seit 01.04.19 arbeitslos- ungelernt - Vorgehen für Antrag auf Umschulung?

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**EDIT: Ich kopiere meinen Beitrag zusätzlich in die Rubrik Weiterbildung/Umschulung etc. - hatte ich gerade übersehen! ***

Guten Nachmittag,
geht um folgendes: Ich wurde zum 31.03.19 innerhalb Probezeit vom AG gekündigt. Stelle und ich passten nicht zusammen.
Ab Anfang 2018 war ich in einem befristeten Arbeitsverhältnis als Verwaltungsangestellte im ÖD, Vertrag wurde nicht verlängert. Ende 2018 dann Wechsel zum o.g. öffentlich-rechtlichen AG.
Bin seit dem 01.04.19 im AG I-Bezug - ich habe Ende der 1980'er-Jahre eine Lehre als MFA gemacht, nach 2 Jahren Tätigkeit in dem Beruf als Verwaltungsangestellte gearbeitet.
Quereinsteigerin , ges. Krankenversicherung. Ich habe dort 2017 aus gesundheitlichen Gründen (psychosomatisch, Bossing etc) gekündigt und mich zwischenzeitlich zur med. Kodierfachkraft weitergebildet.
Problem nun: Als Verwaltungsangestellte kann ich mich nicht bewerben - Absagen, da ich diese Ausbildung nicht habe.
Die 27 Jahre praktische Tätigkeitserfahrung sind für keinen AG relevant - nach arbeitsmarktlichen Kriterien bin ich ungelernt. Frau 50 Jahre.

Wie kann ich nun zielführend die Beantragung für eine Umschulung bei der AfA einfädeln? ----- Kann mir jemand zu dem Punkt etwas raten?
- Ich bin in dieser INGA-Betreuung und habe in 2 Wochen einen Gesprächstermin dazu mit der SB.
Telefonisch sagte sie mir schon vorab, daß eine Umschulung nur dann in Frage käme, wenn ich andernfalls gar keine Möglichkeit hätte, wieder ins Arbeisleben zu kommen.
 

Gollum1964

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nabend Rappelkiste,

bei Leuten über 50 wird es eher schwer mit Umschulungen wegen der hohen Kosten und der mäßigen Aussichten aus Sicht der BA und JC. Wenn überhaupt, bestehen unter ALG1 noch die besten Aussichten, da du ja auch schon lange eingezahlt hast. Unter ALG2 wirds fast unmöglich.
 

lino

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bei Leuten über 50 wird es eher schwer mit Umschulungen wegen der hohen Kosten und der mäßigen Aussichten aus Sicht der BA und JC.
"Eher schwer" ist aber sehr zuversichtlich ausgedrückt, über 50 gibts keine Umschulung mehr.
Aus genau dem Grund sollte man ü50 aber einen Antrag darauf stellen und sich den Ablehnungsbescheid geben lassen. Dann hat man nämlich den Beweis für die Mitwirkung und dafür, das man jede Möglichkeit nutzt, die Arbeitslosigkeit zu beenden.
Gleichzeitig hat man den Beweis in der Hand, dass das JC gar nicht daran interessiert ist, das man eine Arbeit aufnimmt. Das ist ein gutes Argument, falls sie nach den Bewerbungsbemühungen fragen oder eine EGV aufsetzen, die ja dazu dienen soll, das man wieder in den Arbeitsmarkt "eingegliedert" werden soll.
 
G

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Gast
Wie kann ich nun zielführend die Beantragung für eine Umschulung bei der AfA einfädeln? -
Auf was willst Du denn genau umschulen?
Verwaltungsfachangestellte ist kein Abschluß IHK und den gibt es so nicht als Umschulung.

Problem nun: Als Verwaltungsangestellte kann ich mich nicht bewerben - Absagen, da ich diese Ausbildung nicht habe.
Du hast aber in dem Bereich Berufserfahrung - Absagen aufgrund fehlendem Abschluss sehe ich als Ausrede.
Ich bin z.b. Industriekauffrau und habe in Banken und Versicherungen gearbeitet und arbeite heute in einer Versicherung. Da hat sich keiner daran gestört, das ich nicht Bankerin oder Versicherungskauffrau bin sondern meine Berufserfahrung war relvant. Ich hab mich dann weitergebildet aber nicht noch einen Berufsabschluß erworben.

Vermittlungshemmnis ALTER !!
Das wird eher das Hindernis sein, den Hintern ;) in die Verwaltung zu bekommen und nicht der fehlende Berufsabschluss.
 

Gollum1964

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Gleichzeitig hat man den Beweis in der Hand, dass das JC gar nicht daran interessiert ist, das man eine Arbeit aufnimmt. Das ist ein gutes Argument, falls sie nach den Bewerbungsbemühungen fragen oder eine EGV aufsetzen, die ja dazu dienen soll, das man wieder in den Arbeitsmarkt "eingegliedert" werden soll.

nabend lino,

auch nicht ganz richtig. Für Sinnlosmaßnahmen, AGH, BufDi oder im Niedriglohnbereich (speziell ZAF und Telefongaleere) ist man aus deren Sicht nie zu alt.
 

