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Selbst gesuchte Jobs ablehnen

Tigger2000

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#1
Hallo ich bin neu hier und brauche einen Rat. Für einige mag es sicher wie ein Luxusproblem aussehen, aber ich wäre trotzdem dankbar für seriöse Antworten.

Ich bin gerade aus der Uni raus (technisches Studium) und beziehe zur Überbrückung Alg2. Da man sich ja zur Chancenerhöhung auf mehrere Jobs gleichzeitig bewirbt, kann es ja theoretisch passieren, dass man mehrere Zusagen gleichzeitig erhält. Mal angenommen nach mehreren absolvierten Vorstellungsgesprächen bin ich nur noch an einigen wenigen Stellen wirklich interessiert - jedoch bekomme ich bei den uninteressanten Stellen sofort mehrere Zusagen.

Was passiert, wenn ich mehrere selbst gesuchte Jobs ablehne, weil ich auf die Antworten der wirklich interessanten Stellen warten möchte? Bekomme ich Sanktionen? In meiner EGV steht, dass ich x Bewerbungen schreiben muss. Bin ich dadurch auch verpflichtet eine Zusage anzunehmen? Da meine Chancen sehr gut zu stehen scheinen, möchte ich natürlich auch nicht den erst besten Job annehmen, sondern mir etwas holen, was mir auch wirklich zusagt. Wenn ich meinem SB eine Liste meiner Bewerbungsbemühungen gebe und da steht drauf, dass ich 2-3 Jobs abgelehnt habe, wird er sicher nicht begeistert sein, nehme ich an. Kennt sich jemand mit der Rechtslage aus?

Grüße
Tigger
 
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#2
Einfach eine Stelle annehmen,und weiter bewerben,wenn was besseres kommt wechseln,wenn nicht auch gut.:icon_party:
 

HartzVerdient

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#3
Ich möchte dir ein anderes Bild vermitteln!

Akademiker wie dich gibt es wie Sand am Meer und die ganzen Unternehmen picken sich die günstigsten Mitarbeiter heraus.

In deiner Betrachtung würde ich auch noch regionale Sachverhalte hinzuziehen wie die bekanntheit der Stadt, Flughafen, Verkehrswege, Bahn, Stadtbahn usw. Auch würde ich mich umsehen, ob man an dem besagten Standort auch eine 360° Betrachtung vollziehen kann. Z.b. wenn es bei Unternehmen X in z.B. Hamburg nicht klappt, dann kann man immernoch in der Stadt wohnen bleiben und sich nach einer neuen Arbeit umsehen.

Daher würde ich dir schnell empfehlen, auch diese Dinge zu berücksichtigen. Du wirst schnell merken, dass dich dein neuen Arbeitgeber vermutlich nur nach Strich und Faden an der Nase herumführt. Da kannst du dann schnell mal "Nein" sagen, kündigen und dir einen neuen Arbeitgeber suchen.

Manchmal ist nicht immer das Geld oder die Arbeit an sich das Auschlaggebende, sondern auch das Umfeld wo man wohnt.
 

franky0815

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#4
Wenn ich meinem SB eine Liste meiner Bewerbungsbemühungen gebe und da steht drauf, dass ich 2-3 Jobs abgelehnt habe, wird er sicher nicht begeistert sein, nehme ich an.
das würde ich dem jc nich auf die nase binden, du hast dich beworben und die antwort steht noch aus, auch würde ich den potenziellen arbeitgebern nich verraten das ich hilfeempfänger bin, dass geht die nix an, sonst kommen die nur auf dumme gedanken und schwärzen dich beim jc an.
 

Texter50

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#5
Einfach eine Stelle annehmen,und weiter bewerben,wenn was besseres kommt wechseln,wenn nicht auch gut.:icon_party:
Ne sehr gute Lösung, auf diesem Weg verbesserst Du sogar noch Deine Ausgangsposition. :icon_daumen:

Eine Alternativlösung frei nach T50:
Sich entsprechend auf nicht zutreffende Jobs des JCs bewerben. Glaub mir, die Passgenauigkeit nach JC ist nicht allzu hoch.

Lässt Du von Dir aus nen Versuchsballon bei ner Firma los, musst Du das dem JC nicht mitteilen. Dann kannst den Job auch absagen. Was die JC nicht wissen, das können die auch nicht sanktionieren. Dann aber nicht unter Bezug aufs Amt bewerben. :biggrin:
 

Seepferdchen

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#6
Wenn ich meinem SB eine Liste meiner Bewerbungsbemühungen gebe und da steht drauf, dass ich 2-3 Jobs abgelehnt habe,
Was meinst du hier genau, ein Absageschreiben vom AG oder deine eigene Angabe?
 

kleinram

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#7
Erfahrungen aus ähnlicher Situation meines Sohnes.
Bewerbung in Eigeninitiative (JC wusste nichts), Vorstellungsgespräch, Std.Lohn 4,50 Brutto für einen Facharbeiterjob! Fehler meines Sohnes: Er hat dem AG direkt gesagt, dass er mit dem Lohn bei Vollzeitjob hartzabhängig bleibt, weil er damit seinen Lebensunterhalt nicht verdienen kann und ablehnen muss. Der AG hat ihn natürlich angeschwärzt - Sanktion. Den JC interessiert es absolut nicht, warum man selbstgesuchte Arbeit ablehnt.
Deshalb niemals sagen, dass man im Hartzbezug hängt, wenn man einen selbstgesuchten Job aus welchen Gründen auch immer ablehnt.
 

dellir

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#8
Kennt sich jemand mit der Rechtslage aus?
Du sofort mit "Rechtslage".....:icon_mued:


Die Rechtslage ist eindeutig -jeder Job ist zumutbar und anzunehmen. Die andere Seite ist aber, daß niemand erfahren muß wo du dich überall beworben hast.:wink:
 

n2ame22

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#9
1) Du müsstest theoretisch sofort annehmen, da sonst das Risiko besteht, dass der Job flöten geht oder du deinen Leistungsbezug unnötig in die Länge ziehst, selbst wenn es nur ein paar Tage mehr sind.

2) Was das JC nicht weiß macht das JC nicht heiß....

3) Vorsicht wenn das über einen Vermittlungsvorschlag läuft. Der Arbeitgeber muss nen Zettel ausfüllen, ob du dich artig beworben hast und wieso er dich nicht eingestellt hat.

[Ist meine persönliche Meinung als Laie]
 
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