Selbst kündigen für längeren Auslandsaufenthalt, wie kann ich Sperre vermeiden und wie bin ich versichert ? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Status
Dieses Thema ist derzeit geschlossen.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

FrauSonnenschein

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 November 2017
Beiträge
5
Bewertungen
0
Hallo zusammen,

folgender Sachverhalt: Ich bin im Moment in Vollzeit beschäftigt. Ich habe einen bis Mitte 2019 befristeten Vertrag. Der Vertrag ist ab 01.04 nur noch eine 60% Stelle. Derzeit habe ich Anspruch auf 1 Jahr ALG1.
Ich lebe mit meinem Freund, der selbständig ist, in einer Bedarfsgemeinschaft.

Anfang April verlassen wir Deutschland für mindestens 4 Monate und leben außerhalb Europas. Ich werde deshalb meine Stelle zum 01.04.2018 kündigen. Wir werden auch unsere gemeinsame Wohnung auflösen und melden uns für die Zeit des Auslandaufenthalts bei den Eltern von meinem Freund in einem anderen Bundesland an.

Nun stellt sich mir die Frage wie ich es machen kann, dass ich
a) in der Zeit des Auslandsaufenthalts über die Arbeitslosenvericherung krankenversichert bin
b) nach meiner Rückkehr bis ich einen neuen Job gefunden habe Leistungen erhalte und eine Sperre umgehe.


Vielen Dank im Voraus
 

franky0815

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Oktober 2007
Beiträge
3.925
Bewertungen
3.225
AW: Selbst kündigen für längeren Auslandsaufenthalt, wei kann ich Sperre vermeiden und wie bin ich versichert ?

Nun stellt sich mir die Frage wie ich es machen kann, dass ich
a) in der Zeit des Auslandsaufenthalts über die Arbeitslosenvericherung krankenversichert bin
b) nach meiner Rückkehr bis ich einen neuen Job gefunden habe Leistungen erhalte und eine Sperre umgehe.
du wirst bei eigenkündigung eine sperrzeit von 12 wochen bekommen, da du aber wenn du im ausland bist der vermittelung in arbeit nicht zur verfügung stehst bekommst du ohnehin kein alg1.
für die zeit im ausland müsstest du dich also selbst krankenversichern, entweder bei deiner jetzigen kk was ca. 180€ monatlich in der gkv ausmacht, oder wenn ihr in ein land geht in dem die kk keine leistungenerbringen muss gibt es die möglichkeit sich bei speziellen auslandskrankenversicherungen zu versichern, was i.d.r. deutlich günstiger ist, allerdings wäre das auf jeden fall mit der deutschen kk abzustimmen, da es sonst bei rückkehr überraschungen in form von beitragsschulden gibt.

nach deiner rückkehr kannst du ganz normal alg1 beziehn solange wie eben deine anspruchsdauer geht.

war das mit der änderung auf 60% von vorneherein so vertraglich geregelt oder kam das erst jetzt zu tage?
wenn das erst jetzt dazu kommt bedarf es dazu einer änderungskündigung, die du ja nicht akzeptieren musst, dass hätte eventuell auswirkungen bezüglich der sperrzeit.
 

specht59

Elo-User*in
Mitglied seit
27 Februar 2016
Beiträge
115
Bewertungen
141
AW: Selbst kündigen für längeren Auslandsaufenthalt, wei kann ich Sperre vermeiden und wie bin ich versichert ?

bin kein Experte, aber was b) betrifft, wäre zu überlegen, ob man sich eventuell kurz arbeitslos meldet, damit die Sperre ausgesprochen wird und sich dann wieder abmeldet und ins Ausland geht. Meines Wissens läuft die Sperre dann während dieser Zeit weiter, d.h. sie läuft in den ersten 12 Wochen im Ausland ab, obwohl man nicht arbeitslos gemeldet ist. Dann würde man zumindest nach der Rückkehr sofort ALG1 kriegen. Die Bezugsdauer wäre aber trotzdem um die 12 Wochen gekürzt. Würde mich aber zur Sicherheit vorher bei Afa erkundigen.

a) scheint mir aussichtslos
 

FrauSonnenschein

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 November 2017
Beiträge
5
Bewertungen
0
AW: Selbst kündigen für längeren Auslandsaufenthalt, wei kann ich Sperre vermeiden und wie bin ich versichert ?

Hallo ihr beiden und danke für eure Antwort :)

Dass ich eine Sperrzeit bekomme habe ich fast befürchtet. Könnte ich eine Sperrzeit denn vermeiden, wenn ich mit meinem Lebensgefährten umziehe? Vor dem Auslandsaufenthalt werden wir ja das Bundesland wechseln. Wäre es denn eine Option die Kündigung hiermit zu begründen?

