Schwierige Situation einer Guten Freundin

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creichertz

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Also eine gute Freundin von mir hat ein ziemliches Problem daheim.

Hier mal die Erklärung in Kurzform damits nicht zu weit ausufert:

Sie wird am 1.April 22, ist also U25

Sie hat ein eigenes Kind(jetzt knapp 5 Jahre alt), alleinerziehend(Erzeuger derzeit im Knast. Unterhaltsvorschuss und Kindergeld kassieren ihre Eltern) aber durch einigen mist den sie in der Vergangenheit gebaut hat hat das Jugendamt die Pflegschaft für die Kleine auf die Eltern übertragen. Sorgerecht soll so wie es heist weiter bei ihr sein(Weis nur was ich so rausgehört habe zu dem Thema. Sollte das wichtig sein müsste ich mich halt genauer erkundigen)

Sie wohnt nach einigem hin und her und zeitweisem Auszug zu ihrem damaligem Freund jetzt wieder daheim in einer 1,5 Zimmerwohnung im Keller allerdings ohne offiziellen Mietvertrag.

Das Kind pendelt tagsüber zwischen Ihr, Seiner Oma(die das Sorgerecht hat) und der Uroma(die im Selben Haus im 1 OG wohnt) hin und her.Schlafen tut es woi es gerade Lust hat.

Jetzt zum eigendlichen Problem:

Ihre Eltern(Mutter und Stiefvater) bauen derzeit ein neues Haus nebenan und die ganze Familie dreht total am Rad.
Jetzt soll sie ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten(bekommt kaum noch Essen und sonstige Unterstützung von denen.Aber durch Sonderschule usw auch kein Job ausser ner inoffiziellen Putzstelle wo sie nur 10-20 Euro die Woche bekommt) und Miete bezahlen sonst würde ihr2 Oma sie aus der Wohnung schmeissen(die Mutter hält sich raus und kuscht)

Hat sie derzeit Anspruch auf ALG2 (Sie müsste doch trotz der Probleme mit dem Kind eine eigene BG bilden, oder nicht?)oder wie soll sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Kann sie die Miete auch vom Amt bekommen?

Kann es Probleme mit der Arge geben weil sie vor 1,5 Jahren eine Hauptschulmaßnahme und danach eine REHA-Lehre zur Hauswirtschaftshelferin wegen dem andauernden Stress daheim abgebrochen hat(ist damals abgehauen zu ihrem damaligen Freund)

Währe froh wenn ihr mir da weiterhelfen könntet.


Mfg Chris
 

alvis123

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Hi Chris..

..ist wirklich eine schwierige Situation, in der sich Deine Freundin befindet.

Zunächst mal hat nicht das Jugendamt die Pflegschaft des Kindes an die Mutter Deiner Freundin übertragen. Dies wurde von einem Richter vom Vormundschaftsgericht getan. Wenn Deine Freundin mit ihrem Kind eine Bedarfsgemeinschaft bilden will, muss sie da wieder das Sorgerecht beantragen. Da sie keine Wohnung und sonstiges Einkommen hat, wird sie es wohl nicht so schnell bekommen, da hier das Kindeswohl im Vordergrund steht.

Selbstverständlich hat Deine Freundin Anspruch auf ALGII, wenn sie ihn durchsetzt. Im Moment lebt sie in einer Bedarfsgemeinschaft mit ihrer Mutter, Stiefvater und ihrem Kind. Wenn also ihre Eltern Geld von ihr haben wollen, muss ALGII beantragt werden. Sicher wird das böses Blut geben, denn Geld ist da, wenn gebaut wird, aber mehr als rausschmeissen können ihre Eltern sie auch nicht.

Wenn sie dann eine eigene Wohnung hat, kann sie ja das Sorgerecht für ihr Kind beantragen.

