Schulz will bei Agenda 2010 nachbessern

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Kaleika

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Montag, 20. Februar 2017
SPD-Wahlkampfthema
Schulz will bei Agenda 2010 nachbessern

Die Agenda 2010 ist auch in der SPD höchst umstritten. Ihr Kanzlerkandidat Schulz will nun Änderungen vornehmen und die Partei nach links rücken. Die FDP sieht das größte Reformprojekt der Sozialdemokraten in Gefahr.
(.....)
SPD-Wahlkampfthema: Schulz will bei Agenda 2010 nachbessern - n-tv.de

Nun plappert SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz gegenüber der Gazette mit den vier Großbuchstaben, es sei nicht ehrenrührig, Fehler zu machen. Wichtig sei, dass Fehler korrigiert würden, nachdem sie erkannt wurden. Weiter sagt er, es gehe „an die Existenz“, wenn jemand im Alter von 50 Jahren nach 15 Monaten Arbeitslosengeld I nur noch Hartz IV erhalte.
Hahaha, Hartz IV ist menschenverachtend und müsste umgehend mit Stumpf und Stiel in die Tonne getreten werden, sollte Schulz den Fehler der Hartz-Gesetze tatsächlich erkannt haben!
Wir sollen wohl wieder glauben, die Spezialdemokraten könnten sich noch daran erinnern, dass das „S“ der SPD früher mal auch inhaltlich „sozial“ bedeutete. Meiner Meinung nach macht Schulz auf „Wolf im Schafspelz“. Daran ändert sich auch nichts, wenn befristete Arbeitsverhältnisse nur noch aus „sachlichen Gründen“ möglich sein sollen.
 

Zeitkind

Super-Moderation
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Vorwahlgeplänkel. Seltsamerweise entdecken die selbsternannten Parasiten immer erst vor den Wahlen eine vermeintlich soziale Ader.
Mental - versteht sich. In der EU hat er genug Schaden angerichtet, für Deutschland scheint es der aSozialen PD nicht auszureichen.
Ein alter Kasper auf nationaler Bühne zur Fortsetzung eines Trauerspiels für Dummköpfe.
 

noillusions

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Es geht auch "an die Existenz" wenn beim Arbeitslosengeld II sanktioniert wird. Aber das scheint Schulz nicht erst zu interessieren.
 

Wholesaler

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Diese Floskeln sind nichts als hohle Phrasen, die ausschließlich dazu dienen, um an die Macht zu kommen.

Der Mann ist absolut unglaubwürdig, da er die Agenda 2010 voll und ganz befürwortet.

Wenn Schulz Bundeskanzler ist, will er davon nichts mehr wissen oder er schiebt die Schuld anderen Parteien in die Schuhe ("Wir als sPD wollten das umsetzen. Unser Koalitionspartner war allerdings dagegen.").

"Die alte Tante" ist und bleibt unwählbar!
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gast1

Gast
Prof. Dr. Stefan Sell zum Thema:

Fazit: Der Vorschlag von Martin Schulz wird sich umsetzen lassen und das würde für die Betroffenen auch eine individuelle Verbesserung darstellen, wenn auch nur für zwei oder drei mehr Monate. An dem Grundproblem, dass die strukturellen Verwerfungen auf den Arbeitsmärkten (Niedriglöhne für Millionen Betroffene, sich verfestigende Langzeitarbeitslosigkeit bei einem Teil der Betroffenen und die weiterhin schlechten Jobchancen vieler älterer Arbeitsloser ungeachtet aller Sonntagsreden von der neuen Blütezeit für ältere Arbeitnehmer) mit Blick auf einen ziemlich großen Teil der Erwerbslosen zu einer systematischen Überforderung der bestehenden Arbeitslosenversicherung geführt hat und führen muss, ändert das nichts

