Schwerbehindertes Kind 17 J. Mehrbedarf?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Henikehenya

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
3 Mai 2007
Beiträge
11
Bewertungen
0
:confused:
Hallo :icon_smile:, moi-moi !
Ich bin Mutter von 17 jährigen Zwillingen, beide Schwerbehindert.
Ich arbeite halbtags und wir bekommen ergänz. Hartz IV.
Meine Tochter (GdB 60% ohne Merkmal) wurde gerade Mehrbedarf zugesprochen (100,45€), da sie gerade ein Berufsorientierungsjahr macht. Sie bekommt ausserdem 216€ Ausbildungsgeld. Ist es korrekt, dass dieses Geld voll angerechnet wird, ich meine ohne Freibetrag? Ich entnehme es aus unserem Leistungsbescheid so, dass sie praktisch an uns (Bedarfsgemeinschaft) was "abgeben" muss. Ist es richtig, dass sie ohne Mehrbedarf (was jetzt als Bedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts zugerechnet wurde) etwa 30€ /Monat "behalten" dürfte?
Meine zweite Frage ist; mein Sohn (GdB 70, Merkmal "H")geht noch in die zehnte Klasse und fängt erst nächtes Jahr mit der Reha-Maßnahme an. Kann ich für ihn auch Mehrbedarf bekommen? Oder ist es erst möglich wenn er auch schon Ausbildungsgeld (§ 21 Abs. 4 SGB II) bekommt?
Danke im Voraus für Euere Antworten:icon_hug:
 

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
9.183
Bewertungen
9.636
Grundlage des Mehrbedarfs dürfte § 21 Abs. 4 SGB II sein:

(4) Bei erwerbsfähigen behinderten Leistungsberechtigten, denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 des Neunten Buches sowie sonstige Hilfen zur Erlangung eines geeigneten Platzes im Arbeitsleben oder Eingliederungshilfen nach § 54 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 des Zwölften Buches erbracht werden, wird ein Mehrbedarf von 35 Prozent des nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs anerkannt. Satz 1 kann auch nach Beendigung der dort genannten Maßnahmen während einer angemessenen Übergangszeit, vor allem einer Einarbeitungszeit, angewendet werden.

SGB 2 - Einzelnorm

Wie du lesen kannst, ist der Mehrbedarf an die Teilnahme an einer Rehamaßnahme (vereinfacht ausgedrückt) geknüpft. Dein Sohn besucht "nur" die Schule, entsprechend kann er keinen Mehrbedarf erhalten.

Den Freibetrag von 30 Euro (Versicherungspauschale) gibt es für Minderjährige nur, wenn diese nachweislich auch Versicherungen abgeschlossen haben.

Der Bedarf deiner Tochter besteht aus 306 Euro Regelsatz + 107,10 Euro Mehrbedarf + Miet- und Heizkostenanteil. Das sind 413,10 Euro allein schon ohne Miet- und Heizkostenanteil.

Dagegen stehen 216 Euro Ausbildungsgeld und 184 Euro Kindergeld, also 400 Euro. Ihr Einkommen deckt demnach ihren Bedarf nicht. Wo liest du, dass sie euch was abgeben muss? Den Mietanteil müsste sie noch in voller Höhe vom JC bekommen. Ob ihr etwas von ihr für Lebensmittel, Strom, Telefon etc. ("Kostgeld") verlangt, ist eure Sache.

Die 216 Euro werden behandelt wie Berufsausbildungsbeihilfe, also "sonstiges Einkommen". Daher gibt es keinen Freibetrag für Erwerbstätigkeit.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten