Selbst gekündigt und jetzt krank

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ExitUser

Gast
Habe im September auch auf den Rat meiner Ärztin gekündigt, da ich zu krank war um zu arbeiten (sowas wie Burn Out) und wollte mich für ein bis drei Monate selber versichern und vom Ersparten leben, bis ich mir eine neue Stelle suchen kann. Nun sind aber die drei Monate um, und ich bin noch immer nicht so gesund, um schon zu arbeiten. Die Ärztin kann mich auch noch länger krankschreiben. Kann ich mit dieser Krankmeldung jetzt zum Arbeitsamt um Arbeitslosengeld zu beantragen? Oder geht das nicht, dann wäre es besser, ich würde mich erst arbeitslos melden und dann die Krankmeldung nachreichen, oder?
 
E

ExitUser

Gast
Vor allem wäre es besser gewesen, nicht zu kündigen. Wenn Du doch krankgeschrieben warst/bist, mußt Du auch nicht arbeiten, warum also kündigen? :icon_eek:

Es ist jetzt mit einer Sperre beim ALGI zu rechnen wegen der Eigenkündigung, evtl. auch noch wg. einer zu späten Meldung als arbeitssuchend.
 

warpcorebreach

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warte mal ab was die anderen noch dazu schreiben.
mir persönlich ging spontan als erstes durch den kopf: um himmels willen warum macht jemand sowas ?
hättest du nicht gekündigt gäbe es doch lohnfortzahlung und krankengeld!?
solange du krank geschrieben bist kannst du kein alg2 beantragen aber dazu werden dir die anderen mehr sagen können.
 

Reha1

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Wahnsinn, was hast du für eine Ärztin!!! Warum hat sie dich einfach nicht krankgeschrieben ohne dir Vorschlag zu machen, du sollst kündigen! Frag sie bitte, warum hat sie dir sowas vorgeschlagen! Und jetzt will sich dich krank schreiben!! Aber auch wenn die Ärztin so blöd ist, was ist mit dir, hast du dir gar nichts dabei gedacht? Kein Vorwurf, nur eine Frage!
Gehe morgen gleich zum Arbeitsamt und melde dich zuerst!. Problem ist nur, ob du 3Monatssperre bekommst /selber gekündigt/ oder nicht, da drei Monate jetzt vorbei sind, oder? Musst sagen, die Ärztin hat dir vorgeschlagen das du kündigst aus gesundheitlichen Gründen.Viel Glück
 
E

ExitUser

Gast
Habe es um es kurz zu machen nicht ganz im Detail erklärt. War erst bei der ersten Ärztin, die mir einfach den Rat gegeben hat mit der ARbeit aufzuhören. Ich wusste von der Sperrzeit und war eigentlich nur froh meine Ruhe zu haben :icon_pause:und nicht dauernd zum ARbeitsamt zu rennen und mich an Stellen zu bewerben wo ich ja noch gar nicht arbeiten wollte. Mein Plan ist ja so ab März wieder zu arbeiten. Ich kann mich auch noch finanzieren, es wäre nur natürlich toll, wenn ich die 150 Euro freiwillige Krankenvers. nicht mehr zahlen müsste. ( Also mir gehts an sich nicht total schlecht, nur halt so dass ich noch nicht arbeiten könnte!:icon_smile:Und so hat mich die 2. Ärztin, bei der ich jetzt bin , erstmal nur eine Woche krank geschrieben und meinte ich könnte damit zum ARbeitsamt. Und das war jetzt meine FRage, wie ich aus der Antwort herauslese, gehts so nicht. Diese Ärztin hatte wohl auch noch niemand wie in meinem Fall und kennt sich da nicht aus, ist aber ansonsten echt gut. Also meint ihr, dass ich , wenn ich mich jetzt ohne " krank " zu sein, arbeitslos melde, für die nächsten MOn. ALG beziehen könnte?
 
