Schwacher Euro treibt Benzinpreis auf Rekordhöhe

Kikaka

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
1 April 2008
Beiträge
3.237
Bewertungen
702
«Es wird nicht abgezockt, sondern in Deutschland haben wir vor Steuern ungefähr die niedrigsten Preise in ganz Europa. Das heißt, hier ist harter Wettbewerb», sagte der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV), Klaus Picard, dem Nachrichtensender N24. Die Branche verweist zudem auf die in den Ferien höhere Nachfrage. Aus Sicht von Aral, Shell oder Esso zeigen die vielen Preisänderungen, manchmal mehrfach am Tag, dass der scharfe Wettbewerb unter den Anbietern auch funktioniert.
Der Sprit der heute getankt wird hat lange Lagerzeiten hinter sich. Er wird von den Multis monatelang gebunkert.Dann lehnen die sich genüßlich zurück und warten darauf das die Spekulation an den Börsen Blüten treibt.Steigt der Börsenpreis für Rohöl wird sofort der Preis an den Tankstellen erhöht. So scheffeln die Milliardengewinne und das Kartellamt erklärt sich gegenüber dieser Strategie als hilf-und wehrlos.
Offenbar haben wir nichts besseres verdient als diesen total versifften Kapitalismus
 

Verschwörung

Elo-User'in - eingeschränkt
Mitglied seit
16 August 2012
Beiträge
43
Bewertungen
0
Ich zahle für 100 Km (7,6 l) 13,44 EUR !
Vor einem Jahr kam ich mit 10 EUR 100 Km weit !
 
E

ExitUser

Gast
Ich zahle für 100 Km (7,6 l) 13,44 EUR !
Vor einem Jahr kam ich mit 10 EUR 100 Km weit !

Ich habe das Glück, sehr nahe an der Holländischen Grenze zu wohnen.
Dort kostet wenigstens der Diesel im Schnitt zwischen 13 und 16 Cent weniger als bei uns.
Und Kaffee wird dann auch immer gleich mitgenommen, denn der ist dort um die Hälfte billiger als bei uns.
 

hartz5

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Januar 2010
Beiträge
4.476
Bewertungen
1.592
Naja, der überbordene Individualverkehr in D, ist auch das Ergebnis einer verfehlten Verkehrspolitik. Mehr+bessere Bahnen wie in der Schweiz wäre besser..

Und auch hier wieder..

Wer macht denn Verkehrspolitik ? Die Autos ? Das wäre mir neu.....
 

Hartzeola

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
10 August 2011
Beiträge
10.203
Bewertungen
3.446
Dieselpreis erreicht neues Allzeithoch

Kraftstoffpreise setzen Höhenflug fort


Die Kraftstoffpreise in Deutschland setzen ihren ungebremsten Höhenflug fort: Diesel hat mit 1,540 Euro ein neues Allzeithoch erreicht, wie der Autofahrerclub ADAC in München mitteilte. Im Vergleich zur Vorwoche stieg der Dieselpreis demnach um 3,3 Cent an.

Super E10 kostete im bundesweiten Schnitt von Marken- und freien Tankstellen 4,4 Cent mehr als in der vergangenen Woche und damit 1,692 Euro pro Liter. Dieses Allzeithoch für Benzin war bereits am Wochenende erreicht worden.
Verbraucher: Dieselpreis erreicht neues Allzeithoch - Nachrichten Newsticker - News1 (AFP - Journal) - WELT ONLINE
 

Kikaka

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
1 April 2008
Beiträge
3.237
Bewertungen
702
Die Benzinpreise entspannen sich.Heute früh an meiner Tankstelle Super E5 1,769, heute abend 1,699.
:icon_party:

Ölpreis aktuell | Öl | Ölkurs | finanzen.net
Schau Dir rechts das Schaubild Ölpreis in Dollar an.
Seit Juli 2012 ein stetiger Anstieg, zur Zeit Kurs 98,25 Dollar,aber im April 2012 stand der schon auf 110 Dollar,der Spritpreis war aber imApril bei ca. 1,50 €......Der trotzdem ansteigende Ölpreis wird aber immer mit dem sinkenden Euro begründet.
Nur die Spritsuppe dümpelt in riesigen Vorratslagern, eingekauft vor Monaten..Ein Wahnsinnsgeschäft für die Spritkonzerne.


