Seit Februar keine Erstattung für Onlinebewerbungen - wie jetzt vorgehen?

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Marzia

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Hallo zusammen,

Monat für Monat habe ich einen Antrag auf "Pauschalierte Erstattung von Bewerbungskosten" eingereicht und diese auch anstandslos bewilligt bekommen. € 5,00/Bewerbung, bis Januar 2013.

Seit Februar werden Bewerbungskosten für Onlinebewerbungen nicht mehr erstattet, so steht es in einem Brief, den ich beommen habe. Daraufhin habe ich Widerspruch eingelegt. Nun habe ich fünf!!! Widersprüche laufen (Feb.-Juni) und noch keine Antwort erhalten.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie lange dauert es, bis ein Widerspruch bearbeitet wird? Was kann ich tun, denn nur mit einer Antwort auf meine Widersprüche kann ich Klage einreichen, oder?

Viele Grüße,
Marzia
 

EMRK

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AW: Bewerbungskosten

Hallo zusammen,

Monat für Monat habe ich einen Antrag auf "Pauschalierte Erstattung von Bewerbungskosten" eingereicht und diese auch anstandslos bewilligt bekommen. € 5,00/Bewerbung, bis Januar 2013.

Seit Februar werden Bewerbungskosten für Onlinebewerbungen nicht mehr erstattet, so steht es in einem Brief, den ich beommen habe. Daraufhin habe ich Widerspruch eingelegt. Nun habe ich fünf!!! Widersprüche laufen (Feb.-Juni) und noch keine Antwort erhalten.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie lange dauert es, bis ein Widerspruch bearbeitet wird? Was kann ich tun, denn nur mit einer Antwort auf meine Widersprüche kann ich Klage einreichen, oder?

Viele Grüße,
Marzia

Eine Behörde hat für die Bearbeitung eines Widerspruchs bis zu 3 Monate Zeit.

§ 75 VwGO [Untätigkeitsklage] - dejure.org

Also abwarten und :icon_pause: trinken; wenns auch schwer fällt.
 

Marzia

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AW: Bewerbungskosten

Hallo EMRK,

wie bitte??? Drei Monate???

Na gut, dann mache ich mir gleich einen Cappuccino.

Vielen Dank für deine Antwort.

Gruß,
Marzia
 

Marzia

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AW: Bewerbungskosten

@ Lernfähiger: Da steht ja was von sechs Monaten!!! Ohje...


@ Seepferdchen: Die Widersprüche habe ich per Einschreiben geschickt, ohne Fristsetzung. Kann ich im Nachhinein eine Frist setzen? Was wäre denn angemessen?
 

verweigerer

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AW: Bewerbungskosten

Hallo zusammen,

Monat für Monat habe ich einen Antrag auf "Pauschalierte Erstattung von Bewerbungskosten" eingereicht und diese auch anstandslos bewilligt bekommen. € 5,00/Bewerbung, bis Januar 2013.

Seit Februar werden Bewerbungskosten für Onlinebewerbungen nicht mehr erstattet, so steht es in einem Brief, den ich beommen habe. Daraufhin habe ich Widerspruch eingelegt. Nun habe ich fünf!!! Widersprüche laufen (Feb.-Juni) und noch keine Antwort erhalten.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie lange dauert es, bis ein Widerspruch bearbeitet wird? Was kann ich tun, denn nur mit einer Antwort auf meine Widersprüche kann ich Klage einreichen, oder?

Viele Grüße,
Marzia

Onlinebewerbungen nicht kostenfrei und deshalb erstattungsfähig, 2,50 EUR pro streitbefangener Onlinebewerbung (AZ: L 1 AS 6026/09 / Wagner / ArGe Freiburg).

https://www.elo-forum.org/antraege/59601-onlinebewerbungen-kostenfrei-erstattungsfaehig.html
 

jockel

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AW: Bewerbungskosten

Hallo EMRK,

wie bitte??? Drei Monate???

Na gut, dann mache ich mir gleich einen Cappuccino.

Vielen Dank für deine Antwort.

Gruß,
Marzia

Hast Du noch nichts von ungleicher Behandlung gehört:

Jobsuchende Erwerbslose haben binnen von 3 Arbeitstagen auf amtliche Stellenvorschläge mit abzuschickende, exzellent verfaßte Bewerbungen unter Sanktionsandrohung zu reagieren, umgekehrt haben Beamte mindestens 3 Monate Schlafenszeit von Gesetzgeber verfügbar verordnet bekommen.

Das wäre ja noch schöner, Beamte unter Streß arbeiten zu lassen. Die würden dann reihenweise vor Erschöpfung umfallen.

