Schwerwiegende Probleme innerhalb der Bedarfsgemeinschaft, die sich nur durch Umzug lösen lassen. Wer kann weiterhelfen? (1 Betrachter)

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Tripod

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Ich möchte ein etwas sensibles Thema ansprechen, das nicht so ganz einfach anzufassen ist.

Ich wohne seit zwei Jahren in einer BG. Probleme gab es von Anfang an, die lassen sich in Kürze schlecht darstellen.

Fakt ist, ich lebe mit einem Messi (was sich mir (Blindfisch) nicht von vornherein so gezeigt hat). Inzwischen sind die Zustände hier Filmreif und ich kämpfe jeden Tag gegen so einfach Dinge, wie das nicht begraben von z. B. Steckdosen unter "Nutzmüll". Abgesehen von solchen gefährlichen Dingen, wird mir jeden Morgen übel, wenn ich die Augen öffne.

Seit die Dinge und deren Entwicklung absehbar geworden sind, suche ich nach einer Wohnung für meine völlig kooperationsunfähige MB. Bisher ohne nennbaren Erfolg.
Gespräche oder gar eine nachvollziehbare Argumentation zum Thema sind (bisher) unmöglich. Eine Wagenburg der Schweigens ruht über allem.

Was ich dem JC. gegenüber nun versuchen möchte ist folgendes:

1. die Aufhebung der BG. Einfach aus formalen Gründen, auch um die Trennung der Haushalte vorzubereiten und zu erleichtern, aber auch wegen der drohenden Kosten.
(Wenn sich kein anderer Weg bietet, muss ich (Hauptmieter) die Wohnung kündigen und selbst umziehen, was ich zur Zeit (vier Jahre nach einem vom JC erzwungenen Umzug) finanziell überhaupt nicht darstellen kann.

2. die Zusicherung der Berechtigung von Umzug und Trennung der Haushalte, auch wenn jede einzelne neue Wohnung teurer sein wird als die derzeitige.
Dazu wird gegebenenfalls die Parallelhaltung von zwei respektive drei Wohnungen kurzzeitig notwendig sein, weil sich eine Stichtagslösung ohne vorhergehende Räumung der derzeitigen Räume überhaupt nicht denken lässt. Völlig angesehen von den allfälligen Renovierungsleistungen und eventueller Nichtkompatibilität von Vertragslaufzeit und Aufnahme eines neuen Mietverhältnisses.
Sollte eine Stichtagslösung notwendig sein, werden alle Renovierungs- und Umzugstätigkeiten aus Termingründen an professionelle vergeben werden müssen, was vermutlich deutlich teurer wird. (Die Abwicklung eines Umzuges zu vergeben ist aus psychologischen Gründen (Wagenburgeffekt) einerseits so gut wie unmöglich, auf der anderen Seite, da es weder Freunde noch Verwandte gibt, physisch sonst nicht zu bewältigen.)

3. Gibt es am Ort (HH) "Zuschlags Regelungen" nach §22 KDU. Unter Punkt 1.3. sind Beispiele genannt. Meine Frage dazu, es wird ja viel gebaut, sind die dort genannten Zuschläge summierbar? (Falls ja, führt das dann noch zu einer dauerhaften Lösung?)

(Zur Vorbereitung einer Lösung, muss ich meiner MB u. U. eine Kündigung ausstellen, damit sie die Chance auf einen dieser (mehr entmündigenden als hilfreichen) Wohnberechtigungsscheine erhält. (Es gibt hier ganze Statteile, die aus Gründen der drohenden Gettobildung von der Anwendung von dergleichen ausgenommen sind.)
Etwas, das sich (auch dem Amt wie künftigen Vermietern gegenüber) nicht oder nur schlecht formulieren lässt, ist hier der Umstand, das sich ein Umzug meiner zur Vermüllung neigenden MB in allzu beengte Räumlichkeiten (Ein Raum Lösung oder Wohnung ohne Keller/Bodenraum) überhaupt nicht denkbar ist.
(Eine psychologische Lösung des Problems wäre allenfalls eine Langzeitperspektive, ein Rekurrieren darauf, deshalb nicht hilfreich.) Wenn man deutlich werden wollte, könnte man sagen, das ein "alleine Leben" aufgrund gefühlter Mängel ohnehin keine Perspektive hat. Letztlich ist aber eine Lösung über ein Betreuungsverhältnis und eine Situation betreuten Wohnens derzeit nicht gut anzustreben, gleichwohl wäre das notwendig.

Ich hatte noch einen Punkt 4. bezüglich einer "Abwanderung" ins ländliche Umland, ich hatte das geplant, für den Fall das mich das Amt(konkret JC) aus seinem "Vermittlungswahn" entlässt, dafür gibt es aber derzeit keine Anzeichen und die Schwierigkeiten die so etwas mit sich bringt würden mich zur Zeit auch völlig überfordern.

