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Schwerbehinderung auf zwei Jahre befristet.

ikarus

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#1
Liebe Foris,
mit heutigem Bescheid (nach einem Widerspruch) wurde mir eine Schwerbehinderung mit einer GdB von 50 mit Merkzeichen G vom Jan. 2014 bescheinigt.
Der Haken an der Sache ist nur, dass die Schwerbehinderung nur bis zum Nov- 2015 befristet wurde und mir dann eine Überprüfung der GdB anvisiert wird!
Nun wollte ich Jahrgang 1953 im nächsten Jahr Rente wg. Schwerbehinderung beantragen, mit 6% Abzügen.
Wie ich aber gehört habe (ich weiß nicht mehr wo) soll die DRV Renten wegen befristeter Schwerbehinderung ablehnen.

Der Bescheid ist noch nicht rechtskräftig, da dieser Bescheid sich noch im Widerspruchsverfahren befindet!

In dem Schreiben, das dabei lag, steht das ich eine Einverständniserklärung abgeben muss.
Wenn ich das nicht mache wird der Widerspruch der höheren Instanz zur endgültigen Entscheidung
zugeleitet.


Kennt sich da jemand aus und kann mir einen Rat geben?
 

Don Vittorio

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#2

Wie ich aber gehört habe (ich weiß nicht mehr wo) soll die DRV Renten wegen befristeter Schwerbehinderung ablehnen.



Es zählt alleine,dass am Tag der Antragstellung eine SB vorliegt,egal ob befrtistet oder nicht.
 

ikarus

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#3
Es zählt alleine,dass am Tag der Antragstellung eine SB vorliegt,egal ob befrtistet oder nicht.
Hallo Don Vittorio,
da habe ich was anderes gelesen!
Lt. DRV wird eine Rente bewilligt wenn zum 1. Rentenbezug eine Schwerbehinderung vorliegt und nicht bei Antragstellung.

Außerdem soll sich die DRV Zeit lassen bei befristeter Schwerbehinderung um dann eine Rente ablehnen zu können.

Außerdem möchte ich die Überprüfung ablehnen. Ich habe eine sog. Schaufensterkrankheit ( Durchblutungsstörungen = PAVK
= Periphäre Arterielle Verschlusskrankheit in den Beinen) und kann nur noch 60Meter laufen,
das verbessert sich nicht mehr! Geht das?

Wer weiß da bescheid.
 

Caso

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#4
Liebe Foris,
mit heutigem Bescheid (nach einem Widerspruch) wurde mir eine Schwerbehinderung mit einer GdB von 50 mit Merkzeichen G vom Jan. 2014 bescheinigt.
Der Haken an der Sache ist nur, dass die Schwerbehinderung nur bis zum Nov- 2015 befristet wurde und mir dann eine Überprüfung der GdB anvisiert wird!
Nun wollte ich Jahrgang 1953 im nächsten Jahr Rente wg. Schwerbehinderung beantragen, mit 6% Abzügen.
Wie ich aber gehört habe (ich weiß nicht mehr wo) soll die DRV Renten wegen befristeter Schwerbehinderung ablehnen.

Der Bescheid ist noch nicht rechtskräftig, da dieser Bescheid sich noch im Widerspruchsverfahren befindet!

In dem Schreiben, das dabei lag, steht das ich eine Einverständniserklärung abgeben muss.
Wenn ich das nicht mache wird der Widerspruch der höheren Instanz zur endgültigen Entscheidung
zugeleitet.


Kennt sich da jemand aus und kann mir einen Rat geben?
Ist das geheim, oder warum so klein?

Die DRV lehnt Rentenanträge doch nicht wegen Schwerbehinderung ab.
Die Voraussetzungen müssen gegeben sein.
Da gibts viele.
Schau doch auf der DRV-Seite mal nach.
Dort gibts auch ein Forum zu allen Fragen.
https://www.ihre-vorsorge.de/forum.html
 

Don Vittorio

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#5
Hallo Don Vittorio,
da habe ich was anderes gelesen!
Lt. DRV wird eine Rente bewilligt wenn zum 1. Rentenbezug eine Schwerbehinderung vorliegt und nicht bei Antragstellung.

Außerdem soll sich die DRV Zeit lassen bei befristeter Schwerbehinderung um dann eine Rente ablehnen zu können.
Ja,da hast Du Recht,das war ein Irrtum meinerseits.
Aber ob die DRV solche Fälle absichtlich verzögert denke ich kaum.Du hast ja auch das Recht auf Akteneinsicht und eine absichtliche Verzögerung liese sich dann nicht einfach so verbergen.

