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Schwere Vorwürfe gegen Bremer Hartz IV-Behörde

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Kaleika

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Gerade eben hörte ich in den Nachrichten des Nordwestradios, dass nun auch offiziell schwere Vorwürfe gegen eine Bremer Hartz IV-Behörde erhoben werden.

Eine BAgIS-Mitarbeiterin (Bremer ARGE) bestätigte die Angaben, dass Kevins Ziehvater im Frühjahr,-sommer des Jahres 2006 zwei Monate lang kein Geld bekommen habe.

Dagegen hatte der Ziehvaer Widerspruch eingelegt und vom Gericht Recht bekommen.
Er sei dann zur BAgIS gegangen, um sich sein Geld zu holen. Dabei sei er aber außerhalb der Öffnungszeiten erschienen und auf den nächsten Tag vertröstet worden.

Es war mal wieder absolut ungesetzlich und unverantwortlich, den Ziehvater mit einem Kiind von unter drei Jahren ohne Geldmittel zu belassen!

Offenbar sei dies geschehen, um den Ziehvater dazu zu bewegen, vom Sozialamt Geld zu bekommen, aus dem Hartz-IV-Bezug zu verschwinden.

Damit sorgte die BAgIS mit dafür, dass die tickende Zeitbombe, als die Kevins Ziehvater auch schon bezeichnet wurde, leichter explodieren könnte.

Das scheint ja nun auch geschehen zu sein, denn ungefähr in diesem
Zeitraum wurde der bedauernswerte kleine Kevin zu Tode gequält!

Es kamen viele Versäumnisse zusammen, die Kevin zum Verhängnis wurden.
Schuldig ist vermutlich der Ziehvater.

Doch es gab Mitschuldige, wie zum Beispiel den amtierenden Bürgermeister Jens Böhrnsen, der persönlich darum gebeten wurde, sich um das Wohl des armen kleinen Kevin zu kümmern.
Das scheint er ja ganz offensichtlich nicht getan zu haben!

Auch hätte man den Ziehvater nicht mit Kevin alleinlassen dürfen!

Kaleika
 

Kaleika

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Ich versuche es nochmal:

Versäumnisse der Bagis im Fall Kevin Freitag, 18. April 2008, 17.19 Uhr
Im sogenannten Kevin-Prozess wurden am Freitag schwere Versäumnisse der Bremer Arbeitsgemeinschaft für Integration und Soziales (Bagis) bekannt. Eine Mitarbeiterin der Behörde bestätigte vor dem Bremer Landgericht, dass der Ziehvater circa zwei Monate keine Hartz-IV-Leistungen bekam. Das ist ein klarer Rechtsbruch, sagt Paul Schröder vom Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung. Die Bagis hätte die Zahlung nicht einstellen dürfen, weil beim Ziehvater ein Kind von unter drei Jahren lebte.
Quelle: Nachrichten - Radio Bremen
 

Bruno1st

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Es war mal wieder absolut ungesetzlich und unverantwortlich, den Ziehvater mit einem Kiind von unter drei Jahren ohne Geldmittel zu belassen!

Offenbar sei dies geschehen, um den Ziehvater dazu zu bewegen, vom Sozialamt Geld zu bekommen, aus dem Hartz-IV-Bezug zu verschwinden.

Es kamen viele Versäumnisse zusammen, die Kevin zum Verhängnis wurden.
Schuldig ist vermutlich der Ziehvater.

Doch es gab Mitschuldige, wie zum Beispiel den amtierenden Bürgermeister Jens Böhrnsen, der persönlich darum gebeten wurde, sich um das Wohl des armen kleinen Kevin zu kümmern.
Das scheint er ja ganz offensichtlich nicht getan zu haben!

Auch hätte man den Ziehvater nicht mit Kevin alleinlassen dürfen!
So lange wurden diese Informationen unterdrückt - von Behörden, deren Mitarbeiter auf Artikel 1 Grundgesetz
"Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."
vereidigt sind und daraus auch Ihre Autorität und Gehaltsanspruch beziehen.
Der Bürgermeister hat garantiert irgendjemanden beauftrag, irgendwo nachzufragen, natürlich schriftlich und ohne Rücksicht auf die vergehende Zeit. Aber auf jeden Fall haben sich ALLE Mittäter an die Dienstvorschriften gehalten.

Mein Vorschlag statt "Schuldig ist vermutlich der Ziehvater." - "Der/Ein Täter war der Ziehvater". Schuldig ist bei so vielen Komponenten und Auslösern ein zu mächtiges Wort und auch ein zu schnelle Ausrede für die anderen Auslöser - die können dann sofort sagen "wir sind usnchuldig, wir haben uns genau an die Dienstvorschriften gehalten".
 
E

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Mein Vorschlag statt "Schuldig ist vermutlich der Ziehvater." - "Der/Ein Täter war der Ziehvater". Schuldig ist bei so vielen Komponenten und Auslösern ein zu mächtiges Wort und auch ein zu schnelle Ausrede für die anderen Auslöser - die können dann sofort sagen "wir sind usnchuldig, wir haben uns genau an die Dienstvorschriften gehalten".
Ich gehe da weiter, denn man hätte ihm das Kind nie überlassen dürfen!

Ich sehe bei ihm nur eine geringe Schuld...was passiert ist, war die logische Folgerung von dem, was man beiden angetan hat.
 

Kaleika

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So lange wurden diese Informationen unterdrückt - von Behörden, deren Mitarbeiter auf Artikel 1 Grundgesetz
"Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."
vereidigt sind und daraus auch Ihre Autorität und Gehaltsanspruch beziehen.
Der Bürgermeister hat garantiert irgendjemanden beauftrag, irgendwo nachzufragen, natürlich schriftlich und ohne Rücksicht auf die vergehende Zeit. Aber auf jeden Fall haben sich ALLE Mittäter an die Dienstvorschriften gehalten.

Mein Vorschlag statt "Schuldig ist vermutlich der Ziehvater." - "Der/Ein Täter war der Ziehvater". Schuldig ist bei so vielen Komponenten und Auslösern ein zu mächtiges Wort und auch ein zu schnelle Ausrede für die anderen Auslöser - die können dann sofort sagen "wir sind usnchuldig, wir haben uns genau an die Dienstvorschriften gehalten".
Ich hatte versucht, in "schuldig" und "mitschuldig" zu unterscheiden.
Doch muss ich Dir Recht geben, dass "Schuld" ein sehr mächtiges Wort ist, zu ungenau, wenn mensch sich dann alzu leicht mit "unschuldig" aus der Bredouille ziehen kann. Dazu ist es sehr moralisch. Es geht hier auch um Moral, um Verantwortung, um verschiedene Auslöser. Welchen Wert hat ein Hartz-IV-Kind, ein Junkie-Kind?

Mitschuldig, im Sinne von Unterlassung oder unberechtigtem Geldentzug waren einige, an der der konkreten Misshandlung, die letztlich zum Tod führte, war vermutlich nur der Ziehvater beteiligt.

Kaleika
 

Bruno1st

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Ich hatte versucht, in "schuldig" und "mitschuldig" zu unterscheiden.
Doch muss ich Dir Recht geben, dass "Schuld" ein sehr mächtiges Wort ist, zu ungenau, wenn mensch sich dann alzu leicht mit "unschuldig" aus der Bredouille ziehen kann. Dazu ist es sehr moralisch. Es geht hier auch um Moral, um Verantwortung, um verschiedene Auslöser. Welchen Wert hat ein Hartz-IV-Kind, ein Junkie-Kind?

Kostenfaktor - Prekariat/Abschaum - das kommt doch in den Gesprächen/Vorträgen der ARGE Leute und anderer "höhergestellter" Typen mehr wie deutlich rüber

Mitschuldig, im Sinne von Unterlassung oder unberechtigtem Geldentzug waren einige, an der der konkreten Misshandlung, die letztlich zum Tod führte, war vermutlich nur der Ziehvater beteiligt.

Kaleika
Da fehlen nur noch die Namen ALLER Beteiluigten - der Bürgermeister steht ja schon mal fest, die anderen fehlen noch.

ACHTUNG : damit soll KEINE Hetzjagd auf diese Leute begonnen werden, doch wir werden nicht vergessen, egal hinter welchen Vorschriften sie sich verstecken.
Wer ALG-II kürzt oder streicht weiß, daß er damit anderen Menschen die Lebensgrundlage entzieht - und dafür gibt es keine Vorschrift oder Ausrede. Sie wußten, was sie taten und wenn sie es nicht wußten, dann beweisen sie damit ihre Unfähigkeit/Dummheit.
Vielleicht nutzen nun einige dieser Person die Gelegenheit und klären die Öffentlichkeit auf - ohne Rücksicht auf Dienstvorschriften. Völlig im Sinne der Menschlichkeit !!!
Wenn Sie es nicht tun, dann stelle ich diese Personen dem Haupttäter gleich, weil Sie die generelle Aufklärung behindern und mithelfen, dass so etwas nicht mehr passieren kann - neue Dienstvorschriften bringen nichts, wenn die Mittäter weiterhin aktiv bleiben.
 

Kaleika

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Da fehlen nur noch die Namen ALLER Beteiluigten - der Bürgermeister steht ja schon mal fest, die anderen fehlen noch.

ACHTUNG : damit soll KEINE Hetzjagd auf diese Leute begonnen werden, doch wir werden nicht vergessen, egal hinter welchen Vorschriften sie sich verstecken.
Wer ALG-II kürzt oder streicht weiß, daß er damit anderen Menschen die Lebensgrundlage entzieht - und dafür gibt es keine Vorschrift oder Ausrede. Sie wußten, was sie taten und wenn sie es nicht wußten, dann beweisen sie damit ihre Unfähigkeit/Dummheit.
Vielleicht nutzen nun einige dieser Person die Gelegenheit und klären die Öffentlichkeit auf - ohne Rücksicht auf Dienstvorschriften. Völlig im Sinne der Menschlichkeit !!!
Wenn Sie es nicht tun, dann stelle ich diese Personen dem Haupttäter gleich, weil Sie die generelle Aufklärung behindern und mithelfen, dass so etwas nicht mehr passieren kann - neue Dienstvorschriften bringen nichts, wenn die Mittäter weiterhin aktiv bleiben.
Ich wünschte mir auch, dass Namen von verantwortlichen BAgIS-Mitarbeitern genannt werden würden und diese dann persönlich haftbar gemacht, auch angeklagt und verurteilt würden!!
Aber es entscheidet ja immer ein Team und dann ist es angeblich nicht mehr nachzuverfolgen, wer den Geldhahn für Kevins Ziehvater zugedreht hat.
Ich weiß nur, dass die einzelnen BAgIS/Arge-Teams darum wetteifern, wer das wenigste Geld an die Kunden vergibt oder in deren Augen scheinbar "verschwendet"!

Gerade eben wurde im Nachrichtenmagazin "Buten&Binnen" nur ein sehr kurzer Beitrag über den Sachverhalt gesendet.
Dort wurden BAgIS-Mitarbeiter zitiert, die ihre "harte Linie" damit "begründeten", dass der Ziehvater sie beschimpft und angebrüllt hätte.
Das ist ja Machtmissbrauch! Das war ein Beugungsversuch, ein Aushungern von Ziehvater und Kleinkind.
Noch nie etwas von Fürsorgepflicht gehört? Von Menschenrechten?

Kaleika
 

Bruno1st

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Ich wünschte mir auch, dass Namen von verantwortlichen BAgIS-Mitarbeitern genannt werden würden und diese dann persönlich haftbar gemacht, auch angeklagt und verurteilt würden!!
Aber es entscheidet ja immer ein Team und dann ist es angeblich nicht mehr nachzuverfolgen, wer den Geldhahn für Kevins Ziehvater zugedreht hat.

Das stimmt so nicht - dann muß es Protokolle geben z.B. x Stimmen für Streichung/Hungern, y für Geld/Leben.
Dieses Team ist nur ein Schutzschild für die Täter - soviel ich weiß, gibt es bei Straftaten die Gruppenhaftung, ein Mitglied der Gruppe muß sich die Taten der anderen auch anrechnen lassen. Und TEAM ist nur ein anderes Wort für Gruppe.
Solange es keine Protokolle gibt, das bestimmte Personen dagegen gestimmt haben, sind alles gleichberechtigte Täter. Und wenn sie Angst vor dfen Vorgesetzten hatten, usw. dann gab es noch den Personalrat an den man sich hätte wenden können.

Ich weiß nur, dass die einzelnen BAgIS/Arge-Teams darum wetteifern, wer das wenigste Geld an die Kunden vergibt oder in deren Augen scheinbar "verschwendet"!

Gerade eben wurde im Nachrichtenmagazin "Buten&Binnen" nur ein sehr kurzer Beitrag über den Sachverhalt gesendet.
Dort wurden BAgIS-Mitarbeiter zitiert, die ihre "harte Linie" damit "begründeten", dass der Ziehvater sie beschimpft und angebrüllt hätte.
Das ist ja Machtmissbrauch! Das war ein Beugungsversuch, ein Aushungern von Ziehvater und Kleinkind.
Noch nie etwas von Fürsorgepflicht gehört? Von Menschenrechten?

Kaleika
Das ist die "Rache" der Kleingeister - völlig ohne Sinn und Verstand und blindlings gegen unschuldige Kinder.


Persönlich : Irgendwie habe ich das Gefühl das es gut war, daß meine Briefe immer an bestimmte Personen adressiert waren und nie an die anonyme ARGE - dann fällt diese Ausrede mal weg. Da geht in nächster Zeit auch noch einiges ab.
Auf meiner neuen Baustelle www.kassensturz-jetzt.de wird unter ARGE eine kleine Datensammlung angelegt. Dank dem BMAS auch sehr viele ARGE Adressen.
 
E

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Ich gehe da weiter, denn man hätte ihm das Kind nie überlassen dürfen!

Ich sehe bei ihm nur eine geringe Schuld...was passiert ist, war die logische Folgerung von dem, was man beiden angetan hat.
Volltreffer, das trifft den Nagel auf den Kopf.

"Leider" sind die Versteher und Verteidiger des Vorgehens der ArGe (...), heute wo die Fakten auf den Tisch kommen und unsere damaligen Ansagen bestätigen, verschwunden.

Die daran Beteiligten auf Seiten der Ämter gehören wegen besonders niederträchtiger Unterlassung und und Förderung von Straftaten genauso bestraft wie der Täter selbst.

Gruß, Anselm
 

Debra

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Die daran Beteiligten auf Seiten der Ämter gehören wegen besonders niederträchtiger Unterlassung und und Förderung von Straftaten genauso bestraft wie der Täter selbst.

Gruß, Anselm
Genau so! :icon_daumen: Niederträchtige Unterlassung ist eine sehr gute Formulierung! Aber ich glaub, das Delikt heißt VERLEITUNG zu einer Straftat. D.h., ohne ihr Zutun hätte diese Straftat nicht stattfinden können.
 

Kaleika

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Genau so! :icon_daumen: Niederträchtige Unterlassung ist eine sehr gute Formulierung! Aber ich glaub, das Delikt heißt VERLEITUNG zu einer Straftat. D.h., ohne ihr Zutun hätte diese Straftat nicht stattfinden können.
Bloß scheint solch "niederträchtige Unterlassung" Plan der Verfolgungsbetreuung zu sein, mit dem Ziel, das Opfer oder auch den Klienten aus dem ALG-II-Bezug zu kicken, damit die Statistik wieder jubeln darf, weil ja durch den "Aufschwung" so "viele in Arbeit vermittelt" worden seien!
Kaleika:icon_kotz:
 

Bruno1st

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Volltreffer, das trifft den Nagel auf den Kopf.

"Leider" sind die Versteher und Verteidiger des Vorgehens der ArGe (...), heute wo die Fakten auf den Tisch kommen und unsere damaligen Ansagen bestätigen, verschwunden.

Die daran Beteiligten auf Seiten der Ämter gehören wegen besonders niederträchtiger Unterlassung und und Förderung von Straftaten genauso bestraft wie der Täter selbst.
Gruß, Anselm

Bloß scheint solch "niederträchtige Unterlassung" Plan der Verfolgungsbetreuung zu sein, mit dem Ziel, das Opfer oder auch den Klienten aus dem ALG-II-Bezug zu kicken, damit die Statistik wieder jubeln darf, weil ja durch den "Aufschwung" so "viele in Arbeit vermittelt" worden seien!
Kaleika:icon_kotz:
der erste Vorschlag wäre der menschliche, normale - denn die Täter muß man zur Verantwortung heranziehen, ohne Ausrede !
Leider werden die Mittäter noch eine Prämie erhalten, weil sie vermutlich gleich 2 Menschen, äh Prekarianer aus der Statistik herausbefördert haben.
- Kind - final
- Vater - ausführender Täter - Gefängnis

Würde man die Verantwortlichen nennen und haftbar machen, würde die Hart-IV Statistik kurfristig wieder steigen, bis die Urteile gesprochen sind.
 

Kaleika

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Ja, daß die so davon kommen, ist unerträglich!
Ja, allerdings.

Für den Bremer "Weser Kurier" scheint es auch schon festzustehen, dass es nämlich "von beiden Seiten aus etwas ruppig zugegangen wäre."

So also wird dann die niederträchtige Unterlassung umgedeutet!

Als Zeugin sagte zunächst eine Fachangestellte der Bagis (Bremer Arbeitsgemeinschaft für Integration und Soziales) aus. Sie hatte im Frühjahr 2006 mit Kevins Ziehvater bei der Auszahlung des Geldes zum Lebensunterhalt und der Wohnungsmiete mit monatlich 960 Euro zu tun, zu denen noch 154 Euro Kindergeld kamen. Nach ihrer Darstellung gab es immer wieder Streit, auch Drohungen bis zur telefonischen Belästigung einer Kollegin durch den aggressiven Ziehvater mit verstellter Stimme. Dafür bekam er schließlich Hausverbot. Außerdem hatte Bernd K. Widerspruch gegen die Kürzung seiner Bezüge eingelegt. Von der Zahlstelle der Bagis war er vergeblich aufgefordert worden, ein ärztliches Attest über seine Erwerbsunfähigkeit vorzulegen. Das Verwaltungsgericht hob die Kürzung der Zuwendungen auf. Es muss wohl auf beiden Seiten etwas ruppig zugegangen sein. "Juchhu, den sind wir los", steht in einem Aktenvermerk der Bagis.(...)

Quelle: WESER KURIER online

Kaleika
 

Bruno1st

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Ja, allerdings.

Für den Bremer "Weser Kurier" scheint es auch schon festzustehen, dass es nämlich "von beiden Seiten aus etwas ruppig zugegangen wäre."

So also wird dann die niederträchtige Unterlassung umgedeutet!


Quelle: WESER KURIER online

Kaleika


Hofberichterstattung !!!

Link ist umgezogen :
Quelle und Rest : WESER KURIER online&
Es muss wohl auf beiden Seiten etwas ruppig zugegangen sein. "Juchhu, den sind wir los", steht in einem Aktenvermerk der Bagis.
Als ich das gelesen habe, habe ich mir überlegt, wo die Herrenmenschen geblieben sind - das sind Mtehoden von Untermenschen (keine Prekarianer)
"Von beiden Seiten etwas ruppig zugeangen" - da sollten die Profis von der ARGE doch mehr können. Vielleicht haben Sie sich auch nur Mühe gegeben - versagt auf der ganzen Linie !!!

Der Aktenvermerk ist das Zeichen für die aktive Mittäterschaft der ARGE - Vernichtung auf der ganzen Linie !!!

Anmerkung : Nach so einem Vorfall hätte man normalerweise die ganzen Unetrlagen NEUTRAL untersucht und bei diesen Funden, wären ALLE Beteiligten, ab ARGE Geschäftsführer (plus Aufsicht) abwärts VOR den Schreibtisch versetzt worden - vorläufig - bis zum Umzug ins Gefängnis.

Ich warte auf den Aufschrei der Politiker über ihre Ausführungsorgane - die Zeit läuft ab - wer nicht sofort protestiert, ist ebenso Mittäter !!!

Mein Spruch : Wir können alles, außer ehrlich (menschlich) !!!
 

Debra

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Kaleika, wurde denn wenigstens der Jugendamtsmitarbeiter aus dem Verkehr gezogen?
 

Kaleika

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Kaleika, wurde denn wenigstens der Jugendamtsmitarbeiter aus dem Verkehr gezogen?
Ich kopiere mal den 152. Beitrag in diesem Thread als Antwort:

Das schlägt doch dem Fass den Boden aus:

Mittwoch, 23. Mai 2007, 15.45 Uhr

Das Bremer Sozialressort hat das Disziplinarverfahren gegen den ehemaligen Leiter des Jugendamtes, Jürgen Hartwig, eingestellt. Die juristische Prüfung habe ergeben, dass es gegen Hartwig, keinerlei Gründe für arbeitsrechtliche Maßnahmen gibt. Auch der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses im Fall Kevin habe bei der Entscheidung, das Verfahren einzustellen, eine Rolle gespielt. Der ehemalige Amtsleiter hatte gegen sich selbst ein Disziplinarverfahren eingeleitet, nachdem der 2-Jährige Kevin tot aufgefunden worden war. Im Oktober wurde er als Leiter des Amtes für Soziale Dienste von seinen Aufgaben entbunden. Hartwig unterrichtet derzeit an der Bremer Hochschule.
Quelle: http://www.radiobremen.de/nachrichte....php3?id=37957

Mal wieder hat niemand nichts gemacht und keiner muss dafür zur Verantwortung gezogen werden!

Pech bloß für das Kind, denn das ist schon in den Brunnen gefallen!

Kaleika
 

Debra

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Aber war denn der Herr Hartwig der Ansprechpartner für den "Ziehvater" ... wasn Wort :icon_kotz2:von Kevin oder der Leiter des Amts?
 

Bruno1st

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Ich kopiere mal den 152. Beitrag in diesem Thread als Antwort:
Zitat:
Das schlägt doch dem Fass den Boden aus:

Mittwoch, 23. Mai 2007, 15.45 Uhr

Das Bremer Sozialressort hat das Disziplinarverfahren gegen den ehemaligen Leiter des Jugendamtes, Jürgen Hartwig, eingestellt. Die juristische Prüfung habe ergeben, dass es gegen Hartwig, keinerlei Gründe für arbeitsrechtliche Maßnahmen gibt. Auch der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses im Fall Kevin habe bei der Entscheidung, das Verfahren einzustellen, eine Rolle gespielt. Der ehemalige Amtsleiter hatte gegen sich selbst ein Disziplinarverfahren eingeleitet, nachdem der 2-Jährige Kevin tot aufgefunden worden war. Im Oktober wurde er als Leiter des Amtes für Soziale Dienste von seinen Aufgaben entbunden. Hartwig unterrichtet derzeit an der Bremer Hochschule.
Quelle: http://www.radiobremen.de/nachrichte....php3?id=37957

Mal wieder hat niemand nichts gemacht und keiner muss dafür zur Verantwortung gezogen werden!

Pech bloß für das Kind, denn das ist schon in den Brunnen gefallen!

Kaleika
Waren damals auch alle Tatsachen/Unterlagen bekannt ?

Denn mit dem Aktenvermerk "Juchhu, den sind wir los" hätten die Nachforschungen nicht eingestellt werden dürfen - dieser Satz hätte auch an die Öffentlichkeit gehört.

Satire (hoffentlich) : referiert er jetzt an der Hochschule im Bereich Nachwuchsschulung als erfolgreicher Amtsleiter über die finale Entlastung der Haushalte durch motivierte Mitarbeiter ???
 

zebulon

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Kaleika schrieb:
Aber es entscheidet ja immer ein Team und dann ist es angeblich nicht mehr nachzuverfolgen, wer den Geldhahn für Kevins Ziehvater zugedreht hat.
Die klassische "Distribution der Verantwortlichkeit". Damit ließ schon in unserer Vergangenheit gut Unrecht begehen. Das dient sogar weniger dazu, dass ein bestimmter Täter als verantwortlich gebrandmarkt und vor Gericht zur Rechenschaft gezogen werden kann. Wenn die Justiz korrupt ist, wird der dann sowieso gedeckt. Es geht eher darum, dass sich bei einer Gruppenentscheidung einzelne Mitentscheider nicht verantwortlich fühlen müssen und dann von Zweifeln und Gewissensbissen geplagt werden.:icon_dampf:
 

Debra

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Schon, aber was heißt denn hier Gruppenentscheidung? - So wie ich das gelesen hatte, hatte der "ziehvater" - würg - von Kevin doch einen Ansprechpartner im Jugendamt, der darüber bestimmte, ob Kevin bei dem bleibt oder nicht.
Obwohl doch ein Kinderheimleiter bereits gesagt hatte, dass das JA das Kind unbedingt dort wegholen müsse.
Und um diesen geht es mir. Wird der etwa weiterhin auf Kinder losgelassen, ja oder nein?
 

Kaleika

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Viel Frust, kein Geld

Der Vater des toten zweijährigen Kevin hatte Probleme mit der AlG-II-Behörde
Anzeige document.write(''); document.getElementById("artikel300").style.display = "none";
mediajump('media_','');
mediajump('media_','');
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Eckhard Stengel, Bremen
21.10.2006 0:00Uhr

artikeldetail_div_breite('thumbbig','thumbmit','thumbdesc'); artikeldetail_div_breite('thumbbig','thumbmit','thumblupe'); Eckhard Stengel, Bremen
21.10.2006 0:00Uhr
Was treibt einen Vater dazu, sein Kind umzubringen oder es zumindest zu vernachlässigen, bis es stirbt? Im Fall des toten Kevin aus Bremen fehlt dazu bisher eine klare Antwort. Da der inhaftierte Vater des Zweieinhalbjährigen die Aussage verweigert, kann man über seine Motive nur spekulieren – falls er denn der Täter ist. Nur der FDP-Jugendverband Junge Liberale (Julis) hat bereits eine Erklärung: Solange sich Drogensüchtige illegal ihren Stoff beschaffen müssten, könnten sie sich nicht vernünftig um ihre Kinder kümmern. Deshalb fordern die Julis eine kostenlose und kontrollierte Abgabe von Heroin. Ob das in diesem Fall geholfen hätte? Kevins Vater bekommt bereits die Ersatzdroge Methadon. Ob er zusätzlich auch Heroin genommen hat, lässt sich derzeit nicht verlässlich klären.

Dafür ist inzwischen ein anderes Mosaiksteinchen aufgetaucht. Die „Bremer Arbeitsgemeinschaft für Integration und Soziales“ (Bagis), die für die Bewilligung von Arbeitslosengeld II zuständig ist, hatte zunächst auch an Kevins Vater gezahlt. Nach Informationen des Tagesspiegels drehte ihm die Bagis aber zum April plötzlich den Geldhahn zu. Sie hielt den Methadon-Empfänger und Alkoholtrinker für nicht mehr arbeitsfähig, so dass er seinen Anspruch auf ALG II verloren habe und sich stattdessen Hilfe vom Sozialamt holen sollte. Das wiederum sah weiterhin die Bagis in der Pflicht.

Nach vier Wochen ohne Geld zog der 41-Jährige vors Verwaltungsgericht. Das gab ihm noch am selben Tag recht (Az.: S 2 V 1071/06). Wie ein Justizsprecher auf Tagesspiegel-Anfrage bestätigte, musste die Bagis daraufhin eigentlich wieder ALG II zahlen. Doch abgesehen von einem Abschlag fürs bevorstehende Wochenende habe die Behörde die weitere Zahlung „ein bisschen verzögert“ und auch nicht gleich in voller Höhe geleistet. Eine absichtliche Schikane gegen einen unliebsamen und gewaltbereiten Zeitgenossen, der bei der Bagis sogar Hausverbot hatte?

Die Behörde bestreitet vehement unlautere Motive, äußert sich aber nicht zu Details – wegen des Datenschutzes und weil ein Untersuchungsausschuss der Bremischen Bürgerschaft auch diesen Vorgang überprüfen soll. Der Anwalt des Vaters, Thomas Becker, sagt, solche Kompetenzstreitigkeiten zweier Behörden seien schon „für den Normalsterblichen nicht nachzuvollziehen“ – für einen Methadon- Empfänger seien sie „eine Katastrophe“.

Wohl erst recht für jemanden, der als wandelnde Zeitbombe galt, wie man hinzufügen könnte. Allerdings hat Kevin noch mindestens zwei Monate nach diesem Streit gelebt. Der Kampf ums Geld kann also allenfalls die Lage ein wenig zugespitzt haben. Der Vater selbst scheint sich ohnehin für unschuldig zu halten. Laut Staatsanwaltschaft soll er bei der Inhaftierung sinngemäß gesagt haben: „Es war ein Unfall – aber das glaubt mir ja doch keiner.“ Die Justiz ermittelt weiterhin gegen ihn wegen des dringenden Verdachts des Totschlags und der Misshandlung Schutzbefohlener.
if (typeof lbx_id == "undefined") { var lbx_id = ""; } artikeldetail_span_ar_text(lbx_id);

VORHERIGER ARTIKEL NÄCHSTER ARTIKEL
Viel Frust, kein Geld


Debra, Du stellst mir eine Frage, die ich so genau nicht mehr im Kopf habe.
Es ist sehr umfangreich.
Aber hier kannst Du es selbst alles genau nachlesen:.
http://www.radiobremen.de/magazin/po...1031_10uhr.pdf

Dir stößt der Begriff Ziehvater auf.

Anfangs wurde angenommen, dass Bernd K. der leibliche Vater sei. Ein Gentest brachte es dann zufällig an den Tag, dass dies nicht so sein kann.
Aber schön finde ich den Begriff auch nicht.

@Bruno1st

Waren damals auch alle Tatsachen/Unterlagen bekannt ?

Denn mit dem Aktenvermerk "Juchhu, den sind wir los" hätten die Nachforschungen nicht eingestellt werden dürfen - dieser Satz hätte auch an die Öffentlichkeit gehört.
An diesen konkreten Satz kann ich mich jetzt nicht erinnern.

Kaleika
 

zebulon

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Nach Informationen des Tagesspiegels drehte ihm die Bagis aber zum April plötzlich den Geldhahn zu. Sie hielt den Methadon-Empfänger und Alkoholtrinker für nicht mehr arbeitsfähig, so dass er seinen Anspruch auf ALG II verloren habe und sich stattdessen Hilfe vom Sozialamt holen sollte.
Das ist auch wieder typisch. Da wird Verschiebebahnhof gespielt mit der bewussten Inkaufnahme von solchen Tragödien. DAS ist natürlich auch ganz klar eine Folge der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe. Vor dieser Zusammenlegung wäre die Zuständigkeit vor Einstellung der Zahlungen abgeklärt worden bzw. hätte der Transferleistungsempfänger bei Einstellung der Zahlung sofort zum Sozialamt gehen können.
 

Kaleika

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Das ist auch wieder typisch. Da wird Verschiebebahnhof gespielt mit der bewussten Inkaufnahme von solchen Tragödien. DAS ist natürlich auch ganz klar eine Folge der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe. Vor dieser Zusammenlegung wäre die Zuständigkeit vor Einstellung der Zahlungen abgeklärt worden bzw. hätte der Transferleistungsempfänger bei Einstellung der Zahlung sofort zum Sozialamt gehen können.
Dieser Ämter-Hick-Hack ist wirklich oft typisch, aber nicht rechtens.
Sollen sich die Ämter doch untereinander streiten, aber bitte nicht auf dem Rücken der Hilfeempfänger!
Der Abbruch der Zahlung ist nicht rechtens. Die BAgIS hätte so lange zahlen müssen, bis ein anderes Amt die Zahlung übernommen hätte!
Kaleika
 

Bruno1st

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Die klassische "Distribution der Verantwortlichkeit". Damit ließ schon in unserer Vergangenheit gut Unrecht begehen. Das dient sogar weniger dazu, dass ein bestimmter Täter als verantwortlich gebrandmarkt und vor Gericht zur Rechenschaft gezogen werden kann. Wenn die Justiz korrupt ist, wird der dann sowieso gedeckt. Es geht eher darum, dass sich bei einer Gruppenentscheidung einzelne Mitentscheider nicht verantwortlich fühlen müssen und dann von Zweifeln und Gewissensbissen geplagt werden.:icon_dampf:
dazu fällt mir gerade das Erschießungskommando ein - dort soll unter den Tätern auch eine Platzpatrone verteilt worden sein - damit keiner Gewissensbisse bekam und sich im Glauben wähnen konnte "ich hatte die Platzpatrone - ich habe ihn nicht erschossen"

@Bruno1st
An diesen konkreten Satz kann ich mich jetzt nicht erinnern.
Kaleika
#214 - wurde im Presseartikel erwähnt

Dieser Ämter-Hick-Hack ist wirklich oft typisch, aber nicht rechtens.
Sollen sich die Ämter doch untereinander streiten, aber bitte nicht auf dem Rücken der Hilfeempfänger!
Der Abbruch der Zahlung ist nicht rechtens. Die BAgIS hätte so lange zahlen müssen, bis ein anderes Amt die Zahlung übernommen hätte!
Kaleika
das wäre das normale und auch nach Vorschrift - doch wieso selbst arbeiten, wenn man die Menschen so einfach loswerden kann ?
 

zebulon

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dazu fällt mir gerade das Erschießungskommando ein - dort soll unter den Tätern auch eine Platzpatrone verteilt worden sein - damit keiner Gewissensbisse bekam und sich im Glauben wähnen konnte "ich hatte die Platzpatrone - ich habe ihn nicht erschossen
Ja genau. Ein drastisches Beispiel, aber es ist dasselbe Prinzip. In unserem Fall können allerdings solche Entscheidungen auch in letzter Konsequenz zum Tod von Personen führen. In einem Erschießungskommando konnte man auch noch daneben schießen oder so, dass kein lebenswichtiges Organ getroffen wurde. Man hätte sich dann sagen können:" ICH habe ihn ja nicht erschossen". Der Trick ist aber der, dass die Gruppenzusammenwirkung der eigentliche Katalysator für das Unrecht ist.
 

Bruno1st

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Ja genau. Ein drastisches Beispiel, aber es ist dasselbe Prinzip. In unserem Fall können allerdings solche Entscheidungen auch in letzter Konsequenz zum Tod von Personen führen. In einem Erschießungskommando konnte man auch noch daneben schießen oder so, dass kein lebenswichtiges Organ getroffen wurde. Man hätte sich dann sagen können:" ICH habe ihn ja nicht erschossen". Der Trick ist aber der, dass die Gruppenzusammenwirkung der eigentliche Katalysator für das Unrecht ist.
deshalb gab es glaube ich immer Zielpunkte die angeheftet wurden - so mußten alle auf die gleiche Stelle schießen und jeder konnte sich gleichzeitig beruhigen "ich war es nicht".
Mit Logik ist das nicht nachvollziehbar.

Außerdem kommt noch hinzu, daß eine gewisse Anpassung sehr rasch vonstatten geht. Wenn die ganze Umgebung so verroht ist, dann passen sich alle schnell an. Dazu braucht es nicht einmal einen Gruppendruck - der Alltag reicht aus. Diese Typen sehen die ganze Welt nur noch aus ihrer Sicht und glauben das alles auch so funktionieren muß.

Doch das ALLES ist KEINE Ausrede für das Versagen der Politik und Bürokratie.
 

zebulon

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Außerdem kommt noch hinzu, daß eine gewisse Anpassung sehr rasch vonstatten geht. Wenn die ganze Umgebung so verroht ist, dann passen sich alle schnell an. Dazu braucht es nicht einmal einen Gruppendruck - der Alltag reicht aus. Diese Typen sehen die ganze Welt nur noch aus ihrer Sicht und glauben das alles auch so funktionieren muß.

Doch das ALLES ist KEINE Ausrede für das Versagen der Politik und Bürokratie.
In einer späteren Phase beschleunigt sich dann die Anpassung, weil die, die sich nicht anpassen, schnell selber vor dem Erschießungskommando landen. Übertragen auf unseren Fall müssten dann die Fallmanager selber HartzIV beantragen und landen bei ihren Ex-Kollegen, aber auf der anderen Seite des Schreibtisches. Auch hier dasselbe Prinzip.

Es war auch nicht als Entschuldigung gedacht, sondern vielleicht als Denkanstoß für Behördenmitarbeiter, die hier ja auch ab und an mitlesen sollen. Aber vielleicht kommen wir zu sehr vom Thema ab.
 

Kaleika

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Kevins Sozialarbeiter wieder im Dienst
Die Leiche des kleinen Kevin war im Oktober 2006 im Kühlschrank seines Ziehvaters entdeckt worden

Seine mögliche Mitschuld am Tod des kleinen Kevin vor zwei Jahren wird noch vor Gericht verhandelt. Nun hat der angeklagte Sozialarbeiter die Arbeit wieder aufgenommen. Die Opposition im Bremer Senat ist aufgebracht und fordert Konsequenzen.(…)
Bremen: Kevins Sozialarbeiter wieder im Dienst - Politik - stern.de

Nachdem der zu Tode gequälte kleine Kevin im Kühlschrank seines Ziehvaters gefunden wurde, hatte sich der Sachbearbeiter über längere Zeit krank gemeldet.

Eigentlich hätte er längst vom Amt aus seine Kündigung erhalten sollen. Uneigentlich hatte die Behörde die Fristen dafür jedoch verstreichen lassen.

Soll dieser Umstand nach einem spitzen Aufschrei der Empörung ebenso unter den Tisch fallen, wie die Mitschuld einiger BAgIS-Mitarbeiter am Tode des Kindes, die die Zahlungen für den Lebensunterhalt wegen formaler Versäumnisse einstellten, obwohl sie über die Situation von Kevin und seinen Ziehvater informiert waren?
Wer genau trägt hierfür die Verantwortung? Es betrifft leider genau den Zeitraum, in dem der kleine Kevin umkam.

Warum wurden von der BAgIS die Warnungen eines Arztes ignoriert, der den Ziehvater als eine „tickende Zeitbombe“ bezeichnete und die Behörden um schnelle Erledigung der Geldangelegenheit bat?

Was ist mit der Verantwortung von Bürgermeister Jens Böhrnsen, der persönlich darum gebeten wurde, sich des bedauernswerten kleinen Kevins anzunehmen?

Warum wird dem vorliegenden 389-seitigen Untersuchungsbericht zum Tod des kleinen Jungen nicht die Bedeutung beigemessen, die ihm zusteht?

Hauptangeklagt wird ein Süchtiger, ein Gewalttätiger und vermutlich psychisch Kranker, dem unverantwortlicherweise ein Kleinkind überlassen wurde!
Ein Kranker ist Krank, kann für seine Tat – so entsetzlich sie ist - nicht voll zur Verantwortung gezogen werden.


Erst wird auf den vermeintlichen Täter geguckt und dann kommt erst der Staat. Aber die Frage sei erlaubt, was der Staat für Rahmenbedingungen schafft, die aus einem Vater einen bis zum Tode Misshandelnden machen können.

Kaleika
 
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Kaleika, das sehe ich genauso: aber so ist es in Deutschland, und das wird nur schlimmer statt besser! Es ist zum Heulen...
 

Bruno1st

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Bremen: Kevins Sozialarbeiter wieder im Dienst - Politik - stern.de

Nachdem der zu Tode gequälte kleine Kevin im Kühlschrank seines Ziehvaters gefunden wurde, hatte sich der Sachbearbeiter über längere Zeit krank gemeldet.

Eigentlich hätte er längst vom Amt aus seine Kündigung erhalten sollen. Uneigentlich hatte die Behörde die Fristen dafür jedoch verstreichen lassen.

Soll dieser Umstand nach einem spitzen Aufschrei der Empörung ebenso unter den Tisch fallen, wie die Mitschuld einiger BAgIS-Mitarbeiter am Tode des Kindes, die die Zahlungen für den Lebensunterhalt wegen formaler Versäumnisse einstellten, obwohl sie über die Situation von Kevin und seinen Ziehvater informiert waren?
Wer genau trägt hierfür die Verantwortung? Es betrifft leider genau den Zeitraum, in dem der kleine Kevin umkam.

Warum wurden von der BAgIS die Warnungen eines Arztes ignoriert, der den Ziehvater als eine „tickende Zeitbombe“ bezeichnete und die Behörden um schnelle Erledigung der Geldangelegenheit bat?

Was ist mit der Verantwortung von Bürgermeister Jens Böhrnsen, der persönlich darum gebeten wurde, sich des bedauernswerten kleinen Kevins anzunehmen?

Warum wird dem vorliegenden 389-seitigen Untersuchungsbericht zum Tod des kleinen Jungen nicht die Bedeutung beigemessen, die ihm zusteht?

Hauptangeklagt wird ein Süchtiger, ein Gewalttätiger und vermutlich psychisch Kranker, dem unverantwortlicherweise ein Kleinkind überlassen wurde!
Ein Kranker ist Krank, kann für seine Tat – so entsetzlich sie ist - nicht voll zur Verantwortung gezogen werden.

Erst wird auf den vermeintlichen Täter geguckt und dann kommt erst der Staat. Aber die Frage sei erlaubt, was der Staat für Rahmenbedingungen schafft, die aus einem Vater einen bis zum Tode Misshandelnden machen können.

Kaleika
Eigentlich hätte ich alles markieren sollen. Der Umstand, daß Kündigungsfristen verstrichen sind und zum "Tagesgeschäft" zurückgekehrt wird, zeigt, daß es nicht nur den Sozialarbeiter betrifft.
Wie heißt es so treffend : Der Fisch stinkt immer vom Kopf her.

Für mich war dies
Warum wird dem vorliegenden 389-seitigen Untersuchungsbericht zum Tod des kleinen Jungen nicht die Bedeutung beigemessen, die ihm zusteht?
kein Tod, sondern Mord. Auch wenn sich die Verantwortlichen garantiert mit juristischen Tricks herausreden und hinter ihren § und Zuständigkeiten verstecken.
 

Kaleika

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Plädoyer der Staatsanwaltschaft im Kevin-Prozess Dienstag, 20. Mai 2008, 09.25 Uhr
Im Prozess um den Tod des zweijährigen Kevin aus Bremen wird der Staatsanwalt am Dienstag sein Plädoyer halten. Ein Anklagevertreter hatte bereits deutlich gemacht, dass der gewaltsame Tod des Jungen aus Sicht der Staatsanwaltschaft als Mord zu werten ist. Die Staatsanwaltschaft sieht das Mordmerkmal "Grausamkeit der Tat" als erfüllt an. (…)
Nachrichten - Radio Bremen

Mich kotzt diese Einseitigkeit immer wieder so an.


Kaleika
 

Kaleika

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AKTUALISIERTE MELDUNG:
13 Jahre Haft für Kevins Ziehvater gefordert Dienstag, 20. Mai 2008, 11.48 Uhr
Im Prozess um den tragischen Tod des zweijährigen Kevin aus Bremen hat die Staatsanwaltschaft 13 Jahre Haft für den angeklagten Ziehvater gefordert. Weil eine verminderte Schuldfähigkeit des Drogensüchtigen zum Tatzeitpunkt nicht auszuschließen sei, plädierte der Staatsanwalt am Dienstag nicht auf lebenslange Haft. (…)
[FONT=&quot]Nachrichten - Radio Bremen[/FONT]
 

marty

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Für mich bleibt unklar, was war mit dem Kindergeld, musste diese Man auch noch um das Kindergeld kämpfen?

und

war den das Kind nicht vom Arzt untersucht? ich habe bisher verstanden,
das er im Krankenhaus war, und der Arzt eines Kinderheimes den Buben
wohl untersucht hat.
Nun wie war es mit den Drogen und dass das Kind Drogen bekommen hat?
Könnte das nicht rechtzeitig festegestellt werden? Kokain... das ist furchtbar.
Der Junge war angeblich bis vor kurzem in eine Art Spielgruppe beim Jugendamt...

und

das die Linke Fragen stellt, sollte auch fragen, wie viele Zahlungen überhaupt kamen verzögert, nicht nur wenn es um Übergang SGB II-SGB XII geht.

und

das da nur eine Verwandte war, sondern niemand, als Ansprechpartner für diese Individuum und wie ich so lese, war da keine echte Beziehung oder
Interesse. Ich stelle mich das ganze sehr Schwierig vor, nur Anhand der
Infos die vorhanden sind...

und und und
 

Bruno1st

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PROZESS UM KINDSTÖTUNG
Kevins Rettung war möglich - doch alle schauten weg
Von Gisela Friedrichsen, Bremen
Bernd K. aus Bremen soll seinen Ziehsohn Kevin brutal misshandelt, die Leiche in den Kühlschrank gesteckt haben. Im Prozess gegen K. fordert die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung wegen Mordes. Doch weggeschaut haben alle - auch Ärzte und Behörden.....
.....Unbegreiflich, dass der neugeborene Junge gegen das Votum der Klinik überhaupt seiner Mutter und deren Freund K. überlassen wurde. Schon 2004 kam Kevin mit zahlreichen Rippenbrüchen, einen Schädelbruch und gebrochenen Beinen ins Krankenhaus. Unbegreiflich, dass er diesen Personen wieder mitgegeben wurde, nachdem Röntgenbilder seine zerschlagenen Knochen als Folgen von Misshandlung unwiderleglich vor Augen führten.....
Quelle und Rest : Prozess um Kindstötung: Kevins Rettung war möglich - doch alle schauten weg - Panorama - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
ich bin gerade sprachlos

Nachtrag aus dem gleichen Artikel :
Das Gericht hatte über eine Vielzahl von Verletzungen Kevins nicht zu befinden, entweder, weil die entsprechenden Vorwürfe von der Staatsanwaltschaft vorweg bereits eingestellt worden waren oder am Ende des Prozesses vom Gericht fallen gelassen wurden. Auf sie kam es bei der Beurteilung von K.s Schuld nicht an.
Mein Gefühl sagt mir, daß diese Verletzungen nicht berücksichtigt werden, damit die beteiligten Behörden sagen können "das wußten wir nicht" oder "wenn es ernst gewesen wäre, hätte das GEricht es berücksichtigt, doch das wurde nicht getan, also haben WIR ALLES RICHTIG gemacht".
 

Kaleika

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Da kann mensch auch wirklich sprachlos werden, angesichts der Fülle von "Ungereimtheiten", dem offensichtlichen Nichtlesen des fast 400 seitigen Berichts über KEVIN!!!

Natürlich wäre Kevins Rettung möglich gewesen, WENN die Verantwortungsinnehabenden sich diese Funktion nicht nur hätten bezahlen lassen, sondern sie auch ausgefüllt hätten!!!!!!

Es scheint der Gedanke vorgeherrscht zu haben, dass es sich "nur" um ein Kind von Drogenabhängigen handelt und wer in diesem Milieu aufwächst...ja was..... ist der nicht mehr berechtigt, gefördert oder gar gerettet zu werden?

Ein kleines unschuldiges Bündel Mensch, das sich nach Liebe sehnt, wird in einem solchen Milieu belassen. Das ist mehr als grausam! Da fehlen die Worte.

Und wie kann einem als gewalttätig bekanntem, drogenabhängigem Mann die Versorgung eines Kleinkindes überlassen werden?

Wie kann dem Ziehvater einfach das Geld gestrichen werden?
Dadurch kann seine Frustration nur noch gezielter an Kevin abgelassen werden!
Gnadenloses Unrecht, das jetzt nicht mehr zur Sprache kommt?

Und überhaupt Bürgermeister Böhrnsen, wo bleibt seine Verantwortung, da er doch persönlich gebeten wurde, sich um diesen "Fall" zu kümmern?

Es ist alles eigentlich nicht wirklich zu glauben!
Doch scheint es so gewesen zu sein!

Ebenso, wie vorgestern fast selbstverständlich in den Nachrichten kam, dass medizinische Versorgung demnächst leider nicht mehr für alle möglich sein könne?
Wohl ebenso, wie sich l"eider" nicht um alle Kinder gekümmert werden könne??
Nur noch um die verwertbaren, aus dem "richtigen" Elternhaus?
So wie sich vielleicht nur noch um diejenigen medizinisch gekümmert wir, die NOCH beruflich tätig="nützlich=verwertbar" sind?

Was für ein Zeitgeist geht hier eigentlich ab?

Welch gruseliges Menschenbild wird hier propagiert? Meins kann ich hier gar nicht mehr unterbringen!

Kaleika
 

Debra

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Es scheint der Gedanke vorgeherrscht zu haben, dass es sich "nur" um ein Kind von Drogenabhängigen handelt und wer in diesem Milieu aufwächst...ja was..... ist der nicht mehr berechtigt, gefördert oder gar gerettet zu werden?

Ein kleines unschuldiges Bündel Mensch, das sich nach Liebe sehnt, wird in einem solchen Milieu belassen. Das ist mehr als grausam! Da fehlen die Worte.

Und wie kann einem als gewalttätig bekanntem, drogenabhängigem Mann die Versorgung eines Kleinkindes überlassen werden?
Ja, das waren auch meine Gedanken.
 

Kaleika

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Zwei sind angeklagt - beteiligt waren einige mehr
Als Kevin noch lebte tagte eine hochrangig besetzte Fallkonferenz der Behörde: Danach änderte sich nichts Von unserer Redakteurin
Elke Gundel BREMEN. 6. März 2006. Kevin lebte noch - galt aber im Amt für soziale Dienste schon als kritischer Fall. Bürgermeister Jens Böhrnsen hatte sich - letztlich alarmiert durch den Leiter des Hermann-Hildebrand-Hauses - eingeschaltet. Über die damalige Sozialsenatorin Karin Röpke und den früheren Sozialamtsleiter Jürgen Hartwig bekam Kevins Schicksal höchste Priorität. Vor diesem Hintergrund tagte am 6. März 2006 eine Fallkonferenz, initiiert durch Hartwig. Daraufhin änderte sich - nichts.(...)
WESER KURIER online

Ja, mehr hätte kaum schief gehen können!
Aber es werden trotzdem nur einige angeklagt!
Die betroffenen BAgIS-Mitarbeiter, die dem Ziehvater über zwei Monate vollkommen illegal seine Bezüge strichen, tauchen auf der Liste der Mitverantwortlichen nach wie vor nicht auf!

Kaleika
 
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Doch das ALLES ist KEINE Ausrede für das Versagen der Politik und Bürokratie.
Und genau darin liegt wohl ein Denkfehler. Es handelt sich keineswegs um Versagen, sondern um eine gewollte Entwicklung.
 

Bruno1st

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Zitat:
Doch das ALLES ist KEINE Ausrede für das Versagen der Politik und Bürokratie. Und genau darin liegt wohl ein Denkfehler. Es handelt sich keineswegs um Versagen, sondern um eine gewollte Entwicklung.
da ich schon vorher von Mord geschrieben habe, sind wir ja auf einer Linie

Für mich war dies kein Tod, sondern Mord. Auch wenn sich die Verantwortlichen garantiert mit juristischen Tricks herausreden und hinter ihren § und Zuständigkeiten verstecken.
der Trend geht in Richtung "Abstumpfung" - wie schnell waren die letzten toten Kinder aus der Presse verschwunden ?
 

Kaleika

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da ich schon vorher von Mord geschrieben habe, sind wir ja auf einer Linie



der Trend geht in Richtung "Abstumpfung" - wie schnell waren die letzten toten Kinder aus der Presse verschwunden ?
Genau!
Darum bleibe ich am Ball!

Kaleika
 

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Kevin-Prozess: Angeklagter "erschüttert über Katastrophe"

Ziehvater äußert sich zum ersten Mal selbst / Verteidiger plädieren auf Körperverletzung mit Todesfolge



BREMEN (DDP). Im Prozess um den Tod des zweijährigen Kevin aus Bremen haben die Verteidiger des angeklagten Ziehvaters kein konkretes Strafmaß gefordert. Anwalt Thomas Becker ging in seinem Plädoyer vor dem Bremer Landgericht von "Körperverletzung, maximal Körperverletzung mit Todesfolge" aus. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass der 43-Jährige die Absicht gehabt habe, Kevin zu töten.(...)
WESER KURIER online
 

Kaleika

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Der Staatsanwalt äußerte sich vor ungefähr einer Woche dazu:

Staatsanwalt fordert 13 Jahre Haft

Anklage geht von Mord aus
Im Prozess um den gewaltsamen Tod des zweijährigen Kevin aus Bremen fordert die Staatsanwaltschaft für den angeklagten Ziehvater 13 Jahre Haft wegen Mordes und Misshandlung Schutzbefohlener. Die Tat sei mit "übergroßer Brutalität mit nicht nachvollziehbarer Gefühlsrohheit" begangen worden, sagte Staatsanwalt Daniel Heinke am 20. Mai 2008 vor dem Bremer Landgericht. (…)
Staatsanwalt fordert 13 Jahre Haft für Kevins Ziehvater - Magazin - Radio Bremen


Kaleika
 

Bruno1st

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Kaleika

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Ja, da kommt ungläubiges Staunen auf!

Immer von anderen ein Maß an Verantwortung für ihr Tun zu erwarten, wozu sie selbst - nüchtern - nicht in der Lage sind, bzw. nicht sein wollen.

Weil Kevins Ziehvater Jahre ohne Drogen lebte soll er genau gewusst haben, was er tat.
Nüchtern vielleicht, wenn er aushalten konnte, was er Kevin im Drogenrausch angetan hat....
Deswegen darf doch nicht von Vorsatz gesprochen werden!
Der Angeklagte ist bestimmt psychisch schwer krank und damit nur bedingt schuldfähig! Das gilt selbstverständlich für klare und berauschte Momente!

Kaleika
 

Kaleika

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Es gibt ein paar Dinge, die so völlig unbegreiflich sind und das sind:
wie jemand einem Kleinkind so etwas unvorstellbar Grausames antun kann und aber auch, wie enem KLeinkind bei einem so UNfähigen, Gewalttätigen, Drogenabhängigen bleiben durfte, warum niemand guckt, wer dafür verantwortlich ist, wie auch bei der BAgIS dafür, dass einfach alles Geld über zwei Monate willkürlich gestrichen wurde!
Wann werden die andern Mitverantwortlichen vor Gericht gestellt?

Kaleika
 

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Hoffentlich wird jetzt umfassender, auch endlich gegen die anderen Mitverantwortlichen ermittelt!

In aller Kürze

Kritik an Kevin-Prozess

Die Deutsche Kinderhilfe hat die Bremer Justiz im Fall Kevin scharf kritisiert. Es sei "unglaublich", so der Vorsitzende Georg Ehrmann, dass die verantwortlichen Sozialarbeiter aus dem Bremer Jugendamt noch nicht zur Rechenschaft gezogen wurden.(...)
taz.de - Artikelseite

Kaleika
 

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Hoffentlich wird jetzt umfassender, auch endlich gegen die anderen Mitverantwortlichen ermittelt!
Zitat:
In aller Kürze
Kritik an Kevin-Prozess
Die Deutsche Kinderhilfe hat die Bremer Justiz im Fall Kevin scharf kritisiert. Es sei "unglaublich", so der Vorsitzende Georg Ehrmann, dass die verantwortlichen Sozialarbeiter aus dem Bremer Jugendamt noch nicht zur Rechenschaft gezogen wurden.(...)

taz.de - Artikelseite
Kaleika
wie soll man jemanden zur Verantwortung ziehen, der NICHTS gemacht hat ? Normale Bürger wie wir, wären schon lange eingeknastet wegen unterlassener Hilfeleistung - doch eiskalte Bürokraten die ihr Nichtstun durch Vorschriften und UnZuständigkeiten legalisieren, bekommen dicke Kohle - die lebenslange Stellengarantie bleibt und die dicke Pension auch.

Nachdem bis heute nichts geschehen ist, sind nicht nur die verantwortlichen Sozialarbeiter überflüssig - die LeiDung scheint auch ganz dicke drinzustecken.

Politik lügt - ARGE betrügt - Bürokratie MORDET !!!
 

Bruno1st

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Gestern abend konnte ich teilweise eine Sendung "Wenn Jugendämter versagen" (Sender ? - Zeit ?) verfolgen.

ERSCHÜTTERND !!! Die Mitarbeiter/Chefs haben den gleichen Status wie die ARGE Typen, nämlich Gott gleich - oder sie glauben es zumindest.

Es gibt, keine richtige Dokumentation, keiner möchte sich tiefer um die Kinder kümmern, Haushaltsvorgaben gehen vor Kindeswohl, usw. - also wie bei der ARGE auch.

Auch sind wechselnde Ansprechpartner die Regel - damit am Ende niemand zur Verantwortung gezogen werden kann. *

Besonders schlimm war dieser Vorgesetzte, der sich im Interview zwar breit präsentierte, aber immer seine Mitarbeiter fragen mußte und dies Monate nach dem Todesfall. Schlimm war dabei auch, daß er im Interview auf Fragen kam, an seine eigenen Mitarbeiter, die zeigten, daß er keine Ahnung von seiner Behörde hatte und nicht mal die grundlegendsten Basisfragen die zur täglichen Arbeit gehören, gestellt hatte.

Für lriminell hielt ich die Auskunft eines Jugendamtes, daß der Mutter den Sohn weggenommen hatte und die Abteilung die den Jungen jetzt betreut, oder genauer seinen Schulbesuch verweigert, hat behauptet, daß sie nicht in die vorigen Akten der anderen Abteilung Einsicht nehmen dürfen - aus Datenschutzgründen.


* Diesen regelmäßigen Wechsel der Ansprechpartner habe ich heute zufällig in der Landesschau Baden-Würt. gesehen, als es um die faule Zahlungsmoral der öffentlichen Hand ging. Da werden auch die Menschen in den Ruin getrieben und durch diesen Wechsel einfach Zeit geschunden. Bis jeder Mitarbeiter dran war, plus krank, Urlaub, Fortbildung, Überstunden abeiern, usw. ist jedes Unternehmen pleite.
Diese Wechselmethode scheint ein Markenzeichen der Bürokratie zu sein.
 

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Ich glaube Du hast den Beitrag zum Thema "Dan" gesehen, der völlig unberechtigt aus seiner Familie herausgenommen wurde.
Dieser Thread ist auch heute Thema.

http://www.elo-forum.org/soziale-po...tgeschehen/25311-mo-23-00h-ndr-bitte-dan.html

Es ist heftig, mit welcher Ignoranz mit Schutzbefohlenen, mit echten Menschenkindern umgegangen wird!
Durch die Brille der Ökonomisierung müssen offenbar diejenigen, die in den Chefsesseln sitzen, von nichts eine Ahnung haben, was im wirklichen Leben geschiet.
Blablubberblubb - mir ist es gestern auch aufgestoßen, wie peinlich wenig Ahnung dieser Leiter hatte.

Kaleika
 

Bruno1st

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Ich glaube Du hast den Beitrag zum Thema "Dan" gesehen, der völlig unberechtigt aus seiner Familie herausgenommen wurde.
Dieser Thread ist auch heute Thema.

http://www.elo-forum.org/soziale-po...tgeschehen/25311-mo-23-00h-ndr-bitte-dan.html

Es ist heftig, mit welcher Ignoranz mit Schutzbefohlenen, mit echten Menschenkindern umgegangen wird!
Durch die Brille der Ökonomisierung müssen offenbar diejenigen, die in den Chefsesseln sitzen, von nichts eine Ahnung haben, was im wirklichen Leben geschiet.
Blablubberblubb - mir ist es gestern auch aufgestoßen, wie peinlich wenig Ahnung dieser Leiter hatte.

Kaleika
In der Sendung wurde über Dan, Kevin und lea-Sophie gesprochen und dank einer Suchmaschine ("Wenn Jugendämter versagen") hier der Einstiegslink und die Pressemeldung:

Quelle : NDR Online - Unternehmen - Presse- "Wenn Jugendämter versagen": NDR Dokumentation über zu wenig oder zu viel behördliche Kontrolle
Programmtipp aktuell
"Wenn Jugendämter versagen": NDR Dokumentation über zu wenig oder zu viel behördliche Kontrolle
Sendung: Montag, 2. Juni, 23.00 Uhr, NDR Fernsehen
Lea-Sophie könnte noch leben, wenn das Schweriner Jugendamt nicht versagt hätte. Davon sind Gutachter und ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss überzeugt. Sie haben die letzten Lebensmonate des Kindes rekonstruiert. Vernachlässigt von ihren Eltern verhungerte das fünfjährige Mädchen im November vergangenen Jahres. Die Mitarbeiter des sozialpädagogischen Dienstes erkannten die gefährliche Lage des Kindes nicht - bis es zu spät war.
Der Tod von Lea-Sophie lässt die Jugendämter in einem schlechten Licht erscheinen. Die 45-minütige Dokumentation "Wenn Jugendämter versagen" der NDR Autoren Cathérine Menschner und Michael Richter untersucht anhand mehrerer Fälle die Defizite in deutschen Jugendämtern: Weshalb entgehen vernachlässigte Kinder immer wieder der Aufmerksamkeit der Behörden, und wieso greifen Jugendämter immer wieder in intakte Familien ein? Wie bei Heidi Schulz in Berlin-Hellersdorf: Ihr Sohn Dan wurde im Oktober 2006 am frühen Morgen vom Jugendamt abgeholt. Der heute
8-Jährige lebt seit anderthalb Jahren im Heim - obwohl nie ein Jugendamtmitarbeiter die Familie zuvor besucht hatte.
30. Mai 2008/PM
Stand: 30.05.2008 09:52


Da der erste Abschnitt nur auf Lea-Sophie eingeht und die ganze Meldung nur aus zwei Abschnitten besteht, wurde ausnahmsweise auch der zweite Abschnitt übernommen. Falls dies nicht gewünscht ist, Redaktion bitte ändern - danke.
 

