selbstaendige Taetigkeit nachtraeglich anmelden

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Vanderpool

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Hi Leute,
ein Bekannter von mir geht seit Ende 2012 einer selbstaendigen Taetigkeit nach (unter 400eur im Monat), er hat dies leider nicht gemeldet, Chef sagte es wuerde selten in der Firma geprueft, und dann nur stichprobenartig bei ganz wenigen, er hat sich davon leider verfuehren lassen und ist das Risiko eingegangen. Nun wurde er von der Rentenversicherung angeschrieben, er soll seine Taetigkeit nachtraeglich melden , spaetestens beim naechsten Datenabgleich mit dem jobcenter wird man dort also Bescheid wissen. Er moechte die Taetigkeit jetzt nachtraeglich beim jc anmelden. Was waere zu beachten bzw. gibt es Erfahrungen dazu? Danke!
 

spider

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Drei Jahre "selbststĂ€ndig" mit "Chef"? Ich wĂŒrde mal sagen da wurde irgendwie scheinselbststĂ€ndig schwarz gearbeitet. Das dĂŒrfte Konsequenzen fĂŒr deinen Bekannten und auch die Firma geben, fĂŒr die er in diesem Rahmen selbststĂ€ndig war.
Persönlich wĂŒrde ich mit einem wenigstens halbwegs tauglichen Anwalt umgehend das Finanzamt informieren. Das kann ein durchaus recht kostspieliges StĂŒck werden.

Wer zahlt fĂŒr seine KrankenkassenbeitrĂ€ge? Und bei unter 400€ im Monat, wovon lebt er sonst? Sag jetzt bitte nicht er steht im Bezug von Sozialleistungen und wird von seinem "Chef" in bar bezahlt.
 

Wutbuerger

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Komt jetzt auf seine SteuererklĂ€rung an -- hat er wenig bis nichts verdient - also max 100 Euro im Monat , hĂ€tte er ja nicht zuviel Geld bezogen ,dann kann es ja nur eine Owi sein weil nicht gemeldet .Alles was ĂŒber 100 Euro ist wird ja mit 80% abgezogen - dann hat er glaube ich ein grĂ¶ĂŸeres Problem ..
 

Vanderpool

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Der Chef ist aus der Sache draussen, da er lediglich die Raeume bietet, es ist auch schon geklaert dass mein Bekannter nicht nachtraeglich versichert werden muss, da geringfuegig. Es geht im Grunde wie gesagt um die Gelder die das jobcenter zu viel gezahlt hat. Und was dann noch so alles auf mich zukommt, wie Staatsanwaltschaft etc vielleicht.
 

spider

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Das der Chef da fein raus ist halte ich fĂŒr ein GerĂŒcht. Was die weiteren Folgen betrifft, Folgen von Schwarzarbeit dĂŒrften allgemein hinlĂ€nglich bekannt sein und lassen sich ohne MĂŒhe ergoogeln.
Davon abgesehen ist es nicht wichtig was passieren kann, da man ja schon auf ihn aufmerksam geworden ist, sollter er sich schleunigst um KlĂ€rung bemĂŒhen, ungeachtet der Konsequenzen. Die dĂŒrften dabei wesentlich geringer ausfallen als wenn diesbezĂŒglich gar keine Unternehmungen gemacht werden. Denn ein Nachspiel ist so gut wie sicher.
WĂŒrde die Wahrscheinlichkeit das das ganze ein Nachspiel hat, meinem GlĂŒck im Spiel entsprechen, dann wĂŒrde ich sofort alles was ich an Geld hab ins Casino tragen.

Edit//
@Cerberus

:biggrin:
 

Vanderpool

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Genau sind es 360 eur monatl., muessen die nicht den Betrag abziehen den man frei zum AlG 2 dazu verdienen darf, also ca. 160 euro? Das waeren doch pro Monat 200 eur zuviel verdient also pro Jahr 2400 eur, dann waeren es doch etwas mehr ueber 7000 euro fuer die ganze Zeit oder?
 

