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Selbständigkeit + 1-Euro-Job = 53,5 Wochenarbeitsstunden?

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timma

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#1
Hallo community!

Ich bin neu hier und das ist meine Situation:

Ich bin alleinerziehend mit 1 Kind und erziele aus einer selbständigen Tätigkeit mit 15 Stunden pro Woche einen Gewinn von rund 700,- Euro monatlich. Ich habe nun zusätzlich ALG II beantragt, da die 700 Euro für mich und meinen Sohn nicht ausreichen . Beim ersten Fallmanager-Termin musste ich sofort die EV unterschreiben und mich morgen zu einer Arbeitsgelegenheit mit durchschnittlich 38,5 Stunden pro Woche melden. Ich kenne nur den Namen des Trägers, was ich da machen muss und wie die Arbeitszeiten genau sind, weiß ich noch nicht. Langer Rede, kurzer Sinn: Ich komme als Alleinerziehende auf eine Wochenarbeitsstundenzahl von 53,5 Stunden, ohne das tatsächlich viel Kohle dabei herumkäme. Bisken viel oder? Muss ich das so hinnehmen?
Meine selbständige Tätigkeit möchte ich nicht aufgeben, da ich 1. davon ausgehe, eines Tages ganz davon leben zu können und ich 2. dann umziehen müsste, da ich z. Zt. in meiner Wohnung ein Arbeitzimmer habe, das ich dann nicht mehr bräuchte, somit wäre die Wohnung zu groß und zu teuer. Bin aber erst vor 4 Monaten hier eingezogen.

Freue mich sehr über Antworten, vielen Dank!
Timma
 
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#2
Hallo community!

Ich bin neu hier und das ist meine Situation:

Ich bin alleinerziehend mit 1 Kind und erziele aus einer selbständigen Tätigkeit mit 15 Stunden pro Woche einen Gewinn von rund 700,- Euro monatlich. Ich habe nun zusätzlich ALG II beantragt, da die 700 Euro für mich und meinen Sohn nicht ausreichen . Beim ersten Fallmanager-Termin musste ich sofort die EV unterschreiben und mich morgen zu einer Arbeitsgelegenheit mit durchschnittlich 38,5 Stunden pro Woche melden. Ich kenne nur den Namen des Trägers, was ich da machen muss und wie die Arbeitszeiten genau sind, weiß ich noch nicht. Langer Rede, kurzer Sinn: Ich komme als Alleinerziehende auf eine Wochenarbeitsstundenzahl von 53,5 Stunden, ohne das tatsächlich viel Kohle dabei herumkäme. Bisken viel oder? Muss ich das so hinnehmen?
Meine selbständige Tätigkeit möchte ich nicht aufgeben, da ich 1. davon ausgehe, eines Tages ganz davon leben zu können und ich 2. dann umziehen müsste, da ich z. Zt. in meiner Wohnung ein Arbeitzimmer habe, das ich dann nicht mehr bräuchte, somit wäre die Wohnung zu groß und zu teuer. Bin aber erst vor 4 Monaten hier eingezogen.

Freue mich sehr über Antworten, vielen Dank!
Timma
Hallo und herzlich Willkommen Timma

meines Wissens darf eine Arbeitsgelegenheit (Ein-Euro-Job) max. 30 Stunden pro Woche betragen.
Bin noch am Suchen, wo´s genau geschrieben steht.

........ wart noch ein bisschen, da kommen bestimmt noch mehr Antworten :)

kannst Dir das ja schon mal durchlesen
http://www.erwerbslosenforum.de/eej.htm
 

timma

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#3
Hallo bin jetzt auch da!

Vielen Dank für Deine Antwort! :)

Ja, soviel ich weiss ist das mit diesen 30 Stunden aber so eine Soll- oder Kann-Regelung. Was mich irritiert ist, warum offenbar die 15 Stunden aus selbständiger Tätigkeit überhaupt keine Berücksichtigung finden, der daraus erzielte Gewinn findet ja schliesslich sehr wohl Berücksichtigung.
 
