Sehe keine Zukunft bitte helft mir!!!

sekton12

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Sehr geehrte damen und herren,

nach meinem ziviel dienst vor 7 jahre und nun 3 jahre später meiner ausbildung die ich erfolgreich absolviert hab bin ich jetzt 26 jahre , allmählich hab ich da mal gejobbt, da mal gejobbt, aber nie länger als 6 monate weil es keine aufträge gab!!! jetzt nach meinem nächsten job wo ich gekündigt werde diesen monat, hab ich ne ganz wichtige frage da ich kriegsdienstverweiger war,, dachte ich mir gehste zur bundeswehr ..... perspektive gesehen ist eigentlichd das beste was mir jetzt passieren kann.... meine wichtigste frage ist jetzt kann ich mit 26 jahre noch zum bund mich mustern lassen damit einbezogen werde ( will bitte nicht ewig vom staat leben )

bitte helft mir ich falle langsam ins depressiva :icon_dampf:
 
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Rounddancer

Gast
dachte ich mir gehste zur bundeswehr ..... perspektive gesehen ist eigentlichd das beste was mir jetzt passieren kann.... meine wichtigste frage ist jetzt kann ich mit 26 jahre noch zum bund mich mustern lassen damit einbezogen werde ( will bitte nicht ewig vom staat leben )
Ja klar, die Bundeswehr, die ja seit dem praktischen Wegfall der Wehrpflicht eine Freiwilligenarmee ist, hat seither permanenten Personalmangel. Denn über die Hälfte derer, die jetzt zur Bundeswehr kommen, geht vor Ende der Probezeit wieder da heraus.

Laut dem Bericht des Wehrbeauftragten haben es manche Einheiten halt noch nicht geschafft, mit Freiwilligen zu arbeiten.

Allerdings: Wer heute zur Bundeswehr, wie gesagt, freiwillig, geht, und dort angenommen wird, der muß damit rechnen,- und davon ausgehen, regelmäßig im Ausland, auch in Kriegseinsätzen eingesetzt zu werden.

Hat man dann so einen Einsatz unbeschadet überlebt, gibt es zum Sold satte Prämien, etc. Leider kommt so mancher Deutsche Soldat körperlich und/oder durch Traumata schwerbeschädigt oder mausetot wieder in die Heimat zurück.

Nach Ende der Dienstzeit stehen spezielle Personalvermittler bereit, die Leute, oder was von ihnen übrig ist, in neue Arbeit zu vermitteln.
Leider will, von schlechtzahlenden Bewachungsfirmen einmal abgesehen kaum wer diese Ex-Soldaten einstellen.

Aber: Ich würde mich einfach bewerben. Wenn ich noch so jung wäre.

Oder mich selbstständig machen.
 

Toastbrot

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Aus eigener Erfahrung: es wird sehr schwer, wenn du noch nicht mal die Grundausbildung gemacht hast.
Ich selbst habs mit 24 versucht und wurde eiskalt abgeschmettert - zu alt, wollen wir nicht (mit 18 durfte ich aus gesundheitlichen Gründen noch nicht).

Aber vielleicht hast du Glück in deiner Region, also rate ich dir: versuchs einfach mal.
 

n2ame22

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Die Zeit bei der Bundeswehr war furchtbar....

Ich würde mir an deiner Stelle etwas anderes Suchen. Evtl. ne weitere Ausbildung? Deine bisherige Laufbahn klingt nach Leiharbeit....
 

mathias74

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Ja klar, die Bundeswehr, die ja seit dem praktischen Wegfall der Wehrpflicht eine Freiwilligenarmee ist, hat seither permanenten Personalmangel. Denn über die Hälfte derer, die jetzt zur Bundeswehr kommen, geht vor Ende der Probezeit wieder da heraus.

Laut dem Bericht des Wehrbeauftragten haben es manche Einheiten halt noch nicht geschafft, mit Freiwilligen zu arbeiten.

Allerdings: Wer heute zur Bundeswehr, wie gesagt, freiwillig, geht, und dort angenommen wird, der muß damit rechnen,- und davon ausgehen, regelmäßig im Ausland, auch in Kriegseinsätzen eingesetzt zu werden.
Es spielt schon eine große Rolle was man bei der Bundeswehr machen will, wer eine Kampfmaschine werden will der muss Körperlich und Psychisch fit sein und mit Waffen umgehen können/wollen ob das jetzt für einen Kriegsdienstverweigerer das richtige ist :icon_kinn:

Oder man will in der Logistik der Armee arbeiten z.B. in Werkstätten, Verpflegung, Sanitätsdienst, Büro oder in anderen Bereichen wobei man auch sagen muss das die dann auch im Ausland eingesetzt werden oder können.

Ob man sich das wirklich an tut in einer Berufsarmee zu Arbeiten wo man vor dem Kampfeinsatz sein Testament machen soll :icon_kinn:sehr Markaber das Ganze.

