Selber um Amtsarzt Termin bitten zwecks Feststellung meiner Leistungsfähigkeit.

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schöneswetter

Elo-User*in
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Hallo,

bin neu und bitte um Hilfe! Vielen Dank schon mal im voraus!
Ich habe kommende Woche einen JC Termin zur Erstberatung / Antragstellung für Leistungen nach SGB II.

Dort möchte ich im Gespräch mitteilen, das ich zur Feststellung meiner Leistungsfähigkeit einen Termin zur Untersuchung beim (Amts-)Arzt haben möchte.

Grund: fühle mich nach eigener Einschätzung gesundheitlich in der Lage täglich eine Tätigkeit über 3 Stunden auszuüben – aber volle 8h traue ich mir z.Z. nicht zu. (Und das genau soll ein Arzt abklären…).

Meine Fragen hierzu:

-Gibt es daran etwas auszusetzen? Darf man rechtens darauf bestehen? Rat/Empfehlungen?

-Habe gelesen, dass es in soeinem Fall (bis Ärztliche Untersuchung / Vorliegen eines Gutachten) nicht zu einer EVB kommen darf. Kann das jemand bestätigen? ...habe Riesenangst via EVB / als VA von heute auf morgen in eine Vollzeit-Maßnahme/Job gesteckt zu werden! Das schaffe ich gesundheitlich schlichtweg nicht z.Z. (siehe auch weiter unten)!

-Habe Sorge, das Leistungen komplett nicht oder erst nach Ärztlichem Gutachten (was ja evtl. einige Wochen/Monate dauern kann?) bewilligt – oder eben -nicht- bewilligt wird? Hänge ich da finanziell „in der Luft“?

...etwas Hintergrund: nein ich bin kein Simulant! Habe einige Jahre vom privatem Vermögen gelebt welches nun bis auf Schonvermögen verbraucht ist. Meinen gesundheitlichen Zustand bezeichne ich als Laie mit eigenen Worten als schlecht (pysisch/psychisch).
Bis Dato wollte ich aber keine Ärztemarathons ablaufen – das hatte ich bereits Jahre zuvor reichlich gemacht – gesundheitliche Besserung hat das leider alles nicht mit sich geführt - habe resigniert. Ich habe meine Krankheiten (pysisch/psychisch) nun in den letzten Jahren als Privatier einfach ausgesessen. Heißt, es liegen derzeit keine Atteste/Befunde o.ä. von Ärtzen vor…

Ich kann hier wirklich jeden guten Rat gebrauchen! Habe schon viel gelesen hierzu, Unterschied SGB2 / SBG12, Erwebsfähigkeit >3h / <3h, usw. Bin da aber doch noch sehr wackelig mit dem Wissensstand. In den allermeisten Themen habe ich lesen können, wie ELOs zum Amts-Arzt „verdonnert“ wurden. Diese sind aber immer schon im Leistungsbezug drin gewesen während ich nun erst den Antrag stelle und von mir aus um Amts-Arzt bitten möchte...

schöneswetter
 
E

ExitUser

Gast
Wenn du nichts hast wirst du voll einsatzfähig sein, allerdings musst du erst was finden.
Beantrage was zu beantragen ist und dann siehst du weiter.
Amtsarzt? Was soll der bestätigen, das deine Muskeln schlaff sind? Du eventuell etwas aus der Form geraten bist
Und im Umgang etwas unsicher weil zu lange Frustfrei gelebt und Du kein Partytyp bist
Auch etwas Psyche hilft da wenig das haben alle.
Du machst dir einen Kopf über ungelegte Eier
Lass erst mal den Amtsarzt aus dem Spiel, der ist nicht für deine Gesundheit zuständig, höchstens dafür wie schnell der Rest abgebaut werden darf.
 

schöneswetter

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Lass erst mal den Amtsarzt aus dem Spiel
Danke für Deine Einschätzung!
Hieße aber wohl unmittelbar eine EVB / Vollzeit-Maßnahme/Job...! Das packe ich derzeit nicht! Müsste dann bei Vollzeit-Maßnahme/Job wohl zum
Hausarzt. Habe etwas mehr wie nur >etwas<.... Und dann gäbe doch erstrecht Ärger mit SB. Daher will ich meine >3h aber nicht 8h-Tauglichkeit
ja von vorne rein wahrheitsgemäß angeben.

