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Schwangerschaft

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hummellinge

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#1
Hallo,

ich habe mal eine Frage zum Thema Mehrbedarf bei Schwangerschaft und deren Nachweis.

Warum wird eine Bescheinigung, in der ALLE Daten drin stehen nicht anerkannt vom Frauenarzt? Ich musste den Schwangerenausweis vorlegen...

Ich bin aber der Meinung, da man ja darin doch so einige gesundheitlichen Sachen angibt, nichts den SB angehen - zumindestens bei mir, da bei mir nicht alles so ok ist. Wo steht es geschrieben, dass man das Teil aushändigen muss?

Eine weitere Frage hat sich bei mir noch ergeben. Es gibt ja hier in Berlin die Möglichkeit der Kostenerstattung für Kinderwagen, Kinderbett und sonstigen Krims Krams für das Baby. Die Auszahlung erfolgt aber lt. Aussage der SB erst 4 Wochen vor Geburtstermin.

Ich habe jetzt schon eine Bescheinigung vom Frauenarzt - wo ich mit einem "Arbeitsverbot" belegt worden bin aus gesundheitlichen Gründen (bin schwerbeschädigt mit dem Merkmal G - sprich habe einen Ausweis). Es steht so fest wie des Amen in der Kirche, das ich zu diesem Zeitpunkt "flach liegen" werde und diese Sachen da nicht erledigen kann - schlimmstenfalls darf ich da schon des KH beehren.

Jetzt meine Frage - ich habe gelesen, das dieser Zuschlag im angemessenen Zeitraum vorab gezahlt werden soll auf Antrag. Diesen habe ich gestellt. Aber was mache ich mit der Möglichkeit der Vorverlegung der Auszahlung? Gut, das Problem das das Kind eher kommt habe ich zu 99% nicht - eher später, aber was nützt mir das, wenn ich die Sachen mir dann nicht besorgen kann?

Für jede Hilfe dankbar und leicht entnervt

tschüß hummel
 
E

ExitUser

Gast
#2
Den Schwangerenmehrbedarf gibt es ab der 13. Woche ( Höhe etwa 53 Euro, wobei akribisch die Tage gezählt werden in dem Monat, ab dem du die 13. Woche erreichst,- danach dann anteilig für den Zeitraum)

Die Schwangerenbekleidung ( !) soltest du auch beantragen, die muss auch ab dann bewilligt werden. Die Babysachen werden tatsächlich erst ab weniger Wochen vor dem errrechneten Geburtstermin ausgezahlt und bewilligt. ( Sie hoffen, dass eine Auszahlung nicht nötig ist, wenn etwas schief läuft :uebel: . Das kann man im Forum der SB nachlesen)

Den Mutterpass dürfen sie maximal einsehen und sich Notizen machen, aber keinesfalls fotokopieren. Wenn aus der ärtzlichen Bescheinigung alle Daten hervorgehen, ist der Mutterpass auch GAR nicht nötig. Du solltest diese Vorkommnisse mal deinem zuständigen Datenschutzbeauftragten in der Region vortragen. Die finden dies gar nicht witzig. Wie du richtig erkannt hast, stehen dort nämlich sensible Daten, die die Ämter nichts angehen. Es sollen soweiso auch keine Kopien mehr gemacht werden.
Alles was sie benötigen sind Aussagen über den errechneten Termin und der Beweis, dass eine Schwangerschaft vorliegt.

Zu dem "Arbeitsverbot" ist zu sagen, dass eine normale Krankmeldung zwar ausschliesst, dass du z. B. einen Eineurojob o.ä. machen musst, aber immer noch zu Terminen zum Amt zitiert werden kannst, da dies in dem Sinne keine "Arbeit" ist, .. wenn du nicht gerade bettlägerig bist. Daher ist besser sich das auch bescheinigen zu lassen, sollte solch ein Termin kommen.
Und alles NACHWEISBAR per Einschreiben mit Rückschein abschicken. Sonst ist etwas "verloren" gegangen und du bekommst u. U. eine Sperre, wenn du den Termin dann nicht wahrnehmen konntest.
Einige vorbildliche Ämter laden sich gerne Hochschwangere urplötzlich zum Unterzeichnen einer Eingliederungsvereinbarung schnell noch mal ein und behaupten dann, sie hätten keine Terminabsagen erhalten, wenn diese dann wegen Krankenhausaufenthalten nicht kommen konnten.
Die einmaligen Beihilfen kann man alle jetzt schon beantragen. Da diese auch meist nicht ohne Nachhaken und Zwang ausgezahlt werden und nötigenfalls ein Bescheid erst erwirkt werden muss, ist es besser , das frühzeitig zu tun, damit man für den evtl. Widerspruch und die möglicherweise nötige Anrufung ans Gericht noch Zeit hat. Naturgemäss ist man kurz vor der Geburt nun mal gehandicapt und kann seine Rechte nicht mehr u. U. wahrnehmen.
Oftmals sind - mangels gesetzlicher Regelung- die bewilligten Beihilfen auch viel zu niedrig angesetzt und bewegen sich nicht selten sogar deutlich unter den Sätzen, die ehemals Sozialhilfeempfängern zugestanden worden ist. Aufpassen ! Am besten ist alles mit Preisen aufzulisten bis in die letzten Kleinigkeiten. Im Gesetz steht auch nicht, dass nur Kinderwagen und - Bett zur einmaligen Babyausstattung gehören übrigens.
 
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