Benzinpreise auf Rekordniveau (14442) | börsennews.de
Wo in diesem Fall der Spritpreis steht, zumindest wenn der Ölpreis das aktuelle Kursniveau hält oder sogar weiter steigt, möchte ich nicht wissen - wahrscheinlich über 2 Euro je Liter.

Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche..

es sei denn 1. die Börse crasht ,dann geht auch der Ölpreis in den Keller oder 2. der Euro steigt oder 3. der Gesetzgeber schreitet gegen die Einbunkerungspraxis der Multis zum generieren höherer Marktpreise ein. ( z. Bsp. der Verkaufspreis wird zum Datum der Einlagerung des Sprits fixiert, d.h. die Fixierung des Spritpreises an aktuellen Parametern wie Öl/Europreis wird verboten )
 

arbeitslos in holland

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 August 2010
Beiträge
9.562
Bewertungen
1.945
es ist kaum zu glauben:

die weiter steigenden benzinpreise haben mich dazu gezwungen, meinen relativ spritarmen opel kadett, mit geregeltem 3wegekat, jetzt endgültig stillzulegen.

als ersatz habe ich einen 30 jahre alten rußkessel aus dem hause daimler-benz.

der näxte idiot der mir mit der umweltschädigung meines vehikels kommt, bekommt meine ktonr. genannt. dort kann er für mich 30 mille einzahlen, die ich zweckgebunden für ein elektroauto ausgeben würde und werde

umweltschutz kann ich mir nimmer leisten :icon_evil:
 

Verschwörung

Elo-User'in - eingeschränkt
Mitglied seit
16 August 2012
Beiträge
43
Bewertungen
0
Und bald heißt es, dass der hohe Benzinpreis am zu starken Euro liegt :biggrin:
 
E

ExitUser

Gast
es ist kaum zu glauben:

die weiter steigenden benzinpreise haben mich dazu gezwungen, meinen relativ spritarmen opel kadett, mit geregeltem 3wegekat, jetzt endgültig stillzulegen.

als ersatz habe ich einen 30 jahre alten rußkessel aus dem hause daimler-benz.

der näxte idiot der mir mit der umweltschädigung meines vehikels kommt, bekommt meine ktonr. genannt. dort kann er für mich 30 mille einzahlen, die ich zweckgebunden für ein elektroauto ausgeben würde und werde

umweltschutz kann ich mir nimmer leisten :icon_evil:

Ich habe auch einen alten Rußkessel:biggrin:
Allerdings aus dem Hause Ford.
Und ich bin froh, dass ich nur 5 km von der Holländischen Grenze entfernt wohne, so dass ich wenigstens den Diesel billiger tanken kann. Und Kaffee wird dann auch gleich mitgenommen, da er bei Euch ja auch viel billiger ist, was für mich Kaffeesüchtigen wichtig ist:biggrin:
 
F

FrankyBoy

Gast
Weder der Dollarkurs noch der Rohölpreis haben den Einfluss auf unsere Benzinpreise, wie es theoretisch sein müsste - die Raffgier der Öl-Konzerne ist hier das wichtigste Element.
 
E

ExitUser

Gast
Weder der Dollarkurs noch der Rohölpreis haben den Einfluss auf unsere Benzinpreise, wie es theoretisch sein müsste - die Raffgier der Öl-Konzerne ist hier das wichtigste Element.
Wollte unsere Regierung nicht etwas dagegen unternehmen?
So in der Art wie in Österreich?
Es wurde doch lautstark angekündigt.
Und, wann passiert es endlich?
In 10 Jahren?
Oder dauert es noch länger, etwa so lange, bis man von der Kreisbehörde Bescheid wegen seinen Schwerbehindertenausweis bekommt? (OK, etwas übertrieben, aber nur etwas:biggrin:)
 
