Selbstbewohntes Einfamilienhaus, welche Kosten werden übernommen? Was steht einem zu?

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eggi

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Hallo ihr Lieben!
Ich meine Freundin uns unser Sohn (6) leben in unerem Haus in einer Bedarfsgemeinschaft.
Wir beziehen leider schon mehrere Jahre ALG2, mal voll mal als aufstocker!
Leider weiß ich überhaupt nicht was einem als Haus besitzer alles zusteht?!
Momentan bekommen wir:
Zinsen für Kredit des Kaufes
Gas
Wasser
Müllabfuhr
Grundsteuer
Eigenheimversicherung
Schornsteinfeger
Ich hoffe ich habe nichts vergessen!
So nun meine Frage, auf was habe ich noch anspruch?
Wir haben noch einen Kredit den wir nicht zum Hauskauf aufgenommen haben. Der wurde erst vor ca 2 Jahren abgeschlossen, es ist aber ein " HausInvest" Kredit. Stehen uns auch hier Zinsen zu?
Die Heizkosten werden nicht als angemessen angenommen,
Angemessen 117,50€
Tatsächlich: 150€
Wohngröße 100qm

Gibt es noch was, was ich gar nicht auf dem Schirm habe?!
Ich hoffe ich bin hier im richtigen Thread..
Lieben Gruß:wink:
 

Seepferdchen 2010

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Hallo @eggi

schau bitte auch mal hier rein in diesem Link!

https://harald-thome.de/fa/redakteur/KdU_Ordner/KdU_Goettingen-LK---03.01.2018.pdf

Wir haben noch einen Kredit den wir nicht zum Hauskauf aufgenommen haben. Der wurde erst vor ca 2 Jahren abgeschlossen, es ist aber ein " HausInvest" Kredit. Stehen uns auch hier Zinsen zu?

Deine Frage verstehe ich so nicht, weil wenn du einen Kredit aufgenommen hast, dann zahlst du die Zinsen an die jeweilige Bank.

Die Heizkosten werden nicht als angemessen angenommen,

Welche genau Begründung hat das JC hier geschrieben?
 

eggi

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Also das mit dem Kredit meinte ich so, ob wir auch anspruch auf die übernahme der Zinsen haben. Bei dem Kredit der die Finanzierung des Haus ermöglicht hat, werden die Zinsen vom Jobcenter übernommen.

Zu den Heizkosten wurde mir gesagt das es da vorgaben gibt was angemessen ist und was nicht!

Die Links werde ich mir gleich alle mal angucken.
Was zählt zu Instandhaltungskosten?

Liebe Grüße
 

Kerstin_K

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Zu den Heizkosten wurde mir gesagt das es da vorgaben gibt was angemessen ist und was nicht!

Und, wurde Dir erläutert, woher sie diese Vorgaben genommen haben? Da passt nämlich meistens so einiges nicht.

Die Heizkosten sind ja oft gar nicht von Euch zu beinflussen. Da spielen viele Faktoren mit rein, Alter der Heizanlage, BAusubstanz, Dämmung, Freistend oder Reihenhaus.....
 

vidar

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Wobei aber darauf geachtet werden müsste, dass hier dann bei einer angemieteten Wohnung nur eine Größe von ca. 90 m² als Berechnungsfaktor angewendet wird. Da die 100m² Wohnraumgröße des Hauses anerkannt worden sind, sollte hier dann auch bei den Heizkosten dieser Wert berücksichtigt werden. Ob dies auch so angewendet wurde, würde ich schon mal überprüfen.

Vielfach wird auch der Bundesweite Heizspiegel für die Berechnungen der Heizkosten mit herangezogen. https://www.heizspiegel.de/heizkosten-pruefen/heizspiegel/
.
 

Anhänge

  • Heizspiegel-fuer-Deutschland-2018.pdf
    351,2 KB · Aufrufe: 69

eggi

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Also wenn ich mir den Heizspiegel angucke und ausrechne, dann komme ich auf das Ergebnis das unser Verbrauch "erhöht" ist. Allerdings verstehe ich nicht so Recht wie das Alter und die Bausituation hier berücksichtigt wird?!
Wie kann ich die eizkosten überprüfen lassen? Mit einem Überprüngsantrag ?
Lg
 

eggi

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Danke für den Link.. Aber irgendwie komme ich damit auch nicht zurecht.. Am Ende komme ich auch auf "erhöht!
Allerdings ändert sich das ergebnis nur wenn ich die Kosten für das Aktuelle Jahr ändere.. Man kann ja die 3 letzten Jahre angeben, aber egal ob ich die Angebe oder nicht das ergebnis bleibt gleich.. :icon_kratz:

Hat noch jemand einen Rat zu dem Kredit?

