störungen, die zwar besser geworden sind, mich aber noch immer sehr einschränken. Ich halte mich nicht dazu in der Lage mehr als 3 Stunden täglich zu arbeiten. Aus dem Berufsleben bin ich schon seit rund 20 Jahren draußen. Zu dieser Zeit habe ich aus gesundheitlichen Gründen aber auch nur halbtags gearbeitet. Von meiner Rente kann ich natürlich nicht leben, diese wird von meiner Grundsicherung abgezogen.


Vielen Dank für Eure Unterstützung :smile::smile::smile:
 

Bitas

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Hallo,

Kannst Du bitte dieses Schreiben der DRV, anonymisiert hier hochladen.
Du bekommst sicher noch hilfreiche Antworten.

Gruß
Bitas
 
E

ExitUser

Gast
Hallo!

Warum willst du das nicht ausfüllen? Mir haben die Fragebögen immer geholfen, meine Interessen durchzuboxen.

Ob das zu den Mitwirkungspflichten gehört, weiß ich nicht. Die Bundesdatenschutzbeauftragte ist der Meinung, man könne sich aussuchen, auf welche Weise man der Mitwirkungspflicht nachkomme. Vielleicht fragst du dort auch einmal nach. Die werden der DRV dann mitteilen, was zulässig ist.

Ich denke dort ist man einfach darauf fixiert alles zusammenzustellen und wenn irgendein Formblatt fehlt, geht automatisch eine Anforderung raus mit Hinweis auf angebliche Mitwirkungspflichten.

Letztendlich können sie dich zum Gutacher einladen und dort wirst du ja auch erzählen müssen, wie es dir geht.

Überlege dir einfach mal, was in deinem Sinn ist.

Beste Grüße
 

timilu

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Bisher war der Selbsteinschätzungsbogen freiwillig und da bleibt es jedem selbst überlassen ob er ihn nun ausfüllen möchte, oder nicht.
 

axellino

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Guten Abend,

Habe heute ein Schreiben von der DRV bekommen, in der ich quasi gezwungen werden, unter Bezug auf meine Mitwirkungspflicht, den 0215er auszufüllen.
Stelle mal dieses Schreiben anonymisiert hier ein oder tippe es hier mal ab.

Also ich kenne diesen Vordruck von damals noch so, weiss aber jetzt nicht ob sich von 2013 bis heute, was daran geändert hat.

Oberhalb den Angaben zur Person stand ganz klar und unmißverständlich,

Alle Angaben in diesem Vordruck sind freiwillig!

Wenn Sie den Fragebogen nicht beantworten wollen, entstehen Ihnen keine Nachteile!
 

NewKidney

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Erstmal vielen Dank für Eure schnelle Reaktion. Das Schreiben findet ihr anbei.

PS: Sieht man leider nicht auf dem PDF. Vordruck hat die Bezeichnung: Forms R14101 - V017 - 08/13 13
 

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axellino

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Hier ist der Vordruck R0215

https://www.google.de/url?sa=t&rct=...rPLK850oZIzKXw&bvm=bv.148747831,d.bGs&cad=rja

und dort steht auch, wie ich es geschildert habe.

Etwas informatives dazu,

Formular R0215 – „Selbsteinschätzungsbogen der Deutschen Rentenversicherung“

Der (freiwillig auszufüllende) Selbsteinschätzungsbogen zu den Gesundheitsstörungen und Beschwerden läßt viel Raum für eigene Ausführungen. Unter den Ziffern 2.1 bis 2.10 werden Angaben und Wertungen erfragt, die der Rentenversicherung ein näheres Bild darüber vermitteln, wie sich die Gesundheitsstörungen im Alltag und Berufsleben auswirken.

