Selbständigkeit + monatliche Bewerbungen wegen EGV per VA

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Tommi_

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Ich werde leider irgendwann nochmal irre mit meiner SB.. :icon_dampf:

Ich hatte mich vor kurzem entschlossen mich aus ALG II selbständig zu machen als freischaffender Künstler. Davon habe ich meine SB in Kenntnis gesetzt, einen Antrag auf Einstiegsgeld gestellt da mein Einkommen noch nicht ausreichen würde um komplett auf eigenen Beinen zu stehen, und meine steuerliche Anmeldung durchgeführt.

Meine SB verlangt von mir die üblichen Unterlagen (Businessplan). Da ich es bisher nicht geschafft hatte diesen vernünftig zu erstellen, reiche ich diesen nach Absprache nächste Woche nach. Da ist sowieso die Frage noch offen was eine fachkundige Stelle für freischaffende Künstler in der Musikbranche ist zur Tragfähigkeitsprüfung, wohl kaum die IHK:confused:

Folgendes Problem jetzt. Meine SB hat mir vor ein paar Wochen eine EGV per VA mitgegeben beim Gespräch. Diese hatte ich allerdings völlig vergessen durch den ganzen Selbstständigkeitstrubel. :icon_neutral:

Inzwischen sind mehr als 4 Wochen vergangen, und die Widerspruchsfrist ist quasi abgelaufen und die EGV somit gültig oder? Da ich die EGV per VA beim damaligen Gespräch mitgenommen habe zur Prüfung, verlangt die SB jetzt von mir diese beim nächsten Gespräch unterschrieben mitzubringen zusammen mit meinem Businessplan + Einstiegsgeldantrag. Allerdings steht in der EGV, ich solle mich monatlich bewerben bei Zeitarbeitsfirmen, Bewerbungen vorlegen, für Angebote zur Verfügung stehen, mich Ortsnah aufhalten, das übliche halt. (Siehe Anhang)

Das alles behindert mich allerdings an der Ausführung, bzw. ist nicht im Sinne meiner selbstständigen Tätigkeit und meinem Plan aus dem ALG II Bezug zu kommen, da ich unter anderem auch auswärts arbeite. Die Antwort darauf von meiner SB war ungelogen : :icon_mued:

Interessiert sie nicht, die EGV ist gültig. Ich kann das auch nebenberuflich machen und für alles andere zur Verfügung stehen, bekomme dann aber auch keine OrtsAbwesenheit genehmigt.

Komm ich denn irgendwie jetzt noch aus dieser EGV raus, bzw. ist die überhaupt noch gültig so wie sie geschrieben wurde da meine selbständige Tätigkeit ja bereits begonnen hat und ich auch schon ein Einkünfte daraus erzielt habe.

Wie läuft das überhaupt mit der Anrechnung ? Ich habe diesen Monat schon 670Eur verdient, die ich ja angeben muss bei der Arge. Das ist genau der Satz den ich sonst als ALG II bekomme inkl. meiner Miete. Bekomme ich jetzt nächsten Monat dann keine Unterstützung mehr bzw. falle ich aus dem Leistungsbezug raus und muss für meine Krankenkasse ect. selbst aufkommen ? Das war halt nur diesen Monat soviel, nächsten Monat werde ich höchstens auf 500Eur kommen und ich habe ja auch monatliche Ausgaben von 50-100Eur mindestens.

Entschuldigt meine vielen Fragen, aber ich bin leider völlig überfragt langsam was das ganze betrifft.

Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen von Euch :icon_daumen:
 

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Inzwischen sind mehr als 4 Wochen vergangen, und die Widerspruchsfrist ist quasi abgelaufen und die EGV somit gültig oder?
Das ist ein Verwaltungsakt, also kannst du Überprüfung gemäß § 44 SGB X beantragen, dadurch hast du nach Negativ-Bescheidung der Überprüfung wieder die Möglichkeit von Widerspruch, Klage, etc.

Falls Sanktion kommt, kannst du beim SG einstweilige Anordnung/ einstweiligen Rechtsschutz beabtragen

Erst mal ist die EGV/VA rechtsgültig! Dein Fehler...
 

Koelschejong

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Zur Anrechnung - Du musst das Formular EKS ausfüllen, zunächst als Schätzung für die nächsten 6 Monate, danach dann die "Endabrechnung". Einnahme heißt, wie Du richtig schreibst, ja nicht Gewinn und nur der durchschnittliche Gewinn der nächsten 6 Monate kann Dir angerechnet werden.
 

warpcorebreach

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diesen komischen va würde ich persönlich garnicht weiter beachten. eine maßnahme steht nicht mit drinn, einige sachen die du eh machen musst und ansonsten eh nicht sanktionierbar. wiederspruch hätte ich aus prinzip geschrieben aber da die zeit nu rum ist lohnt es sich garnicht weiter drüber nachzudenken.
 