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#4
Hallo bin jetzt auch da!

Vielen Dank für Deine Antwort! :)

Ja, soviel ich weiss ist das mit diesen 30 Stunden aber so eine Soll- oder Kann-Regelung. Was mich irritiert ist, warum offenbar die 15 Stunden aus selbständiger Tätigkeit überhaupt keine Berücksichtigung finden, der daraus erzielte Gewinn findet ja schliesslich sehr wohl Berücksichtigung.
das verstehe ich auch nicht!
Habe auch versucht, mich selbstständig zu machen, aber die ARGE hat das eher verhindert als gefördert!

Hier kannst nachlesen, nach welchen Kriterien eine Eingliederungsvereinbarung gemacht werden muß!
Das ist eine Anleitung für die ARGE´n von der BA.
http://www.arbeitsagentur.de/zentra.../Publikation/pdf/Arbeitshilfe-zur-EinV-15.pdf

Die EV muß auf Dich sozusagen zugeschnitten sein!
Das heißt, in Deiner EV muß genau aufgeführt sein, was Du für eine Arbeit ausführen mußt!
Kannst aber alles in der Arbeitshilfe von der BA nachlesen.
 

timma

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#6
Ich habe schon so viel rumgelesen, im Netz finde ich immer nur, das Arbeitsgelegenheiten bis zu 30 Wochenstunden umfassen SOLLEN, aber nirgends, das es nicht mehr sein DÜRFEN. Das ist ja mein Problem. Ich weiß nicht, wie lange ich es schaffen kann, diese Wochenarbeitsstundenzahl von 53,5 durchzuziehen, nebenbei mein Kind zu betreuen und mich auch noch um Bewerbungen zu kümmern. 2 Stunden Fahrzeiten - wenn nicht mehr - kommen ja täglich auch noch hinzu.
 

Martin Behrsing

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#7
Hallo Timma,

leider ist es wirklich nur so, dass es nur 30 Stunden sein sollen. Aber dies sollte Deine Argumentationgrundlage sein. Damit kommt man locker bei den Sozialgerichten durch. Also widerspreche den Träger und verlange eine 20 Stundenwoche und weise ihn auch darauf hin, dass Du seine Maßnahme, als nicht im ööfentlichen Interesse ist und auch nicht zusätzlich. Du würdest dies auf jeden Fall gerichtlich beim Arbeitsgericht und Sozialgericht feststellen lassen. Mal sehen was dann passiert

"Als zeitlicher Umfang von Arbeitsgelegenheiten gegen Mehraufwandsentschädigung wurden unter Geltung des BSHG 15 Stunden regelmäßig als zulässig, 32 Stunden auf jeden Fall als zuviel angesehen (BVerwG 69,91;67,1). Nach dem SGB II bestehen deutlichere Gründe dafür, eine Arbeitsgelegenheit in Vollzeit oder Nahezu-Vollzeit als unzulässig anzusehen. Denn auch während der Arbeitsgelegenheiten bleiben die Betroffenen erwerbsfähige Hilfebedürftige und sind vom Grundsatz des Fordern nach §2 SGB II unterworfen. Um Arbeit auf de, allgemeinen Arbeitsmarkt zu suchen, brauchen sie aber ausreichend Zeit. Es bietet sich an, die Zeitgrenze bei 20 Wochenstunden zu ziehen. Das ist die Hälfte der Wochenarbeitszeit von 40 Stunden, die das ArbZG noch immer als Regelfall an. .... vergl. Rz 46, Niewald in LPK-SGB-II § 16"
 

timma

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#8
Hallo Martin!

Vielen Dank! Ich wollte eigentlich nicht gleich so auftreten, das ich "drohe", oh Mann, allein der Gedanke an Sozialgericht raubt mir schon jegliche Kraft. Aber mich fuchst es eben, das meine 15 Stunden aus Selbständigkeit einfach so unter den Tisch fallen gelassen werden (wenn das mit dem Gewinn auch so wäre, hätte ich kein Problem damit :biggrin: ) und von allen 1-Euro-Jobs die infrage kommen, es gleich 'ne 38,5 Stunden-Woche sein muss. Zumal ich mich erst am 29.03.07 arbeitssuchend gemeldet habe, wusste nicht, das man bereits nach 1 Woche als Langzeitarbeitsloser mit besonderen Vermittlungshemmnissen geführt wird.