Wer in einer der Spezialeinheiten will der dürfte da eh keine Chance haben aber das muss jeder für sich selbst Entscheiden was man tut.

Die Alternative wäre wahrscheinlich nur noch die Fremdenlegion da sieht man auch die Welt :icon_rolleyes: Die Fremdenlegion - Rekrutierung
 

jockel

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Sehr geehrte damen und herren,

nach meinem ziviel dienst vor 7 jahre und nun 3 jahre später meiner ausbildung die ich erfolgreich absolviert hab bin ich jetzt 26 jahre , allmählich hab ich da mal gejobbt, da mal gejobbt, aber nie länger als 6 monate weil es keine aufträge gab!!! jetzt nach meinem nächsten job wo ich gekündigt werde diesen monat, hab ich ne ganz wichtige frage da ich kriegsdienstverweiger war,, dachte ich mir gehste zur bundeswehr ..... perspektive gesehen ist eigentlichd das beste was mir jetzt passieren kann.... meine wichtigste frage ist jetzt kann ich mit 26 jahre noch zum bund mich mustern lassen damit einbezogen werde ( will bitte nicht ewig vom staat leben )

bitte helft mir ich falle langsam ins depressiva :icon_dampf:
Willst Du für die Damen und Herren Unternehmer und Politiker freiwillig Kanonenfutter werden?

Die brauchen aus dem Volk Figuren auf dem Schachbrett der Macht und schließlich zum Verheizen auf Ihren Kriegsschauplätzen.

Reinhard Mey - Sei wachsam!

Die sollen gefälligst aus Ihren eigenen Reihen ihren Nachwuchs verheizen und nicht die Jugend aus dem Volk.

Bewerbe Dich besser für Arbeiten im Sozialbereich.

Wir gehen alle goldenen neoliberal besch ... Zeiten entgegen, wenn wir diese Gauner weiter an der Macht lassen.
 

jockel

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Ja klar, die Bundeswehr, die ja seit dem praktischen Wegfall der Wehrpflicht eine Freiwilligenarmee ist, hat seither permanenten Personalmangel. Denn über die Hälfte derer, die jetzt zur Bundeswehr kommen, geht vor Ende der Probezeit wieder da heraus.

Laut dem Bericht des Wehrbeauftragten haben es manche Einheiten halt noch nicht geschafft, mit Freiwilligen zu arbeiten.

Allerdings: Wer heute zur Bundeswehr, wie gesagt, freiwillig, geht, und dort angenommen wird, der muß damit rechnen,- und davon ausgehen, regelmäßig im Ausland, auch in Kriegseinsätzen eingesetzt zu werden.

Hat man dann so einen Einsatz unbeschadet überlebt, gibt es zum Sold satte Prämien, etc. Leider kommt so mancher Deutsche Soldat körperlich und/oder durch Traumata schwerbeschädigt oder mausetot wieder in die Heimat zurück.

Nach Ende der Dienstzeit stehen spezielle Personalvermittler bereit, die Leute, oder was von ihnen übrig ist, in neue Arbeit zu vermitteln.
Leider will, von schlechtzahlenden Bewachungsfirmen einmal abgesehen kaum wer diese Ex-Soldaten einstellen.

Aber: Ich würde mich einfach bewerben. Wenn ich noch so jung wäre.

Oder mich selbstständig machen.
Die Bundeswehr ist zur Söldnertruppe degeneriert, so wie es Söldner im Dreißigjährigen Krieg bei allen beteiligten Kriegsparteien gab. Wallenstein und Tilly lassen grüßen.

Wenn unser Fragesteller körperlich und geistig belastbar ist, dann soll er sich besser beim THW bewerben. Die Arbeit ist moralisch sauber.

Ich bin der Auffassung, daß man weltweit alle Armeen auflösen sollte oder besser für Friedensaufgaben unter UNO-Kontrolle umwandeln sollte. Der Klimawandel verschafft spezialisierten Einsatzkräften genug Aufträge in der Katastrophenbekämpfung. Das ist auch Krieg genug. Da müssen die Politiker und die Rüstungswirtschaft nicht noch überflüssig Krieg spielen.

Rüstung ist rausgeschmissenes Geld - aus Sicht der Völker - nicht aus Sicht der Unternehmer. Die liefern Waffen an Freund und Feind gleichermaßen. Und nach dem Krieg hat man wieder zu tun mit der Beseitigung der Trümmerlandschaften und dem Wiederaufbau der Wirtschaft und Infrastruktur.

Bau auf, reiß nieder
dann haste Arbeit immer wieder!!!

Wie bekloppt muß man da sein, um Kriegsspielchen mitzumachen????

Status Quo - In the Army now!

