• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Selbständig machen - der Anfang?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

ElBandita

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Jan 2008
Beiträge
47
Bewertungen
1
Hallo,

ich muß jetzt mal etwas "ausholen", damit man den Hintergrund versteht:
Ich bin seit 2007 krank geschrieben, aber ungekündigt. War im KG, dann ausgesteuert, dann wieder KG (Blockfrist war rum, da hatte ich Glück) und jetzt ab 12.01.11 wieder ausgesteuert.
Bei der Rentenversicherung hatte ich Antrag auf Teilhabe gestellt, wurde abgelehnt, Widerspruch eingelegt, wieder abgelehnt, seit Juli 2009 läuft eine Klage vor dem Sozialgericht.
Ich kann meinen eigentlichen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben, es muß also was anderes her.

Ich mußte mich ja arbeitslos melden und hatte ein langes Gespräch mit meiner Vermittlerin, die mir auch gleich sagte, dass es hier in de Gegend für mich, mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen, keine Stelle geben wird.
Nun hatte ich die Idee, dass ich hier (reine Urlaubsgegend), eine Pension pachte (im Moment steht eine zur Disposition, die aus Altersgründen abgegeben werden soll).

Diesen Gründungszuschuß würde ich wohl bekommen, das hat mir meine Vermittlerin schon gesagt, sie würde das auch unterstützen.
Aber damit ist es ja nicht getan.

Woher bekommt man sonst noch finanzielle Mittel? z.B. Kaution für die Einrichtung in der Pension. Wie ist das mit dem Businessplan? Es geht ja um eine bestehende Pension, was bräuchte man da dann?

Wir haben so einiges an Ideen, wie man sowas anbieten könnte, aber es fehlt an den finanziellen Mitteln das umzusetzen.
Privat gibt es leider niemanden, der da mit einer Finanzspritze helfen könnte und Rücklagen hab ich keine mehr.

Was vielleicht auch nicht unwichtig ist: Ich habe einen GdB von 30, bin aber gleichgestellt! Gibt es über diesen Weg (Behinderung) eventuell Möglichkeiten?

Ich drehe mich gerade etwas im Kreis, weil ich einfach nicht weiß, wo ich anfangen soll :confused:
 

Feind=Bild

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
23 Jan 2010
Beiträge
3.480
Bewertungen
367
Wenn Du noch ungekündigt bist, hast Du wohl auch noch nicht Deinen ALG1-Anspruch erschöpft, oder wie sieht das bei Krankheit/Aussteuerung aus?
Denn bei ALG1 gibts weitreichendere Förderungen bei Existenzgründern, aber darüber sollte Dich Deine AfA-Tante eigentlich informieren.
Bei ALG2 gibts nur Einstiegsgeld in Höhe von max. 180€ (= halber Regelsatz) für zunächst 6 Moante mit ungewisser Fortzahlung in Bezug auf Dauer und Höhe.
Eventuell geht was über den Europäischen Sozialfonds?
 

ElBandita

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Jan 2008
Beiträge
47
Bewertungen
1
Hallo,

doch, bei der ersten Aussteuerung hatte ich den Anspruch ausgeschöpft, dann habe ich wieder 78 Wochen KG erhalten und habe jetzt wohl Anspruch auf 8 Monate ALG1.
Also Anspruch auf diesen Gründungszuschuß für 9 Monate habe ich wohl.
Aber das ist ja eben nur ein Tropfen auf den heißen Stein.....

Das mit dem Sozialfonds sehe ich mir mal an, danke erstmal.
 

Feind=Bild

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
23 Jan 2010
Beiträge
3.480
Bewertungen
367
Obacht: Um den Gründerzuschuß in Anspruch zu nehmen, ist ein Restanspruch von mind. 3 Monaten ALG1 nötig, also nicht bis zum letzten Moment warten!
 

Speedport

Foren-Moderator*in
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
3.338
Bewertungen
998
Den Geschäftsplan möglichst realistisch oder besser etwas pessimistisch ausfüllen. Das ist die Version für Dich.

Die Version für die ARGE bzw. Bank sollte dann natürlich optimistisch sein und ein relativ schnelles Erreichen der Gewinnzone darstellen.