Heinz Rühmann - Schlaflied La-Le-Lu
 

Seepferdchen 2010

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AW: Bewerbungskosten

Die Widersprüche habe ich per Einschreiben geschickt, ohne Fristsetzung. Kann ich im Nachhinein eine Frist setzen? Was wäre denn angemessen?

Hier meinte ich bzw. habe ich auch geschrieben die Erinnerung mit Fristsetzung.

Aber gut du hast das per Einschreiben versendet.

Klage ist ein langer Weg, hier würde ich ein Schreiben aufsetzten und dann die Frist von 7 Tage nach Erhalt setzen.

Im Schreiben auf einen rechtsfähigen Bescheid bestehen!

Entweder per Einschreiben, noch besser persönliche Abgabe gegen Bestätigung vom JC auf der Kopie vom Schreiben.

https://www.elo-forum.org/antraege/40698-position-bmas-thema-empfangsbestaetigung.html

:icon_pause:
 

Marzia

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AW: Bewerbungskosten

@ Verweigerer: Vielen Dank, genau den Fall von der ArGe Freiburg kannte ich und in meinen Widersprüchen habe ich Richter Stark zitiert. Nun hoffe ich, dass ich damit beeindrucken konnte und meine Anträge auf Erstattung bewilligt werden.
 

Curt The Cat

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AW: Bewerbungskosten

Moinsen Marzia,

auch Dir möchte ich die Forenregel #11 ...

11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit Überschriften wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder Bewerbungskosten, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

... ans Herz legen.

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier.


:icon_wink:
 

ethos07

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Marzia, du könntest natürlich auch noch Druck machen, indem du jede Naselang im Jobcenter aufkreuzt (mit 1, 2, 3... beliebig vielen Mitkommenden) und vom Jobcenter einen Vorschuss subito, an Ort und Stelle verlangst, mit der Begründung, dass du ohne die Erstattung der Kosten für die vielen (sinnlosen) Bewerbungen ... dein Essen/oder wahlweise deine Miete für die Wohnung/ oder oder nicht mehr voll bezahlen kannst.

Und wenn die Zahlungsverzögerung wirklich arge Folgen für dich hat, kannst du auch die örtliche Presse zu diesen "Besuchen" im JC einladen.... das mögen die JC gar nicht :
Das ist also meistens ein wesentlich schnellererer Weg als der über die Gerichte...
 

jockel

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AW: Bewerbungskosten

*lach*... bei deinem Beitrag bin ich fast vom Stuhl gefallen vor Lachen :))

Es bleibt häufig nichts anderes übrig als die Verhartzung mit bissigen Humor zu betrachten. Man darf sich nicht unterbuttern lassen, sonst geht man seelisch zugrunde.

Verhartzung ist zum Vorteil für Privatwirtschaftsunternehmen organisierte Menschenquälerei mit Langzeitauswirkung. Die Politik und Verwaltung sind nur die Vollzugsorgane (Handlanger) - die Legislative und Executive - im Dienst der kapitalistischen Privatwirtschaft.

Das Beamtentum erhält dabei seine eigenen Privilegien und Machtrechte gegen die Erwerbslosen und Prelärbeschäftigten.

Das muß man der Bevölkerung klar machen.
 

jockel

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AW: Bewerbungskosten

Moinsen Marzia,

auch Dir möchte ich die Forenregel #11 ...


... ans Herz legen.

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier.


:icon_wink:

Bloß gut das im Forum nicht die Erwerbsregeln der Ferengi zu erfüllen sind - ist gut möglich, daß die in künftigen Rechtsbehelfsbelehrungen der Ämer und in den SGBs künftig auch beschrieben werden und von arbeitslosen Erwerbslosen zu erfüllen sind.

FDP - Ferengisch Demokratische Partei

Hoffentlich packt diese Partei die 5-Prozent-Hürde nicht bei den Bundestagswahlen

NDR, Sendung extra 3 vom 16.09.2013 19:30 Uhr - FDP will Fünf-Prozent-Hürde knacken
 

Kaltes Wasser

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AW: Bewerbungskosten

Irgendwie sehr nachvollziehbar, Email-Bewerbungen nicht so zu bewerten wie das Verschicken einer großen Bewerbungsmappe.

Eine Mail ... etwas Tüfteln und dann ein Knopfdruck ... also was für Kosten eigentlich?

Marzia, wenn in deiner EGV nicht ausdrücklich vereinbart worden ist, dass auch Bewerbungskosten für Onlinebewerbungen erstattet werden, sehe ich in Bezug auf eine Kostenerstattung schwarz.