Tommi_

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Zur Anrechnung - Du musst das Formular EKS ausfüllen, zunächst als Schätzung für die nächsten 6 Monate, danach dann die "Endabrechnung". Einnahme heißt, wie Du richtig schreibst, ja nicht Gewinn und nur der durchschnittliche Gewinn der nächsten 6 Monate kann Dir angerechnet werden.
Also schreib ich erstmal rein, voraussichtlicher Gewinn im Monat 450Eur beispielsweise. Das wird mir dann auch die nächsten 6 Monate angerechnet, richtig? Gesetz dem Fall ich habe einen Monat nicht soviel, was passiert dann mit der Anrechnung ? Gehe ich dann zur Arge und sage ich habe diesen Monat zu wenig ? Weil letztendlich würde mir ja dann was fehlen.
 

Tommi_

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diesen komischen va würde ich persönlich garnicht weiter beachten. eine maßnahme steht nicht mit drinn, einige sachen die du eh machen musst und ansonsten eh nicht sanktionierbar. Widerspruch hätte ich aus prinzip geschrieben aber da die zeit nu rum ist lohnt es sich garnicht weiter drüber nachzudenken.
Die Frage die ich mir stelle ist halt, ob die mich sanktionieren können wenn ich beispielsweise keine Bewerbungen abgebe so wie es in dem VA steht. Ebenfalls steht ja auch drin das ich mich ortsnah aufzuhalten habe ect., ich arbeite aber auch auswärts.

Das widerspricht sich halt mit meiner selbstständigen Tätigkeit. Ist ja völliger Quatsch wenn ich mir meine Selbstständigkeit aufbauen möchte, da Zeit investieren muss und auch schon Einnahmen habe, mich aber trotzdem bei Zeitarbeitsfirmen bewerben soll monatlich.
 

warpcorebreach

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sinn darfst du bei den deppen nicht erwarten. wenn die sanktionieren wollen tun die das eh. ich formulieren es mal so: sie können es bei dir versuchen aber mit sehr hoher warscheinlichkeit wirst du eine sanktion problemlos einklagen können. es gibt ein paar sachen die auch ohne egv gültig sind und an die müsstest du dich halten. ortsAbwesenheit bedeutet nur das du einmal am tag in den briefkasten kuckst werktags, salopp gesagt.
 

musiker01

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+++++++++Da ist sowieso die Frage noch offen was eine fachkundige Stelle für freischaffende Künstler in der Musikbranche ist zur Tragfähigkeitsprüfung, wohl kaum die IHK:confused:++++++++++++

Für Musiker gibst keine "fachkundige Stelle". Kannste der ARGE gerne so mitteilen!

Wenn Du Glück hast, nimmt - so war es bei mir vor fast 15 Jahren (allerdings damals für "Überbrückungsgeld")- der BVD (Berufsverband Discjockeys) oder der DRMV (Deutscher Pop- und Rockmusikerverband) Stellung zu Deinem Businessplan. Müssen die aber nicht! Ob ausgerechnet die ARGE diese aber als "Sachkundig" anerkennt, ist dann auch wieder ne andere Frage.

Offiziell gibts jedenfalls keine "fachkundige Stelle" für Musiker und die IHK wird Dich abweisen. :icon_neutral:

Als Musiker haste bei der ARGE ohnehin schon verschxxxxx. Da können die GAR NICHTS mit Anfangen :icon_neutral:

Ich bin seit über 20 Jahren im Geschäft und Auftritten im gehobenen Level und Zusammenarbeit mit renommierten Musikern und Künstlern, hab ich jetzt endlich den Weg gefunden ins internationale Geschäft mit "Stars".Warum ich trotzdem noch nicht genug verdiene liegt an der Produktion und daran, das das Studio nach Umzug noch auf Eis liegt und die Technik sowie Umbau noch nicht fertig sind (gehört nem Freund von mir).

Leute, die Arbeiten und trotzdem nichts/nicht genug verdienen, sind der ARGE suspekt. Können die nichts mit Anfangen. Das es im professionellen Musik-/Künstlergeschäft dazugehört und -sogar lt. der eigenen AgenturFürArbeit-Seiten- ein wesentliches Merkmal des Künstlerberufes ist, manchmal sogar evtl. jahrelang keine (gewinnbringenden) Engagements zu haben, das übersteigt völlig deren Horizont.................

Die kriegen auch nicht auf die Reihe, das man als Profi-Musiker völlig andere Dinge zu tun hat, als der Hobby-Musiker, was beim Üben des eigenen Instruments schon Anfängt. Dem Hobbyisten sind eben irgendwann die Finger "eingerostet" und ist nicht mehr "Up to Date". Der Profi kann sich das aber nicht leisten, selbst ohne Engagements. Denn schon morgen könnte eine entsprechende Jobanfrage eingehen und dann wird auch entsprechende Qualität erwartet!

Lapidare Antwort der ARGE-SB: na Musik ist doch ohnehin nichts sicheres und nur "Luftschlösser". Ich hätte mir im Sinne der Allgemeinheit ne sozialvers.-pflichtige Vollzeitstelle zu Suchen. Und außerdem seien auch etliche ihrer Kollegen Musiker. Und das "bißchen Geschrammel" könne man ja schließlich auch in den Abendstunden und am WE machen...........................................

Wünsch Dir also viel Glück von Musiker zu Musiker!

Viele Grüße
 
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