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Schups, da sind sie: 1-€-Jobs in der freien Wirtschaft

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Christian_Bremen

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#1
Am Freitag erfuhr ich während einer Team-Sitzung des Bereichs für Öffentlichkeitsarbeit des Beschäftigungsträgers, bei dem ich (nicht ohne
Hintergedanken) auf freiwilliger Basis einen Ein-Euro-Job leiste, daß es ab sofort in Bremen für jeden Ein-Euro-Jobber verpflichtend ist, während seiner "Dienstzeit" ein 4-wöchiges Betriebs-Praktikum in der freien Wirtschaft zu leisten.
Ich denke, damit ist der Dammbruch zum Einsatz von kostenlosen Zwangsarbeitskräften in der Privatwirtschaft endgültig vollzogen.

Unter http://www.stattnetz.de/politik/artikel/generation_1_euro.htm habe ich mal eigene weiterführende Gedanken dazu veröffentlicht.

Das Googeln nach Ein-Euro-Job und Praktikum ergab, daß es wohl zahlreiche Städte gibt, in denen dieser Praktikumszwang schon praktiziert wird, mein Eindruck ist, daß dies bundesweit angewandt werden soll.

Von "gemeinnützig und zusätzlich" kann doch keine Rede mehr sein, wenn Menschen ohne Lohn nur gegen Mehraufwandsentschädigung zu Arbeiten für Privatunternehmer gezwungen werden? Selbst die Wischi-Waschi Bezeichnung "öffentliches Interesse" dürfte das doch nicht erlauben?
Klar würd ich persönlich erstmal hingehen wenn sie mich schicken, schließlich ließe sich doch bestimmt ein Arbeitplatz einklagen oder zumindest doch eine Abfindung, und wenn das nicht, dann gibt es eben was über eine bestimmte Firma publik zu machen, denn ein chweigeabkommen gegenüber einem Arbeitgeber setzt zumindest meinem subjektiven Empfinden nach die Existenz eines Arbeitsvertrages durch kongludentes Verhalten voraus. Wie gesagt, ist eine persönliche Einschätzung, zu der ich noch keine Infos von anwaltlicher Seite habe.

Aber irgendwie muss doch dieser Irrsinn gestoppt werden, dass zehntausende bis hunderttausende von Arbeitsplätzen in der freien Wirtschaft durch Ein-Euro-Jobs vernichtet werden!
 

Arania

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#2
Mir wurde sogar schon gesagt das man gerne umsonst in der freien Wirtschaft arbeiten darf ( das nannte man dann auch Praktikum) ohne 1-Euro-Job ohne Profiling, ohne alles, einfach zu einem Betrieb gehen und sich als kostenlose Arbeitskraft anbieten, das wäre mal eine Initiative :| :|
 

Christian_Bremen

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#3
Bewerben auf Praktika als EEJ in der freien Wirtschaft

Hallo Ariana,
Du wirst es nicht glauben, ich schicke sogar Bewerbungen für diese Praktikumsplätze los. Die Schreiben enthalten alle eine schöne Passage:

"Wie unsere Teamleiterin uns mitteilte, ist es für uns Ein-Euro-Jobber unbedingt zwingend erforderlich im Rahmen unserer gemeinnützigen und zusätzlichen Arbeitsgelegenheit ein Betriebspraktikum in einem Unternehmen zu absolvieren.
Auch Sie sollten in den Genuss der billigsten Arbeitskräfte kommen, die es auf dem Markt gibt!
Regelmäßig kostenlose Arbeitskräfte mit bester Qualifikation zu bekommen, der Traum ist wahr!
Nutzen Sie diesen Vorteil gegenüber ihrer uninformierten Konkurrenz und buchen mich doch einfach für ein vierwöchiges Praktikum! Wenn Sie es geschickt anstellen, schenkt Ihnen der Steurzahler bestimmt in freudigster Laune jede Menge lustige Fördermittel dafür! Lassen auch Sie Ihre Konkurrenz alt aussehen!"

Empfänger meiner Bewerbungen sind übrigens die Redaktionen von regionalen und überregionalen Zeitungen.
 

