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Schwarzbuch 2009

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Gabi

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#1
.... er ist da, der aktuelle Bericht des Bundes der Steuerzahler. Ein Beispiel:

Hochleistungscomputer für BA

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) deckt sich derzeit trotz gigantischer Defizite mit neuen Hochleistungscomputern ein. Im Zuge der Auftragsvergabe werden bis zu 170.000 neue Computer, 100.000 Mäuse und bis zu 15.000 Tastaturen beschafft, obwohl der Geschäftsbereich der BA nur rund 160.000 Mitarbeiter zählt. Mindestens 85.000 PC wird die BA garantiert abnehmen. Laut Ausschreibung forderte die BA derart hohe technische Anforderungen an die neuen Rechner, dass lediglich ein Chiphersteller in der Lage war, eine entsprechende Prozessorleistung zu bieten. Ein fairer Wettbewerb wurde dadurch unnötig verhindert.
Auch forderte die Ausschreibung keine Differenzierung im Hinblick auf die unterschiedlichen Arbeitsplatzansprüche. Eine Sekretärin, ein Sachbearbeiter oder ein Vorstandsmitglied – alle bekommen denselben Hochleistungscomputer, der nach den Wünschen der BA u. a. videokonferenztauglich sein muss. Der BdSt schätzt das gesamte Auftragsvolumen auf mindestens rund 70 Mio. Euro, wenn die BA sämtliche 170.000 Computer bestellen sollte. Der Beitrags- und Steuerzahler muss diese überdimensionierte PC-Beschaffung letztlich bezahlen. Doch damit nicht genug: Durch die hohe PC-Leistung und den dadurch fehlenden Wettbewerb zwischen den Prozessorherstellern muss der Bürger noch tiefer in die Tasche greifen und auch für entgangene Preisnachlässe aufkommen. Mit etwas geringeren PC-Anforderungen hätte die BA alle ihre gewünschten PC-Anwendungen ebenso bekommen können; andere Chiphersteller hätten dann auch im Vergaberennen sein können. Bis zu 3,5 Mio. Euro, so die Schätzung des BdSt, kostet der fehlende Wettbewerb die BA zusätzlich. Das ist eine reale Beitrags- und Steuergeldverschwendung. Auch eine Aufteilung des Auftrags in mehrere Teilaufträge, sogenannte Lose, und damit die Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse der PC-Anwender in den verschiedenen Geschäftsbereichen der BA, hätte Kosten bei der Beschaffung sparen können. Mit etwas weniger PC-Performance, verbunden mit einer sachgerechten Losaufteilung, wäre die BA genauso gut ausgestattet, um ihre Aufgaben erledigen zu können. Die Chance eines fairen Ausschreibungswettbewerbs, mit den üblichen positiven Effekten auf Rabatte und damit den Endpreis, wurde vertan.
Quelle
 
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#4
Die Meisten unterligen hier einem Irrtum.
Meines Wissens wurde der Bund der Steuerzahler von selbstständigen Handwerkern und anderen Gewerbetreibenden gegründet. Es wäre ein Trugschluß zu glauben, dass der BdStz die Interessen von Arbeitern und Angestellten verträte.
 

FrankyBoy

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#5
Mal abgesehen von den Steuergeldern - ich stelle mir gerade die Frage, warum eigentlich alle Schnarchnasen, die diese Supercomputer bedienen sollen so viel Rechenpower benötigen?

Wird da im Hintergrund klammheimlich an einer "Superdatenbank" gearbeitet und vernetzen die die Teile ähnlich wie im Beowulf-Projekt der NASA?
Beowulf Gigaflop/s Workstation Project

Ich stelle mir gerade meine ehem. SB mit so einem Teil vor - die käme auch heute noch mit dem 8086er Prozessor zurecht (hatte 16 bit und knappe 5 MHZ) ohne dass sie warten müsste - warum werden bei einer derarigen Auftragsvergabe solche Anforderungen gestellt?

Die beiden plausibelsten Erklärungen denke ich, sind entweder die, dass die Rechenpower auch benötigt wird oder eben Korruption - beides stinkt zum Himmel.
 
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