Außerdem möchte ich die Überprüfung ablehnen. Ich habe eine sog. Schaufensterkrankheit ( Durchblutungsstörungen = PAVK
= Periphäre Arterielle Verschlusskrankheit in den Beinen) und kann nur noch 60Meter laufen,
das verbessert sich nicht mehr! Geht das?

Wer weiß da bescheid.
Meines Wissens wäre bei dieser Gehstrecke eigentlich die Voraussetzung einer EM-Rente gegeben.Und eine SB ist nur eine der Kriterien die bei der Vergabe einer EM-Rente reinspielen,aber auch ohne SB ist eine EM-Rente möglich.
Im übrigen ist die Verlängerung des SB-Ausweises meist nur eine Formsache.Ich hatte den Ausweis zum Versorgungsamt geschickt (da bekommt man vorher auch ein Erinnerungsschreiben )und bekam ihn mit neuem Stempel ohne weitere Probleme zurück.
 

jockel

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#6
Die verschiedenen Rentenarten, darunter

  • Regelaltersrente
  • Altersrente für besonders langjährig Versicherte
  • Altersrente für langjährig Versicherte mit 35 Versicherungsjahren
  • Altersrente für schwerbehinderte Menschen mit 35 Versicherungsjahren
  • Altersrente für Frauen (Auslaufmodell, nur noch für Jahrgänge bis 1951)
  • Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit (Auslaufmodell, nur noch für Jahrgänge bis 1951)
  • Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit - Erwerbsminderungsrente
  • Große Witwen- und Witwerrente
Früher in Rente gehen. Das müssen Sie wissen. | Geld | Guter Rat

Vorzeitig in den Ruhestand: Wer darf früher in Rente gehen | Guter Rat | Recht | Guter Rat
 

jockel

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#7
Hallo Don Vittorio,
da habe ich was anderes gelesen!
Lt. DRV wird eine Rente bewilligt wenn zum 1. Rentenbezug eine Schwerbehinderung vorliegt und nicht bei Antragstellung.

Außerdem soll sich die DRV Zeit lassen bei befristeter Schwerbehinderung um dann eine Rente ablehnen zu können.

Außerdem möchte ich die Überprüfung ablehnen. Ich habe eine sog. Schaufensterkrankheit ( Durchblutungsstörungen = PAVK
= Periphäre Arterielle Verschlusskrankheit in den Beinen) und kann nur noch 60Meter laufen,
das verbessert sich nicht mehr! Geht das?

Wer weiß da bescheid.
Da hilft kurz vor Ablauf der Befristung eine Wiederbegutachtung beim Versorgungsamt oder Sozialamt zu beantragen, je nachdem, wer für die Anerkennung einer Schwerbehinderung zuständig ist, um eine Verbesseung oder Verschlechterung der Behinderung nachzuweisen.

Bei absehbarer, dauerhafter Schwerbehinderung ohne Besserungsaussichten wird der Gutachter eine Entfristung des Behindertenausweises dem ausstellendem Amt vorschlagen.
 

ikarus

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#8
Ja,da hast Du Recht,das war ein Irrtum meinerseits.
Aber ob die DRV solche Fälle absichtlich verzögert denke ich kaum.Du hast ja auch das Recht auf Akteneinsicht und eine absichtliche Verzögerung liese sich dann nicht einfach so verbergen.



Meines Wissens wäre bei dieser Gehstrecke eigentlich die Voraussetzung einer EM-Rente gegeben.Und eine SB ist nur eine der Kriterien die bei der Vergabe einer EM-Rente reinspielen,aber auch ohne SB ist eine EM-Rente möglich.
Im übrigen ist die Verlängerung des SB-Ausweises meist nur eine Formsache.Ich hatte den Ausweis zum Versorgungsamt geschickt (da bekommt man vorher auch ein Erinnerungsschreiben )und bekam ihn mit neuem Stempel ohne weitere Probleme zurück.
Was mich nur stutzig macht ist, dass man eine befristete Schwerbehinderung für noch nicht mal ganz zwei Jahre bekommt?
Die gehen wohl davon aus wenn die Schmerzen unerträglich werden, werde ich mich schon unter das Messer legen und dann eine um 10 Meter bessere Gehstrecke herauskommt um mir die bewilligte Schwerbehinderung wieder knöpfen zu können!
Ich werde ein Teufel tun da meine Mutter bei so einer OP gestorben ist.
Und das nicht vor 30 ig Jahren!