SirDrago

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#5
Du schreibst in dem Artikel

Die Arbeitgeber sparen den Lohn für rund 110.000 Arbeitskräfte, die Beschäftigungsträger stopfen sich die Taschen voll mit Fördermitteln, das Regime verkündet einen überraschenden "Rückgang" der Arbeitslosenquote, denn Ein-Euro-Jobber haben zwar weder Menschen- noch Arbeitsrechte, werden aber in der Statistik als voll Erwerbstätige gezählt.
Die sage mal vorraus das in so 5-10 Jahren das noch anderes geregelt wird. Es wird einfach nur noch 5 Jahre ALG2 bezahlt. Wenn du bis dahin keinen Job hast bekommst du kein ALG2 mehr. Weil die Politiker dann so argumentieren das wenn jemand 5 Jahre keinen Job findet er wohl ganz klar arbeitsunwillig sei und keinen Anspruch mehr auf ALG2 hat.
Somit bist du dann nicht mehr arbeitssuchend gemeldet und faellst aus der Statisik raus. So laueft das hier in den USA.
 

Arco

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#7
Arania sagte :
Du bist aber früh auf! :hug:
:pfeiff: :pfeiff: wisooooooo, es war doch hier 12:08 Uhr :mrgreen: :mrgreen: ;)
 
E

ExitUser

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#9
Arania, es soll sogar hier in Deutschland Menschen geben, die bis tief in die Nacht hinein vor dem Computer sitzen. :p

Fakt ist, das in den USA sehr wenige Menschen staatliche Unterstützung erhalten. Auch kostenlose Behandlung im Krankheitsfall gibt es nicht. Und da sind wir hier in Deutschland ja auch schon angekommen.

Anstatt darüber nachzudenken, wann jemand vor dem Computer sitzt, sollten wir sehr aufmerksam lesen, welche Erfahrungen im Land der grenzenlosen Möglichkeiten von Erwerbslosen gemacht werden.

Vielleicht können wir dann einiges verhindern oder zumindest nach hinten hinaus verzögern.
 
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#10
@ Christian_Bremen

Ich habe da noch folgende Fragen: Sucht der Träger des 1-Euro-Jobs den Praktikumsbetrieb aus? In diesem Fall dürfte da doch wohl noch Geld vom Betrieb an den Träger fließen, oder? Wenn ja, wieviel?

Gruß
Christian (aus Hannover)
 

Arania

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#11
Falls er denn wirklich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sitzt (was man ja anhand der IP-Nummer EVENTUELL heraus finden könnte) und sich um die Verhältnisse in Deutschland kümmert, mehr haben wir wohl nicht gemeint mit unseren Postings.

Und das denken Barney, sorry, das möchte ich mir nicht abnehmen lassen :hug:
 

SirDrago

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#12
Arania sagte :
Falls er denn wirklich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sitzt (was man ja anhand der IP-Nummer EVENTUELL heraus finden könnte) und sich um die Verhältnisse in Deutschland kümmert, mehr haben wir wohl nicht gemeint mit unseren Postings.

Und das denken Barney, sorry, das möchte ich mir nicht abnehmen lassen :hug:
Rofl warum sollte ich luegen? Ausserdem steh ich immer um 5 Uhr Morgens auf hier. Und da ich an der Ostkueste lebe sind das 6 Stunden hinter Deutschland. Ausserdem muss ich mich fuer die Verhaeltnisse in Deutschland interessieren da ich ja bald wieder in Deutschland sein werde.
 

Arco

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#13
SirDrago sagte :
Arania sagte :
Falls er denn wirklich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sitzt (was man ja anhand der IP-Nummer EVENTUELL heraus finden könnte) und sich um die Verhältnisse in Deutschland kümmert, mehr haben wir wohl nicht gemeint mit unseren Postings.

Und das denken Barney, sorry, das möchte ich mir nicht abnehmen lassen :hug:
Rofl warum sollte ich luegen? Ausserdem steh ich immer um 5 Uhr Morgens auf hier. Und da ich an der Ostkueste lebe sind das 6 Stunden hinter Deutschland. Ausserdem muss ich mich fuer die Verhaeltnisse in Deutschland interessieren da ich ja bald wieder in Deutschland sein werde.
:lol: :lol: :lol: ja ja, man sollte doch mal ab und zu die "alten" Beiträge von MANCHEN lesen, da stellen sich dann manche Fragen garnicht ;) ;)

gelllll SirDrago ;) ;) langsam vom Mittagsschlaf aufwachen :mrgreen: :mrgreen:
 

Christian_Bremen

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#14
Christian51987 sagte :
@ Christian_Bremen

Ich habe da noch folgende Fragen: Sucht der Träger des 1-Euro-Jobs den Praktikumsbetrieb aus? In diesem Fall dürfte da doch wohl noch Geld vom Betrieb an den Träger fließen, oder? Wenn ja, wieviel?

Gruß
Christian (aus Hannover)
Uns wurde gesagt, wir dürften uns die Praktikumsplätze sogar selbst suchen, aber natürlich würde man uns auch behilflich sein. Mit empfehlenden Ton werden dann Betriebe genannt, mit denen der Maßnahmeträger meiner Kenntnis nach oft wirtschaftlich kooperiert und an die viele Aufträge nach außen gehen. Inwieweit da Gelder an die Arbeitgeber während der Praktika fließen, ist mir noch unbekannt, ich halte es aber für sehr wahrscheinlich.
Leider bin ich selbst erst seit einigen Tagen als EEJ dort, so dass mir noch einige Informationen fehlen, z.B. über personelle Verflechtungen, für die ich ein paar Indizien habe.

Heute erst gingen wieder einige meiner Bewerbungen für solche Praktikumsplätze raus u.a. an einen Regionalverband des Bundes der Steuerzahler und ein paar Redaktionen...

Ich hoffe auf positive Rückmeldungen der Angeschriebenen um meinem Fallmanager fröhlich strahlend die Kopien der Bewerbungen nebst Antwortschreiben präsentieren zu können. Evtl. ahnt er noch garnichts von dieser Art der Beschäftigung von auf gemeinnützigen und zusätzlichen Arbeitsgelegenheiten gegen Mehrbedarf eingesetzten Arbeitslosen.
Ich schätze, mein Maßnahmeträger hätte dann ein erhebliches Problem.
 

Scrat

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#15
Freie (Land-)Wirtschaft?

Mal wieder den schon lange überstrapazierten aber "obligatorischen Spargelstecher" bemühen:

Bei uns ist Spargelanbaugebiet. Überall inner- und außerorts Schilder "Frischer Spargel zu verkaufen..." Und hier der Oberhammer:

"Frischer Spargel aus eigenem Anbau – gestochen von deutschen Akademikern!"

OK - Spaß beiseite. Soll so eine Zwangsarbeit als EEJ aufgedrückt werden? Spargelbauern sind doch keine gemeinnützigen Einrichtungen oder sonstige Träger irgendeines öffentlichen Dingsbumses? Könnte Christian_Bremen vielleicht recht haben damit, daß sich jetzt auch die freie Wirtschaft an EEJ bedienen darf?

Was die Akademiker betrifft – ging gerade wieder durch die "einschlägige Presse": die deutsche Industrie sucht händeringend nach Fachkräften/Ingenieuren (Airbus z. B. 600 Ings) und drängt die Regierung auf eine neue "Green Card"-Aktion. Andererseits sollen – gemäß Hetztiraden einiger Politiker – unsere Akademiker/Ingenieure zum Spargelstechen abgestellt werden.

Klar: werden ja lauter fulltime jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt draus. Nach den 6 Wochen Spargelsaison. Ups: 6 Wochen? Was dann? Erdbeeren? :|

Und die mindestens 18.000 arbeitslosen Ingenieure in D sind weder alle über 50, noch unwillig mobil zu sein, wie es heute erst wieder in einer Sendung des WDR behauptet wurde.

Grüße, Scrat.
 

Christian_Bremen

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#16
Quelle zum Pflichtpraktikum bei Bremer Arbeit GmbH

Unter http://www.bremerarbeit.de/_gruen/detail.php?nr=3897&rubric=Integrationsjobsfinden Anbieter von EEJs Hintergrundinformationen über das Wettbewerbsverfahren. Die Bremer Arbeit GmbH fungiert als Scharnier zwischen BAGIS (so heißt hier die ARGE) und den Beschäftigungsträgern.
Auf der oben verlinkten Seite werden auch einige PDF-Dokumente mit Infos verlinkt, interessant ist:

http://www.bremerarbeit.de/_data/In-Jobs_Anforderungen_Anlage2.pdf

Ich zitiere daraus:

"Ein verpflichtendes externes Praktikum von mindestens vier- bis
maximal sechswöchiger Dauer soll vorgesehen werden.
Innerhalb des Praktikums sollen die Teilnehmer/innen auch in
Regeltätigkeiten eingesetzt werden (unter Anleitung)."

und:

"1. Arbeitsmarktpolitische Zweckmäßigkeit
Arbeitsmarktpolitisch zweckmäßig sind In-Jobs, die
...
•grundsätzlich die Möglichkeit für ein betriebliches Praktikum von bis zu
6 Wochen anbieten"

Zitatende

Eine Rechtsgrundlage nennt die Bremer Arbeit GmbH nicht.

(Aus Gründen, die ich nicht kenne, werden in der Vorschau die Links verstümmelt.
Also evtl auf http://www.bremerarbeit.de gehen, im Menu "integrationsjobs" anklicken, dort bei "Informationen über Integrationsjobs" auf "mehr" klicken.)
 

gelibeh

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#17
Wenn Du Links hast. Auf den URL-Button drücken, Link einfügen und dann nochmal den URL-Button drücken. Dann erscheinen auch lange Links korrekt.
 

Christian_Bremen

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#19
Hallo Marcel, hier mal die vermutliche Rechtsgrundlage für die Pflichtpraktika während der EEJ:

SGB III § 261 Förderungsfähige Maßnahmen

(1) Maßnahmen sind förderungsfähig, wenn die in ihnen verrichteten Arbeiten zusätzlich sind und im öffentlichen Interesse liegen.

(2) Arbeiten sind zusätzlich, wenn sie ohne die Förderung nicht, nicht in diesem Umfang oder erst zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden. Arbeiten, die auf Grund einer rechtlichen Verpflichtung durchzuführen sind oder die üblicherweise von juristischen Personen des öffentlichen Rechts durchgeführt werden, sind nur förderungsfähig, wenn sie ohne die Förderung voraussichtlich erst nach zwei Jahren durchgeführt werden.

(3) Arbeiten liegen im öffentlichen Interesse, wenn das Arbeitsergebnis der
Allgemeinheit dient. Arbeiten, deren Ergebnis überwiegend erwerbswirtschaftlichen Interessen oder den Interessen eines begrenzten Personenkreises dient, liegen nicht im öffentlichen Interesse. Das Vorliegen des öffentlichen Interesses wird nicht allein dadurch ausgeschlossen, daß das Arbeitsergebnis auch den in der Maßnahme beschäftigten Arbeitnehmern zugute kommt, wenn sichergestellt ist, daß die Arbeiten nicht zu einer Bereicherung einzelner führen.

(4) Angemessene Zeiten einer begleitenden beruflichen Qualifizierung und eines betrieblichen Praktikums sind förderungsfähig.

(5) Die Träger oder durchführenden Unternehmen haben spätestens bei Beendigung der Beschäftigung des geförderten Arbeitnehmers eine Teilnehmerbeurteilung für die Agentur für Arbeit auszustellen, die auch Aussagen zur Beurteilung der weiteren beruflichen ntwicklungsmöglichkeiten des Arbeitnehmers enthält. Auf seinen Wunsch ist dem Arbeitnehmer eine Ausfertigung der Teilnehmerbeurteilung zu übermitteln.

..............................................

Hier in Bremen müssen die Praktika 4 - 6 Wochen dauern bei durchschnittlich 6 Monaten EEJ, es sind also zwischen 1/6 und 1/4 aller EEJ im Betriebspraktikum.
Wenn man das auf die angestrebten dauerhaft 650 000 EEJ bundesweit hochrechnet und in betracht zeiht, daß von den Beschäftigungsträgern mit höchster Wahrscheinlichtkeit stets befreundete Privatunternehmen als Praktikumsträger empfohlen werden, erkennt man die katastrophale Wettbewerbsverzerrung dadurch.
Ein recht kleiner Kreis informierter Arbeitgeber bekommt ständig kostenlose Arbeitskräfte die zuvor in EEJ und dessen "Quali" für die jeweilige Tätigkeit fit gemacht wurden.
Welche Auswirkungen dieses Dumping auf uninformierte Konkurrenzbetriebe und deren Beschäftigte kann sich wohl jedeR selbst ausrechnen.
Noch mehr Arbeitslose, sinkende Löhne, sinkende Kaufkraft, die Abwärtsspirale bekommt den Turbo reingedrückt...
 

Nov

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#21
Moin......

:kinn: Wie sieht es in der Praktikazeit mit den Stunden denn aus ?
Gleiche Stundenzahl wie bei dem EEJ also auch gleiche Vergütung??!!!
Wenn mehr Stunden auch dementsprechend mehr Euros also 8 Stunden Täglich = 8 Euro ?
Wenn nicht fällt wärend des Praktikums der 1 Euro gänzlich weg???
Vesicherungstechnische Frage werden für diese Zeit alle Rechtsvorschriften außer kraft gesetzt Lohnfortzahlung usw.!?
Und bekommt die KK denn für diese Zeit mehr Beiträge weil man in dieser Zeit ja auch als VOLWERTIGE Arbeitskraft dient ???
Wäre Interesant das mal richtig zu zerpflucken
 
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