Bin echt frustriert... na ja, wie wahrscheinlich viele hier.
Grüsse,
timma
 

Debra

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#9
Hallo Timma!

Ich hab irgendwo gelesen, dass jetzt bei Neuanträgen auf ALGII allein schon zur "Abschreckung" sofort Ein-Euro-Jobs aufgezwungen werden.

Und - wie man hier immer öfter lesen muss - diese obendrein auch noch anstatt 30 38,5 Std. betragen. Ich habe im letzten Jahr eine "Zuweisung" erhalten, Arbeitszeit war mit VZ/30 Std. angegeben. Wenn es legal wäre, 38,5 Std. arbeiten zu lassen, dann würde der größte "Träger" dieser Stadt die Leute 38,5 Std. arbeiten lassen, da geh ich jede Wette ein, aber dort arbeiten alle 30 Std. - Später kam ich zu einem anderen Träger und dieser sagte mir, ich könne auch nur 20 Std. arbeiten, wenn ich wolle, und Leute, die z.B. einen 400 EUR-Job hatten, haben sie auch gesagt, die sollen noch mal mit der ARGE sprechen, weil sie wahrscheinlich gar nicht in einem EEJ arbeiten müssen. Aber bei dem ersten Träger, die sagen den Arbeitslosen so etwas nicht! Im Gegenteil, die behindern Dich wo sie können, wieder normal Arbeit zu finden!

Bei Dir kommt ja noch hinzu, dass Du 15 Std. selbständig tätig bist, daher würde ich an Deiner Stelle drauf bestehen, dass Du nur TZ arbeiten brauchst, denn alles andere würde ja Deine mühsam aufgebaute selbständige Tätigkeit bedrohen. Das kann ja wohl nicht angehen, bin sicher, das wird jeder Sozialrichter genauso sehen.
 

Debra

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#10
Ich hab hier was gefunden:

"(8) Die wöchentliche Beschäftigungszeit des Hilfeempfängers kann variabel gestaltet werden.
Sie sollte in der Regel 30 Stunden (einschließlich z.B. Qualifizierung) nicht überschreiten,
um Eigeninitiativen für die berufliche Integration zu ermöglichen."

Das findet man auf der Internetseite Agentur für Arbeit. Man gehe zu
Startseite > Service A-Z > Bundesanstalt für Arbeit - intern > Interne Weisungen > Weisungen der BA > SGB II-Leistungen und dann

Arbeitshilfe zur Umsetzung von Arbeitsgelegenheiten nach § 16 Abs.3 SGBII, S. 11.

- Einfacher hätten die das echt nicht machen können, oder? :icon_rolleyes: -

 

timma

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#11
Hallo Debra!

Auch danke an Dich! Ja, mit den 30 Stunden habe ich jetzt schon viele Male gelesen, aber auch hier: "sollte in der Regel nicht überschreiten". Na ja, ich werde wohl mal versuchen, mit denen zu reden und die Stundenzahl herunterzuhandeln, ansonsten sollen die mir erklären, wie ich meinen Obliegenheitspflichten nachkommen soll. Legal ist das anscheinend, denn offenbar wird das hier schon lange so gehandhabt mit den 38,5 Stunden. Kann alles nicht wahr sein... Ich kriege ja nicht mal volles ALG II plus Mehraufwandentschädigung, sondern nur einen Zuschuss plus Mehraufwandentschädigung, also etwa 400 + 200 für einen Vollzeitjob. Mit meinem Diplom kann ich mir dann wohl entgültig den .... usw.
 

Heiko1961

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#12
Mit meinem Diplom kann ich mir dann wohl entgültig den .... usw.
Sowas zählt bei denen nichts mehr.:icon_hmm:

Hallo erst mal und Herzlich Willkommen hier im Forum.
Ich denke mal deine Frage wurde ausreichend beantwortet, so dass ich meinen Senf nicht mehr dazu geben muss.

