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Sehbehindert - erwerbsunfähig?

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Rechtsverdreher

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#1
ich finde dieser bewerbungszwang dient nur dazu Sanktionsmöglichkeiten zu haben, es bringt mir nichts wenn ich 100 bewerbungen schreibe für nothing, besonders dann nicht wenn man eine unzureichende Schulbildung hat keine ausbildung und eine Behinderung wie in meinem falle,

9 jahre Sonderschule für lernbehinderte
crashkurs Hauptschulabschluss noten vierer und fünfer
Sehbehinderung: linkes Auge blind rechts Sehminderung stark kurzsichtig
Alkoholkrank: seit 2000 trocken
chronische bronchitis
2 Alkoholtherapien
mehrere entgiftungen
laut Therapeuten der Suchtklinik leide ich unter einer persöhnlichkeitsstörung. habe probleme mich unter fremden Menschen zu bewegen besonders bei vorstellungsgesprächen u.s.w,

lg hartzhasser

Kannst Du Dich mit Deinen Augen im Dunkeln orientieren? Bist Du in der Lage eine Arbeit sicher zu erreichen mit Deiner Sehkraft? Also, auch im Winter, wenn es früher dunkel wird? Nachtblindheit z. B..

Wenn nicht, dann bist Du nicht wegefähig und somit voll erwerbsunfähig.

Im übrigen muss man aussichtslose Blindbewerbungen nicht machen.
 
E

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Gast
#2
Kannst Du Dich mit Deinen Augen im Dunkeln orientieren? Bist Du in der Lage eine Arbeit sicher zu erreichen mit Deiner Sehkraft? Also, auch im Winter, wenn es früher dunkel wird? Nachtblindheit z. B..

Wenn nicht, dann bist Du nicht wegefähig und somit voll erwerbsunfähig.


Im übrigen muss man aussichtslose Blindbewerbungen nicht machen.
Rechtsverdreher, ich bin auch stark sehbehindert (ein Auge blind, auf dem anderen Auge ca 20 % sehfähigkeit). Ich bin trotzdem voll erwerbsfähig, wie Vollblinde übrigens auch. Schreibe daher bitte nicht so einen Schwachfug.
 

Rechtsverdreher

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#3
Rechtsverdreher, ich bin auch stark sehbehindert (ein Auge blind, auf dem anderen Auge ca 20 % sehfähigkeit). Ich bin trotzdem voll erwerbsfähig, wie Vollblinde übrigens auch. Schreibe daher bitte nicht so einen Schwachfug.
Vollblinde müssen aber erstmal jahrelang lernen damit umzugehen.

Ich habe ein Urteil von einer Frau die in der Dämmerung nur noch wenig sieht, ich glaube die hatte zusätzlich noch ein aG im Ausweis. Die musste auch nicht mehr. Ich hatte das aG vergessen.

Hast Du einen speziellen Bildschirm und Tastatur?
 
E

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Gast
#4
Vollblinde müssen aber erstmal jahrelang lernen damit umzugehen.
Sehbehinderte müssen das auch.

Ich habe ein Urteil von einer Frau die in der Dämmerung nur noch wenig sieht, ich glaube die hatte zusätzlich noch ein aG im Ausweis. Die musste auch nicht mehr. Ich hatte das aG vergessen.
Gut, da leigt auch noch anderes vor, aG kriegen Sehbehinderte nicht. Da muss man schon im Rollstuhl sitzen oder Rolator brauchen. Ich habe übrigens Merkzeichen B (ist auf ständige Begleitung angewiesen). Bin trotzdem erwerbsfähig und habe auch gelernt, mich ohne Begleitung zurecht zu finden.
Hast Du einen speziellen Bildschirm und Tastatur?
Nein, 21er Moni, niedrige Bildschirmauflösung und Bildschirmlupe.

Es ist klar, dass ein Sehbehinderter nicht jeden Job annehmen kann.
Aber er ist deshalb nicht erwerbsunfähig.

Als Bürofachkraft kann ich noch sehr gut mit entsprechenden Hilfsmitteln arbeiten.
 

Rechtsverdreher

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#5
Mit Merkzeichen B und Deiner schwachen Sehkraft bist Du voll erwerbsgemindert.

Du kannst ohne Begleitung keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen und ein KfZ kommt aufgrund Deiner Sehbehinderung auch nicht in Frage.

Ist mir wurscht was der Arzt gesagt hat.
 
E

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#6
Mit Merkzeichen B und Deiner schwachen Sehkraft bist Du voll erwerbsgemindert.

Du kannst ohne Begleitung keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen und ein KfZ kommt aufgrund Deiner Sehbehinderung auch nicht in Frage.

Ist mir wurscht was der Arzt gesagt hat.
Schön, dass du beurteilen kannst, was ich zu können habe. Ich bin in einem Reha-Werk für Blinde und Sehbehinderte zum Verwaltungsfachangestellten umgeschult worden und im Büro voll erwerbsfähig. Wie ich zur Arbeit komme, ist mein Porb. Aurofahren kann ich natürlich nicht, und meinen alten Beruf (Elektroinstallateur auch nicht ausüben.
 
E

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#7
Rechtsverdreher, jetzt entschuldige dich bitte für deine Ungeschlicklichkeit und dann ist Schluss. Wer hält denn das hier aus! Wir haben es doch schon schwer genug.
 

Kerstin_K

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#8
Mit Merkzeichen B und Deiner schwachen Sehkraft bist Du voll erwerbsgemindert.

Du kannst ohne Begleitung keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen und ein KfZ kommt aufgrund Deiner Sehbehinderung auch nicht in Frage.

Ist mir wurscht was der Arzt gesagt hat.