Bruno1st

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KINDESMISSHANDLUNG MIT TODESFOLGE
Kevins Ziehvater muss für zehn Jahre ins Gefängnis
Misshandelt, gequält und wohl zu Tode geprügelt: Kevin aus Bremen, dessen Leiche die Polizei in einem Kühlschrank fand, starb an den Folgen schwerer Knochenbrüche. Nun hat das Landgericht den Ziehvater des Jungen wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt.....

.....Zu den Konsequenzen aus dem Fall sagte der SPD-Politiker: "Wir haben ein Kinder- und Jugendschutztelefon eingerichtet, das rund um die Uhr erreichbar ist. Wir haben einen Kriseninterventionsdienst geschaffen, wir haben in Bremen verbindliche Vorsorgeuntersuchungen eingeführt, wir haben ein Elternbesuchsprogramm eingesetzt und wir haben ein Familien-Hebammen-Programm, Programme zur Elternbildung und vieles mehr. Uns geht es mit all diesen Maßnahmen darum, dass wir ein Netzwerk der Fürsorge schaffen, um unsere Kinder zu schützen."
Quelle und Rest : Kindesmisshandlung mit Todesfolge: Kevins Ziehvater muss für zehn Jahre ins Gefängnis - Panorama - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
Die Ausreden des Bürgermeisters wollte ich hier nicht reinsetzen. Aber bei den Konsequenzen vermisse ich eines :

Was hat sich in den Behörden geändert ?

Anders gesagt, die gleichen Schnarchnasen und Täter die Kevin auf dem gewissen haben, machen weiter wie bisher !

In der Auflistung fehlt : der Bürgermeister und seine Führungselite wurde mit Schimpf und Schande aus dem Amt gejagt - das persönliche Vermögen wurde beschlagnahmt, ebenso das von den "kleinen" Tätern. Alle Beteiligten haben automatisch den Beamtenstatus verloren.
 

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Zehn Jahre Haft für Kevins Ziehvater
Urteil im Kevin-Prozess gesprochen

Wegen der tödlichen Misshandlung des zweijährigen Kevin hat das Landgericht Bremen den Ziehvater zu zehn Jahren Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Es blieb damit erheblich unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die 13 Jahre Gefängnis wegen Mordes gefordert hatte. Die Richter folgten der Verteidigung, die eine Verurteilung des 43-jährigen Bernd K. wegen Körperverletzung beantragt hatte. (…)
Urteil im Kevin-Prozess - Magazin - Radio Bremen

Wann werden auch endlich die Mitverantwortlichen angeklagt?

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Bruno1st

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Urteil im Kevin-Prozess - Magazin - Radio Bremen

Wann werden auch endlich die Mitverantwortlichen angeklagt?

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angeklagt ? die werden ja nicht einmal mehr genannt !

der Artikel ist ja reine Hofberichterstattung. Eine Misshandlung mit Todesfolge, sonst nichts und die Show geht weiter.

Das mit diesem Mord auch die ganze Verwaltung-Bürokratie-Politikstruktur unglaubwürdig wird oder genauer die Unfähigkeit der ganzen Strukturen beweist, sollte jedem Bürger zu denken geben. Die Beamten, usw. verstoßen gegen Menschenrechte und gehen sprichwörtlich über Leichen.
Zusätzlich sollte jeder Beteiligte wegen Meineides angeklagt werden. Denn im Diensteid verpflichtet sich jeder, die Gesetzte der BRD zu schützen und dazu gehört auch :
Grundgesetz Art. 1. "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."
 

Kaleika

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angeklagt ? die werden ja nicht einmal mehr genannt !

der Artikel ist ja reine Hofberichterstattung. Eine Misshandlung mit Todesfolge, sonst nichts und die Show geht weiter.

Das mit diesem Mord auch die ganze Verwaltung-Bürokratie-Politikstruktur unglaubwürdig wird oder genauer die Unfähigkeit der ganzen Strukturen beweist, sollte jedem Bürger zu denken geben. Die Beamten, usw. verstoßen gegen Menschenrechte und gehen sprichwörtlich über Leichen.
Zusätzlich sollte jeder Beteiligte wegen Meineides angeklagt werden. Denn im Diensteid verpflichtet sich jeder, die Gesetzte der BRD zu schützen und dazu gehört auch :
Grundgesetz Art. 1. "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."
Es ist skandalös, menschenverachtend!
Lediglich der Sachbearbeiter wurde vom Dienst suspendiert.

Kaleika
 

Debra

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Hab ich gerade gefunden:

Tod des kleinen Kevin Ziehvater verurteilt - n-tv.de

Mir ist ganz schlecht, so sauer bin ich. :icon_kotz:
Da wurde von dem Sozialarbeiter (arbeitet der nicht für das Jugendamt?!) mal wieder das Wohlergehen eines Erwachsenen und nicht das des Kindes in den Vordergrund gestellt.
Der MUSS Berufsverbot bekommen ... :mad::mad::mad: Aber bestimmt bekommt der noch weniger Strafe als Kevins Mörder und darf dann weiter seine Schutzbefohlenen ihren Folterern ausliefern.
 

Kaleika

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(...)Die Bremer Bürgerschaft setzte einen Untersuchungsausschuss ein, der später eine Mitschuld der Behörden an Kevins Tod feststellte. Der zuständige Sachbearbeiter und der Amtsvormund von Kevin sind wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen angeklagt. Der Prozess steht noch aus.(...)
Tod des kleinen Kevin Ziehvater verurteilt - n-tv.de

Es fehlt noch der zuständige Sachbearbeiter bei der BAgIS, der Kevins Ziehvater widerrechtlich zur Tatzeit im April/Mai 2006 die Zahlung des ALG verweigerte und Zievater und Kind mittellos dastehen ließ.
Der Name wurde bis heute nicht ermittelt!
Es schreit zum Himmel!

Kaleika
 

Bruno1st

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Hab ich gerade gefunden:

Tod des kleinen Kevin Ziehvater verurteilt - n-tv.de

Mir ist ganz schlecht, so sauer bin ich. :icon_kotz:
Da wurde von dem Sozialarbeiter (arbeitet der nicht für das Jugendamt?!) mal wieder das Wohlergehen eines Erwachsenen und nicht das des Kindes in den Vordergrund gestellt.
Der MUSS Berufsverbot bekommen ... :mad::mad::mad: Aber bestimmt bekommt der noch weniger Strafe als Kevins Mörder und darf dann weiter seine Schutzbefohlenen ihren Folterern ausliefern.
du irrst dich, es geht nicht um das Wohlergehen eines Erwachsenen statt eines Kindes, sondern meiner Meinung nach nur um die Haushaltstöpfe. Und da gelten 2 Regeln :
- wir geben nichts, rein gar nichts
- gegen die Menschen

Tod des kleinen Kevin Ziehvater verurteilt - n-tv.de
Es fehlt noch der zuständige Sachbearbeiter bei der BAgIS, der Kevins Ziehvater widerrechtlich zur Tatzeit im April/Mai 2006 die Zahlung des ALG verweigerte und Zievater und Kind mittellos dastehen ließ.
Der Name wurde bis heute nicht ermittelt!
Es schreit zum Himmel!
Kaleika
nicht ermittelt ? von der Staatsanwaltschaft ? das gibt es doch nicht - jedes EDV System muß dokumentieren können und man müßte doch prüfen, wer zu welchem Zeitpunkt die Daten aufgerufen hat *

*gut, ist natürlich nur in normalen Firmen eine Selbstverständlichkeit - wenn ich übelrge, was in meiner ARGE so untergeht - da verschwinden DIenstaufsichtsbeschwerden gegen den Geschäftsführer und niemand geht dem nach - weder Direktor Bundes- und Arbeitsagentur noch Landrätin.

Ich glaube, ich mache langsam einen neuen Briefkopf - links oben ist bei mir noch viel Platz.

Politik lügt
ARGE betrügt
Bürokratie mordet
 

Kaleika

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Eine Voraussetzung dafür ist natürlich, dass ermittelt werden will!

Kaleika
 

Bruno1st

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Eine Voraussetzung dafür ist natürlich, dass ermittelt werden will!

Kaleika
stimmt - doch hätten die nur 1% der Energie zum ermitteln verwendet, die sonst gegen Arbeitslose verwendet wird, dann müßte der Staatsanwalt schon lange Überstunden machen.
 

Kaleika

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stimmt - doch hätten die nur 1% der Energie zum ermitteln verwendet, die sonst gegen Arbeitslose verwendet wird, dann müßte der Staatsanwalt schon lange Überstunden machen.

Das ist leider nur allzu wahr!:icon_kotz2:

Es werden lieber Erwerbslose, Knackies und Drogenabhängige verfolgt als "brave" Staatsbeamte, städtische Angestellte...

Fast schon so, als ob Erwerbslosigkeit bereits ein Straftatsbestand sei!
:mad:

Kaleika
 

Bruno1st

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Das ist leider nur allzu wahr!:icon_kotz2:

Es werden lieber Erwerbslose, Knackies und Drogenabhängige verfolgt als "brave" Staatsbeamte, städtische Angestellte...

Fast schon so, als ob Erwerbslosigkeit bereits ein Straftatsbestand sei!
:mad:

Kaleika
man kann auch schreiben : "eigene Beamtenkollegen" oder "Mitglieder der großen Beamtenfamilie"

denn jedes Kratzen am Lack der Scheinheiligkeit oder wie jetzt öffentlicher Mord durch Familienmitglieder muß verhindert werden.

Außen hui und innen nur noch pfui.

Ich habe unseren Hosenanzug vor kurzem zum 3. Mal gefragt "Wie christlich ist die CDU ?" und auf meine beiden Probleme mehr wie dezent hingewiesen - da es keine Antwort gab, ist die CDU und deren Mitglieder automatisch unchristlich. Namensänderung "UCD = UnChristliche Diktatur"
Auf www.kassensturz-jetzt.de stehen die Details
 

Debra

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du irrst dich, es geht nicht um das Wohlergehen eines Erwachsenen statt eines Kindes, sondern meiner Meinung nach nur um die Haushaltstöpfe. Und da gelten 2 Regeln :
- wir geben nichts, rein gar nichts
- gegen die Menschen
Bruno, Ihr müsst Euch den Filmbericht ansehen, das steht nicht im Bericht! Zum Schluss wird gesagt: "Der Sozialarbeiter war der Meinung, dass die Betreuung des kleinen Kindes sich positiv auf den 43-Jährigen auswirken werde!"

Trotzdem der Heimleiter das Kind im Heim belassen wollte und auch Kevin ja schon einmal im Krankenhaus war wegen Mißhandlungen!

Was für eine Art Sozialarbeiter haben wir in D? Gehirnamputierte? :mad: Oder sind sie nicht vielmehr Spiegelbild aller Deutschen Erwachsenen, die immer nur an SICH, aber nie an die Kinder denken? - Ich wette, der Sozialarbeiter hat sich "supercool" mit dem Schläger verstanden und ein offenes Ohr für dessen Probleme gehabt.
 

Bruno1st

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gerade habe ich in den Nachrichten (tagesschau ? frisch angeschaltet) gehört, daß der Staatsanwalt das Urteil anfechten soll und das gegen den Amtwvormund und den Sachbearteiter in Kürze der Prozess beginnen soll.

Schon komisch, daß diese Prozesse nicht weiter behandelt werden und der Öffentlichkeit verwschwiegen werden. Das kratzt zu sehr am Image, wie jede Wahrheit.
 

Eka

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Also wenn ich mich vorhin bei den Nachrichten nicht schwer verhört habe, werden zwei Angeklagt, wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen. Freiheitsstrafe geht da aber nur bis zu 5 Jahren wenn ich nicht irre.



Eka
 

Bruno1st

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Bruno, Ihr müsst Euch den Filmbericht ansehen, das steht nicht im Bericht! Zum Schluss wird gesagt: "Der Sozialarbeiter war der Meinung, dass die Betreuung des kleinen Kindes sich positiv auf den 43-Jährigen auswirken werde!"

Trotzdem der Heimleiter das Kind im Heim belassen wollte und auch Kevin ja schon einmal im Krankenhaus war wegen Mißhandlungen!

Was für eine Art Sozialarbeiter haben wir in D? Gehirnamputierte? :mad: Oder sind sie nicht vielmehr Spiegelbild aller Deutschen Erwachsenen, die immer nur an SICH, aber nie an die Kinder denken? - Ich wette, der Sozialarbeiter hat sich "supercool" mit dem Schläger verstanden und ein offenes Ohr für dessen Probleme gehabt.
Wie bitte ? Ein kleines Kind soll einen Erwachsenen behandeln ?
Hätte der Sozialarbeiter dem Stiefvater einen kleinen Hund gebracht, dann wäre er sicher schon wegen Tierquälerei entlassen und an den Pranger gestellt worden. Doch Kinder zählen nicht.

supercool ? naja ich kann mit dieser Sparsprache nicht viel anfangen. Hier erwähne ich Dieter Hilderbrandt der in einem Interview gesagt hat, daß coll eigentlich kalt, bis zur Gefühlslosigkeit bedeutet. was ich hier auch annehme - auch beim Sozialarbeiter - der hat ja nur seinen Job gemacht und den Stiefvater betreut, genau nach Vorschrift, wie seine geistigen Vorgänger vor 1.000 Jahren.
 

Debra

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- auch beim Sozialarbeiter - der hat ja nur seinen Job gemacht und den Stiefvater betreut, genau nach Vorschrift, wie seine geistigen Vorgänger vor 1.000 Jahren.
Sag ich doch, "supercool" eben. Und dank HartzIV landet so was dann später bei irgendeinem Träger und behandelt Erwachsene, gestandene Menschen, als wären sie behindert. :icon_stop:
 

Bruno1st

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Sag ich doch, "supercool" eben. Und dank HartzIV landet so was dann später bei irgendeinem Träger und behandelt Erwachsene, gestandene Menschen, als wären sie behindert. :icon_stop:
Exkurs : ich weiß nun immer noch nicht, was "supercool" bedeutet, nehme nicht an, daß es eine wichtige Bildungslücke ist - beim Rest stimme ich dir zu.
Beim letzten Job hatte ich eine Kollegin, deren Wortschatz nur aus "cool" und "geil" bestand - später hat sie ihn um 100% erweiter mit "super(cool/geil)" und "sau(cool/geil)" - ein Gespräch (conversation) war unmöglich - chat üblich und talk das Maximum über 2 Minuten maximal - diese Unterschiede konnte ich jetzt nur in English rüberbringen.
 