Nur soviel zu 1 €- Jobs, nicht aufregen, nur wundern. Die versuchen erst mal alles. Auch wenn es unlogisch ist.
Ich kenne einen Fall, da musste eine Frau 40h/ Woche für 0,62 € arbeiten. Also nix mit 1 €.
Mache es wie es die Kollegen hier beschrieben haben und halte uns auf dem Laufenden.
 
E

ExitUser

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#13
Hallo, Timma,

wie alt ist eigentlich Dein Kind?
Wenns jünger als 12 Jahre ist, sieht das mit Vollzeitarbeit ganz anders aus.

Viele Grüße,
angel
 

timma

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#14
Hallo angel!

Mein Kind ist 11 Jahre, wird im September 12.

Habe keine Regelung dazu gefunden, hast Du da was auf Lager?

Grüsse, timma
 
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#15
Hi,

Ich würde dem Amt androhen daß Du Deinen bezahlten Job kündigst weil Du Dich nicht mehr um Dein Kind kümmern kannst wenn sie nicht von dem EEJ absehen :)). Diese Massnahmen sind ja in jedem Fall nachrangig zu bezahlter Arbeit, dh. wenn Du Arbeit hast die bezahlt wird so habe ich das zumindest verstanden muss ohnehin von einem EEJ abgesehen werden.

Nein ohne Schmarren, was wäre denn realistisch für Dich als Wochenarbeitszeit damit Du Dich noch um das Kind kümmern kannst? 30 Stunden insgesamt?

Ich würd mir auch an Deiner Stelle so einen Rechtsberatungsschein vom Amtsgericht holen und einen guten Anwalt um das ganze so per Anwalt abzuwehren. Das stinkt zum Himmel was dieser Sachbearbeiter da treibt.

Was mich noch interessieren würde, ich kenne aber da die Rechtslage zu schlecht, könntest Du statt Alg2 nicht auch beim Wohnunsamt Wohngeld beantragen um auf Deine Kosten zu kommen?

Liebe Grüsse,

petra
 

timma

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#16
Hallo münchnerkindl!

nee, das ist kein Job den ich kündigen kann, ich erziele 700 € aus selbständiger Tätigkeit. Dachte, ich könnte der Arge entschlüpfen, aber die Krankenverischerungsbeiträge haben mir das Genick gebrochen (hätte sonst 1000 Euro Gewinn, damit käme ich klar, bis rosigere Zeiten in Sachen Selbständigkeit anbrechen), also muss ich ergänzend ALG II beantragen. Meine Selbständigkeit aufzugeben ist für mich auch keine Lösung, da ich dann umziehen müsste.

Wohngeld würde sicher nicht 300 Euro betragen, außerdem haben die wohl 'n halbes Jahr Bearbeitungszeit, in dem halben Jahr würde ich Schulden anhäufen. Hab jetzt schon Clinch mit der Krankenkasse.

Grüsse, timma
 
E

ExitUser

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#17
Hallo, Timma,

aus dem Leitfaden AlgII/Sozialhilfe:

1.363 Bezugspersonen mit Kindern um schulpflichtigen Alter

ist eine Halbtagstätigkeit zumutbar.
...........
Der VGH BW zieht die Grenze bei einem Alter der Kindes von 12 Jahren.
Ab dann soll Vollzeitarbeit zumutbar sein.
Zumutbar hin oder her. Eine feste Altersgrenze, ab der Vollzeitarbeit zumutbar ist, gibt es nicht. Die Erziehung Ihres Kindes kann auch "gefährdet" sein, wenn es älter als 12 oder 15 Jahre ist. Das ist ggf. durch Attest oder eine Stellungnahme eines Lehrers/Sozialarbeiters nachzuweisen.
..............

Wenn Du Dein Leben so gründlich umkrempelst, braucht Dein Kücken doch sicher auch ein wenig mehr Zuwendung, oder?