Aktuelle Sozialpolitik: Am Welttag für soziale Gerechtigkeit mehr Gerechtigkeit für (ältere) Arbeitslose? Martin Schulz und der alte Wein in alten Schläuchen
 

bla47

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Schulz sagt NICHTS zu den ANDEREN Leistungskürzungen, die in der Vergangenheit passierten.
Beispiele im ALG 1:
In der Vergangenheit ca. 70 % ALG 1 auf das Girokonto. Dann immer weiter abgeschmolzen bis aktuell 60 %.
Bis 1982 100 % vom vorherigen Lohn auf das Rentenkonto. 1983 bis 1991 80% der Lebensgesammtleistung, ab 1992 80 % vom vorherigen Lohn.
Seit 2003 wird ALG 1 nicht mehr erhöht ( so automatisch jährlich wie Rente oder H4 ). Merkte aber kaum jemand bei ca. 1 Jahr Bezug. Aber wir !
Seit 2003 wird das ALG 1 um 1 Tag abgeschmolzen bei 2 Tagen Weiterbildung ( bei über 30 Tage Restanspruch ). Früher nicht !

Ja, und die Sperrzeiten im SGB III
die Sanktionen im SGB II
den Kinderlosenzuschlag im SGB V

soll das Bestraf System in den SGB ' s etwa so ungerecht bleiben ??? Dazu sagt er nichts !
 

harzerbrandenburg

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Auch der Jesus der SPD, wird zum Judas und sein Volk verraten, und seines gleichen im selben Atemzug - weiter die Taschen füllen.
Eine absolute Schande für die Partei des "kleinen" Mannes/Frau!!!:flame:
Doch das Volk schreit ja immer Hurra-bis nach der Wahl.
Lohndumping,Niedriglohnland,Rentner -die im Müll nach Pfandflaschen kramen, um über die Runden zukommen-Das ist das wahre Deutschland=ARMES DEUTSCHLAND-Danke an Angela, Gerhard und dem ganzen Politiker Pack!!
 
E

ExitUser

Gast
Danke an Angela, Gerhard und dem ganzen Politiker Pack!!

Danke an deren Wähler, hast du vergessen.

Dazu:
Schulz und Merkel: beide Pro-Europa, gerne staatstragend, wenig charismatisch, dafür kenntnisreich, rhetorisch solide mit der Tendenz zur Redundanz, oft ausweichend im Detail, politisch flexibel. Sollte es Schulz weiterhin gelingen, gewissermaßen als perfekte Merkel-Kopie zu agieren, könnte die Umbenennung Erfolg haben. Raider heißt jetzt Schulz.
Quelle: Malte Lehming im Tagesspiegel
 

Gollum1964

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Moin,

man muß die Sache etwas pragmatischer sehen. Zumindest kommt bei Schulz die Erkenntnis, daß seit Einführung von Hartz4 wohl einiges aus dem Ruder gelaufen ist. So etwas habe ich von seinem dicken Vorgänger nie gehört. Eine vollständige Umkehr von Hartz4 halte ich für utopisch, da die Linke nie und nimmer die absolute Mehrheit erhalten wird, zumindest zu meinen Lebzeiten nicht mehr. Ich wäre schon froh, wenn die Sanktionspraxis abgelindert wird und man der ZAF-Branche Schranken setzt, indem man Equal-Pay ohne wenn und aber umsetzt wie in einigen europäischen Nachbarländern.

Natürlich werde ich nicht die SPD wählen (war bis 2005 Stammwähler), sehe jetzt aber die Chance, daß sich im Verbund mit einer starken Linken endlich etwas ändern könnte, wenn auch nicht gleich alles. Ich denke, die SPD weiß ganz genau, worin die Hauptursache für die Halbierung ihrer Wählerschar seit Gerhard Schröder liegt und hoffentlich nicht den selben Fehler noch einmal machen. Also sollte man erst einmal abwarten, was der Herr Schulz alles auf seiner Agenda hat und ihn dann an seinen Taten messen. Und mal ehrlich, ich kann "Mutti" langsam nicht mehr ertragen und Schulz ist in meinen Augen zumindest das geringere Übel.