Selten soviel Blödsinn auf einen Schlag gelesen. Nach dieser Logik müßten alle Behinderten, die B im AUswies haben und nicht autofahren könen, erwebsunfähig sein. Hast Du schonmal was von Fahrdiensten gehört, z. B.?
 

Arania

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#9
Ich finde auch das bei Rechtsverdreher die Geduld langsam aufhören sollte, ist bereits schwere Diskriminierung die er hier von sich gibt
 
E

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#10
Guten Tag,

Also das mit erwersunfähig finde ich aber auch schwachsinnig.
Ich bin auch stark kurzsichtig -4,25 und 8,25 und habe überdies eine starke hornhautverkrümmung wo jetzt noch hinzukommt das ich mit dem Kontrastsehen Schwierigkeiten habe und mir schwumerig wird und unscharf sehe wenn ich länger gelesen habe oder so,aber deswegen kann ich doch arbeiten.Dafür habe ich ja eine Brille.Wenn ich die nicht habe,dan ist klar dann kann ich nicht arbeiten,weil ohne Begleitung kann ich mich draussen nicht bewegen und arbeiten.Ansonsten bin ich voll erwerbsfähig.

LG von Kaffeeline
 

Kerstin_K

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#11
Ich finde auch das bei Rechtsverdreher die Geduld langsam aufhören sollte, ist bereits schwere Diskriminierung die er hier von sich gibt
Arania, Diskriminierung sehe ich da nicht, aber haufenweise Unwissenheit.....
 

eAlex79

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#12
Die Diskriminierung kann m.E. darin finden dass er schlecht sehenden bzw blinden Unterstellt vollständig Erwerbsunfähig zu sein während sie es nicht sind.
 

Arania

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#13
Und darin, das er so tut als wenn er allwissend wäre, Arzt, Gutachter etc. alles in einer Person:icon_hihi:
 
E

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#14
Als Betroffener gehe ich mal von Unwissenheit und Dummheit aus. Allerdings sollte man seine Klappe halten, wenn man keine Ahnung hat :icon_laber:

@Rechtsverdreher, so einen wie dich wünsche ich mir als Sachbearbeiter bei der Rentenversicheungsanstalt. Dann wäre mir meine Erwerbsminderungsrente auf Lebenszeit sicher und ich bräuchte mich nicht mehr mit Hartz IV rumplagen. :icon_lol:
 

avalon

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#15
Erwerbsminderung bei fehlender Wegefähigkeit...

...ist ein ziemlich kompliziertes Thema, wie ich selbst habe erfahren müssen. Also:

Wenn, wie es bei Arbeitslosen der Fall ist, bei der Feststellung der Erwerbsminderung oder Arbeitsunfähigkeit nicht aus einen konkreten Arbeitsplatz Bezug genommen werden kann, legen die Sozialgerichte
folgende Kriterien zugrunde: Voll Erwerbsgemindert ist, wer nicht täglich 4 x eine Strecke von 500 m gehen kann (in "angemessener" Zeit, d.h. etwa der doppelten zeit eine Nichtbehinderten) und öffentliche Verkehrsmittel benutzen kann.

Dann kommt das erste Große AAAABER: die Rentenversicherung kann -statt
eine Rente zu Gewähren - auch durch geeignete Mittel die Wegefähigkeit herstellen. Was das für Mittel sind (KFZ, Fahrdienst, Begleitperson...), hängt natürlich vom Einzelfall ab. Und schon kommt das zweite grosse AAAABer: es reicht dabei nicht aus, die Wiederherstellung der Wegefähigkeit für den Fall einer Arbeitsaufnahme zuzusagen, vielmehr muss die Wegefähigkeit tatsächlich hergestellt werden. Die entsprechenden Quellen findet man, wenn man mit "Erwerbsminderung + Wegefähigkeit" googelt.

So gesehen haben eigentlich alle, die sich hier gerade rumgeprügelt haben, irgendwie recht. Und so gesehen ist es auch Schade, dass sich die wenigen, die sich im solchen Foren mit besten Absichten treffen, gegenseitig an die Gurgel gehen....die Gegner, die uns das Leben schwer machen, sind andere....

avalon
 

Arania

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#16
Ich kann nicht sehen das ALLE hier recht hatten, denn auch Dein Beitrag beweist das man nicht sofort erwerbsunfähig oder auch wegeunfähig ist nur weil man sehbehindert ist, mal ganz abgesehen davon, das es auch nicht jeder sein möchte, die meisten Schwerbehinderten wollen arbeiten
 

avalon

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#17
Stimmt, Arania!

Hab' ja auch nichts anderes behauptet! Natürlich können und wollen viele Schwerbehinderte Arbeiten (ich auch!) und es ist schön, wenn's funktioniert. Aber Du und ich wissen, dass viele Betroffene keine angemessene Arbeit finden, und um die ging es mir. Wer aufgrund seiner Behinderung keine Arbeit finden kann, sollte eine entsprechende Erwerbsminderungsrente erhalten. Die Alternativen lauten dann nämlich nicht "Arbeit oder Rente" sondern "Hartz IV oder Rente".
 
E

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#18
avalon, im Prinzip ist das richtig.

Aber ich als Sehbehinderter kann diese 500 m bewältigen, wenn mir der Weg bekannt ist. Ist mir der Weg nicht bekannt, dann lasse ich mich anfangs zwei-/dreimal begleiten. Auch als Sehbehinderter muss ich mir eine gewisse Mobilität aneigen, von Blinden wird dieses auch verlangt, und in entsprechenden Einrichtungen auch in Rahmen von Reha-Maßnahmen trainiert.
Und auch, wenn in meinem Ausweis das Merkzeichen "B" steht, es steht mir nicht immer eine Begleitperson zur Verfügung.