Bitte weiter um Hilfe - speziell auf meine Fragen...
 

franzi

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Ich würde aber dennoch, auch schon vorbeugend für die Zukunft, mir einen Arzt des Vertrauens suchen.
Lass dich gründlich untersuchen, zunächst wäre ein Gespräch mit dem Hausarzt sinnvoll.
Geh dann zum Facharzt, bitte um Ausstellung eines Attestes (kostet Gebühr). Dieses legst du bei deinem SB vor und der wird dann ohnehin eine Untersuchung beim Amtsarzt veranlassen.
So hab ich das damals gemacht und auf diese Weise kam ich zum ersten Gutachten über meine Erwerbsfähigkeit.
Einfach nur um einen Amtsarzt-Termin bitten, da wird man wohl nicht drauf reagieren.
 

schöneswetter

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Einfach nur um einen Amtsarzt-Termin bitten, da wird man wohl nicht drauf reagieren.
Danke für Rat! Habe ich bereits (in einen der 9999999 Threads die ich seit einer Woche gelesen habe) so gelesen, das JC das aufnehmen MUSS.
Bin aber wie gesagt noch sehr wackelig im Wissensstand.

Bitte weiter um Hilfe speziell wegen meiner 3 Fragen.
 

franzi

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Wenn es dir wirklich schlecht geht, musst du das ohnehin nachweisen. Also brauchst du Diagnosen, Befunde. Auch der Amtsarzt benötigt in der Regel Unterlagen von deinen behandelnden Ärzten. Der kann dich zwar äußerlich kurz untersuchen, aber innere Erkrankungen kann der nicht sehen.
Wenn du also eine aussagekräftige Beurteilung willst, kommst du da nicht umhin.
 

Nena

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Manche Amtsärzte haben sicherlich vor dem Facharzt auch noch eine andere Spezialisierung absolviert. Aber ihre Aufgabe ist es weder, Diagnosen zu stellen, noch nach einer einzigen Untersuchung eine Erwerbsfähigkeit zu beurteilen. Die lesen die verschiedenen Atteste/Gutachten/Diagnosen, die Du von Deinen Fachärzten vorlegst. Die können sie zusammenfassen und daraus etwas über Deine Erwerbsfähigkein ableiten. Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.

Wenn Du dem JC-SB das so sagst, kann er Dich zum Amtsarzt schicken. Aber der wird Dich, ohne dass Du was von Fachärzten vorlegst, als voll erwerbsfähig beurteilen müssen.

Ja, natürlich musst Du Dich dann auch auf Vollzeitstellen bewerben. Und wenn Du korrekt Vollzeitmaßnahmen zugewiesen wirst, musst Du die auch antreten (bzw. Dich beraten lassen..).
Und wenn Du das nicht schaffst, lässt Du Dich arbeitsunfähig schreiben.

Ich rate Dir: Such Dir jetzt schon mal Fachärzte für alle Leiden, die Du jetzt vermutest (Diagnosen hast Du gar keine?). Das kann dauern... Bis dahin kannst Du vielleicht von Deinem Hausarzt AU geschrieben werden?
 

schöneswetter

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Danke! Dem kann ich soweit auch zustimmen!

Ich hätte jedoch auch so gerne Antworten auf die 3 Fragenbereiche aus dem 1. Beitrag:

(das Durchstrichene ist bereits beantwortet)

-Gibt es daran etwas auszusetzen? Darf man rechtens darauf bestehen? Rat/Empfehlungen?

-Habe gelesen, dass es in soeinem Fall (bis Ärztliche Untersuchung / Vorliegen eines Gutachten) nicht zu einer EVB kommen darf. Kann das jemand bestätigen? ...habe Riesenangst via EVB / als VA von heute auf morgen in eine Vollzeit-Maßnahme/Job gesteckt zu werden! Das schaffe ich gesundheitlich schlichtweg nicht z.Z. (siehe auch weiter unten)!

-Habe Sorge, das Leistungen komplett nicht oder erst nach Ärztlichem Gutachten (was ja evtl. einige Wochen/Monate dauern kann?) bewilligt – oder eben -nicht- bewilligt wird? Hänge ich da finanziell „in der Luft“?
 