Tatsache ist, daß die meisten Neuselbständigen aus HartzIV heraus sehr schnell Neupleitiers waren, weil einfach das EK nicht reichte und keine weiteren Rücklagen zur Verfügung standen.

Genau genommen, hatten die allermeisten nicht mal eine gute Geschäftsidee - nur Standardphantasien über die reichen Selbständigen. Diese Phantasien werden von der ARGE allerdings kräftig gefördert.
Das führt schnell zu einer noch auswegloseren Situation, weil der Hartzer dann einen Schuldenberg und den Makel der Pleite als Mühlstein am Hals hängen hat.

Damit läßt sich im Lebensstrom schlecht schwimmen.
 

Seepferdchen

Teammitglied
Super-Moderator/in
Mitglied seit
19 Nov 2010
Beiträge
22.754
Bewertungen
14.202
Tja, Speedportz, kann ich Dir nur beipflichten, Buchhaltung und kfm. Grundsätze
und keine Kentnisse in diesem Bereich und das ganze ohne EK, ist immer zum scheitern
verurteilt! Dennoch drücke El Bandita die Daumen!!!
 

ElBandita

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Jan 2008
Beiträge
47
Bewertungen
1
Ähm, ich bin gelernte Kauffrau, selbst doppelte Buchführung, so ganz "klassisch per Hand" ist mir durchaus geläufig (war bei mir sogar freiwilliges Prüfungsfach :cool: )
Von daher ist mir die kaufmännische Seite durchaus nicht fremd.

Und weil ich nicht das Risiko eingehen wollen würde, in einen Markt komplett neu einsteigen zu wollen eben die Überlegung, ob man eine bestehende Pension übernimmt.

Hier stellt sich mir natürlich die Frage, in wie weit man hier mit der Beurteilung einer fachkundigen Stelle kommt. Wer sollte das machen? Die Pension gibt es schon, die ist schon in Betrieb, komplett eingerichtet und kann Buchungen vorweisen.
 

Speedport

Foren-Moderator*in
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
3.338
Bewertungen
998
Ähm, ich bin gelernte Kauffrau, selbst doppelte Buchführung, so ganz "klassisch per Hand" ist mir durchaus geläufig (war bei mir sogar freiwilliges Prüfungsfach :cool: )
Von daher ist mir die kaufmännische Seite durchaus nicht fremd.

Und weil ich nicht das Risiko eingehen wollen würde, in einen Markt komplett neu einsteigen zu wollen eben die Überlegung, ob man eine bestehende Pension übernimmt.

Hier stellt sich mir natürlich die Frage, in wie weit man hier mit der Beurteilung einer fachkundigen Stelle kommt. Wer sollte das machen? Die Pension gibt es schon, die ist schon in Betrieb, komplett eingerichtet und kann Buchungen vorweisen.
Wie ist die nachweisbare prozentuale Auslastung?

Versuche mal, ob Du bei Deiner IHK für diese Branche in dieser Region betriebswirtschaftliche Kennzahlen bekommen kannst.

Dann brauchst Du mindestens die drei, besser fünf letzten Bilanzen. Bilanz 2009 sollte schon vorliegen. Falls nicht bilanziert wurde, tun es aussagekräftige BWAs auch.

Nun überprüfst Du, welche Kennzahlen die Pension hat und vergleichst die mit den KZ der IHK. Daraus kann man schon einiges sehen.
Ich habe früher betriebswirtschaftliche Analysen für UBs gefertigt. Da konnte ich an Hand der Kennzahlen bis zu fünf Jahre vorher sehen, wohin der Hase lief (wenn sich nichts änderte).

Ein Unternehmensberater kostet zum Discountpreis sagen wir mal EUR 100,00 in der Stunde. Mal 10, dann hast Du den Tagessatz, mal fünf Tage den Wochensatz. Eine Garantie, daß der Mann gut ist, hast Du nicht.
Das kannst Du natürlich nicht zahlen. Du mußt selbst entscheiden, ob Du das selbst machen kannst und willst, oder ob Du Dich blind in das Abenteuer stürzen willst.
 

ElBandita

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Jan 2008
Beiträge
47
Bewertungen
1
Das ist doch jetzt mal ne Antwort, mit der ich was anfangen kann, danke.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten