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Alice8474

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#1
Hallo an Alle hier,
sorry, wenn ich mich mit einem altbekannten Thema an das Forum wende - leider habe ich keinen passenden Beitrag zu meinem Problem gefunden.
Es geht um folgendes:

Bis Mitte Juli habe ich gearbeitet, leider nur für paar Monate, dann kam die "Krise" und ich wurde entlassen.
Ich war schon vorher im H4 Bezug, kenne mich also mit vielen Dingen aus, bin auch bisher mit der Arge zurecht gekommen, konnte soweit alles klären. Nun, beim Neuantrag, habe ich eine neue SB für die Leistung bekommen, wegen interner Umstellungen. Die SB für die Jobsuche, wohl Fallmanagerin genannt, ist noch dieselbe.
Noch im Juni hatte ich meinen Neuantrag abgegeben, einige Zeit später auch die dazu nötigen Unterlagen. Für diese Abgabe sollte ich meine SB anrufen, was ich tat, sie aber NIE persönlich erreichte, und den Terminkalender von ihr kannten die anderen SB nicht, daher konnten die anderen mir auch keinen Termin geben. So verging die Zeit, ich versuchte es immer wieder.. Ich habe es dann aufgegeben, telefonisch einen Termin zu bekommen. Also kopierte ich alle Unterlagen, warf die in den Briefkasten der Arge, ein dicker Ordner, da ich ein Gewerbe habe und noch bisschen was als Nebenbeschäftigung mache.
Da ich ja im Juli noch volles Gehalt bekam, und im August noch halbes Gehalt, und noch paar Reserven hatte, hab ich auch nicht gedrängt, obwohl ich für August schon H4 Leistung bekommen hätte müssen. Nach 4 Wochen der Abgabe der Unterlagen, das waren dann 8 Wochen nach Abgabe des Neuantrages, war es dann doch dringlich. Wieder die Telefonaktion, wieder dasselbe. Bis ich dann mal die telefonische Info bekam, dass ich ab Mitte August abgemeldet worden bin, ich müsste nochmal persönlich vorsprechen. Hab ich auch gemacht.
Die SB konnte sich nicht erklären, wie die Abmeldung zustande kam. Ich sagte, es sei dringlich, ich bin pleite. Sie versprach mir, den Antrag schnell zu bearbeiten, innerhalb einer Woche müsste der Bescheid kommen. Nun gut, nach einer Woche kam nichts.. Bin ich nochmals hin, sie war nicht da. Telefonisch hab ich es weiter versucht.. aber das Resultat kann man sich ja denken.
Da meine Tochter mit in der BG ist und 18 ist, bekommt sie ihren Unterhalt aufs eigene Konto. Nun bin ich dabei, mir von ihr was zu borgen.
Aber nun ist fast Mitte September, ich hätte nun schon für den 2. Monat Leistungen bekommen müssen.
Ich hab zwar die Info, zum SG zu gehen, aber ich habe ja keinen Bescheid, indem ich meine Hilfebedürftigkeit nachweisen kann.
Die laufenden Zahlungen am Monatsanfang konnte ich nun nicht mehr zahlen, keine Miete, keinen Strom, das Handy wird mir in 2 Tagen gesperrt - kann demnach auch keine Aufträge für meinen Nebenjob annehmen, bei der GEZ habe ich zwar Antrag ohne Bescheid gestellt, aber darauf kam nur eine Rechnung.
Nun meine Frage: Was kann ich tun?
Kann ich gleich zu einem Anwalt-ohne den Beratungsschein? Zum SG müsste ich nach Düsseldorf, da es hier keins gibt. Das Fahrgeld habe ich nicht, und weiß nicht recht wo es ist, wann die Sprechzeiten habe, oder ob ich dafür einen Termin brauche.. etc, und was ich dort dann überhaupt machen kann. Welchen Antrag kann ich wo stellen? Gibts sowas wie einen Eilantrag?

Dass ich es nicht einsehe, da noch ein paarmal zur Arge zu rennen, um zu fragen, was denn mein Antrag macht, wird wohl klar sein.

Vielen Dank schon im Voraus für Eure Antworten, vielleicht könnt Ihr mir ja auch paar links empfehlen..
 

redfly

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#2
Bitte in Zukunft nichts per Telefon erledigen, es hat absolut keinen Wert! Die ARGE wird sich später aus allem herausreden.