Nena

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Darf man rechtens darauf bestehen?
Du darfst zur Feststellung Deiner Leistungsfähigkeit auf die Untersuchung durch einen Amtsarzt bestehen.
Aber der wird Dich, ohne dass Du was von Spezialisten/Fachärzten vorlegst, als voll erwerbsfähig beurteilen müssen.



Habe gelesen, dass es in soeinem Fall (bis Ärztliche Untersuchung / Vorliegen eines Gutachten) nicht zu einer EVB kommen darf. Kann das jemand bestätigen?
Ich weiß nicht, was Du mit EVB meinst.



Habe Sorge, das Leistungen komplett nicht oder erst nach Ärztlichem Gutachten (was ja evtl. einige Wochen/Monate dauern kann?) bewilligt – oder eben -nicht- bewilligt wird? Hänge ich da finanziell „in der Luft“?
Die Bewilligung der Leistungen ist davon unabhängig. Das Problem sehe ich eher darin, dass die Zweifel an Deiner Erwerbsfähigkeit bislang ausschließlich von Deiner Seite (und das völlig unbelegt) bestehen. Du wirst also bis zu einem anders lautenden Gutachten als voll erwerbsfähig gelten. Und Dich entsprechend verhalten müssen (solange Du keine AU vorlegst).
 

schöneswetter

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Ich weiß nicht, was Du mit EVB meinst.
Eingliederungsvereinbarung (EGV) sorry: sollte EGV heißen - nicht EVB :oops:

Danke Nena, mit diesen Deinen Antworten geht es jetzt direkt um den heißen Brei!
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

...aktuallisiert:

Ich hätte jedoch auch so gerne Antworten auf die 3 Fragenbereiche aus dem 1. Beitrag:

(das Durchstrichene ist bereits beantwortet)

-Gibt es daran etwas auszusetzen? Darf man rechtens darauf bestehen? Rat/Empfehlungen?

-Habe gelesen, dass es in soeinem Fall (bis Ärztliche Untersuchung / Vorliegen eines Gutachten) nicht zu einer EGV kommen darf. Kann das jemand bestätigen? ...habe Riesenangst via EGV / als VA von heute auf morgen in eine Vollzeit-Maßnahme/Job gesteckt zu werden! Das schaffe ich gesundheitlich schlichtweg nicht z.Z. (siehe auch weiter unten)!

-Habe Sorge, das Leistungen komplett nicht oder erst nach Ärztlichem Gutachten (was ja evtl. einige Wochen/Monate dauern kann?) bewilligt – oder eben -nicht- bewilligt wird? Hänge ich da finanziell „in der Luft“?
 
Zuletzt bearbeitet:

Nena

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Ich weiß es nicht, traue mir aber trotzdem eine Antwort zu:
Wenn das das Allheilmittel gegen EinV wäre, könnten alle LB sagen: "Ich fühle mich nicht wohl (ohne Deine Probleme/Einschränkungen jetzt verharmlosen zu wollen!), bitte besorgen Sie mir einen Termin beim Amtsarzt, bis dahin bestehen Zweifel an meiner Erwerbsfähigkeit und bis zur endgültigen Beseitigung dieser brauchen wir über Eingliederungsbemühungen auch nicht zu sprechen."

Ich bin fest davon überzeugt (wieder ohne es zu wissen), dass die Zweifel an der Erwerbsfähigkeit wirklich durch mehr belegt sein müssen als durch eine mündliche Aussage eines Nicht-Mediziners.
 

schöneswetter

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Zweifel an der Erwerbsfähigkeit wirklich durch mehr belegt sein müssen als durch eine mündliche Aussage eines Nicht-Mediziners.

Ja - das ist der Knackpunkt! und um genau diesen Zweifel genau zu Befunden bedarf es eines (Amts-)Arztes....so sehe ich das und habe da
auch was im Netz mit Richterlichem Beschluss zu gefunden. Oder interpretiere ich das falsch? In dem Fall möchte nur halt ich von mir aus
den (Amts-)Arzt einschalten (und hier hieß ja bereits das ich darauf bestehen kann/darf). In Fall im Link ist es so, dass ein JC Kunde dazu
"verdonnert" wird:


Und wieder: bin kein Simulant. Bitte verstehen - und ich weiß, dass mir das hier niemand nachgesagt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:

schöneswetter

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...frage mich ob die Einschätzung eines SB (Nicht-Mediziner) der einen JC Kunden zum Amts Arzt "verdonnern" darf mehr Wert (?"Zuweisungsbefugnis"?) haben darf als meine eigene (Nicht-Mediziner) Einschätzung zu meinem eigenen Körper/Psyche....?