G

gast_

Gast
Die Ärztin kann mich auch noch länger krankschreiben.
Warum nicht? Das kann sie, bis du wieder fit bist!


Habe im September auch auf den Rat meiner Ärztin gekündigt,
Hast du den Rat schriftlich bekommen?

da ich zu krank war um zu arbeiten (sowas wie Burn Out)
da kündigt man doch nicht!

Da bist sehr schlecht beraten worden!

Meldest du dich jetzt arbeitslos wirst erst einmal eine Sperrzeit wegen Eigenkündigung bekommen und mußt ALG II beantragen, und da wirst gleich sanktioniert.

Wie alt bist du?
 

Anna B.

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Hallo,

oh mein Gott....sorry...aber wer krank ist und seine finanziellen Angelegenheiten klären muss, geht zur KK ...aber hört keinesfalls auf den Arzt, der zur Kündigung rät...der soll dir Medikamente und Physiotherapie, wenn notwendig, verordnen..von allem anderen hat der keine Ahnung..

Frage: warst du bereits AU als du gekündigt hast? wurde die AU weiter fortgeführt?

hast du jemals bei der KK KG beantragt? aber das ginge auch nur, während einerVersicherungspflicht..

ehrlich, ich verstehe dich nicht...so "dumm" kann heute doch niemand mehr sein...sorry...
aber ich kann nur noch den Kopf schütteln...
 
E

ExitUser

Gast
Hallo ihr alle ! Danke euch für die schnellen Antworten. ist alles doch zu kompliziert zum Erklären, wie es zu der ganzen Situation kam und ich denke auch, dass sich schon ein Weg findet für mich. Zumal ich auch gerne bald wieder arbeiten möchte ( bin 36 J. jung) und es in meinem Beruf noch viele offene STellen gibt.
 

Reha1

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@Seeperle - wie lange hast du schon bis jetzt gearbeitet? Wenn länger, dann hast du ja Anspruch auf ALG 1. Gehe zur erste Ärztin, oder rufe an, sie soll dir ein Attest schreiben, wo steht, das sie dir vorgeschlagen hat, aus gesundheitlichen Gründen aufzuhören!
Vieleicht hast du Glück und Arbeitsamt akzeptiert dieses Schreiben und du hast keine Sperre! Wenn sie dich fragen warum bist du nichts gleich gekommen, musst ja sagen, du warst gesundheitlich nicht in der Lage es zu tun, darum kommst du erste jetzt!
Keine Ahnung ob die Anmeldung auch rückwirkend geht, glaube nicht! Aber wäre wichtig wegen die Krankversicherung.

Bist du jetzt irgendwie Krankenversichert? Wahrscheinlich schon, das du bei zweiter Ärztin warst.Warum bist du bei erste Ärztin nicht geblieben.
Wenn du das alles geregelt hast mit Arbeitsamt und alles regulär läuft, dann gehe einmal zu ihr und sag ihr deiner Meinung. Wenn sie dir schon Vorschlag macht mit Arbeit aufzuhören, konnte sie dir gleichzeitig Bescheinigung oder ein Attest geben, wo stehen müßte, das du aus ihr ärztlicher Sicht kündigenen musst u.s.w.

wünsche dir viel Glück
 

alexander29

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Meldest du dich jetzt arbeitslos wirst erst einmal eine Sperrzeit wegen Eigenkündigung bekommen und mußt ALG II beantragen, und da wirst gleich sanktioniert.

Sehe ich nicht so.
Wenn deine Ärztin dir zur Kündigung geraten hat (sie wird schon einen medizinischen Grund gehabt haben, oder mehrere, die hier nocht thematisiert worden), dann gibt sie dir das sicherlich schriftlich, natürlich so, dass das Schreiben auch die gewünschte Wirkung hat, also nicht es wäre besser... sondern aus ärztlicher Sicht war es unbedingt nötig... oder so.

Und wenn du das schrifltich hast, gibt es auch keine Sperrzeit von der Arbeitsgentur.
Gibt es doch eine, sofort zum Gericht.
 