Ich hoffe, ich bekomme nicht zuviele Minus-Votes.:icon_evil:

Gruß Thomas
 

Katzenstube

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Hey Gollum,
wohl geht es mir wie Dir, dass ich Angela auch nicht mehr sehen will .... aber so ging es vielen bei Kohl auch .... was dann kam war auch nicht besser....

Wir haben uns an den Betreffenden und ihren nicht eingehaltenen Versprechungen satt gesehen und nun kommt der nächste "Ver"sprecher...

Klar wird von einer Modifizierung gesprochen, aber das Thema Sanktionen hat gestern ein Prof. Butterwegge angesprochen in "Hart aber Fair", die anderen Kandidaten sind mit diesem Thema vermutlich nicht einmal vertraut.

Die Linke hat leider in vielen Bundesländern ziemlich an Stimmen abgebaut - ich befürchte mal wieder ein heikles Ende. Mal sehen, wie die Wahlen in NRW laufen, sind glaube ich ja jetzt die nächsten.

Gruß von Katzenstube
 

Gollum1964

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Die Linke hat leider in vielen Bundesländern ziemlich an Stimmen abgebaut - ich befürchte mal wieder ein heikles Ende. Mal sehen, wie die Wahlen in NRW laufen, sind glaube ich ja jetzt die nächsten.

Gruß von Katzenstube

Hi Katzenstube,

ja es wird wichtig sein, daß die Linken deutlich mehr Stimmen auf sich vereinigen, als in den letzten Umfragen. Ansonsten wird es wieder zur Großen Koalition kommen und dann ändert sich garantiert nichts, egal ob Schulz oder Merkel Bundeskanzler werden. Noch schlimmer wäre allerdings Schwarz/Grün/Gelb:doh:.

Gruß Thomas
 

0zymandias

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Ob Martin Schröder oder Gerhard Schulz bleibt sich einerleipzig, aus Martin Schulz: Wie der SPD-Kanzlerkandidat die Hartz-Reformen angehen will - SPIEGEL ONLINE :
Damit geht Schulz bei einer möglichen Schwachstelle seiner Kandidatur in die Offensive. Er entstammt dem rechten Parteiflügel, bislang verteidigte er die Agenda 2010 und die damit verbundenen Hartz-Reformen standhaft, die selbst unter den Sozialdemokraten hochumstritten sind. Seine Hauptbotschaft für den kommenden Wahlkampf bringt er bei jeder Gelegenheit an: Es muss gerecht für die zugehen, die hart arbeiten - das schließt implizit aber diejenigen aus, die mangels Job gar nicht arbeiten können.

Besonders schmackhaft in dem Artikel ist der Steinzeit-Beton des Expertenspezialisten für eh alles, Brussig, von der Weltuniversität Duisburg:
Experte Brussig sieht an zwei Stellen Änderungsbedarf: Erstens müssten ältere Arbeitslose angemessen und effektiv gefördert werden. "Sie brauchen intensivere Unterstützung und Coaching, etwa indem ihre Betreuer in den Arbeitsagenturen sie in der Probezeit eng begleiten und bei möglichen Schwierigkeiten und Konflikten zwischen Arbeitgeber und dem älteren Arbeitnehmer moderieren." In den vergangenen fünf Jahren habe man ermutigende Erfahrungen mit solchen Formen der Betreuung gesammelt. "Sie funktionieren. Das sollte ausgebaut werden."

Zweitens müssten alle Anreize für die Jobcenter abgeschafft werden, sich nicht mehr um die Vermittlung Älterer zu bemühen, fordert Brussig. Etwa die, dass über 58-Jährige einfach aus der Arbeitslosenstatistik verschwinden, wenn ihnen ein Jahr lang kein Job angeboten wurde. Oder auch die Zwangsverrentung von Hartz-IV-Beziehern mit 63 Jahren. Abgesehen von den Rentenabschlägen für die Betroffenen sei das ja auch ein Signal an die Betreuer in den Jobcentern: "Diese Klientel kann man ohnehin nicht mehr vermitteln."