Sicher kann ich nur Arbeitsstellen annehmen, die mit öffentlichen Verkehsmitteln erreichbar sind.

Es kommt natürlich auch immer auf den Einzelfall an, aber die pauschale Behauptung, alle Sehbehinderten sind nicht erwerbsfähig, ist so nicht richtig. Und ein Schlag ins Gesicht für alle Sehbehinderte, die sich sehr wohl noch erwerbsfähig fühlen, aber gerade mit diesen Vorurteilen seitens der Arbeitgeber konfrontiert werden und deshalb geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.
 

avalon

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#20
Is ja schon gut, is ja schon gut! Ich widerrufe feierlich und ändere meine Formulierung in "Ich weiss, dass Behinderte auf dem Arbeitsmarkt grosse Probleme haben und wage die durch nichts belegte Vermutung zu äussern, dass auch Du das eventuell möglicherweise vielleicht auch wissen könntest."

Eieiei, gefährlicher Ort hier! Bin heute zum ersten mal hier und habe mich eigentlich nur angemeldet, weil ich mich in letzter Zeit leider selbst intensiv mit dem Thema "Erwerbsminderung bei eingeschränkter Wegefähigkeit" befassen musste und glaubte, einem Bertoffenen möglicherweise einen Tip geben zu können, den Hartz IV-Schikanen zu entgehen. Tut mir leid, wenn jemand glauben sollte, ich habe ihn diskriminieren oder ihm/ihr sonst irgendwie zu nahe treten wollen. Bin schon wieder weg!
 
E

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#22
(...)

Eieiei, gefährlicher Ort hier! Bin heute zum ersten mal hier und habe mich eigentlich nur angemeldet, weil ich mich in letzter Zeit leider selbst intensiv mit dem Thema "Erwerbsminderung bei eingeschränkter Wegefähigkeit" befassen musste und glaubte, einem Bertoffenen möglicherweise einen Tip geben zu können, den Hartz IV-Schikanen zu entgehen. Tut mir leid, wenn jemand glauben sollte, ich habe ihn diskriminieren oder ihm/ihr sonst irgendwie zu nahe treten wollen. Bin schon wieder weg!
@avalon, ich weiß nun nicht, wen du mit "einem Betroffenen" meinst, den ursprünglichen Treaderöffner (Harzhasser) oder mich.

Ich fühle mich durch deinen Beitrag keineswegs diskriminiert, das bezog sich auf einen anderen User.

Ich wollte nur deutlich machen, dass ich - wie viele andere Sehbehinderte auch - arbeiten kann und will.

Ok, Erwerbsminderungsrente in Verbindung mit einer Nebentätigkeit wäre schon eine feine Alternative. Angesichts leerer Rentenkassen wird dieses aber immer schwieriger. Vorher wird man in beruflichen Rehamaßnahmen, Umschulungen usw. gesteckt. In meinem Alter (54) sinnlos, denn danach darf ich wieder ALG II beantragen.
 

avalon

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#23
Nein, Rüdiger, ich meinte nicht Dich sonder Hartzhasser, der sich (m.E. zurecht) darüber beklagt hat, dass er zu teilweise vollkommen sinnlosen Bewerbungen genötigt wird. In meinen Augen sagt "erwebsunfähig" wenig über die betroffene Person aus, sondern vor allem etwas über die Art und Weise, wie die Betroffenen von potenziellen Arbeitgebern wahrgenommen werden. Die übelste Form von Diskriminierung besteht für mich darin, Menschen aufgrund körperlicher Einschränkunken faktisch vom Arbeitsmark auszuschließen und sie gleichzeitig mit einem Sanktionsinstrumentarium zu drangsalieren, dass letzlich auf impliziten Unterstellungen wie "unqualifiziert" oder "faul" beruht.

Grüße

avalon
 
E

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#24
avalon, das entspricht meinen Erfahrungen.

Seit Gründung der Arge gibt es für ALG II-Emfänger hier vor Ort keine Arbeitsvermittler für Behinderte.

Das heißt, ich muss jedesmal dem für mich zuständigen Arbeitsvermittler (die leider sehr häufig wechseln) erneut meine Situation erklären.

Trotzdem erhalte ich (wenn überhaupt) Stellenvorschläge, die nicht für mich geeignet sind, z.b. Führerschein erforderlich, Arbeitsort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer oder nur durch häufiges Umsteigen erreichbar usw.

Arbeitgeber - ich will hier noch nicht mal von Diskriminierung sprechen, sondern eher von Unwissenheit und Vorurteilen. Behinderte bringen nicht die volle Leistung, sind oft krank, verursachen daher nur Kosten, das ist leider immer noch die gängige Meinung.
 

Heiko1961

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#25
Hab' ja auch nichts anderes behauptet! Natürlich können und wollen viele Schwerbehinderte Arbeiten (ich auch!) und es ist schön, wenn's funktioniert. Aber Du und ich wissen, dass viele Betroffene keine angemessene Arbeit finden, und um die ging es mir. Wer aufgrund seiner Behinderung keine Arbeit finden kann, sollte eine entsprechende Erwerbsminderungsrente erhalten. Die Alternativen lauten dann nämlich nicht "Arbeit oder Rente" sondern "Hartz IV oder Rente".
Wenn das mal so wäre, dann......:D , aber die Messlatte wird doch immer höher gehängt.
Ich denke mal, so in der Art war auch die Meinung von Rechtsverdreher zu verstehen.
Der Punkt "Arbeitsmarkt" ist auch im EU- Rentengesetz berücksichtigt.
 