Zusätzlich: Ich habe einen befristeten Arbeitsvertrag bis 02/2015, muss ich nun die Schwerbehinderung meinem Arbeitgeber melden??????
Möchte ich wg. der Befristung eigentlich nicht.....
 

Holger01

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#9
Ich meine, dass du die SB im laufenden Arbeitsverhältnis nicht melden brauchst.
Lediglich bei entsprechender Fragestellung während einer Bewerbung müsste man hier wohl wahrheitsgemäß antworten
oder wenn sie Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit hätte.

Bei mir war die Ausgangssituation ähnlich; allerdings wurde immer wieder versucht, mich zu Überstunden und in Doppelschichten zu zwingen.
Das habe ich dann unter Vorlage des zwischenzeitlich erhaltenen SB-Ausweises unterbunden und
meine Arbeitswoche auf absolut 40 Stunden begrenzt.
 

Muzel

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#10
Deinem AG muss du die Schwerbehinderung nicht mitteilen. Dann hast du auch keinen Kündigungsschutz und keine zusätzlichen Urlaubstage.
Weiter ist zur PAVK zu sagen, aber das weißt du sicher, dass sich die Arterie auch komplett zusetzen kann, mit der Gefahr das Bein zu verlieren (oder Teile davon). Nimmst du wenigstens durchblutungsfördernde Mittel wie ASS oder Makumar ein?
 

Don Vittorio

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#11
Deinem AG muss du die Schwerbehinderung nicht mitteilen. Dann hast du auch keinen Kündigungsschutz und keine zusätzlichen Urlaubstage.
Weiter ist zur PAVK zu sagen, aber das weißt du sicher, dass sich die Arterie auch komplett zusetzen kann, mit der Gefahr das Bein zu verlieren (oder Teile davon). Nimmst du wenigstens durchblutungsfördernde Mittel wie ASS oder Makumar ein?
Ich hatte vor 7 Jahren eine auf 7 cm verschlossene Oberschenkel Arterie,es gab schon einen kleinen Fleck mit absterbendem Gewebe und eiskalte Zehen,bis ich wegen der Schmerzen endlich zum Arzt ging und 2 Stunden später im Katheterlabor auf dem Tisch lag.Dort wollte man schon die Chirurgen dazuholen um einen Bypass zu legen,in letzter Minute gelang es dann das Gerinsel aufzulösen.Bei der Gelegenheit wurde auch ein Stent in der Baucharterie gesetzt,die ebenfalls schon halb geschlossen war.
Da man dann den Leiden V Faktor feststellte,bin ich seither Markumar Patient,dafür kann ich aber wieder schmerzfrei laufen.
Natürlich ist jeder Eingriff gefährlich,aber da würde ich doch die gewonnene Lebensqualität über die Gefahren des Eingriffes stellen.
 

jockel

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#12
Was mich nur stutzig macht ist, dass man eine befristete Schwerbehinderung für noch nicht mal ganz zwei Jahre bekommt?
Die gehen wohl davon aus wenn die Schmerzen unerträglich werden, werde ich mich schon unter das Messer legen und dann eine um 10 Meter bessere Gehstrecke herauskommt um mir die bewilligte Schwerbehinderung wieder knöpfen zu können!
Ich werde ein Teufel tun da meine Mutter bei so einer OP gestorben ist.
Und das nicht vor 30 ig Jahren!


Zusätzlich: Ich habe einen befristeten Arbeitsvertrag bis 02/2015, muss ich nun die Schwerbehinderung meinem Arbeitgeber melden??????
Möchte ich wg. der Befristung eigentlich nicht.....
Wenn die Behinderung zu Leistungseinschränkungen in der Arbeitsausführung führen, bist Du verpflichtet, diese Beeinträchtigung dem Arbeitgeber anzuzeigen, anderfalls hat er einen Grund Dir aus verhaltensbedingten Gründen, sprich Schlechtleistung zu kündigen.
 

jockel

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#13
Deinem AG muss du die Schwerbehinderung nicht mitteilen. Dann hast du auch keinen Kündigungsschutz und keine zusätzlichen Urlaubstage.
Weiter ist zur PAVK zu sagen, aber das weißt du sicher, dass sich die Arterie auch komplett zusetzen kann, mit der Gefahr das Bein zu verlieren (oder Teile davon). Nimmst du wenigstens durchblutungsfördernde Mittel wie ASS oder Makumar ein?
Bei Arteriosklerose oder anderen Krankheitsbildern des Herz-Kreislauf-Systems setzt man an verengten Stellen zum Aufweiten der Blutgefäße operativ als Implantat Stents ein. Die Behandlung kann auch in Kombination mit blutverdünnenden Medikamenten erfolgen, um Thrombosen zu verhindern.
 
E

ExitUser

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#14
Ich will ja nix sagen, aber. Mein Vater hatte das mit 38 im Arm. Intensivstation 4 Wochen und man konnte nicht operieren, weil das zu gefährlich gewesen wäre. Er bekam also keinen Stent. Aber als er dann eingestellt war auf Markumar, hat er beschwerdelos noch viele Jahre gelebt und gearbeitet.

Daher versteh ich die Beschränkung bei dir schon beim GdB, denn Du hast was, das man behandeln kann und das sich verbessern kann. Mein Vater hatte anfangs GdB 60 und später gar keinen mehr.
 

Don Vittorio

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#15
Bei Arteriosklerose oder anderen Krankheitsbildern des Herz-Kreislauf-Systems setzt man an verengten Stellen zum Aufweiten der Blutgefäße operativ als Implantat Stents ein. Die Behandlung kann auch in Kombination mit blutverdünnenden Medikamenten erfolgen, um Thrombosen zu verhindern.
Nicht zwingend werden Stents gesetzt,in meiner Oberschenkelarterie wurde keiner gesetzt.Und die OP beschränkte sich darauf,durch die Arterie in der Leiste einen Draht/Schlauch einzuführen und mit einer Flüssigkeit zu spülen ( Lyse )Das ging vollkommen ohne Narkose oder örtliche Betäubung.
 

Muzel

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#16
Was ich sagen möchte, ob der Themenautor mit seinem GdB in Rente gehen kann, ist eine komplizierte Frage. Also sollte er den VdK oder den SoVD beauftragen. Bei manchen diesen Stellen gibt es eine Sperrzeit. Aber danach sollte man vorher fragen. Nicht alle Sozialvereine haben Sperrzeiten. Wie gesagt, kann man durchaus einen Schwerbehindertenstatus, durch Widerspruch und Anfechtungsklage bis zum BSG verlängern.
 

ikarus

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#18
Natürlich fing alles an mit einer PTA = Aufdehnung mit Stents!

Also ich habe 2 Kissingstents in der Aortengabel, dann einen Bypass von der Aorta zum linken Oberschenkel der sich verschlossen hat.
Danach mit Notfall-Op einen Querbypass von der rechten zur linken Oberschenkelarterie. Der ist nun zu 50 - 60% verschlossen.
Zusätzlich hat der Gefäßspezialist eine Mehretagenverengung festgestellt. Also Oberschenkel und Unterschenkenkel beidseits! Da werde ich warten bis eine OP unbedingt sein muss!
Was jetzt noch kommen könnte wäre eine Y-Prothese und Bypässe vom Knie bis zum Fuß beidseits!
Also mir muß man von der Schaufensterkrankheit nichts sagen.
Meine Mutter hatte eine Y-Prothese mit schlechtem Ergebniss und ist dann durch eine Thrombose an einem Schlaganfall verstorben!
Nach meiner ersten Bypassoperation - Schwerbehindertenantrag GdB von 40. 2002 konnte ich ein paar Monate einigermaßen laufen. Da hat sich der Krankenhausarzt mit Weihrauch beräuchert und mir eine wunderbare Gehfähigkeit im Gutachten ausgestellt danach kam unmittelbar nach der OP die Überprüfung vom Versorgungsamt (komisch) - Ergebniss von GdB 40 runter auf Null, trotz Widerspruch. Obwohl ich nur ein paar Monate einigermaßen Gehen konnte und danach alles bescheiden war.
Dazu kommt Diabetis II und Bluthochdruck, was ich aber mit Tabletten im Griff habe.
Nun sind meine Verengungen schlimmer geworden und ich habe die GdB von 50 mit G bekommen, da fängt der Mist von vorne an.
Und auch hier wollten die mir vom Versorgungsamt erst eine GdB von 40 geben. Nur mit Hilfe des VdK habe ich jetzt die 50 mit G durchgeboxt.
Irgendwie haben die mich auf dem Kieker mit den Überpüfungen.
Ich will endlich meine Rente und Ruhe haben!
Mit bald 60 3/4 Jahren und 44 Arbeitsjahren sowie diesen Erkrankungen darf man doch mal langsam an die Rente denken, oder?
Die vom Versorgungsamt müssen doch wissen das das alles im Rollstuhl enden kann, oder Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Mein Gefäßchirurg sagt ja auch ´das bei dieser Arteriosklerosekrankheit nicht nur die Becken und Beinarterien betroffen sind, sondern teilweise im ganzen Körper. Ist ne Stystemerkrankung!