Gut, die 50Stuss-Wundertüten sind mit vielen Millionen Euro und vielen Mannstunden als genau der Schwachsinn bewiesen worden, den man schon von der Beschreibung her vermuten muss.
Aber es gibt so diese und jene Jobs, in die man nur mit einem gerüttelt Maß an Sozialpädagogik der schwärzesten Art gedrückt werden kann, insbesondere bei gestandenen Leuten.
Und selbstverständlich kann die Aussichtslosigkeit der Vermittlungslage jenseits der 58 Lebensjahre nur noch mit Bewerbungspflicht gegen jede Vernunft behoben werden.

Na logo. :biggrin:
 

Gollum1964

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Gut, die 50Stuss-Wundertüten sind mit vielen Millionen Euro und vielen Mannstunden als genau der Schwachsinn bewiesen worden, den man schon von der Beschreibung her vermuten muss.
Aber es gibt so diese und jene Jobs, in die man nur mit einem gerüttelt Maß an Sozialpädagogik der schwärzesten Art gedrückt werden kann, insbesondere bei gestandenen Leuten.
Und selbstverständlich kann die Aussichtslosigkeit der Vermittlungslage jenseits der 58 Lebensjahre nur noch mit Bewerbungspflicht gegen jede Vernunft behoben werden.

Na logo. :biggrin:

richtig Ozy, was nützen einem die besten Bewerbungscoachings, die besten Tschaka-Kurse und - ja es soll sie geben - die besten Weiterbildungsmaßnahmen für ältere, behinderte, etc. Elo´s, wenn die Arbeitgeberseite sie weiter diskriminiert. Hier hat selbst die Politik nur begrenzte Einflußmöglichkeiten.
Zumindest kann die Politik dann dahin wirken, daß unter Eingestehung dieser offenen Diskriminierung bei Ablehnung dieser Unsinnsmaßnahmen oder von Prekärjobs bei ZAF einem nicht noch das Existenzminimum wegsanktioniert wird. Dann überleben eben halt langfristig nur die MT und die ZAF, die den Elo´s noch halbwegs vernünftige Angebote machen.
Ich weiß es ist eine ambitionierte Hoffnung meinerseits, aber die stirbt bekanntlich zuletzt.

Gruß Thomas
 

götzb

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Arschbeitgeber zerreißen das Ansinnen von Schulz.
War klar....:flame:
 

saurbier

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Wer glaubt denn hier bitte schön ernsthaft daran, dass ein Martin Schulz an der Agenda 2010 etwas grundlegendes ändern will.

Leute, die SPD hat sich mit der Schröder Generation hin zum NeoKapitalismus gewandelt. Da steht eher der eigene Vorteil im Vordergrund als mal die Maximme von Willy Brand - dem Sozialstaat-.

Gestern Abend konnte man doch vom Prof. C. Butterwege doch die harten Fakten hören - wer es denn überhaupt wollte - 36 deutsche besitzen soviel (Vermögen) wie 40% der hiesigen Bevölkerung.

Alleine diese Zahl sollte man sich mal auf dem Munde zergehen lassen.

Hier zeigt sich dann wie die aktuelle Politik einer kleinen aber wohl feinen (würden die Herrschaften sicherlich von sich behaupten) Gruppe Menschen versucht sich an zu biedern um in deren elitären Kreis aufgenommen zu werden.

Und Hajo Schumacher brachte es dann auch auf den Punkt, als er doch ein Buch über den deutschen Wirtschaftwunderpapst Ludwig Erhard aufschlug und daraus zitierte. - Wohlstand verpflichtet der Allgemeinheit gegenüber u.s.w.. Worte die der FDP Mann Lindner gar nicht gerne hörte.

