Schweizer stimmen für Regulierung von Managergehältern

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Curt The Cat

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In der Schweiz werden Gehälter und Boni der Manager künftig von den Aktionären festgelegt. Zwei Drittel der Wähler stimmten für die "Volksinitiative gegen Abzockerei".

Schweizer Jungsozialisten demonstrieren vor dem Sitz der Bank UBS in Zürich.

Bei der Schweizer Volksabstimmung über Millionengehälter für Manager zeichnet sich eine klare Mehrheit für die Initiative "gegen die Abzockerei" ab. Das Forschungsinstitut gfs.bern erwartete auf der Basis der Auswertung erster Ergebnisse ein deutliches Ja zwischen 60 und 70 Prozent.
Referendum: Schweizer stimmen für Regulierung von Managergehältern | Wirtschaft | ZEIT ONLINE


Volksinitiative gegen Abzockerei Von Thomas Schmid
Mitglieder der Jungen Sozialisten demonstrieren gegen die Boni der Banker vor dem Sitz der größten Schweizer Bank UBS in Zürich (Archivbild). Foto: dpa


Die Schweizer dürfen über eine Volksinitiative gegen die Abzockerei in Unternehmen abstimmen. Laut Meinungsumfragen heißen etwa 60 Prozent der Stimmberechtigten die Initiative gut. Doch eine Garantie gegen künftige Abzockerei gibt es nicht.
Schweiz: Volksinitiative gegen Abzockerei | Wirtschaft*- Frankfurter Rundschau


:icon_wink:
 

arbeitslos in holland

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ob jetzt eine ähnliche "bankerflucht" einsetzt, wie die von F nach GB ?

werden schweizer unternehmen und unternehmer aus anderen eu-ländern ihre geschäftssitze verlagern und die schweiz verlassen ?

man darf gespannt sein :icon_kinn:
 
E

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Das ist zu erwarten. Oder die "Elite" der Schweizer arbeitet künftig einfach bei uns. Einer hat's ja bei der Deutschen Bank ja schon erfolgreich vorgemacht.
 

Maneki Neko

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die Schweiz ist uns einiges voraus, leider ist d nicht so
 

Sinuhe

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Dann werden die Manager halt von einer Tochterfirma im Ausland eingestellt und schon darf wieder kassiert werden.
Sowas ist ja gut gemeint und ein winziger Anfang,aber solange das nicht weltweit so geregelt ist,sind die Schlupflöcher größer als jedes Scheunentor.
 

pinguin

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Sowas ist ja gut gemeint und ein winziger Anfang,aber solange das nicht weltweit so geregelt ist,sind die Schlupflöcher größer als jedes Scheunentor.
Schweizer bekommen das sicherlich gebacken, die gehen nicht mit Scheuklappen durchs Leben.

Evtl. kommt sie ja doch irgendwann? EU-weite Basisdemokratie a la Schweiz? (Aber vermutlich lernen Kühe vorher eher Roller zu fahren). :icon_kinn:
 

Sinuhe

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Schweizer bekommen das sicherlich gebacken, die gehen nicht mit Scheuklappen durchs Leben.


Und was werden die Schweizer tun,wenn morgen z.B.der Nestlè Konzern seine Verlagerung der Konzern Zentrale ins Ausland bekannt gibt?
Da brauchen sie aber einen großen Backofen,um das gebacken zu bekommen.
 
E

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Sowas ist ja gut gemeint und ein winziger Anfang,aber solange das nicht weltweit so geregelt ist,sind die Schlupflöcher größer als jedes Scheunentor.

Das ist genau der Punkt, warum auch die ganzen Vorschläge der Linken von wegen Steuererhöhung/Lohnobergrenze für die Katz sind und ins Leere laufen.

Es ist halt Balsam für die Seele der Betroffenen.
 

pinguin

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Und was werden die Schweizer tun,wenn morgen z.B.der Nestlè Konzern seine Verlagerung der Konzern Zentrale ins Ausland bekannt gibt?
Solange die Vorteile für den Gesamtkonzern überwiegen, werde die das nicht tun.

Und übrigens darf ich daran erinnern, daß die Schweiz seit "Urzeiten" neutral ist und auch dieser Umstand der Schweiz nicht geschadet hat; eher im Gegenteil.

Zudem hat die Schweiz etwas, was außer den anderen Alpenländer in Europa keiner hat, aber gerade auch von Vermögenden nahezu permanent gesucht wird: Schnee, Wintersport, Berge und Co.

Alleine deswegen ist mir um die Wirtschaft der Schweiz nicht bange; wer die teils gepfefferten Preise bezahlen kann, wird sie bezahlen. Und entsprechend fällt halt auch die Lohngestaltung für die Mitarbeiter von Firmen aus. Die Schweiz wird auch künftig ein Hochpreis- und Hochlohnland bleiben.
 
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Gast
wer die teils gepfefferten Preise bezahlen kann, wird sie bezahlen. Und entsprechend fällt halt auch die Lohngestaltung für die Mitarbeiter von Firmen aus. Die Schweiz wird auch künftig ein Hochpreis- und Hochlohnland bleiben.

Die gepfefferten Preise sind nicht das Problem, solange die Löhne passen, wie du auch schreibst.

Ich kenne eine "popelige" Krankenschwester, die einige Jahre in der Schweiz lebte und arbeitete.
Die bezahlte für eine 2-Zimmerwohnung umgerechnet über 2000 Euro/Monat. Da kann nichtmal die selbsternannte Weltstadt mit Herz, München, mithalten.
Dementsprechend war aber auch ihr Verdienst.
Wo ist also das Problem?