Wenn eine Sperre unvermeidbar ist, wäre natürlich die Frage, wie man es erreicht, dass die Sperre bei unserer Rückkehr bereits "abgesessen" ist und ich direkt Leistungen erhalte. Dann wäre die Anspruchsdauer zwar auf 9 Monate reduziert, aber ich hab eh vor direkt wieder zu arbeiten. Es wäre halt nur gut für den Zeitpunkt bis ich etwas gefunden habe.
specht, dein Ansatz wäre ja schonmal was. Weißt du zufällig wo das genau geregelt ist?

Auslandskrankenversicherung werden wir auf jeden Fall abschließen müssen. Da wir aber trotzdem noch in D gemeldet sind, brauchen wir zusätzlich auch eine Krankenversicherung in D, auch wenn wir gar nicht im Land sind...

Was wäre denn, wenn man die 12-Wochen-Sperre in Kauf nimmt und die Terminvorschläge einfach ignoriert? Wie würde es sich dann mit der Krankenversicherung verhalten? Würde diese über die Arbeitslosenversicherung getragen werden? Wäre ein solches Vorgehen überhaupt legal?



PS: Die Reduzierung auf 60% Stand bereits bei Vertragsschluss fest.
 

ZynHH

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Juli 2011
Beiträge
17.150
Bewertungen
21.332
AW: Selbst kündigen für längeren Auslandsaufenthalt, wei kann ich Sperre vermeiden und wie bin ich versichert ?

melden uns für die Zeit des Auslandaufenthalts bei den Eltern von meinem Freund in einem anderen Bundesland an.
Warum? Für die kk ist das kontraproduktiv. Da hier niemand deine kk zahlt, melde dich bei der kk ins Ausland ab und schliesse eine auslandskrankdnversicherung ab.
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.163
AW: Selbst kündigen für längeren Auslandsaufenthalt, wei kann ich Sperre vermeiden und wie bin ich versichert ?

Hallo Frau Sonnenschein,

Dass ich eine Sperrzeit bekomme habe ich fast befürchtet.
Wenn du selbst eine Stelle kündigst weil du gerne eine Zeit im Ausland verbringen möchtest, ist das sicher kein Grund den die AfA akzeptieren muss ... :icon_evil:

Du hast das Recht dein ALGI erst zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch zu nehmen und der Gedanke mit dem Umzug (als Grund für die Kündigung) erscheint mir gar nicht so schlecht, wenn es sich um eine größere Entfernung zum neuen Wohnsitz handelt.

Du schreibst oben was von "Bedarfsgemeinschaft", das hat mit ALGII zu tun und betrifft euch aktuell noch gar nicht, aber das gemeinsame Leben von Partnern (am gleichen Wohnort) gilt schon als anerkannter Grund, wenn man es richtig bei den Behörden zu vermitteln weiß.

ALGI ist ein eigenständiger Anspruch aus deinen Beiträgen und unabhängig von Partner-Einkommen zu zahlen.

Könnte ich eine Sperrzeit denn vermeiden, wenn ich mit meinem Lebensgefährten umziehe? Vor dem Auslandsaufenthalt werden wir ja das Bundesland wechseln. Wäre es denn eine Option die Kündigung hiermit zu begründen?
Möglicherweise, du schreibst ja, dass ihr dann zunächst (offiziell) zu den Eltern ziehen werdet, besondere Gründe dafür zu benennen, überlasse ich mal ganz deiner Fantasie.

Bei der AfA musst du dafür zumindest keine Beweise vorlegen. :idea:

Genug Zeit für die offizielle Ummeldung an den neuen Wohnort solltest du aber schon einplanen und dich dann (möglichst) erst dort (aber trotzdem zeitnah) bei der neu zuständigen AfA "arbeitslos" melden ...

Nach § 137 SGB III kannst du in gewissen Grenzen selbst bestimmen wann du ALGI in Anspruch nehmen möchtest, ich rate dir aber dringend das dann (schriftlich) noch bei der AfA wasserdicht zu machen, ehe es ins Ausland gehen wird.

§§ 137 SGB III Anspruchsvoraussetzungen bei Arbeitslosigkeit

Wenn eine Sperre unvermeidbar ist, wäre natürlich die Frage, wie man es erreicht, dass die Sperre bei unserer Rückkehr bereits "abgesessen" ist und ich direkt Leistungen erhalte.
Ich denke mal es könnte vielleicht eine kurze Sperre wegen verspäteter "Arbeitsuchend"-Meldung geben, denn die müsstest du bereits nach Abgabe deiner fristgerechten Kündigung noch bei der alten AfA vornehmen, was dir aber (eigentlich) auch nicht schaden kann. :icon_kinn:

Dann wäre die Anspruchsdauer zwar auf 9 Monate reduziert, aber ich hab eh vor direkt wieder zu arbeiten.
Eine Kürzung der Anspruchsdauer wäre damit nicht mehr zu erwarten.

