Schulrecht Niedersachsen Anspruch auf ein Zeugnis.

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Medy79

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Eine sehr gute Freundin hatte eine zweijährige Berufsfachschule Pflege und Hauswirtschaft besucht. Im zweiten Jahr wurde sie eine Woche vor der Prüfung aufgrund von zu vielen Fehltagen (angeblich sind die Krankschreibungen nicht angekommen) ausgeschult. Das war am 26.04.2018. Seit dem Läuft sie dem Abgangszeugnis hinterher. Sie hatte der Schule dann für die Ausstellung eines Abgangszeugnis, eine Frist von 7 Tagen schriftlich und nachweislich per Post mit einem Einschreiben gesetzt. Erst hieß es, die ehemalige Klassenlehrerin hätte das Zeugnis, jetzt sagt die Schule, sie hätte keinen Anspruch auf ein Zeugnis, sondern ihr steht nur eine Schulbescheinigung zu.

Kennt sich vielleicht jemand mit dem Verwaltungs, bzw. Schulrecht aus, der mir sagen kann, wer den nun Recht hat ?
 

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Kennt sich vielleicht jemand mit dem Verwaltungs, bzw. Schulrecht aus, der mir sagen kann, wer den nun Recht hat ?
Auskennen nicht aber aus dem BBiG läßt sich m.M.n. ein Anspruch herleiten;
§ 16 BBiG (Berufsbildungsgesetz) - Zeugnis meinte:
(1) Ausbildende haben den Auszubildenden bei Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses ein schriftliches Zeugnis auszustellen.
Die elektronische Form ist ausgeschlossen. Haben Ausbildende die Berufsausbildung nicht selbst durchgeführt,
so soll auch der Ausbilder oder die Ausbilderin das Zeugnis unterschreiben.
(2) Das Zeugnis muss Angaben enthalten über Art, Dauer und Ziel der Berufsausbildung
sowie über die erworbenen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Auszubildenden.
Auf Verlangen Auszubildender sind auch Angaben über Verhalten und Leistung aufzunehmen.
Die Beendigung des Ausbildungsverhältnisses ist hier an die Beendigung der Ausbildungszeit gebunden,
§ 21 BBiG - Beendigung meinte:
(1) Das Berufsausbildungsverhältnis endet mit dem Ablauf der Ausbildungszeit.
nicht aber an den Beendigungsgrund.
 

Medy79

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Wir werden noch einmal die Schule nachweislich in Verzug setzen. Sollte sich die Schule dann immer noch nicht bewegen, geht eine Fachaufsichtsbeschwerde direkt zur Landesschulbehörde.
 
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