Werden versehentlich oder aus Unkenntnis bestimmte Angaben gemacht, kann dies zu einer Ablehnung des Rentenantrags führen. Insbesondere bei psychosomatischen Beschwerden kommt der Selbsteinschätzung Bedeutung zu. Unglaubwürdige Antworten, welche die gesundheitlichen Belastungen übertrieben darstellen, können dem Arzt jedoch den Eindruck vermitteln, den Antrag eines sogenannten sich „selbst limitierenden“ Rentenbewerbers vor sich liegen zu haben.

Mediziner sprechen informell von Rentenbewerbern, wenn der Eindruck besteht, dass die eingeschränkte Leistungsfähigkeit simuliert wird. Die Selbsteinschätzung darf jedoch den gesundheitlichen Einschränkungen entsprechen, die das Krankheitsbild üblicherweise bewirkt.

Der Laie kann bei der Selbsteinschätzung einer unzutreffenden Vorstellung unterliegen. Beispielsweise die Frage 2.1 des Selbsteinschätzungsbogens R0215 betreffend: „Welche gesundheitlichen Probleme belasten Sie gegenwärtig besonders?„. Es könnte sein, dass Auswirkungen der Gesundheitsstörung Konzentrationsschwäche und Müdigkeit sind. Das hierfür ursächliche Problem wird jedoch die Erkrankung sein. Diese stellt der behandelnde Arzt in seiner Diagnose fest. Es bietet sich an, den eigenen Arzt zu Rate zu ziehen, um die Selbsteinschätzung begründet darstellen zu können.

Eine allgemeingültige Antwort, ob der Antrag ausgefüllt werden sollte, und wenn ja mit welchen Angaben, gibt es jedoch nicht. Dies hängt immer vom individuellen Krankheitsbild und den Begleitumständen ab. Tendenziell läßt sich sagen, dass der Antragsteller sich kooperativ und zur Mitwirkung bereit zeigen sollte.
Quelle
R0210, R0215 (R210, R215) | Selbsteinschätzung | Hilfe zum Ausfüllen | Erwerbsminderung | Rentenrecht
 
E

ExitUser

Gast
Vor dem Hintergrund der Freiwilligkeit empfinde ich es als besondere Dreistigkeit, wenn dennoch mit Leistungsverweigerung bei Nichtabgabe gedroht wird.

Da würden die von mir etwas zu hören bekommen.
 

AndreasB

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Da würden die von mir etwas zu hören bekommen.
Ich würde Punkt 1 (Angaben zur Person) ausfüllen und unterschreiben und denen dann das Formular zusenden. Damit wäre ich der Mitwirkungspflicht nachgekommen.

Zu den gesundheitlichen Fragen muss man sich nicht äußern.
 

Doppeloma

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Hallo NewKidney,

schon die Anforderung unter dem "Deckmantel" der Mitwirkungspflichten ist als Frechheit zu betrachten, für freiwillige Unterlagen gibt es KEINE Mitwirkungspflicht, die zur Versagung irgendeiner Leistung berechtigen würden.

Generationen von EM-Rentnern (und Antragstellern) sind ohne diesen "Wisch" ausgekommen und ich kann mich nicht erinnern, dass meine eigenen Ansichten irgendeine wichtige Rolle gespielt hätten, als ich fast 3 Jahre um die Anerkennung meiner Einschränkungen mit der DRV zu kämpfen hatte.

Es gab auch ohne diesen Fragebogen genug Einlassungen meinerseits, wie ich das "selbst einschätze", das hat Niemanden dort ernsthaft interessiert ... so habe ich diesen Bogen als Beigabe zu meinem ersten Verlängerungs-Antrag auch ignoriert und im Altpapier entsorgt.

Es ist KEIN Bestandteil der regulären Antragsunterlagen, schon die Behauptung es würde noch was fehlen, um den Antrag bearbeiten zu können ist eine glatte LÜGE ... dann sollen sie doch nach "Aktenlage" entscheiden, wie es am Ende des vorgedruckten Anschreibens steht.