Weiß bitte jemand hierauf Antwort:
-Habe gelesen, dass es in soeinem Fall (bis Ärztliche Untersuchung / Vorliegen eines Gutachten) nicht zu einer EGV kommen darf. Kann das jemand bestätigen? (siehe ggf. Beitrag 1)
 
E

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Gast
Du musst die Reihenfolge beachten
Ärztin, Amtsärztin
Veterinär, Amtsveterinär
Arzt stellt die Krankheit fest, Amtsarzt legt fest was dir an Gesundheit bleibt anhand der von Ärzten festgestellten Krankheiten
Es gibt die Zuständigkeiten und eine Reihenfolge in welcher diese abgearbeitet werden

Arzt schreibt dich krank 1mal 10mal, SB kann dich nicht vermitteln und will wissen wie Gesund du noch bist, hier kommt der Amtsarzt ins Spiel

Bei der EGV wartest du mal ab bis du wenigstens einen Entwurf hast in der Zwischenzeit mache dich kundig, beziehe aber nicht alles auf dich
was könnte ist unwichtig, warte ab was kommt, dann entscheidest du.
 

Doppeloma

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Hallo schöneswetter, :welcome:

bin neu und bitte um Hilfe! Vielen Dank schon mal im voraus!
Ich habe kommende Woche einen JC Termin zur Erstberatung / Antragstellung für Leistungen nach SGB II.
Dort möchte ich im Gespräch mitteilen, das ich zur Feststellung meiner Leistungsfähigkeit einen Termin zur Untersuchung beim (Amts-)Arzt haben möchte.

Klingt ein wenig nach "Wünsch dir was", das JC muss den ÄD beauftragen wenn es ernsthafte Gründe dafür gibt und nicht zur "allgemeinen Feststellung" deiner Leistungsfähigkeit auf deinen besonderen Wunsch. :icon_evil:

Grund: fühle mich nach eigener Einschätzung gesundheitlich in der Lage täglich eine Tätigkeit über 3 Stunden auszuüben – aber volle 8h traue ich mir z.Z. nicht zu. (Und das genau soll ein Arzt abklären…).

Na-Ja, zwischen wenigstens 3 Stunden (Mindest-Erwerbsfähigkeit, um überhaupt ALGII bekommen zu können) und Vollzeit ist ja noch ne Menge Luft und wenn es dann wirklich nicht geht (gesundheitlich) dann geht man zum Arzt und holt sich eine AU-Bescheinigung.
Da kommt das JC meist bald von selber auf die Idee, dich beim ÄD "begutachten" zu lassen ...

Deine eigene Einschätzung ist dabei eher irrelevant, daran hilft auch nicht vorbei immer wieder zu betonen, dass du kein Simulant bist ... uns hier ist das eigentlich ziemlich EGAL, aber wer Geld vom Staat haben will, der muss mindestens auch bereit sein (irgendwann) mal wieder arbeiten zu gehen, um sich irgendwann wieder selbst ernähren zu können ...
Davor schützen dann nur nachweisbare medizinische Probleme (in gewissen Grenzen, denn man kann durchaus auch arbeiten mit vielen gesundheitlichen Problemen), der ÄD ist nicht dafür da dir solche Diagnosen zu stellen, wie es dir schon bestätigt wurde.

-Gibt es daran etwas auszusetzen?

Für meinen Geschmack irgendwie schon, du kommst aus einer "Entspannungs-Phase" weil dein Vermögen nun nicht mehr langt, um deinen Lebensunterhalt zu decken und weißt schon genau, dass du bestimmt nicht Leistungsfähig genug bist für diese Welt ... das meinst du auch nicht weiter medizinisch belegen zu müssen (weil Ärzte auch nicht so dein Ding sind) und hoffst nun, dass der JC-ÄD dich direkt aus dem "Belastungs-Verkehr" der allgemeinen Arbeitswelt ziehen wird ...