Debra

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Beim letzten Job hatte ich eine Kollegin, deren Wortschatz nur aus "cool" und "geil" bestand - später hat sie ihn um 100% erweiter mit "super(cool/geil)" und "sau(cool/geil)"
Klingt cool. :icon_twisted:


PS: Ich werd Dir jetzt net die Bedeutungen erklären.
 

Kaleika

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Zehn Jahre für den Tod von Kevin

Wegen Körperverletzung mit Todesfolge und Misshandlung Schutzbefohlener wurde gestern der 43-jährige Ziehvater des Kleinkindes Kevin verurteilt. Zwei Jahre davon soll der Drogenabhängige in einer geschlossenen Entzugsanstalt verbringen.(...)
taz.de - Artikelseite

Natürlich hat der Ziehvater gelogen, betrogen, was das Zeug hielt, war er total egoistisch, aber das passt leider zu seiner Krankheit, Drogenabhänhigkeit.

Die Taten snid entsetzlich, aber die Behörden wussten darum, dass ein Kranker, Gewalttätiger das Kind hatte und hätten es ihm wegnehmen müssen.

Dass ein Kind mit zweieinhalb Jahren weder laufen , noch sprechen kann, das ist mindestens entwicklungsverzögert und bedarf spezieller Förderung.

Dabei war jetzt von der vielen Gewalt, Quälerei noch gar nicht die Rede.
Warum wurde dem Ziehvater das Kind nicht schon lnage weggenommen?

Etwa, weil er es zu seiner Stabilisierung brauchte?
Das kann ja wohl nicht sein - ein Kleinkind als Therapeutikum für einen Drogenabhängigen?

Kaleika
 

Kaleika

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Kritik am Urteil im Fall Kevin
Freitag, 6. Juni 2008, 12.38 Uhr

Das Urteil gegen den Ziehvater des zweijährigen Kevin ist auf Kritik gestoßen. Zehn Jahre muss der Angeklagte wegen Körperverletzung mit Todesfolge und Misshandlung von Schutzbefohlenen ins Gefängnis. Das hatte das Bremer Landgericht am Donnerstag verkündet.
Der Vorsitzende der deutschen Kinderhilfe, Georg Ehrmann, bezeichnete das Urteil als "schockierend". Richtig sei vielmehr der Mord-Vorwurf der Staatsanwaltschaft gewesen
(…)
Nachrichten - Radio Bremen

Manche Hardliner begreifen offensichtlich nicht, wie komplex und menschenverachtend dieser entsetzliche Fall insgesamt ist/war!

Kaleika
 
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Nachrichten - Radio Bremen

Manche Hardliner begreifen offensichtlich nicht, wie komplex und menschenverachtend dieser entsetzliche Fall insgesamt ist/war!

Kaleika
Zudem scheinen die Mord nicht von Körperverletzung mit Todesfolge unterscheiden zu können, die Rachegelüste sind zu groß, bei Familienangehörigen könnte ich das noch nachvollziehen.

Ich glaube kaum, dass der Vater Kevin mit voller Absicht, oder gar aus niederen Motiven getötet hat, deshalb ist es "nur" Körperverletzung mit Todesfolge.

Gruß, Anselm
 

Bruno1st

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und wieder Bremen...

VERWAHRLOSTE KINDER
Sozialbehörde stellt Eilantrag auf Entzug des Sorgerechts
Sie waren verdreckt und verwahrlost, als die Polizei sie aus der elterlichen Wohnung befreite: Das Sorgerecht für die beiden fünf und acht Jahre alten Mädchen aus Bremen soll Mutter und Vater nun per Eilantrag entzogen werden....
.....Ein erster Versuch, die Kinder in die Obhut des Staates zu nehmen, war vom Familiengericht im November vergangenen Jahres abgewiesen worden. Die Situation in der Wohnung habe sich in den vergangenen zwei bis drei Wochen zugespitzt. Die beiden Mädchen im Alter von fünf und acht Jahren waren am Mittwoch von der Polizei aus der völlig verdreckten Wohnung geholt worden.....
Quelle und Rest :
Innerhalb von 2-3 Wochen spitz es sich also so arg zu ? Die Wohnung vermüllt komplett, Schimmel, usw. Für mich ein weiteres Märchen aus Amtsstuben die nur dem Büroschlaf dienen.
 

Kaleika

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und wieder Bremen...



Innerhalb von 2-3 Wochen spitz es sich also so arg zu ? Die Wohnung vermüllt komplett, Schimmel, usw. Für mich ein weiteres Märchen aus Amtsstuben die nur dem Büroschlaf dienen.
Verwahrloste Kinder in Bremen entdeckt

Zufällig finden Polizisten zwei Mädchen, die mit ihrer psychisch kranken Mutter in einer nach Fäkalien stinkenden Wohnung leben. Das Jugendamt kannte die Familie seit 2004, ein Sorgerechtsentzug war 2007 gescheitert

"Zwei völlig verwahrloste Kinder" endeckte die Polizei am Mittwoch in Bremen-Gröpelingen, dem Stadtteil, in dem Kevin vor zwei Jahren von seinem Ziehvater tot geprügelt worden war.(…)
taz.de - Artikelseite
Antrag auf Entzug des Sorgerechts vor Gericht gescheitert



Sozialressort bescheinigt Jugendamt sorgfältige Arbeit / Im Februar letzter Kontakt zur Familie / Mädchen regelmäßig in Schule und Kita


Von unserer Redakteurin
Elke Gundel


BREMEN. Ab Mitte 2005 habe sich das Jugendamt intensiv um die Familie der beiden fünf und acht Jahre alten Schwestern aus Gröpelingen gekümmert, die am Mittwoch in Obhut genommen worden sind; den ersten Hinweis auf die Familie habe es 2004 gegeben. Das erklärte Heidemarie Rose, Leiterin der Abteilung Junge Menschen und Familie im Sozialressort. Auch die psychische Erkrankung der Mutter sei bekannt gewesen. Das Jugendamt habe der Familie immer wieder Hilfsangebote gemacht - unter anderem sollte ein Sozialpädagoge Unterstützung bieten. Doch die Familie habe die Hilfe teils nicht angenommen und teils nach kurzer Zeit wieder abgebrochen.(…)
WESER KURIER online
(Der Link funktioniert leider nur am Erscheinungstag)


Ja, ich staune auch wieder nur Bauklötze über diese Berichterstattung!
Es betrifft auch wieder denselben Stadtteil.

Aber natürlich hat Bremen noch mehr soziale Brennpunkte aufzuweisen!




Vorhin kam im Nordwestradio, dass sich die Herausnahmen von Kindern aus ihren Familien in Bremen von 56 Kindern auf 120 im Jahre 2007 verdoppelt habe.



Es soll wohl betonen, wie gut sich seit Kevin die Arbeit der Sozialbehörde verbessert habe.


Kaleika
 

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und wieder Bremen...

Innerhalb von 2-3 Wochen spitz es sich also so arg zu ? Die Wohnung vermüllt komplett, Schimmel, usw. Für mich ein weiteres Märchen aus Amtsstuben die nur dem Büroschlaf dienen.
Genau so war auch mein erster Gedanke als ich den Bericht hörte.
Bruno, aber nicht nur die Amtsstuben.

Die beiden Kinder waren doch im Kindergarten und in der Schule
und leben in einem Mehrfamilienhaus und NIEMANDEN ist etwas etwas aufgefallen?

Fakt ist: nur durch Zufall fiel es Polizisten auf.

Ich glaube unsere Gesellschaft ist KRANK.
 

Bruno1st

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Genau so war auch mein erster Gedanke als ich den Bericht hörte.
Bruno, aber nicht nur die Amtsstuben.

Die beiden Kinder waren doch im Kindergarten und in der Schule
und leben in einem Mehrfamilienhaus und NIEMANDEN ist etwas etwas aufgefallen?

Fakt ist: nur durch Zufall fiel es Polizisten auf.

Ich glaube unsere Gesellschaft ist KRANK.
Die Gesellschaft ist nicht krank, die Auswüchse sitzen nur an den falschen Stellen und geben die Vorbilder ab und die Richtlinien vor.

Auch wenn die Nachbarn etwas gemacht hätten - die Diskussion, was möglich ist, spare ich extra aus - doch wenn das Jugendamt schon versucht hat, die Kinder "rauszunehmen", dann wußten die ganz genau was abgeht.
"Rausnehmen" ist für mich ein krimineller Begriff, denn der bedeutet ja auch, daß man gleichzeitig die Eltern im Sumpf stecken läßt.
Außerdem wenn 120 Kinder "rausgenommen" wurden, wohin kamen die ? In monetär orientierte Organisationen, die mit dem Jugendamt zusammenarbeiten. Denn so ein Kind ist ja auch eine sprudelnde Geldquelle.

Es bleibt beim immer noch unterdrückten Grundsatzproblem : Wieso wird nicht die Umgebung verändert und damit auch die Lebensumstände, statt weiter als Staatsschmarotzer die Gehälter/Pensionen abzugreifen ?
 

left

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Die Gesellschaft ist nicht krank, die Auswüchse sitzen nur an den falschen Stellen und geben die Vorbilder ab und die Richtlinien vor.

Auch wenn die Nachbarn etwas gemacht hätten - die Diskussion, was möglich ist, spare ich extra aus - doch wenn das Jugendamt schon versucht hat, die Kinder "rauszunehmen", dann wußten die ganz genau was abgeht.
"Rausnehmen" ist für mich ein krimineller Begriff, denn der bedeutet ja auch, daß man gleichzeitig die Eltern im Sumpf stecken läßt.
Außerdem wenn 120 Kinder "rausgenommen" wurden, wohin kamen die ? In monetär orientierte Organisationen, die mit dem Jugendamt zusammenarbeiten. Denn so ein Kind ist ja auch eine sprudelnde Geldquelle.

Es bleibt beim immer noch unterdrückten Grundsatzproblem : Wieso wird nicht die Umgebung verändert und damit auch die Lebensumstände, statt weiter als Staatsschmarotzer die Gehälter/Pensionen abzugreifen ?
Das erscheint mir doch zu pauschal "schuldzuweisend " zu sein.

Dem Bericht zufolge hat das Jugendamt mehrfach versucht der Familie zu helfen, aber die Eltern(Mutter) lehnten immer wieder Hilfsangebote ab.
Eine Entscheidung zu treffen, die Kinder der Mutter zu entziehen, wurde augenscheinlich noch nicht als zwingend erachtet. Im nach hinein sicherlich ein Fehler.

Für mich stelle ich fest, das Umfeld (Schule, Kindergarten, Hausmitbewohner) haben nicht erkannt, demzufolge auch nicht reagiert, wie es um die Kinder/ Familie steht und natürlich auch das Jugendamt.
 
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Das erscheint mir doch zu pauschal "schuldzuweisend " zu sein.

...

Für mich stelle ich fest, das Umfeld (Schule, Kindergarten, Hausmitbewohner) haben nicht erkannt, demzufolge auch nicht reagiert, wie es um die Kinder/ Familie steht und natürlich auch das Jugendamt.
Das Problem steckt sehr viel tiefer, hier wird nur wieder an Symptomen herumgequacksalbert.

Fragen:
Wie kann eine solche Verwahrlosung schon bei den Eltern vorkommen?

Warum werden Menschen die vom Staat abhängen nur Alibihalber in die Lage versetzt unabhängig von ihm zu existieren?

Ist es nicht so, dass Elend vom Staat bereits seit Jahrzehnten nur verwaltet wird und die betroffenen Menschen gar keine andere Möglichkeit haben als "immer kleiner zu werden", also sich extrem anzupassen und in der Folge vielfach zu verwahrlosen, kriminell und/oder ins Drogen und Prostitutionsmillieu abzurutschen?

Sicher gibt es die rühmlichen Ausnahmen, die wird man auch schnell wider als Alibi hervorholen, nur; warum regen wir uns dann über die bezüglichen Vorkommnisse auf!? :mad:

Fazit:

Fest steht heute zumindest schon Eines. Mit HartzIV ist die Klientel derer, die zwangsläufig in Verwahrlosung abrutschen, massiv erweitert wurde und wir uns in Zukunft deshalb über eine steigende Anzahl solcher Vorkommnisse nicht wundern müssen.

Hier gehört eine "Produkthaftung" für den Gesetzgeber die Ausführenden her, nicht der "Steuerzahler", sondern die zuständigen Sozialdezernenten sollten die finanzielle Verantwortung für solche Fälle (entstanden bis 2005) tragen. Ab 2005 auch jene, die unser Asozialsystem noch weiter ausgebaut haben.

Sondersteuer für Clement und Konsorten von ca. 70% all ihrer Einkommen als Anreiz dafür, Nachfolger nicht auch noch zu Schlimmerem oder einem "Weiter so" zu animieren wie es bisher der Fall ist.

Gruß, Anselm
 
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Es wäre gut, die Belange zu trennen...

Das eine ist die Bremer BAgIS, die kurzfristig den Hilfebezug eingestellt hat und das andere ist das Bremer Jugendamt, das zu Wenig kontrolliert hat und dann kommt da noch der Ziehvater von Kevin.

Das die BAgIS die Leistungen grundlos eingestellt hat, ist natürlich nicht rechtens - ebensowenig der Verweis an das Amt für Soziale Dienste (ohne interne Klärung der Zuständigkeit!)

Andererseits hat sich Kevins Ziehvater vor dem Verwaltungsgericht durchgesetzt, war also trotz Drogenentzug und Methadonprogramm in der Lage klare Entscheidungen zu treffen und für sich und sein Kind einzutreten.

Demzufolge denke ich nicht, dass etwa die BAgIS indirekt für die Tötung durch den Vater zur Verantwortung zu ziehen ist. Dann schon eher das Jugendamt, welches eben zu wenig Hilfestellung gegeben hat und letztlich aus gewonnenen Erkenntnissen keinerlei Konsequenz zog - entgegen den ausdrücklichen Empfehlungen von Ärzten und einem Kinderheimleiter.

Wie Bremen jetzt u.a. "kontrolliert" durfte ich kürzlich erleben, als eine Schulsekretärin mit mir und Nachbarin im Hausflur erörterte warum ein Kind X zwar zur Einschulung angemeldet war, dort aber nicht erschien - so wurden wir gefragt, ob wir dieses Kind namentlich kennen - auf Nachfrage wurde dann gesagt "wir müssen doch schauen, ob irgendwelche Kinder tot in den Wohnungen herumliegen, nachdem das mit Kevin passiert ist" Allein diese Aussage lässt erkennen, woran es krankt.

Sie hat also mich (1,5 Jahre im Haus wohnhaft) und meine Nachbarin (1 Jahr wohnhaft) befragt - wir haben verneint dieses Kind zu kennen und sie verließ das Haus wieder - wir sind ein 9 Parteien-Haus - 3 Parteien pro Stockwerk (einige leben hier seit Jahren)... ob dieses Kind wirklich mal mit seiner Familie im Haus gelebt hat, ist so völlig ungeklärt geblieben und wenn "Kontrollen" so durchgeführt werden, kann man ein Stückweit auch wieder die Halbherzigkeit sehen...


