Schweigepflichtsenbindung von Facharzt für Jobcenter? MUSS??

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menschlicherMuell

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Hallo!

Das Arbeitsamt sagt, dass ich in derzeitigem Zustand nicht vermittelbar bin. Bin schwerhörig und verstehe bei Störlärm sehr schlecht. Rechts fehlen mir nur die tiefen Töne, ansonsten rechts normal, links bin ich taub. Habe vor ca. 6 Jahren Hörgeräte ausprobiert und bekommen konnte damit aber nicht besser verstehen. Mein damaliger HNO sagte, dass meine Hörminderung äußerst schwer zu versorgen sei.
Nun habe ich innerhalb einer Maßnahme wieder Hörgeräte ausprobiert. Die Maßnahmeleiterin war mit einer Akustikerin befreundet. Die Geräte habe ich in der Gruppe ausprobiert. Leider konnte ich nicht besser verstehen.
Damit ist das Arbeitsamt überhaupt nicht zufrieden, vielleicht glaubt man mir auch nicht. Beweisen kann ich die Nicht Verbesserung nicht, denn ein Hörtest mit den Geräten ist nicht gemacht worden.
Nun wurde beim letzten Termin eine Schweigepflichtsentbindung der HNO Ärztin vom Arbeitsamt vorgeschlagen.
Ich habe gesagt, dass ich eine Schweigepflichtsentbindung ablehne. Daraufhin kam ein paar Tage später der Vordruck für eine Schweigepflichtsentbindung mit der Post.
Das Arbeitsamt möchte sich nun direkt mit meiner HNO Ärztin über technische Verbesserungsmöglichkeiten erkundigen.

Das wird dann wohl so laufen, dass das Arbeitsamt mit der Ärztin meine weitere Behandlung abspricht und ich dann vor vollendete Tatsachen gestellt werde und spuren muss.
Wenn es mit normalen Hörgeräten gar nicht klappt (wie jetzt zweimal), dann kann es sein, dass ich mich operieren lassen muss.

Muss ich in meinem Fall dem Arbeitsamt diese Schweigepflichtsentbindung unterschreiben?
Ein Arzt ist für mich eine Vertrauensperson und mit der Ärztin habe ich auch psychologische Dinge besprochen, in der Annahme, dass es vertraulich ist und bleibt.
Weiter habe ich gelesen, dass eine unter Zwang abgegebene Entbindung nicht gültig ist und dies sogar auf dem Formular stehen muss.
Ich habe im Internet gelesen, dass man keine Schweigepflichtsentbindung geben muss und dies höchstens freiwillig passiert. Nur gibt es ein Gesetz oder Grund der dies überwiegen kann und ich bei Ablehnung eine Sanktion bekomme?

Können die mich zwingen, mir den Kopf aufschneiden zu lassen?

Muss ich dem Arbeitsamt eigentlich die Namen der Fachärzte mitteilen?

Kann mir jemand weiterhelfen?? Ich möchte die Schw.entbindung nämlich ablehnen!
 

Kleeblatt

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Dann lehne sie doch ab. Wo genau siehst du dort das Problem?

JEDE Behandlung durch einen Arzt ist per sé erst einmal de jure eine Körperverletzung. Erst durch deine ausdrückliche Einwilligung in genau diese zuvor abgeklärte behandlung ist de jure die vorsätzliche Körperverletzung vom Tisch und der Arzt darf dich dann straffrei behandeln.

Von einem Zwang zur Schweigepflichtentbindung habe ich noch nirgendwo etwas gehört oder gelesen und von einem Zwang zu einer Behandlung erst recht nicht.

Also noch einmal, - WO liegt dein Problem ?
 

menschlicherMuell

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@Kleeblatt
Es wird so rübergebracht, als ob es meine Pflicht wäre. Den Eindruck bekomme ich dann.
Als ob eine Ablehnung sanktionierbar wäre.

Und einmal abgelehnt habe ich ja schon, mündlich, und trotzdem das Formular zugeschickt bekommen.
 

Arania

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Können die mich zwingen, mir den Kopf aufschneiden zu lassen
Natürlich nicht, aber man kann schon erwarten das man nach Verbesserungen sucht, damit man wieder arbeitsfähig ist
 

Kleeblatt

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@Kleeblatt
Es wird so rübergebracht, als ob es meine Pflicht wäre. Den Eindruck bekomme ich dann.
Als ob eine Ablehnung sanktionierbar wäre.

Und einmal abgelehnt habe ich ja schon, mündlich, und trotzdem das Formular zugeschickt bekommen.
Tja und ?
Dann laß das Formular einfach mal abgeheftet herumliegen und vergiß es. Warte doch ab wie der nächste Schritt der ARGe aussieht.
Ist doch klar das die versuchen dich weichzuklopfen. Versuchen sie doch sichtlich hier bei allen früher oder später auf die eine oder andere Art.

Was genau wollen die denn auf welcher Grundlage sanktionieren ?

Dein Hörproblem ist hinderlich für dich und du hast unabhängig davon mehrfach versucht dagegen etwas zu unternehmen.
Wenn bisherige Versuche erfolglos waren mußt du selbst entscheiden ob du abwarten möchtest bis man eventuell eine andere echte Problemlösung für dich gefunden hat, du an einen kompetenteren Arzt geräts oder aber damit schlußendlich doch noch z.Z. damit leben kannst, - dann ist das DEINE freie Entscheidung !

Du bist ein freier Bürger in einem freien Land und volljährig und damit entscheidest nur du alleine über deinen Körper, --- keine GmbH wie die Arge oder deren nicht medizinisch aufgeklärten Dumpfbacken.

WOLLEN können die viel, - wieviel sie jedoch bekommen und OB sie etwas bekommen entscheidest ausschließlich nur du.

Abwarten und mal schauen was die als Nächstes unternehmen wollen. Das ist ab und an die beste aller Möglichkeiten (bevor du dich um Kopf und Kragen redest, wie die wahrscheinlich hoffen).

Nur Mut !
 

Kleeblatt

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Habe mal eben kurz bei 3 ehemaligen arbeitslosen Verwandten nachgefragt, - die hat man alle versucht zu einer solchen Unterschrift zu bewegen.

Haben sich zurückgelehnt und verweigert. Die SB haben durch die Bank weg dumm geguckt, es nochmals versucht, einmal mit merkwürdigen Androhungen, aber letztendlich alle den ... eingezogen.

Danach kam nur bei Einer noch ein Termin für einen Amtsarzt.
Der stellte nur fest was bekannt war und auch dort hat sie dem Arzt nichts gesagt, - weder wer ihre Ärzte sind noch welche Befunde vorliegen.
Dort wurde nochmals versucht ihr eine solche Unterschrift abzunötigen, aber sie verweigerte wieder und ging einfach.

Aus der Tanz und seitdem war Ende im Gelände.:icon_party:
 
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