-Habe gelesen, dass es in soeinem Fall (bis Ärztliche Untersuchung / Vorliegen eines Gutachten) nicht zu einer EVB kommen darf. Kann das jemand bestätigen? ...habe Riesenangst via EVB / als VA von heute auf morgen in eine Vollzeit-Maßnahme/Job gesteckt zu werden!

Wer weiß wo du das gelesen hast, es ist eher die Ausnahme als die Regel, dass der ÄD eingeschaltet wird, glaubst du im Ernst, dass JEDER Antragsteller auf ALG II erst vom ÄD untersucht wird ehe man versucht ihn in Maßnahmen zu stecken oder in "irgendeine" ZAF zu vermitteln ???
Gesetzlich gesehen gilt JEDER Antragsteller erst mal als Voll Erwerbsfähig und vermittelbar wenn er unterschrieben hat, dass er sich mindestens für 3 Stunden "Erwerbsfähig" hält.

Gerade nach einer so langen beruflichen "Abstinenz" wird man dich bevorzugt in eine "Erst-Maßnahme" stecken, um dir zunächst mal wieder eine gewisse Regelmäßigkeit (Tages-Struktur) anzugewöhnen ... das ist sogar so festgelegt im SGB II.

Das schaffe ich gesundheitlich schlichtweg nicht z.Z.

Dann musst du zum Arzt gehen und dich AU schreiben lassen, mit ärztlich bescheinigter AU braucht man nicht (mehr)
an (laufenden) Maßnahmen teilnehmen, die beginnt dann von vorne wenn du nicht mehr AU bist ... oder die Fehlzeiten werden hinten angehängt, kommt ganz auf die Maßnahme und den Träger an.

-Habe Sorge, das Leistungen komplett nicht oder erst nach Ärztlichem Gutachten (was ja evtl. einige Wochen/Monate dauern kann?) bewilligt – oder eben -nicht- bewilligt wird? Hänge ich da finanziell „in der Luft“?

Keine Sorge, so ein JC-ÄD-Gutachten geht bei Bedarf sehr schnell, ich sehe allerdings bei dir noch gar keinen ernsthaften "Bedarf" dafür und zunächst mal hängt dein Leistungs-Anspruch davon ab, ob du "Bedürftig und Mittellos" bist und (rein theoretisch) mindestens 3 Stunden täglich arbeiten "könntest" ...

Habe einige Jahre vom privatem Vermögen gelebt welches nun bis auf Schonvermögen verbraucht ist. Meinen gesundheitlichen Zustand bezeichne ich als Laie mit eigenen Worten als schlecht (pysisch/psychisch).

Das kannst du für dich persönlich einschätzen wie du willst, ALGII ist "Sozial-HILFE für Langzeit-Arbeitslose" und soll eine finanzielle Notsituation überbrücken helfen, man wird dich sicher auch danach fragen warum du dich nicht (rechtzeitig) anders auf dein sinkendes Vermögen vorbereitet hast, um den Gang zu diesem Amt vielleicht zu vermeiden ...

Du hattest doch (vermutlich) Zeit genug für eine berufliche Orientierung / Bewerbungen OHNE Druck und "Gängelei" durch das JC ... das ist kein guter Ort für ernsthaft kranke Menschen ... :icon_evil:

Heißt, es liegen derzeit keine Atteste/Befunde o.ä. von Ärtzen vor…

Was willst du dem ÄD vom JC dann als medizinischen Nachweis "anbieten" können zu deinen gesundheitlichen Problemen, meinst du der verlässt sich alleine auf das, was du so "fühlst" und ihm dazu erzählen wirst .... :icon_kinn:

Ich habe meine Krankheiten (pysisch/psychisch) nun in den letzten Jahren als Privatier einfach ausgesessen.

"Wie schön für dich" aber das kann sich hier kaum einer vorstellen oder gar selber leisten ... nun ist die Kohle (fast) alle und nun sollen "die Anderen" für dich zahlen ... die dumm genug sind für ihren Lebensunterhalt arbeiten zu gehen ... denn du weißt ja schon, dass du NICHT kannst ... hast du es überhaupt schon jemals probiert ???

Diese sind aber immer schon im Leistungsbezug drin gewesen während ich nun erst den Antrag stelle und von mir aus um Amts-Arzt bitten möchte...