Davon abgesehen, dass die Schweiz strenge Reglementierungen hat, wen sie weshalb und überhaupt temporär ins Land lässt.
 

Sinuhe

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Aktuell sind 45 Prozent der Topmanager in den grössten Schweizer Unternehmen Ausländer. Bis 2015 werden diese die Mehrheit der Geschäftsleitungsmitglieder stellen, glaubt Topkräftevermittler Guido Schilling. Der Arbeitsmarkt für Spitzenmanager biete gar keine andere Wahl.

Hintergrund: 45 Prozent der Schweizer Spitzenmanager sind Ausländer - News Wirtschaft: Unternehmen - tagesanzeiger.ch

Der Bericht ist von Mai 2011.
Und nun erkläre mir jemand,wieso nun diese benötigten Topmanager noch in die Schweiz kommen sollen,wenn ihre Gehälter gedeckelt werden?
Ich fürchte,der Schuß könnte für die Schweiz nach hinten losgehen.

Und Nein,ich bin keinesfalls ein Befürworter dieser unsinnigen Gehälter,Bonis und sonstigen Zahlungen,die total abgehoben sind.
Aber die Realität sieht nunmal so aus,dass diese Manager gierig sind und daher in Zukunft die Schweiz meiden werden.
Das kann große Auswirkungen auf die Wirtschaft haben,denn wenn diese Konzerne niemanden mehr finden,der zu diesen Koditionen im Topmanagement in der Schweiz arbeiten will,dann werden sie eben die Schweiz verlassen.
 

Hartzeola

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Politiker sehen Schweizer Votum als Vorbild für Deutschland

Das Ja der Schweizer zur Begrenzung der Managergehälter hat auch in Deutschland eine Debatte ausgelöst. Aus allen Parteien kommt Lob – Wirtschaftsexperten sind skeptisch.

Nach dem Schweizer Votum gegen überzogene Millionenvergütungen für Spitzenmanager fordern auch deutsche Politiker eine Diskussion über Gehaltsgrenzen. "Der Volksentscheid ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um der Abzockerei im Management auch andernorts zu begegnen", sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef Joachim Poß. "Das Resultat sollte als Ermutigung für die Einführung der europäischen Richtlinie verstanden werden."

Zwar könne die Entwicklung in der Schweiz nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen werden, sagte Poß. Aber es gehe um den Grundsatz: "Die Menschen akzeptieren dieses perverse Boni-System nicht nur bei Banken, sondern auch in der Realwirtschaft nicht mehr."
Managergehälter: Politiker sehen Schweizer Votum als Vorbild für Deutschland | Wirtschaft | ZEIT ONLINE
 

Realo

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mal ganz provokant:
Klasse Sache.. die aktionäre bestimmen das maximalgehalt. wieso nur bei den Managern? Können die doch auch gleich bei den Leiharbeitern und "normalen" Angestellten auch machen.... wenn sie doch die Gehälter von denen "oben" deckeln dürfen, können die ja auch die gehälter von denen "unten" bestimmen.... tolle sache...(ironie)

der schuss geht nach hinten los !
 
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Gast
mal ganz provokant:
Klasse Sache.. die aktionäre bestimmen das maximalgehalt. wieso nur bei den Managern? Können die doch auch gleich bei den Leiharbeitern und "normalen" Angestellten auch machen.... wenn sie doch die Gehälter von denen "oben" deckeln dürfen, können die ja auch die gehälter von denen "unten" bestimmen.... tolle sache...(ironie)

der schuss geht nach hinten los !

Wieso? Das Maximalgehalt von, nehmen wir eine aus der Luft gegriffene Zahl von 600.000 € im Jahr, gilt selbstverständlich nicht nur für die Manager, sondern auch für alle anderen. Ob Investmentbanker, Personalsachbearbeiter, Abteilungsleiter oder Programmierer, Vorarbeiter, Dreher oder Putzfrau: keiner darf mehr als 600.000 € verdienen.

:cool:
 

Realo

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nein, bisher machen das die chefs und deren chefs über die budgetplanung.... und wenn der kleinaktinär von nebenan durch das Drücken der Löhne auch nur ein paar Kröten mehr bekommen kann, dann haben wir bald Zustände unter aller Sau... so brutal wie der nette nachbar von nebenan kann kein chef sein...
 

pinguin

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@realo
Tarifverträge und Co gelten im Allgemeinen nicht für's höhere Management, sondern primär nur für Arbeitnehmer ohne besondere Vorgesetztenfunktion. Manager und Co, also alle mit Leitungsfunktion, haben meist, (evtl. vom öffentlichen Dienst mal abgesehen), Individualverträge, wo alles genau festgeschrieben ist; für jenen Personenkreis gilt dann auch kein Kündigungsschutzgesetz.
 

ZynHH

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und wenn der kleinaktinär von nebenan durch das Drücken der Löhne auch nur ein paar Kröten mehr bekommen kann, dann haben wir bald Zustände unter aller Sau... so brutal wie der nette nachbar von nebenan kann kein chef sein...
...aber genau darum geht es doch bei der Agenda 2010.... die Löhne zu drücken um die Gewinne der aktionäre steigern zu können.... darum werden ja auch immer mehr Leute ins Land gekarrt um die Löhne immer weiter drücken zu können....
 
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