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Selbständigkeit - Bewerbungsunterlagen einreichen?

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Shadriel

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Hallo,

habe eine Frage, die Ihr mir vielleicht beantworten könnt.

Mein Mann und ich sind beide selbständig tätig (je eigener Wirtschaftszweig, die aber auch immer wieder in gemeinsamer Arbeit, gemeinsamen Projekten zusammenkommen). Wir erhalten seit Februar 06 ergänzendes ALG II für Selbständige. Am Anfang hiess es, nein für Selbständige gebe es nichts, als wir hartnäckig blieben und uns nicht abwimmeln liessen, bekamen wir unseren positiven Bescheid allerdings doch noch nach 4 Monaten!! Bearbeitungszeit. Der Folgeantrag hat dann auch nochmal fast 3 Monate in der Bearbeitung gebraucht...

Wir erwirtschaften momentan ungefähr die Hälfte unseres Bedarfes, Tendenz steigend, da wir immer erfolgreicher werden, gleichzeitig immer mehr Produkte auf den Markt kommen und wir auch schon wieder Aufträge für´s neue Jahr an Land gezogen haben, die uns auch vermehrte Einkünfte einbringen werden. Unser Ziel ist ganz klar, in absehbarer Zeit ganz weg von der Unterstützung der ARGE zu kommen und da wir auch mit Leib und Seele unsere Selbständigkeit ausfüllen, kommt für uns ein anderer Job auch nicht in Frage. Zumal wir auf dem normalen Arbeitsmarkt auch nur sehr schwer vermittelbar wären.

Soweit so gut, nun erhalten wir allerdings von unserem Fallmanager Unterlagen in denen wir unsere berufliche Qualifikation und Werdegang sowie mögliche Termine für neue Arbeitsaufnahme angeben sollen.

Es ist mir schon klar, dass sie versuchen wollen, uns natürlich in eine andere Arbeit zu drängen, aber was können wir da tun? Die Unterlagen normal ausfüllen und einsenden? Oder gebe ich damit zu "Protokoll", dass ich eine andere Arbeit suche?? Einreichen müssen wir die Unterlagen aber doch schon, oder? Sonst drohen ja "Sanktionen", wenn ich das richtig verstanden habe?!

Danke schonmal für Eure Antworten...

Liebe Grüsse
Shadriel
 

Koelschejong

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Alle Unterlagen sorgfältig ausfüllen und abgeben - was anderes bleibt Euch überhaupt nicht übrig. Selbstverständlich seid Ihr doch jederzeit bereit, Eure derzeit noch nicht sehr einträgliche Selbständigkeit für eine aussichtsreiche und einträgliche abhängige Beschäftigung aufzugeben, um sofort aus dem ALG II Bezug herauszukommen - oder? :kinn: :kinn:
Dabei muss natürlich von Euch und hoffentlich auch von der ARGE bedacht werden, dass eine nachweislich jetzt aufwärts zeigende Erfolgskurve in der Selbständigkeit sorgfältig gegen die ja nicht unerheblichen Risiken einer Arbeitsaufnahme abzuwägen sind. Was ist z.B., wenn ihr die Probezeit nicht übersteht?? Nach ca. 3 Monaten Stillstand bei der selbständigen Tätigkeit, dürfte alles, was ihr zuvor mühsam aufgebaut habt, zerstört sein und ihr fangt wieder bei Null an. Das alles muss sorgfältig bedacht und gegeneinander abgewogen werden, aber im Prinzip spricht doch absolut nichts gegen die abhängige Beschäftigung. Ich wäre auch glücklich, wenn ich die mit dem Aufbau einer Selbständigkeit verbundenen Sorgen, Mühen und Ungewissheiten gegen die letztendlich doch recht große Sicherheit einer auskömmlichen abhängigen Beschäftigung eintauschen könnte, leider sind aber geeignete Positionen auf dem Arbeitsmarkt anscheinend auch nicht allzu üppig vertreten.
 

ofra

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genau das ist mir passiert: mitten im mühsamen und finanziell anspruchsvollen aufbau meiner selbständigkeit platzte die BA mit einer maßnahme rein und der ganze aufwand war umsonst ...
meine selbständigkeit musste ich dadurch aufgeben, einen regulären job im angestellten-verhältnis hab ich bis heute nicht, jedoch einen berg schulden.
super! :D
 

Bruno1st

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ofra schrieb:
genau das ist mir passiert: mitten im mühsamen und finanziell anspruchsvollen aufbau meiner selbständigkeit platzte die BA mit einer maßnahme rein und der ganze aufwand war umsonst ...
meine selbständigkeit musste ich dadurch aufgeben, einen regulären job im angestellten-verhältnis hab ich bis heute nicht, jedoch einen berg schulden.
super! :D
wie der Name schon sagte "Agentur gegen Arbeit" :lol: vermutlich denken die Bürokraten "wir arbeiten unser Leben lang nicht, also brauchen andere Menschen auch keine Arbeit"

auf jeden Fall würde ich ausführlich auf die steigende Tendenz schriftlich hinweisen und auch darlegen, daß Maßnahmen die nicht zu einer dauerhaften Tätigkeit führen als Behinderung der Eigenbemühungen angesehen werden.
 
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