Das ist ja meist auch der reguläre Weg, dass der ELO irgendwann zum ÄD geschickt wird (meist weil er zu oft und / oder zu lange AU gewesen ist von seinen behandelnden Ärzten) und man dort dann seine Leistungsfähigkeit für den Arbeitsmarkt überprüfen soll ...
Meist mit dem "Wunsch-Ergebnis" für das JC und die Vermittler, dass man besser EM-Rente beantragen soll oder ins SGB XII gehört wenn man so wenig belastbar ist ...

Da soll einfach ein anderer "Zahlemann" aktiviert werden, für mehr sind diese Begutachtungen in der Regel NICHT gut ... :icon_evil:
Dich muss man aber vorerst wenigstens beim JC (als grundsätzlich Erwerbsfähig) nehmen, ehe man beginnen kann deine Erwerbsfähigkeit anzuzweifeln ... und man darf natürlich auch eine EGV mit dir abschließen und versuchen dich in Arbeit zu vermitteln oder wenigstens schon mal in eine Bewerbungs-Maßnahme stecken.

Darin dürftest du ja auch ziemlich ungeübt sein wenn du länger keine Bewerbungen mehr geschrieben hast ... also wirst du kaum ernsthafte Gründe haben das abzulehnen, dann bekommst du tatsächlich KEIN Geld oder zumindest deutlich weniger, als dir sonst zustehen würde ... das nennt man Sanktionen im SGB II.

...frage mich ob die Einschätzung eines SB (Nicht-Mediziner) der einen JC Kunden zum Amts Arzt "verdonnern" darf mehr Wert (?"Zuweisungsbefugnis"?) haben darf als meine eigene (Nicht-Mediziner) Einschätzung zu meinem eigenen Körper/Psyche....?

Was für ein Unsinn, ein JC-SB hat überhaupt KEINE medizinischen Beurteilungen von sich zu geben, dem brauchst du auch von deinen (selbst vermuteten) konkreten Gesundheits-Problemen GAR NICHTS erzählen ...
Wenn du ganz allgemein gesundheitliche Einschränkungen bei der Vermittlung angibst und öfter mal AU sein wirst, dann beauftragt der von ganz alleine den ÄD ... du selbst hast gar keinen Anspruch das einzufordern, nur so "aus deinem persönlichen (auch Nicht-Medizinischen) Gefühl heraus" . :icon_evil:

Der ÄD arbeitet für das JC und die Vermittler und NICHT für die Kunden ... genau weil der Vermittler KEIN Mediziner ist, muss er ja dann den ÄD zur Klärung beauftragen.

Deine merkwürdige Logik zur unterschiedlichen Bedeutung / Wertigkeit "nichtmedizinischer Einschätzungen" ist wirklich "frappierend", wird aber den ÄD vom JC im Ernstfall auch nicht überzeugen können ...

Das JC ist kein "Sanatorium" für "verarmte, kranke Privatiers" sondern eher eine Art "Erziehungs-Anstalt" für arbeitslose Erwachsene ... o_O

MfG Doppeloma
 

schöneswetter

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@ Ronald BW: Du hast scheinbar excellentes, empathisches Fingerspitzengefühl und erkannt, das ich Einiges auch gerne 2mal erklärt benötige! Danke!
(Vollernst gemeint! Nicht ironisch gemeint! ...brauche manchmal auch 3. Erklärung bis Klick macht! Ist nicht jeder sone Blitzbirne wie (nur als Beispiel) Herr Hartz! (Das war nun ironisch ;-) und gleichzeitig mein Witz den ich mir für dieses Jahr aufgespart hatte).


@ Doppeloma: Danke für die sehr ausführliche Hilfe!

du kommst aus einer "Entspannungs-Phase"


"Wie schön für dich"


Definitiv nicht! Dann wäre dies hier alles vermutlich nicht notwendig….würde das eher so nennen: komme aus einer Spannungs-Phase und gehe nun in eine Doppel-Spannungsphase….
(Als Privatier zu leben/gelebt zu haben ist nicht automatisch gleichzusetzten mit 100% Gesundheit....!)


Ja und ich weiß – ich werde ja nicht gezwungen Leistungen zu beantragen.