Die können das genau so gut wie die JC, es werden irgendwelche halbwegs "passenden" Textvorlagen genommen und man fordert einfach was Freiwilliges in einer Tonart an, die nur noch erbärmlich ist ... :icon_neutral:

Meine EM-Rente wurde übrigens trotzdem verlängert, innerhalb knapp 2 Wochen sogar direkt bis zur Altersrente ... dafür dienten genau die gleichen gesundheitlichen Unterlagen und gerichtlichen Gutachten, die bereits am Sozial-Gericht (knapp 1 Jahr zuvor) vorgelegen hatten, da "wollte" die DRV eben noch nicht und hat nur befristet bewilligt ...

Die widersprechen sich ja schon selber in dem Schreiben, erst wird gedroht den Antrag "abzulehnen" wenn in der vorgegebenen Frist keine Antwort erfolgt (bzw. die angeblich fehlenden "Antrags"-Unterlagen nicht geliefert werden), dann wird am Ende angekündigt ohne diese Unterlagen nach (bereits vorhandener) "Aktenlage" über den Antrag zu entscheiden ...

Von mir gäbe es darauf überhaupt keine Antwort, man muss sich auch nicht "erklären" wollen, warum man freiwillige Fragebögen NICHT ausfüllen möchte ... :icon_evil:

Wenn die DRV meint, dass es dir (lt. vorliegender medizinischer Berichte) inzwischen deutlich besser geht, dann werden deine persönlichen Ansichten und Befürchtungen dazu sicher auch nicht viel Wirkung haben für diese Entscheidung ...

MfG Doppeloma
 

Goldfield

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Hallo,
Sowas dreistes hab ich noch nie gesehen von der DRV, hab mir eben nochmal das Formular geladen um zu sehen ob die was geändert haben, nö da steht immer noch Freiwillig.

Ich Persönlich würde denen ein Fax senden und erklären das dort Freiwillig steht oder wie hier vorgeschlagen wurde, Daten reinschreiben und alles andere leer lassen.

Hab gestern meinen letzten Verlängerungsantrag erhalten, da 9 Jahre voll, da war nichtmal mehr ein Selbsteinschätzungsbogen bei, auch nichts für den Arzt, wie sonst immer.
Hab den Bogen R215 mal ausgefüllt, dann mal nicht, da kam nie was.
 

NewKidney

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Vielen lieben Dank für Eure Antworten. Ich finde das eben auch, wie von Euch schon treffend bemerkt, dass es ziemlich dreist ist, einen mehr oder weniger zu zwingen. In so einem Fall kann man wohl davon ausgehen, daß sie nur darauf warten, daß man sich in irgendeiner Weise unwissentlich selbst "belastet". Deswegen werde ich dieses Formular auch nicht ausfüllen. Auf dem aktuellen 215er steht auch nach wie vor der Hinweis in Fettgedruckt, daß die Angaben freiwillig sind und bei Nichtbeantwortung keine Nachteile entstehen.
Witzig is ja, daß sie den noch fehlenden Befundbericht meines behandelnden Arztes noch nicht angemahnt haben :icon_kinn:
Na ja, ich weiß jetzt auf jeden Fall, was ich zu tun habe.

Nochmals vielen Dank und wünsche auch trotz allem eine gute Zeit. :icon_smile:

PS: Es geht bei dem ganzen Vorgang um Weiterbewilligung der Rente; spielt aber im Prinzip wohl keine Rolle bzgl. des 215er.
 
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saurbier

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Also ich hab gestern auch ein Schreiben von der DRV bezüglich dem Ablauf der Rentenbewilligung zum Sommer erhalten und dem Schreiben lag dann gleich der neue Antrag (R120) bei, mehr aber nicht.

Also ich würde da keine großen Angaben machen, wie gesagt bestenfalls deine persönlichen Daten eintragen und vielleicht das deine behandelnden Ärzte deinen Gesundheitszustand viel besser einschätzen können, wenn überhaupt.

Viel Glück zur weiteren Bewilligung.


Gruß saurbier
 
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