S

silka

Gast
Hallo, Seeperle
viel falsch gelaufen.
trotzdem gute Besserung:

Meine Idee:

Jetzt gesund schreiben lassen.
Dann gleich zur AfA und Arbeitslosengeld beantragen.
die Sperrzeit wegen Eigenkündigung kommt, aber danach kommt auch ALG.
Wenn du weiterhin krankgeschrieben bist, kommt kein ALG!!
Was ist mit Krankengeld?

Wenn dein ALG zu gering ist, dann kannst du ergänzend Alg2 beantragen ODER Wohngeld vom Wohnungsamt.
Kommt eben immer auf die Zahlen an und deine Kosten.

Anspruch auf ALG hast du, wenn du mind. 1 Jahr sv-pflichtig beschäftigt warst.
Dann gäbe es 60% deines Nettolohnes. Für 6 Monate nur.
 
S

silka

Gast
@alexander29

hättest du dafür bitte auch mal eine Rechtsgrundlage?
Für deine Aussage, daß eine Kündigung auf ärztlichen Rat nicht zur Sperrzeit nach § 159 SGB III führt?

Das wäre mir total neu---aber ich fände es gut.

Ich meine, es ist so:

Wenn man wie hier erkrankt ist, gibt es lange AU-Bescheinigungen.
Dafür gibt es 6 Wochen LFZ vom AG und dann anschließend Krankengeld bis zu 78 Wochen.
Und evtl. irgendwann dazwischen die Kündigung vom AG.
Und dann deswegen keine Sperrzeit für das ALG.

Ein Gericht braucht dann keiner.
 

Anna B.

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hallo,

ja so wäre es gewesen...

aber Seeperle hat gekündigt...nirgendwo etwas von Lohnfortzahlung oder KG. Sie hat sich lediglich weiter bei der KK freiwillig versichert und zahlt jetzt ca. 150 Euro KK-Beitrag im Monat...

wenn die Ärztin ihr wohlgesonnen gewesen wäre, hätte sie ihr gesagt, ich schreibe dich weiterhin krank..du darfst diese Arbeit nicht mehr ausüben..aber erst bist du mal länger krank....und dann zahlt ja auch die KK...

das wäre der richtigere Weg gewesen...
 

alexander29

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@alexander29

hättest du dafür bitte auch mal eine Rechtsgrundlage?
Für deine Aussage, daß eine Kündigung auf ärztlichen Rat nicht zur Sperrzeit nach § 159 SGB III führt?

In dem von dir zitierten Paragraphen steht doch schon drin, dass man einen wichtigen Grund haben muss, damit keine Sperrfrist erfolgt.
Dieser wichtige Grund ist doch die Gesundheit, bzw der Brief der Ärztin, dass eine Kündigung wg Gesundheit notwendig ist.

Außerdem gibt es hier im Forum so viele Beiträge, die sich mit Kündigung aus Krankheitsgründen beschäftigen; da du mitliest, solltest du dir angelesen haben, dass eine Kündigung aufgrund ärztlichen Rates sanktionsbefreit und ohne Sperrfrist bleibt.
 

verona

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Frage ist:
Besteht Anspruch auf ALG I ? Denn dann schaut es anders aus und man kann gezielter antworten.

Würde auch empfehlen Unterstützung zu suchen bei z.B.
ver.di: Alg I und Krankheit

oder Arbeitslosenberatungstellen etc.

Das Kind ist zwar schon in den Brunnen gefallen, dennoch; ich kann es bzw. die Ärztin nicht begreifen. :icon_neutral:Wer krank ist, ist krank! Ganz besonders bei Burnout. Das ist mit unter eine schwere Depression, die nicht einfach so nach ein paar Wochen verschwindet.
Die (finnaziellen) Folgen der Eigenkündigung sind enorm, auch wenn der Anspruch auf ALG besteht bzw. nicht sanktioniert wird.
 
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