Unterlagen am besten immer schriftlich gegen eine Empfangsbestätigung (auf einer Kopie) persönlich am Empfang der ARGE einreichen.

Für die vergangenen Monate muss das Einkommen angerechnet werden, abzüglich der Freibeträge ist der Rest anrechenbares Einkommen.

War der Leistungsbezug unterbrochen, oder hast du aufstockendes ALG II bekommen? Du wirst hier die Abgabe des Weiterbewilligungsantrages belegen müssen.
 

Hartzi09

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#4
Hallo an Alle hier,
sorry, wenn ich mich mit einem altbekannten Thema an das Forum wende - leider habe ich keinen passenden Beitrag zu meinem Problem gefunden.
Es geht um folgendes:

Bis Mitte Juli habe ich gearbeitet, leider nur für paar Monate, dann kam die "Krise" und ich wurde entlassen.
Ich war schon vorher im H4 Bezug, kenne mich also mit vielen Dingen aus, bin auch bisher mit der Arge zurecht gekommen, konnte soweit alles klären. Nun, beim Neuantrag, habe ich eine neue SB für die Leistung bekommen, wegen interner Umstellungen. Die SB für die Jobsuche, wohl Fallmanagerin genannt, ist noch dieselbe.
Noch im Juni hatte ich meinen Neuantrag abgegeben, einige Zeit später auch die dazu nötigen Unterlagen. Für diese Abgabe sollte ich meine SB anrufen, was ich tat, sie aber NIE persönlich erreichte, und den Terminkalender von ihr kannten die anderen SB nicht, daher konnten die anderen mir auch keinen Termin geben. So verging die Zeit, ich versuchte es immer wieder.. Ich habe es dann aufgegeben, telefonisch einen Termin zu bekommen. Also kopierte ich alle Unterlagen, warf die in den Briefkasten der Arge, ein dicker Ordner, da ich ein Gewerbe habe und noch bisschen was als Nebenbeschäftigung mache.
Da ich ja im Juli noch volles Gehalt bekam, und im August noch halbes Gehalt, und noch paar Reserven hatte, hab ich auch nicht gedrängt, obwohl ich für August schon H4 Leistung bekommen hätte müssen. Nach 4 Wochen der Abgabe der Unterlagen, das waren dann 8 Wochen nach Abgabe des Neuantrages, war es dann doch dringlich. Wieder die Telefonaktion, wieder dasselbe. Bis ich dann mal die telefonische Info bekam, dass ich ab Mitte August abgemeldet worden bin, ich müsste nochmal persönlich vorsprechen. Hab ich auch gemacht.
Die SB konnte sich nicht erklären, wie die Abmeldung zustande kam. Ich sagte, es sei dringlich, ich bin pleite. Sie versprach mir, den Antrag schnell zu bearbeiten, innerhalb einer Woche müsste der Bescheid kommen. Nun gut, nach einer Woche kam nichts.. Bin ich nochmals hin, sie war nicht da. Telefonisch hab ich es weiter versucht.. aber das Resultat kann man sich ja denken.
Da meine Tochter mit in der BG ist und 18 ist, bekommt sie ihren Unterhalt aufs eigene Konto. Nun bin ich dabei, mir von ihr was zu borgen.
Aber nun ist fast Mitte September, ich hätte nun schon für den 2. Monat Leistungen bekommen müssen.
Ich hab zwar die Info, zum SG zu gehen, aber ich habe ja keinen Bescheid, indem ich meine Hilfebedürftigkeit nachweisen kann.
Die laufenden Zahlungen am Monatsanfang konnte ich nun nicht mehr zahlen, keine Miete, keinen Strom, das Handy wird mir in 2 Tagen gesperrt - kann demnach auch keine Aufträge für meinen Nebenjob annehmen, bei der GEZ habe ich zwar Antrag ohne Bescheid gestellt, aber darauf kam nur eine Rechnung.
Nun meine Frage: Was kann ich tun?
Kann ich gleich zu einem Anwalt-ohne den Beratungsschein? Zum SG müsste ich nach Düsseldorf, da es hier keins gibt. Das Fahrgeld habe ich nicht, und weiß nicht recht wo es ist, wann die Sprechzeiten habe, oder ob ich dafür einen Termin brauche.. etc, und was ich dort dann überhaupt machen kann. Welchen Antrag kann ich wo stellen? Gibts sowas wie einen Eilantrag?