Zu den Instandhaltungskosten noch ne Frage.
Zählen defekte Außenrollos auch dazu wenn diese sich nicht mehr hoch ziehen lassen?

Liebe Grüß
 

RoxyMusic

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Am besten den entsprechenden Antrag stellen und den Bescheid abwarten - entweder positiv oder als Ablehnung. Hier noch ein paar Infos zu den Kosten für Instandhaltung und Reparatur:

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__22.html

"(2) Als Bedarf für die Unterkunft werden auch unabweisbare Aufwendungen für Instandhaltung und Reparatur bei selbst bewohntem Wohneigentum im Sinne des § 12 Absatz 3 Satz 1 Nummer 4 anerkannt, soweit diese unter Berücksichtigung der im laufenden sowie den darauffolgenden elf Kalendermonaten anfallenden Aufwendungen insgesamt angemessen sind. Übersteigen unabweisbare Aufwendungen für Instandhaltung und Reparatur den Bedarf für die Unterkunft nach Satz 1, kann der kommunale Träger zur Deckung dieses Teils der Aufwendungen ein Darlehen erbringen, das dinglich gesichert werden soll."

https://lexetius.com/2014,4983

"Als angemessene Aufwendungen der Unterkunft und Heizung iS des § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II sind für eine selbst genutzte Immobilie lediglich die Aufwendungen anzusehen, die im maßgeblichen örtlichen Vergleichsraum für entsprechende Mietwohnungen als angemessen anzusehen sind (stRspr, vgl nur BSG Urteil vom 15. 4. 2008 – B 14/7b AS 34/06 R – BSGE 100, 186 = SozR 4—4200 § 12 Nr 10, RdNr 35 mwN), wobei die im Kalenderjahr anfallenden, berücksichtigungsfähigen Gesamtaufwendungen mit der abstrakt angemessenen Jahresnettokaltmiete zu vergleichen sind (BSG Urteil vom 24. 2. 2011 – B 14 AS 61/10 R – SozR 4—4200 § 22 Nr 44 RdNr 20; vgl nunmehr § 22 Abs 2 Satz 1 SGB II nF)."


https://www.haufe.de/oeffentlicher-...bei-wohneigentum_idesk_PI13994_HI2674908.html

"Eine Anerkennung der Aufwendungen als Bedarf ist nur möglich, wenn sie einerseits unabweisbar und andererseits angemessen sind. Unabweisbar sind die Aufwendungen dann, wenn sie bei Betrachtung durch einen verständigen Hausbesitzer objektiv zwingend erforderlich und unaufschiebbar sind, um dauerhafte, sich verschlimmernde Schäden von dem Hausgrundstück oder der Eigentumswohnung abzuwenden. Vorrangig sind Gründe der Bausicherheit und der Gesunderhaltung der Bewohner zu erwägen."
[>Posted via Mobile Device<]
 

Seepferdchen 2010

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@

schau bitte mal hier in diesem Link der örtlichen Richtlinie:

https://harald-thome.de/fa/redakteur/KdU_Ordner/KdU_Goettingen-LK---03.01.2018.pdf

Leitfaden zur Anwendung des SGB II § 22 SGB II – Unterkunftskosten Jobcenter Landkreis Göttingen
Version 2018, Stand 03.01.2018 Seite 12 2.4
Bei der Beurteilung der Angemessenheit der Unterkunftskosten eines Eigenheimes ist als
Maßstab eine den Verhältnissen entsprechende angemessene Wohnungsmiete als Obergrenze zu Grunde zu
legen (siehe Ausführungen zu § 22 Ziff. 1.1.3 ff.)

lies bitte ab Punkt Rz:2.4
 

eggi

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Oh ja immer Überlesen :doh:
Das heißt doch die Zinsen dürfen die Mietkosten für eine angemesse Wohnung nicht überschreiten, oder?
 

vidar

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Hallo, kann mir einer sagen ob irgendwo steht wie groß die Wohnfläche beim Eigenheim sein darf?
MfG Eggi

Kannst du aus aus den Fachlichen Weisungen zum §12 SGB II Absatz 3.4 entnehmen.