Rechtsverdreher

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#26
Also das mit erwersunfähig finde ich aber auch schwachsinnig.
Ich bin auch stark kurzsichtig -4,25 und 8,25 und habe überdies eine starke hornhautverkrümmung wo jetzt noch hinzukommt das ich mit dem Kontrastsehen Schwierigkeiten habe und mir schwumerig wird und unscharf sehe wenn ich länger gelesen habe oder so,aber deswegen kann ich doch arbeiten.Dafür habe ich ja eine Brille.Wenn ich die nicht habe,dan ist klar dann kann ich nicht arbeiten,weil ohne Begleitung kann ich mich draussen nicht bewegen und arbeiten.Ansonsten bin ich voll erwerbsfähig.

Wo soll da der Zusammenhang sein?


Als Betroffener gehe ich mal von Unwissenheit und Dummheit aus. Allerdings sollte man seine Klappe halten, wenn man keine Ahnung hat
Das sagst Du ?

...ist ein ziemlich kompliziertes Thema, wie ich selbst habe erfahren müssen. Also:

Wenn, wie es bei Arbeitslosen der Fall ist, bei der Feststellung der Erwerbsminderung oder Arbeitsunfähigkeit nicht aus einen konkreten Arbeitsplatz Bezug genommen werden kann, legen die Sozialgerichte
folgende Kriterien zugrunde: Voll Erwerbsgemindert ist, wer nicht täglich 4 x eine Strecke von 500 m gehen kann (in "angemessener" Zeit, d.h. etwa der doppelten zeit eine Nichtbehinderten) und öffentliche Verkehrsmittel benutzen kann.

Dann kommt das erste Große AAAABER: die Rentenversicherung kann -statt
eine Rente zu Gewähren - auch durch geeignete Mittel die Wegefähigkeit herstellen. Was das für Mittel sind (KFZ, Fahrdienst, Begleitperson...), hängt natürlich vom Einzelfall ab. Und schon kommt das zweite grosse AAAABer: es reicht dabei nicht aus, die Wiederherstellung der Wegefähigkeit für den Fall einer Arbeitsaufnahme zuzusagen, vielmehr muss die Wegefähigkeit tatsächlich hergestellt werden. Die entsprechenden Quellen findet man, wenn man mit "Erwerbsminderung + Wegefähigkeit" googelt.

So gesehen haben eigentlich alle, die sich hier gerade rumgeprügelt haben, irgendwie recht. Und so gesehen ist es auch Schade, dass sich die wenigen, die sich im solchen Foren mit besten Absichten treffen, gegenseitig an die Gurgel gehen....die Gegner, die uns das Leben schwer machen, sind andere....
Endlich mal ein sinnvolles Posting.
 
E

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#27
Zitat von Kaffeeline

Also das mit erwersunfähig finde ich aber auch schwachsinnig.
Ich bin auch stark kurzsichtig -4,25 und 8,25 und habe überdies eine starke hornhautverkrümmung wo jetzt noch hinzukommt das ich mit dem Kontrastsehen Schwierigkeiten habe und mir schwumerig wird und unscharf sehe wenn ich länger gelesen habe oder so,aber deswegen kann ich doch arbeiten.Dafür habe ich ja eine Brille.Wenn ich die nicht habe,dan ist klar dann kann ich nicht arbeiten,weil ohne Begleitung kann ich mich draussen nicht bewegen und arbeiten.Ansonsten bin ich voll erwerbsfähig.


Wo soll da der Zusammenhang sein?
Wie,wo soll da der Zusammenhang sein?:icon_rolleyes:
Das man mit einer sehbehinderung nicht erwerbsunfähig ist!
Das ich ja eine Brille habe,damit ich erwerbsfähig bin!
Ohne die,da wäre ich nicht erwerbsfähig,weil dann so gut wie nichts mehr sehe!

Gruss Kaffeeline
 

Rechtsverdreher

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#28
Wie,wo soll da der Zusammenhang sein?:icon_rolleyes:
Das man mit einer sehbehinderung nicht erwerbsunfähig ist!
Das ich ja eine Brille habe,damit ich erwerbsfähig bin!
Ohne die,da wäre ich nicht erwerbsfähig,weil dann so gut wie nichts mehr sehe!

Meinst Du ein Blinder kann mit einer Brille wieder sehen?

Wir reden hier von Schwerbehinderten und nicht von Brillenträgern.

Ausserdem geht es hier nicht um "kann", sondern um "muss".
Ein Rollstuhlfahrer kann auch jeden Tag 5km mit dem Rollstuhl zur Arbeit rollen, muss er aber nicht.
 
E

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#29
Meinst Du ein Blinder kann mit einer Brille wieder sehen?
Sag mal, rede ich chinesich?:icon_kratz:
Ich habe von mir geredet und ich bin nicht blind!
Und auch Blinde sind nicht zwangsläufig erwerbsunfähig!
Das haben auch schon andere vor mir erklärt!

Gruss Kaffeeline
 

druide65

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#30
Allgemeine Frage dazu:

In öffentlichen Stellenausschreibungen steht ja immer das Behinderte bei gleicher Quali bevorzugt eingestellt werden.

Wie sieht die Praxis aus?
Welches Gefühl hat man dabei bevorzugt eingestellt zu werden?(Wenn es denn dazu kommt)
 

Rechtsverdreher

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#31
Allgemeine Frage dazu:

In öffentlichen Stellenausschreibungen steht ja immer das Behinderte bei gleicher Quali bevorzugt eingestellt werden.

Wie sieht die Praxis aus?
Welches Gefühl hat man dabei bevorzugt eingestellt zu werden?(Wenn es denn dazu kommt)

Das ist nur Show, in Wirklichkeit ist es genau umgekehrt. Das schreiben die nur rein für die Nichtbehinderten die das auch lesen, damit sie denken das sie was tun würden.