Die reguläre KK muss weiter laufen, das ist korrekt und ist mit der eigenen KK (freiwillige Mitgliedschaft) zu regeln, Kosten für Behandlungen im Ausland werden daraus in der Regel NICHT übernommen ... mit manchen Ländern gibt es zwar begrenzte Vereinbarungen für spätere Erstattungen aber vor Ort ist meist zunächst mal BARES gefragt.

Auslandskrankenversicherung werden wir auf jeden Fall abschließen müssen.
Eine normale "Urlaubs-Versicherung" gilt aber nur für Aufenthalte bis zu 6 Wochen am Stück, aber es soll günstige Möglichkeiten geben für längere Aufenthalte.

Damit kenne ich mich aber nicht aus, darauf verzichten solltest ihr aber auf keinen Fall. :icon_evil:

Was wäre denn, wenn man die 12-Wochen-Sperre in Kauf nimmt und die Terminvorschläge einfach ignoriert?
Das wäre KEINE gute Idee, denn mit jeder weiteren Sperre (wegen versäumter Meldetermine ohne Entschuldigung) schrumpft dein Anspruch auf ALGI, es dauert nicht lange bis dann KEIN Anspruch mehr besteht.

Man würde wohl schon nach dem ersten Termin die Leistungen komplett stoppen, damit du gezwungen bist persönlich bei der AfA vorzusprechen, um die Leistungen wieder in Gang zu setzen.

Auch während einer Sperrzeit hat man der Vermittlung zur Verfügung zu stehen und darf nicht einfach ins Ausland verschwinden und unerreichbar sein ... :icon_evil:
Ein Anspruch auf OAW (Ortsabwesenheit) besteht nur für 21 Kalendertage im Jahr und ist vom SB vorher zu genehmigen.

Wie würde es sich dann mit der Krankenversicherung verhalten? Würde diese über die Arbeitslosenversicherung getragen werden? Wäre ein solches Vorgehen überhaupt legal?
Nein, das wäre NICHT legal, einen legalen Weg habe ich dir beschrieben, was du daraus machst ist natürlich deine Angelegenheit ... :idea:

Deinen Wunsch kann ich zwar nachvollziehen aber wenn man sich eine Auszeit im Ausland nehmen will, muss man die finanziellen Konsequenzen dabei auch übernehmen (können).

Viel Erfolg bei den weiteren Überlegungen ...

MfG Doppeloma
 

franky0815

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Oktober 2007
Beiträge
3.925
Bewertungen
3.225
AW: Selbst kündigen für längeren Auslandsaufenthalt, wei kann ich Sperre vermeiden und wie bin ich versichert ?

bin kein Experte, aber was b) betrifft, wäre zu überlegen, ob man sich eventuell kurz arbeitslos meldet, damit die Sperre ausgesprochen wird und sich dann wieder abmeldet und ins Ausland geht. Meines Wissens läuft die Sperre dann während dieser Zeit weiter, d.h. sie läuft in den ersten 12 Wochen im Ausland ab, obwohl man nicht arbeitslos gemeldet ist. Dann würde man zumindest nach der Rückkehr sofort ALG1 kriegen. Die Bezugsdauer wäre aber trotzdem um die 12 Wochen gekürzt. Würde mich aber zur Sicherheit vorher bei Afa erkundigen.
genauso würde ich es auch machen, dann kann man bei rückkehr direkt alg1 beziehn.

Eine normale "Urlaubs-Versicherung" gilt aber nur für Aufenthalte bis zu 6 Wochen am Stück, aber es soll günstige Möglichkeiten geben für längere Aufenthalte.

Damit kenne ich mich aber nicht aus, darauf verzichten solltest ihr aber auf keinen Fall.
das muss eine normale auslandskrankenversicherung sein, ich hab das schon durchgezogen für asien, meine kv hat um die 50€ monatlich gekostet, die deutsche gkv will aber einen nachweis für den aufenthalt ( ein und ausreise stempel im pass ) und einen nachweis der auslands kv.
das muss man mit seiner kv abklären, auch ob das für das betreffende reiseland geht, das gesparte geld hat bei mit für die miete gereicht, ob man in deutschland gemeldet bleibt spielte dafür keine rolle, ist allerdings auch schon 4 jahre her.
 

franky0815

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Oktober 2007
Beiträge
3.925
Bewertungen
3.225
AW: Selbst kündigen für längeren Auslandsaufenthalt, wei kann ich Sperre vermeiden und wie bin ich versichert ?