Dass ich es nicht einsehe, da noch ein paarmal zur Arge zu rennen, um zu fragen, was denn mein Antrag macht, wird wohl klar sein.

Vielen Dank schon im Voraus für Eure Antworten, vielleicht könnt Ihr mir ja auch paar links empfehlen..
Guten Morgen,

gehe zum SG und stelle dort Eilantrag auf einstweilige Anordnung, mit inetwa der selben Begründung wie hier.
Unterlagen selbst brauchst du nicht mitbringen außer sicherheitshalber Kontoauszüge der letzten 2 - 3 Monate ob du sie brauchst entscheiden die beim SG.
Über die Hilfebedürftigkeit hat dann nähmlich das SG vorab zu entscheiden es seiden die ARGE ist schneller, was sehr sehr selten vorkommen dürfte.
 

Alice8474

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#5
Danke für Eure Antworten! :icon_daumen:

War der Leistungsbezug unterbrochen, oder hast du aufstockendes ALG II bekommen? Du wirst hier die Abgabe des Weiterbewilligungsantrages belegen müssen.
Ja, der Leistungsbezug war unterbrochen, da ich mit meinem Gehalt über dem Regelsatz lag, auch mit Anrechnung der Freibeträge. Ich musste eine NEUANTRAG stellen, was ich auch getan habe und belegen kann. Dass die Belege vorliegen ist überhaupt nicht strittig.

Großen Dank an biddy, die Info hilft mir wirklich weiter.

Noch eine kurze Nachfrage: Muss ich den "Eilantrag auf einstweilige Anordnung" selbst schriftlich formulieren und mitbringen?? Ist es nützlich??

Gleich morgen bin ich beim SG in Düsseldorf, heute hab ich dafür ein Stündchen zu lange geschlafen..
 

Hartzi09

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#6
Danke für Eure Antworten! :icon_daumen:

Ja, der Leistungsbezug war unterbrochen, da ich mit meinem Gehalt über dem Regelsatz lag, auch mit Anrechnung der Freibeträge. Ich musste eine NEUANTRAG stellen, was ich auch getan habe und belegen kann. Dass die Belege vorliegen ist überhaupt nicht strittig.

Großen Dank an biddy, die Info hilft mir wirklich weiter.

Noch eine kurze Nachfrage: Muss ich den "Eilantrag auf einstweilige Anordnung" selbst schriftlich formulieren und mitbringen?? Ist es nützlich??

Gleich morgen bin ich beim SG in Düsseldorf, heute hab ich dafür ein Stündchen zu lange geschlafen..
nein, den Antrag auf einstweilige Anordung musst du nicht vorher schriftlich mitbringen, den stellst du dort in der Rechtsantragsstelle des SG, die machen dir dort alles Fertig.
Du solltest allerdings deine letzten Kontoauszüge der letzten 3 Monate sicherheitshalber mitnehmen, und den letzten Bewilligungsbescheid deiner ARGE sofern vorhanden.
Personalausweis natürlich auch.
Du solltest dir aber schon vorher im Klaren sein, was genau du willst, also was du beantragen willst, dazu kannst du dir bereits im Vorraus Gedanken machen.

Sollte das SG noch Unterlagen verlangen so wird sich dieses bei dir melden.
 
E

ExitUser

Gast
#7
Einen Antrag auf einstweilige Anordnung stellen beim Sozialgericht. Nach meiner persönlichen Erfahrung holt man sich am besten ein Muster aus dem Internet, füllt es zuhause aus, nimmt noch ein paar aktuelle Kontoauszüge mit und läßt Metallgegenstände möglichst zuhause (weil im Sozialgericht gescannt wird), soweit möglich. Man geht dann hin zum Gericht, wartet im Wartezimmer, bis man an der Reihe ist und gibt dann den Antrag sowie Bedürftigkeitsnachweise (aktuellen Kontoauszug als Kopie, letzten Alg-Bescheid) an der Poststelle ab. Ein Muster für einen Antrag findet sich hier https://www.test.de/Arbeitslosengeld-II-Auf-Hartz-und-Nieren-1304187-1306805/ für Alg-II.

Man muss den Text der eigenen Situation entsprechend anpassen. Der Antrag wird nach meiner persönlichen Erfahrung binnen drei Tagen bearbeitet. Man bekommt schriftlich Bescheid.

Gruß Thomas
 

DonOs

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#8
Öhm, der Thread ist 5 1/2Jahre alt. :icon_eek:
 
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