Beweis: Die erfüllen die gesetzlich vorgeschriebene Quote auch nicht.
Beispiel: http://www.br-online.de/bayern-heute/artikel/0703/27-schwerbehinderte/index.xml

Und das sind dann mit Sicherheit nur Stellen in den unteren Chargen.

Wenn Du Dich bewirbst und die schicken Dir eine Absage ohne Begründung, dann ist das schon ein Grund die wegen Diskriminierung zu verklagen.
 
E

ExitUser

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#32
Wenn Du Dich bewirbst und die schicken Dir eine Absage ohne Begründung, dann ist das schon ein Grund die wegen Diskriminierung zu verklagen.
__________________
Das stimmt nicht.Das ist eine blosse Vermutung.Das muss schon in der Absage begründet sein.Dann kannst du die verklagen wegen Diskriminierung.Und selbst dann:Meinst Du das das was bringt?Dann hast Du Spiessrutenlauf ohne Ende,wenn die dich einstellen müssten!Deswegen enden sehr viele Arbeitsrechtliche Streitgkeiten mit einer Abfindung.Weil das Arbeitsverhältnis unzumutbar wäre.

Gruss Kaffeeline
 
E

ExitUser

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#33
@Druide, die Praxis sieht leider so aus, dass ein Mitbewerber immer qualifizierter ist.

Da ich ja eine Berufsausbildung/Berufserfahrung für den ÖD habe, habe ich mich einen zeitlang auch bevorzugt im ÖD beworben. Ich hatte hier auch die meisten Vorstellungsgespräche. Wochen darauf kam dann die Absage mit dem Standartsatz "Leider müssen wir ihnen mitteilen, dass wir uns für einen Mitbewerber entschieden haben". Mittlerweile habe ich den ÖD aufgegeben, ich bin auch zu lange draußen.
 
E

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#34
@Druide, die Praxis sieht leider so aus, dass ein Mitbewerber immer qualifizierter ist.
Das ist vielleicht das eine.Soviel wie ich weiss geniesst du auch einen besonderen Kündigungsschutz als Schwerstbehinderter.
Ich glaub,ab 50 %.Liegst du unter 50% kannst du dich,meine ich,gleich stellen lassen.

Gruss Kaffeeline
 

druide65

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#35
@Druide, die Praxis sieht leider so aus, dass ein Mitbewerber immer qualifizierter ist.

Da ich ja eine Berufsausbildung/Berufserfahrung für den ÖD habe, habe ich mich einen zeitlang auch bevorzugt im ÖD beworben. Ich hatte hier auch die meisten Vorstellungsgespräche. Wochen darauf kam dann die Absage mit dem Standartsatz "Leider müssen wir ihnen mitteilen, dass wir uns für einen Mitbewerber entschieden haben". Mittlerweile habe ich den ÖD aufgegeben, ich bin auch zu lange draußen.
Aus dem Grunde frage ich.Ich selber als nicht Behinderter kann mir den Alltag immer schlecht vorstellen bzw.nachvollziehen.

Lassen sich solche Entscheidungen anfechten?

Wie würde der Arbeitsalltag aussehen im Gegensatz zu einem Nichtbehinderten?

Und wie ist dann die Arbeit in Werkstätten für Behinderte zu bewerten?
Gut....meistens sind es psychisch Behinderte...aber ich sehe das mal unter dem Gesichtspunkt ..Behinderung ist erstmal Behinderung
 
E

ExitUser

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#36
Aus dem Grunde frage ich.Ich selber als nicht Behinderter kann mir den Alltag immer schlecht vorstellen bzw.nachvollziehen.

Lassen sich solche Entscheidungen anfechten?
Theoretisch schon, praktisch lässt es sich schwer nachweisen. Das Verhältnis AN - AG dürfte wohl auch nicht das Beste sein, weinn man sich "reinklagt"

Wie würde der Arbeitsalltag aussehen im Gegensatz zu einem Nichtbehinderten?
Ich kann nur von mir jetzt sprechen. Mit entsprechenden Hilfsmittel sieht der Arbeitsalltag genauso aus wie bei "Normalos"

Und wie ist dann die Arbeit in Werkstätten für Behinderte zu bewerten?
Gut....meistens sind es psychisch Behinderte...aber ich sehe das mal unter dem Gesichtspunkt ..Behinderung ist erstmal Behinderung
In Werkstätten für Behinderte, auch geschützte Werkstätten genannt, arbeiten Behinderte, die aufgrund ihrer geistigen oder psychischen Behinderung ständig betreut und angeleitet werden müssen und daher "draußen" auf dem normalen Arbeitsmarkt nicht beschäftigt werden können.

In meiner letzten Beschäftigung war ich für die Auftragsabwicklung zwischen Werkstätten für Behinderte und Abnehmern / Auftraggebern (Industrie, öffentlicher Dienst zuständig und kenne daher die Behindertenwerkstätten. Diese Werkstätten fertigen durchaus sehr hochwertige Produkte.
 

Kerstin_K

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#37
Also der Kündigungschutz ist in der Praxis wenigr Wert als auf dem Papier. Sofern der AG die Kündigung niht gerade wegen der Behinderung, sondrn aus anderen Gründen ausspricht, kann das Integratiionsamt ah nicht viel machen.