Mir reichts schon lange, seit ca. 2002 ist meine Lebensqualität sowieso schon dahin und ich schleppe mich unter Schmerzen zur Arbeit. Wenn ich nicht zwischendurch mal sitzen könnte würde ich umfallen und vor Schmerzen aufschreien.
Jetzt kommt hinzu das ich Rollstühle schieben soll. Unter Belastung geht da gar nichts.
Langsam weiß ich nicht weiter......
 

ikarus

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#19
Deinem AG muss du die Schwerbehinderung nicht mitteilen. Dann hast du auch keinen Kündigungsschutz und keine zusätzlichen Urlaubstage.
Weiter ist zur PAVK zu sagen, aber das weißt du sicher, dass sich die Arterie auch komplett zusetzen kann, mit der Gefahr das Bein zu verlieren (oder Teile davon). Nimmst du wenigstens durchblutungsfördernde Mittel wie ASS oder Makumar ein?
Ich danke euch für Eure Ratschläge!

Ich nehmé ASS 100 jeden Tag zur Blutverdünnung.

Eigentlich möchte ich jetzt Rente wg. Schwerbehinderung beantragen`!
Geht das mit einer befristeten Schwerbehinderung?
 

Don Vittorio

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#20
Ich danke euch für Eure Ratschläge!

Ich nehmé ASS 100 jeden Tag zur Blutverdünnung.

Eigentlich möchte ich jetzt Rente wg. Schwerbehinderung beantragen`!
Geht das mit einer befristeten Schwerbehinderung?
Naja,Dein Krankheitsbild ist schon heftig.Warum meldest Du Dich nicht krank ?

Natürlich kannst Du die EM-Rente beantragen,das ist völlig unabhängig vom GdB.

Und wenn es keine medizinischen Möglichkeiten einer Verbesserung Deines Krankheitsbildes gibt,dann sollte das bei Deiner eingeschränkten Gehfähigkeit eigentlich durchgehen,wobei man natürlich nie wirklich sicher sagen kann,wie letztendlich entschieden wird.Wenn es allerdings eine operative Möglichkeit zur Verbessereung gäbe,dann wird von der DRV schon die entsprechende Mitwirkung des Patienten erwartet.Wenn Du eine OP verweigerst,sieht es schlecht aus mit EM-Rente.Niemand kann Dich zu einer OP zwingen,aber dann erfüllt der Patient eben auch nicht seine Mitwirkungspflicht.

Was mich wundert ist,dass Du bei diesem Beschwerdebild nur ASS 100 nimmst,das nützt in solchen Fällen eigentlich nichts,wie mir schon mehrere Ärzte bestätigt haben,da müsste es schon Markumar sein.
Hat Dir das ein Angiologe verordnet ?Zumal ASS schwer auf den Magen geht.
Ich nehme seit 7 Jahren Markumar ohne eine Nebenwirkung zu spüren und habe seither auch Ruhe vor Thrombosen, Venenentzündungen und Schmerzen,die ich vorher immer wieder einmal aufgrund des Gen-Defektes hatte.
Und es senkt natürlich ganz stark die Gefahr eines Schlaganfalles oder Infarktes.Hat man Dich schon einmal auf den Leiden V Faktor getestet,denn wenn Deine Mutter ebenfalls damit Probleme hatte,könnte der Gen-Defekt auch bei Dir vorliegen.
Im Nachhinein war mir auch klar,wieso meine Mutter vor vielen Jahren an einer Lungenembolie verstorben war.
 

ikarus

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#21
Ich nehme die kombinierte Ass magenschonend.
Auf Macumar will er Angiologe "noch" nicht zurückgreifen!
Danke für deine Antworten!
 

Muzel

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#22
Es ist sehr sinnvoll sich krank zu melden. Das war eine der 1. Fragen meines Rentengutachters.
 

ikarus

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#23
Hallo Muzel besten Dank,

aber ich möchte die Schwerbehinderungsrente und nicht die EM Rente.
Da braucht es keinen Gutachter sondern "nur" den Schwerbehindertenstatus!
 

