Selbst gekündigt, schon online Arbeitsuchend gemeldet, Auszeit (1 Betrachter)

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KarlHein

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Hallo ins Forum,

ich habe nun schon viel gelesen, allerdings für mich immer noch keine passende Antwort herausziehen können.
Hoffe ihr könnt mir helfen und meine Frage wurde nicht schon "Tausend Mal genauso gestellt".

Ich habe zu Ende August gekündigt und scheide dann auch aus dem Unternehmen aus.
Online habe ich mich Arbeit suchend gemeldet und auch schon eine Einladung zum ersten
Termin erhalten. Dass ich mit einer Sperre von 12 Wochen rechnen muss ist mir bewusst.
Ich habe eine Auszeit geplant, drei Monate. Bin Privatversichert und könnte diese auch
für diese drei Monate weiter laufen lassen.
Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass ich mich Arbeitlos melden muss, dann die
drei Monate Sperre eintreten und ich danach ALG1 beziehen würde, so denn ich dann nicht
schon einen neuen Job habe.
Nun habe ich aber vermehrt gelesen, dass die Sperrzeit mit dem Ende der sozialversicherungpflichtigen
Beschäftigung eintritt.

Konkret meine Frage, ist folgender Ablauf korrekt:

Ich bin Arbeit suchend gemeldet.
Ich melde mich Arbeitslos (oder auch nicht, das ist hier die Frage).
Ich nehme drei Monate keine Leistungen in Anspruch, zahle weiter meine private Krankenversicherung.
Die Arbeitsagentur lässt mich in Ruhe und versucht nicht mich zu vermitteln.
Drei Monate später melde ich mich Arbeitslos.

Hätte ich danach direkt Anspruch auf ALG1, da die Sperrzeit schon abgelaufen ist?
Oder
Beginnt dann erst die Sperrzeit, ich bekäme weitere drei Monate kein Geld und danach
noch ALG1 Leistungen für neun Monate?

Danke und Gruß

Karl Hein
 

Agent

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Konkret meine Frage, ist folgender Ablauf korrekt:

Ich bin Arbeit suchend gemeldet.
Ich melde mich Arbeitslos (oder auch nicht, das ist hier die Frage).
Ich nehme drei Monate keine Leistungen in Anspruch, zahle weiter meine private Krankenversicherung.
Die Arbeitsagentur lässt mich in Ruhe und versucht nicht mich zu vermitteln.

Drei Monate später melde ich mich Arbeitslos.

Hätte ich danach direkt Anspruch auf ALG1, da die Sperrzeit schon abgelaufen ist?
Oder
Beginnt dann erst die Sperrzeit, ich bekäme weitere drei Monate kein Geld und danach
noch ALG1 Leistungen für neun Monate?

Danke und Gruß

Karl Hein
Hallo Karl Hein,

im Prinzip hast du recht: die Sperrzeit läuft ab Tag des Ereignisses kalendermäßig ab. Das heißt, dass du eben erst nach 3 Monaten ALG I gezahlt bekommst - die Sperre aber nicht nochmal eintreten würde, wenn du dich erst später arbeitslos melden würdest. Allerdings verringert sich eben auch der Bezugszeitraum, weswegen dann nur noch 9 Monate ALG I gezahlt werden.

Jetzt kommt das ABER: siehe rote Markierung
1. würden ab dem 2. Monat die KK-Beiträge in Höhe der GKV durch die AfA übernommen werden.
2. solange du arbeitsuchend gemeldet bist wirst du auch nicht "in Ruhe" gelassen.

Ergo:
Ich würde mich entweder gleich Alo melden und die KV-Beiträge mitnehmen oder aber ganz abmelden und dann ggf. noch 1 Woche Sperrzeit wg. verspäteter Meldung riskieren, wenn du wirklich eine reine Auszeit nehmen möchtest.

Viele Grüße
Agent
 

KarlHein

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Hallo Agent,

vielen Dank für Deine Antwort.
Dann melde ich mich also Montag telefonisch und schriftlich von der Einladung
zum Gespräch ab mit der Aussage, dass ich an einer Vermittlung nicht mehr
interessiert bin.
Danach, drei Monate später, melde ich mich im Dezember Arbeitslos.
Dann ereilt mich möglicherweise oder sicher eine weitere Sperre von
einer Woche. Anspruch auf ALG1 beginnt ab dann für neun Monate.
In der Zwischenzeit lasse ich meine private Krankenversicherung weiter laufen,
die AfA lässt mich in Ruhe.

So korrekt?

Danke

Karl Hein
 
E

ExitUser

Gast
Sperrfrist umgehen ? ALG 1 trotz eigener Kündigung? » arbeits-abc.de

Wenn die Kündigung gut überlegt war, könnte es dafür ja einen wichtigen Grund gegeben haben, mit dem man um eine Sperrfrist herumkäme.

Ansonsten findet sich die Regelung über den Beginn der Sperrfrist in § 159 Abs. 2 SGB III. Und, ebenso wie beim JC, läßt die Zuverlässigkeit der Aktenhaltung auch beim Arbeitsamt mitunter zu wünschen übrig. Man muß also stets darauf achten, über alle Belegeinreichungen einen sicheren Nachweis führen zu können.
 
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