Hier in Bremen sind schon demnächst Bürgerschaftswahlen; hier kann man "seine Kandidaten" befragen: Wahl-O-Mat zur Wahl der Bremischen Bürgerschaft 2007 = könnte also auch diese Themen anführen. Nur... leider nehmen einige reguläre Parteien/Kandidaten nicht teil, da leider auch rechte Parteien von wahl-o-mat freigeschaltet worden.
Den Beitrag, von ganz, ganz oben aus diesem Thread, habe ich noch mal hier zitiert. Er wird vielen nicht gefallen (mir gefällt Nefertari zwar auch nicht), den Beitrag fand ich jedoch erstaunlicherweise recht gut. :rolleyes:
 

Kaleika

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@Gennender2009,

ich glaube, Dir ist entgangen, dass hier von zwei ganz verschiedenen Fällen die Rede ist!



"Ich habe gedacht, sie schafft das"
Vater der verwahrlosten Kinder hatte sich 14 Tage auf seine Parzelle zurückgezogen
BREMEN. An dem Haus mit der Nummer 33 ist nichts Ungewöhnliches. Sicherlich, die Haustür steht weit offen, aber das verwundert niemanden. Auch das, was sich in der Souterrainwohnung während der vergangenen Tage abgespielt hat, überrascht die Nachbarn kaum: Ein Drama, das am Mittwoch damit endete, dass die acht und fünf Jahre alten Mädchen Lena und Marie (Namen geändert) in ein Kinderheim gebracht worden sind.
(…)Die Familienverhältnisse wurden so schwierig, dass sich C. immer mehr "Auszeiten" nahm, um Druck abzubauen, wie er sagt. So war es auch Anfang des Monats, als er seine Sachen packte: Es war mal wieder so weit, er musste raus auf seine Parzelle, erzählt er, den Kopf frei kriegen und sich mit seinen Pferden auf der Koppel am Schwarzen Weg beschäftigen. In seinem Refugium ist er geblieben, und seitdem ging es hygienisch in der Wohnung radikal bergab.
Sicherlich, nach den Kindern habe er gesehen, betont Wolfgang C. "Und zwar täglich." Aufgefallen sei ihm jedoch nichts. Verwahrlosung, nein, "was heißt das schon?" fragt er. Er habe die Achtjährige einmal aufgefordert, sich einen sauberen Pulli anzuziehen. "Kinder machen sich nun mal schmutzig", sagt der 53-Jährige. Und außerdem hätten sie seine Haare, wahre Strubbelköpfe. "Die sehen nach dem Waschen schnell wieder verfilzt aus, wenn die Kinder toben", findet er.(…)
WESER KURIER online
(Der Link funzt nur am Erscheinungstag)

Nicht gesäuberte Kaninchenställe stinken bestialisch, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass diese Verwahrlosung innerhalb der 14tägigen Abwesenheit des Vaters entstanden sein soll.
Auch ist es leicht zu erkennen, ob Kinder vom Spielen dreckig sind oder ob sie verwahrlost aussehen und noch nach Schimmel miefen.
Ungekämmte Haare oder verfilzte sind eigentlich auch nicht zu verwechseln.
Oder fällt dem Vater schon nichts mehr auf, weil er mit seiner psychisch kranken Frau überfordert ist?
Sind da alle überfordert gewesen?
Es ist natürlich leicht, sich einfach zu verpieseln, wenn einem alles zuviel wird...
Gilt das auch für die Behörde?
Warum passierte so lange nicht wirklich etwas?

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Verwahrloste Mädchen in Gröpelingen

Empörung ist fehl am Platz

Ja, es sind Fragen erlaubt, ob das Jugendamt nicht beharrlicher eine Herausnahme der Kinder aus ihrer Familie hätte verfolgen sollen. So blieb gestern unklar, was sich an der Situation so verändert hatte, dass sowohl das Amt als auch das Familiengericht jetzt eine Inobhutnahme und einen Sorgerechtsentzug für zwingend erforderlich hielten.(…)
taz.de - Artikelseite

Bei dem Betreuungsschlüssel ist in der Tat kaum kompetentes Eingreifen möglich!

Jugendamt in der Kritik

Opposition und der grüne Teil der Koalition werfen dem Amt vor, die beiden verwahrlosten Mädchen zu spät aus der Familie genommen zu haben

(…)Die arbeitslosen Eltern hätten außerdem Hilfsmaßnahmen abgelehnt und den Sozialarbeitern den Zutritt in die Wohnung verweigert, sagte Marquardt. "Da können wir nichts machen." Allerdings hätte das Amt ab März keine Meldungen mehr aus Kindergarten, Schule oder von der Polizei erhalten. Noch am letzten Schultag vor zehn Tagen sei die 43-jährige Mutter im Kindergarten erschienen und habe keinen auffälligen Eindruck gemacht, so Marquardt. Auch den Kindern sei es, den Beobachtungen von Erzieherinnen und Lehrerinnen zufolge, gut gegangen. Das eingesetzte "Beobachtungssystem", wie es eine Mitarbeiterin des Amts nannte, funktionierte allerdings nur während der Schulzeit. Deshalb konnte Heidrun Rose als Vertreterin der Sozialsenatorin auch nicht sagen, wann die Situation "eskaliert" sei.(…)


taz.de - Artikelseite
 

Bruno1st

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Nicht gesäuberte Kaninchenställe stinken bestialisch, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass diese Verwahrlosung innerhalb der 14tägigen Abwesenheit des Vaters entstanden sein soll.
Auch ist es leicht zu erkennen, ob Kinder vom Spielen dreckig sind oder ob sie verwahrlost aussehen und noch nach Schimmel miefen.
Ungekämmte Haare oder verfilzte sind eigentlich auch nicht zu verwechseln.
Oder fällt dem Vater schon nichts mehr auf, weil er mit seiner psychisch kranken Frau überfordert ist?
Sind da alle überfordert gewesen?
Es ist natürlich leicht, sich einfach zu verpieseln, wenn einem alles zuviel wird...
Gilt das auch für die Behörde?
Warum passierte so lange nicht wirklich etwas?

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klar, kennen wir doch bei unseren argen ARGEn - da wird der Sachbearbeiter gewechselt, usw. Denn das Problem liegt darin, daß man einem EINZELNEN Mitarbeiter sein Versagen nachweisen muß, um ihn haftbar zu machen - bilden diese Mitarbeiter aber eine Bande, dann sind sie sicher, weil man neimandem mehr direkt zu 100% eine Straftat oder Schandtat zuordnen kann. Dann kommen noch bewußt unklare Aussagen dazu und fertig ist die Unschuldsvermutung. Nannte man früher, nach dem großen morden, Persilschein.
Dabei wüßte ich eine einfache Frage :
"Haben Sie das Grundgesetz Artikel 1 "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." erfüllt ?" Ja oder Nein - und alles außer Ja führt mindestens zur sofortigen Entlassung bis zur Verhaftung.

taz.de - Artikelseite

Bei dem Betreuungsschlüssel ist in der Tat kaum kompetentes Eingreifen möglich!

[/b]
Zitat:
Jugendamt in der Kritik

Opposition und der grüne Teil der Koalition werfen dem Amt vor, die beiden verwahrlosten Mädchen zu spät aus der Familie genommen zu haben

(…)Die arbeitslosen Eltern hätten außerdem Hilfsmaßnahmen abgelehnt und den Sozialarbeitern den Zutritt in die Wohnung verweigert, sagte Marquardt. "Da können wir nichts machen." Allerdings hätte das Amt ab März keine Meldungen mehr aus Kindergarten, Schule oder von der Polizei erhalten. Noch am letzten Schultag vor zehn Tagen sei die 43-jährige Mutter im Kindergarten erschienen und habe keinen auffälligen Eindruck gemacht, so Marquardt. Auch den Kindern sei es, den Beobachtungen von Erzieherinnen und Lehrerinnen zufolge, gut gegangen. Das eingesetzte "Beobachtungssystem", wie es eine Mitarbeiterin des Amts nannte, funktionierte allerdings nur während der Schulzeit. Deshalb konnte Heidrun Rose als Vertreterin der Sozialsenatorin auch nicht sagen, wann die Situation "eskaliert" sei.(…)

taz.de - Artikelseite
sind die noch zu retten ? Da gibt es seit März keine Informationen über gefährdete Kinder mehr und die recherchieren nachträglich, daß es vor 10 Tagen keinen "auffälligen" Eindruck gegeben hat.

Was bedeutet bei denen "auffällig" ? Kind mit blauen Flecken übersät ? Knochenbrüche ? oder ???????

Über 3 Monate Nichtstun um dann festzustellen, daß nichts festgestellt werden kann.

In Bremen sind Notfälle außerhalb der Dienstzeit nicht vorgesehen. Außerhalb der Dienstzeit muß hilflos gelitten und gestorben werden.
Für mich zeigt dieses Verhalten nur, wo der tatsächliche Abschaum sitzt. Und dies ist für mich nur die Spitze eines Eisberg. Das schließe ich jetzt nur aus dem Verhalten der ARGEn gegenüber Ihren Opfern - denn die ARGEn werden ja aus den Behörden bestückt und daraus lassen sich Rückschlüsse ziehen.
Hier bleibt nur übrig, die lebenslange Festanstellung sofort zu beenden. Denn nur dieses Ruhekissen läßt solche Sauereien zu. Ich glaube, damit werden sie auch noch provoziert - frei nach dem Motto "Was muß ich mahen, daß ich zwar nicht entlassen, aber in den Dauerurlaub versetzt werde ?" Schmarotzer !!!
 

Kaleika

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klar, kennen wir doch bei unseren argen ARGEn - da wird der Sachbearbeiter gewechselt, usw. Denn das Problem liegt darin, daß man einem EINZELNEN Mitarbeiter sein Versagen nachweisen muß, um ihn haftbar zu machen - bilden diese Mitarbeiter aber eine Bande, dann sind sie sicher, weil man neimandem mehr direkt zu 100% eine Straftat oder Schandtat zuordnen kann. Dann kommen noch bewußt unklare Aussagen dazu und fertig ist die Unschuldsvermutung. Nannte man früher, nach dem großen morden, Persilschein.
Dabei wüßte ich eine einfache Frage :
"Haben Sie das Grundgesetz Artikel 1 "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." erfüllt ?" Ja oder Nein - und alles außer Ja führt mindestens zur sofortigen Entlassung bis zur Verhaftung.



sind die noch zu retten ? Da gibt es seit März keine Informationen über gefährdete Kinder mehr und die recherchieren nachträglich, daß es vor 10 Tagen keinen "auffälligen" Eindruck gegeben hat.

Was bedeutet bei denen "auffällig" ? Kind mit blauen Flecken übersät ? Knochenbrüche ? oder ???????

Über 3 Monate Nichtstun um dann festzustellen, daß nichts festgestellt werden kann.

In Bremen sind Notfälle außerhalb der Dienstzeit nicht vorgesehen. Außerhalb der Dienstzeit muß hilflos gelitten und gestorben werden.
Für mich zeigt dieses Verhalten nur, wo der tatsächliche Abschaum sitzt. Und dies ist für mich nur die Spitze eines Eisberg. Das schließe ich jetzt nur aus dem Verhalten der ARGEn gegenüber Ihren Opfern - denn die ARGEn werden ja aus den Behörden bestückt und daraus lassen sich Rückschlüsse ziehen.
Hier bleibt nur übrig, die lebenslange Festanstellung sofort zu beenden. Denn nur dieses Ruhekissen läßt solche Sauereien zu. Ich glaube, damit werden sie auch noch provoziert - frei nach dem Motto "Was muß ich mahen, daß ich zwar nicht entlassen, aber in den Dauerurlaub versetzt werde ?" Schmarotzer !!!
Gericht widerspricht Behördenversion
Antrag auf Sorgerechtsentzug wurde nicht abgelehnt

BREMEN. Dass die Polizei in Gröpelingen zufällig auf zwei verwahrloste kleine Mädchen stieß, die dann sofort in Obhut genommen wurden, hat die Debatte über das Bremer Kinder- und Jugendhilfesystem neu entfacht. CDU und FDP fordern eine Sondersitzung der Sozialdeputation. Die CDU verlangt zudem detaillierte Aufklärung. Sozialressort und Jugendamt betonen dagegen, der Fall sei kein Beleg für Lücken im System.

Unterdessen hat das Amtsgericht die Darstellung von Ressort und Jugendamt relativiert. Laut Behördenversion war der Versuch, den Eltern das Sorgerecht für die Kinder zu entziehen, im Herbst am Gericht gescheitert. Der Antrag des Jugendamtes sei nicht abgelehnt worden, betonte die Sprecherin des Amtsgerichts, Ellen Best. Vielmehr seien alle Beteiligten - also auch die Vertreter des Jugendamtes - bei der Anhörung im November übereingekommen, die Kinder vorerst in der Obhut ihrer Eltern zu lassen. Jedoch unter der Bedingung, dass sich eine Familienhelferin um sie kümmert und dabei vor allem die Hygiene und Kleidung der Kinder im Auge behält.(...)
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Das wird ja immer besser und Brunos Einschätzung tritt deutlich hervor, wird bestätigt!

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Das wird ja immer besser und Brunos Einschätzung tritt deutlich hervor, wird bestätigt!

Kaleika
hier hätte ich sehr gerne Unrecht gehabt - doch die letzte Hoffnung ist nun verloren und die Bürokratie ist völlig verseucht. Aus diesem Anlaß hole ich mal meine alten Banner hervor - www.kassensturz-jetzt.de - Banner








Nachtrag : meine Banner dürfen verwendet werden
 

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Senatorin auffallend unauffällig
Was macht eigentlich Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD)? Diese Frage stellte sich schon am Donnerstag. Da wurde bekannt, dass die Polizei in Gröpelingen zufällig auf zwei verwahrloste Kinder gestoßen war und dass die fünf und acht Jahre alten Töchter einer psychisch kranken Bremerin in Obhut genommen worden waren. Senatorin Rosenkötter schwieg.
Die Frau, die die politische Verantwortung für die Kinder- und Jugendhilfe in Bremen trägt, schwieg auch gestern.


(...)Eine Senatorin aber, die keine Akzente setzt und nur darauf bedacht ist, keine Angriffsflächen zu bieten, macht sich selbst überflüssig.
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Politsche Verantwortung - was ist das denn?

Kaleika
 

Bruno1st

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Politsche Verantwortung - was ist das denn?
das war lange vor Müntefering, Koch, Kohl, usw. und wird immer vom politischen Gegner verlangt (wobei CDU/SPD nicht als Gegner gelten)

Müntefering hat es gut auf den Punkt gebracht "Man darf Politiker nicht für dessen Versprechungen vor der Wahl haftbar machen" (frei zitiert) - und die ganzen untergeordneten Chargen quer durch die Bürokratie ziehen mit.

Da sich in Deutschland immer erst etwas anch großen Katastrophen bewegt, sind die Mordfälle an Kindern durch Beihilfe der Bürokratie vielleicht ein Anlaß, die persönliche Haftung einzuführen und die Trutzburg "Behörde" dem Recht und der Wahrheit zu öffnen.
 