Muzel

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#24
Das solltest du so bewerkstelligen, wenn sie dir entzogen wird, dann solltest du den kompletten Rechtsweg bis zum BSG beschreiten und das dauert viele Jahre. Solange giltst du als schwer behindert. Der Rücknahmebescheid darf einfach nicht bestandskräftig werden. Eine PAVG ist eine schwerwiegendede Erkrankung und zu einer Op kann dich keiner zwingen § 65 SGB I. Diese Aufgabe ist natürlich mit einiger Mühe verbunden, aber machbar. Vor allem solltest du nicht vorher sterben und ein Bein würde ich auch nicht freiwillig opfern. Daran solltest du auch denken.
 

ikarus

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#25
Das solltest du so bewerkstelligen, wenn sie dir entzogen wird, dann solltest du den kompletten Rechtsweg bis zum BSG beschreiten und das dauert viele Jahre. Solange giltst du als schwer behindert. Der Rücknahmebescheid darf einfach nicht bestandskräftig werden. Eine PAVG ist eine schwerwiegendede Erkrankung und zu einer Op kann dich keiner zwingen § 65 SGB I. Diese Aufgabe ist natürlich mit einiger Mühe verbunden, aber machbar. Vor allem solltest du nicht vorher sterben und ein Bein würde ich auch nicht freiwillig opfern. Daran solltest du auch denken.
Das sehe ich auch so.
Eine OP werde ich schon machen lassen.
Wenn der Angiologe sagt es ist höchste Zeit oder wenn ich es zu sehr merke.
Glieder ( Beine) will ich nicht verlieren!
 

saurbier

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#26
Hallo liebe(r) ikarus,

wenn du den Plan hast in die vorzeitige Altersrente zu gehen, dann würde ich mich mal weniger um die befristete SchwerB kümmern.

Versuche es doch über den Weg der AU.

Du machst dann halt längere Zeit AU und solltest eigentlich, wenn in Arbeit dann von der KK aufgefordert werden eine Reha zu beantragen.

Falls die KK dich nicht zur Reha auffordert, dann stellst du notfalls selbst einen Antrag, denn Reha geht immer vor Rente.

Ich hab schon in meinen Rehas viele Leute kennen gelernt, die ihren Fall weit schlimmer darstellten als er wirklich war und daraufhin dann auch aus der Reha AU entlassen wurden.

HIer besteht dann die Möglichkeit den Rehaantrag in einen Rentenantrag abändern zu lassen und man wird sehen wie sich die DRV anstellt.

Für die DRV dürfte vorerst mal deine aktuelle SchwerB sicherlich schon ein Grund sein eine Abwägung zwischen voller EMR bzw. vorzeitiger Alterrente eher auf letzteres anzuspringen.

Hier bliebe dann aber auch die Frage nach der neuen Rentenregelung mit 45 Berufsjahren, wie dies in deinem speziellen Fall mit einer solchen SchwerB aussieht.

Ganz gleich was aber Sache ist, würde ich nichts desto trotz den Versuch unternehmen die Rente zu beantragen, mehr als ablehnen kann die DRV auch nicht.


Gruß saurbier
 

ikarus

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#27
Habe bei der DRV nachgefragt!
Es heißt, dass beim Renteneintritt eine Schwerbehinderung bestehen muss!
Wenn einem dann während des Rentenbezuges der Schwerbehindertenstatus wieder
aberkannt wird interessiert das keinen Menschen mehr!
Das für alle die kurz vor der Rente stehen und ähnliches Problem haben!

Don Vittorio schrieb gleiches!
 

ikarus

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#28
Habe bei der DRV nachgefragt!
Es heißt, dass beim Renteneintritt eine Schwerbehinderung bestehen muss!
Wenn einem dann während des Rentenbezuges der Schwerbehindertenstatus wieder
aberkannt wird interessiert das keinen Menschen mehr!
Das für alle die kurz vor der Rente stehen und ähnliches Problem haben!

Don Vittorio schrieb gleiches!
Ach was ich noch sagen wollte.
Zwischen meiner EM Rente und der Schwerbehindertenrent mit Abzug ist
geldlich kein Unterschied!
Bei einer EM Rente müsste ich kämpfen bei der Schwerbehinderten-Rente nicht, die steht
mir jetzt zu.
Also warum, bringt mir die EM-RENTE irgendwie einen Vorteil?
 
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