MfG
 

creichertz

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Hallo Alvis,

ich weis. und ich bin jetzt zwar schon einiges im Umgang mit dem AA und Arge gewohnt aber manchmal komm ich da echt nicht weiter mit meinem Latein.

Kann sein mit dem Gericht. Das ist echt Neuland für mich, daher glaub ich dir das jetzt einfach mal so.
Ich weis jetzt nur was sie gesagt hat und das wäre das sie laut Jugendamt jederzeit ihr Kind wieder ganz haben könne. Damit drohen ihre Eltern und die Oma ihr ja auch jedesmal wenn Streit ist weil sie ja wissen das sie nichts hat derzeit. Und da sie kaum Ahnung hat was ihr zusteht macht ihr das ja auch jedesmal so viel Angst das sie kuscht.
Sorgerecht beantragen würde ich vorläufig auf die längere Bank schieben. Erstmal müsste ich sie Selbstständig bekommen.

Das mit dem Durchsetzen bei der Arge würden wir schon hinbekommen wenn ich ihr helfe. Kennst du zufällig auch den Paragraphen in den SGB´s auf den wir uns dabei berufen könnten.


Das Geld für den Hausbau scheint aus indirekten Quellen von der Familie zu kommen da sie zur Zeit nur Hausfrau ist und er längere Zeit nur nen 400 Euro-Job in ner Tankstellenwerkstatt hatte soviel ich weis.

Meine Befürchtung ist einfach nur das die Arge ihr kein Geld bewilligt weil sie U25 ist. (Eine andere Bekannte hatte das U25-Problem damals in der Art auch,allerdings ohne Kind, und ihre Mutter hat vor der Arge einfach behauptet es gäbe kein Prob und sie könnte gerne daheim Wohnen usw aber als die Ablehnung da war hies es: Ist mir doch egal wo du pennst hier kommst du nicht mehr rein)

Oder ist das egal weil sie ja ihr Kind wieder bei sich holen können will?

Wer muss denn den Antrag stellen, Sie oder einer von den Eltern? Aus der Richtung brauchen wir wohl nicht mit Hilfe dabei zu rechnen.

Grade der Rausschmiss macht ihr Angst(auch wegen der Reaktion ihrer Kleinen die dann Total fertig wäre)weil sie ja auch nicht weis wo sie in der Übergangszeit hin soll.

Mfg Chris
 

alvis123

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Hi Chris..

...wie schon geschrieben: Deine Freundin hat Anspruch auf ALGII, wenn sie ihn durchsetzt.

Diese Website dazu find ich recht gut (solltest alles mal durchlesen):

[FONT=&quot]Hartz IV 4 - ALG II 2 - Arbeitslosengeld II 2[/FONT]


Wenn Euer Entschluss feststeht, geht am besten gemeinsam mit den erforderlichen Unterlagen zum Amt/ARGE und beantragt für sie ALGII.

Was dann passiert, weiss ich nicht, aber ich vermute mal:

Das Amt wird feststellen, dass Deine Freundin U25 in einer Bedarfsgemeinschaft mit Mutter und Stiefvater lebt. Auch von denen werden Einkommensnachweise benötigt und da geht nach Deiner Schilderung der "Krieg" wahrscheinlich los, weil diese voraussichtlich die Herausgabe der Unterlagen verweigern. Dies kann Deine Freundin allerdings einklagen. Dazu solltet Ihr Kontakt mit einem Rechtspfleger beim Amtsgericht (kostenlos) suchen und die Lage schildern. Der ist von Amts wegen verpflichtet, Euch juristisch weiterzuhelfen.
Auch einen Rausschmiss aus ihrem Elternhaus sollte Deine Freundin einkalkulieren. Hier bieten sich dann via Sozialamt der Gemeinde Frauenhäuser oder Obdachlosenunterkünfte an. Auch Du könntest ihr ja vorübergehend Asyl gewähren?

Es liegt also nur an Deiner Freundin und Dir, ob Ihr das durchziehen wollt.