Bin wirklich sehr, sehr dankbar für die vielen Tips, Ratschläge, Empfehlungen und direkte Antworten auf meine Fragen die ich bekommen habe. (Nun das) aber, ich möchte hier (und will sicherlich auch keiner hören/lesen) nicht detailiert meine Krankengeschichte mitteilen. Erst wenn dies erfolgt wäre…….




hast du es überhaupt schon jemals probiert ???


Ja. Evtl. vermutest Du aufgrund meines Schreibstiles hier einen jungen Menschen: Nein.



Habe gehört/gelesen, das alles an Krankengeschichte (ärztliche Gutachten usw) was älter als 6 Monate ist, veraltet / irrelevant ist. (Bitte Belehren wenn falsch). Nachdem Ihr mich nun hier freundlicherweise u.a. über die üblichen „Reihenfolgen“ aufgeklärt habt, denke ich mal, das ich (u.a.) den Fehler gemacht habe, nicht rechtzeitig 6 Monate vor Antragsstellung über Hausarzt/Facharzt Gutachten, usw. einzuholen. Da bin/war ich wohl etwas naiv in meiner Annahme: „ich werde beim Antragsgespräch JC wahrheitsgemäß angeben, dass meine über mehrere Jahrzente stattgefundene Krankheitsgeschichte (klar – alte Belege habe ich reichlich) auch in meiner nun zuletzt stattgefundenen >Wie schön für dich/ Entspannungs-Phase< sich noch verschlechtert statt verbessert haben. Kann das bitte aktuell seitens Amts-Arzt abgeklärt werden? Gesundheitsbogen fülle ich natürlich gerne aus! Schweigepflichtentbindungen (modifizierte Version) könnt ihr (JC) auch haben – ist aber alles weit über 6 Monate veraltet……“


….ich möchte mich doch nur mit Eurer Hilfe (Forum) informieren um Fehler zu vermeiden! Ich weiß (Teil meiner Krankheit(en)?) - egal wie ich Sätze formuliere, es klingt wohl immer „nicht richtig“…. Siehe auch meine Signatur….



Weiß bitte jemand hierauf Antwort:


-Habe gelesen, dass es in soeinem Fall (bis Ärztliche Untersuchung / Vorliegen eines Gutachten) nicht zu einer EVB kommen darf. Kann das jemand bestätigen?


Wer weiß wo du das gelesen hast


Hier:


Keine Eingliederungsvereinbarung bei Zweifel an der Erwerbsfähigkeit


Allerdings mit der Annahme, das es rechtens ist, bei Zweifel an (voller) Erwerbsfähigkeit von meiner Seite aus um Amts-Arzt bitten zu können!


Habe alle Antworten sehr aufmerksam gelesen (wie Amts-Arzt „tickt“ denke ich nun auch verstanden zu haben) – denke jedoch dass diese Sache noch nicht wissentlich geklärt ist!? Kann soetwas vielleicht auch willkürlich vom SB entschieden werden: Bitte um Amts-Arzt-Termin zugestimmt/abgelehnt!?
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerstin_K

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Dass alles, was älter als 6 Monate ist, veraltet it, kann man s pauschal nicht sagen. DAs kommt auch auf die Erkrankung an. Es gibt ja auch Krankeuten, wo sich nichts veränden kann.

Wenn ein Gutachten des ärztlichen Dienstes eingeleitet wurde, dann darf es natürlich ers dann eine EGV geben, wenn das Ergebnis dieser Begutachtung vorliegt. Vorher weiss der SB doch gar nicht, was bei dir noch geht und was nicht. Wie soll er da eine Eingliederungsstartegie festlegen?
 

grün_fink

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Eben.
Profiling setzt das Ergebnis des Gutachtens voraus, und ist die Voraussetzung für EGV-Erstellung.
Und ja schön überprüfen, ob der SB beim Profiling keinen Mist baut.
 

schöneswetter

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@ Kerstin_K und @ grün_fink: Danke!
Vorher weiss der SB doch gar nicht, was bei dir noch geht und was nicht. Wie soll er da eine Eingliederungsstartegie festlegen?

Genauso meine ich das auch zu verstehen.