1- 2 Personen: Wohnung > 80 Haus > 90 m²
3 Personen: Wohnung > 100 Haus > 110 m²
4 Personen: Wohnung > 120 Haus > 130 m²

Für jede weitere Person sind 20 m² zu berücksichtigen. Dabei ist lediglich auf die Anzahl der Personen, die in der Bedarfs- und/oder Haushaltsgemeinschaft das Familienheim bzw. die Eigentumswohnung tatsächlich bewohnen, abzustellen. Personen in einer weiteren abgetrennten Wohneinheit (beispielsweise in einem Zweifamilienhaus) sind davon nicht erfasst.

https://harald-thome.de/fa/redakteur/BA_FH/FH_12_-_20.10.2017.pdf
 

eggi

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Danke!!!

Das heißt doch da wir 3 Personen in einem Einfamilienhaus sind, sind die 100 m2 angemessen.. oder?
Dann müssten doch auch Heizkosten für 100m2 gezahlt werden oder gilt hier die größe der angemessener Mietwohnung?
 

vidar

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Das heißt doch da wir 3 Personen in einem Einfamilienhaus sind, sind die 100 m2 angemessen.. oder?
Kann man durchaus so interpretieren. Zum Thema Heizspiegel hast du ja schon genügend Informationen erhalten. Ansonsten befrage einfach mal dein JC danach wieso es sich nicht an die eigenen Fachlichen Weisungen gebunden fühlt.
 

eggi

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Also diese Email habe ich heute von meiner Sachbearbeiterin bekommen.. habe extra druck gemacht deswegen vorweg als mail.. per post folgt der noch!


Hallo Herr XY,



die Berechnung haben Sie etwas falsch verstanden. Hier sehen Sie den Heizkostenspiegel für 2018. Links entscheidet man, welche Heizkostenart, in der Mitte rechnet man mit der Gesamtwohnfläche des Hauses. Das wären 101m² bei Ihnen, sodass für ein m² 17,90€ angemessen sind. Dann nimmt man nicht die m², die Sie besitzen, sondern die abstrakt angemessene Quadratmeterzahl für 3 Personen, die liegt bei 75m². Somit kommen wir auf einen Betrag in Höhe von 1.342,50€ jährlich.

Seit September 2017 gibt es eine Bruttowarmmiete. Das bedeutet, dass wenn die Nebenkosten so viel geringer sind, dass die zu hohen Heizkosten auf die Nebenkosten übertragen werden können. Das ist bei Ihnen der Fall. Anfangs wurde vorgegeben, dass man dies erst rückwirkend tut. Deswegen habe ich noch auf Ihre Lohnabrechnung bis Oktober gewartet, damit ich den Zeitraum September 2017 bis November 2017 und Dezember 2017 bis November 2018 festsetzen kann und den Betrag der Heizkosten nachzahlen kann und gleich mit dem Einkommen aufnehmen kann. Nun ist es aber so, dass ich auch zukünftig direkt die Bruttowarmmiete ansetzen kann. Um es alles verständlicher und einfacher auszudrücken ->Das heißt, sie bekommen rückwirkend ab September 2017 bis aktuell und zukünftig ihre kompletten Heizkosten gezahlt, das heißt also das Sie in den nächsten Tagen eine Nachzahlung dafür erhalten werden und zukünftig ihre tatsächlichen Heizkosten berücksichtigt bekommen. Nachteil ist dann , dass bei evtl. Nebenkostenabrechnungen nur noch ein geringerer Betrag übernommen werden kann und evtl. auch eine Ablehnung erfolgen muss, da der Betrag für die zu hohen Heizkosten verbraucht wurde. Aber Sie würden auf jeden Fall dann immer bei Heizkosten und Nebenkosten den vollen angemessenen Betrag ausgereizt bekommen. Alles darüber hinaus müssten Sie dann selber zahlen.