E

ExitUser

Gast
OK, mal ein Beispiel.
Die Shell Tankstelle bei uns im Städtchen.
Gestern Morgen, der Diesel 1,579 Euro.
Gestern Mittag 1,479 Euro
Heute Morgen 1,579 Euro

Also in meinen Augen Betrug am Verbraucher.
Denn so geht es jeden Tag, 10 Cent rauf und runter.
 

münchnerkindl

Elo-User*in
Mitglied seit
5 November 2006
Beiträge
1.732
Bewertungen
108
Wenn man die immer wiederkehrende Debatte um den Spritpreis verfolgt, könnte man meinen, es gäbe ein Grundrecht aufs Autofahren. Die Argumentation geht nämlich meist so: Die Bürger sind aus verschiedensten Gründen (Beruf, Kinder, Einkäufe) auf ein Auto angewiesen und werden vom Staat und den Ölmultis durch horrend hohe Preise an den Zapfsäulen in ihrer Fahrfreiheit eingeschränkt.

Diese Argumentation ist aber falsch.

Die Argumentation ist nicht falsch. Die Verfügbarkeit von billigem Treibstoff hat zu einer Gesellschaftsstruktur geführt wo Mobilität zu einer Notwendigkeit geworden ist.

Früher hatten grosse Betriebe zB Betriebswohnungen in Fusswegsdistanz zum Arbeitsplatz oder man wohnte anderweitig in der Nähe der Arbeitsstelle und es gab auch auf dem Land alle Geschäfte für die lebensnotwendigen Güter am Ort. Familien haben auch tendenziell nicht über die ganze Republik verstreut gewohnt, man blieb eher am Ort.

Wenn wir sagen, okay, verunmöglichen wir die ständige Autofahrerei dadurch daß die Spritpreise so steigen daß zB Pendeln sich nicht mehr rechnet, dann muss man aber auch wieder Arbeit und Wohnort am selben Platz haben können, entweder die Arbeit an den Wohnort der Angestellten verlegen oder am Arbeitsplatz Mitarbeiterwohnungen schaffen.


Es ist jedenfalls genauso ein Missstand daß Arbeitmehmer durch die ganze Republik zu ihrer Arbeit gekarrt werden wie es ein Missstand ist daß man Güter über die ganze Welt karrt.
 
E

ExitUser

Gast
Die Argumentation ist nicht falsch. Die Verfügbarkeit von billigem Treibstoff hat zu einer Gesellschaftsstruktur geführt wo Mobilität zu einer Notwendigkeit geworden ist.

Früher hatten grosse Betriebe zB Betriebswohnungen in Fusswegsdistanz zum Arbeitsplatz oder man wohnte anderweitig in der Nähe der Arbeitsstelle und es gab auch auf dem Land alle Geschäfte für die lebensnotwendigen Güter am Ort. Familien haben auch tendenziell nicht über die ganze Republik verstreut gewohnt, man blieb eher am Ort.

Wenn wir sagen, okay, verunmöglichen wir die ständige Autofahrerei dadurch daß die Spritpreise so steigen daß zB Pendeln sich nicht mehr rechnet, dann muss man aber auch wieder Arbeit und Wohnort am selben Platz haben können, entweder die Arbeit an den Wohnort der Angestellten verlegen oder am Arbeitsplatz Mitarbeiterwohnungen schaffen.


Es ist jedenfalls genauso ein Missstand daß Arbeitmehmer durch die ganze Republik zu ihrer Arbeit gekarrt werden wie es ein Missstand ist daß man Güter über die ganze Welt karrt.

Dann müssen Zeitarbeitsfirmen aber viele Häuser bauen.
Und man müsste einmal im Monet umziehen.
Oder gibt es heute noch andere Stellen?
 

münchnerkindl

Elo-User*in
Mitglied seit
5 November 2006
Beiträge
1.732
Bewertungen
108
Oder gibt es heute noch andere Stellen?

Naja, früher hatte man einen Job auch für Jahrzehnte.


Eben. Dieser Zustand konnte sich nur entwickeln weil es eben jahrzehntelang billigen Treibstoff gab und es für einen Arbeitnehmer billig war jeden Monat hunderte Liter Sprit durch den Motor zu jagen nur um an eine weiter entfernte Arbeitsstelle zu kommen.