Ich ahne, dass mein Jobcenter mir vorschlagen würden, dass ich meine Online-Bewerbungen doch einfach im Berufs-Informations-Zentrum (BIZ) kostenlos erstellen und versenden kann.

Oder unter freundlicher Halbtags- oder Ganztagsaufsicht in einer lieblichen Maßnahme ...
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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Hallo zusammen,

Monat für Monat habe ich einen Antrag auf "Pauschalierte Erstattung von Bewerbungskosten" eingereicht und diese auch anstandslos bewilligt bekommen. € 5,00/Bewerbung, bis Januar 2013.

Seit Februar werden Bewerbungskosten für Onlinebewerbungen nicht mehr erstattet, so steht es in einem Brief, den ich beommen habe. Daraufhin habe ich Widerspruch eingelegt. Nun habe ich fünf!!! Widersprüche laufen (Feb.-Juni) und noch keine Antwort erhalten.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie lange dauert es, bis ein Widerspruch bearbeitet wird? Was kann ich tun, denn nur mit einer Antwort auf meine Widersprüche kann ich Klage einreichen, oder?

Viele Grüße,
Marzia
Eine glatte Lüge! Wie schon andere treffenderweise geschrieben haben. UT-Klage gem. § 88 Abs. 2 SGG einreichen. Bei Widersprüchen beträgt die Sperrfrist (Wartezeit) 3 Monate. Sobald du den Widerspruchsbescheid hast - ich gehe von einem negativen Bescheid aus - eröffnest du das Klageverfahren. Ausführliche Begründung, weshalb Online-Bewerbungen zu erstatten sind findest du hier
Maßgeblich für die Erstattung von Bewerbungskosten ist § 16 Abs. 1 SGB II (hier in der bis zum 31. März 2012 geltenden Fassung) i.V.m. § 46 SGB III (in der bis zum 31. Dezember 2008 geltenden Fassung), wonach Bewerbungskosten bis zu einem Betrag von 260,00 EUR jährlich übernommen werden können. Hierzu enthält § 47 S. 1 SGB III eine Anordnungsermächtigung, von der die Bundesanstalt für Arbeit bzw. die Bundesagentur auch Gebrauch gemacht hat. In der Anordnung des Verwaltungsrats der Bundesanstalt für Arbeit zur Unterstützung der Beratung und Vermittlung (Anordnung UBV) vom 10. April 2003 ist die Zulässigkeit der Pauschalierung von Bewerbungskosten - je Bewerbung ein Betrag von 5,00 EUR - geregelt (§ 3 Abs. 1 und 2 UBV). Diese Pauschale gilt sowohl bei tatsächlich niedrigeren als auch den Jahreshöchstbetrag übersteigenden tatsächlichen Kosten. Wird der Betrag von 260,00 EUR überschritten, hat der Hilfebedürftige den nicht gedeckten Betrag selbst zu tragen (so auch LSG Nordrhein-Westfalen a.a.O.). Ob hier überhaupt ungedeckte Kosten entstehen, ist ohnehin fraglich, denn dem Kläger ist mit dem Eingliederungsbescheid nicht auferlegt worden, Bewerbungen ausschließlich auf schriftlichem Weg durch Versendung von Bewerbungsunterlagen zu tätigen. Vielmehr sind Bewerbungen nicht ausgeschlossen, die ohne Erstellung und Versand von Bewerbungsunterlagen erfolgen, wie mündliche Bewerbungen bzw. Online-Bewerbungen über das Internet (vgl. hierzu: Berlit in LPK-SGB II, 4. Aufl., § 2 Rn. 26). Zwar ist dem Kläger weiter auferlegt worden, seine Eigenbemühungen in schriftlicher Form nachzuweisen, dies ist jedoch z.B. bei Online-Bewerbungen mittels Ausdruck der Bewerbung möglich.
==> LSG Hessen, 27.08.2012 - L 6 AS 129/09

Noch ausführlicher hier
==> https://tinyurl.com/cyzgcpv
 

Marzia

Elo-User*in
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Hallo zusammen,

nun habe ich einige Widerspruchsbescheide erhalten.

"Die Widerspruchsführerin hat keinen Anspruch auf weitere Bewerbungskostenerstattung."

Jetzt kann ich beim Sozialgericht Klage erheben. Na toll, kenne mich überhaupt nicht aus damit und befürchte, dass ich bei der Verhandlung nur Bahnhof verstehe.

Habt ihr einige Tips, wie ich argumentieren, bzw. mich darauf vorbereiten kann?

Vielen Dank.
Gruß,
Marzia
 
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