Bei mir hat das bis jetzt geklappt, meine Jüngste ist 12. Sie ist aber wirklich so ein "Attest-Fall".

Viele Grüße,
angel
 

timma

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#18
Danke angel! Na, ich bin mal gespannt, was dabei herauskommt... werde dann erzählen...
 

timma

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#19
Hallo!

So ging es weiter: War gestern überpünktlich bei meinem Termin bei dem Träger. Der Termin fand nicht statt, eine Dame erzählte mir, den Termin vergebe der Träger selber, der vergebene Termin von der Arge habe keine Bedeutung, ich könne wieder nach Hause gehen. Aha?
Heute dann Post vom Träger zu einem Infoveranstaltungstermin in etwa 2 Wochen. Ich darf weiter rätseln, was auf mich zukommt.

Grüsse,
Timma
 

Unwichtig

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#20
1. Mit 1 Kind ist eine Vollzeittätigkeit unzumutbar. Da Du ja schon 15 Stunden angegeben hast bleiben da doch höchstens 5 Stunden/Woche übrig.

2. Dieser EEJ muss in einem angemessenen Verhältnis zu der Leistung stehen den Dir der Staat pro Monat auszahlt. Wenn Du also z.B. nur 100 Euro bekommst, dann sind vielleicht 5 Stunden pro Woche angemessen.

3. Vor Antritt der Tätigkeit muss Dir der Träger einen Zettel geben wo draufsteht was Du da machen sollst und die zeitliche Verteilung der Arbeitszeiten.

Deine Eingliederungsvereinbarung ist wahrscheinlich nichtmal als Klopapier zu gebrauchen.
 
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#21
Ich würde mal beim Jugendamt nachfragen was die Dir anbieten können an Hilfe gegen eine vollzeittätigkeit wo Du als billige Arbeitskraft ausgebeutet werden sollst in der Zeit wo Dein Kind Hausaufgabenbetreuung und Erziehung benötigt.

Oder soll sich um die Hausaufgaben Deines Kindes dann ein anderer Ein Euro Jobber kümmern???

Die ganze Aktion läuft bloss damit Du aus der Statistik verschwindest. Ob der EEJ irgendeinen Sinn macht im Bezug auf Deine Widereingliederung in Arbeit (was eigentlich die Voraussetzung für EEJ wäre.. also langzeitarbeitslos, soll wieder an Arbeit herangeführt werden usw) wird garnicht erst überprüft. Was aber getan werden müsste...

Ich würde sagen, hol Dir einen solchen Beratungssein und geh zu einem Rechtsanwalt.
 
E

ExitUser

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#22
Ich würde mal beim Jugendamt nachfragen was die Dir anbieten können an Hilfe gegen eine vollzeittätigkeit wo Du als billige Arbeitskraft ausgebeutet werden sollst in der Zeit wo Dein Kind Hausaufgabenbetreuung und Erziehung benötigt.............
Erwarte aber nicht zuviel vom Jugendamt. Bisher habe ich immer die Erfahrung gemacht, daß das JA weniger am "Wohl des Kindes" als vielmehr am "Wohl des Jugendamtes" interessiert ist. Die Arbeit muss vom Tisch, egal um welchen Preis. Alleinerziehenden wird alles aufgebürdet, das JA hat ja "nicht genügend Personal".


Selbst ist die Frau, auf das Amt kannst Du Dich nicht verlassen.

Viele Grüße,
angel
 
E

ExitUser

Gast
#23
Alleinerziehend und Minijob?