Aber trotzdem kann ich dazu sagen, auch wenn Ihre Heizung älter als 24 Jahre ist und Außenwände nicht isoliert etc… könnte ich nur den angemessenen Betrag übernehmen, da ihre Wohnfläche 91m² beträgt, aber die abstrakt angemessene Wohnfläche für 3 Personen bei 75m² liegt. Das heißt es liegt daran, dass die angemessenen Kosten unter Ihren tatsächlichen Kosten liegen, da ich nur für 75m² anerkenne. (siehe oben die Berechnung der angemessenen Kosten)

Wegen den Stromkosten: Sie erhalten einen Mehrbedarf für die dezentrale Warmwasseraufbereitung. Das ist damit gemeint. Sie heizen nicht direkt über die Heizungsanlage sondern über eine Therme oder ähnlichem. Dann gibt es immer diesen Mehrbedarf (da dann höhere Stromkosten anfallen). Allgemeiner Strom ist als pauschale in den Regelleistungen ja enthalten.

Genau, Winterbrandbeihilfe ist die Beschaffung von Brennholz oder Öl. Wenn Winterbrand gezahlt werden soll, dann müssten sie prozentual angeben, wie viel Sie mit Gas und wie viel mit Holz heizen, dann wären aber wieder weniger Heizkosten für Gas angemessen, da dann nur anteilig das berücksichtigt wird. Für Gas zahlen wir mehr, als für Holz wie sie bei dem Heizkostenspiegel sehen. Sie würden sich also besser stellen, wenn sie 100% mit Gas heizen und den Ofen und die Holzbeschaffung als zusätzlichen „Luxus“ für sich betrachten.

Kosten für Instandhaltung und Reparatur werden übernommen, da haben Sie recht.

Hier zum Beispiel müssten Sie nun bedenken, dass die Differenz bis zur Angemessenheit der Nebenkosten geringer ist, da ich ja die überschüssigen Heizkosten auf die Nebenkosten übertrage. Aber 12 Monate diese Differenz ergibt ja auch schon einen stolzen Betrag den ich dann übernehmen kann. Den restlichen Betrag könnte ich dann als Darlehen zahlen, sofern dies gewünscht ist.

Heizungswartung und Außenrollos in den Schlafräumen fallen hierunter. Im Wohnzimmer nicht, da man sagt, dass im Wohnzimmer nicht zwingend ein Rollo erforderlich ist.

Hierfür müssten Sie Kostenvoranschläge einreichen. Ich kann Ihnen dann genau ausrechnen, was ich als Beihilfe und was als Darlehen bewilligen könnte.
-Ende-
 

eggi

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Das will ich antworten:

Hallo Frau XY,
die Wohnfläche beträgt doch nur für Wohnungen 75m2.
In dem Leitfaden zur Anwendung des SGBII §22 SGB II – Unterkunftskosten steht:
Zitat:
„1.1.2 Wohnfläche
Die Höchstgrenzen der Wohnfläche richten sich nach der Ziff. 11.2 der Richtlinien über die Soziale
Wohnraumförderung in Niedersachsen (RdErl. des MS vom 27. 6. 2003 –VORIS-Nr. 23400)“

In den Richtlinien steht, Zitat:
„7. Angemessene Wohnungsgrößen

7.1 Für die Bemessung der angemessenen Wohnungsgrößen gelten die Regelungen der WoFlV sowie die nachfolgend genannten Wohnflächen:


c) bei Eigentumsmaßnahmen
- für Haushalte mit bis zu zwei Personen bis zu 90 m²,
-für Haushalte mit drei bis zu fünf Personen bis zu 130 m²,
- für jedes weitere Haushaltsmitglied bis zu 10 m² zusätzlich.



Auch in den Fachlichen Weisungen zum §12 SGB II Absatz 3.4 habe ich folgendes gefunden:

Selbst genutzte Immobilien sind stets angemessen, wenn die Wohnfläche folgende Größen nicht übersteigt (vgl. BSG vom 07.11.2006 - 7b AS 2/05 R -).
3 Personen
Eigentumswohnung : 100 m²
Familienheim: 110 m²

Da wir nur 3 Personen sind, ist doch unsere Wohnraumgröße mit 100 m² angemessen oder nicht?

Auf der Internetseite : https://www.heizspiegel.de/heizkosten-pruefen/heizspiegel/
gibt es rechts eine Spalte „Heizspiegel für Deutschland 2005- 2018“
ganz unten in dieser Spalte gibt es „Heizspiegel nach Gebäudejahr“
wenn man da drauf klickt, kann man die Spiegel nach Baujahren der Häuser angucken.
Da dann bitte mal auf den Heizspiegel für Gebäude vor 1977 klicken und angucken.
 