Wie sagten unsere Verfassungsrichter mal einem Steuerzahler mit seiner Verfassungsklage so treffend, der Staat ist durchaus berechtigt mehr als 50% Steuern vom Bürger zu nehmen, nur davon wollen die heutigen Politiker nichts mehr wissen.

Überlegt euch mal, wohin der damalige soziale SPD Flügel (Linken) hin gegangen ist, bei Schröder, ja genau in die heutige Linkspartei.

Ich behaupte hier mal ganz dreist, Schulz ist kein bischen anders als Schröder. Er sitzt seit eh her im Bundespräsidium der SPD und hat alles mit getragen, warum soll er sich jetzt plötzlich ändern.

Es ist wie alle 4 Jahre vor einer Bundestagswahl und wer da etwas genauer hin schaut, der sieht das sich alles immer wieder wiederholt. Vor der Wahl wird das Wahlvolk mit tollen Versprechen geködert um nach der Wahl nichts mehr davon zu wissen. Wie war es doch damals mit der Mehrwertsteuererhöhung - mit uns gibt es keine sagte die SPD und die CDU wollte um 2 Punkte rauf, raus kamen dann plötzlich 3 Punkte mehr (von 16% auf 19%). Wir war es beim letzten mal bei Merkel mit der Maut - mit mir gibt es keine Maut - und heraus gekommen ist wohl was.

Nein Leute, diese Phrasenschwingern kann und darf man als einfaches Volk nicht mehr trauen.

Ich kann nur jedem raten, sich die Reden von Schulz ganz genau anzuhören, denn bisher hat er um alles nur ausschweifend herum geredet ohne auch nur einmal etwas wahrhaft konkretes gesagt zu haben.

Im übrigen ist auch sehr viel wahres an der tatsache, dass die SPD schon heute so manches Gesetz gegen den Willen der CDU ändern könnte, denn aktuell haben rot/rot/grün eine Mehrheit im Bundestag.

Und wie kommt mir denn heute die Ministerin H. Kraft vor, wenn sie jetzt den geringen Mindestlohn derart bedauert und feststellt das es da einen Korrekturbedarf gibt. Hallo, wer hat den den derzeitgen Mindestlohn mit 8,84 € festgesetzt, waren es nicht CDU/CSU und SPD.

Deutschland soll gar nicht mehr der Sozialstaat wie vor Schröders Agenda 2010 werden, denn dann würden die Konzerne auf einen Großteil ihrer Gewinne verzichten müssen und dann würden diese auch keine so tollen Veranstaltungen mit Rednereinladungen mehr veranstalten können, bei denen sich doch unsere Politiker ihre Portokasse so dolle auffüllen können. Denkt mal an die unzähligen Nebeneinnahmen von Steinbrück (gut 1 Mio.für Reden etc.), oder Schröder. Denkt mal an den Kanzleramtsminister Pofala, der heute für eine Millionengage bei der Deutschen Bahn im Vorstand sitzt.

Fragt euch in genau dem Zusammenhang mal aus eurer eigenen Berufs-/Lebenserfahrung heraus, wofür die Konzerne wohl diesen Leuten ohne jeglicher Fachkompetenz derartig hoch dotierte Posten anbieten, anstatt sie in ihre gut dotierte Pension abwandern zu lassen.


Grüße saurbier
 

noillusions

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Moin,

man muß die Sache etwas pragmatischer sehen. Zumindest kommt bei Schulz die Erkenntnis, daß seit Einführung von Hartz4 wohl einiges aus dem Ruder gelaufen ist.

Da besteht aber die Gefahr der Spaltung: Langjährige ältere Beschäftigte gegen ALG2-Betroffene.
Und der nicht betroffene Rest denkt sich: Na gibt ja eine "Korrektur". Alles tutti also.
 

Gommer

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Meine Meinung nach von der SPD nur Wahlkampf Getöse, Sie hatten 12 Jahre Zeit was an der Agenda 2010 zu verändern und außer viel Verschlimmerungen gab es nur winzige Verbesserungen...

Der Type ist meine Meinung nach ein Heuchler und TOTAL unglaubwürdig! Bei der sPD wird es NIE soziale Gerechtigkeit geben!
 

Vizekanzler

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Wenn ich lese dass Jens Spahn die Sozialausgaben zu Gunsten der Rüstungsausgaben und der ''Bürgerüberwachung'' kürzen will, und bei einer Nicht-Erhöhung handelt es sich de facto um eine Kürzung, kann ich mir schon vorstellen was bei der nächsten GroKo rauskommt.

Der Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Jens Spahn (CDU), hat sich für eine Erhöhung der Militärausgaben ausgesprochen. Im Gegenzug könnten die Sozialleistungen mal einige Jahre geringer ansteigen, sagte Spahn gegenüber "Bild". "Etwas weniger die Sozialleistungen erhöhen in dem ein oder anderen Jahr und mal etwas mehr auf Verteidigungsausgaben schauen."

Spahn weiter: "Wir müssen mehr Geld investieren. Wenn unsere A400M nur den Hinflug schafft und von unseren Tornados nicht mal zehn Prozent einsatzfähig sind, dann haben wir ja offensichtlich ein Problem."


Für die laufenden Haushaltsgespräche zwischen Finanz- und Verteidigungsministerium kündigte Spahn an auch eine "Cyber-Security" Angriffstruppe ins Leben zu rufen
[Quelle: Extrem News]


Spahn führt den Rotstift bei den Sozialausgaben und der Maddin hält das Lineal, damit er auch nicht abrutscht.

Wenn man bedenkt aus welchem Lager der SPD der Schulz kommt, wird bei der nächsten GroKo, und die kommt bestimmt; Hartz-IV nicht verbessert, sondern ala Andrea Nahles verschlimmert. Ich möchte nur mal als Beispiel der letzte Gesetzesnovelle zum Thema ZAF von Andrea Nahles, der Judas der Sozialdemokratie, erinnern. Man will das kaum glauben, dass sie aus dem linken Flügel der SPD kommt. Schulz gehört zum Seeheimer-Kreis und ich mag mir garnicht vorstellen was bei der Agenda 2010 geändert wird, wenn er am Ruder ist. :icon_motz:

Mal ganz davon abgesehen, bekommen die SPD-Sozen immer gelb Tennissocken, wenn auch nur einer in der Wirtschaft schreit, dass irgendetwas das der Indutrie nicht paßt, Arbeitsplätze kosten wird.
In der "Neuen Westfälischen" hatte er die Motivation für seinen Vorstoß begründet: "Die Agenda war in vielen Punkten ein Erfolg, in manchen nicht. Wir müssen Lösungen mit heutigen Antworten finden und nicht mit einer rückwärts gewandten Debatte."

Warnungen vor einer Aufweichung der Agenda 2010 kamen aber nicht nur von den Arbeitgeberverbänden, sondern auch von Wirtschaftsexperten. "Die Politik sollte sich auch im Wahlkampfmodus erst einmal fragen, welche Grundpfeiler in den vergangenen Jahren die Stabilität des deutschen Arbeitsmarkts getragen haben", sagte der Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, der "Rheinischen Post". "Ein wesentlicher Bestandteil waren die Reformen der Agenda 2010, die den beeindruckenden Abbau der Arbeitslosigkeit und gleichzeitigen Aufbau der Beschäftigung seit 2005 mitgetragen haben."

Ifo-Instituts-Präsident Clemens Fuest sagte der Zeitung: "Bei undifferenzierter Rückabwicklung der Agenda drohen Gefahren für den Arbeitsmarkt und für das Wirtschaftswachstum in Deutschland."
[Quelle: Allgemeine Zeitung]

Da sehen dann Nahles und Co. ihre Anschlußverwendung in Gefahr. Das darf auf keinen Fall passieren. Gerd, der Gasmann hat ja im Brioni-Anzug und mit der fetten Cohiba-Zigarre in der Fresse vorgemacht wie schön es sein kann der Genosse der Bosse zu sein.

Die SPD weiß seit ca. 15 Jahren, dass Hartz-IV asozialer Mist ist und hat in verschiedenen Regierungszeiten nix dagegen getan....und dabei wird es auch bleiben. Mit oder ohne Schulz ist dabei völlig egal. :icon_kotz2:

Noch eines zum Schluss - Der ehemalige Vorsitzende der SPD hat mal gesagt:
Wir werden an den Wahlversprechen gemessen - das ist unfair.
[Quelle: Wikiquote]

Die SPD wird sich nicht an ihre Wahlversprechen halten.

_
 
Zuletzt bearbeitet:

TazD

Super-Moderation
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Ich bitte darum, auch Quellen anzugeben, wenn hier schon irgendwelche Zitate in den Beiträgen angeführt werden.
Andernfalls muss aus Urheberrechtsgründen gelöscht werden und das wäre schade um die Beiträge​
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
soll das Bestraf System in den SGB ' s etwa so ungerecht bleiben ??? Dazu sagt er nichts !
Folglich wird da auch nichts geändert.
Da kann man ihm nicht mal vorwerfen, dass er lügen würde ...

Zumindest kommt bei Schulz die Erkenntnis, daß seit Einführung von Hartz4 wohl einiges aus dem Ruder gelaufen ist.
Nee, der hat nur erkannt das die Agenda 2010 die SPD massig Wählerstimmen gekostet hat.
Dass da grundlegend was an den Gesetzen geändert werden muss, hat der (noch?) nicht realisiert.
 

Gollum1964

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Einfach nur zu sagen "nachbessern" ist - glaube ich - etwas zu kurz gesprungen.

Es muß sich grundsätzlich etwas verändern. Die Frage ist jedoch: Was genau?


Klar kann man sagen: Hauptsache, keine Sanktionen mehr und länger ALG-I als jetzt... Aber ist das nicht ein bißchen wenig?

nabend alibaba,

von heute auf morgen kann man nicht das ganze System umkrempeln. dazu steckt der Karren schon zu tief im Dreck. Durch ein linkes Bündnis könnte man zumindest Teilerfolge anstreben, was bei anderen politischen Konstellationen nicht denkbar ist. Schon die Abschaffung von Sanktionen wäre ein Riesenerfolg, da es eben ein zentrales Element im Hartz-System ist. Ließe es sich realisieren, stünden die meisten MT und ZAF auf dem Schlauch und deren Lobby wird dieses sicherlich zu verhindern suchen mit dem Argument, daß dann viele (unproduktive) Arbeitsplätze in Gefahr wären. Die Verlängerung von ALG1 verschiebt nur das Hauptproblem um einige Monate, verhindert es aber in keinster Weise.

Selbst wenn eine teilweise Rückabwicklung von Hartz4 gelänge, wäre das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit nicht gelöst, sofern die Arbeitgeber ihre starre Personalpolitik nicht ändern und auch benachteiligten Gruppen (z.B. Ältere, Alleinerziehende, Migranten, etc.) eine Chance geben.

Durch die aktuellen Diskussionen sehe ich aber zumindest die Chance, die öffentliche Wahrnehmung der aktuellen Fehlentwicklungen auf dem Arbeitsmarkt nicht einseitig auf Defizite bei den Arbeitslosen abzuwälzen, sondern auch stärker die Arbeitgeber in die Pflicht zu nehmen.
 
E

ExUser 44074

Gast
Bestimmt nur solche Änderung.... man muss 40 Jahre ununterbrochen in Arbeit gewesen sein um 2 Jahre ALG1 zu bekommen und das auch Lückenlos nachweisen.

Da wird sich nichts ändern !!
 
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