MfG
 

creichertz

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Hallo Alvis,

danke für den Tip. Werde mir die Seite gleich mal einverleiben.

Genau das hab ich befürchtet, das gibt auf jeden Fall Streß. Naja muss sie wohl durch.
Frauenhaus will sie nicht(wir beide hatten mal ne gute Freundin die da war und die Damen da scheinen ziemlich unfreundlich und herrschsüchtig zu sein so wie ich das schon mehrfach gehört habe aus erzählungen(gilt jetzt mal nur für das bei uns, weis nicht wie das woanders ist)

Das mit dem bei mir vorübergehend unterkommen ist schlecht möglich da ich ein gebranntest Kind bin in der Sache.

Die letzte die ich bei mir für 6 Monate aufgenommen habe weil sie so Stress daheim hatte wollte nachher lesbisch werden und hat ihrer neuen Liebe die dollsten Dinger über mich erzählt(unter anderem angebliches Gefummel gegen ihren Willen und ich hätte als Gegenleistung fürs Wohnen gewisse mündliche Dienste von ihr eingefordert. Ich konnte zum Glück das Gegenteil beweisen aber dann sind die vor Gericht wegen angeblicher unerlaubter Weitergabe von "privaten" Fotos wo ich zum Glück die Mails von ihr noch habe in denen sie schreibt das ich sie an ihre Bettabschnittsgefährtin schicken soll.) Und nach so Storys wird wohl jeder vorsichtig sein so ein Risiko zu wiederholen, vor allem da ich mit ihr bis zu dem Zeitpunkt des Auszugs bei mir wirklich ein Kopf und ein ***** war wie man so schön sagt. Wir waren nie zusammen aber die Freundschaft war so eng das jeder von außen es gedacht hat.(und es lief halt auch einiges bei uns im Bett)
Die Sache kam völlig ohne Vorwarnung für mich.


Also habe ich mich darauf festgelegt das ich zum Wohl meines Rufes und meiner Freundschaften keine/n mehr bei mir aufnehme und nur noch meine Tatkräftige Hilfe bei der Lösungssuche anbiete.

Ich befürchte halt nur das die Eltern und die Oma das Kind als Druckmittel benutzen werden und weis nicht ob sie dafür schon stabil genug ist wenn sie von ihrer kleinen dann eingetrichterte Vorwürfe vorgesetzt bekommt.(durch die Pflegschaft haben sie halt eine gute Möglichkeit die kleine zu beeinflussen)

Naja wir werden sehen was dabei rauskommt. Irgendwas muss sie ja Unternehmen denn so gehts nicht weiter.

Mfg Chris
 

alvis123

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Hi Chris...

...vielleicht verstehen ja die Eltern und Oma Deiner Freundin dies als einen "Schuss vor den Bug" und behandeln Deine Freundin dann besser als bisher.

Verwandte gerader Linie sind einander zu Unterhalt verpflichtet. Deswegen schrieb ich ja, dass beim Bauen Geld da sein muss.:icon_idee:

siehe hier:

[FONT=&quot]Unterhalt volljähriger Kinder[/FONT]


Ich selbst war zweimal in meinem Leben für längere Zeit alleinerziehend; meine Älteste war auch etwa drei Jahre bei meinen Eltern, als meine erste Frau bei einem Autounfall ums Leben kam. Als meine Eltern nicht mehr konnten oder wollten (ich arbeitete auswärts) musste ich auch meine Arbeitsstelle aufgeben und mir eine Wohnung suchen, um mein Kind zu mir zu nehmen.
Als ich die Wohnung vorweisen konnte, bekam auch ich wieder das Sorgerecht. Später heiratete ich dann zum zweitenmal.

Mehr dazu kannst Du hier finden:

[FONT=&quot]Sorgerecht[/FONT]

Ich hoffe, ich konnte Dir umfassend helfen und wünsch Euch viel Glück.

MfG
 
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