So Rehtsverdreher,

jetzt nochmal zu Dir. Siehst Du die Erwerbsunfähigkeitsrente wirklich als erstrebenswerten Zustand an? Ich kenne eine ganze Menge betroffene, die viel lieber arbeiten würden. Ich bin sogar davon überzeugt, dass am passenden Arbeitsplatz mit ggf. entsprechender Ausstattung viele der Menschen, die man in die Rente abgeshoben hat, noch arbeiten könnten. Das Problem sind die Arbeitgeber, die noch immer nicht begriffen haben, dass ihnen in Zuknft sowieso übrwiegend älter Arbeitnehmer mit entsprehenden Handicaps zur Verfügung stehen. Bei meinem Arbeitgeber läuft sowas unter dem Stichwort DIVERSITY.

Mal 2 Beispiele: Als Rollstuhlfahrerein bin ih bei meiner eigenen Reiseplanung auf längere Umsteigezeiten angewiesen. Weil mir das in Fleisch und Blut übergegangen ist, plane ich als Sekretärin auch entsprechend für meine Kollegen. Und die freuen sich auch, weil sie jetzt nicht mehr rennen müssen, um die Anshlüsse zu erreichen.

Eine Bekannte von mir ist hörbehindert. Wenn sie Protokoll führen sollte, gab es immer Probleme, wenn alle durheinander redeten. Inzwischen haben sich ihre Jungs dran gewöhnt. Man läßt sich gegenseitig ausreden, es ist eine ganz andere Besprehungskultur entstanden.

Sicher gibt es auch mal Probleme, aber wenn beide Seiten wirklich wollen, ist vieles machbar. Wo ich früher gearbeitet habe, durfte ih bei Glatteis immer den Parkplatz des Geshäftsführers benutzen. Er fand es zu gefährlich für mich, fünf Meter weiter zu laufen.

Vrstehst Du, was ich meine?
 

Kerstin_K

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#38
Meien Meinung zu den Werkstätten: Ausbeutung, nicht viel besser als EEJ.

Ich kenne einige Leute, die Bringen in einer Werkstatt volle Leistung, allerdings für ein Taschengeld.

Eigentlich soll da ja sowas wie Eingliederung stattfinden, meistens ist in der Beziehung aber tote Hose.
 
E

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#39
Meien Meinung zu den Werkstätten: Ausbeutung, nicht viel besser als EEJ.

Ich kenne einige Leute, die Bringen in einer Werkstatt volle Leistung, allerdings für ein Taschengeld.

Eigentlich soll da ja sowas wie Eingliederung stattfinden, meistens ist in der Beziehung aber tote Hose.
Das stimmt natürlich, allerdings haben diese Menschen auf dem normalen Arbeitsmarkt keine Chancen, und sie sind glücklich, eine sinnvolle Beschäftigung zu haben. Ich habe persönlich gesehen, wie unglücklich die Behinderten bei schlechter Auftragslage waren und weil sie deshalb tagelang nichts zu tun hatten.

Bedingt durch die Behinderung bringen die meisten halt nicht die volle Leistung, sie produzieren viel Ausschuss und müssen pernament betreut werden.
 

druide65

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#40
Meien Meinung zu den Werkstätten: Ausbeutung, nicht viel besser als EEJ.

Ich kenne einige Leute, die Bringen in einer Werkstatt volle Leistung, allerdings für ein Taschengeld.

Eigentlich soll da ja sowas wie Eingliederung stattfinden, meistens ist in der Beziehung aber tote Hose.
Ja....aber man muss ja die Betreuungskosten sehen.Betreutes Wohnen volle Verpflegung etc

Umsonst ist ja nun mal nichts....
 

druide65

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#41
Also der Kündigungschutz ist in der Praxis wenigr Wert als auf dem Papier. Sofern der AG die Kündigung niht gerade wegen der Behinderung, sondrn aus anderen Gründen ausspricht, kann das Integratiionsamt ah nicht viel machen.

So Rehtsverdreher,

jetzt nochmal zu Dir. Siehst Du die Erwerbsunfähigkeitsrente wirklich als erstrebenswerten Zustand an? Ich kenne eine ganze Menge betroffene, die viel lieber arbeiten würden. Ich bin sogar davon überzeugt, dass am passenden Arbeitsplatz mit ggf. entsprechender Ausstattung viele der Menschen, die man in die Rente abgeshoben hat, noch arbeiten könnten. Das Problem sind die Arbeitgeber, die noch immer nicht begriffen haben, dass ihnen in Zuknft sowieso übrwiegend älter Arbeitnehmer mit entsprehenden Handicaps zur Verfügung stehen. Bei meinem Arbeitgeber läuft sowas unter dem Stichwort DIVERSITY.

Mal 2 Beispiele: Als Rollstuhlfahrerein bin ih bei meiner eigenen Reiseplanung auf längere Umsteigezeiten angewiesen. Weil mir das in Fleisch und Blut übergegangen ist, plane ich als Sekretärin auch entsprechend für meine Kollegen. Und die freuen sich auch, weil sie jetzt nicht mehr rennen müssen, um die Anshlüsse zu erreichen.

Eine Bekannte von mir ist hörbehindert. Wenn sie Protokoll führen sollte, gab es immer Probleme, wenn alle durheinander redeten. Inzwischen haben sich ihre Jungs dran gewöhnt. Man läßt sich gegenseitig ausreden, es ist eine ganz andere Besprehungskultur entstanden.

Sicher gibt es auch mal Probleme, aber wenn beide Seiten wirklich wollen, ist vieles machbar. Wo ich früher gearbeitet habe, durfte ih bei Glatteis immer den Parkplatz des Geshäftsführers benutzen. Er fand es zu gefährlich für mich, fünf Meter weiter zu laufen.

Vrstehst Du, was ich meine?
Das sich die Arbeitswelt ändert ergibt sich ja schon alleine aus der demograpischen Entwicklung.

Siehst du dich da als Vorreiterin?
 