Kerstin_K

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Ich würde mit der SB nicht per mail kommunizieren, sondern nur per Post.

Und vielleicht wäre es auch angebracht, ihr klarzumachen, dass man durch die Aussenrollos im Wohnzimmer Heizkosten sparen könnte?
 

eggi

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Hallo Kerstin, ja du hat recht eigentlich schreibe ich dem Amt auch nicht über Email, allerdings wollte ich die Sache diesen Jahr geklärt haben. Deswegen habe ich es per Email und per Post gechrieben! Ich habe heute morgen meine Antwort per Email und per Post abgesendet.. Per Email habe ich folgende Antwort erhalten:

Hallo Herr XY,

angemessen im Sinne des Schonvermögens ist bei Ihnen dann 110m². Das ist vollkommen richtig. Die Wohnungsgröße ist ja auch angemessen für ein Haus. Deswegen fallen Sie auch in das Schonvermögen und es musste damals nicht geprüft werden, ob Ihr Haus evtl. übersteigendes Vermögen darstellt und veräußert werden muss bzw. Sie dadurch nur darlehensweise Leistungen nach dem SGB II erhalten. Aber bei der Berechnung der Heizkosten werden trotzdem nur die 75m² berücksichtigt, da für ein 3 Personenhaushalt 75m² angemessen sind.

Aber wie in meiner vorherigen Mail schon gesagt, erhalten Sie ja die vollen Heizkosten gezahlt.

Die Heizkosten nach Gebäudejahr wird so nicht berechnet. Wahrscheinlich soll dies eine Hilfe darstellen. Ich habe die Vorgabe, dies so zu berechnen wie in meiner vorherigen Mail erklärt.

Da habe ich Ihnen ja auch den Heizkostenspiegel eingefügt.

Möglich, dass durch das Außenrollo im Wohnzimmer weitere Heizkosten gespart werden, aber durch die Bruttowarmmiete sind nun die Heizkosten ja auch angemessen bzw. können auf die Nebenkosten übertragen werden. Dann ist es also nicht nötig, weitere Heizkosten einzusparen. Mal davon ab, dass es sich hierbei um Heizkosten für 90m² handelt statt der nur von mir übernahmefähigen 75m².
-Ende-
 

Helga40

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Die Aussage ist doch auch korrekt. Nur, weil § 12 ein Hausvermögen von 100 qm schützt, heißt das nicht, dass die damit zusammenhängenden Kosten voll zu übernehmen sind. Denn die angemessenen Kosten werden in § 22 SGB II geregelt und nicht in § 12.

Die Angemessenheit des Hausgrundstücks iS des § 12 Abs 3 Satz 1 Nr 4 SGB II indiziert nicht die Angemessenheit der Unterkunftskosten für dieses Haus iS des § 22 SGB II. § 12 Abs 3 Satz 1 Nr 4 SGB II ist eine rein vermögensrechtliche Schutzvorschrift gegenüber dem Verwertungsbegehren des Grundsicherungsträgers, wirkt sich aber nicht auf die Höhe der nach § 22 SGB II zu übernehmenden Unterkunftskosten aus (vgl BSGE 97, 203 = SozR 4-4200 § 12 Nr 3, jeweils RdNr 24). § 22 Abs 1 SGB II sieht insofern ohne Differenzierung danach, ob der Wohnbedarf durch Eigentum oder Miete gedeckt wird, Leistungen für Unterkunft und Heizung bis zur Grenze der Angemessenheit vor. Aus diesem Grund sind auch nicht die für Hauseigentum, sondern die für Mietwohnungen geltenden Wohnflächengrenzen bei der Angemessenheitsprüfung im Rahmen des § 22 SGB II zu berücksichtigen (BSGE 100, 186 = SozR 4-4200 § 12 Nr 10, jeweils RdNr 35). Ansonsten ergäbe sich im Hinblick auf das Gleichbehandlungsgebot in Art 3 Abs 1 Grundgesetz eine nicht gerechtfertigte Privilegierung von Haus- und Wohnungseigentümern gegenüber Mietern.

https://openjur.de/u/169504.html
 
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