Den gibt es in absehbarer Zeit eben nicht mehr, also muss sich die Gesellschaftsstruktur wieder umstellen. Ich fürchte vor allem die Leute auf dem Land, wo keine öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen wird das hart treffen.


Das ganze wird zu mehr Konzentration auf die Städte führen, wo man jeden beliebigen Ort gut mit Öffis erreichen kann. Was natürlich alles andere als gesund ist.
 
E

ExitUser

Gast
Naja, früher hatte man einen Job auch für Jahrzehnte.


Eben. Dieser Zustand konnte sich nur entwickeln weil es eben jahrzehntelang billigen Treibstoff gab und es für einen Arbeitnehmer billig war jeden Monat hunderte Liter Sprit durch den Motor zu jagen nur um an eine weiter entfernte Arbeitsstelle zu kommen.

Den gibt es in absehbarer Zeit eben nicht mehr, also muss sich die Gesellschaftsstruktur wieder umstellen. Ich fürchte vor allem die Leute auf dem Land, wo keine öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen wird das hart treffen.


Das ganze wird zu mehr Konzentration auf die Städte führen, wo man jeden beliebigen Ort gut mit Öffis erreichen kann. Was natürlich alles andere als gesund ist.
Ja, dass mit den öffentlichen Verkehrsmittel ist echt traurig.
Ich wohne auch auf dem Land.
Und vor etwa 15 jahren gab es hier noch gute Busverbindungen zu den Nachbarstädten.
Aber die wurden alle aus Geldmangel gekappt.
Auch die Ärzte werden hier weniger, so dass viele ältere Menschen gezwungen sind, mit dem Taxi in die nächste Stadt zu fahren.
 

Wausch

Elo-User*in
Mitglied seit
19 Juni 2012
Beiträge
55
Bewertungen
0
Früher hatten grosse Betriebe zB Betriebswohnungen in Fusswegsdistanz zum Arbeitsplatz oder man wohnte anderweitig in der Nähe der Arbeitsstelle und es gab auch auf dem Land alle Geschäfte für die lebensnotwendigen Güter am Ort. Familien haben auch tendenziell nicht über die ganze Republik verstreut gewohnt, man blieb eher am Ort.
Das will aber niemand mehr. Wer möchte denn direkt neben einer Fabrik wohnen? Niemand! Unternehmen werden seit Jahrzehnten aus Wohngebieten verbannt. Irgendwer fühlt sich wegen irgendwas immer gestört: LKW-Verkehr, Geräusche durch Maschinen usw.

Die Firmen siedeln sich entweder in Industriegebieten an oder ziehen dorthin um. Wie kommt man dahin? Mit dem Auto! Es geht natürlich noch anders: z.B. Ferrero lässt einen Bus über die Dörfer touren und holt Mitarbeiter ab und fährt sie wieder nach Hause. Den Bus habe ich selbst gesehen. Er fährt für das "Mon Cherie"-Werk im hessischen Stadtallendorf.

Nochmal: Wohnen neben einem Industriebetrieb ist nicht erwünscht!
 

münchnerkindl

Elo-User*in
Mitglied seit
5 November 2006
Beiträge
1.732
Bewertungen
108
Das will aber niemand mehr.

Nochmal: Wohnen neben einem Industriebetrieb ist nicht erwünscht!
Heutzutage sind Industriebetriebe nicht mehr die Dreckschleudern wie vor 40 Jahren. Wenn man nicht gerade an der Zubringerstrasse wohnt wo ständig Material geliefert wird wohnt gibt es überhaupt nichts das dagegen spricht.

Das will niemand mehr? Ich denke es gibt nicht weniger Menschen die liebend gerne in bequemer Fahrraddistanz zu ihrem Arbeitgeber wohnen wollen würden anstatt jeden Tag 50 Kilometer zu pendeln.

Das Problem ist halt daß es sich heutzutage überhaupt nicht mehr lohnt Wohnraum in der Nähe des Arbeitgebers zu besorgen daman ja nicht wissen kann wann dieses Arbeitsverhältnis enden wird.
 
Oben Unten