Kerstin_K

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#42
Ja....aber man muss ja die Betreuungskosten sehen.Betreutes Wohnen volle Verpflegung etc

Umsonst ist ja nun mal nichts....
Druide, ich kenne da übewiegend Leute, die morgens hinfahren und nachmittags heim, wie in jedem nomalen Job.
 

druide65

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#43
Druide, ich kenne da übewiegend Leute, die morgens hinfahren und nachmittags heim, wie in jedem nomalen Job.
Mag sein.Kann ich nicht beurteilen.

In meiner Stadt werden diese alle betreut.24/7
Volle Verpflegung.
Die Betreuer und Ausbilder sind auch nicht gerade billig,da du Zusatzqualis brauchst.

Gerade die Personalseite ist sehr kostenintensiv.
 
E

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#44
(...)

Gerade die Personalseite ist sehr kostenintensiv.
Das ist richtig, und auch diese Werkstätten müssen kostendeckend arbeiten. Da die Industrie leider immer mehr Aufträge in Billiglohnländer vergibt, haben es auch die Werkstätten für Behinderte schwer.
 

Arania

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#45
wir müssen jetzt aber auch mal sehen das unter den Begriff schwerbehindert eine Vielzahl Menschen fallen mit den unterschiedlichsten Einschränkungen, die wenigsten davon arbeiten in betreuten Werkstätten, sondern in ganz normalen Beschäftigungsverhältnissen, eventuell mit einigen Hilfsmitteln, deswegen denke ich man kann hier eh nicht pauschal argumentieren:wink:
 

druide65

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#46
Das ist richtig, und auch diese Werkstätten müssen kostendeckend arbeiten. Da die Industrie leider immer mehr Aufträge in Billiglohnländer vergibt, haben es auch die Werkstätten für Behinderte schwer.
Die haben bei uns eine Wäscherei und Heissmangel etabliert.
Läuft sehr gut und hat sehr guten Zuspruch, da gute Leistung zu reellen Preisen.

Ich denke liegt auch etwas am Management.Man muss sich örtliche Nischen suchen.
 
E

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#47
Arania,
Ja, und man muss auch berücksichtigen, dass ein großer Teil (vor allem psychisch Kranke) nur eine bestimmte Zeit in diesen Werkstätten arbeiten und dann wieder in dem Arbeitsmarkt integriert werden.
 

Arania

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#48
Ja, das ist bei uns in der Stadt auch so, da gibt es einige Projekte besonders für psychisch Kranke
 
E

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#49
Die haben bei uns eine Wäscherei und Heissmangel etabliert.
Läuft sehr gut und hat sehr guten Zuspruch, da gute Leistung zu reellen Preisen.

Ich denke liegt auch etwas am Management.Man muss sich örtliche Nischen suchen.
Am Management hapert es oft, die Behindertenwerkstätten werden oft sehr unflexibel geleitet.
 

druide65

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#50
Arania,
Ja, und man muss auch berücksichtigen, dass ein großer Teil (vor allem psychisch Kranke) nur eine bestimmte Zeit in diesen Werkstätten arbeiten und dann wieder in dem Arbeitsmarkt integriert werden.
Ah..interssant

Bei uns sind in den Werkstätten nur ...sagen wir mal dauerhaft Behinderte.

Psychisch Kranke...um da mal so zu formulieren....sind in der der Klinik und werden bei längerfristigen Aufenhalt nur einer Beschäftigungstherapie unterzogen
 

druide65

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#51
Am Management hapert es oft, die Behindertenwerkstätten werden oft sehr unflexibel geleitet.
Aber die meisten Werkstätten sind doch e.V müssen also ergo eh nicht gewinnorientiert arbeiten...oder dürfen das nicht.

Oder sehe ich da jetzt etwas falsch?
 

Kerstin_K

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#52
Hallo Druide,

mich selber sehe mich nicht als Vorreiterin, eher meinen Arbeitgeber.

Weißt Du, ich habe meine Behinderung von Geburt an. Bin sozusagen Teilzeitrolli, ganz grob gesagt: Drinen zu Fuß, draußen auf Rädern. Für mich war es immer selbstverständlich, zu arbeiten, Ih war auh die einzige Behinderte auf menem Gymnasium, und das war noch zu Zeiten, als man Behinderte vorzugsweise in Sonderschulen steckte. Barrierefrei? Fremdwort. Trotzdem war ich schneller im 4. Stock als manch anderer und ein Fachlehrer für Sport und Bio fühlte sich in seiner Ehre gekränkt, als ich an ihm vorbeizog, weil ihm die Puste ausging. Und wenn ich mal später kam, weil eine 5-Minuten-Pause verdammt wenig war für 4 Etagen runter, quer durchs Gebäude, 4 Etagen wieder rauf, haben die Lehrer hahlt auch nichts gesagt. Eine hat mal gemotzt, der habe ih dann die Meinung gesagt. Später hatte ich sie in Spanisch, als die Sportarten dran waren, wollte sie mih übergehen, habe ich aber nicht zugelassen. Vom Schulsport war ich befreit, aber im Landheim flog mal ein Ball aus dem Völkerballfeld. Ich habe ihn gefangen und zurückgeworfen. DIe Sportlehrerin ließ mich dann den anderen Wurftechnik beibringen. Als ich mit 14 endlich shwimmen konnte, war das der letzten Nihtshwimmerin in meiner Klasse schon peinlich ...