spider

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Komt jetzt auf seine SteuererklĂ€rung an -- hat er wenig bis nichts verdient - also max 100 Euro im Monat , hĂ€tte er ja nicht zuviel Geld bezogen ,dann kann es ja nur eine Owi sein weil nicht gemeldet .Alles was ĂŒber 100 Euro ist wird ja mit 80% abgezogen - dann hat er glaube ich ein grĂ¶ĂŸeres Problem ..
Das JC ist denke ich das geringste Problem. Als "SelbststĂ€ndiger" bekommt er das Geld nicht auf Grund einer arbeitsrechtlichen Absprachee automatisiert monatlich aufs Konto. Üblicherweise arbeitet man da auf Rechnung. Dann hat er nichtmal einfach nur schwarz gearbeitet, sondern selbststĂ€ndig in Gewinnerzielungsabsicht gehandelt ohne ĂŒberhaupt die erforderlichen Anmeldungen getĂ€tigt zu haben. Der resultierende Ärger mit Zoll, Finanzamt, JC und Staatsanwaltschaft kann wesentlich mehr weh tun als nur das JC und ne lumpige 80% Anrechnung.
 

Vanderpool

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Schwarzarbeit waere es glaube ich nicht, da gab es auch noch mehrere gleiche Faelle in der Firma die sich bei der Rentenversicherung nachmelden sollten, solange man da unter der Geringfuegigkeit bleibt, bzw. geblieben ist, ist das ok fuer die, sonst halt nachzahlen bzw. versichern. Mein Bekannter ist aber glaube ich der einzige, der auch noch Leistungem nebenher bezogen hat.
 

webeleinstek

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Das der Chef da fein raus ist halte ich fĂŒr ein GerĂŒcht. Was die weiteren Folgen betrifft, Folgen von Schwarzarbeit dĂŒrften allgemein hinlĂ€nglich bekannt sein und lassen sich ohne MĂŒhe ergoogeln.
Das Wort "Schwarzarbeit" dĂŒrfte doch etwas hart formuliert sein. Da Rechnungen geschrieben werden ist also, wenn ĂŒberhaupt, eher von ScheinselbstĂ€ndigkeit auszugehen.
Ob es ScheinselbstĂ€ndigkeit ist oder nicht ist m. E. nach vollkommen unerheblich und muss von anderer Stelle geklĂ€rt werden. Wenn der "Chef" der Auftraggeber war und der Auftragnehmer nicht weisungsgebunden, dann kann es durchaus sein, dass es keine ScheinselbstĂ€ndigkeit war. Denn ansonsten wĂŒrde jeder Freelancer auch Schwarzarbeit bzw. ScheinselbstĂ€ndigkeit betreiben.

Das wesentlich grĂ¶ĂŸere Problem sehe ich darin, dass das dem JC nicht gemeldet wurde. Derjenige kann noch von GlĂŒck reden, wenn es so ist wie Wutbuerger geschrieben hat und nur 100 Euro erzielt hat. Sollten es mehr sein, dann werden ganz erhebliche Probleme auf denjenigen zukommen. Abgesehen von den RĂŒckzahlungen ist mit Sozialbetrug nicht zu spassen. Denn bei drei Jahren kann man nicht von einem Versehen ausgehen.

Um ganz ehrlich zu sein, habe ich mit solchen Leuten kein Mitleid. Durch solche Menschen kommen diejenigen, die sich nach Recht und Gesetz verhalten, in Verruf und es wird in der Öffentlichkeit jedem Bezieher von ALGII solch ein Verhalten unterstellt.
 

biddy

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ExitUser

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Der "dickste Klops" wird die Auseinandersetzung mit dem JC werden u. was die dann weiter daraus machen. Zumal man nicht erkennen kann, daß es fĂŒr diese drei Jahre der unterlassenen Meldung eine ErklĂ€rung geben könnte. Hier "zieht" einfach nichts, egal was man da vorbringt.
Bei einem oder zwei Monaten könnte man noch mit "vergessen" aufwarten. Aber so..... ?
 

flandry

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Es gibt 3 Bereiche, die zu berĂŒcksichtigen: Steuern, Sozialversicherung, Jobcenter.
FĂŒr jeden wĂ€re als allererstes zu ermitteln, was noch an Einkommen gemeldet werden muss und wieviel zu zahlen wĂ€re (Jobcenter ĂŒber EKS!)
Dann - je nach Höhe - einfach zahlen. Evtl. ist es sinnvoll, nach vorheriger telefonischer RĂŒcksprache oder besser persönlichem GesprĂ€ch, eine Ratenzahlung zu vereinbaren.
Wenn die das ihnen zustehende Geld bekommen, sind die erst einmal glĂŒcklich. Eine Strafanzeige kann, muss aber nicht sein.
Ganz wichtig: mögliche Strafzinsen sang- und klanglos akzeptieren.
 
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