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Ja, das weiß ich, daß die Verwaltungsfachangestellte keine IHK-Prüfung ist. die gibts es aber als Umschulung. Siehe Kursnet unter dem Stichwort. Habe in der Sache in 2 Wochen Termin bei der Agentur für Arbeit und vorab Gesprächstermin mit allen Unterlagen bei einem AZAV-zugelassenen Bildungsträger. Gibt hier im Pott welche, die das anbieten. Whatever, ich werde mal berichten, wie es war.
 

Gollum1964

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Ja, das weiß ich, daß die Verwaltungsfachangestellte keine IHK-Prüfung ist. die gibts es aber als Umschulung. Whatever, ich werde mal berichten, wie es war.

viel Glück!!!

Ich habe vor 20 Jahren auch einmal befristet im öffentlichen Dienst gearbeitet und die Mitarbeiter waren auch alle Verwaltungsfachangestellte. Ich vermute, wenn die nicht gestorben sind, arbeiten die noch immer dort.
 

lino

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auch nicht ganz richtig. Für Sinnlosmaßnahmen, ist man aus deren Sicht nie zu alt.
Deswegen heisst es bei denen ja auch nicht Sinnlosmassnahme, die wollen ja auch nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen.
@Rappelkiste:
Bewerbe dich bei der Arge(JC), bei der Fluktuation dort können die immer jemanden brauchen. Für den Empfang sollte deine Qualifikation ausreichen.
Das werden sie ablehnen, damit gehst du zum SB und legst das auf den Tisch.
Das wäre der erste Beweis, das sie gar nicht wollen, das du einen Job hast. Dann beantragst du eine Weiterbildung (schriftlich!), die sie auch ablehnen, den Ablehnungsbescheid legst du das nächste Mal dem SB auf den Tisch. Das wäre der zweite Beweis.
 

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Moin! Umschulung zur Verwaltungsfachangestellten / Kommunalverwaltung ist genehmigt. Geht am 12.08.19 los. Dauer 2 Jahre incl. 6 Mon. Praktikum in öffentlicher Verwaltung.
Abschlussprüfung durch Rheinisches Studieninstitut f. öffentliche und kommunale Verwaltung. Beschäftigungsaussichten mit dieser Ausbildung sehr gut, da öffentlicher Dienst eklatanten Personal-/Fachkräftemangel hat.
siehe auch Studienergebnisse der PWC. Jahrzenhnte Neoliberalismus hat nichts brauchbares bewirkt - in keiner Hinsicht.
Studie als pdf angehängt.
 

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Ok, das muss ich morgen früh mal tel. mit dem Bildungsträger klären. Voraussetzung ist auch - analog zum Einstellungsverfahren im ÖD - die Vorlage des Führungszeugnis Belegart O. [FZ Belegart O ist das Führungszeugnis, was ausschließlich zur Vorlage bei Behörden vorgesehen ist.]
Bildungsträger sagt, daß sie das gar nicht haben dürfen, sondern das FZ über die Agentur für Arbeit zu gehen hat.
Agentur für Arbeit sagt mir, daß die das FZ ausschließlich im Einstellungsverfahren anfordern und sie dieses aus Datenschutzgründen bei ihren Klienten nicht bekommen dürfen.
Meine zuständige Stadtverwaltung sagt mir zu dem Punkt, daß das FZ ausschließlich an die Stelle gehen darf, die es anfordert (=hier also mein Bildungsgträger, der zwar keine Behörde ist, aber dieses FZ verlangt).
s. auch hier zum Procedere: BfJ - Führungszeugnis Antrag (Verwendung Inland)

Also geht das FZ, daß ich am 01.07. bei der Stadtverwaltung beantragt habe zum Bildungsträger - den habe ich darüber informiert und bekomme von diesem eine Mail, daß das FZ nicht an sie geschickt werden kann.

Muddel-Kuddel Kompetenzgerangel. Wenn die vom Bildungsträger das FZ jetzt erhalten und zur Agentur für Arbeit schicken - dann geistert das in der Agentur für Arbeit, die für 700 000 Einwohner in 2 NRW-Großstädten zuständig ist rum. Wenn die das zum Bundesamt für Justiz oder zur Stadtverwaltung zurückschicken, dann renne ich nachher diesem Schriftstück hinterher.
Och nö, dann sollen die mal beim Bildungsträger so pragmatisch handeln, wie ich das in meiner bisherigen Verwaltungstätigkeit auch gemacht habe - Aktenvermerk: FZ Beleg O vom xx xx xx zur Kenntnis genommen, ohne Eintragungen - Datum, Unterschrift.
Kann ja nicht sein, daß es da keine Lösung gibt!
 

karuso

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Meine zuständige Stadtverwaltung sagt mir zu dem Punkt, daß das FZ ausschließlich an die Stelle gehen darf, die es anfordert (=hier also mein Bildungsgträger, der zwar keine Behörde ist, aber dieses FZ verlangt).

Also grundsetzlich geht ein Bildungsträger ein Führungszeugnis nichts an.Fange deine Umschulung an und wenn es zum Praktikum kommt wird die Stadtverwaltung schon an dich herantreten und von dir ein Führungszeugnis verlangen. Und du beantragst das dann und es geht sofort zur Stadtverwaltung und nicht zum Bildungsträger.
 

Zermürbt38

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