Ausbildung war auf dem normalen Arbeitsmarkt dann nicht machbar. Gab halt sowieso zu wenig Ausbildungsplätze. Deshalb bin ich ins BfZ. Aber nix Bürokauffrau, wie das Arbeisamt meinte. Da hätte ih mir das Abi ja sparen können. DV-Kauffrau durfte es schon sein. Aus heutiger Sicht hätte ich studieren sollen, aber ih war die erste in meiner Familie mit Abi, ich habe mich damals nicht getraut. Was ich da im BFZ erlebte, war schon ein Schock. Ich war es gewohnt, das man sich gegenseitig hilft. Der Geistig behinderte schiebt den Rollstuhlfahrer, der Quershnitt füttert den Spasti beim Essen... Aber sowas gab es da nicht. Die Rollis hatten Einzelzimmer, die Läufer schliefen zu zweit. Die Rollis hatten nen eigenen Tisch, bekamen das Essen gebracht, die Läufer mußten Schlange stehen. Am Wohenende habe ih mit meinem Freund (Läufer) zusammen das Frühstück geholt und wir haben gemeinsam an einem Tisch gegessen. Das war die Sensation da!

Tja, nah der Ausbildung hatte ich dann als einzige Rollifahrerin und zudem als einzige Frau in meienm Kurs schon vor Ende nen Arbeitsvertrag in der Tasche. Ich fand es normal, dort war es nal wieder was besonderes.

So ging es weiter. Gut, ich war auch mal 23 Monate arbeitssuchend, aber ich sehe meine Behinderung als ein Teil von mir. Ohne gibt es mich nicht, ohne wäre ich eine andere Persönlichkeit. Wer mich so nimmt, auf den kann ich gut verzichten. Die Probleme, die mal entstehen, sehe ich als Herausforderung. Vielleiht bin ih heue niht mehr ganz so ehrgeizig, wie in jungen Jahren, knne men Grenzen und teile mir meine Kräfte ein, aber ich kämpfe für meine Rechte. Ich gehe sehr offen mit meiner Behinderung um, und wenn damit jemand ein Problem hat, helfe ich ihm gern sein Problem zu lösen, notfalls zeige ih ihm halt erstmal, dass er ein Problem hat, nicht ich.

Menschen, die Ihre Behinderung verbergen, weil sie Nachteile befürchten, oder die in die Rente abgeshoben werden, obwohl sie an einen passenden Arbeitsplatz noh viel leisten könnten, tun mir leid.
 

druide65

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#53
Menschen, die Ihre Behinderung verbergen, weil sie Nachteile befürchten, oder die in die Rente abgeshoben werden, obwohl sie an einen passenden Arbeitsplatz noh viel leisten könnten, tun mir leid.
Stimmt.Potentiale soll man nützen.Siehe Stephen William Hawking.
Ist ja auch für den AG von Nutzen.
 

druide65

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#55
Sicher das müssen die.Keine Frage...

Wie gesagt...liegt aber auch am Management.
Da müssen gezielt örtlichen Nischen gefunden werden...oder Marktlücken.
Dann geht das auch.

Und das ist denke ich mir auch im Interesse der Behinderten (Ich persönlich finde das Wort immer etwas ..blöde)
 
E

ExitUser

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#56
Sicher das müssen die.Keine Frage...

Wie gesagt...liegt aber auch am Management.
Da müssen gezielt örtlichen Nischen gefunden werden...oder Marktlücken.
Dann geht das auch.

Und das ist denke ich mir auch im Interesse der Behinderten (Ich persönlich finde das Wort immer etwas ..blöde)
Bei uns gehören die Werkstätten zum großen Teil der Diakonie = Kirche = öD und damit entsprechend schwerfällig und unflexibel.

In der Auftragsvermittlung konnte ich das tagtäglich spüren, viele gute Aufträge kamen gerade wegen dieser Schwerfälligkeit nicht zu Stande. Der potentielle Kunde ist dann abgesprungen und hat dann seine Aufträge in Billiglohnländer vergeben. Eine erneute Kundenakquise war dann meistens nicht mehr erfolgreich.
 

druide65

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#57
Eine erneute Kundenakquise war dann meistens nicht mehr erfolgreich.
Traurig....man kann es auch anderes machen.Auch diese Menschen haben Potentiale ,die man nützen kann.Und ich denke das ist auch in ihrem Interesse ....es sind Menschen wie du und ich.Halt mit Handikap
 

hartzhasser

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#58
also ich hatte im April ein vorstellungsgespräch bei einer Zeitbude, habe den disponenten von meinen Sehproblemen erzählt, dieser sagte dann das es für mich keinen arbeitsplatz gäbe, da dort vorwiegend Akkord gearbeitet wird, und man ein gutes reaktionsvermögen haben muss, ferner steht in meiner Akte das ich an keiner laufenden Maschine arbeiten darf, beim gucken muss ich immer den kopf drehen aufgrund der augenmuskellähmung, habe auch probleme abends mit dem Fahrrad zu fahren besonders in schlecht beleuchteten gegenden, bin sogar schon mal im dunkeln in eine Hecke gefahren. obwohl ich eine neue Lesebrille habe muss ich Zeitungen und kleingedrucktes mit der Lupe lesen, und wenn ich am tage mit dem Fahrrad fahre und mich überholt ein anderer radfahrer bekomme ich es erst mit wenn er neben mir ist, muss ständig den Kopf drehen um zu sehen ob hinter mir ein Radfahrer fährt.da ich die Augen nicht bewegen kann.

lg hartzhasser
 

Kerstin_K

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#59
Traurig....man kann es auch anderes machen.Auch diese Menschen haben Potentiale ,die man nützen kann.Und ich denke das ist auch in ihrem Interesse ....es sind Menschen wie du und ich.Halt mit Handikap
Eben, Druide,

und genau da setzt DIVERSITY an. Wir sehen das Handicap nicht als Nachteil, sondern als Vorteil: WIr sind so verschieden, wie unsere Kunden.
 
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