Wenn ein Gutachten des ärztlichen Dienstes eingeleitet wurde

Das ist nun als letztes nach meiner Interpretation noch nicht wissentlich geklärt:

Darf ich beim SB drauf bestehen, erstmal vom (Amts-)Arzt befundet zu werden?

Nena schrieb ja bereits:
Du darfst zur Feststellung Deiner Leistungsfähigkeit auf die Untersuchung durch einen Amtsarzt bestehen.


OK - drauf bestehen gibt noch keine Antwort ob SB auf meine Bitte dann auch verpflichtet ist einen Amts-Arzt Termin einleiten zu müssen?
 

Kerstin_K

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Darf ich beim SB drauf bestehen, erstmal vom (Amts-)Arzt befundet zu werden?
Also erstmal arbeiten beim ärztliche Dienst des JCs keine Amtsärzte. Die findet man beim Gesundheitsamt.

Und dann befundest der äD auch nicht. Er stellt Deine Leistungsfähigkeit für den Arbeitsmarkt anhand bestehder Befunde fest.
 

grün_fink

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Um dass der äD eingeschaltet wird, muss es begründete Anhaltspunkte geben, die auf eine verminderte Leistungsfähigkeit hindeuten. Meist (wenn nicht eine Behinderung vorliegt, die eh schon bekannt ist), geht es da auch darum, ob eine Einschränkung der Erwerbsfähigkeit voraussichtlich länger als 6 Monate vorliegen wird.
Dazu brauchst du aber behandelnde Ärzte.

Wenn du gleich damit kommst, deine Erwerbsfähigkeit wäre ggf. eingeschränkt, kann es ein, man will dir erstmal gar keine Leistungen geben. Oft kommen die von selber drauf, die Erwerbsfähigkeit anzuzweifeln und prüfen zu lassen.

Erst dann kommt der äD ins Spiel und ermittelt anhand ärztlichen Attesten/Stellungnahmen und einer Untersuchung.

Grundsätzlich ist es besser, jeder (Erst)Antragsteller gilt erstmal als erwerbsfähig (was etwas anderes ist wie arbeitsfähig).
Um in den Leistungsbezug zu kommen.
Der Rest kommt dann, sorum oder andersrum.
Habe das selber durch und damals nicht ganz verstanden. Hat ja auch niemand richtig erklärt.
 

schöneswetter

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@ Kerstin_K: Danke!

...in meinem Fall dann Leistungsfähigkeitsfeststellung durch ärztlichen Dienst des JC (vorerst) ohne bestehender Gutachten. Lediglich Gesundheitsfragebogen und (ambulanter) Termin.

Diesen Weg würde ich lieber folgen anstelle JC nicht mitzuteilen das ich mich z.Z. nicht für Voll-Erwebstauglich halte und dann alle naselang AUs einreichen müsste (wozu es (derzeit noch nicht absehbar) wohlmöglich trotzdem kommt…).

So aber habe/hätte ich auf jeden Fall alles JC von vornerein wahrheitsgemäß mitgeteilt. Was rauskommt bleibt natürlich abzuwarten….


Bleibt hier noch offen, ob SB auf meine Bitte hin verpflichtet ist einen ärztlichen Dienst des JC Termin einleiten zu müssen?
 

Kerstin_K

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Das funktioniert schon deshalb nicht, weil der aerztliche Dienst nur einfache Untersuchungen durchführen kann und keine weitergehende diagnostischen Möglichkeiten hat.
 

Nena

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Leistungsfähigkeitsfeststellung durch ärztlichen Dienst des JC (vorerst) ohne bestehender Gutachten
Liest Du, was Dir hier geschrieben wird? Du sagst selber, Du brauchst alles mehrfach erklärt. Reichen Zitate von schon Geschriebenem? Oder möchtest Du es neu formuliert haben?

Noch ein Versuch also:
Amtsärzte stellen weder Diagnosen noch er- Gutachten. Weder eine Psychose noch Multiple Sklerose (ebenso wie Bandscheibenvorfälle und Diabetes) sind mit den Mitteln und Kenntnissen einer Medizinerin, die eine mehrjährige Weiterbildung zur Amtsärztin gemacht hat und jetzt bei einem Gesundheitsamt arbeitet, feststellbar.

Lies doch spaßeshalber Dein ganzes Thema durch. Vielleicht musst Du dann manche Fragen gar nicht wiederholt stellen?
 
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