Was für eine Zukunft hatten denn Kriegsveteranen aus dem Vietnamkrieg?

Die eigene US-Bevölkerung und die Politiker wollte mit ihren Kriegsveteranen nichts zu tun haben. Die wurden ausgegrenzt.

Filmisch aufgearbeitet z.B. durch Sylvester Stallone in den Rambo-Verfilmungen.

Die Kriegsfolgen aus Sicht eines Kindes verarbeitete der Schriftsteller Erwin Strittmatter in seinem Buch "Tinko" oder bei Jugendlichen der Schriftsteller Dieter Noll in "Die Abenteuer des Werner Holt" oder "Rottenknechte".

Im Westen gab es den Antikriegsfilm "Die Brücke" von Bernhard Wicki oder der Mehrteiler "08/15"

Noch ein Antikriegsfilm: Die Brücke am Kwai

Den River-Kwai-Marsch kennt jeder.

Wer sich mit dem Söldnerproblem aus dem Dreißigjährigen Krieg näher befassen möchte, der lese:

Die Abenteuer des Simplicius Simplicissimus von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen

oder der sehe sich z.B. auf Phoenix, Arte oder 3sat im Wiederholungsfall den 3-Teiler Dokufilm über den Dreißigjährigen Krieg an:

"Mit Gottes Segen durch die Hölle - Der Dreißigjährigen Krieg - 01. Mythos Wallenstein"

"Mit Gottes Segen durch die Hölle - Der Dreißigjährigen Krieg - 02. Kampf der Giganten"

"Mit Gottes Segen durch die Hölle - Der Dreißigjährigen Krieg - 03. Ende eines Rebellen"

Literatur- und theatermäßig: Friedrich Schillers Wallenstein-Trilogie:

01. Wallensteins Lager
02. Die Piccolomini
03. Wallensteins Tod
 

Claus.

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Beim Bund muß man leidensfähig sein, muß man mögen. Ich erinnere mich mit sehr gemischten Gefühlen an meine Wehrdienstzeit.

Die (damals noch 3-monatige) Grundi war vor allem psychisch anstrengend. Körperlich zwar auch, aber brüllende Ausbilder sind etwas problematisch (war "normal", da Grundi in speziellen Ausbildungskompanien, gerne mal auch mit 10-Stunden-Tagen; k.A. ob sich das im Rahmen der Freiwilligenarmee umwerfend gebessert hat).
Während der restlichen Verwendungszeit (W 10) war es dagegen überwiegend durchaus ok. Allerdings war ich aus ausdrücklichen Wunsch bei der Luftwaffe, war eingesetzt in meinem erlernten Beruf, und gehörte zu den wenigen Soldaten die tatsächlich etwas vernünftiges zu tun hatten - mit sogar immer wieder richtiggehend Stress. Der m.M.n. überwiegende Teil der militärischen BW-"Mitarbeiter" hat allerdings überwiegend sog. Dummfick und befohlenes Däumchen drehen.

Mir wurde damals sogar eine Verpflichtung auf 12 Jahre angeboten auf einem hochwertigerem Arbeitsplatz. Hab dankend abgelehnt. Mir hat die Befehlsstruktur nicht gepasst; es ist einfach egal, wie sehr man sich bei der BW anstrengt. Höher kommen ist abhängig vom Arschkriechereinsatz bei den direkten Vorgesetzten und den dabei erworbenen Sympathiewerten. Dazu kann dort jemand noch so hoch sein wie er will, es gibt in der Befehlskette immer noch einen drüber. Und nach 12 Jahren, mit Mitte-Ende 30, erst wieder das richtige Arbeiten in einer richtigen Firma lernen zu müssen, brauchte ich auch nicht umbedingt.

Klar hab ich in der Zwischenzeit schon oft darüber nachgedacht, ob ich evtl. doch besser das 12-Jahres-Angebot hätte annehmen sollen. Allerdings bin ich mir sicher, daß ich persönlich dann mit einer über 80%-tigen Warscheinlichkeit Bekanntschaft mit dem Bau gemacht hätte - und evtl. immer noch drin sitzen würde.
Positiv ist an einer Beschäftigung bei der BW dagegen, daß die Leute die mit dem System klarkommen, nach ihrem Ausscheiden Anspruch auf den BFD (Berufsförderungsdienst) haben. Mit dessen finanzieller Hilfe machen dann viele z.B. den Techniker; warum auch nicht wenn der BFD Lebensunterhalt und Lehrgangskosten in der Zwischenzeit voll übernimmt.


Ich brauche vielleicht doch irgendwann mal einen Kurs mit dem Thema "So fassen Sie sich kurz" :icon_redface:

Wie wäre es z.B. mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr, oder gar mit einem Freiwilligen Auslandsjahr? Das "Jahr" liese sich m.E.n. auch auf 24 Monate ausdehnen.
 
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