Hallo,
ich bin neu hier und verstehe leider auch nicht viel davon. Ich bin alleinerziehend (mein Sohn ist 2,5 Jahre alt), ich lebe komplett von ALG II +dem mickrigen Unterhalt des Kindsvaters (127 Euro) und Kindergeld aber es reicht hinten und vorne nicht. Jetzt hätte ich die Möglichkeit einen 400 Euro Minijob auszuüben (was eh ein enormer Stress ist weil ich ihn jetzt 2 mal die Woche bei meiner Mutter lassen würde, die das eigentlich zeitlich gar nicht kann) und habe von einer Bekannten erfahren dass mir davon nur 60 Euro nicht angerechnet werden (früher waren das wohl 160 aber das soll sich geändert haben):icon_rolleyes:
Jetzt frag ich mich natürlich ob sich das überhaupt lohnt, da ist mein Aufwand ja höher als das was ich kriege. Angeblich ist eine Beschäftigung für Alleinerziehende mit einem Kind unter drei Jahren unzumutbar, aber zum Leben reicht das Geld auch nicht und wenn mann sich dann um etwas bemüht scheint es besser zu sein lieber noch abzuwarten bis der Kleine in den Kiga kommt und wir endlich nicht mehr auf DIESE Hilfe angewiesen sind.
Ich weiss nicht mehr weiter bitte helft mir!!!

Ach ja, ich hatte eine Nebenkostennachzahlung die mir natürlich nicht erstattet wurde, ich dachte aber das die Nebenkosten (bis auf Strom) komplett von der ARGE übernommen werden. Nur weil meine Vorauszahlung nicht hoch genug war heisst es ja nicht dass ich nicht mehr verbraucht habe...

Für mich steht fest dass ich keine weiteren Kinder kriegen kann, das ist ja unmöglich mit ALG 2 eine Familie zu ernähren und anzukleiden. Zoobesuch ist einmal alle 2 Monate drin, mehr kann man sich net leisten. Und wenn mein nächster Partner ein Kind will soll er gefälligst zuhause bleiben und ich schaff das Geld ran!!! Puhhhh sorry ich bin so gefrustet.
 

gelibeh

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#24
Zu allen Fragen kann ich nicht antworten.
Wenn Du 400€ verdienst, bleiben Dir davon 160€ mehr.
100€ Freibetrag und dann 20% von den restlichen 300 = 60.
Wenn das eben reine nebenkosten ohne Strom sind, muss das Amt das übernehmen. Also Widerspruch einlegen, hoffe die Frist dafür ist noch nicht rum.
 

timma

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#25
so geht's weiter

Hallo Leute!

Will mal berichten, wie es bei mir weiterging. Ich habe dieses einwöchige
Seminar durchlaufen, bei dem man dauernd die Hosen in Bezug auf sein Privatleben runterlassen muss, trotzdem, die Tests waren ganz spassig. Anschliessend bekam ich einen 15.00 -h-Termin bei dem Träger, bei einer Dame, die großspurig als "Entwicklungsberaterin" tätig ist (hatte sie denn meine Akte nicht gelesen, so das ich als Alleinerziehende ausgerechnet um 15.00 h einen Termin bekomme, wenn mein Kind zu Hause ist?) Wieder Hosen runter lassen (hatte sie denn meine Akte nicht gelesen oder warum stellt sie die gleichen Fragen?). Schliesslich bekam ich "passgenau" den Vorschlag zu einem 1-€-Job in einem Altenheim, ungeachtet der Tatsache, das ich während der Seminarwoche immer wieder schriftlich und mündlich die Tatsache betonte, das ich absolut nicht im Altenheim arbeiten möchte (sie hat wohl meine Akte nicht gelesen?).
Heute ist der Vorstellungstermin, die "Entwicklungsberaterin" wird mich dorthin begleiten. Sie hatte den Termin auf 13.00 h gelegt, ich fragte, ob sie nicht verstanden hätte, das ich ein Kind habe, das um 13.00 h aus der Schule kommt? Okay, dann 12.00 h. Frage: Ist das neuerdings üblich, das der Träger einen Aufpasser mitschickt und muss ich mir das gefallen lassen?

Noch meine Bedenken zu den zusätzlichen Tätigkeiten: Dem Personal gegenüber kann ich ja klipp und klar sagen, das und das mache ich nicht, weil nicht zusätzlich, den alten Leuten gegenüber wird das wohl eher schwierig, sie so abzuweisen. Ist noch jemand im Altenheim tätig? Wenn ja, kann er/sie mal was dazu erzählen?

Dank und Grüsse, timma
 
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