Kaleika

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Nach dem Fall verwahrloster Mädchen
Bremer Jugendamt fordert mehr Personal
Mit der Forderung nach mehr Stellen hat der Leiter des Bremer Jugendamtes, Peter Marquard, auf Kritik an der Arbeit seiner Behörde reagiert. Anderenfalls könne das Amt seine Aufgabe in Zukunft nicht mehr so wahrnehmen wie nötig. Zwar nannte Marquard keine Zahlen, aber inoffiziell ist von mindestens 25 Vollzeitbeschäftigten die Rede. Ende der Woche will der Jugendamtsleiter darüber mit dem Senat reden.(…)
Quelle: Bremer Jugendamt fordert mehr Personal - Nachrichten - Radio Bremen
 

Bruno1st

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Zitat:
Nach dem Fall verwahrloster Mädchen
Bremer Jugendamt fordert mehr Personal
Mit der Forderung nach mehr Stellen hat der Leiter des Bremer Jugendamtes, Peter Marquard, auf Kritik an der Arbeit seiner Behörde reagiert. Anderenfalls könne das Amt seine Aufgabe in Zukunft nicht mehr so wahrnehmen wie nötig. Zwar nannte Marquard keine Zahlen, aber inoffiziell ist von mindestens 25 Vollzeitbeschäftigten die Rede. Ende der Woche will der Jugendamtsleiter darüber mit dem Senat reden.(…)

Quelle: Bremer Jugendamt fordert mehr Personal - Nachrichten - Radio Bremen
das ist doch der endgültige Offenbarungseid - denn wenn vorher "alles in Ordnung war" undnun plötzlich MINDESTENS 25 Leute fehlen, dann stinkt es noch mehr wie angenommen. Vor allem, wenn beriets 16 neue Mitarbeiter dazugekommen sind.
Das mehr Fälle angezeigt wurden ist doch nur billige Polemik - denn es gibt einfach mehr Bedürftige wie früher. Und wenn die bereits angezeigten die Grenzen erreichen, dann frage ich mich, wer kümmert sich um die im dunkeln ?

Allgemeine Frage : Wie steht es denn in anderen Jugendämtern ? Vermutlich ähnlich.
 

darkcloud

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... Und wenn die bereits angezeigten die Grenzen erreichen, dann frage ich mich, wer kümmert sich um die im dunkeln ?
Die im Dunkeln sieht man nicht
man will sie gar nicht sehen
verborgen bleibt uns ihr Gesicht
und überhört wird auch ihr flehen.

Die im Dunkeln sieht man nicht
man will sie dort auch haben.
Das sagt dir die Eliteschicht
und das erzeugt die Narben.

Die im Dunkeln sieht man nicht
man überhört auch ihre Schreie
Überleben ist dann erste Pflicht
einige wissen was ich meine.

Die im dunklen sieht man nicht
aber ihnen widme ich diese Zeilen
komm her und zeig mir dein Gesicht
du brauchst bestimmt nicht weinen.

Denn die im Dunkeln brauchen Licht
und du kannst es ihnen geben
Zeig ein Lächeln auf deinem Gesicht
und versuch dir Zeit zu nehmen.
 

Kaleika

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Blabla-Blubbelbuppp geht noch weiter:

"Wir brauchen mehr Personal"

Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter erklärt, warum sich der Fall der verwahrlosten Mädchen in Gröpelingen nicht zur Empörung eignet. Am Dienstag muss sie das vor den Abgeordneten tun

Interview: Eiken Bruhn
taz: Frau Rosenkötter, haben Sie das öffentliche Interesse an einem Fall wie dem der verwahrlosten Mädchen unterschätzt?

Ingelore Rosenkötter, Sozialsenatorin (SPD): Wir haben uns sofort nach Bekanntwerden hier im Haus zusammengesetzt und sind zu der Einschätzung gekommen, das ist ein "Fall", wie wir ihn jede Woche in ähnlicher Art erleben könnten, der einer sachlichen und keiner politischen Aufarbeitung bedarf. Ich glaube, dass viele Bürger und Bürgerinnen das genauso sehen.(...)
taz.de - Artikelseite


Kaleika
 

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Blabla-Blubbelbuppp geht noch weiter:
Zitat:
"Wir brauchen mehr Personal"

Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter erklärt, warum sich der Fall der verwahrlosten Mädchen in Gröpelingen nicht zur Empörung eignet. Am Dienstag muss sie das vor den Abgeordneten tun

Interview: Eiken Bruhn
taz: Frau Rosenkötter, haben Sie das öffentliche Interesse an einem Fall wie dem der verwahrlosten Mädchen unterschätzt?

Ingelore Rosenkötter, Sozialsenatorin (SPD): Wir haben uns sofort nach Bekanntwerden hier im Haus zusammengesetzt und sind zu der Einschätzung gekommen, das ist ein "Fall", wie wir ihn jede Woche in ähnlicher Art erleben könnten, der einer sachlichen und keiner politischen Aufarbeitung bedarf. Ich glaube, dass viele Bürger und Bürgerinnen das genauso sehen.(...)

taz.de - Artikelseite

Kaleika
geht es noch dümmer ? kann man noch besser zeigen, daß man völlig unqualifiziert ist ?

Einschätzung bedeutet - wir wissen es nicht.
Wieviel sind "viele" BürgerInnen genau ? Auf jeden Fall mehr wie einer. Gehören diese BürgerInnen vielleicht zufällig zu den politisch und fachlich Verantwortlichen ?

sachliche Aufarbeitung ist eines - doch die politische ist zuerst notwendig !!! Oder wer gibt denn der Verwaltung die Eckpunkte vor ? Werden die aus dem Kaugummiautomaten gezogen ? Meines Wissens ist es die Politik. Andernfalls sind die Politiker überflüssig.

Schlimm ist, daß die anderen Abgeordneten diese Missstände offensichtlich akzeptieren und unterstützen. Denn so etwas :

Aber warum hat nicht, wie Möhle fragt, jede Woche ein Sozialarbeiter nach dem Rechten gesehen - und zwar auch in den Ferien?
Wenn uns eine Familie wie diese nicht in die Wohnung lässt, dann haben wir keine Handhabe - das passiert übrigens oft genug in "Fällen", wo es den Kindern dem äußeren Anschein nach gut geht. Außerdem ist damit wieder die Frage nach der Grenze staatlichen Einmischens berührt. Wir hatten allerdings mit der Kita und der Schule vereinbart, dass wir bei Auffälligkeiten sofort einen Hinweis bekommen.
Quelle gleicher Artikel
ist doch Irrsinn hoch zehn.

Wurde diese Regelung nicht vor Gericht vereinbart ?
Da müßten doch bei jedem NORMALEN Menschen die Alarmglocken klingeln, wenn sich nicht daran gehalten wird.

Aber wer sagt, das Politiker normal sind - wurde in dieser Anhörung öffentlich bewiesen. Was für Kleber haben die eigentlich unter ihrem Hintern ?

Ich stelle das mir mal andersrum vor. Ein Vaetr wird vor gericht beschuldigt, weil seine Frau die Kinde rhat verwahrlosen lassen "Herr xyz Ihnen muss doch klar gewesen sein, daß da etwas nicht stimmt, als sich Ihre Frau nicht an die Abmachungen gehalten hat! Und trotzdem haben sie noch 1 Tag gewartet, bis sie reagiert haben. SIE sind mitschuldig an der Verwahrlosung ihrer Kinder. 5 Jahre - ohne Bewährung oder Berufung.
Und dieselben Politiker würden auf dem Tisch tanzen und sich vor der Presse aufgeilen, weil sie hier eine Werbeplattform für sich selbst sehen.
 

Kaleika

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geht es noch dümmer ? kann man noch besser zeigen, daß man völlig unqualifiziert ist ?

Einschätzung bedeutet - wir wissen es nicht.
Wieviel sind "viele" BürgerInnen genau ? Auf jeden Fall mehr wie einer. Gehören diese BürgerInnen vielleicht zufällig zu den politisch und fachlich Verantwortlichen ?

sachliche Aufarbeitung ist eines - doch die politische ist zuerst notwendig !!! Oder wer gibt denn der Verwaltung die Eckpunkte vor ? Werden die aus dem Kaugummiautomaten gezogen ? Meines Wissens ist es die Politik. Andernfalls sind die Politiker überflüssig.

Schlimm ist, daß die anderen Abgeordneten diese Missstände offensichtlich akzeptieren und unterstützen. Denn so etwas :



ist doch Irrsinn hoch zehn.

Wurde diese Regelung nicht vor Gericht vereinbart ?
Da müßten doch bei jedem NORMALEN Menschen die Alarmglocken klingeln, wenn sich nicht daran gehalten wird.

Aber wer sagt, das Politiker normal sind - wurde in dieser Anhörung öffentlich bewiesen. Was für Kleber haben die eigentlich unter ihrem Hintern ?

Ich stelle das mir mal andersrum vor. Ein Vaetr wird vor gericht beschuldigt, weil seine Frau die Kinde rhat verwahrlosen lassen "Herr xyz Ihnen muss doch klar gewesen sein, daß da etwas nicht stimmt, als sich Ihre Frau nicht an die Abmachungen gehalten hat! Und trotzdem haben sie noch 1 Tag gewartet, bis sie reagiert haben. SIE sind mitschuldig an der Verwahrlosung ihrer Kinder. 5 Jahre - ohne Bewährung oder Berufung.
Und dieselben Politiker würden auf dem Tisch tanzen und sich vor der Presse aufgeilen, weil sie hier eine Werbeplattform für sich selbst sehen.

Hier klingeln viel zu oft in den Sozialbehörden keine Alarmglocken!
Die hölzerne Sozialsenatorin Ingelore Rosenköt(t)er hat noch nie durch Fachlichkeit geglänzt.

Was die Dame auf ihrem Posten zu suchen hat, das ist bisher vielen Bremen verschlossen geblieben.

Nun meldet sich aber auch die CDU zu Eort und kritisiert zu Recht, dass sich seit Kevin nicht wirklich etwas verändert habe!

CDU fordert mehr Kontrolle durch Jugendamt

Anlässlich der heutigen Sondersitzung zum Fall der beiden verwahrlosten Mädchen erneuert die Opposition ihre Kritik

Einen "Bewusstseinswandel hin zu Aufsicht und Kontrolle" vermisst die CDU-Politikerin Rita Mohr-Lüllmann im Amt für soziale Dienste. Dies zeige der aktuelle Fall zweier Mädchen, die aus einer nach Polizeiangaben "völlig verdreckten" Gröpelinger Wohnung in ein Kinderheim gebracht wurden, so die Bürgerschaftsabgeordnete gestern.(...)
taz.de - Artikelseite

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Hier klingeln viel zu oft in den Sozialbehörden keine Alarmglocken!
Die hölzerne Sozialsenatorin Ingelore Rosenköt(t)er hat noch nie durch Fachlichkeit geglänzt.

Was die Dame auf ihrem Posten zu suchen hat, das ist bisher vielen Bremen verschlossen geblieben.

Nun meldet sich aber auch die CDU zu Eort und kritisiert zu Recht, dass sich seit Kevin nicht wirklich etwas verändert habe!


Zitat:
CDU fordert mehr Kontrolle durch Jugendamt

Anlässlich der heutigen Sondersitzung zum Fall der beiden verwahrlosten Mädchen erneuert die Opposition ihre Kritik

Einen "Bewusstseinswandel hin zu Aufsicht und Kontrolle" vermisst die CDU-Politikerin Rita Mohr-Lüllmann im Amt für soziale Dienste. Dies zeige der aktuelle Fall zweier Mädchen, die aus einer nach Polizeiangaben "völlig verdreckten" Gröpelinger Wohnung in ein Kinderheim gebracht wurden, so die Bürgerschaftsabgeordnete gestern.(...)

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ich würde sagen, wenn sich schon die CDU in sozialen Dingen zu Wort meldet, ist die Jagd eröffnet und die Tage bis zur dicken Pension sind gezählt
 

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"Es gab keinen Anlass einzugreifen"
Ingelore Rosenkötter (SPD) über die verwahrlosten Kinder aus Gröpelingen: Die Familie hatte sich stabilisiert



Senatorin Ingelore Rosenkötter (SPD). Foto: Stoss

BREMEN. Vor zwei Wochen ist die Polizei bei einem Einsatz in anderer Sache in Gröpelingen zufällig auf zwei verwahrloste Kinder und deren psychisch kranke Mutter aufmerksam geworden. Die Schwestern, fünf und acht Jahre alt, wurden in Obhut genommen. Der Fall hat die Debatte um das System der Kinder- und Jugendhilfe in Bremen neu entfacht. Das Jugendamt kannte die Familie seit 2004, hatte aber zuletzt Anfang März selbst Kontakt zu den Eltern der Mädchen. Die CDU beantragte eine Sondersitzung der Sozialdeputation, die heute um 10 Uhr stattfindet, um die Sache aufzuklären. Die Junge Union forderte sogar den Rücktritt von Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD), die sich zu dem Fall zunächst nicht äußern wollte. Unsere Redakteurin Elke Gundel sprach gestern mit ihr.(...)
WESER KURIER online
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Die junge Union hat sich weit vorgewagt und fordert ihre Ablösung, wofür die Sozialsenatorin natürlich keinen Anlass erkennen kann - denn seit Kevin hat sich ja sooooooo viel verbessert!

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Ein System steht vor Gericht

KEVIN-PROZESS Ein beginnendes Verfahren vor dem Landgericht ruft Bremen bundesweit wieder als Stadt in Erinnerung, in der ein Kleinkind in staatlicher Obhut starb

VON JAN ZIER
Er versteckt sich nicht. Schutzlos blickt er in alle Kameras der örtlicher Medien, der überregionalen Fernsehsender. Bald werden sie sein Gesicht weit verbreiten, seinen Namen überall vermelden. Denn Bert K. ist jetzt eine Person des öffentlichen Interesses. Er war: der Amtsvormund von Kevin. Seit gestern steht der 67-Jährige vor dem Landgericht, muss sich wegen "fahrlässiger Tötung" verantworten. (...)
Ein System steht vor Gericht - taz.de
 

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Mich stört nach wie vor, dass Kevin beim ausrastenden könnendenZiehvater bleiben durfte, besser musste - wohingegen anderen Eltern ihr Kind wegen Nichtigkeiten weggenommen wird.
Keine Rede ist hier je von dem Sachbearbeiter der BAgIS, der Kevins Ziehvater über zwei Monate kein Geld überwies, obwohl er wissen musste, dass Kevins Ziehvater als "tickende Zeitbombe" galt!
 

roterhusar

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Der Heider Bürgermeister wurde 2005 gleich nach H-IV Einführung gefragt, was mit Kindern geschieht, deren Väter kein Antrag bei der Arge stellen. Hat er geantwortet, die haben selber Schuld. Das mag ein Missverständnis gewesen sein, zeigt aber, dass der Teufel in der Privatisierung all der öffentlichen Einrichtungen, die mal das "Soziale Netz" ausgemacht haben, steckt. Und die "öffentliche Hand", die sich bisher erfolgreich gestemmt hat, wird nun in Dutt gehauen. (Schulen, ARGEN, Kinderschutz, Kranke, Rentner, Behinderte.)
Soziale Einrichtungen in der Hand von Konzernen wie Pirelli etc. müssen wieder zurück, raus aus den Händen derjenigen, die ihren Betrieb mittels einer Haushaltssoftware führen.
Gerd
 
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Nicht offen für weitere Antworten.
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