Normale Auslandskrankenversicherungen sind immer nur für 45 Tage gültig, wenn es mehrere Monate sind kommt so etwas in Frage:

Fur 365 Tage - Auslandskrankenversicherung bis 1 Jahr | HanseMerkur
was du oben meinst sind reisekrankenversicherungen, die gehn natürlich nicht, die in deinem link aber schon, denn das ist eine normale auslandskrankenversicherung, oder die hier wenns länger dauert als 1 jahr Langzeit Reisekrankenversicherung / Auslandskrankenversicherung

auf was man auch achten sollte, manche versicherer gestatten auch einen " heimaturlaub " in deutschland von wenigen wochen an denen man auch verichert ist, ansonsten wäre dann die ursprungliche gkv wieder zuständig, mit entsprechenden beiträgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
AW: Selbst kündigen für längeren Auslandsaufenthalt, wei kann ich Sperre vermeiden und wie bin ich versichert ?

Ich kann die .pdf selbst nicht verlinken.
Google
Bezug von Arbeitslosengeld bei Arbeitsuche im Ausland
und les die .pdf vom der Afa mal durch.
 

Bitas

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
3 Januar 2016
Beiträge
510
Bewertungen
416
AW: Selbst kündigen für längeren Auslandsaufenthalt, wei kann ich Sperre vermeiden und wie bin ich versichert ?

Ich habe einen ähnlichen Fall gehabt und mich im KK Forum schlau gemacht.
Das hier war meine Lösung, habe null€ bezahlt.

„Wer aus einer PflichtVers ausscheidet und einen nachgehenden Leistungsanspruch nach § 19 SGB V hat (Ausscheiden aus einer Pflichtversicherung und KEINE Erwerbstätigkeit = EINEN Mont noch Leistungsansprüche) und INNERHALB dieses Monat
einen anderweitigen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall hat (dies ist eine Auslandskrankenversicherung von läääänger als 42 Tage)

für den ist die beitragspflichtige obligatorische Anschlussversicherung
AUSGESCHLOSSEN

Steht in § 188 Abs. 4 Satz 3 SGB V

Kompliziert, nicht wahr. Erst recht, wenn man den § 188 Abs.4 Satz 3 und dann § 19 SGB V liest und beides im Kopf kombnieren muss.

OK , ich versuche es einfacher:
1.Ausscheiden aus Pflichtversicherung
2. im nächsten Monats keine Erwerbstätigkeit
3. Auslandsreise KV läääänger als 6 Wochen (42 Tage), Beginn
des Auslandsaufenthaltes innerhalb eines Monat

==== KEINE beitragspflichtige Versicherung.

Allerdings solltes Du dies Deiner KK mitteilen.

Andere Lösung:
Abmeldung beim deutschen Meldeamt wegen Auslandsverzug unmittelbar nach Ausscheiden aus der Pflichtversicherung
==== keine beitragspflichtige Versicherung (es gilt dann nicht mehr deutsches Recht)“

Gruß
Bitas
 

franky0815

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Oktober 2007
Beiträge
3.925
Bewertungen
3.225
AW: Selbst kündigen für längeren Auslandsaufenthalt, wei kann ich Sperre vermeiden und wie bin ich versichert ?

Das hier war meine Lösung, habe null€ bezahlt.
so hab ich es auch gemacht allerdings ist null€ nicht ganz richtig, denn die auslands kv kostet ja auch geld, wenn auch deutlich weniger.
 

Bitas

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
3 Januar 2016
Beiträge
510
Bewertungen
416
@0815
Ja klar....aber zumindest nicht für die deutsche KK die man eh nicht nutzen kann.
 

FrauSonnenschein

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
16 November 2017
Beiträge
5
Bewertungen
0
Wow, ganz herzlichen Dank für die rege Beteiligung. Ihr helft mir damit auf jeden Fall sehr weiter, vielen Dank!

