Selbst Kündigen während der Krankheit (1 Betrachter)

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MelcomXL

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Hallo,

ich bin seit 4 Jahren bei meinem Arbeitgeber beschäftigt und seit Juli diesen Jahres wegen Burn Out und Depressionen arbeitsunfähig erkrankt. Zur Zeit beziehe ich über die AOK Krankengeld.

Gestern bekam ich nun von der AOK einen Bescheid darüber, dass der MDK rein nach Aktenlage entschieden hätte, dass für mich eine stufenweise Wiedereingliederung ab 10.12.2012 möglich wäre. Ich fühle mich allerdings nicht so, dass das möglich wäre und möchte auch keinesfalls zu meinem Arbeitgeber zurück.

Nun ist es so, dass ich vorhabe, meinen Arbeitsplatz schon heute zum 31.01.2013 zu kündigen.

Die Kündigungsfrist würde aber normalerweise nur 4 Wochen zum 15. bzw. zum Monatsende betragen - ich möchte sozusagen im Voraus kündigen.

Die mich behandelnde Neurologin hat mir zugesichert, dass sie mir ein Attest zur Vorlage bei der Arbeitsagentur ausstellen wird, damit ich möglichst keine Sperrzeit bekomme. Weiterhin würde Sie mir die AU bis 31.01.2013 bescheinigen.

Dazu habe ich nun folgende Fragen:

1.) Wann sollte ich mich arbeitslos melden, wenn ich noch bis 31.01.2013 krankgeschrieben bin? Kann ich das schon jetzt machen?

2.) Könnte die AOK das Krankengeld einstellen, wenn ich nicht an der Wiedereingliederung teilnehme? Eine Wiedereingliederung wäre ja recht sinnfrei, wenn ich ohnehin zum 31.01.2013 kündige.

3.) Ich hatte mir überlegt, der AOK mitzuteilen, dass ich meinen Arbeitsplatz zum 31.01.2013 kündigen möchte. Wäre es taktisch unklug, wenn ich das der AOK jetzt so mitteilen würde und welche Folgen könnte das eventuell haben?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir mit ein paar Tipps helfen würdet.

Viele Grüße

MelcomXL
 

Anna B.

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Hallo,

...wenn du kündigst, hast du Tür und Tor für die kk geöffnet..

sie werden dann darlegen, dass du gar nicht mehr arbeitsunfähig bist, da du die belastende Tätigkeit nicht mehr ausübst...und somit voll arbeitsfähig...
und dann ALG beantragen und dann ab in die Vermittlung, Bewerbungen schreiben, Maßnahmen antreten usw usw...

ich wäre mit einer Kündigung sehr,sehr vorsichtig..kündigen kannst du nur einmal...

auch wenn die Neurologin die AU bis 31.1. bescheinigen würde, das würde die KK überhaupt nicht interessiere, da würde der MDK denen sicherlich gerne bescheinigen, dass die "krankmachende Ursache" der alte Arbeitsplatz nicht mehr vorhanden ist und somit sofortige Arbeitsfähigkeit besteht.

ich würde weiterhin versuchen erst einmal AU und auch die WE in Angriff nehmen...
bei einer WE müssen 4 Partner übereinstimmend beschliessen, dass eine WE sinnvoll ist..
der AG,
der beh. Arzt
der Patient
und die KK...

wenn nur einer sagt: geht nicht, ist nicht..dann gibt es keine WE...

den Gedanken an Kündigung schieb mal ganz weit nach hinten..

ich empfehle dir auch mal einen Blick ins Krankenkassen und Krankenversicherung - Krankenkassenforum
dort werden solche Fälle täglich besprochen..u.a. sind dort als User Mitarbeiter von KK gemeldet, die dort Tipps geben...
 

MelcomXL

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Hallo,

vielen Dank für die Tipps, ich habe Anfang nächster Woche nochmals einen Termin bei meiner Neurologin und werde es dann mit Ihr zunächst noch näher besprechen.

Viele Grüße

MelcomXL
 

Anna61

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Hallo,

auch ich gebe dir den Rat: NICHT KÜNDIGEN

Beginne die Wiedereingliederung.
Du kannst sie jederzeit wieder abbrechen wenn es nicht geht. Schon in der 1. Woche.
Spätestens wenn dein Neurologe dich krank schreibt gilt die Wiedereingliederung als gescheitert und die KK muss dir weiterhin Krankengeld bezahlen.
Du hast insgesamt 72 Wochen Anspruch auf Krankengeld + die 6 Wochen Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber. Dir bleibt also noch viel Zeit.

LG Anna
 

lea82

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Ich würde nicht kündigen, aber dafür - sofern ich wirklich daran interessiert bin zurück in die normale Welt zu kommen - an der Wiedereingliederungsmaßnahme teilzunehmen. Und wenns tatsächlich an dem Arbeitsplatz liegt (ich persönlich denke ja es liegt überwiegend an einem selbst...), dann kann man sich ja auch einen anderen suchen. Vielleicht auch erstmal mit weniger Stunden um sich einzugewöhnen. Aber ganz ehrlich, ich glaube kaum das zu hause sitzen und nichts tun, bei einem solchem Krankheitsbild von Vorteil ist. Ich wäre da auf Dauer irre gewurden und bin, auch wenns schwer fiel (und noch fällt) zurück zur Arbeitswelt. Daher wie gesagt, ich würd an der Sache teilnehmen. Abbrechen kann man immer noch.
 
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