Das alles so zu schreiben und in Worte zu fassen, bläst allerdings alle Hoffnung auf eine Lösung davon, weil der Berg der Schwierigkeiten so deutlich schärfere Konturen bekommt, als durch die alltägliche Brille des Ignorierens und durch Schummelns.

Ein paar aufmunternde bzw. den Blick für die Realitäten schärfende Bemerkungen wären allerdings gerade deshalb hilfreich.

Mit freundlichem Gruße zum Advent!

T.
 

Curt The Cat

Redaktion
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AW: Schwerwiegende Problem innerhalb der Bedarfsgemeinschaft, die sich nur durch Umzug lösen lassen. Wer kann weiterhelf

Moinsen Tripod ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit muß sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]Wohnen unterm Berg[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

Kerstin_K

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AW: Schwerwiegende Problem innerhalb der Bedarfsgemeinschaft, die sich nur durch Umzug lösen lassen. Wer kann weiterhelf

Dir ist bewusst, dass Deine Mitbewohnerin krank ist? Da muss man ansetzen, alles andere ist nur Kosmetik.
 

Tripod

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AW: Schwerwiegende Problem innerhalb der Bedarfsgemeinschaft, die sich nur durch Umzug lösen lassen. Wer kann weiterhelf

Dir ist bewusst, dass Deine Mitbewohnerin krank ist? Da muss man ansetzen, alles andere ist nur Kosmetik.
Ist das nicht zum Tragen gekommen, natürlich weiß ich das, aber das ändert doch nichts an den Tatsachen. Wenn es so ist, wie es ist, kann man nur die Zuspitzung der Dinge betreiben, denn es nutzt nicht, wenn ich mich auf die Kautsch lege.
Im Übrigen gibt es mehrere gesundheitliche Probleme, die dringend der Behandlung bedürften - aber auch dazu müsste man sich bewegen und sich offenbaren.
Wie gesagt, die augenscheinliche Sicherheit der Wagenburg ruht über allem.
 

doppelhexe

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AW: Schwerwiegende Problem innerhalb der Bedarfsgemeinschaft, die sich nur durch Umzug lösen lassen. Wer kann weiterhelf

Dir ist bewusst, dass Deine Mitbewohnerin krank ist? Da muss man ansetzen, alles andere ist nur Kosmetik.
nur weil der mitbewohner krank ist, heisst das nicht, das man alles mittragen muss.

bei best. krankheiten hört die freundschaft/partnerschaft iwann auf.

TE hat viel geschrieben, ich hab nun nicht wirklich alles verstanden.

nur soviel, der messi muss raus. kann ich nachvollziehen, ich könnt so auch nicht leben. und wenn der andere sich nicht bewegt, dann ist eben auch schluss mit partnerschaft.

ich seh hier nur die möglichkeit der schrftl. kündigung des untermietvertrags des mitbewohners. das zieht sich mit räumungsklage usw. sicher ne weile hin, aber da musst du durch.
mit der kündigungskopie zum jobcenter und die BG auflösen.
dann könnte das problem auftreten, das dein mitbewohner seine miete nicht zahlen kann und du auf den ganzen mietkosten sitzenbleibst.

nach der kündigung kontakt mit dem sozialpsych. dienst aufnehmen, damit die sich evtl. mal kümmern.

3 wohnungen wirds nicht geben vom amt, du kannst auch nicht raus, weil du dann als hauptmieter auch 2 wohnungen zahlen musst bis iwann der messi auszieht und die wohnung gekündigt werden kann.
 

MissRuhrpott

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Der sozialpsych. Dienst war auch mein erster Gedanke.
Kann man auch schon vor oder parallel zur Kündigung einschalten.
Am besten aber,so schnell als möglich.
 

Tripod

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Das sind Dinge, die ich natürlich auch schon erwogen habe - aber ach, auch mir sind Grenzen gesetzt.
Für mich ist ein (zusammen) Weiterleben (selbst auf Zeit) nach dem Verrat eine schwer vorstellbare Alternative.
(Ich habe im Bezug auf den Umzug geschrieben, es "gibt keine Familie", das ist so auch richtig. Defakto gibt es aber zwei Schwestern, denen es erheblich schlechter geht, beide sind schwer Suchtkrank, was eine "Zusammenarbeit" mit den zuständigen Ansprechpartnern (Betreuer, Ärzte, JC, Wohnungsamt) bringt haben wir im letzten Jahr erlebt. Es graust einen beim nur daran denken.
Die institutionalisierte Unfähigkeit unserer Behörden ist in einem Maße zum Haare raufen, das man sich vor der Tat weder vorstellen mag, noch kann..
Hier bei mir lebt ein "minderschwerer" Fall, der noch in Teilen Kontrolle über sich und sein Leben hat. Es liegt mir fern, darauf hin zu arbeiten, dies zu ändern.
Ich habe vor einigen Jahren den Zusammenhang mit einem erfahrenen Psychologen erörtert und bin nachdrücklich gewarnt worden.
 
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