Ich versuche die Punkte mal zusammenzufassen:
Krankenversicherung:

Da wir uns außerhalb der EU aufhalten werden, werden wir in der Tat eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Wir haben uns auch bereits für die Hanse Merkur entschieden, welche tagesgenau berechnet wird und 1,15€ pro Person und Tag kostet.
Frage ist nur, was dann mit der deutschen GKV passiert. Normalerweise wäre ich ja über die Arbeitslosenversicherung versichert, was dann aber nicht mehr möglich ist, da ich mich aus der Leistung ja komplett abmelden muss.
Deshalb ist der entscheidende Punkt, ob ich mich aus der GKV ebenfalls abmelden kann, da ich in der Zeit ja nicht im Land bin. In diesem Kontext bin ich auf folgenden Paragraphen gestoßen:
§ 190 Abs. 13 Nr. 2 SGB V: “Die Mitgliedschaft der in § 5 Abs. 1 Nr. 13 genannten Personen endet mit Ablauf des Vortages, an dem:

1. ein anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall begründet wird oder
2. der Wohnsitz oder gewöhnliche Aufenthalt in einen anderen Staat verlegt wird.
Den gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland kann ich ja durch Flugtickets, Auslandskrankenversicherung und Reisepasseinträge nachweisen.

@Bitas und @franky: Ist das im Grunde euer Vorgehen? Hab noch nicht ganz verstanden wie ihr das gemacht habt. Konkret liegt bei mir der Fall folgendermaßen:

• Umzug in ein anderes Bundesland am 15.03.
• 16.03.-31.03 Urlaub, Überstunden abfeiern
• Kündigung zum 31.03.
• Sperre ALG 1 ab 01.04 (vermutlich)
• Abflug am 15.04.

Konkret stellt sich mir hier die Frage (auch hinsichtlich von ALG1):

• Wann am besten der AfA die Kündigung melden?
• Wann am besten der Krankenkasse Bescheid geben?


ALG

Das dürfte weniger komplex sein als die Krankenversicherung.

• Kündigung zum 31.03
• Arbeitslos-Meldung zum 01.04 am neuen Wohnort
• Sperre für 12 Wochen ab 01.04
• Abmeldung aus der Leistung zum 15.04.
• Absitzen der Sperre während des Auslandsaufenthalt
• Sofortiger Leistungsbezug nach der Rückkehr für maximal
9 Monate.

Die 12 Wochen Sperre könnte ich evtl. noch vermeiden, wenn ich der AfA glaubhaft machen kann, dass ich nur deshalb gekündigt habe, um weiter mit meinem Lebensgefährten leben zu können, oder? Wir sind zwar nicht verheiratet, sind aber seit über 10 Jahren zusammen, teilen Bett, Konto und Haushalt. Die Umzugsentfernung ist über 300km. Könnte das so durchgehen bei der AfA? Bei welcher AfA müsste ich mich erklären (neuer Wohnort oder alter?)

@ZynHH: Eine Komplettabmeldung kommt tendenziell nicht in Frage (z.B. wegen KfZ, das ich vorübergehend noch halten möchte).

@swavolt: Auch eine gute Idee, danke dafür. Habe deine pdf auch gefunden. Eine Leistungsmitnahme ist wohl nur innerhalb der EU möglich.


Schönen Abend noch :)

Frau Sonnenschein
 
E

ExitUser

Gast
Wenn Du die Möglichkeit hast könntest Du Dich auch als Studieren bei irgend einer Uni einschreiben. Dann ist die Krankenversicherung etwas über 50 Euro im Monat.

Murphy
 

franky0815

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Oktober 2007
Beiträge
3.925
Bewertungen
3.225
das mit der gkv solltest du auf jeden fall klären bevor ihr das land verlasst, von mir wollten sie damals den nachweis der auslandskrankenversicherung, bei der rückkehr den nachweis das man sich in einem land aufgehalten hat wo die gkv keine leistungen erbringt wo sie also kein abkommen mit haben, da genügten die ein und ausreisestempel der jeweiligen länder im pass.

meine vorgehnsweise wäre folgende, arbeitslosmeldung am 01.04. die bescheide zu sperrzeit und anspruch abwarten und direkt abmelden, gleichzeitig klärung mit der gkv und die auslandskrankenversicherung abschliessen, kann sein das die gkv den nachweis dieser versicherung schon vorher sehn will.

sollte man die angelegenheit mit der gkv nicht klären weil keine zeit, dann laufen während der abwesenheit beitragsschulden auf, dass kann man zwar eventuell bei rückkehr klären aber mit sicherheit schwieriger.
 

Bitas

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
3 Januar 2016
Beiträge
510
Bewertungen
416
Deine „obligatorische Anschlussversicherung“ (so heißt die) MUSS
AUSGESCHLOSSEN werden.....wie das geht steht in meinem Beitrag.
Spreche mit deiner KK darüber
Oder meldet euch ab aus D, dann seit ihr nicht KK verpflichtet.

Gruß
Bitas
 
Status
Dieses Thema ist derzeit geschlossen.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten